Computerspiele

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    • Computerspiele

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe leider nicht genug über das Thema gefunden welches ich hier ansprechen möchte, daher mache ich einen neuen Thread auf.


      Gibt es Christen hier, die regelmäßig Videospiele am Computer oder Konsole praktizieren? Wie geht es euch dabei? Habt ihr schlechtes Gewissen ab und zu oder könnt ihr es mit eurem Glauben voll vereinbaren? Gibt es da welche, die sagen, es gibt Spiele die sind ok und wiederum welche die man eher meiden sollte? Wo seht ihr da die Grenze?



      Mich interessiert jede Meinung! Freue mich auf eure Erfahrungen.
    • Ob ich Christ bin, ist eine Frage; was die andere angeht, spiele ich seit einigen Jahren keine Computerspiele mehr; weil ich das zu zeitaufwendig finde und das Gefühl habe, dass es mir Lebenszeit stiehlt. Zudem muss man sich dafür immer wieder teuer neue Hardware kaufen; sonst funktionieren neue Spiele kaum -- und selbst dann muss man oft einen halben Tag oder länger nach einem Hack suchen, damit ein Spiel überhaupt nur richtig funktioniert. Ich bin es leid!

      Computerspiele dröhnen Dich nur aus der realen Welt heraus, gewissermaßen "Brot und Spiele". Vielleicht ist das auch eine besonders effektive Art, wie Kapitalisten und Bonzen Teile des Volks ruhig halten. Gib jedem Arbeitslosen gerade so viel Geld, dass er nicht verhungert und eine Spielekonsole; dann brauchst Du Dir bei den meisten keine Sorgen mehr darüber machen, dass sie etwa protestieren oder die drögen Regierungscliquen attackieren. Das funktioniert natürlich auch gut bei den meisten jungen Männern, die Arbeit haben. Ich hab von Fällen gehört, dass jemand arbeitet und sobald er zuhause ist, praktisch nur noch stundenlang an seiner super Computerspielanlage hängt, mit riesen Bildschrim und und und. Ein ruhiger Bürger! Ein braver Bürger, der zu echter Besinnung kaum mehr ein Neuron frei hat. Wunderbrav -- und so schön kauforientiert: Spiele kaufen, Chips kaufen, Bier kaufen; das Leben kann ja so bereichernd sein!

      Ich erinnere mich übrigens an einen etwas älteren Thread, in dem dieses Thema auch diskutiert wurde: sta-forum.de/christliches-leben/lifestyle/3199-computerspiele/

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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    • Hallo @Himmelsrand und herzlich willkommen im Forum :)

      Himmelsrand schrieb:

      Gibt es Christen hier, die regelmäßig Videospiele am Computer oder Konsole praktizieren?
      Ja, ich zocke ganz gerne mal ein Game auf der Xbox One an.

      Himmelsrand schrieb:

      Wie geht es euch dabei?
      Ich mag Strategiespiele ganz gerne, weil es mich entspannt. Es gibt dann so Wochenenden wo ich mich mal für ein oder zwei Stunden vor die Konsole setze. Natürlich könnte ich genau so gut Kreuzworträtsel lösen oder eine Partie Schach spielen. Ich erachte es für mich persönlich nicht als verschwendete Zeit, da es mir ja gut tut.

      Liebe Grüße
    • @Himmelsrand

      Ich habe früher mehrere Jahre PC gespielt, sogar auf einem professionellen Level in Online-Shooter-Spielen. Das war die Zeit nach meiner Taufe. Und natürlich habe ich immer schlechtes Gefühl gehabt, und versucht, es zu ignorieren. Ich habe mich selbst angelogen, dass das Spiel angeblich nichts Schlechtes sei, sondern allein meiner Freizeit dient ....

      Was ich später eindeutig erkannt habe, ist:

      -- Nicht nur das Nichttun einer schlechten Tat ist eine Sünde, sondern bereits das Unterlassen einer guten, notwendigen Tat. In der Bibel können wir unmissverständlich lesen, dass die Zeit sehr kostbar ist. Und wenn wir die Zeit auf solche Weise wie Computerspiele verschwenden, so müssen wir irgendwann vor Gott verantworten, dass jemand zu Gott nicht gefunden hat, weil wir in dieser Zeit mit einem Computerspiel sehr beschäftigt waren. Das Blut der verlorenen Seele wird an unseren Händen kleben.

      -- Alles, was wir tun, soll ein Beispiel für andere Menschen sein. Wir müssen perfekt im Charakter sein und Gottes Charakter unter den Menschen abbilden. Unser Wesen soll dem Wesen Jesu gleichen. Jesus hat sich selbst verleugnet, um die von Gott auferlegte Mission zu vollbringen. Sein Leben und Seine Freude bestanden darin, andere Menschen zu retten. Wer Jesus nachfolgt, soll sich ebenso verleugnen wie Jesus es tat, und alle Wünsche und Ziele unter Gottes Willen stellen. Christus hat uns teuer mit Seinem Blut erkauft, wir gehören nicht mehr uns selbst.

      -- Das Computerspiel dient nicht zur Entspannung, wie es oft gesagt wird. Ein Computerspiel erfordert eine hohe Konzentration und führt zur Aufregung des Körpers. Das führt zu noch größerem Verlust der Kräfte. Eine gute körperliche Entspannung ist z.B. ein Spaziergang in der frischen Luft.

      -- Unsere Lebenshobby soll nicht im Computerspiel, Fernsehen oder Fussball sein, sondern darin, die Menschen zu Christus zu führen. Mit jeder gewonnenen Seele würden wir uns zusammen mit der Himmelschar der Engel freuen. Wer keine Freude in der selbstlosen Nachfolge empfindet, der hat noch nicht die Liebe zu Jesus und zu den Menschen, die essentiell ist.

      -- Ein Online-Spiel fördert - wenn auch ganz unbemerkt - negative Charakterzüge wie Stolz und Ehrgeiz.

      Als ich es erkannt habe, war es doch nicht so einfach, dieses Hobby aufzugeben. Denn darin bestand meine Lebensfreude. Auf einmal fühlte ich, dass meine Freude wich, und das Gefühl der Leere und der Traurigkeit hielt Einzug. Ich befand mich in der Phase, weder der Welt völlig abgestorben zu sein, noch die wahre Liebe und Freude bei Gott gefunden zu haben. Mehrmals bin ich gefallen und fing das Spielen vom Neuen an. Irgendwann jedoch hörte ich entgültig damit auf, und widmete meine Zeit völlig den missionarischen Aufgaben. Zurückblickend kann ich sagen, dass ein Spiel eine große Verlockung darstellt, aber ich freue mich, Gott zu dienen und mit reinem Gewissen zu wissen, dass mir von Gott ein großes Geschenk vorbereitet ist (wenn ich im lebendigen Glauben bis ans Ende verbleibe). Mit Seiner Kraft, im ständigen Schauen auf Christus lerne ich Gott und die Menschen zu lieben, und tue gerne Gottes Willen - überall und zu jeder Zeit.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hallo lieber Jacob,

      vielen herzlichen Dank für deinen Beitrag, das war sehr ausführlich! Im großen und ganzen bin ich der gleichen Meinung wie du und erachte es auch als verschwendete Zeit. Doch geht es auch mir, sowie du beschrieben hast, dass man immer wieder zurückkehrt, um von Neuem anzufangen. Irgendwie schaffe ich es nicht die Lust zum Spielen gänzlich zu überwinden, auch wenn ich es im Kopf (zumindest) möchte. Die Fantasiewelten können einen ganz schön gefangen nehmen. Kannst du vielleicht hier ein bisschen präziser werden, wie deine Erfahrung damals war, als du dagegen gekämpft hast? Hast du unter ständigem Gebet dagegen kämpfen müssen, oder ist dir das plötzlich an einem Tag ganz leicht gefallen und du konntest ein Schlussstrich bis heute ziehen?
      Ich war vor kurzem auf YiM, und habe entschieden (mal wieder) mein Leben völlig Jesus zu übergeben. Nur will ich nicht das Videospielen unterdrücken durch Ängste, dass Gott mich womöglich bestrafen würde, da ich glaube, dass dies auf Sand gebaut wäre und nicht Felsen.
    • @Himmelsrand
      Auch ich habe mich, irgend wann nach meiner Taufe, mit pc- spielen beschäftigt. IST GEGENÜBER JESUS KEINE REDE WÄRT.Gibt es Christen die PC Games spielen?.Wer ein Christ ist, denkt immer wieder an Christus und stellt Christus in den Mittelpunkt, und schenkt täglich viel seiner Zeit Jesus usw.
    • Seele1986 schrieb:

      Folglich warst du in der Zeit, als du dich mit PC-Spielen beschäftigt hast, kein Christ;

      warst aber bereits getauft....

      Grade in der Großtaufe "entscheidet" man sich doch bewusst für Jesus, oder nicht?

      Versteh ich nich....

      Wir verstehen vieles nicht. Wenn Jesus Christus nicht unser Mittelpunkt ist, und wenn wir ihn nicht von ganzem Herzen lieben , was sind wir dann? Was ist ein Christ?
    • was sind wir dann? Was ist ein Christ?


      Ich jedenfalls halte diese Ableitung für falsch: "Es gibt keine Christen, die PC-Games spielen";

      denn damit sagt man: "Leute, die PC-Games spielen, sind keine Christen".

      Sag doch einfach, dass DU nichts von Games hälst, dem nichts abgewinnen kannst, es doof findest, oder was auch immer...

      Das reicht doch vollkommen.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Wie wichtig ist Jesus für uns?

      Es steht geschrieben : Es werden nicht alle, die zu mir sagen : Herr,HERR! ,in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.

      Ist es Gottes Wille, das wir wertvolle Zeit für Spiele verbringen? Ich kann es aus der Bibel nicht erkennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von stadenker ()

    • Ist es Gottes Wille, das wir wertvolle Zeit für Spiele verbringen? Ich kann es aus der Bibel nicht erkennen.


      Richtig, in der Bibel steht nix von Computerspielen.

      Ich denke, es kommt drauf an, wie man das macht. Wenn man die ganze Zeit nur alleine zockt, ist das sicherlich nicht gut [für die Person selbst nicht; hat ja mit "Himmel" nichts zu tun].
      Es gibt aber auch Gesellschaftsspiele, die man gemeinsam spielen kann. [Sozialkontakte und so...]

      Würde jemand die ganze Zeit isoliert nur die Bibel lesen, wäre es genauso schlecht.

      Aber lange Rede, kurzer Sinn: selbst wenn jemand dort auf die Schiefe Bahn gekommen ist, bleibt er Christ.

      Christsein hört nicht mit unserm Scheitern auf; wo kämen wir denn da hin? Dann können wir alle 5 Tage die Konfession wechseln.

      (Und schreib bitte nicht: "Das habe ich nicht geschrieben!" - Du hast es.)
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Vielleicht sollte man mal zwischen einem einfachen Tun und einer Abhängigkeit unterscheiden.
      Im Moment seh ich eher die Gefahr daß der Mensch zu einer Außenstelle seines Smartphones wird.

      Es ist ja auch nicht so daß man da gar keine Sozialkontakte hat.Man trifft sich auf Lan Partys und bei Onlinespielen chattet man ja auch miteinander , lernt vielleicht neue Leute kennen.
    • Ich finde es falsch, wenn man nur noch Hobbies nach geht, die mit christlicher Mission zu tun haben. Man kann immer und überall Mission betreiben und zwar in dem man ein christliches Leben lebt. Die Menschen die das selbe Hobby betreiben merken das doch auch. Problematisch wird es erst dann, wenn ein Hobby wichtiger als der Glaube wird. Daher ist es ok, wenn man ein Computerspiel spielt, ich sehe da keinen Unterschied zu Fernsehen, ein Roman lesen, basteln, stricken etc. Das alles hat in unserem Leben platz solange Gott und die Wiederkunft Jesu an erster Stelle stehen.
      Gott hat kein Interesse daran, dass wir uns nur in unserer Kammer einschliessen und die Bibel studieren. Jeder soll ein Zeugnis Gottes sein, dort wo in Gott hingestellt hat und dazu gehört für mich auch der Freundeskreis oder der Kreis von Vereinsmitgliedern, die das selbe Hobby pflegen, und das kann auch eine LAN Party sein.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Seele1986 schrieb:

      Ich jedenfalls halte diese Ableitung für falsch: "Es gibt keine Christen, die PC-Games spielen"; denn damit sagt man: "Leute, die PC-Games spielen, sind keine Christen".
      Vielen Dank, Simon :daumenhoch:
      Das ist ein Gedanke, der auch mir auf dem Herzen liegt. Wenn mir jemand erklärt was oder wie er Christ oder Christ sein versteht und sagt, dass "Herr Müller" oder "Frau Müller" niemals Christen sind, weil sie eben den Ausführungen "des Erklärenden" nicht entsprechen... Wenn mir jemand sagen würde, ich sei kein Christ, "eben weil..." - Dann würde das zunächst mal einige Fragen für mich aufwerfen. Ermahnt mich jedoch ein Glaubensgenosse, dass ich nicht mehr "auf dem richtigen Weg" bin, dann ist das ein gutgemeintes Bedenken, dass ich mir vielleicht auch zu Herzen nehmen sollte...

      "Hallo! Ich bin Christ." - Was bedeutet dieses Aussage? Für mich persönlich zunächst mal gar nichts. "Hallo! Ich habe Jesus als meinen Herrn angenommen." - Das ist und wäre etwas ganz anderes, aber leider selten das Selbstverständnis eines Gläubigen. "Christ sein" - Wie funktioniert das überhaupt? Das wir "teuer erkauft" sind, was niemand nehmen kann, was zu kritisieren also auch zwecklos wäre? Manchmal erscheint es mir so, als ob nur derjenige "Christ ist" oder noch besser "Christ wäre", welcher sich auch brav an die Doktrin seiner Glaubensgemeinschaft hält. Mal eine ganze andere Frage: Gibt es jemanden im Forum hier, der von sich auch selbst behaupten würde/kann, dass er/sie sich immer "christus-gemäß" verhält?

      Ja, wir dürfen einander auf Verhaltensweisen aufmerksam machen. Gott fordert uns auch dazu auf. Sich gegenseitig das Heil abzusprechen, kann einfach keine "Zurechtweisung" im Sinne Gottes sein. Gott fordert uns dazu auf, dass wir uns helfen! Wir sollen unseren Mitmenschen "unter die Arme greifen" und beim "aufstehen helfen", wenn diese klar gegen biblische Maßstäbe verstoßen haben. Ich muss den Menschen nicht unter die Nase reiben, "dass ich denke, dass dieser oder jener kein Christ ist" - Lieber bete ich dann, dass dieser Mensch "Jesus als seinen Herrn annehmen" kann, denn wenn dieser "kein Christ" wäre, so kann er das auch noch tun/ "werden".

      Jacob der Suchende schrieb:

      Das Computerspiel dient nicht zur Entspannung, wie es oft gesagt wird
      Jacob, Deine Aussage ist durchaus berechtigt. Wer könnte auch schon bei einem Spiel entspannen, in welchem es an jeder Ecke "knallt, explodiert und raucht." "Action" gibt's genug in dieser Welt, dass brauch' ich nicht auch noch am Bildschirm... Doch Spiele werden durchaus - wenn auch wenige Titel dafür in Frage kommen - in verschiedensten Therapieformen eingesetzt.

      Himmelsrand schrieb:

      Irgendwie schaffe ich es nicht die Lust zum Spielen gänzlich zu überwinden
      @Himmelsrand : Es ist eine sehr persönliche Frage, deswegen möchte ich Dir auch sagen, dass es völlig in Ordnung ist, wenn Du dazu nichts sagen möchtest. Würdest Du von Dir selbst behaupten, dass Du vielleicht eine gewisse "Sucht" entwickelt hast?

      Himmelsrand schrieb:

      Die Fantasiewelten können einen ganz schön gefangen nehmen
      Wie ich schon meinte, es gibt genug "Action" in dieser Welt. Vielleicht möchte ich das nicht auch noch am "Bildschirm" haben, andererseits (ich hab's schon mal irgendwo im Forum angesprochen) : Viele Menschen leben heute auf ganz "unterschiedliche Weise" in einer Fantasiewelt, eben weil diese mit der Größe und Komplexität der realen Problemen überfordert sind... Das sollte uns mal zu Denken geben...

      stadenker schrieb:

      Ich kann es aus der Bibel nicht erkennen.
      "Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann?" (Mark 7,18)

      Seele1986 schrieb:

      Ich denke, es kommt drauf an, wie man das macht
      In der Tat! Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten, nichts soll mich gefangen nehmen. (1.Kor 6,12) Und wie bei vielen anderen Dingen, die von der Bibel her vielleicht nicht so klar sind: Jemand kommt zu Dir und sagt: "Ein Christ darf das nicht, und das nicht und das nicht..." - Als ob es der Heilige Geist notwendig hätte, dass Ihm "menschliche Hilfe" zuvorkommt, um Geschwister von einer Gewissensentscheidung zu überzeugen... Ich trink' ab und zu mal auch ganz gerne einen Whiskey oder ein gutes Glas Wein, wo ist das Problem? Die Bibel verurteilt Trunkenheit und seine Folgen.
    • Schwertwal schrieb:

      Vielleicht sollte man mal zwischen einem einfachen Tun und einer Abhängigkeit unterscheiden. Im Moment seh ich eher die Gefahr daß der Mensch zu einer Außenstelle seines Smartphones wird.
      Ein sehr guter Gedanke! Natürlich kommt es auch auf die Inhalte der Spiele an (und damit meine ich nicht nur Computerspiele). Spiele können durchaus Motorik, Logik, Reaktion, etc... fördern. "Meine Zeit steht in Deinen Händen", so die Bibel. Ja, Zeit ist kostbar und ich bin Verwalter meiner Zeit. Gott wird mich eines Tages fragen, wie ich das "Geschenkte" (also Zeit) verwaltet (genutzt) habe. Ich sehe da kein Problem, wenn Christen sich auch mit Spielen (guten Inhalts) beschäftigen, solange es "im guten zeitlichen Maße" erfolgt.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Und wenn wir die Zeit auf solche Weise wie Computerspiele verschwenden, so müssen wir irgendwann vor Gott verantworten,
      Es gibt viele Menschen -mitunter auch Christen- die sich gerne mal bei einem Bad entspannen. Einfach mal 'ne halbe Stunde oder Stunde in der Badewanne liegen, abschalten, entspannen, ruhig werden. Ist das auch Zeitverschwendung oder hat es einen Sinn? Sicher wäre es verschwendete Zeit, wenn ich stunden- oder wochenlang in "virtuellen Welten" vor mich hin presche und "virtuelle Objekte" einsammle: "Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Fraß zerstören und wo Diebe nicht durch graben noch stehlen!" (Matt 6,20)

      Jacob der Suchende schrieb:

      dass jemand zu Gott nicht gefunden hat, weil wir in dieser Zeit mit einem Computerspiel sehr beschäftigt waren.
      Oder weil wir gerade eine Runde spazieren waren? Oder weil wir gerade ganz sinnlos am Sportplatz waren und unsere Zeit damit verschwendet haben, sinnlos das Runde in's Eckige zu bekommen? "Wer mich vom ganzem Herzen sucht, der wird mich finden" - Das sagt Gott. Meinst Du, dass Gott nicht andere Möglichkeiten hat, als auf einen "beschäftigten" Christen zu warten? Und wenn der Geist mich treibt, dann kann mich sowieso nichts zurückhalten. Ja, ganz klar: Unsere Aufgabe ist es von der frohen Botschaft Jesu zu zeugen, diese zu bekunden, weiterzugeben.
      "Meister, weise Deine Jünger doch zurecht!" - Er aber antwortete ihnen: "Ich sage Euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien." (Luk 19,38-40). Selbst wenn alle Christen nichts sagen würden, oder man alle Christen "zum Schweigen brächte", die "frohe Botschaft" wird sich auch so "aus breiten."

      Jacob der Suchende schrieb:

      Unsere Lebenshobby soll nicht im Computerspiel, Fernsehen oder Fussball sein
      Was ist so schlimm daran? Jeder hat doch das Recht so zu leben wie er es für richtig hält, umgekehrt muss man auch die Frage stellen mit welchem Recht andere darüber bestimmen dürfen, wie man zu leben hat? Irgendwie hab ich den Eindruck das da einfach gewisse Dinge "böse" gemacht werden. Es muss doch jeder für sich selbst prüfen, wie sinnvoll/sinnlos er seine Freizeit gestaltet. Vielleicht pauschalierst Du hier einfach zu sehr...

      Nicht jeder der ein Spiel spielt, ist jener, der sich in eine "virtuelle Welt" flüchtet. Wenn Menschen sich heute in eine "Fantasiewelt" flüchten, so verstehe ich das auch: Wir Gläubigen tun uns da natürlich so einfach! Wenn ich nicht gläubig wäre, dann würde ich mich wahrscheinlich auch lieber in eine "virtuelle Welt" flüchten! Weg von dieser gestörten Welt, wo Menschen wegen Hunger und Durst elendig verrecken, während hier in Österreich "Frau Nachbarin" ihre "Töle" nur mit feinstem Roastbeef füttert...

      Jacob der Suchende schrieb:

      -- Ein Online-Spiel fördert - wenn auch ganz unbemerkt - negative Charakterzüge wie Stolz und Ehrgeiz.
      Ich könnte das Wort "Online-Spiel" auch durch das Wort "Glauben" ersetzen - Wir erinnern uns an die "biblisch überlieferte Meinungsverschiedenheit" der Jünger, wer wohl "die besten Plätze" im Himmel haben wird... Uih!!! Da würden jetzt wohl so einige aufschreien und sagen: "Na aber so pauschal wie Du es hier darstellst, ist es nicht."


      Liebe Grüße
    • Ich stimme Gabriel zu; auch ich verdamme nicht alle Computerspiele. Ich selber habe zwar einige Jahre schon kein Computerspiel mehr benutzt; würde aber unter Umständen auch wieder mal am Computer spielen. Für mich persönlich sind die Kriterien:
      • Das Spiel darf nicht zu lange dauern oder zu umständlich sein.
      • Ich mag keine Spiele, die mich mit Gewaltszenarien, in denen mich massenhaft Feinde angreifen, unter Druck setzen. Ich möchte mich in der Szenerie in Ruhe bewegen und umsehen können, ohne immer wieder angegriffen zu werden oder jemanden oder etwas niedermetzeln zu müssen. Und ich habe auch -- egal weshalb -- keine Lust, wie ein Irrer immer wieder auf einem Knopf rumhacken zu müssen.
      • Ich lege Wert auf Spiele, die mich künstlerisch ansprechen und/oder mir eine besonders schöne Umgebung präsentieren. Vor Jahren habe ich zum Beispiel ein Spiel gespielt, das ein kleiner interaktiver Krimi in Versaille war und in Zusammenarbeit mit dem Museen von Versaille entstanden ist. (Einige Standbilder, eine kurze Besprechung, Spielbeschreibung vom Institut für Kunstgeschichte der Universität München) In diesem Spiel konnte ich mich auch einfach in einem nachgebauten Raum nur umsehen. Ich habe mir anschließend einen ausgesucht schönen Bildband über Versaille geleistet.
      Aktualität ist mir gleichgültig; die letzten einfacheren Computerspiele kaufte ich vor einigen Jahren gebraucht einer Videothek ab, die sie aussortiert hatte.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Daniels schrieb:

      Auch ich verdamme nicht alle Computerspiele
      Ich denke, dass man das "selbe Prinzip" auch auf Musik, Filme, oder sonstiges anwenden kann. Es erstaunt mich immer wieder, wie da manches mal in "christlichen Kreisen" assoziiert wird...

      Wenn ich mir heute "Led Zeppelin" oder "The Doors" anhöre, dann ist das für so manchen "Teufelsmusik". Na klar! Denn jede Musik wo "Schlagzeug" zu hören ist, ist ja auch "Teufelsmusik." :huh: Und obendrein ist ja auch die Absicht meiner Aussage ganz klar, ich sag' dass ja nur, weil mein "böses, sündiges Fleisch" unbedingt diese Art von Musik hören will... Na klar, aber wenn ich der gleichen Art von Musik das Prädikat "christlich" unterjuble, dann ist es auf einmal völlig in Ordnung... ?(

      Aber nein, diskutieren wir doch noch lieber ein paar Jahre über AC/DC und dem "Highway To Hell" während so im "realen Leben" einige Menschen die "Hell's Bells" läuten hören und sich vielleicht wirklich auf dem "Highway To Hell" befinden. Seltsam, und ich dachte, wir Christen haben "Whole Lotta Love" für unseren Mitmenschen...

      Na, wenn es so einfach ist, dann nehmen wir jetzt einfach die Lyrics aus dem Song "Trampled Under Foot" von den bösen, bösen, satanischen Led Zeppelin Rockern her und "christianisieren" diesen einfach ein wenig:

      Dig that heavy metal underneath your hood
      Baby, I could work all night,
      believe I've got the perfect tools

      ============================================
      Dig that christian message underneath your hood
      Jesus, i would work for you
      believe, I've got the holy tools


      Und ganz ähnlich verhält es sich auch mit Computerspielen: Wer mit dem "weltlichen Maschinengewehr" auf den Feind ballert, kann kein Christ sein. Wer aber mit der "gesegneten Waffe" in "biblischen Shootern" (alleine der Ausdruck ist schon so paradox) Dämonen tötet, darf natürlich "im guten Gewissen" gewalttätig sein...

      Man lese eventuell mal den Artikel "Ego-Shooter: Die Christen ballern zurück"
      Zu finden auf: spiegel.de/netzwelt/web/ego-sh…ern-zurueck-a-273544.html


      Liebe Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Durch Gabriels Hinweis auf den Spiegel-Artikel über christliche Computerspiele habe ich einen christlichen Prediger namens Al Menconi entdeckt, ein ziemlich guter Redner: gute Körpersprache, lebhafte Vortragsart. Zwar auf Amerikanisch, aber passt gut in diesen Thread.

      hsQoK870YcA
      Bki6oV3MBJg


      In beiden Videos verweist er auf Kolosser 2, 8:

      Bibelstelle

      Nehmt euch vor denen in Acht, die euch mit einer leeren, trügerischen Philosophie einfangen wollen, mit Anschauungen rein menschlichen Ursprungs, bei denen sich alles um die Prinzipien dreht, die in dieser Welt herrschen, und nicht um Christus.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()