Adventgemeinde - eine Wohlfühlgemeinde ?

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    • Adventgemeinde - eine Wohlfühlgemeinde ?

      Hallo zusammen,

      ich erstelle dieses Thema, weil der Begriff "Wohlfühlgemeinde" immer wieder ein Thema ist. Folgendes Zitat aus einem anderen, älteren Thema:

      Nachtperle schrieb:

      Der Traum der "Wohlfühlgemeinde", nämlich die Erwartung, dass jeder sich in der Gemeinde immer wohl fühlen sollte, ist ein Märchen, eine Utopie! Was selbst in der glücklichste Familie nicht zu schaffen ist (Meinungsverschiedenheiten, unangenehme Aufgaben, Stunden der Trauer und der Krankheit), kann erst recht nicht von der Gemeinde erwartet werden. Eins aber sollte die Gemeinde Jesu kennzeichnen: Jeder sollte sich immer an- und ernstgenommen wissen können.


      und dagegen ein aktuelles Zitat von Ida_Schleicher von dem anderen Thema:

      Ida_Schleicher schrieb:

      Ich finde auch den Artikel auf Seite 12 sehr gut und lebensnah verfasst ...

      Obwohl ich sehr an der adventistischen Kirche hänge, in der ich mich engagiert habe, solange ich zurückdenken kann, habe ich den Eindruck, dass es sehr lange dauern wird, bis ich mich in einer Adventgemeinde wirklich willkommen fühlen würde. Ich sehne den Tag herbei, an dem sich jeder in unseren Gemeinden wirklich willkommen fühlen wird.



      Ich persönlich bin auch der Meinung, dass es sich bei den Adventgemeinden nicht um sogenannte Wohlfühlgemeinden handeln sollte. Die Gemeinde dient nicht in erster Linie den Gläubigen als Berieselung oder zur Unterhaltung, sondern sollte ein Ort der Mission und im Endeffekt ein Ort der harten Arbeit für Gott und für sein Reich sein.
      Und für all jene, die das jetzt falsch verstehen wollen. Nein, ich bin nicht der Meinung, dass man sich in der Gemeinde nicht wohlfühlen darf. Die Frucht des Geistes soll spürbar sein und das ist ein angenehmes Gefühl. Nur sollten wir den Sinn und Zweck der Gemeinde bei all diesen Gedanken nicht außer Acht lassen. Und ich zitiere hier Eli Diez-Prieda mit folgendem wahren Satz:

      "Die Gemeinde ist ein Krankenhaus für Sünder und kein Laufsteg für Heilige"

      woher ich dieses Zitat habe und ob es 100%ig korrekt wiedergegeben wurde, kann ich leider nicht mehr sagen, aber der Inhalt stimmt.


      Ein Krankenhaus für Sünder, ist das eine Wohlfühlgemeinde? Wer fühlt sich in einem Krankenhaus so richtig wohl? Und trotzdem bekommt man dort im Idealfall Heilung.


      viele Grüße

      Tricky
    • "Tricky" schrieb:

      sondern sollte ein Ort der Mission
      Also ich stimme da weder Deiner noch der Meinung von Elli Dietz zu. Der Ort der Gemeinde ist nicht der Ort der Mission (beziehend auf den säkularen Menschen) sondern der Ort des Auftankens und der Stärkung des bereits bekehrten Menschen. Wenn wir die Gemeinde nach den Unbekehrten ausrichten werden die Bekehrten zu Heiden gemacht und nicht die Heiden zu Bekehrten.
      In diesem Sinne ist auch der Satz von Elli Dietz nach meinem Sinne falsch. Sollte er mit „Laufsteg für Heilige“ die Pharisäer der Gemeinde ansprechen so mag das seine Berechtigung haben. Die sind aber wohl überall überflüssig.
      Auch derjenige der bereits in die Ruhe Christi eingegangen ist braucht einen Ort an dem er stetig neues Öl für die Lampen nachtanken kann damit sie nicht eines Tages erlöschen. Mission natürlich......aber außerhalb der Gemeinschaft.

      Gruß
      Atze
    • Atze schrieb:

      Der Ort der Gemeinde ist nicht der Ort der Mission (beziehend auf den säkularen Menschen) sondern der Ort des Auftankens und der Stärkung des bereits bekehrten Menschen.
      DER einzige Ort ist es sicher nicht, aber EIN Ort, wie ich oben geschrieben habe, ganz sicher.

      Atze schrieb:

      Auch derjenige der bereits in die Ruhe Christi eingegangen ist braucht einen Ort an dem er stetig neues Öl für die Lampen nachtanken kann damit sie nicht eines Tages erlöschen. Mission natürlich......aber außerhalb der Gemeinschaft.
      Das muss aus meiner Sicht kein Widerspruch sein. Positives Beschäftigen mit dem Wort Gottes schafft in Gemeinschaft ein gemeinsames Auftanken. Austausch und Nachdenken über Gott, mit Gott, das ist natürlich eine vitale Auffrischung für den bereits bekehrten Menschen - und in diesem Sinne soll sich auch jeder WOHL fühlen.
      In unserer Gemeinde wurden Gäste, die auch mal andere, nicht so klare, nicht so gewohnt strukturierte (böse formuliert "eingefahrene") Fragen stellen, die sich dem Wort Gottes erst NEU stellen, als Bereicherung empfunden - also quasi auch als Auftankhilfe. Alleine, damit man aus seinem Sprech rauskommt, damit man sich auch wieder besinnt wie man mit säkularen Menschen so spricht, dass sie das Wort verstehen.

      In diesem Sinne ist Gemeinde beides, Auftankstation und Ort der Mission. Alles in der Kraft des hl. Geistes.
    • stimmt, ich habe "willkommen fühlen" und "wohlfühlen" in meinen Zitaten im Eingangspost vermischt.

      Dass sich jeder Willkommen fühlen soll, das ist aus meiner Sicht Grundvoraussetzung (und leider noch nicht immer gegeben). Hängt aber stark auch von der Persönlichkeit jedes Teilnehmers ab. Der eine fühlt sich willkommen, wenn ... . Der andere fühlt sich von gleichem ... abgestoßen und nicht willkommen. Habe ich schon erlebt als Feedback von verschiedenen Personen zu ein und derselben Veranstaltung.

      Wohlfühlen dagegen kann, wenn es falsch verstanden wird, fatal sein. Denn als was fühle ich mich wohl? Als Gemeindeglied? Als Konsument von Predigt und Sabbatschulbelehrungen? Oder fühle ich mich wohl als aktiver Christ, als Beitragender, als Teil der Gemeinde.


      Die Frage, die sich mir stellt, wenn ich manche Gemeinden erlebe ist, dass vieles auf die Bedürfnisse der Gemeindeglieder zugeschnitten wird. Sei es Musik, sei es Gottesdienstgestaltung, sei es das Essen, das beim Potluck serviert wird. Damit sich alle wohl fühlen machen sie dies und das. Das ist mir meistens zu wenig, denn aus meiner Sicht brauchen wir die Ausrichtung hin zu Gott, der sich in der Gemeinde repräsentiert fühlen müsste - und zwar in möglichst allen seinen Facetten.
    • tricky schrieb:

      ... Gott, der sich in der Gemeinde repräsentiert fühlen müsste - und zwar in möglichst allen seinen Facetten.


      Also das ist ein Anspruch, den man meines Erachtens prinzipiell nicht erfüllen wird - wie sollten Menschen Gott "möglichst allen seinen Facetten" repräsentieren können?

      Generell zum Thema denke ich, es ist wie immer, auf die Ausgewogenheit kommt es an.

      Einerseits ist es die erste Aufgabe der Gemeinde die Begegnung mit Gott zu ermöglichen und zu fördern.
      Die Mittel dazu sind (nicht nach Wichtigkeit geordnet) Verkündigung, Gebet und Gotteslob, Austausch von Erlebtem und Erkenntnis, gegenseitiges Vorleben, einander Helfen und Ermutigen...
      Angesprochen werden sollen Mitglieder der Gemeinde, wie Besucher, die in der Regel Bekannte von Mitgliedern sind.

      Andererseits hat die Gemeinde eine Aufgabe nach Außen, zusammengefasst "Mission" genannt.
      Es geht da um Vorleben, Verkündigen und (was häufig zu kurz kommt) praktisches soziales Engagement (ein wesentlicher Teil des "Vorlebens"). Dinge die unseren Gemeinden manchmal wichtig scheinen, wie Gesundheitsprävention, Ernährung etc. halte ich persönlich für ein Ablenken von den wichtigen Aufgaben bzw. für weit überrepräsentiert.


      Wenn es um "Wohlfühlgemeinden" geht, dann ist es meist nicht die Frage ob man sich in der Gemeinde angenommen fühlen soll - denn das sollte jedenfalls potentiell immer gegeben sein. Es geht vielmehr darum, ob bzw. wieweit wir die Formen im Gottesdienst an den Zeitgeist / die säkulare Welt angleichen - damit man (wer auch immer) sich wohlfühlt. Dabei wird häufig übersehen, dass das "Wohlfühlen" der Einen das "Unwohlfühlen" der Anderen nach sich zieht (die Einen/Anderen sind z.B. Generationen).

      Um einen guten Kompromiss zu finden ist es notwendig die Haltung zu haben, die von Christen im NT gefordert wird, eine Haltung des Dienstes, denn das sollte die Gemeinde wohl im Kern sein, eine Gemeinschaft des Dienstes (der wichtigste "Dienstleister" in unserer Gesellschaft) und weil "Dienen" heute mindestens so unpopulär ist, wie meist in der Geschichte, tun wir uns als Gemeinden damit auch so schwer.
      So sollte die Gemeinde (für mich) nicht unbedingt ein "Ort harter Arbeit" sein, jedoch als ganze eine Dienstorganisation, für den Mitmenschen, die Gemeindeglieder und damit einen Dienst im Auftrag Gottes und für Gott tun.
      Wie das im Detail aussieht sprengt den Rahmen dieses Postings, wäre aber wert gemeinsam erarbeitet zu werden.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Wenn es um "Wohlfühlgemeinden" geht, dann ist es meist nicht die Frage ob man sich in der Gemeinde angenommen fühlen soll - denn das sollte jedenfalls potentiell immer gegeben sein.

      Als ich, ein transsexuell geborener Mensch, neulich ein christliches Fest besuchte (nicht in einer Adventgemeinde!) geschah es, dass ich dort durch meine Anwesenheit einen Bruder/Christen zum Spott über mich verleitete. Und ICH hatte Anteil an diesem Geschehen, weil ICH "anders" bin.

      So habe ich für mich zwei Texte nachgeschlagen ...

      Bibelstelle

      Römer 14 Vers 13: Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern richtet vielmehr dieses: dem Bruder nicht einen Anstoß oder ein Ärgernis zu geben.

      Bibelstelle

      1. Korinther 10 Vers 32-33: Seid ohne Anstoß, sowohl Juden als Griechen, und der Versammlung Gottes; gleichwie auch ich mich in allen Dingen allen gefällig mache, indem ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der Vielen, auf dass sie errettet werden.

      Darauf hin nahm ich mir die Freiheit, einen Bibeltext aus seinem Kontext zu nehmen, und ihn für mich als Trost und Anweisung zu lesen ...

      Bibelstelle

      3. Mose 13 Vers 46: Alle die Tage, da das Übel an ihm ist, soll er unrein sein; er ist unrein: allein soll er wohnen, außerhalb des Lagers soll seine Wohnung sein.


      Ich sehne mich so sehr nach einer (Advent)Gemeinde. Ich bin aber auch niemandem böse, dass ich dort nicht sein kann. Ich mache niemand einen Vorwurf daraus. Denn weder ich noch sonst wer hat Schuld an meiner Entwicklungsstörung*.

      So Gedanken wie "Wohlfühlgemeinde", "ein Ort der harten Arbeit für Gott", "Gemeinde nach den Unbekehrten ausrichten" sind Begriffe, die es für mich "da draußen" nicht gibt. HIER, da draußen, wenn man ausgeschlossen ist, hat man eine andere Sicht über eine Gemeinde. Eine Sicht der Sehnsucht, der Geborgenheit, der Nähe. Einen sicheren Ort in Gemeinschaft, Erbauung und Liebe.

      * ... hormonelles Ungleichgewicht während der Embryonalentwicklung
      kann dazu beitragen, dass ein Mensch transsexuell geboren wird

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    • Wohlfühlgemeinde oder Gemeinde, in der man sich wohlühlt.

      Das negative Kontrastrprogramm : Jugendsekretär drängt darauf, dass ich in die"Jugendstude"gehe : MAn diskutierte "Rufa an die Jugend" , schön in kleinme Portionen verteit, durc, wusste nun, dass HAlama - Spielen des Teufels ist und dass der Hinweis augf eine falsche Übersetzung ("Dice" auf "Mensch ärgere Dich nicht"angeandt) eine Sünde wider den hheiligen Geist ist.


      ABER ! Wie freute man sich allsabbatnachmittas im Sommer auf den Schmidtschen Garten wiet draussen jkn Simmering Und wie verabschiedete man sich für den Sonntagstreff m Arbeiter -Strandbad ! Welch köstliche Erinnerungen sind vergilbte Chornoten ! Sommerau ! - Pfingsttreffen ! - Bad Aussee ! - Seekarhaus ! ( Da stelletn wir uns im Oktober eine ganze Nacht lang in der Renngasse beim Alpenvereinan, um am nächsten Morgen grantiert usere ZaAhl an Plätzen im Matratzenlage für März u bekommen ! - - -

      Gemeinde nimmt Teil an den TAufen, Hochzeiten - oder der Ewrartung solcher ! - an Schulbeginn und Schulabschluss, - - -
    • Woher das Zitat?

      tricky schrieb:

      Die Gemeinde ist ein Krankenhaus für Sünder und kein Laufsteg für Heilige"



      Der erste Teil ist mir von Hans Heinz geläufig, schon lange bevor es in unseren Sphären einen Eli Dietz gab.

      Ich halte die Aussage über alle die Unvollkommenen, welche , um ihre Unvollkommenheit wissend, zusammenkommen und sich gegenseitig annehmen, als gültige Zielsetzung; wer einen Laufsteg für Heilige postuliert, einfordert oder propagiert, möge doch bitte den ersten Brief des Johannes lesen, gleich von Beginn an.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • "Tricky" schrieb:

      Positives Beschäftigen mit dem Wort Gottes schafft in Gemeinschaft ein gemeinsames Auftanken.
      So gesehen schon was ich auch als legitim ansehe, jedoch nicht das bewusste Ausrichten des Gottesdienstes nach dem säkularen Menschen (in welcher Form auch immer), womit ich Predigten Unterhaltungsprogramm oder auch Musik im Stil von Willow Creek anspreche. Wenn wir den Gottesdienst auf das Niveau von Unbekehrten herabsetzen wird das Öl bald alle sein.

      "Ida Schleicher" schrieb:

      geschah es, dass ich dort durch meine Anwesenheit einen Bruder/Christen zum Spott über mich verleitete.
      Das ist natürlich ein Ding was gar nicht geht. Anständig und richtig wäre es gewesen jenen Bruder dafür zur Rechenschaft zu ziehen. Diskriminierung gleich welcher Art hat in der Gemeinde nichts verloren. Dass so etwas in unserer Gemeinde passieren kann ohne dass diesem Bruder die Leviten gelesen werden sollte jeden von uns beschämen. ;(

      "Ida Schleicher" schrieb:

      Ich sehne mich so sehr nach einer (Advent)Gemeinde.
      Gerne würde ich von Dir wissen in welcher Form Du Dich nach einer „Adventgemeinde“ sehnst. Als getauftes vollwertiges Mitglied, als Gast bzw. Beobachter oder wie sonst? Welche Motivation hast Du? Möchtest Du so bleiben wie Du bist, oder hast Du den Wunsch Dein jetziges Ich zu überwinden?
      Du hast natürlich das Recht zu Jesus und auch zur Gemeinde zu kommen so wie Du bist. Das heißt jedoch nicht, dass Jesus oder auch die Gemeinde akzeptiert, dass Du so bleibst wie Du bist und in Deinem Ich verharren darfst. Jede Sünde (wozu ich Transsexualität dazu zähle) kann nach meiner Ansicht in Christus überwunden werden, so aussichtslos sie auch scheinen mag. Hast Du den Willen dazu das abzulegen? Dasselbe würde ich auch einen Alkoholiker oder Raucher fragen wenn er ein Glied der Gemeinde werden möchte. Bei Verneinung würde ich eine Gemeindeaufnahme in Form einer Taufe grundsätzlich ablehnen. Eine Gemeinde wo Du willkommen müsste Dir bei Deinem Weg in Geduld Hilfestellung geben. Hast Du so eine Gemeinde in Aussicht? Geht Dein Wunsch zur Gemeinde zu gehören so weit dass Du diesen höchstwahrscheinlich schmerzlichen Weg wählen würdest? Nicht allein, denn das wirst Du nicht schaffen….mit Gottes Hilfe und mit Hilfe der Gemeinde…?

      Bibelstelle

      Markus 9:23 ► Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du könntest Glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.
    • Atze schrieb:

      ede Sünde (wozu ich Transsexualität dazu zähle) kann nach meiner Ansicht in Christus überwunden werden, so aussichtslos sie auch scheinen mag. Hast Du den Willen dazu das abzulegen?


      Du definierst etwas als "Sünde", von dem Du keine Ahnung hast - weil wir nämlich alle davon keine Ahnung haben.

      Der Vergleich hinkt, aber gehe einmal so mit einem Farbenblinden um ! Oder einem mit Down - Syndrom. Oder einem mit ganz allgemeiner leichten Intelligenzminderung (ICD-10 F 70) -dann komme mit der Frage, ob der Betreffende das ablegen will. No na na net.

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    • "philoalexandrinus" schrieb:

      Du definierst etwas als "Sünde", von dem Du keine Ahnung hast- weil wir nämlich alle davon keine Ahnung haben.
      Die Schrift hat Ahnung.

      Bibelstelle

      5. Mo 22,5 Eine Frau soll keine Männersachen auf sich haben, und ein Mann soll keine Frauenkleider anziehen; denn jeder, der dies tut, ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel.

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    • Hi

      Also ich finde schon, eine Gemeinde soll ein Wohlfühlgemeinde sein. Die Gemeinde ist für mich der Ort, wo man am einfachsten die Tugenden Jesu üben kann. Da hier hoffentlich alle das selbe Ziel und den selben Weg verfolgen möchten. Für mich ist es nicht die Aufgabe der Gemeinde über andere herzuziehen und ihnen dauernd zu sagen, was sie falsch machen. In der Gemeinde sollte die Liebe herrschen und nicht das Richtertum. Jeder ehrliche Christ ist nämlich durchaus selbst in der Lage selbst zu reflektieren. Eine Gemeinde ist für mich dazu da, die Schwachheiten des Nächsten zu tragen und nicht ihn damit fertig machen, indem man das dem Nächsten dauernd vorwirft. Ich möchte nicht in einer Gemeinde sein, in der man dem Glaubensbruder vorwirft er sei Babylon. Jesu ist jedem mit Liebe begegnet der ihn ehrlich und aufrichtig gesucht hat und an ihn geglaubt hat. Ich glaube kaum, dass sein Jünger perfekt waren oder besser als andere Menschen (wahrscheinlich waren die Pharisäer vom Lebenswandel her sogar perfekter) aber er hat auf ihr Herz geschaut und genau das sollten wir auch tun. Wenn man dann noch versucht immer das Gute zu sehen, dann wird es schön in einer Gemeinde. Ich selbst darf das Glück haben in eine Wohlfühlgemeinde zu gehen. Und es ist etwas wunderschönes. Man kann durch Gute Taten, ein gute Atmosphäre nämlich auch die Schwächeren mitziehen und ihnen ohne Worte aufzeigen, dass es auch anders geht. Die Menschen sind nicht dumm und wer liebe säät wird diese auch Ernten und das möchte ich.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Fachausdrückesalat

      Atze schrieb:

      Die Schrift hat Ahnung.

      Transvestitismus ist was anderes als Transsexualität ist etwas anderes als Homosexualität ist etwas anderes als Asexualität
      (abgesehen davon, wie selbst konservative Theologen diese Stelle interpretieren)

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    • Ich bin der Meinung, dass der Begriff "Wohlfühlgemeinde" ziemlich unklar ist. Ich schreibe, was mir alles dazu einfällt.

      1) Ich gehe mit dem Ausdruck "Gemeinde ist ein Krankenhaus" nur soweit zufrieden, wenn das keine Station der chronisch Kranken ist. Die Bibel sagt ausdrücklich, dass ein Bekehrter Mensch nicht in der Sünde verharren soll. Ein Kirchenmitglied kann geistlich krank werden, aber er soll auch seine Krankheit mithilfe Gottes und der Gebete der Geschwister überwinden. Wir sollen nicht vergessen, dass es biblisch ist, einen Nicht-gesund-werden-Wollenden aus der Gemeinde auszuschließen. Ob der Mensch gesund werden will, was er dazu unternimmt und wie die Gemeinde mit Gottes Kraft richtige Entscheidungen treffen kann, ist ein anderes Thema.

      2) Die Bibel und auch die Schriften von Ellen White beschreiben unmissverständlich, dass die echte Beziehung mit Gott sich grundsätzlich in einem Leben der Freude und innerem Frieden ausdrücken sollte. Traurigkeit, Sorgen, Angst sind satanische Mittel, Gott will uns aber davon befreien. Die von Gott empfangenen Liebe, Glück und innerer Frieden können nur dann weiter gegeben werden, wenn man sie selbst erlebt hat. Die Quelle des Wohlfühlens ist nicht die Gemeinde, sondern Gott. Die Gemeinde ist der Ort, um diese Freude mit anderen Menschen zu teilen, sie ebenso glücklich zu machen bzw. zum Gottes Lobpreis zu bewegen.

      3) In der Gemeinde soll Ordnung, Einheit, Frieden, Liebe, Mitgefühl, Hilfe herrschen. Auch Strenge gegenüber dem Umgang mit Sünde. In einer solchen Gemeinde ist es unmöglich, sich unwohl zu fühlen, es sei denn, dieses Unwohlsein hat einen anderen Ursprung. Verharrt man bewußt in der Sünde und will sie mit Gottes Kraft nicht aufgeben, ist hier die Frage nach Wohlgefühl in Bezug auf die Gemeinde völlig irrelevant. Das durch die Sünde verursachte Betrüben des Heiligen Geistes und das "erneute Kreuzigen des Menschensohnes" ist bzw. muss der einzige Grund für ein unwohles Gefühl sein. Ein reumütiges Herz schmerzt es, gegen Gott eine Sünde getan zu haben.

      4) Gott verheißt Segen für die, die sich im Halten Seiner Gebote befleißigen, und den Fluch über jene, die Seine Gebote beharrlich missachten. Die Gemeinde soll dieses, wie auch jedes andere göttliche Prinzip wiederspiegeln.

      5) Die Gemeinde ist primär ein Ort des Dienens, und weniger ein Ort des "Konsums". Ein Nachfolger Gottes stellt sich primär die Frage, ob er Gottes Willen (in der Gemeinde) tut. Ob er in der Gemeinde das Erwünschte empfängt, soll für ihn zweitrangig sein.


      Zusammenfassend:

      Das Ziel der Diener Gottes ist nicht die "Wohlfühlgemeinde", sondern (a) die persönliche Nachfolge und (b) die Organisation der Gemeinde nach biblischen Kriterien. Das Resultat wird eine richtige Gemeinde Gottes sein, für den einen eine Wohlfühlgemeinde, für den anderen ein Ort des Dienens, für den Dritten der Ort des Gerichts Gottes über eigene Sünden.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • @Atze:

      muss denn der Transsexuelle (wenn er in die Gemeinde will) erst seine Neigung "überwunden" haben, bevor er aufgenommen werden kann?

      Oder wird er schon mit der reinen Willensäußerung, die Neigung "überwinden" zu wollen, aufgenommen?

      Und wenn er es dann doch nicht schafft (also wahrscheinlich einen Bund mit dem Satan hat, oder sowas) wird er dann wieder rausgeworfen?

      Fragen über Fragen... Was sagt der Katalog dazu?

      Folglich: Ist diese Gemeinde (nach deinen Vorstellungen) eine reine "Heiligengemeinschaft", die die Sünder nicht in sich haben will?

      Dann wäre die Gemeinde enorm klein. Besteht wohlmöglich nur aus einer Person, die die Kriterien erfüllt...

      P.S.:

      Warum begründet man seine Thesen mit dem biblischen Verbot an die Männer, Frauenkleidung zu tragen, unterlässt aber sämtliche Gebote der Todesstrafe?

      Warum hälst du dich nicht an Gottes Wort? Hast du die Zauberin schon getötet? Den Ehebrecher schon gesteinigt? Für einen Dieb die entsprechenden Schläge verteilt?
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seele1986 ()

    • Folglich: Ist diese Gemeinde (nach deinen Vorstellungen) eine reine "Heiligengemeinschaft", die die Sünder nicht in sich haben will?
      Ich möchte diese Frage, die du an Atze stellst, aus meiner Sicht beantworten.

      Grundsätzlich will man eine Heiligengemeinschaft, ohne "", sondern bestehend aus echten Heiligen. Wer will eine solche Gemeinschaft nicht?

      Praktisch können wir das nicht realisieren, weil wir nicht in die Herzen der Menschen hineinschauen können. Spreu und Weizen wachsen zusammen in der Gemeinde.

      Dennoch ist die Gemeinde beauftragt, sich an bestimmten Richtlinien zu orientieren und in Spezialfällen auch bestimmte Mitglieder ausschließen - das ist biblisch. Was die Kriterien für einen Auschluss sind, bitte in einem gesonderten Thread besprechen (falls interessiert).

      Bitte unterscheiden zwischen "Heilige" und "sich Heiligende". Der eine bemüht sich, seine Sünden aufzugeben, und schafft das stetig mit Gottes Kraft. Der andere beharrt in Seiner Sünde und tritt Gottes Willen mit Füßen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Ich finde man soll keinen aus der Gemeinde ausschliessen solange er den Gemeindebetrieb nicht massiv stört. Für alles andere sind wir Menschen nicht zuständig, wir können nicht ins Herz eines Menschen sehen, deswegen bin ich auch dagegen, dass man unnötig Druck auf Brüder oder Schwestern aussüben soll nur weil sie unserer Meinung nach stark in Sünden leben. Es ist nämlich gut möglich, dass das andere schon lange versucht das zu überwinden es aber einfach nicht schafft. Es ist einfach, über jemanden zu urteilen, weil was einem selbst leicht fällt kann für das Nächste unheimlich schwierig sein.
      Deswegen geht es für mich nicht darum, in einer Gemeinde nur die perfekten Christen heranzuzüchten sondern eine Stütze füreinander zu sein und versuchen gemeinsam am Tag der Wiederkunft Jesu mitdabei zu sein. Alles andere überlassen wir besser Gott, denn er allein wird entscheiden und (zum Glück) nicht wir.

      Liebe Grüsse
      DonDomi