Erbsünde

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    • Andreas schrieb:

      ...
      Kinder mit einem Jahr, trotzen schon oft genug aus Sturheit etc. obwohl sie wissen, das sie dies oder jenes nicht dürfen.
      ...


      OT:
      ... ich hoffe, dass Du weder eigene Kinder hast, noch sonstwie über das Wohl und Wehe von Kindern entscheiden darfst ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Von Erben, Apokryphen und Macht

      Jacob der Suchende schrieb:

      "RKK sagt es biblisch oder unbiblisch" ...

      Der entscheidende Unterschied der RKK zu Protestanten ist ihr erweiterter Kanon um Apokryphen, die sie zum Bestandteil ihrer Bibel zählen und daraus ihre Lehren ableiten. Ich habe mal gelesen, dass die Katholiken die Autorität der Apokryphen auf das Niveau der kanonisierten Schriften zur Zeit des Martin Luthers angehoben und sie damit zum Bestandteil ihres Kanons gemacht haben, als Verteidigungsmanöver gegen lutherische Angriffe auf damalige katholische Lehren, die sich laut Martin Luther von den damals kanonisierten Schriften nicht ableiten ließen. Bis heute sind diese Apokryphen in der katholischen Bibel Bestandteil ihres Kanons mit gleicher Autorität.
      Du sagst es. Viele Lehren, Bräuche und Traditionen (z.B. Erbsünde-Reinheit Mariens, Fegefeuer, Gnadenfreitag Marien's der armen Sünder im Fegefeuer, Marienverehrung, Transsubstantiation) der römischen Amtskirche basieren mehr auf "apokryphen" Schriftgut als auf Evangelium oder biblischer Kanon. Auch vor der Lebzeit Luther's musste sich die Kirche immer wieder aufgrund ihres apokryphen Schriftverständnisses angreifen lassen. Ich kann es mir gut vorstellen, dass Luther die "apokryphen Schriften" auch deswegen kritisierte, weil er genau wusste, dass es hier mehr um Macht als um ein paar Buchstaben ging.

      In den ersten zwei Jahrhunderten des Christentums existierten viele unterschiedliche Gruppen und Anschauungen von denen keine politische oder die "absolute Macht" hatte, anderen Menschen den Glauben abzusprechen. Auch wenn die Kirche den historischen Tatbestand gerne harmonisiert: Man behauptet, dass die "rechtgläubige Kirche" (römische Kirche) nur ein Fortbestand der "wahren Gemeinde" seit der Auferstehung Jesu sei, die die "wahren Rechtgläubigen" vor den "Ketzern" und "Irrlehrer" beschützte... Eigentlich nicht mehr als eine Zurechtlegung, die erst möglich wurde, nachdem die "römische Mutterkirche" zu mehr und mehr Macht kam. Die "apokryphen Schriften" spielen bzw. spielten hierbei keineswegs eine unbedeutende Rolle - Einerseits weil damit Macht legitimiert wurde, andererseits weil es hier um wichtige heilsentscheidene Fragen jedes Einzelnen geht.

      Es gebe da wohl viel mehr zu sagen, doch das ist ein anderes Thema.


      Bogi111 schrieb:

      Das mag eine RKK Ansichtsache sein,aber nicht Biblische. Jesus hat dann die Sünde als Mensch nicht geerbt,weil vermutlich Maria auch ohne war? Und dennoch sterben musste? Wie kann man diese Worte Paulus missverstehen? Tod als der Sünde Sold, als Erbsünde bezeichnen?
      Ja, in der Tat. Die RKK hält an der Anschauung fest, dass Maria (auch) von der Erbsünde nicht befleckt war. Laut Lehrmeinung ist Maria eine Jungfrau im doppelten Sinne, also absolut "rein". In ihrer Lehrmeinung stützt sich die RKK auf Verse einer außerbiblischen apokryphen Schrift.
    • Hi

      Ich möchte noch einen andern Aspekt der Sünde ins Feld führen. Sünde bedeutet auch Trennung von Gott. Und diese Trennung ist seit dem ersten Sündenfall vorhanden. Jeder Mensch wird so geboren, aber durch das Opfer Jesu kann ein Jeder diese Trennung überwinden.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Ghasel schrieb:

      Andreas schrieb:

      ...
      Kinder mit einem Jahr, trotzen schon oft genug aus Sturheit etc. obwohl sie wissen, das sie dies oder jenes nicht dürfen.
      ...


      OT:
      ... ich hoffe, dass Du weder eigene Kinder hast, noch sonstwie über das Wohl und Wehe von Kindern entscheiden darfst ...

      Ich empfinde die Aussage von Ghasel als sehr unqualifiziert und es lässt sich erahnen, dass sie wahrscheinlich von Kindern wenig Ahnung hat. Natürlich sind Kinder oft stur und trotzig, wer das leugnet sollte nicht auf Kinder losgelassen werden. Das verhindert nämlich eine angemessene Erziehung.
    • ... also wenn ihr zwei beiden tatsächlich meint, dass das was mit 'Sünde' zu tun hat,

      Andreas schrieb:

      ...
      Kinder mit einem Jahr, trotzen schon oft genug aus Sturheit etc. obwohl sie wissen, das sie dies oder jenes nicht dürfen.

      christophw schrieb:


      ... Natürlich sind Kinder oft stur und trotzig, wer das leugnet sollte nicht auf Kinder losgelassen werden. Das verhindert nämlich eine angemessene Erziehung.

      dann ist es natürlich nicht OT, wie ich zunächst gedacht hatte;
      dann würde ich aber gerne von Euch erläutert bekommen, inwiefern das zusammenpasst,
      nach meinem Dafürhalten versündigen sich nämlich meist die Eltern, die mit genau diesem Argument auf ihrem 'elterlichen Züchtigungsrecht' bestehen ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Aus Wikipedia:

      "Erbsünde bezeichnet in der christlichen Theologie den durch die Ursünde Adams und Evas begründeten Unheilszustand, in den jeder Mensch als Nachkomme Adams „hineingeboren“ wird und durch den er in seiner eigenen Freiheitsgeschichte vorbelastet ist.
      "

      Folgend der Definition..

      Rö 5.14 Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Mose selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams.

      1Kor 15.22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.

      Rö 3.23 denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes 3.24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.


      Also, prinzipiell ist die Erbsünde gegeben. Denn nur aufgrund der Sünde stirbt man. Die Frage ist aber: müssen Kinder unbedingt getauft werden, um zu den Geretteten zu gehören?

      Mt 19.14 Jesus aber sprach: Laßt die Kinder, und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solcher ist das Reich der Himmel.

      Mt 18.3 und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.


      Die Antwort lautet "Nein". Denn die Kinder haben noch keine Sünden im Leben begangen. Sie haben nichts für was sie Buße tun müssten.
      Das Blut Jesu wird sie reinigen.
      Den Ausführungen von JacobderSuchende stimme ich im Prinzip voll und ganz zu.
      Klar hat jeder Mensch die Neigung zum Sündigen von Adam und Eva "geerbt", sonst wären wir nicht hier auf dieser Erde. ;)
      Ich meine bei dem Thema allerdings, daß auch noch etwas Anderes gemeint ist, was z.B. in der Charismatik vor 2001 auch öfters thematisiert wurde.
      Ich meine die Stelle aus 2. Mose 34,7.
      Hier ist ja auch davon die Rede, daß Gott die Schuld an der 3. und 4. Generation heimsucht, wenn jemand nicht gläubig war, aber bis in die tausendste Generation segnet, wenn er/sie es war. ;)
      Meiner Meinung nach geht es bei dieser Stelle um esoterische Praktiken, ggf. auch Suchtprobleme, die ja oftmals von einer Generation auf die nächste übergehen, und wo eine Absage bis in die 4. Vorfahrengeneration im Gebet sinnvoll sein kann. ;)
      Zumindest habe ich diesen Vers bisher immer so verstanden.