Sturz

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    • Daniels schrieb:

      Mir ging es so, dass ich einmal den Eindruck hatte, Gott wolle vielleicht, dass ich für ihn in einer bestimmten Gemeinde aktiv werde. Da habe ich überlegt, wie ich das verifizieren könnte. [...] [Ich dachte, wenn mir Gott] keinen Brief schicken kann, wäre ein Zeichen hilfreich, mit dem ER sich klar äußert, möglichst ein eindeutiges, ungewöhnliches Zeichen, damit ich ausschließen kann, dass es sich einfach um einen alltäglichen Zufall handelt. [...] Also habe ich mich dazu verstiegen, zu Gott zu beten, wenn er XYZ wolle, dann solle er doch bitte bewirken, dass [...] Das, worum ich als Zeichen gebeten hatte, war recht ausgefallen, jedenfalls etwas, das nicht zu erwarten stand und das ich so auch noch nie erlebt hatte. Es vergingen einige Wochen, und ich beschloß innerlich, dass dieses ganze Gebet nicht mehr als eine Peinlichkeit gewesen sei, von der zum Glück keiner etwas wüßte und die ich am besten vergessen solle. Überhaupt sei diese christliche Gottesvorstellung von diesem göttlichen Papa vielleicht nur eine regressive Phantasie, eine aus der Kleinkinderzeit übrig gebliebene Einstellung und Schwäche, die man als Erwachsener ablegen müsse. Kurz darauf, also als ich mein Gebet praktisch für gescheitert ansah und das Eintreten des Zeichens fast nur noch für [...] abwegig hielt, trat das erbetene Zeichen ein, mit bemerkenswerter Präzision. Ich zweifle jedoch nun schon seit einiger Zeit am Sinn meines Auftrags und habe meinen Auftrag, wenn es denn einer war, vielleicht völlig verfehlt. Ich bin gewissermaßen ratlos, was das alles soll; meine Erlebnisse in dieser Gemeinde sind eher frustrierend, [...]

      Ein merkwürdiges Ereignis oder Zufall?
      Ich kenne Christen, die der festen Überzeugung sind, dass der Teufel gerade jene angreife, die sich anschicken, für Gott Partei zu ergreifen. Mit oben angedeuteter Berufung verbindet sich mir ein Ereignis, das mich an diesen Glauben erinnerte, auch wenn ich nicht sicher bin, ob dies nicht ein Aberglaube ist.

      Eine Weile nachdem das erwähnte Zeichen eingetreten ist, dass ich für Gott in dieser Gemeinde tätig werden solle, habe ich mich dort als ehrenamtlicher Mitarbeiter beworben. Ich wurde zu einem Gespräch mit dem zuständigen Menschen eingeladen. Gleich nach dem Gespräch, ich war mit dem Fahrrad dorthin gefahren, fuhr ich etwas weiter, um etwas zu besorgen. Gleich darauf zurück an dieser Gemeinde vorbei nach Hause. In Sichtweite der Gemeinde, bei der ich mich vorgestellt hatte, schnitt mir ein PKW auf dem Rückweg den Weg ab, so dass ich nicht mehr zwischen Autoverkehr und Bürgersteig fahren konnte; mit einem gewissen Zorn und Ehrgeiz beschloss ich sehr abrupt, ein Stück auf dem Bürgersteig zu fahren. Daraufhin bin ich, wie ich gleich, aber zu spät um es zu korrigieren, erkannte, zu ungestühm und vor allem in einem zu spitzen Winkel an die Bordsteinkante, eine Auffahrt, herangefahren und deswegen seit Langem wieder einmal gestürzt, ziemlich heftig. Dadurch habe ich mir einen Unterarm seiner ganzen Länge nach aufgeschürft und der Schlag auf das Knie hat bis heute, noch zig Monate danach, Folgen. Ich habe an diesem Tag das Rad nach Hause geschoben, weil ich mich kaum mehr imstande fühlte sicher zu fahren.

      Zufall? Vielleicht.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Hallo Daniels,

      Zufall? Vielleicht.

      Der Sturz ist ein Fakt---
      Die "Beurteilung" dieses Ereignisses aber entsteht erst durch deine eigene Bewertung.

      Der Mensch also bewertet das Ereignis subjektiv----- ob es Zufall war oder Schicksal, von Gott gelenkt?, eine Nachricht für dich ? etc

      Die Bewertung aber entsteht auf dem Hintergrund deiner gesamten Lebens-Biographie, deiner Erfahrungen/Normen/Werte/Wünsche----incl. deiner persönlichen rteligiösen Einstellung etc.
      eine spannende Sache. In diesem Sinne gestaltest Du dein Leben wirklich selbst. Du---und nicht das Ereignis an sich.
      l.g.y.
    • Teufel aber auch. ;-)

      @Yokurt: Du hast Recht, Yokurt, und ich denke ähnlich. Unabhängig von einem Einwand, den ich gleich hier machen werden, würde mich interessieren, wie Du persönlich zu diesen Einsichten oder Ansichten gekommen bist.


      Also noch der Einwand: Sicherlich liegt die Deutung im Einzelnen; aber trotzdem gibt es doch wohl eine Realität, die nicht nur das Ergebnis meiner persönlichen Deutungen ist.

      Wenn man an einen personalen Gott glaubt, dann ist die Vorstellung eines weiteren personalen -- ich sage mal -- "Geistwesens" nicht sehr viel abwegiger. Wenn es tatsächlich die personale Instanz geben sollte, die manche "Teufel" nennen, dann verschwände sie nicht einfach dadurch, dass ich sie ignorierte.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Hallo Daniels,

      ---würde mich interessieren, wie Du persönlich zu diesen Einsichten oder Ansichten gekommen bist.
      Durch Beobachtungen, (mich und mein Umfeld) viel Lesen, ein langes Leben,(auch Berufs-und Familienleben) Interesse an Menschen, Biographien, Kontakten, Humanistische Psychologie, Schriftkenntnisse----

      Sicherlich liegt die Deutung im Einzelnen; aber trotzdem gibt es doch wohl eine Realität, die nicht nur das Ergebnis meiner persönlichen Deutungen ist.
      Ich weiß nicht, was Du damit sagen möchtest bzw. wie deine Frage (?) lautet.

      Begonnen hat alles damit, daß " Du einmal den Eindruck hattest, Gott wolle vielleicht, dass Du für ihn in einer bestimmten Gemeinde aktiv wirst.
      Eindrücke ? das ist ja schon wieder eine persönliche "Bewertung"---wessen Geschehen genau?

      Konkret hast Du geschildert, daß du dann ein "Zeichen" von Gott wolltest (nicht näher berschrieben) welches dann auch "eingetreten" ist, so weit so gut.
      Wieder hast du dieses Zeichen bewertet---eben als ein Zeichen von Gott, daß usw.----

      Danach kam der Sturz, dessen (irdische !) Ursachen (ungeschicktes Verhalten) Du ebenfalls sehr logisch und "irdisch" beschrieben hast.

      und wieder kannst nur Du bewerten: Zufall oder (hintergründiges) gezieltes Geschehen ?
      Einzig deine Lebens-und Glaubensposition ist es, welche "Deutung" Du nun diesem Geschehen gibst.
      ==========================================================================================================================================================
      Du entscheidest durch deine "Deutunng" und bestimmst damit deine "Realität".
      doch es ist deine persönliche und subjektive Realität, welche Du glaubst, Du erzeugst somit diese Realität -----für Andere kann das ganz anders sein.
      ;)
      l.g.y.
    • aber trotzdem gibt es doch wohl eine Realität, die nicht nur das Ergebnis meiner persönlichen Deutungen ist.
      Hallo Daniels,

      ich stimme Yokurt zu.

      Die Realität, die außerhalb von Deutung ist, können wir gar nicht erkennen.

      Alles, was passiert, geschieht vor unseren Augen; du bist der Betrachter.

      Natürlich können wir eine Welt außerhalb unseres Blickfeldes denken und glauben, aber dabei deuten wir auch bereits.

      Die Welt außerhalb von uns zu sehen und nicht zu deuten, ist nicht möglich.

      Wir glauben ja alle hier, was wir nicht sehen.

      Die Frage ist, ob eine Deutung auf dem eigenen Lebensweg hilft, oder nicht.

      Wenn es dir hilft, dass um dich herum geistige Kämpfe ausgetragen werden, dann ist diese Erklärung für deinen Weg gut. Das spornt dich an, oder macht dich achtsam. Biblisch ist es allemal.

      Wenn es dir aber nicht hilft, dann sieh an den Gedanken besser vorbei. Das wäre nicht förderlich.

      Damit meine ich nicht, man soll jene Bibelstellen ignorieren, die das eindeutig sagen, aber es kann sehr kritisch werden, wenn man bei jeder einzelnen Situation darüber nachdenkt, was für geistige Mächte da jetzt gewirkt haben.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Yokurt schrieb:

      Zitat
      ---würde mich interessieren, wie Du persönlich zu diesen Einsichten oder Ansichten gekommen bist.

      Durch Beobachtungen, (mich und mein Umfeld) viel Lesen, ein langes Leben,(auch Berufs-und Familienleben) Interesse an Menschen, Biographien, Kontakten, Humanistische Psychologie, Schriftkenntnisse----

      So ähnlich ist es bei mir auch. Konkreter habe ich mich gefragt, ob bestimmte Bücher -- außer der Bibel -- Deine Ansichten besonders geprägt haben und ob ich die schon kenne.

      Yokurt schrieb:

      Konkret hast Du geschildert, daß du dann ein "Zeichen" von Gott wolltest (nicht näher berschrieben) welches dann auch "eingetreten" ist, so weit so gut.
      Wieder hast du dieses Zeichen bewertet---eben als ein Zeichen von Gott, daß usw.----

      Ich halte es zumindest für möglich, dass es ein Zeichen war. Anderen gegenüber habe ich die Angelegenheit etwa mit den Worten kommentiert: "Dann bin ich halt dorthin gegangen, sicherheitshalber. Denn man weiß ja nicht, und schließlich, möchte ich nicht unbedingt in einem Walfisch enden."

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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    • Hallo Daniels,

      I
      ch halte es zumindest für möglich, dass es ein Zeichen war.
      is ja ok, alles eine Sache der Ausgewogenheit.
      den Hinweis von Seele möchte ich nochmal in den Blickpunkt gestellt wissen.
      -- aber es kann sehr kritisch werden, wenn man bei jeder einzelnen Situation darüber nachdenkt, was für geistige Mächte da jetzt gewirkt haben.


      Mit "Zeichen" umzugehen bedarf einer guten "Bodenständigkeit"-----
      l.g.y.