Adventgemeinde - eine Wohlfühlgemeinde ?

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    • Atze schrieb:

      Gerne würde ich von Dir wissen in welcher Form Du Dich nach einer „Adventgemeinde“ sehnst. Als getauftes vollwertiges Mitglied, als Gast bzw. Beobachter oder wie sonst? Welche Motivation hast Du? Möchtest Du so bleiben wie Du bist, oder hast Du den Wunsch Dein jetziges Ich zu überwinden?
      Du hast natürlich das Recht zu Jesus und auch zur Gemeinde zu kommen so wie Du bist. Das heißt jedoch nicht, dass Jesus oder auch die Gemeinde akzeptiert, dass Du so bleibst wie Du bist und in Deinem Ich verharren darfst. Jede Sünde (wozu ich Transsexualität dazu zähle) kann nach meiner Ansicht in Christus überwunden werden, so aussichtslos sie auch scheinen mag. Hast Du den Willen dazu das abzulegen? Dasselbe würde ich auch einen Alkoholiker oder Raucher fragen wenn er ein Glied der Gemeinde werden möchte. Bei Verneinung würde ich eine Gemeindeaufnahme in Form einer Taufe grundsätzlich ablehnen. Eine Gemeinde wo Du willkommen müsste Dir bei Deinem Weg in Geduld Hilfestellung geben. Hast Du so eine Gemeinde in Aussicht? Geht Dein Wunsch zur Gemeinde zu gehören so weit dass Du diesen höchstwahrscheinlich schmerzlichen Weg wählen würdest? Nicht allein, denn das wirst Du nicht schaffen….mit Gottes Hilfe und mit Hilfe der Gemeinde…?
      Lieber Atze!

      Danke für dein Nachfrage und deine ernsten Worte. Ich bin schon getauft in der Adventgemeinde Salzburg. Und ja, ich würde gerne "normal" sein, denn diese "Krankheit" ist eine enorme Last. Sehr lange schon kenne ich 5. Mose 22, 5. Ein "furchtbarer" Text, wenn man merkt, dass etwas an einem anders ist, nicht normal ist, und man sich dann selbst verurteilt und in tiefster Sünde glaubt. In diesem Zustand habe ich fast 25 Jahre gelebt, und mich selber dabei abgelehnt und massiv verletzt.

      Mein jüngster Sohn hat Mukoviszidose / Cystische Fibrose, unheilbar und stark Lebenszeit-verkürzend. Ich kann (angeborene) Krankheiten bzw. Entwicklungsstörungen auch als Christ nicht wegbeten. Wie sehr haben wir auf das Wunder einer Heilung bei Oliver gehofft und darum gebetet.

      Aber ist es das, was Gott mit zugelassenem Leid immer bewirken will. Dass wir nur darum beten, dass er es beseitigt. Oder kann Gott eben auch solche schmerzhaften Entwicklungen und Lebensumstände für die Betroffenen und die Umstehenden als etwas Gutes wirken lassen?!

      Ganz ehrlich - ich muss mich Gottes Urteil anvertrauen, wie ER genau über meine(!) Transsexualität richtet. Ich bin aber dankbar dafür, dass mein Leben erst seit dem Annehmen meiner Störung mit Selbstliebe und Nächstenliebe erfüllt wurde. Diese Sanftmut, Geduld und Toleranz ist es mir wert. Dafür bin ich dankbar. Und wenn Gott mir am Tag meines Gerichtes sagen wird "Ich kenne dich nicht", so will ich auch das für vollkommen und gerecht annehmen. Es ist immer gnädig.

      Ich kann mich seither selber als Mensch nicht mehr richten. Damals, als aktiver Adventist, als ich meine Transsexualität durch Gebet und Glauben unterdrücken versucht habe, tat ich es aber. Ich richtete mich selber, d.h. ich sprach mich als gerettet, alleine durch den Glauben und die Gnade von Jesu Tod. Und über "nicht Sabbat-Halter" habe ich ebenso im Herzen gerichtet.

      Heute, eben durch meine Einschränkung, tue ich solches nicht mehr. Ich vertraue einfach nur mehr Gott.

      Ich habe durch die Transsexualität mein ganzen Leben lang schon enorm viel verloren. Und dennoch bin ich heute Gott dankbar, dass er mich so geschaffen hat, wie ich bin. Denn ich vertraue darauf, dass er alles in Liebe geschehen lässt. Ich erwarte hier(!) im Leben nichts mehr. Solange ich da bin, will ich für seine Liebe zu den Menschen da sein - wo immer er mich dazu einsetzen will. Und ich bete oft, dass ich endlich "Hier auf Erden fertig sein möge" - ich sehne mich nach Erlösung von meinem Leidensweg, ich sehne mich so oft nach Jesu Wiederkunft.


      :happy: ... seid erst mal selber transsexuell geboren, bevor ihr darüber :thumbdown:


      lg, Ida

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Ich bin der Ansicht, dass es nicht das Ziel einer christlichen Gemeinde sein sollte, eine "Wohlfühlgemeinde" zu werden. Dass sich Menschen in einer Gemeinde wohlfühlen, könnte -- theoretisch -- im günstigsten Fall eine Folge des Geistes der Gemeinde sein, eine Folge der in der Gemeinde herrschenden Einstellungen und Umgangsformen.

      Allerdings bezweifle ich, dass der Geist einer Gemeinde je so ideal und rein sein wird, dass man je zu einem wirklich ungetrübten Zusammensein, frei von entzweienden Ungeschicklicheiten, frei von Dummheiten, Verdächtigungen und berechnendem Verhalten kommen kann.

      Freundlichkeit darf nicht zu einer Strategie, zu einer Masche verkommen, um Menschen für den Glauben zu gewinnen oder an eine Gemeinde zu binden; sondern Freundlichkeit und ein respektvoller, verständnisvoller und hilfsbereiter Umgang mit anderen sollten eher Ergebnis einer Grundhaltung sein, die man bewußt aus Überzeugung eingenommen hat, im Sinne des Sokrates, welcher der Ansicht war, dass das Gute auch das Vernünftige sei und dass man einsehen könne, was eine gute und richtige Handlungsweise sei.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • "Ida Schleicher" schrieb:

      In diesem Zustand habe ich fast 25 Jahre gelebt, und mich selber dabei abgelehnt und massiv verletzt.
      Vielen Dank für Deine offenen Worte und Antworten.
      Sicher ist es nicht Gottes Wille, dass wir an einem Problem verzweifeln und daran zerbrechen. Man darf sich wenn man den Zustand aus der Sünde heraus (und worauf Dich der hl. Geist ja auch immer noch aufmerksam zu machen scheint) nicht erreicht in Gottes Arme fallen lassen und ihn um Verzeihung bitten. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube nicht dass es dafür eine zeitliche Begrenzung gibt wenn wir aufrichtig zu ihm kommen. Dennoch finde ich es forthin auch nach 25 Jahren weiterhin wichtig sich vor Augen zu führen, dass man in Sünde lebt. Nur die Sünden die wir bereuen können auf das Lamm und letztlich ins Heiligtum gebracht werden wo sie am Versöhnungstag für immer ausgeräumt werden. Unbereute Sünden bleiben an einem selber haften und richten Dich. Reue bringt aber auch mit sich, dass man stetig weiter an seinem Problem arbeitet und nicht aufgibt selbst wenn dieser Berg für einen unüberwindbar scheint.
      Nein, aus Erfahrung kann ich in diesem Bezug hier sicher nicht sprechen. Dennoch weiß ich was es heißt eine sündige Natur zu erkennen und den Wunsch zu haben daraus zu kommen ohne es verwirklichen zu können. So habe ich Jahre mit dem Problem Alkohol gekämpft wo ich immer wieder gefallen bin bis ich davon frei war. Ich glaube nicht mal unbedingt, dass der Sieg dabei das Wichtigste ist, sondern der fortwährende Wille zu überwinden und seine Machtlosigkeit gegenüber Christus einzugestehen….also nicht aufzugeben, was hieße dass man sich mit der Sünde arrangiert. Das geht nicht.

      "Ida Schleicher" schrieb:

      Ich kann (angeborene) Krankheiten bzw. Entwicklungsstörungen auch als Christ nicht wegbeten.
      Gott ist allmächtig. Sollte Gott Dir diese „Krankheit“ nicht nehmen wird er vielleicht seine Gründe dafür haben. Dennoch kann man nach meiner Ansicht eine Sünde nicht einfach als gottgegeben hinnehmen und mit „angeboren“ entschuldigen. Nur weil es angeboren ist bleibt es trotzdem Sünde, die nur unter einem reuigem Herzen vergeben wird. Dasselbe gilt für einen Verbrecher der aufgrund seiner Genkonstellation zum Verbrechertum neigt. Auch er hat nicht automatisch einen Freibrief bzw. eine Entschuldigung vor Gott wenn er aufgrund seiner „Krankheit“ zum Täter wird.

      Gruß und Gottes Segen
      Atze
    • @Jacob der Suchende:

      wir hatten dieses Thema heute in unserer Diakonenschule.

      Was bedeutet "Gemeinschaft der Heiligen"; wann ist man heilig?

      Jedenfalls, unserer Auffassung nach, nicht durch eigene Leistungen, sondern durch den Zuspruch Gottes wird man in diese Gemeinschaft hineingenommen (unsere einträchtige Ansicht). Aber anderes Thema.

      Dennoch ist die Gemeinde beauftragt, sich an bestimmten Richtlinien zu
      orientieren und in Spezialfällen auch bestimmte Mitglieder ausschließen -
      das ist biblisch
      Ja, und nach diesem Spezialfall hatte ich gefragt.

      Ein Transsexueller ist ja wahrscheinlich ein "Spezialfall"... oder?

      Wird er aufgenommen, wenn er (noch) die Neigung hat, aber den Willen proklamiert, sie zu überwinden? [Wie man Neigung überwindet wäre nochmal ein eigenes Thema]
      - Wenn er nicht aufgenommen wird, dann heißt das: "Wir nehmen dich nicht, weil du Sünder bist." Das heißt: nur Nicht-Sünder dürfen zur Kirche kommen. Komische Kirche.

      - Wenn er aufgenommen wird, aber die Neigung nicht überwindet [die Frage wäre noch, welchen Zeitrahmen man ihm setzt...], was dann? Wird er ausgeschlossen?
      Das hieße: "Du musst gehen, weil du deine Neigung nicht überwindest!" Das heißt: Wir haben dich nur aufgenommen unter der Voraussetung, dass du deine Neigung überwinden wirst. etc.etc.etc.

      Der eine bemüht sich, seine Sünden aufzugeben, und schafft das stetig
      mit Gottes Kraft. Der andere beharrt in Seiner Sünde und tritt Gottes
      Willen mit Füßen
      Ja. Und ich wette mit dir: das Nicht-Überwinden von sexueller Neigung wird als "in Sünde verharren" bezeichnet!

      Damit sagt man, dass jemand willentlich Gottes Willen mit Füßen tritt.

      Also schaut man doch in das Menschenherz hinein.

      Warum sagt man es nicht einfach, wie es ist:

      "WIR (die Gemeindeleitung) entscheiden, wer ein Recht auf Gottes Gemeinde hat und wer nicht!" Dann ist doch alles klar.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      ...
      Dennoch ist die Gemeinde beauftragt, sich an bestimmten Richtlinien zu
      orientieren und in Spezialfällen auch bestimmte Mitglieder ausschließen - das ist biblisch

      Ja, und nach diesem Spezialfall hatte ich gefragt.

      Ein Transsexueller ist ja wahrscheinlich ein "Spezialfall"... oder?

      Wird er aufgenommen, wenn er (noch) die Neigung hat, aber den Willen proklamiert, sie zu überwinden?....


      Die Grundfrage im Einzelfall wäre wohl: ist es eine Neigung (ist das nicht Transvestismus?) oder biologisch vorgegeben (so würde ich Transsexualität verstehen)...

      Abstrakt lässt sich das nicht entscheiden, das ist so außergewöhnlich...

      Aber es gibt Probleme, die ich nicht lösen will, solange sie sich mir nicht konkret stellen. Dieses gehört sicher dazu...
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Eine Gemeinde soll der Ort der Anbetung sein und ein Ort, an dem man das Wort Gottes zum Glauben predigt. Zudem ist eine Glaubensgemeinschaft (eine Gmeinde) die zweit beste Schule Gottes für den Charakter.

      Jesus hat aber zu bedenken gegeben, dass wer Gott Treue hält und Seine Wahrheit verteidigt, der kann grade in der Gemeinde mächtige Probleme bekommen (vom Prediger und von der Gemeinde selber abhängig ..... der teufel schläft nicht).


      "Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch den Gerichten ausliefern, und in ihren Synagogen werden sie euch geißeln;

      auch vor Fürsten und Könige wird man euch führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. ....." (Mt.10,17+)
      Mk 13,9 Ihr aber, habt acht auf euch selbst! Denn sie werden euch den Gerichten und den Synagogen ausliefern; ihr werdet geschlagen werden, und man wird euch vor Fürsten und Könige stellen um meinetwillen, ihnen zum Zeugnis.


      Lk 21,12 Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen.

      "Sie werden euch aus der Synagoge ((Gemeinde)) ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen...." (Joh.16, 2+)

      Soviel zur Wohfühlgemeinde. Ich lese nichts über eine Wohlfühlgemeinde in der BIbel, eingentlich gibt es da immer irgendwo Probleme, Verfolgung oder zumindest Anfeindungen oder Diskrepanzen. Aber es sind ja auch nicht alle Gmeinden beschrieben.


      .
    • Darf ich mal einen Zwischenstopp machen

      Eigentlich habe ich mit meinen beiden Beiträgen nur mein(!) erlebte Sicht auf "Wohlfühlgemeinde" und "sich angenommen fühlen" beschreiben wollen. Daraus ist jetzt ein Beurteilen über das Thema "Transsexualität" geworden. Das wollte ich nicht, weil es doch nicht dienlich ist.

      Meine versöhnliche Bitte an euch wäre daher ... bitte lassen wir das Thema "Transsexualität" mal wieder weg. Nicht, weil ich es vermeiden mag, aber weil wir uns wahrscheinlich an einer Sache abmühen, die wir nicht vollständig ermessen können.

      Es gibt so viele andere Dinge zu erzählen und zu berichten. Positive Erlebnisse aus dem Alltag, wo wir dankbar sagen könne ... "Danke lieber Gott, dass du mich in diese Situation geführt hast. Danke für die Begegnungen mit deinen Kindern, denen wir deine Liebe und Achtsamkeit weitergeben durften."

      Solche Dinge erlebe auch ich nämlich - z.B. gestern Abend in der Notaufnahme im Krankenhaus. Gesegnete Gespräche und Begegnungen mit Mitmenschen. Darum geht es doch. Und nicht, ob eine angeborene embryonale Fehlentwicklung mit Gebet heilbar ist.

      Also lasst uns doch wieder um den eigentlichen Thread-Topic diskutieren ... "Adventgemeinde - eine Wohlfühlgemeinde?"


      Danke!
      lg, Ida
    • Sich ändern, wachsen, auf dem Weg der Heiligung - -

      Atze schrieb:

      Möchtest Du so bleiben wie Du bist, oder hast Du den Wunsch Dein jetziges Ich zu überwinden?



      Ich kenne keinen - außer bekennenden LGT - Anhängern, welche sich nur noch das Würzen mit Pfeffer abgewöhnen wollen am Weg zur Vollkommenheit - der nicht nach Änderung - Heiligung strebt.

      Nur halte ich diesen Vorwurf und Vorhalt der Schwester Ida Schleicher gegenüber - oder im Zusammenhang mit ihrer Last - für skandalös (Du liest recht!) Wir alle wissen über ihre Andersartigkeit, unter der sie leidet, absolut nichts, sind alle (alle !!) höchst inkompetent; wir können sie weder phänomenologisch noch mit Hypothesen über die Verursachung noch aus wissenschaftlichen Büchern (ich habe gerade den DSM IV und den ICD - 10 der WHO durchgesehen) einordnen - und ich bin ratlos. Und in der Bibel steht rein gar nichts, nicht einmal Fehlinterpretierbares.

      "Jede Sünde - wozu ich auch die Transsexualität zähle - -: Kennst Du überhaupt das Anderssein der Schwester, welche uns um Annahme und Hilfe bittet? Kannst Du Transsexualität definieren oder illustrieren? (Mehr wissen wir nämlich nicht - und das ist hier gut so).

      "Hast Du den Willen dazu, das abzulegen ?” Auf der Schwester Postings hin, in denen sie sich mit ihrer Verzweiflung und ihren Kampf und ihr Leiden outet, ist diese provokante Frage an Sie ein Schlag in ihr Gesicht. - - - - - -Einem Großen wurde von Gott gesagt:"Lass dir an meiner Gnade genügen."

      Zu dem Problem mit 5. Mose 22, 5: wie unterschieden sich die Kittel der Männer von denen der Frauen (des einfachen, arbeitenden Volkes) zur Zeit der Verfassung? Gab es da heidnische Riten, welche gezielt diesen "Kleidertausch" pflegten? Ein Krieger ohne Rüstung ist "nackt" (auch beim römischen Dichter Ovid), die Waffe sein "Kleid" - sollen Frauen keine Waffen tragen? Ist das Ganze ein Hinweis auf die heute durch das ganze Internet boomende fetischistische Aberration, dass Männer sich von den Frauen gebrauchte, ungewaschene Frauen -Slips kaufen und anziehen?

      Was innerhalb der Grenzen unserer Möglichkeiten liegt, ist, Schwester Schleicher willkommen zu heißen, anzunehmen und sie mit ihrem Leid in unsere Gebete einzuschließen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Es wird in der kommenden Zeit Erschütterungen geben die so stark und gewaltig sind, dass alles Unechte, Fassadenhafte abfallen und nur das Unerschütterliche stehen bleiben wird. Das fängt zuerst in den Kirchen und Gemeinden an. Damit kommt das wahre Christsein zum Vorschein und nur der echte Gläubige wird standhaft bleiben, weil er in Christus seinen Halt hat.
      Die höchste Berufung und Bestimmung des Christen ist es, seinen Herrn nachzuahmen. Das ist der ganze Sinn der Heiligung: dem Herrn mehr und mehr gleichgestaltet zu werden, während man ihm auf der Erde dient.
      Als Gottes geliebte Kinder sollen die Gläubigen ihrem himmlischen Vater immer ähnlicher werden.
      Anmerkung zu Eph. 5,1 Schlachter 2000
    • "philoalexandrinus" schrieb:

      Lass dir an meiner Gnade genügen.
      Ohne gerechtfertigt zu werden wird niemand die Gnade Jesu schmecken. Und die bekommen wir lediglich durch ein reuiges gebrochenes Herz von Jesus verliehen und nicht durch eigens definierte Gerechtigkeit indem man Sünde als eine makellose Tat deklariert.
      Über die Selbstannahme (wie Gott einen schuf) kann man im Zusammenhang auch mal nachdenken wo Du für Dich das sündhafte Verhalten schon als vor Gott gerecht siehst.

      Bibelstelle

      Psalm 139, 14 Ich danke dir dafür, daß ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!

      "philoalexandrinus" schrieb:

      Was innerhalb der Grenzen unserer Möglichkiten liegt, ist, Schwester Schelicher willkommenzheissen, anzunehmen und sie mit ihrem Leid in unsere Gebete einzuschliessen.
      …und sie innerhalb der Gemeinde für ein zukünftiges Leben als gerechtfertigte Erlöste zuzubereiten damit wir die Gelegenheit haben uns später auch einmal persönlich kennenzulernen. Jedenfalls hätte ich Interesse daran während Dir mehr an dem irdischen Zuspruch zu liegen scheint indem Du die Menschen in ihrem Fleische bestätigst und damit letztlich verderben über sie bringst.
    • Andreas schrieb:

      Unsere Gemeinde soll kein Wohlfühlclub sein.
      Wir können jeden Aufnehmen, aber nicht als Mitglied. Wir sollen uns nicht der Welt gleich stellen, damit wir von ihnen gemocht werden.

      Ich bin, wie ich schon gelegentlich angemerkt habe, kein Adventist und stimme Dir diesfalls zu. Für mich kann ich außerdem sagen: Einer Kirche, die ihre Gemeinden als "Wohlfühlgemeinden" definiert oder sie vornehmlich als solche versteht, würde ich nicht angehören wollen, wiewohl ich hier über andere Bedürfnisse und andere Prioritäten anderer nicht grundsätzlich urteilen möchte.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Leider wurde dieser sehr gute Vorschlag weitgehend ignoriert. Wenn wir das "Thema" behandeln wollen, sollten wir uns vorher die Mühe machen es zu definieren, sonst kommen nur wishi-waschi und Polemik aus dem Keyboard...

      amadeus schrieb:

      Vielleicht sollte zunächst erstmal jeder definieren, was er oder sie unter einer "Wohlfühlgemeinde" versteht? Anhand der ersten Beiträge hier würde ich sofort eine unterschiedliche Definition dieses Begriffs diagnostizieren...
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ein unbeschreibliches Gefühl

      Atze schrieb:

      [gekürzter Auszug]
      Was innerhalb der Grenzen unserer Möglichkeiten liegt, ist, Schwester Schleicher willkommen zu heißen, anzunehmen und sie mit ihrem Leid in unsere Gebete einzuschließen.
      …und sie innerhalb der Gemeinde für ein zukünftiges Leben als gerechtfertigte Erlöste zuzubereiten damit wir die Gelegenheit haben uns später auch einmal persönlich kennen zu lernen. Jedenfalls hätte ich Interesse daran während Dir mehr an dem irdischen Zuspruch zu liegen scheint indem Du die Menschen in ihrem Fleische bestätigst und damit letztlich verderben über sie bringst.
      Würdet IHR das wirklich für mich tun?
      Würdet IHR mich innerhalb der Gemeinde für ein
      zukünftiges Leben als gerechtfertigte Erlöste zubereiten?


      Ich denken, lieber Atze, wir beiden(!) kennen sehr gut ein nicht sehr angenehmes Gefühl im Herzen. Wenn es uns nämlich JAMMERT. Wenn es uns jammert, weil wir aus Liebe und Fürsorge um Gottes Geschöpfe manches mal so viel wünschen und machen möchten, und doch nur zusehen können, wie sich Menschen im Moment eben doch anders entscheiden und verhalten.

      Wir wollen das eigene erlebte einfach aus dieser Fülle der Gnade so sehr gerne weitergeben, den anderen auch auf diesen Weg hinweisen, ihn begleiten, ermutigen und ermahnen. Genau so, wie es dich eben angesichts meiner Person bzw. meines Handelns oder Seins(!) eben auch jammert.

      Aus der Begegnung mit DIR und deinen formulierten Worten habe ich erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man von jemandem, dem es um einen jammert, direkt angesprochen wird. Ich habe daraus gelernt, um wie viel mehr gerade in diesen Momenten eine Achtsamkeit, Geduld und Liebe ganz entscheidend ist. Um wie viel mehr es wichtig ist, das Bestehende einmal wertfrei anzuerkennen, um dann mit positiven Bildern etwas Neues als Zusatz bzw. Ersatz anbieten zu können.

      Ich denke, da kann und will uns der Herr noch immer wieder neue Gaben und Talente schenken, um nicht unsere eigenen Worte und Gedanken dem Gegenüber zu geben, sondern um die Stille und Leere im eigenen Ego zu haben, um wirklich den heiligen Geist durch uns sprechen zu lassen. Und es wird gut sein, was dann geschehen wird, auch wenn es vielleicht nur ein anerkennendes "Wir mögen dich" sein wird.

      Wer weiß den schon, in welchem Stadium des Wachstums dieses wunderbare Pflänzchen meines Gegenübers sich gerade befindet. Vielleicht verdorre ich es, wenn ich es im Eifer mit dem vollen Sonnenlicht bestrahle. Vielleicht braucht es im Moment rundherum lockere Erde, damit es leichter durch den Erdboden sich zum Licht hin entwickeln kann. Oder vielleicht ist es froh, wenn die Erde herum gefestigt wird, damit es sich wirklich gut verwurzelt fühlt.

      Ich bitte euch alle noch einmal ... wendet euch bitte einem anderen Thema zu,
      und lasst bitte von meiner Transsexualität ab. Denn ich leide sehr unter diesen
      zum Teil sehr harten Gedanken dahinter. Gestern war ich kurz davor mein
      Profil zu löschen. Weil es mich jammert, was einige mit mir machen.
      Nur eine Persönliche Nachricht gestern hat mich noch zum Bleiben
      veranlasst. Und das, denke ich mir, ist schon ein Fügung Gottes.

      Bitte lasst mich los.
      :bigred: lg, Ida
    • HeimoW schrieb:

      Leider wurde dieser sehr gute Vorschlag weitgehend ignoriert. Wenn wir das "Thema" behandeln wollen, sollten wir uns vorher die Mühe machen es zu definieren, sonst kommen nur wishi-waschi und Polemik aus dem Keyboard...

      amadeus schrieb:

      Vielleicht sollte zunächst erstmal jeder definieren, was er oder sie unter einer "Wohlfühlgemeinde" versteht? Anhand der ersten Beiträge hier würde ich sofort eine unterschiedliche Definition dieses Begriffs diagnostizieren...

      Ich glaube das die fehlende Definition hier zu einem durcheinander geführt hat.
      Wenn man die Posts liest hat man den Eindruck die Einen verstehen es anders als die Anderen!
      Ich mußte mich mehr als einmal am Kopf kratzen als es hieß: "In der Gemeinde soll man sich nicht wohlfühlen"!
      Deshalb habe ich mich zunächst zurückgehalten hier.

      Jetzt wo Heimow darauf aufmerksam macht wird mir das klar!

      Im Prinzip gibt es nun 2 Varianten:

      1. Das sich die "Welt" in einer Gemeinde wohlfühlen soll, zwangsweise verbunden mit Einschnitten in die biblische "Ordnung"

      2. Das sich "Christen/Adventisten" in ihrer Gemeinde wohlfühlen sollen!

      Es gibt zu beiden Varianten querfeldein Antworten in diesem Thread.

      Also über welche Variante reden wir? ?(

      Allen einen entspannten Sabbat-Anfang heute!

      Gruß Mark :)
    • 1. Das sich die "Welt" in einer Gemeinde wohlfühlen soll, zwangsweise verbunden mit Einschnitten in die biblische "Ordnung"

      2. Das sich "Christen/Adventisten" in ihrer Gemeinde wohlfühlen sollen!


      Wird man als Christ geboren?

      Man kommt immer "weltlich" in eine Gemeinde, bevor der Glaube in einem entzündet wird.

      Es sei denn, man wünscht, dass ausschließlich "fertige" Christen mit ausgearbeitetem Bekenntnis zu einer Gemeinde kommen.

      "Christen sollen sich bei uns wohlfühlen, aber Nicht-Christen nicht.".... das ist schon ziemlich freaky (mir fällt kein anderes Wort grade ein..)

      Zudem ist man sich ja in der Frage, was "weltlich" sei und was nicht, auch nicht einig..

      Der eine nennt etwas "weltlich", der nächste findet es vollkommen "normal", der dritte meint, es sei gerade bei Christen angebracht, der vierte sagt: "Das ist Satansdienst.."

      Allein diese kleinen Begriffe, die ständig verwendet werden, sind doch überhaupt nicht geklärt.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      "Christen sollen sich bei uns wohlfühlen, aber Nicht-Christen nicht.".... das ist schon ziemlich freaky (mir fällt kein anderes Wort grade ein..)
      Seele, lese meinen Post noch einmal durch!

      Ich betonte in dem Zusammenhang die "Einschnitte" die eine Gemeinde bereit ist zu machen um der Welt zu "gefallen"!

      Was da jetzt wieder draus gemacht wird!... tz tz... :wacko:

      Gruß Mark
    • Ich finde, jeder sollte sich in einer Gemeinde wohlfühlen können. Unabhängig davon ob er nur aktiver Christ ist oder nicht. Wichtig für eine Wohlfühlgemeinde ist eine herzenswarme Atmosphäre. Ich möchte nie in eine Gemeinde gehen, wo die Kälte und Lieblosigkeit herrscht. Ja, ich benutze bewusst diese beiden Begriffe, denn die gehen Hand in Hand. Wie will man in "Nichtwohlfühlgemeinde" Suchenden ein zu Hause bieten. Also ich würde genau ein Mal in eine solche Gemeinde gehen. Wenn nicht einmal in einer Gemeinde die christlichen Tugenden gepflegt werden (diese sind der Hauptgrund, dass eine Gemeinde zu einer Wohlfühlgemeinde wird), warum sollte ich denn ausgerechnet da Christus begegnen können. Aber anscheinend habe ich ein anderes Bild als gewisse User hier, die sich lieber in der Gesetzlichkeit üben. Hauptsache, das Gesetz wird eingehalten. Für mich sind solche Ansichten unverständlich.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Ich dachte immer folgendes: Daran wird die Welt erkennen, dass ihr meine Jünger seid. Dass ihr. Liebe untereinander habt...
      Die darf man aber in der Gemeinde wohl nicht ausleben, nicht dass sich da jemand wohlfühlt :)
      Wenn ich merke, dass ich unter Menschen bin die sich gern haben und aneinander Anteil nehmen fühle ich mich in ihrer Gegenwart wohl, dass kann sogar in einem Gottesdienst sein, und erst recht in einer Gemeinde!
    • XDreamdancer schrieb:

      DonDomi schrieb:

      ... die sich lieber in der Gesetzlichkeit üben. Hauptsache, das Gesetz wird eingehalten. Für mich sind solche Ansichten unverständlich.
      ...also wenn ich die Bibel richtig verstehe, dann führt das Gesetz zu einem Wohlfühlzustand!?! ;)

      Gruß Mark


      Nein, das Gesetz führt eben nicht zu einem Wohlfühlzustand. Das macht das Auftreten der Pharisäer, die peinlichst genau aufs Gesetz geachtet haben, deutlich. Wer aber den Tugenden Jesu (dazu gehören Liebe, Barmherzigkeit, Demut, Sanftmut etc.) nacheifert, der wird das Gesetz halten ohne dass er es kennen muss. Das ist eben das Schöne, an dem Weg, den Jesus gelegt hat. Dem reichen Jüngling hat es zum Beispiel auch nicht gereicht um die Wiedergeburt zu erlangen, obwohl er seit Kindsbeinen an, alle Gesetze und Gebote gehalten hat. Den Jüngern aber hat es zur Wiedergeburt gereicht, obwohl sie Fehler hatte und Petrus Jesus kurz vor dem Opfertod dreimal verraten hat.

      Das macht es mehr als deutlich, worauf es ankommt. Aber wenn jemand, zuerst das Gesetz erfüllen möchte, darf er das von mir aus tun, ich halte das aber für keinen so klugen Ansatz. Und gerade in einer Gemeinde sollte man nicht Gesetzlichkeit sondern Liebe untereinander üben. Und das führt dann eben zu der Wohlfühlgemeinde und das möchte ich nicht mehr missen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi