Ben Carson for President of the USA

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ben Carson for President of the USA

      Hallo zusammen,

      was die Spatzen schon von den Dächern pfeiften: Der adventistische Arzt Ben Carson kandidiert als Präsidentschaftskandidat in den USA:

      spiegel.de/politik/ausland/usa…ent-werden-a-1021589.html

      Mich würde hier von euch ein sachliches Pro und Kontra interessieren.

      Von mir selbst gibt's ein eindeutiges Pro, denn wenn ein Republikaner Präsident wird, dann wäre mir Ben Carson am liebsten, auch wenn ich dann sicher nicht alles, was von ihm kommt vollkommen unterstützen kann.

      Kontra - er geht für die Republikaner ins Rennen und ist angeblich ein Aktivist der Tea-Party

      Pro: Die Siebenten-Tags Adventisten werden noch weltbekannter als sie schon sind. Das ist doch positiv!


      viele Grüße

      Tricky
    • Ben Carson for Pressient ?

      tricky schrieb:

      Mich würde hier von euch ein sachliches Pro und Kontra interessieren.



      Das halte ich für eine Schnapsidee.

      Wie wäre es mit dem Weltklassedirigenten Blomsedt (man lese die Kritiken zu seiner Performance als Dirigent in Wien des Deutcshne Requiems von Bruckner) , oder der Weltklasseläuferin Lindsay Vonn ?


      Ist Carson jemals Chairman eines Ausschusses gewesen ? Jemals Mitglied ? - Ich meine solche Ausschüsse, die Institutionen führen, dabei steuernd bestimmen, was das Ziel, die Finanzen, die Personalpolitik, die Öffenztlichkeit betreffen ? Hat er Erfahrung im steuernden Umgang mit irgendeiner Bürokratie ? Hat erim kleinen Finger, wie man einen Antrag spontan formuliert, wie man ihn einbringt und durchbringt ? War er -zum Beispiel - erfolgreicher Direktor von John Hopkins ?

      Etwas ironisch : Wie stelt Ihr Euch vor, ist es, wenn ihn Angela Merkel oder Wladimir Putin freitagabends um 21h dringend am Telefon sprechen wollen ?
    • Hallo Tricky,

      ich verfolge auch die bald beginnenden Vorwahlen in den Vereinigten Staaten. Vor ein paar Tagen habe ich die Rede von Ben Carson
      bei dem CPAC 2015 gesehen: youtube.com/watch?v=O03kzxYcDZo

      In dieser Rede spricht sich Ben Carson für einen Health Savings Account als Gesundheitssystem aus (Was vereinfacht bedeutet das jeder Steuerfrei Geld in ein Gesundheitskonto einzahlt, über welches er im Krankheitsfall verfügen kann und im Endeffekt die ärmeren Menschen der Vereinigten Staaten vom Gesundheitssystem ausschliest), ausserdem spricht er sich gegen die Sozialleistung der Food Stamps aus, auf die viele Menschen dort angewiesen sind. Er steht selbstverständlich zur Familientradition und will den Schuldenstand der vereinigten Staaten reduzieren.In der Rede spricht er ausserdem davon, das der radikale Islam die Existenz der Vereinigten Staaten bedroht und die Gefahr des schiitischen Irans unterschätzt wird. Er betohnt anschliessend die Freundschaft zu Israel und das die Regierung mehr auf das hören sollte was Netanyahu zu sagen hat. Er steht zu dem zweiten Artikel der Verfassung (Oh Wunder), ist gegen staatliche Regulierung der Wirtschaft, für Ausnutzung der natürlichen Resourcen der Vereinigten Staaten (ich interpretiere mal, ja zu Fracking, freie Hand für Ölkonzerne), ist für eine weltweite Führungsrolle der Vereinigten Staaten, Abschaffung der amerikanischen Steuerbehörde, für ein starkes Militär....

      Was ich gut finde bei Ben Carson ist der medizinische Hintergrund (anerkannter Neurochirurg), mehr positives fällt mir gerade nicht ein. Er hat nach meiner Ansicht keine realistische Chance die Vorwahlen der Republikaner zu überstehen, in denen es in erster Linie um das eingesammelte Geld geht.

      Ich hoffe das die Demokraten die Präsidentschaftswahl mit Elizabeth Warren gewinnen, sie scheint mir die einzige unter den Kandidaten zu sein, die ernsthaft etwas gegen die Korruption in den Vereinigten Staaten unternehmen will.

      Natürlich würde ein Ben Carson als Präsident "Werbung" für die Adventisten machen, ich frage mich allerdings ob diese Art von Werbung im Interesse der Adventisten ist.

      Cheers,
      Dschohnny
    • Thing big. Denke groß. Das habe ich noch grob aus eines seiner Bücher in Erinnerung. Als Neurochirurg ist er wohl brilliant. Das er sich so in Politik einsetzt ist mir neu.

      Als Präsident der USA? Er hat doch mit Sicherheit nicht die Erfahrung in so einer Position. Aber das ist in meinen Augen nicht wirklich ein Problem.

      Die Frage ist, kann er Amerika anführen? Wie weit kann er sich gegen die Lobby durchsetzen? Was passiert, wenn er Entscheidungen gegen die Wirtschaft trifft? Ben Carsen als Präsident der USA. Unglaublich was er sich als Ziel gesetzt hat!

      Also wenn ich Amerikaner wäre, dann hätte er meine Stimme, auch wenn er nur ein Anfänger ist. Aber schauen wir doch andere Besetzungen in der USA an. Arnold Schwarzenegger als Gouverneur? Also das ist doch kein Vergleich mit Ben Carsen.

      Ob er sich durchsetzen kann, wird sich zeigen. Bekannt ist er jedenfalls, das ist natürlich hilfreich. Kann ja spannend werden.
    • stadenker schrieb:

      .... Kann ja spannend werden.

      Kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass das spannend wird.
      Auch wenn die Amerikaner einen Obama gewählt haben, so weit geht die Ungeschicklichkeit dann doch nicht, jemand total unerfahrenen zu wählen - zumal auch Obama inzwischen unten durch ist.
      :wacko:
      Liebe Grüße, Heimo
    • philoalexandrinus schrieb:

      Ich meine solche Ausschüsse, die Institutionen führen, dabei steuernd bestimmen, was das Ziel, die Finanzen, die Personalpolitik, die Öffenztlichkeit betreffen ? Hat er Erfahrung im steuernden Umgang mit irgendeiner Bürokratie ? Hat erim kleinen Finger, wie man einen Antrag spontan formuliert, wie man ihn einbringt und durchbringt ?
      Ich glaube dass die Entscheidungsstrukturen in der Politik zwar unterschiedlich zu Netzwerken in der Wirtschaft funktionieren, aber nicht gänzlich anders. Menschen die sich in ihren Bereichen in Spitzenpositionen hochgearbeitet haben bringen durchaus Fähigkeiten mit, auch in politischen Netzwerken etwas weiterzubringen, vorausgesetzt deren Persönlichkeit besitzt die Geduld, "sehr lange an dicken Brettern bohren zu können"- An diesem Punkt sind schon sehr viele populäre Quereinsteiger gnadenlos gescheitert. In der Politik war allerdings jeder am Anfang seiner Laufbahn ein "Quereinsteiger", Politiker von Geburt an gab es früher eher in Monarchien.
      Ich bin alles andere als ein Fan von Schwarzenegger, lehne seine politischen Ansichten total ab, aber er hat als Gouverneur nicht unbedingt versagt, er schaffte trotz einer demokratischen Mehrheit im Parlament eine Wiederwahl (er konnte durchaus mit diesen Netzwerken und Beamtenapparaten, und darüber hinaus mit der katastrophalen Budgetlage Kaliforniens umgehen) und lies sich auch von vielen politischen Niederlagen nicht irritieren, gesamt gesehen ist seine politische Laufbahn nicht mehr oder weniger umstritten als die von vielen anderen Berufspolitiken.

      Die Vermarktungsstrategien unserer Medienlandschaft ticken leider immer mehr in der Richtung, dass politische Netzwerke immer weniger der Verlockung widerstehen, auf bekannte Persönlichkeiten aus anderen Bereichen zurückzugreifen. Parteien ersparen sich damit immerhin den immer teurer werdende Aufwand, ihre Spitzenkandidaten in der politischen Werbung herauszubringen. Das produziert leider immer mehr einen naiven Populismus, was unseren Demokratien nicht immer gut tut.

      Den Zusammenhang, dass Ben Carson Adventist ist, finde ich in der politischen Landschaft der USA nicht außergewöhnlich, der Kandidat Mit Romney war Mormone, Bush war Methodist, Carter baptistischer Laienprediger, hier einen "Werbeeffekt" für die Adventliche zu sehen ist sehr "europäisch" gedacht und ist zu vernachlässigen. Ob er freitags abends erreichbar wäre?- Ich glaube eher, dass erfolgreiche Adventisten in Spitzenpositionen ihre Netzwerke nicht für einen Tag aussetzen, siehe Herbert Blomstedt- der dirigiert auch am Samstag.
      mit lieben Grüßen
      conradi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von conradi ()

    • HeimoW schrieb:

      Auch wenn die Amerikaner einen Obama gewählt haben, so weit geht die Ungeschicklichkeit dann doch nicht, jemand total unerfahrenen zu wählen - zumal auch Obama inzwischen unten durch ist.
      Das soll jetzt nicht zu einer Debatte über Obama führen, auch wenn diese Debatte in der Präsidentschaftswahl eine Rolle spielt, aber ich finde, dass Obama erstaunlich viel weitergebracht hat, und dass er das weitaus geringere Übel aus geopolitischer Sicht ist.

      Die Präsidentschaft von Obama ist sicher keine Empfehlung an einen Republikaner, der der tea party zugeordnet wird. Die Wirtschaft wächst so gut wie lange nicht, Obamacare ist mittlerweile ein Erfolg (wenn auch mit Pannen zu Beginn), Annäherung an Cuba, Umweltschutz ist zumindest ein Thema in den USA und keine Ausgeburt des Kommunismus mehr, ...

      Insgesamt hat es ein demokratischer Präsidentschaftskandidat sicher viel leichter als ein republikanischer, wäre da nicht Hillary Clinton.
    • Spitzenpositionen

      conradi schrieb:

      Menschen die sich in ihren Bereichen in Spitzenpositionen hochgearbeitet haben bringen durchaus Fähigkeiten mit, auch in politischen Netzwerken etwas weiterzubringen



      Spitzenpositionen in wlechen Bereichen ?


      Ich kenne vom Hörensagen die Intrigen und Kämpfe unter denen, welche gerade in den operativen Fächern - speziell Neurochirurgie, derzeit ei ZAnkapfel in Oesterreich - ihren Opretionskalender erkämpfen müssen. Das ist allerdings etwas anderes als Lobbies, Parteiungen, Pressure Groups, ausländicshe Spitzenpolitiker ( ! ) irgendwie unter enen Hut bringen zu müssen. Und das Spielen auf der Klaviatur der Bürokratie muss man erst lernen. , jahrelang.


      (Die Ministerialen im Unterreichtsministerium liessen den damalihen Unterrichtsminister Busek - einen erfahrenen (!) Politiker, is SAchen SChutz/Anerkennung/ Achten der Sonderwünsche der STA kräftig gegen die Wand fahren ! - Zwei Wochne später wra er nicht mehr Minister.
    • RE: Ben Carson for Pressient ?

      philoalexandrinus schrieb:

      tricky schrieb:

      Mich würde hier von euch ein sachliches Pro und Kontra interessieren.

      Etwas ironisch : Wie stelt Ihr Euch vor, ist es, wenn ihn Angela Merkel oder Wladimir Putin freitagabends um 21h dringend am Telefon sprechen wollen ?



      Wieso? In seiner Funktion als Arzt dürfte er doch auch Freitagabend zu sprechen sein. Auch wenn dies sicherlich nicht seine Standardsprechstunde ist.

      In Israel it ja auch immer mindestens eine religiöse Partei im Regierungskabinett vertreten, ohne dass deren Ressort zum Stillstand kommt.

      Wie machen das eigentlich Adventisten, die parteipolitisch aktiv sind? Die meisten Parteitage finden ja nunmal am Freitagabend oder Sonnabend statt. Wer auf solchen Veranstaltungen nicht mit rumturnt, wird ja wohl kaum von der Parteibasis für Funktionen aufgestellt werden.
    • Arzt oder Präsident

      Babylonier schrieb:

      Wieso? In seiner Funktion als Arzt dürfte er doch auch Freitagabend zu sprechen sein. Auch wenn dies sicherlich nicht seine Standardsprechstunde ist.



      Merkel oder Puin würden Ben Carson ja nicht wegen Migäne - akut konsultieren.

      Für einen STA historischer , "klassischer" Prägunng sind einige Karrieren praktsich verbaut : Parteitage und Wählversammlungen sabbats, Psychotherapieaus- und Fortbildungen sabbats, Tennisturniere der kleinsten Clubs sabbats, Punkte für die gesetzlich vorgeschriebene DFP - Fortbildung für Ärzte (fast) hauptsächlich sabbats - -

      - wenn wir immetr wieder hören und lesen, wie irgendwo in der Welt STA - Schüler und Studenten mit Hilfe von Gemeinde und Union und weltweiter Gebetsaufforderung sich gegen eine einzige Prüfung am Sabbat stellen, müssen wir etwas zurckhalted sein, Bolmstedt ( Aufführung = Gottesdienst für ihn) oder den virtuellen Präsidenten Ben Carson (Weltpolitischer Notfall ) diskussionslos zu akzeptieren.

      Dies soll das AUfzeigen eines Problems sein, keine Verurteilung.
    • philoalexandrinus schrieb:

      (Die Ministerialen im Unterreichtsministerium liessen den damalihen Unterrichtsminister Busek - einen erfahrenen (!) Politiker, is SAchen SChutz/Anerkennung/ Achten der Sonderwünsche der STA kräftig gegen die Wand fahren ! - Zwei Wochne später wra er nicht mehr Minister.

      philoalexandrinus schrieb:

      Dass man schon lange an seinem Sessel sägte, habe ich scho vor der Intervention unsreres Unionsvorstehers gewusst : So ein kleines Networking hatt auch ich zumeiner Verfügung.
      Naja, das konnte damals jeder aufmerksame Leser der Kronen- Zeitung mitbekommen, die waren ganz vorne dabei als es galt Busek 1995 "abzusägen", und das ganze lag einige Monate nach seiner verlorenen NR Wahl sowieso in der Luft. Trotzdem finde ich Deine Erwähnung der misslungenen Anerkennungsinitiativen der STA in den 90 igern ein Stück spannende Zeitgeschichte, da würden mich einige Details brennend interessieren.


      Meiner Erfahrung arbeiten Beamte dann "gegen" Politiker, wenn es auf der menschlichen Ebene nicht mehr stimmt, eher weniger aus politischen Gründen.
      Das Verwaltungen gegenüber Führungsebenen ein selbstbewusstes Eigenleben entwickeln kommt auch bei größeren Firmen vor.
      Unabhängige und weisungsfreie Beamten sind eigentlich Grundlage einer Demokratie. Daher ist es naturgegeben dass zwischen Politik und Beamte unterschiedliche Interessenlagen bestehen.
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • philoalexandrinus schrieb:

      - wenn wir immetr wieder hören und lesen, wie irgendwo in der Welt STA - Schüler und Studenten mit Hilfe von Gemeinde und Union und weltweiter Gebetsaufforderung sich gegen eine einzige Prüfung am Sabbat stellen, müssen wir etwas zurckhalted sein, Bolmstedt ( Aufführung = Gottesdienst für ihn) oder den virtuellen Präsidenten Ben Carson (Weltpolitischer Notfall ) diskussionslos zu akzeptieren.
      Genau diesen Punkt habe ich seit meiner "Adventisten- Kindheit" als ziemlich scheinheilig und irgendwo unehrlich empfunden, wir mussten in der Jugend schauen ja keine Prüfung am Sabbat in der Schule zu machen,nicht einmal ein sozial wichtiges Klassentreffen wie eine Schulfeier war erlaubt, hingegen wurden selbstverständlich viele berufliche Dienstleistungen von der Gemeinde oder noch mehr bei Konferenzen in Anspruch genommen, vom Verkehr über Restaurants, und so vieles mehr. Die Konferenznachmittage unterschieden sich vom Arbeitsaufwand und den damit verbundenen Anstrengungen sehr wenig von weltlichen Kongressen, an die viel gepriesene Sabbatruhe war da nie zu denken. Ich habe dass Gefühl, dass über die etwas scheinheilige Auslegung von Lebensstil-Fragen im Bezug zur Sabbathaltung eine eigene Parallelgesellschaft der Adventkirche gegenüber der Welt begründet wird.
      mit lieben Grüßen
      conradi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von conradi ()

    • Doppele, nein x - fache Standards

      conradi schrieb:

      eine eigene Parallelgesellschaft der Adventliche gegenüber der Welt



      Eben, darüber muss man man einmal in Ruhe sprechen. Linda Beardsley, bei der GK Herrin über eine Million Schüler und Stuidneten in STA - Schulen - berichtet - mit eiegenen Ohren habe ich es gehört - von der Zahl am Sabbat "Werktätiger" (Telefonzentrale, Haustechnik, Energieversorgung, Wachdienst - - ) in unseren Grossinstitutionen. Bei Tagungen an einer unserer Schulen wird der anlässlich von irgendwelchen Treffen (verstärkte) Küchendienst in "Freiwilige Missionsarbeit" umtituliert. Der berühmte Evangelist muss gleich nach der Predigt zum weit entfernten Flughafen gebracht werden, weil er morgen schon wieder wo anders - - - ; die Tagung der Diakonieleiter unterscheidet sich inhaltlich in nichts - ausser den äusseren Formen und Techniken - von der Fortbildung Dieterichs in "Biblisch - therapeutischer Seelsorge" - aber die musste er für STA auf andere TAge verschieben . Bei mir schleppte nie Mutti zwei Körbe mit Essen zur Versammlungsstätte anlässlich einer Vebandskonferenz - im Restaurant sassen wir gemütlich und entspannt und - ich zahlte mit Kreditkart.


      Spass beseite : Am Modell Ben Carson geht es um das Anstreben einer Position mit vorhersehbarer 168 - Stunden - Woche. Und Signalwirkung. Da sind vorherige Überlegungen schon angebracht.
    • RE: Arzt oder Präsident

      philoalexandrinus schrieb:

      Babylonier schrieb:

      Wieso? In seiner Funktion als Arzt dürfte er doch auch Freitagabend zu sprechen sein. Auch wenn dies sicherlich nicht seine Standardsprechstunde ist.


      Merkel oder Puin würden Ben Carson ja nicht wegen Migäne - akut konsultieren.

      Da sehe ich keinen großen Unterschied- Arzt und Politiker sind halt beides Berufe, die gesellschaftlich notwendig und wünschenswert sind. Über die aktuelle Ausführung kann man natürlich gerade bei Politikern im Moment streiten, aber notwendig sind sie schon.
      Natürlich muss nicht jeder überall mitmachen, aber sich als Christ aus bestimmten Bereichen wie Politik, Justiz, Polizei oder Militär ganz zurück zu ziehen und stattdessen anderen die Arbeit zu überlassen, halte ich für nicht sehr verantwortungsvoll.

      Bei uns in der Kirche gibt es ja heftige Diskussionen um die Militärseelsorge. Aber selbstverständlich können wir unsere Glaubensgeschwister, die sich nunmal für den Dienst an der Waffe entschieden haben, mit ihren Sorgen und Nöten nicht alleine lassen.

      Natürlich muss nicht jeder alles machen. Aber ein bestimmten Berufsbild, dass gesellschaftlich eben notwendig ist, aus angeblich christlicher Verantwortung ganz abzulehnen und dafür andere die „Drecksarbeit“ machen zu lassen, halte ich für nicht sehr ehrlich.

      Um ein ganz konkretes Beispiel zu nennen: wer hat denn in den letzten Jahrzehnten die Religionsfreiheit verteidigt, über die wir uns alle sehr berechtigt so freuen?


      .
    • Theorie und praxis

      Babylonier schrieb:

      Um ein ganz konkretes Beispiel zu nennen: wer hat denn in den letzten Jahrzehnten die Religionsfreiheit verteidigt, über die wir uns alle sehr berechtigt so freuen?



      Ich sehe das nicht (alleine) vom Stadpunkt des Dogmas und der hohen Theologie : Unter STA war es vor vileen JAhre gang und gäbe, Mädchen zum Beruf der Krankenpflege zu motivieren. Nun ist die BAsis sehr breit und flach : "Rdaldienst" (AMbulanz, Stationsschwester, oberschwester - für einige wenige nur) - -und eine RAdldienstschwester kann Dir simpel und einfach nur sehr sporadisch in den Gottesdienst an einem bestimmten Tag kommen.

      Wir braucen - und benützen - die Poliziei, den öffentlichen Verkehr, die nRechtspflege und die Rechtsvertretung, die versorgung, - aber bitte nur der anderen ? Der "Weltmenschen" ? - Da gebe ich Dir rceht.


      Zudem wollte ich nur am Beispiel Ben Carson - Blomstedt - - - - einmal zum Überdenken anregen. von wegen Dpouble standards.
    • In meinen Augen ist es eine angenehme Abwechslung, wenn jemand sich für eine hohe politische Position bewirbt ohne einen direkten politischen Hintergrund zu haben. Ich denke es gibt durchaus Lehrer, Handwerker, Wissenschaftler, Geistliche...... die aufgrund ihrer eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen in der Lage wären politische Führungsrollen zu übernehmen. Für mich zählen Glaubwürdigkeit, Charakterstärke, Autorität, analytisches Denken, Geduld, Überzeugungskraft, Führungsstärke und Organistionstalent zu den Eigenschaften, die ein Politiker in hoher Position besitzen sollte, der berufliche Hintergrund ist für mich eher sekundär. Um mal bei Ben Carson zu bleiben, ich finde seine Positionen aus der Rede beim CPAC 2015 nicht sehr glaubwürdig. Er spricht sich in seiner Rede wortwörtlich gegen eine Umverteilung des Reichtums in den Vereinigten Staaten aus, plädiert aber gleichzeitig für Systemänderungen die mit einiger Wahrscheinlichkeit zu einer Umverteilung des Reichtums führen werden. Ben Carson redet z.B. von einer Abschaffung der amerikanischen Steuerbehörde, ich vermute das dahinter die Idee steckt, alle Steuern, bis auf eine Mehrwertsteuer abzuschaffen (diese Idee ist schon längere Zeit bei Republikanern sehr beliebt). So eine Steuer belastet Menschen übermässig, die ihre Einkommen in erster Linie für Lebenshaltungskosten und Lebensmittel ausgeben, reiche Menschen geben für diese Dinge in der Regel nur einen kleinen Anteil von ihrem Einkommen aus. Zusammen mit einer Abschaffung von Sozialleistungen wie den Food Stamps und einer Deregulierung der Wirtschaft, wird das Geld weiter von unten nach oben wandern. Mich stört es auch das Ben Carson sagt, Sozialleistungen sorgen dafür das arme Menschen arm bleiben und man die Menschen dazu bringen muss aus ihrer Armut zu kommen, aber keine konkrete Maßnahmen nennt. Mir scheint es ihm geht es hauptsächlich darum erstmal die Sozialleistungen zu kürzen. Auch kann ich nicht verstehen wie ein Arzt sich gegen eine universelle Gesundheitsversorgung stellen kann, ich finde es abartig, wenn das reichste Land der Welt es nicht gebacken kriegt allen Bürgern eine vernünftige Gesundheitsversorgung zu bieten. Ben Carson müssen mit seinem bruflichen die Gesundheitssysteme und Sozialleistungen anderer reicher Länder bekannt sein. Womit ich gleich zu einem anderen Punkt komme der seine Glaubwürdigkeit in meinen Augen einschränkt. Ben Carson ist gläubiger Adventist. Wie kann ein gebildeter christlicher Mensch auf die Idee kommen, das der in der Bibel beschriebene Jesus für einen unregulierten Kapitalismus, für eine Abschaffung von Sozialleistungen und für horrende Militärausgaben ist? Nach meiner Erfahrung legen Adventisten viel Wert auf die Nachfolge Jesu.

      Genug zu Ben Carsons Glaubwürdigkeit, die in der Vorauswahl des Kandidaten bei den Republikanern sowieso eine untergeortnete Rolle spielt. Bei der Konkurenz die es momentan im republikanischen Lager gibt, ist es nach meiner Ansicht ein Ding der Unmöglichkeit das sich Ben Carson durchsetzt. Bei Chris Christie, Rand Paul, Ted Cruz, Mike Huckabee und Jeb Bush ahndelt es sich um sehr einflussreiche und teilweise auch skrupellose Politiker, Ben Carson wird sich in diesem Haifischbecken niemals durchsetzen können.

      Cheers,
      Dschohnny
    • Hi

      Ich kenne den Mann nicht, aber ich frage mich, kann man überhaupt Präsident der USA werden ohne die christlichen Tugenden zu verletzen. Das Arbeiten am Sabbat halte ich dabei noch als eines der kleinsten Eingeständnisse, die man machen muss. Aber was ist mit Nächstenlieben, Barmherzigkeit, Hifsbereitschaft etc. Irgendwie bezweifle ich, dass man diese Dinge mit gutem Gewissen auf einen Nenner bringen kann.

      Liebe Güsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Hi

      Ich kenne den Mann nicht, aber ich frage mich, kann man überhaupt Präsident der USA werden ohne die christlichen Tugenden zu verletzen. Das Arbeiten am Sabbat halte ich dabei noch als eines der kleinsten Eingeständnisse, die man machen muss. Aber was ist mit Nächstenlieben, Barmherzigkeit, Hifsbereitschaft etc. Irgendwie bezweifle ich, dass man diese Dinge mit gutem Gewissen auf einen Nenner bringen kann.

      Liebe Güsse
      DonDomi

      Sehe ich auch so! Wenn ich sehe, was teilweise schon in der Regionalpolitik los ist, dann ist der Sabbat nun wirklich das kleinste Übel... und dennoch, die Bibel kennt den erfolgreichen Politiker Daniel (Babylon!) und auch Lot, der wohl im Stadtrat von Sodom und Gemorra (Hurerei!) vertreten war (1. Mose 19,1) ...
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • dschohnny schrieb:

      Auch kann ich nicht verstehen wie ein Arzt sich gegen eine universelle Gesundheitsversorgung stellen kann, ich finde es abartig, wenn das reichste Land der Welt es nicht gebacken kriegt allen Bürgern eine vernünftige Gesundheitsversorgung zu bieten



      Gerade jetzt kursieren zwei tragische Fälle in den Bolgs :

      ine Zweiundzwnzigjährige, auf einer unsere Schulen in den USA, wird nächtens von einem LKW niedergestossen. SHT, Ambuanz, Intensivstation. Nach zwei Tagen ist ihr Leiden vorbe - und die Eltern stehen vor dem Bankrott. Wegen der Rettungs- und Spitalskosten. Spenden erbeten.

      Ein ebenfalls etwa Zweiundzwanzigjähriger, Sohn eines Missionsehepaares auf den Philipinen, erkrankt an einer Vergiftung ( ? ),eher an einer ubekannten Infektionskrankheit. Hohes Fieber, vom peripheen Inselspital mit Ambulanzjet in ein Groskrankenhaus. Intensivstation. Er stirbt. Die Eltern stehen vor dem Bankrott. Spendenaufruf - -

      DAs so nebenbei.