Stolz und Ehrgeiz

    • Stolz und Ehrgeiz

      Ausgehend vom Computerspielthema



      Zitat von »Jacob der Suchende«

      -- Ein Online-Spiel fördert - wenn auch ganz unbemerkt - negative Charakterzüge wie Stolz und Ehrgeiz.

      Was ist so schlecht an Stolz und Ehrgeiz ?

      Daß ein Übermaß davon wie bei so vielen Dingen schädlich ist ist klar aber darf man nicht stolz sein auf etwas was man vollbracht hat , dürfen Eltern auf ihre Kinder nicht stolz sein , wenn sie den ersten Schritt getan haben , in einem Theaterspiel mitgespielt haben ,ihren Schulabschluß haben ect.

      Und wird man nicht überall in der Schule ,in der Ausbildung , Uni , Arbeit dazu angehalten ehrgeizig zu sein ? Geht es ohne Ehrgeiz überhaupt ?
    • Schwertwal schrieb:

      Was ist so schlecht an Stolz und Ehrgeiz ?
      Stolz war aus meiner Sicht (und viele STA teilen diese Sicht) das Grundproblem vom Sündenfall Satans im Himmel. Dargestellt am plakativsten im Buch Hesekiel:

      Hes 28/11 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 28/12 Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den König von Tyrus und sage ihm: So spricht der Herr, HERR: Du warst das vollendete Siegel, voller Weisheit und vollkommen an Schönheit, 28/13 du warst in Eden, dem Garten Gottes; aus Edelsteinen jeder [Art] war deine Decke: Karneol, Topas und Jaspis, Türkis, Onyx und Jade, Saphir, Rubin und Smaragd; und Arbeit in Gold waren deine Ohrringe und deine Perlen an dir; am Tag, als du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet. 28/14 Du warst ein mit ausgebreiteten [Flügeln] schirmender Cherub, und ich hatte dich [dazu] gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berg, mitten unter feurigen Steinen gingst du einher. 28/15 Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Unrecht an dir fand. 28/16 Durch die Menge deines Handels fülltest du dein Inneres mit Gewalttat und sündigtest. Und ich verstieß dich vom Berg Gottes und trieb dich ins Verderben, du schirmender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine. 28/17 Dein Herz wollte hoch hinaus wegen deiner Schönheit, du hast deine Weisheit zunichte gemacht um deines Glanzes willen. Ich habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen dahingegeben, damit sie ihre Lust an dir sehen. 28/18 Durch die Menge deiner Sünden, in der Unredlichkeit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht. Darum habe ich aus deiner Mitte ein Feuer ausgehen lassen, das hat dich verzehrt, und ich habe dich zu Asche auf der Erde gemacht vor den Augen aller, die dich sehen. 28/19 Alle, die dich kennen unter den Völkern, entsetzen sich über dich; ein Schrecken bist du geworden und bist dahin auf ewig! (ELB)


      Der König von Tyrus ist neben der historischen Bedeutung ein Symbol für Satan (schirmender Cherub). Nicht nur STAs deuten die Aussagen von Hesekiel als Beschreibung des Vorfalls im Himmel, der zum Sündenfall Satans führte.

      Beim Stolz selbst bin ich mir unsicher, ob er wirklich schon als Sünde zu werten ist. Jedoch ist Stolz der Ursprung von vielen Sünden, ähnlich wie die Geldgier.

      Das Problem beim Stolz ist: Ich brauche niemand anderen dafür und negiere dabei oft, dass Gott der Geber aller Dinge ist.


      Daß ein Übermaß davon wie bei so vielen Dingen schädlich ist ist klar aber darf man nicht stolz sein auf etwas was man vollbracht hat , dürfen Eltern auf ihre Kinder nicht stolz sein , wenn sie den ersten Schritt getan haben , in einem Theaterspiel mitgespielt haben ,ihren Schulabschluß haben ect.
      Respekt, Anerkennung, Lob. Das sind Dinge, die man anderen für ihre Leistung geben kann, ohne wie beim Stolz das Eigene in den Vordergrund zu stellen.


      Ehrgeiz ist ein anderes Thema. Beim Geiz alleine wären wir uns ja schon sicher, dass das weniger gut ist. Ehrgeiz, also etwas, das man haben will um dann wie beim monetären Geiz mit niemandem zu teilen...zumindest bedenklich.
    • Stolz und Ehrgeiz

      tricky schrieb:

      Ehrgeiz ist ein anderes Thema. Beim Geiz alleine wären wir uns ja schon sicher, dass das weniger gut ist. Ehrgeiz, also etwas, das man haben will um dann wie beim monetären Geiz mit niemandem zu teilen...zumindest bedenklich.



      tricky schrieb:

      Stolz war aus meiner Sicht (und viele STA teilen diese Sicht) das Grundproblem vom Sündenfall Satans im Himmel. Dargestellt am plakativsten im Buch Hesekiel:


      Ist die Überheblichkeit oder das Streben, sich zu überheben wirklich "Stolz" in unserem Alltagsverständnis ? Ich bin stolz darauf, als Verhandler mit Handschlaghgqualität gegolten und zudem da und dort durch Fleiss und Einsatz einiges gut geleistet zu haben - ja, Gott sei es gedankt, mit seiner Hilfe und Führung - aber fleissig war trotzdem ich.

      Ehrgeiz ? Hätte mich als Voklsschüler mein Klavierlehrer doch nur beim Ehrgeiz gepackt, ein Stück so lange zu üben, bis ich es "kann" - und nicht mir nur täglich eine Stunde Klavierklimpern aufgegeben !

      Vor vielen Jahren hatte ein Prediger bei einem Schauspieler Redeunterricht genommen - man hat ihm das als "Stolz und Ehrgeiz" angekreidet. - Nur : Er wollte die Botschaft so klar wie möglich, verständlich und anhörbar übermitteln können. Schlecht ? Bibelwidrig ? Ungeistlich ?
    • philoalexandrinus schrieb:

      Vor vielen Jahren hatte ein Prediger bei einem Schauspieler Redeunterricht genommen - man hat ihm das als "Stolz und Ehrgeiz" angekreidet. - Nur : Er wollte die Botschaft so klar wie möglich, verständlich und anhörbar übermitteln können. Schlecht ? Bibelwidrig ? Ungeistlich ?
      Ich denke, dass man diesen Pastor in seinen Bemühungen um ein richtig gesprochenes Deutsch und um die Kräftigung der Stimme nicht's vorwerfen kann. Ein "guter Dienst" am Nächsten, ich finde es sogar sehr rücksichtsvoll von diesem Prediger, dass er sich Gedanken um seine eigene Aussprache machte, damit ihm andere Menschen gut verstehen können.
    • philoalexandrinus schrieb:

      Ist die Überheblichkeit oder das Streben, sich zu überheben wirklich "Stolz" in unserem Alltagsverständnis ? Ich bin stolz darauf, als Verhandler mit Handschlaghgqualität gegolten und zudem da und dort durch Fleiss und Einsatz einiges gut geleistet zu haben - ja, Gott sei es gedankt, mit seiner Hilfe und Führung - aber fleissig war trotzdem ich.
      Das ist eine spannende Überlegung. "fleissig war trotzdem ich". Im Vergleich zu anderen würde ich sagen ja, da kann man was erreichen, besser machen, es ist ja schließlich die eigene Entscheidung.

      Bloß ist die eigene Entscheidung, also das aktive Ja sagen, schon so viel, dass man darauf stolz sein könnte? Denn die Kraft kommt von Gott, die ganze Existenz kommt von Gott, die ganze Welt kommt von Gott, sogar das ganze Universum. Worauf kann ich also stolz sein, bis auf meine eigene Entscheidung zu Gott ja zu sagen, wie Paulus:

      Gal 6/14 Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.

      Sich Rühmen und stolz sein, ist das das Gleiche?
    • tricky schrieb:

      Worauf kann ich also stolz sein, bis auf meine eigene Entscheidung zu Gott ja zu sagen
      Also wäre es auch nicht okay, wenn ich Klettern gehe, und mich darüber freuen würde und vielleicht sogar ein bisserl stolz wäre, trotz Höhenangst das erste mal die "20m Marke" überwunden zu haben? Darf ich kein Erfolgserlebnis haben und darauf etwas stolz sein?
    • gabriel87 schrieb:

      Also wäre es auch nicht okay, wenn ich Klettern gehe, und mich darüber freuen würde und vielleicht sogar ein bisserl stolz wäre, trotz Höhenangst das erste mal die "20m Marke" überwunden zu haben? Darf ich kein Erfolgserlebnis haben und darauf etwas stolz sein?
      Aus meiner Sicht geht es gar nicht darum, was man darf oder nicht. Jeder darf alles, was er verantworten kann.

      Paulus ist auch stolz bzw. rühmt er sich seiner Entscheidung für Gott. Also auf eine Entscheidung stolz zu sein finde ich ist ok. Für die Leistung des Erreichens gibt es aus meiner Sicht aber zu viele Fremdfaktoren, die man nicht beeinflussen kann. Bist du stolz auf das Wetter, also auf die Sonne, die scheint, wenn du Klettern gehst? Bist du stolz darauf in einem Land zu wohnen, wo man Klettern gehen kann und sich nicht um den nächsten Bissen Brot mit 10.000 anderen Flüchtlingen balgen muss? Kurz gesprochen, und du kennst dieses schöne Sprichwort: Wos woa mei Leistung?
      Wenn man diese Gedanken weiterspinnt komme ich drauf: Eigentlich habe ich nur sehr wenig dazu beigetragen, dass dieses oder jenes gerade jetzt funktioniert. Lange, lange, lange vor dem Stolz kommt also die Dankbarkeit.

      Ich will aber hier keinesfalls gegen die Erfolgserlebnisse argumentieren - ich gönne jedem seine Erfolgserlebnisse. Bloß erlebe ich Erfolg vielleicht etwas anders als andere. Bei all den Einflußfaktoren werde ich eher demütig als stolz.
    • tricky schrieb:

      Bist du stolz auf das Wetter, also auf die Sonne, die scheint, wenn du Klettern gehst? Bist du stolz darauf in einem Land zu wohnen, wo man Klettern gehen kann und sich nicht um den nächsten Bissen Brot mit 10.000 anderen Flüchtlingen balgen muss?
      Wie Du schon gesagt hast, dafür bin ich dankbar :)

      tricky schrieb:

      Wos woa mei Leistung?
      Dos Du den Sotz im schensten Kärntnerisch do hergschriebm host? :thumbsup: Nein, ich versteh' auf was Du hinaus willst.

      tricky schrieb:

      Eigentlich habe ich nur sehr wenig dazu beigetragen, dass dieses oder jenes gerade jetzt funktioniert. Lange, lange, lange vor dem Stolz kommt also die Dankbarkeit.
      Ein sehr wahres Wort und ein Gedanke der mich auch tagtäglich im Beruf begleitet: Ich kann auf nichts, was ich jemals eingesprochen oder produziert hab' stolz sein. Warum? Weil Gott mir das Talent dazu gab. Ich hab's mir nicht ausgesucht, ich hab's nicht gewählt. Nein! Ich hab's geschenkt bekommen. Es ist nicht mein Verdienst.

      Leider fehlen mir halt (noch) die Möglichkeiten diese Talente ausschließlich für Gott einzusetzen. :sad:

      Liebe Grüße
    • tricky schrieb:

      Bist du stolz darauf in einem Land zu wohnen, wo man Klettern gehen kann ?
      Das kann ja auch einfach bedeuten daß man froh ist in so einem Land zu leben , daß man seine Heimat mag so nach dem Motto des Bayrischen Rundfunks : " I bin der Flori und doa bin i dahoam " .

      Und wenn eine Mutter zu ihrem Sohn sagt " Junge ich bin so stolz auf dich " ist das doch gleichzeitig ein Lob und eine Wertschätzung.

      Das Jasagen zu Gott : dafür brauchts doch dann aber auch den heiligen Geist wenn ich hier so manchmal durch die Threads stöber oder ? Kann man dann stolz sein ?

      Wenn jetzt 2 Nichtgläubige, nehmen wir mal an sie wären nichtgläubig , genau weiß ich es jetzt nicht , Extremsportler , Arved Fuchs und Reinhold Messner einmal quer zu Fuß durch die Antarktis stapfen haben sie das dann aus eurer Sicht auch mit Gottes Hilfe geschafft auch wenn sie gar nicht glauben ?
      Sie müssen sich monatelang vorbereiten , trainieren , alles genau planen daß nichts schief geht ...
    • Im Vergleich zu - - - denen , die gegenteiliger Haltung sind.

      tricky schrieb:

      fleissig war trotzdem ich"

      tricky schrieb:

      Bloß ist die eigene Entscheidung, also das aktive Ja sagen, schon so viel, dass man darauf stolz sein könnte? D



      IIch habe ausdrrücklich Gott Ehre und Dank erwiesen. Dazu gehört auch die Erziehung durch Vater und Grossvaterer - welcher wiederum von Conradi gelernt hat, präzise zu arbeiten und zu studieren.

      Nicht erst anch Deinem Vorwurf, den ich keinesweghs ablehne, habe ich inzwischen mit einiger Wut - ja : WUT - nachgedacht, was mir so in den letzten aAhrzenhnten unterkommt (in der Politik, im öffentlchen Leben, und -) in der Gemeinde :

      Zu letzterem :"Wir haben die WAHRHEIT, da brauchen wir uns um die Wahrheit nicht mehr zu bemühen oder gar mit Quellenüberprüfiung Zeit vertun : Im letzten "Adventist Review" weitet ein Autor aus, woher "integrity" kommt - . Latein, bedeutet "undivided". - Nein, es kommt von tango, tangis, tangere, tetigi, tactum, und "integer" heisst "unberührt", "unbefleckt" "unbeschädigt"- ( nachulesen bei Horaz ! "Integer vitae, scelerisque purus - - ) Akohol wird in keinem lllebenden Organismus in Aether umgebaut," wodurch die die Leute dann wirklich besoffen sind !" (so "Salvtion&Service")- auch wennn das von der GK kommt (so die Autorin) ich hätte wenigstens die Schüler des ORG gefragt - die haben nämlich Chemieunterericht nach staatlichen Masstäben. Und Adrenalimn wird nicht in Suchtgiftcharakter hbnede Subsanz im Körper umgewandelet - es gibt schon alleine den "Adrenalin - Junkie" Auac in "S&Service zu finden de RAubersg`schicht)- - "Und schuf sie als Mann und Frau" ("Adveisten aktuell" Nr. 57, Sept 2014) : Man soll, wenn man schon abschreibt - wie eingestanden- eben nicht zu jedm Schmarrn greifen, der an ktholiscen Kirchentüren und in evangelikalen Bibelläden aufliegt. (siehe Unterkapitell " Fehlentwicklung") Fachkompetente und geschichtlich Interessierte, zudem an akademisches Suchen und Forschen gewöhnt, rekonstruieren unter anderem die letztenTage Czechowskis in Wien. Der Intereiwer hängt im Intereiw für "Aventst Review" einen überflüssigewn und zudem hitoisch falshen Scluss an. De Autoren rotestieren beim verantwortichen Redakteur. Der ist sehr ungehalten - der Kritik wegen !

      MeinWunsch wäre, dass "unsere" Autoren den Stolz haben, nur gewissenhaft Überprüftes geschrieben zu haben und ihren Stil so - aus Ehrgeiz - kultiviern, dass auch renomierte Verlage und Rezensenten freudig "Ja" sagen würden.

      Post sriptum : Wir hatte und haben solche gelegenntlichch
    • Hi

      Ich finde schon man darf stolz auf eigene Taten sein, solange man gleichzeitig auch erkennt, dass Gott einem geholfen hat. Ein jeder darf stolz darauf sein, wenn er sich Gottes Kind nennen darf. Und trotzdem kann man gleichzeitig Demütig sein, indem man weiss, dass es ein Geschenk ist. Ein Kind ist auch stolz auf etwas, das es geschenkt bekam. Obwohl es stolz auf den Besitz dieses Dinges ist, weiss es meist sehr wohl, dass es nicht sein eigener Verdienst war, sondern ein Geschenk von jemandem.
      Das gefährliche am stolz ist, dass man aufpassen muss, dass man deswegen nicht überheblich wird und sich deswegen nicht als etwas besser fühlt.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • @Schwertwal:

      Alles, was du sagst, ist vollkommen richtig.

      Stolz im biblischen Sinne meint eigentlich Hochmut. Es meint nicht die Freude oder das Glücksgefühl, von dem du gesprochen hast.

      Der Mensch (in den Szenen der Genesis) will nicht, dass Gott Gott sei, sondern er will selbst Gott sein. Das ist mit Stolz oder sich-erheben gemeint.

      Das Freudengefühl bei gelungener Arbeit, das tolle Gefühl, wenn man gelobt wird oder wenn applaudiert wird, das ist vollkommen in Ordnung.

      Das würde die Bibel wahrscheinlich eher mit Freude oder Jubel bezeichnen, oder "es stärkte ihn" oder sowas.

      Stolz ist eher negativ konnuntiert im Bibeltext.

      Ich will aber gar nicht ausschließen, dass es für manche bereits böser Stolz ist, wenn man sich über etwas freut oder dass man extra mit Lob geizt, damit der Mensch sich bloß nicht erhebe...

      aber das ist ein anderes Problem. Ein schwerwiegenderes als Computerspiele!
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)