Als Kirche zu Gast in den Gebäuden anderer Kirchen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Als Kirche zu Gast in den Gebäuden anderer Kirchen

      Hallo zusammen,

      weil das Thema für mich heute wieder aktuell geworden ist, frage ich hier mal in die Runde, ob und wie ihr es empfindet, wenn ihr als Kirchengemeinde zu Gast seid in den Gebäuden anderer Gemeinden. Im Urlaub war ich hier heute bei der Adventgemeinde Klagenfurt. Die bauen seit 1. April (kein Scherz!) um. Also haben sie sich bei einer "befreundeten" (der Kontakt wurde bei einer Messe hergestellt)Pfingstgemeinde für ein halbes Jahr Unterschlupf gefunden. Diese Pfingstgemeinde ist sehr modern eingerichtet und bietet alles, was eine Gemeinde der Größe in Klagenfurt braucht. Noch dazu ist die Miete "ein Schlapf", wie man in Kärnten sagt. Lt. Verlautbarungen der Gemeinde beläuft sich die Miete auf 200 EUR im Monat. Ich würde sagen, dass das sogar als Wochenpreis noch auf der günstigen Seite wäre.

      Meine Fragen dazu:

      Wie empfindet ihr als Adventisten eine solche Gastfreundschaft? Ich habe das schon öfter erlebt und finde, dass das sehr angenehm ist und nett, weil Umbauen muss jeder mal

      Würdet ihr es begrüßen, wenn in eurer Adventgemeinde auch andere Gottesdienste (Freitags oder Sonntags) stattfinden würden? Da habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht. "Fremdes Feuer" und so. Empfinde das aber eher als Selbstverständlichkeit, dass man andere CHRISTLICHE Gemeinden beherbergt.

      viele Grüße

      Tricky
    • Ich finde es ist eine christliche Pflicht in einer Situation, wie einem Umbau das eigene Lokal andern christlichen Glaubensgemeinschaften zur Verfügung zu stellen. Wir haben unser Kirchenlokal vor etwa 1Jahr einem katholischen Chor zum Proben zur Verfügung gestellt als dort umgebaut wurde. Ebenso stellen wir unsere Orgel Studenten zum Üben zur Verfügung. Ich sehe kein Problem darin solange nicht irgendwelche Teufelsanbetungen durchgeführt werden.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • wennn man sich nicht als konkurenz sieht, wenn man sich akzepiert als bruder und schwester die das gleiche ziel haben und wenn man im alltag eine freundschaft aufbaut, ist das doch selbst verständlich, das man hilft und daraus auch keinen gewinn machen möchte.
      es immer die frage wie sehe ich meinen nächsten, die gemeinschaft, glaube ich ich bin besser als sie oder wir sind die einzig wahre kirche.
    • RE: Als Kirche zu Gast in den Gebäuden anderer Kirchen

      tricky schrieb:

      Hallo zusammen,

      ...

      Würdet ihr es begrüßen, wenn in eurer Adventgemeinde auch andere Gottesdienste (Freitags oder Sonntags) stattfinden würden? Da habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht. "Fremdes Feuer" und so. Empfinde das aber eher als Selbstverständlichkeit, dass man andere CHRISTLICHE Gemeinden beherbergt.



      Ich würde das ebenfalls befürworten. jedenfalls temporär. Ob man wirklich ein Gebäude "teilen" will (kann), auf Dauer, hängt wohl auch von den persönlichen Beziehungen ab.
      Liebe Grüße, Heimo
    • tricky schrieb:

      Also haben sie sich bei einer "befreundeten" (der Kontakt wurde bei einer Messe hergestellt)Pfingstgemeinde für ein halbes Jahr Unterschlupf gefunden. Diese Pfingstgemeinde ist sehr modern eingerichtet und bietet alles, was eine Gemeinde der Größe in Klagenfurt braucht.
      Besagte Pfingstgemeinde zeichnete sich auch schon in der Vergangenheit durch diverse Aktionen der Zusammenarbeit (nicht nur mit STA's) aus. Als Beispiel: Manche Gemeinden in Kärnten besitzen z.B. kein Taufbecken. So ziemlich jede Gemeinde die kein Taufbecken hat, weiß, dass die PG ihr Taufbecken zur Verfügung stellt. Sind wirklich feine Leute und die PG ist so ziemlich die erste Gemeinde die Hilfe anbietet, wenn andere Gemeinden Hilfe benötigen.

      By the way: Hast Du direkt in der Klagenfurter Gemeinde Urlaub gemacht oder hast du am "Mattersdorferhof - TGM Feldkirchen" Urlaub gemacht?

      DonDomi schrieb:

      Ebenso stellen wir unsere Orgel Studenten zum Üben zur Verfügung.
      Das find' ich gut. Leider habe ich da "auf anderer Seite" nicht so gute Erfahrung gemacht. Seit dem ich von der Kirche ausgetreten bin, gibt es einige Priester, die mir aufgrund dessen den Zugang zur Orgel verwehren. Obwohl wenn ein Organist benötigt wird, scheint diesen die Konfession oder o.B. plötzlich egal zu sein... ^^

      Liebe Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Hallo.

      In meinen jungen Jahren war meine Ortsgemeinde für eine Reihe von Jahren zur Miete in den Nebenräumen einer kirchlichen Einichtumng. Dort ging es uns sehr gut. Wir durften aber nicht in der Zeitung unsere Gottesdienst Zeiten bekannt machen.

      Später habe ich erlebt, wie in einer kleinen Stadt die Adventgemeinde über 2 Jahrzehnte lang Sabbats bei den Neuapostolen zu Gast war. Dort war das Verhältnis auch sehr gut.

      Und heute sehe ich, wie 2 benachbarte Großstadt-Adventgemeinden am Sonntag und eine Gemeinde davon zusätzlich auch am Sabbat nachmittag ihre Räume für eine weitere Gemeinden zur Verfügung stellen. Das hat natürlich auch den Nachteil, dass die Pfadis am Sonntag ein geschränkt sind und der der Reli-Unterricht, der bei uns meist blockweise durchgeführt wird, sich einschränken muss, weil ja auch Andere im Hause sind.

      Wenn aber eine Adventgemeinde den Rat von Ellen White befolgen möchte und am Sonntag einen zusätzlichen Gottesdienst für Besucher anbieten möchte, wird es schwierig. Das geht dann eigentlich nicht, wenn man den Hauptraum unter vermietet.

      Liebe Grüße von benSalomo.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • tricky schrieb:

      Wie empfindet ihr als Adventisten eine solche Gastfreundschaft?


      Wir Neuwieder waren seit 1923 mit Unterbrechungen in der alten Mennoniten Kirche, bis sie 1984 abbrannte.
      de.wikipedia.org/w/index.php?t…ied&stable=0&shownotice=1

      Anschließend hatten wir einige Jahre Räume im privaten Haus im Hinterhof.

      Als uns gekündigt wurde hatten uns die Evangelen einen Raum im Gemeindehaus für Kleingeld, zur Verfügung gestellt.
      Wir fühlen uns dort seither sehr wohl und haben mit ihrem Chor 2011, unseres 100 Jähriges Bestehen gefeiert.
    • Stofi schrieb:

      Würde die CDU ihre Versammlungsburg an die AfD oder die FDP untermieten?
      Mich würden hier in diesem Thema die konkreten, biblischen Argumente interessieren, die für oder gegen eine gemeinsame Nutzung kirchlicher Räume sprechen. Ich will weder die eine Seite, noch die andere Seite kritisieren, sondern einfach hier Argumente sammeln. Jeder kann und soll zu dem Thema seine Meinung haben. Ich kann mich jetzt daran erinnern, dass ich so ein ähnliches Thema schon mal im Forum hatte. Ich finde es nur leider nicht mehr.

      HeimoW schrieb:

      Ich würde das ebenfalls befürworten. jedenfalls temporär. Ob man wirklich ein Gebäude "teilen" will (kann), auf Dauer, hängt wohl auch von den persönlichen Beziehungen ab.
      Würdest du also auch befürworten, dass die Räumlichkeiten deiner Gemeinde für Mennoniten, Baptisten oder Pfinstgemeinden offen steht - temporär am Sonntag zum Beispiel (ich gehe jetzt mal von dem Fall aus, dass ihr Sonntags kein reguläres Programm in den Räumlichkeiten fahrt)?

      gabriel87 schrieb:

      By the way: Hast Du direkt in der Klagenfurter Gemeinde Urlaub gemacht oder hast du am "Mattersdorferhof - TGM Feldkirchen" Urlaub gemacht?
      Urlaub. Habe Verwandte dort, in Klagenfurt. Meine Schwester wohnt jetzt in Feldkirchen, ganz in der Nähe der Gemeinde dort - die war ich am Sonntag besuchen.
      Hast du auch Verbindungen nach Kärnten?



      Mich würde auch mal interessieren wie andere Glaubensgemeinschaften das sehen, also Katholiken oder Evangelische. Würde eine katholische Gemeinde, wo (aus welchen Gründen auch immer) die Kirche unbenutzbar ist, sich bei den Evangelischen einquartieren...temporär und dort Gottesdienst feiern (können)? Oder würden die Evangelischen in der katholischen Kirche ihren Gottesdienst feiern? (nicht in einem Pfarrheim Nebengebäude, sondern in der Kirche selbst!) Gibt's da Beispiele aus der Praxis zu berichten?
    • Stofi schrieb:

      Würde die CDU ihre Versammlungsburg an die AfD oder die FDP untermieten?
      .


      Falsche Frage! Politische Parteien in Deutschland haben keine eigenen "Versammlungsburgen", sondern tagen in öffentlichen Einrichtungen. Ja nach Regelung und Bundesland fällt dafür eine geringe Gebühr an, oder nicht.
    • tricky schrieb:

      Hast du auch Verbindungen nach Kärnten?
      Sorry, aber das muss jetzt einfach im Dialekt sein! :D
      Najo, wos hast do Vabindungan? Vabindungan is a bisserl untatriebn, bin a gebürtiger Kärntner. Noch Klognfuat hob i's von daham nit weit und dei Schwester wohnt a nua ca. 20km von mein Geburtsort weg.

      tricky schrieb:

      Gibt's da Beispiele aus der Praxis zu berichten?
      Ja, die evangelische Kirche hier bei uns im Ort wird mit Altkatholiken und Orthodoxen geteilt.

      Liebe Grüße