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    • Umgang mit Kritik - Sich selbst richten?

      gabriel87 schrieb:

      Seele1986 schrieb:


      Ich jedenfalls halte diese Ableitung für falsch: "Es gibt keine Christen, die PC-Games spielen"; denn damit sagt man: "Leute, die PC-Games spielen, sind keine Christen".

      Das ist ein Gedanke, der auch mir auf dem Herzen liegt. Wenn mir jemand erklärt was oder wie er Christ oder Christ sein versteht und sagt, dass "Herr Müller" oder "Frau Müller" niemals Christen sind, weil sie eben den Ausführungen "des Erklärenden" nicht entsprechen... Wenn mir jemand sagen würde, ich sei kein Christ, "eben weil..." - Dann würde das zunächst mal einige Fragen für mich aufwerfen. Ermahnt mich jedoch ein Glaubensgenosse, dass ich nicht mehr "auf dem richtigen Weg" bin, dann ist das ein gutgemeintes Bedenken, dass ich mir vielleicht auch zu Herzen nehmen sollte...

      "Hallo! Ich bin Christ." - Was bedeutet dieses Aussage? Für mich persönlich zunächst mal gar nichts. "Hallo! Ich habe Jesus als meinen Herrn angenommen." - Das ist und wäre etwas ganz anderes, aber leider selten das Selbstverständnis eines Gläubigen. "Christ sein" - Wie funktioniert das überhaupt? Das wir "teuer erkauft" sind, was niemand nehmen kann, was zu kritisieren also auch zwecklos wäre? Manchmal erscheint es mir so, als ob nur derjenige "Christ ist" oder noch besser "Christ wäre", welcher sich auch brav an die Doktrin seiner Glaubensgemeinschaft hält. Mal eine ganze andere Frage: Gibt es jemanden im Forum hier, der von sich auch selbst behaupten würde/kann, dass er/sie sich immer "christus-gemäß" verhält?

      Ja, wir dürfen einander auf Verhaltensweisen aufmerksam machen. Gott fordert uns auch dazu auf. Sich gegenseitig das Heil abzusprechen, kann einfach keine "Zurechtweisung" im Sinne Gottes sein. Gott fordert uns dazu auf, dass wir uns helfen! Wir sollen unseren Mitmenschen "unter die Arme greifen" und beim "aufstehen helfen", wenn diese klar gegen biblische Maßstäbe verstoßen haben. Ich muss den Menschen nicht unter die Nase reiben, "dass ich denke, dass dieser oder jener kein Christ ist" - Lieber bete ich dann, dass dieser Mensch "Jesus als seinen Herrn annehmen" kann, denn wenn dieser "kein Christ" wäre, so kann er das auch noch tun/ "werden".

      Hallo Gabriel,
      Neigen Menschen dazu andere zu kritisieren, aber eigene Fehler, Irrtümer nicht einzugestehen? Es gibt solche und solche. Jeder Mensch ist anders.
      Ja Gott fordert uns auf, das wir uns helfen.

      Wir müssen immer wieder, Entscheidungen treffen, wie wir unsere Zeit verbringen. Wie kann ich nun mit Kritik umgehen, wenn jemand sagt, das und das ist vor Gott nicht in Ordnung? Ich könnte geduldig mir seine Argumentation anhören und es dann in der Bibel nachprüfen. Manch anderer würde vielleicht wütend werden, und sofort auf Schussposition gehen, und alles abfeuern an Argumenten und bösen Worten, was ihm gerade so einfällt. ;(

      Was könnte für mich eine Lösung sein, wenn ich mal wieder kritisiert werde? Es prüfen, ob nicht vielleicht die Kritik, völlig berechtigt war?

      1 Kor 11,28 a
      Der Mensch prüfe aber sich selbst,...
      1 Kor 11,31
      Wenn wir uns selbst richteten, so würden wir nicht gerichtet.

      Sich selbst prüfen? Sich selbst richten? Das kostet doch sicherlich Zeit, wenn ich es gründlich machen will.
      Ich muss mich doch nicht selbst richten, oder doch, um nicht gerichtet zu werden? Was machten eigentlich die Jünger Jesu vor Pfingsten?
      Prüften sie sich etwa selbst gründlich unter Gebet?

      Fordert Gott mich dazu auf, sich selbst zu prüfen? Sich selbst zu richten, um nicht gerichtet zu werden?

      Gibt es noch mehr Textstellen, wo Gott uns womöglich dazu bewegen möchte, mit uns selbst ins Gericht zu gehen?

      2 Kor. 13,5 a
      Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • stadenker schrieb:

      Neigen Menschen dazu andere zu kritisieren, aber eigene Fehler, Irrtümer nicht einzugestehen?
      Mit steht's auch gar nicht zu andere Menschen zu kritisieren, ich kann lediglich ein Verhalten konstruktiv kritisieren, dass sagte ich bereits.

      stadenker schrieb:

      Wie kann ich nun mit Kritik umgehen
      Eine Frage die ich mir aufgrund von Erfahrungswerten stelle: Ist Kritik überhaupt erwünscht?
    • stadenker schrieb:

      Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst!
      Ich wollte mit diesem Beitrag keineswegs jemanden persönlich angreifen. Mir stoßt diese „Voreingenommenheit“ bei Themen die oftmals nicht so eindeutig sind einfach auf. Mit dem „Led Zeppelin – Beispiel“ meinte ich nicht, dass sich jeder Christ jetzt Rock reinziehen sollte. Für mich nur seltsam, dass der „weltliche Rock“ verteufelt wird, aber das „christlicher Rock“ wohl in Ordnung zu sein scheint… Meiner persönlichen Ansicht nach, kann es ja so was wie „christlichen Rock“ eigentlich nicht geben. Ist es verständlich, was ich damit sagen will?

      Oftmals zerbreche ich halt einfach an der Erfahrung, dass viele Christen mit konstruktiver Kritik nicht umgehen können. Eine gutgemeinte Kritik wird schnell mal als persönliche Beleidigung aufgefasst… Warum ist es oft so, dass Geschwister auf ein Problem aufmerksam machen und dann sofort zu einer Art „Zielscheibe“ werden? „Wenn Jemand mit irgendwas ein Problem hat, dann ist das sein eigenes Problem. Der Kritiker selber ist das eigentliche Problem, nicht das Problem.“ – So lautet dann oftmals die Antwort…

      gabriel87 schrieb:

      Eine Frage die ich mir aufgrund von Erfahrungswerten stelle: Ist Kritik überhaupt erwünscht?
      Ich stellte diese Frage schon auch aus einer persönlichen Enttäuschung heraus. Es passt nicht wirklich zum Thema, man könnte das in einem eigenen Thema besprechen, aber wozu? Wir haben ein Thema öffentlich/medial aufgegriffen, wo es ganz konkret um eine christliche Misere ging. Wir haben niemanden persönlich verletzt, oder verurteilt. Aber wir müssen auch nicht Briefe oder Mails von bekennenden Christen mit persönlichen Beschimpfungen und der Androhung von rechtlichen Schritten hinnehmen.

      Das tut einfach nur weh und kann nicht im Geiste Christi sein...
    • gabriel87 schrieb:

      Wir haben ein Thema öffentlich/medial aufgegriffen, wo es ganz konkret um eine christliche Misere ging.
      Oh, sorry! Ich hab' was vergessen! Der Satz müsste richtig lauten: "Wir haben ein Thema im Sender öffentlich/medial aufgegriffen, wo es ganz konkret um eine christliche Misere ging."

      Wollte es klarstellen, damit es zu keinem Missverständnis kommt.
    • @gabriel87:

      sehe ich auch so, was du sagst.

      Ich würde noch sagen: Auch mit dem Hinweis "du bist auf den falschen Weg gekommen", sollte man dezent sein.

      Was ist "falscher Weg" in meinen Augen? Das ist genauso schwammig wie: "Was ist ein Christ?"

      Man sollte sich tatsächlich selbst erst prüfen: will ich da jemanden helfen, oder will ich einfach nur mein weises Mundwerk aufmachen?

      In diversen Gemeinden sagt der weise Ältere natürlich nicht: "Du bist kein Christ!"

      Nein, er sagt: "Du bist auf dem falschen Weg!"

      Und der Jüngere weiß dann genau, was er zu tun hat: anpassen.

      In der Biologie nennt man das "Survival of the fittest".

      Warum darf ein Mensch nicht seine schlechten Erfahrungen machen?

      Damit meine ich nicht, dass man jemanden wie eine heiße Kartoffel fallen lassen soll; er soll immer wissen, dass er kommen kann.

      Aber wir haben heute eine Kultur, alles negative auszuklammern. Es soll gar nicht vorkommen. Warum?

      Gott macht das nicht.

      Geht es darum, einen anderen zu steuern, damit er sich so verhält, wie "wir" das für richtig halten (oder wie wir behaupten, dass Gott es für richtig hält); oder soll ein Mensch lernen?

      Wenn jemand eine gute Erziehung erhalten hat, dann weiß er die meisten Dinge von selbst!

      Mein Bruder hat eine ganze Zeit lang gezockt. Stundenlang, Tagelang. World of Warcraft, oder wie das heißt.

      Dass das totaler Hunz ist, was er da macht, ist ihm nach ein paar Monaten von alleine klar geworden. Was ich davon hielt, war ihm ohnehin klar; das hätte ich ihm nicht sagen müssen.
      Heute spielt er gar nicht mehr.

      Was ich meine, ist: Wenn man eine gewisse Basis mitbekommen hat, dann klagt einen das eigene Gewissen bei vielen Dingen ganz von alleine an, selbst wenn man sie vielleicht einige Zeitlang noch durchzieht. Irgendwann wird man es lassen.

      Nichts prägt so stark wie religiöse Erziehung; dessen sollte man sich immer bewusst sein! Man kann damit alles aufbauen, oder alles zerstören.

      Und wenn jemand wirklich in einem Sumpf steckt und man merkt, dass er nicht mehr rauskommt, dann kann man immernoch einklinken.

      Und selbst dann kann man nur Hilfe anbieten, mehr nicht!

      Ich mag es nicht, wenn man Gott benutzt, damit jemand "folgsam" ist.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      Geht es darum, einen anderen zu steuern, damit er sich so verhält, wie "wir" das für richtig halten (oder wie wir behaupten, dass Gott es für richtig hält); oder soll ein Mensch lernen?

      Genau darauf geht auch Menconi in seinem oben von mir als zweites Video eingefügtem Vortrag über Erziehung ein:

      Eure Eltern steuern euch nicht. [...] Habt ihr eure Aufgabe erledigt und [euren Kindern] beigebracht, wie man denkt? Oder wissen sie nur, wie Mami denkt?
      Quelle: Al Menconi: Guidelines (springt direkt zur relevanten Stelle im Video, ca 1 Minute lang, in Amerikanisch.)
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • @Seele1986 :

      Ein herzliches Dankeschön, Simon :) Es hat sehr gut getan Deinen Beitrag zu lesen.

      Natürlich soll' man immer bei sich selbst anfangen, davon geh' ich mal grundsätzlich aus. Oft ist es auch für das Gegenüber sehr schwer zu unterscheiden, ob man helfen will oder ob man nur reden will. Oftmals geschieht auch leider keine Differenzierung zwischen berechtigter und unberechtigter Kritik. Kann Kritik kein sinnvoller Beitrag zu einer Diskussion sein? Konstruktive Kritik kann helfen um Probleme aufzuzeigen, diese vielleicht sogar bewusst zu machen und dann diese gemeinsam anzupacken. Und wenn dafür mal ein fragwürdiger Beitrag notwendig war – dann sei's drum...

      Wie Du ganz richtig feststellst:

      Seele1986 schrieb:

      wir haben heute eine Kultur, alles negative auszuklammern. Es soll gar nicht vorkommen. Warum?
      Ich weiß es nicht. Wage es Dich z.B. zum Thema zu machen, dass es problematische Strukturen in einer Gemeinde gibt. Sprich es öffentlich aus, dass es geistliche Leiter gibt die ihre "Macht" ausnutzen, die Glauben benutzen um Menschen zu manipulieren.

      Simon, ich weiß, dass ich mich scharf ausdrücke. Es tut mir leid, dass ich nicht mehr die Sanftmut habe... Eben weil ich schon selbst so viel Ungerechtigkeit erfahren habe, weiß wie sich das anfühlt und es nicht haben kann, wenn anderen Menschen das selbe angetan wird... Es macht mich sogar zornig, weil ich diese fiese Heuchelei einfach nicht mehr ertrage. Wie oft wird der Glaube benutzt, um Menschen zu manipulieren, ihnen bei ihren Problemen, auch Krankheiten, in Wirklichkeit nicht zu helfen, allen Versprechen zum Trotz ? "Wir sind für Dich da, jederzeit wenn Du Hilfe benötigst" - Ich hatte so sehr das Bedürfnis nach einer Krankensalbung. 6 Monate lang durfte ich wie ein Aussätziger um die Krankensalbung betteln. Zum Schluss konnte ich echt nicht mehr, es hat mich so gequält, so wehgetan... Ich sagte: "Na, gut - Das was Du Deinem geringsten Bruder tust, dass tust Du auch Jesus. Wenn Du mich nicht salben willst, dann lass es - Sag' es mir in's Gesicht, ich kann mich auch bei einem kath. Priester salben lassen." - Na plötzlich war das binnen 2 Tagen möglich, was ein halbes Jahr lang nicht möglich war." Bis heute: Totgeschwiegen, nicht mal ein "Entschuldigung."

      Es gibt so viele Gemeinden, die natürlich eine gute und ehrliche Arbeit zum Nutzen ihrer Gläubigen machen. Ist es so falsch, auf fehlende "Authentizität" jener aufmerksam zu machen, die keine heilbringende Arbeit erbringen, lieber auf Inszenierung und unheilvolle Versprechen setzen? Kritische Fragen, ob und wann diese Grenzen überschritten werden, sind doch berechtigt, oder? Anscheinend nicht! Sprich's laut aus und du bist der "Outsider" - Der Teufel in Person der die Gemeinde zerstören will... Nein, es geht nicht darum, dem Anderen die Probleme vorzuhalten, sondern ihm darauf aufmerksam zu machen, dass sein Verhalten verletzend oder kränkend war. Eben um ein "Miteinander" wieder herstellen zu können.

      Aber eine Gemeinschaft die nur aus "Super-Christen" besteht (zumindest nach außen hin) hat für den Sünder keinen Platz. Nein, da musst Du eine Maske tragen - Dich "anpassen". Und dann wird gesagt: "Man solle bei sich selbst anfangen" - Ich versteh' das oft nicht. In der Welt jeden Fehler sehen, sich darüber brüskieren aber nicht bereit sein mal in den eigenen Reihen anzufangen...

      Bei Christen ist das alles immer so einfach...Sprich' ein Problem an, dann heißt es: "Du regst Dich darüber nur auf, weil Du selbst nicht besser bist." - Das ist wohl das Totschlag-Argument schlechthin. Aber das Traurigkeit oder Verletzung der Grund sein kann, darauf schließt natürlich niemand...Kann ja gar nicht sein, wir haben uns ja alle so lieb.

      Ich weiß echt nicht mehr, was oder wem ich glauben soll...
    • gabriel87 schrieb:

      Bei Christen ist das alles immer so einfach...Sprich' ein Problem an, dann heißt es: "Du regst Dich darüber nur auf, weil Du selbst nicht besser bist." - Das ist wohl das Totschlag-Argument schlechthin.

      Der Klassiker dieser Argumentationsweise ist für mich Sigmund Freud. Als -- ich glaube es war -- Jung ihn in einigen Punkten heftig kritisierte, konterte Freud, dies sei nur Widerstand, der eigentlich zeige, dass Jung ihm unbewußt zustimme. Ich glaube, ich hätte, wäre ich an Jungs Stelle gewesen, den autoritären Freud für diesen Sophismus erwürgt. ;) Das ultimative Totschlagargument: Daß Du mir widersprichst, zeigt, daß Dich meine These aufregt. Sie regt Dich auf, weil etwas dran ist, und es ist etwas dran, weil sie wahr ist. Du regst Dich nur darüber auf, weil Du tief in Dir eigentlich genau weißt, daß ich Recht habe. Oder kurz: Dass Du mir so heftig widersprichst, beweist, dass ich Recht habe. Unerträglich. Ein Freund, der mal eine Analyse gemacht hat, kam mir vor etlichen Jahren auch ein paar Mal so. Er hatte Glück, dass es nur telefonisch war. ;) Auf der Basis wird fast jede weitere Argumentation sinnlos.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Das ultimative Totschlagargument: Das Du mir so heftig widersprichst, beweist, dass ich recht habe.
      Wie Du sagst, Daniels - Damit wird eine Diskussion sinnlos. Ich kann dieses "besonders schlaue" Sprüchlein ebenfalls nicht mehr hören. :hechel:

      Nur interessant, warum der andere ein "tödliches Argument" verwendet, um die Diskussion "sinnlos" zu machen - Schließlich hat der andere doch Recht, also müsse dieser auch keine Scheu vor einer Diskussion haben, oder war vielleicht das letzte Wort doch noch nicht gesprochen? :thumbsup:

      Ich glaub', ich hätt' Freud übrigens auch gewürgt...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • @gabriel87:

      ein Zitat aus meinem eigenen Essay: "Die Erkenntnis einer Wahrheit rechtfertigt nicht die Missachtung ihres Inhalts".

      Das ist es doch, oder?

      Wir alle sind christliche Gemeinden, Kirchen, Gruppen, Organisationen; wir berufen uns alle auf die Erkenntnis einer Wahrheit: die Bibel, Christus, der menschgewordene Gott, der Heilige Geist, oder was auch immer man besonders betont.

      Die Wahrheit ist auch Wahrheit! Die Gemeinde hat nicht Unrecht, wenn sie sich in der Wahrheit glaubt; der einzelne Christ hat nicht Unrecht, wenn er sich in der Wahrheit glaubt....

      alles schön.

      Dann versucht man die Wahrheit festzuhalten, sich selbst und anderen irgendwie einzumeißeln....

      Hier hat man irgendwas gehörig missverstanden. Nicht ICH halte die Wahrheit, die Wahrheit hält mich!

      Dieser Krampf rührt (wie alles) vom Hochmut her, selbst wenn er die besten Absichten hat. ICH will es halten, ICH will es bewahren, ICH will es weitergeben...

      Meine Kinder werden den Krampf mitbekommen, aber nicht den Inhalt.

      Man wird zwangsläufig gegen den Inhalt der eigenen erkannten Wahrheit verstoßen. Es geht gar nicht anders. Wahrheit kann niemals über Zwang und Druck vermittelt werden, es ist nicht möglich.

      Und ferner: irgendwas stimmt beim Gläubigen nicht, wenn er so krampfen muss.

      Wenn ich von Gott gerettet wurde, wenn ich in der Hoffnung auf Erneuerung leben darf, wenn ich seine Weisungen für mein Leben selbst als gut erkannt habe, dann bin ich doch abgeklärt. Oder nicht?

      Was soll mich nervös machen? Mein ungehorsamer Sohn, der auf falschem Wege ist? - Ist doch eh Gottes Sache!

      Meine Frau, die dreimal nach einem anderen Mann geschaut hat? - Ist doch eh Gottes Sache!

      Der Verlauf der Welt, der Politik, der Kirchen, der Religionen? - Ist doch eh Gottes Sache!

      Die nahenden Feinde, die mich gefangennehmen oder töten werden vielleicht? - Ist doch eh Gottes Sache!

      Der Bruder, der sich von seiner Frau trennen will? - Ist doch eh Gottes Sache!

      Der Punkt ist nicht, dass wir unseren Teil tun müssen und sollen; keine Frage!

      Der Punkt ist, dass wir ständig SEINEN Teil machen!

      Und die beiden Hauptgründe dafür sind Angst und Hochmut.

      Wir brauchen doch keine Angst zu haben. Wir reden von Erlösung.... und sind oft dermaßen unerlöst, dass es wohl besser wäre, man hätte gar keine Religion.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      "Die Erkenntnis einer Wahrheit rechtfertigt nicht die Missachtung ihres Inhalts".
      :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch: Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Geniales Zitat!

      Seele1986 schrieb:

      Wenn ich von Gott gerettet wurde, wenn ich in der Hoffnung auf Erneuerung leben darf, wenn ich seine Weisungen für mein Leben selbst als gut erkannt habe, dann bin ich doch abgeklärt. Oder nicht?
      Amen :)

      Seele1986 schrieb:

      Wir brauchen doch keine Angst zu haben. Wir reden von Erlösung.... und sind oft dermaßen unerlöst, dass es wohl besser wäre, man hätte gar keine Religion.
      Da stimm' ich Dir voll zu! Auf der anderen Seite: "Weltuntergang" - Nein!!! Bitte nicht schon wieder Weltuntergang! Weißt Du, da wird die Offenbarung zum 100. mal durchgekaut, und wie schlimm das alles werden wird... Der Referent spricht weiter und weiter... Ob der Typ da vorne am Pult eigentlich auch den Menschen zu denen er spricht mal in's Gesicht schaut? Würd' ihm ganz gut tun, dann würde er sehen, wie die Gesichter der Menschen immer ängstlicher und ängstlicher werden. Warum immer nur negativ? Warum Menschen ängstigen und verunsichern? Damit sie sich ja vor lauter Angst an die Gemeinde "binden" ?

      Seele1986 schrieb:

      Und die beiden Hauptgründe dafür sind Angst und Hochmut.
      Ja, da stimme ich Dir zu - Dem ist nicht's mehr hinzu zu fügen.
    • Himmelsrand schrieb:

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe leider nicht genug über das Thema gefunden welches ich hier ansprechen möchte, daher mache ich einen neuen Thread auf.


      Gibt es Christen hier, die regelmäßig Videospiele am Computer oder Konsole praktizieren? Wie geht es euch dabei? Habt ihr schlechtes Gewissen ab und zu oder könnt ihr es mit eurem Glauben voll vereinbaren? Gibt es da welche, die sagen, es gibt Spiele die sind ok und wiederum welche die man eher meiden sollte? Wo seht ihr da die Grenze?




      Mich interessiert jede Meinung! Freue mich auf eure Erfahrungen.

      Ja, ich spiele seit etwa Juli 2010 regelmäßig Farmerama. Das ist zwar ein Browserspiel, aber es hat nichts mit Gewalt oder Dämonen zu tun (wenn man gewisse Namen mal ignoriert). Also keine Fantasy-Rollenspiele meine ich. ;) Es ist mehr eine Farmsimulation, bei der man Äcker bepflanzen, Tiere züchten und Aufgaben in der Farmhalle erfüllen sowie am Markt handeln muß sowie täglich die Nachbarn und ggf. die Küken beschenken kann.
      Man beschenkt und unterstützt sich bei diesem Spiel gegenseitig, und auf Fanseiten davon habe ich auch schon sehr liebe Menschen kennengelernt. :thumbsup:
      Ich empfinde dieses Spiel eher als eine Art soziales Netzwerk. :)
      Und der Umgang miteinander ist so liebevoll, da könnte manches christliche Forum noch eine Menge davon lernen (z.B. bei Gamingfans, davor Farmtastisch). :thumbsup:
      Allerdings muß ich natürlich schon darauf achten, daß es nicht zu viel Zeit frißt (obwohl ich die weitgehend als alleinstehende Frührentnerin habe) bzw. darüber meine Beziehung zu Jesus und zu anderen Menschen nicht zu kurz kommt. Es soll in diesem Sinne halt kein Götzendienst werden, das ist wichtig. ;)
      Ansonsten ist es ok für mich, wie ich meine (zumal ich nicht aus der Wohnung rauskomme). ;)