Die Einteilung der Zeit im Gottesdienst am Sabbat

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    • Die Einteilung der Zeit im Gottesdienst am Sabbat


      Der Gemeindeleiter aus Salzburg sagt mir mal,
      dass die Siebenten-Tags-Adventisten von anderen Religionsgemeinschaften um die Einrichtung der Sabbatschule beneidet werden. Ich kann diese Aussage auch wunderbar nachvollziehen. Weil es ja so wertvoll und wichtig ist, Gespräche mit Geschwistern im Glauben zu haben.

      Jetzt ist aber mein persönlicher Eindruck aus Salzburg jener, dass die Geschwister und der Lehrer wirklich ganz wunderbar und vollgeschriebene Lektionshefte haben. Das eine Ziel, dass sich die Geschwister unter der Woche mit dem Wort beschäftigen ist so auch gut erreicht.

      Aber genau so wichtig empfinde ich das andere Ziel, den Gedankenaustausch und den Dialog im Gespräch in der Klasse. Und da sehe ich das Problem zumindest in Salzburg. Denn die tatsächliche Zeit zum Gespräch reduziert sich drastisch durch die vorgestellten Ankündigungen und Verlautbarungen, und am Ende wird auch für Missionsberichte, Klaviermusik, Kindergeschichten, etc. viel Zeit abgespart.

      Mir tun immer die Lehrer leid, die sich so viel Mühe gemacht haben, um das Thema zu vertiefen und für die Klasse vorzubereiten, und dann dennoch schon mal am "Dienstag"-Thema zum Abschluss kommen müssen. Ich würde es so sehr hilfreich finden, wenn die ZEIT-EINTEILUNG dieser 2 Stunden wieder mehr Richtung Gespräch, Dialog und persönlichem Erfahrungsaustausch geht.

      Vielleicht ist meine Rückmeldung ja eine Anregung für andere Klassen,
      lg, Ida
    • Hallo Ida,
      wenn man so in anderen Adventgemeinden rumkommt, erlebt man unterschiedliche Konzepte, wie die Sabbatschule bzw. der Bibelgesprächskreis in den Gottesdienst integriert wird. Ich denke, das Problem, welches du beschreibst, hängt maßgeblich mit der Gemeindegröße, d.h. Gliederanzahl, zusammen. Je mehr Glieder, je mehr Aktivitäten, je mehr Bekanntmachungen, Organisatorisches, Geburtstage etc. Außerdem sind größere Gemeinden in der Regel nicht so flexibel, d.h. z.B. der Gottesdienst läuft sehr geregelt ab, so dass sich ziemlich genau an den zeitlichen Ablaufplan gehalten wird, was wiederum zur Folge hat, dass gerade bei den wenigen flexibilen Bereichen (Sabbatschule) zeitlich gespart wird. Ich sehe das aber ähnlich wie du - am Bibelgespräch sollte nicht gespart werden! Dieses und die Predigt stehen meiner Meinung nach ganz oben auf der Prioritätenliste, erst dann folgen Gebet, Gesang und Organisatorisches. Meine Heimatgemeinde ist glücklicherweise sehr klein und familiär. Wir sind da also auch relativ flexibel. Ein spontanes Umstellen des Ablaufplans ist sehr einfach möglich. Das Bibelspräch dauert bei uns 40-50 Minuten. Ich kenne auch noch eine Gemeinde, deren Gottesdienst geht "offiziell" bis 12:30. Man lässt sich dort absichtlich mehr Zeit für Predigt und Bibelgespräch. Wenn dies in Abstimmung mit allen Gemeindegliedern so ok ist - warum nicht?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Wir gehören zu den kleinen und flexiblen Gemeinden. Generell habe wir beschlossen, zuerst die Bekanntmachungen, die Sammlungen und einen kleinen Lobpreisteil zu halten, dann 5 Minuten Pause und Ortswechsel und danach die Bibelschule im Kreis (oder manchmal auch Predigt-Nach Gespräch).

      Wenn aber der Prediger von weit her kommt oder Staus gemeldet sind, können wir auch spontan umstellen, also Sabbatschule zuerst. Und wenn kein Prediger vorhanden ist, machen wir auch den ganzen Gottesdienst lang ausgiebig Sabbtschule.

      Da haben wir überhaupt keine Probleme. Schwierig wird es, wenn der Leiter des Gesprächs (oder auch ein anderer Teilnehmer) gerne Monologe führt. Doch das geschieht mittlerweile nicht mehr. Er ist nur noch Mderator, und der Fortgang des Gesprächs ergibt sich fast von selbst, sodass alle wichtigen oder in Frage stehenden Punkte geklärt werden können.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Ida_Schleicher schrieb:

      und dann dennoch schon mal am "Dienstag"-Thema zum Abschluss kommen müssen.
      Bei dieser Aussage musste ich innerlich anfangen zu grinsen,.... weil es GENAU auf mich zutrifft!

      Da der Zeitplan bei uns strikt eingehalten werden muss, gratuliere ich der Gesprächsgruppe am Ende der Zeit
      wenn wir es "tatsächlich" mal bis Donnerstag geschafft haben! :thumbsup:

      Allerdings gehöre ich zu jenen Gesprächsleitern die eine Diskussion oder eine kleine Abschweifung auch mal "laufen lassen",
      ...ohne ständig aprupt abzubrechen um auf ach- und krach das Thema "durchzuboxen"!

      Ich habe schon versucht die Fragen zu reduzieren,... kam allerdings zu der Auffassung das das Thema dann oftmals
      nicht ausreichend behandelt wurde.

      Wie sind eure Erfahrungen? Gibt es ein Konzept das es (bei strikter Zeitvorgabe) ermöglicht die ganze Woche zu schaffen?

      Gruß Mark
    • Mein Ziel ist nicht unbedingt "die ganze Woche zu schaffen".

      Mein Wunsch geht in die Richtung, das Optimale aus der Lektion für uns heute als Gemeinde und als einzelner Christ mitgeben/mitnehmen zu können. Also Praxisnah. Da stört es mich nicht, wenn wir mal beim "Dienstag" enden.
      Ich habe auch schon bewusst andere Wochentage vorgezogen, wenn es in der Lektion/dem Thema für uns als Gemeinde so passend war.

      ***