Wirkung des Heiligen Geistes

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    • Herzlich Willkommen im Forum.

      Als Antwort auf deine Frage würde ich ganz spontan mal sagen, dass derjenige, der vom hl. Geist erfüllt ist, die Frucht des Geistes bringt:

      Gal 5/22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.
    • Hallo Waldes,

      der Geist hat zwei Aufgaben, wie es die Bibel darstellt: Tröster (Beistand) und Lehrer.

      Der Trost und Beistand besteht darin, dass er uns in bitteren Zeiten erinnert; an Gottes Wort, an Gottes bisherige Hilfe, vor allem an Gottes Verheißungen.

      Lehrer ist er, weil er uns das Wort Gottes verständlich macht, den Sinn erkennen lässt; und weil er uns ermahnt, wenn wir fehlgehen, wenn wir anderen gegenüber bösartig sind, wenn wir faul und nachlässig werden usw. (Zudem die Früchte, von denen tricky schrieb. Er treibt uns zur Liebe.)

      Wenn wir schwach und niedergeschlagen sind, dann brauchen wir Erbauung.
      Wenn wir überheblich und eitel sind, dann brauchen wir Ermahnung.
      Wenn wir die Schrift lesen, dann brauchen wir Erkenntnis.
    • Hallo Waldes,

      Waldes schrieb:

      Wie wirkt der Heilige Geist heute in den Menschen
      Heute wirkt der Heilige Geist gleich wie früher. Genau erklären können wir nicht, Jesus erklärte für Nikodemus auch nur mit einem Gleichnis.

      Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.
      Joh.3;8.

      Waldes schrieb:

      was sind Anzeichen für das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist?
      Erkennbar ist das Erfülltsein durch die Neugeburt. Ein neugeborener Mensch bringt die Früchte des Geistes, wie schon oben zitiert wurde: Gal.5;22.

      LG
      Peter
      .
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Epafroditus schrieb:

      Zitat von »Waldes«

      was sind Anzeichen für das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist?
      Erkennbar ist das Erfülltsein durch die Neugeburt. Ein neugeborener Mensch bringt die Früchte des Geistes, wie schon oben zitiert wurde: Gal.5;22.

      - die Neugeburt ist erst der Anfang, aber nicht unbedingt ein Beweis für das (dauerhafte) Erfülltsein mit dem Heiligen Geist.

      - Nicht die Früchte (Plural), sondern die Frucht (Sing.) Das ist wichtig, denn auch ein Verbrecher kann auch mal lieb zu seiner Frau sein. Aber wie z.B. ein Apfel aus vielen (mehreren) Bestandteilen und Stoffen besteht, aber nur EINE Frucht ist, so ist die EINE Frucht des Heiligen Geistes die Summe aller im Galater genannten Eigenschaften.

      .
    • Stofi schrieb:

      - die Neugeburt ist erst der Anfang, aber nicht unbedingt ein Beweis für das (dauerhafte) Erfülltsein mit dem Heiligen Geist.


      Das ist Pädagogische Meisterleistung! Bravo!

      Jesus sagt:
      Math.11.28-Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!
      Joh.8. 36 So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei.

      Das ist so wenn ein Fahrschullehrer dem bestandenem Prüfling sagt: eigenlich kannst Du noch nicht so richtig Auto fahren... beweise es!

      Welchen Beweis braucht Jesus???
    • Epafroditus schrieb:

      Erkennbar ist das Erfülltsein durch die Neugeburt. Ein neugeborener Mensch bringt die Früchte des Geistes ...

      Da habe ich jetzt aber ein sehr liebevolles und geduldiges Bild gegenüber getauften Christen.
      Sie sind doch NEU GEBOREN durch den heiligen Geist und durch den Glauben an Jesus Christus.


      Aber mit einer GEBURT ist es halt so eine Sache. Bei der körperlichen Geburt zumindest ist das wirklich erst der Anfang, das Lernen, das Erkennen. Da ist ganz viel Probieren und Lernen aus Fehlern und Misserfolgen der einzige Weg zum Wachsen.

      Darf ich auch einem getauften Christen diese Geduld und Zeit des Wachsen zusprechen.

      Oder hat er ab der Taufe, dem Empfang des heiligen Geistes, schon als quasi Neugeborener völlig aufrecht zu gehen, alles zu kennen und zu können?!

      Oder erfreue ich mich auch über diese Zeit, in der ein bekehrter Christ, genau wie ein neu geborenes Kind, die Welt um sich herum neu entdeckt. Und begleite ich ihn mit Liebe, Nachsicht und Geduld bei seinem Wachsen im Geiste?! Ich denke nämlich, dass Gott diese Geduld und diese Freude am Wachsen seiner geliebten Kinder schon vollkommen hat.


      Meine Neugeburt fand vor 30 Jahren im Adventhaus Salzburg statt.
      Aber erst 25(!) Jahre danach lernte ich auch das "zweite Gebot"
      aus Markus 12 Vers 28-31 mit dem Herzen zu verstehen.

      lg

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ida_Schleicher ()

    • Das Thema wurde mit zwei Fragen gestartet:

      "Wie wirkt der Heilige Geist heute in den Menschen und was sind Anzeichen für das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist?" (@Waldes)
      In meiner Antwort zitierte ich die Worte Jesu, wo er die Wirkung des heiligen Geistes und die Neugeburt in Zusammenhang bringt. Darauf stellte Nikodemus eine ähnliche Frage:

      Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen?
      Joh.3;9.

      Paulus später - als praktizierender Christ - macht uns die Wirkung des heiligen Geistes in mehreren Stellen greifbar, z.B. im Galaterbrief.


      Stofi schrieb:

      - Nicht die Früchte (Plural), sondern die Frucht (Sing.) ... - ... so ist die EINE Frucht des Heiligen Geistes die Summe aller im Galater genannten Eigenschaften.
      Was die Einzahl (Sing.) betrifft gebe ich dir Recht. Die Bedeutung diser Einzahl sehe ich aber anders. Paulus zählt nähmlich nicht exakt, gesetzmessig die komplette "Bestandteile" der Frucht des Geistes (..."Summe aller im Galater genannten Eigenschaften") auf. Oder meinst Du, wenn jemand nach der Bekehrung ein neues Leben lebt, er hat bereits Freude, Friede, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit - mangelt es aber bei ihm noch im Geduld, können wir nicht über "(dauerhafte) Erfülltsein mit dem Heiligen Geist" reden? - Vollkommenheitslehre lässt sich grüssen. Ansonsten die aufgelistete Eigenschaften überlappen sich einerseits (z.B. Friede u. Sanftmut), andererseits ist die "Liste" nicht vollständig. Ich glaube nicht, dass das Erfülltsein mit dem Geist Gottes lässt sich mit der Anzahl der "Pflichteigeschaften" messen.

      Wenn ich der Einzahl unbedingt eine Bedeutung geben will, dann darf ich nur das erste Wort als Definition nehmen: "Die Frucht aber des Geistes ist Liebe." Dann nennt nähmlich Paulus einige Beispiele, die durch die Liebe vollständig abgedeckt sind. Die Liebe ist aber viel mehr als die hier aufgezählte Eigenschaften. Das Leben bringt immer wieder Situationen, die nur durch die Liebe lösbar sind. Eine komplette Aufzählung wäre gar nicht möglich (nicht einmal im 1 Kor.13...).

      Im Epheserbrief redet Paulus auch über den Zusammenhang zw. der Wirkung des Heiligen Geistes und der Neugeburt.

      Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an ... - ... Und betrübt nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung.
      Ef. 4;

      Die in diesem Kapite (und auch im Kap.5) aufgelistete Eigenschaften sind auch nur (wichtige) Beispiele und nicht eine komplette (Gesetz-)Liste.


      Ida_Schleicher schrieb:

      Da ist ganz viel Probieren und Lernen aus Fehlern und Misserfolgen der einzige Weg zum Wachsen.
      ... und meiner Meinung nach das schliesst die Wirkung (oder das "Erfülltsein") des heiligen Geistes nicht aus. Ganz im Gegenteil. Diese Lernprozedur nennt Paulus als "Vollkommenheit" (hat nichts zu tun mit der absoluten Vollkommenheitslehre):

      Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Wie viele nun von uns vollkommen sind, die laßt uns so gesinnt sein.
      Phil.3;13-15.

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Wie wirkt der Heilige Geist heute in den Menschen und was sind Anzeichen für das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist?
      1) Der Heilige Geist wirkt immer und überall, an allen Menschen, führt sie zur Erkenntnis Gottes, zur Erkenntnis ihrer Sünde, zur Reue, Umkehr und Nachfolge. Die Wirkung des Heiligen Geist ist quasi die Summe alles Guten, was von Gott kommt.

      2) "mit Heiligem Geist erfüllt" sein bedeutet insbesondere (wie man das aus den Bibelstellen herleiten kann, wo dieser Ausdruck vorkommt), dass sich in diesen Menschen eine ausergewöhnliche Wirkung durch den Heiligen Geist offenbart (prophetischer Zustand, neue Sprachen und Gaben, Inspiration durch den Heiligen Geist beim Sprechen...)

      3) Gott wirkt durch den Heiligen Geist in jedem Gläubigen jederzeit, damit der Mensch immer vorkommener wird, immer ähnlicher dem Bild Jesu. Der Prozess des Vollkommen-Werdens ist ein lebenslanger Prozess, und niemand kann von sich behaupten, eine bestimmte "Grenze" eines perfekten Heiligkeitszustandes erreicht zu haben - wir als Menschen kennen diese Grenzen nicht. Was wir aber kennen bzw. wie wir eine erfolgreiche Wirkung des Heiligen Geistes in uns feststellen können: wir wachsen in Christus (oder: Christus wächst in uns). Das bedeutet, die alte fleischliche Natur wird immer mehr besiegt, und an ihrer Stelle kehrt immer mehr die Frucht des Geistes ein. Findet dieser Wachstum nicht statt, stimmt mit dem Glauben bzw. Gehorsam etwas nicht. Findet er zu langsam statt (relativ gesprochen), stimmt ebenso etwas nicht. Denn Gott ist stark genug, einen Gläubigen zu einer neuen Kreatur zu schaffen, Er gibt das Wollen und Vollbringen. Mit Seiner Hilfe können alle falsche Gewohnheiten und sündige Lüste abgelegt werden. In der Bibel lesen wir, dass grundsätzlich innere Veränderungen sich bei den Menschen ziemlich schnell vollzogen haben, das Erkannte wurde schnell in die Tat umgesetzt.

      4) Der Wachstumsprozess kann schneller oder langsamer werden, kann stehen bleiben, kann rückgängig werden - je nach der persönlichen Entscheidung des Menschen.

      5) Grundsätzlich schafft eine innige Beziehung zu Gott Freude und Frieden im Menschen. Dennoch können bestimmte Lebensumstände dazu führen, dass man traurig wird. Auch Jesus wurde nicht immer mit Freude erfüllt.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Wie wirkt der Heilige Geist heute in den Menschen und was sind Anzeichen für das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist?


      2) "mit Heiligem Geist erfüllt" sein bedeutet insbesondere (wie man das aus den Bibelstellen herleiten kann, wo dieser Ausdruck vorkommt), dass sich in diesen Menschen eine ausergewöhnliche Wirkung durch den Heiligen Geist offenbart (prophetischer Zustand, neue Sprachen und Gaben, Inspiration durch den Heiligen Geist beim Sprechen...)

      Wie passt das zu dem, was Jesus sagt:

      "Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?

      Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!" Matthäus 7,22

      Anscheinend sind die außergewöhnlichen Wirkungen auch ohne Heiligen Geist zu vollbringen, oder wie ist das zu verstehen?
      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • @Waldes
      Ja einige Gaben sind vorgetäuscht, durch böse Engel. Z.B. Zungenrede, scheinbare Wunderheilungen.Erfüllung mit dem Geist wird auch vorgetäuscht. Das passiert hier und da in charismatischen Gemeinden. Also selbst wenn jemand echte Geistesgaben hat, ist es das alleine kein Beweis für mich, das derjenige mit dem Heiligen Geist voll ist. Als Beispiel sehe ich die Jünger Jesu, die Dämonen austrieben. Da steht nirgends das sie erfüllt wurden mit dem Heiligen Geist. Die Frucht des Geistes hatten sie nicht. Das geschah erst nach Jesu Tod.
    • Waldes schrieb:

      Anscheinend sind die außergewöhnlichen Wirkungen auch ohne Heiligen Geist zu vollbringen, oder wie ist das zu verstehen?

      Rein logisch betrachtet, läßt diese Bibelstelle für sich genommen noch mehr Möglichkeiten zu.

      Bibelstelle

      Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!"


      Erst einmal steht dort nur, dass Leute sagen, sie hätten geweisssagt, böse Geister ausgetrieben und viele Wunder getan. Dies kann auch eine Lüge oder ein Irrtum sein.

      Weiter finde ich auch beispielsweise den Begriff "Weissagen" mehrdeutig: Unter welchen Voraussetzungen nennt jemand etwa eine Zukunftsvorhersage, die eintritt, eine Prophezeihung? Ist jede kluge Vermutung oder Vorhersehung zwangsläufig eine Tat aus dem Geiste Gottes?

      Wir wissen, dass heute Facharbeiter geistiger Spezialgebiete, oft Psychologen, Therapeuten oder Psychiater genannt, Menschen, die auf seelische Abwege geraten oder verwirrt sind, helfen oder auf einen normaler und gesunder erscheinenden Weg bringen können. Mit biblischen Worten könnte man sicher in manchen Fällen davon sprechen, dass diese Psychofacharbeiter einen "bösen Geist" ausgetrieben hätten.

      Teilweise sind offensichtlich Taten mit ähnlicher Wirkung möglich, ohne dass sie deswegen in Jesu Namen oder mit seiner Einstellung vorgenommen wurden.

      Wie dies in weniger klaren Fällen zu unterscheiden ist, bleibt eine spannende Frage.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Teilweise sind offensichtlich Taten mit ähnlicher Wirkung möglich, ohne dass sie deswegen in Jesu Namen oder mit seiner Einstellung vorgenommen wurden.

      Wie dies in weniger klaren Fällen zu unterscheiden ist, bleibt eine spannende Frage.

      Es ist keine ÄHNLICHE Wirkung, es passieren in der Tat echte Wunder, Geistesgaben. Nicht vergessen: auch satan kann Wunder tun und auch er schenkt Geistesgaben.

      Deshalb sollen wir lernen Geister zu unterscheiden. Die Bibel ist die Prüfschnur. Welche Früchte bringt das oder jenes Wunder? in welchem Namen geschiet es? WAS ist die Gabe. bzw. das Wunder überhaupt? wozu dient es? ist es nicht gegen den Willen Gottes? Welches Bekenntnis hat der Auszuführende? usw. usw.

      Geister zu unterscheiden ist auch eine Gabe, die aber Gott gerne jedem gibt, der darum bittet.



      .
    • Stofi schrieb:




      Es ist keine ÄHNLICHE Wirkung, es passieren in der Tat echte Wunder, Geistesgaben. Nicht vergessen: auch satan kann Wunder tun und auch er schenkt Geistesgaben.

      Deshalb sollen wir lernen Geister zu unterscheiden. Die Bibel ist die Prüfschnur. Welche Früchte bringt das oder jenes Wunder? in welchem Namen geschiet es? WAS ist die Gabe. bzw. das Wunder überhaupt? wozu dient es? ist es nicht gegen den Willen Gottes? Welches Bekenntnis hat der Auszuführende? usw. usw.

      Geister zu unterscheiden ist auch eine Gabe, die aber Gott gerne jedem gibt, der darum bittet.



      .
      Wenn die Menschen, die gläubig geworden sind, bei der Wiedergeburt den HG empfangen (Titus 3,5) dann ist das eine klare Verheißung, die ausnahmslos eintritt, weil Gott sie wirkt! Mit dem Empfang des Heiligen Geistes bekommt der Gläubige auch die Gaben.
      Durch den Empfang des Heiligen Geistes sind wir versiegelt mit ihm (Epheser 4,30).
      Wir finden also deutliche Abläufe in der Bibel, die mit dem Empfang des Heiligen Geistes einhergehen!

      An welcher Stelle in der Bibel finden wir, dass der Teufel Geistesgaben schenkt?
      Wenn der Teufel Geistesgaben schenken könnte, dann müssten wir zuvor mit dem Geist des Teufels erfüllt werden. Wie können wir beim Satan mit einer festgelegten Terminologie rechnen? Er ist ein Lügner von Anfang an (Johannes 8,44)!
      Wenn ich davon ausgehe, dass wenn ich mich auf den Satan einlasse (Gaben kann ich nur bekommen, wenn ich sie freiwillig annehme), ich auch automatisch "Geistesgaben" bekomme, dann ist das falsch!
      Dem Satan ist in keinster Weise zu vertrauen, weil sein Wesen Lüge impliziert!
      Wenn also ein Mensch wirklich satanische "Geistesgaben" empfangen könnte, dann müsste er mit seinem Geist "versiegelt werden". Hat der Satan einen Geist? ist er ein trinitarisches Wesen?
      Haben Dämonen eine äquivalente Funktion zum Heiligen Geist?


      Gibt Gott jedem die Gabe der Geisterunterscheidung, der darum bittet?
      Ist es nicht vielmahr die Vielfalt der Gaben in der Gemeinde, die auseschöpft werden soll. In 1. Kor. 12 vergleicht Paulus die gaben in der Gemeinde mit dem Körper. Das bedeutet vielmehr, dass wir mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat dienen sollen und nicht dannach streben sollen, jemand anderes zu sein oder die Gaben eines anderen zu wollen.
      Wenn ich um die Gabe der Geisterunterscheideung beten kann und Gott sie mir dann auf jeden Fall gerne schenkt, dann könnte ich das auch um Zungenrede oder um das Apostelamt beten und bekäme es!?
    • Waldes schrieb:

      @stadenker

      Waren dann die Jünger überhaupt schon gerettet, wenn sie noch nicht den Heiligen Geist besaßen?

      Lieber @Waldes
      Das ist keine einfache Frage. Als erstes möchte ich sagen, das wir den Heiligen Geist nicht besitzen können. Wir können Ihn einladen in unser Herz zu kommen. Wann wer der Jünger vielleicht eine Zeitspanne in den 3,5 Jahren bekehrt war oder auch nicht ist aus meiner Sicht unmöglich zu beurteilen. Einige Dinge sind aber offensichtlich. Zum Ende Jesu Zeit unter seinen Jüngern sagte Jesus zu Petrus, wenn du dich dereinst bekehrst ... Zu diesem Zeitpunkt oder vielleicht auch die ganze Zeit war Petrus nicht bekehrt. Ich weiß das es dazu auch andere Ansichten gibt. Wie sieht es mit Judas aus? War er jemals bekehrt? Ich kann es aus der Bibel nicht erkennen. Das heißt aber nicht das er vielleicht doch eine Zeitlang sein Herz Gott übergeben hat.

      Ich vermag nicht zu bestimmen, ob irgend einer der Jünger eine Zeitspanne während Jesu Wirken von 3,5 Jahren jemals bekehrt war. Ich kann aus den Beschreibungen der 4 Evangelien jedenfalls bis jetzt nicht erkennen, daß sie bzw. einer von ihnen bekehrt war. Sie stritten sich etliche Male um den ersten Platz. Sie hatten Kleinglauben. ...

      Zum Ende sagte Jesus über Judas, ich sage es mit meinen Worten, das er verloren sei. Wenn sich die Jünger erst nach dem Tode Jesu bekehrt haben, was ich derzeit so annehme, dann wären sie erst ab da gerettet. Jesus sagte es sei denn das jemand von neuem geboren werde... Ohne Neugeburt gibt es keine Rettung und keine Vergebung.
      Lg
    • Ich vermag nicht zu bestimmen, ob irgend einer der Jünger eine
      Zeitspanne während Jesu Wirken von 3,5 Jahren jemals bekehrt war. Ich
      kann aus den Beschreibungen der 4 Evangelien jedenfalls bis jetzt nicht
      erkennen, daß sie bzw. einer von ihnen bekehrt war. Sie stritten sich
      etliche Male um den ersten Platz. Sie hatten Kleinglauben. ...
      Wenn Streit, Zweifel und Kleinglaube Zeichen für "Nicht-bekehrt-sein" sind, dann ist niemand bekehrt.

      Die Überlegung ist hinfällig, denn die Bibel schildert den weiteren Verlauf ja.

      Es gibt auch kein klares Muster, wie "Bekehrung" oder "Empfang des Geistes" von statten geht. Es ist unterschiedlich.

      Der Begriff "Bekehrung" (wie er heute permanent gebraucht wird) kommt zudem in der Bibel recht selten vor, ebenso wie die "Geistesgaben".

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seele1986 ()

    • @ stadenker

      Jesus selbst sagt, in Johannes 17,3 folgendes: Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
      Wenn Petrus in Mt. 16,16 bezeugt, dass Jesus der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes ist und Jesus ihnanschließen glückseelig nennt, dann fällt es schwer zu erklären, dass Petrus Glaube an dieser Stelle falsch gewesen wäre und er das ewige Leben nicht bereits schon hatte.
      Jesu Bitte in 16,20 an die Jünger, nicht weiterzuerzählen, dass er der Christus ist, deutet auch auf eine Erkenntnis bei den anderen Jüngern hin.

      Die angesprochene Stelle in Lukas 22,30 kann an dieser Stelle im Sinne von "zu Gott zurückkehren" deutlicher übersetzt werden! Viel schwerer wiegt aber das Wort jesu, dass unmittelbar davor steht, wo er sagt, dass er gebetet habe, dass der Glaube von Petrus nicht aufhöre! Der Zusammenhang zeigt also deutlich, dass Petrus bereits geglaubt hat und das sich Petrus "Umkehr" auf die von jesus angekündigte Verleugnung bezieht!

      Ist der Kleinglaube und der Streit der Jünger ein Hinweis darauf, dass sie nicht wiedergeboren waren? Wenn das ein ernstzunehmendes Kriterium ist, dann kenne ich keinen einzigen Menschen, der wiedergeboren ist!

      Wie kann ein Mensch eine Zeit lang Gott sein Herz übergeben? Brauchen wir nicht erst den Heiligen Geist, um Gott überhaupt erkennen zu können? vgl. Johannes 3
    • Waldes schrieb:

      .
      Wenn die Menschen, die gläubig geworden sind, bei der Wiedergeburt den HG empfangen (Titus 3,5) dann ist das eine klare Verheißung, die ausnahmslos eintritt, weil Gott sie wirkt! Mit dem Empfang des Heiligen Geistes bekommt der Gläubige auch die Gaben.
      Durch den Empfang des Heiligen Geistes sind wir versiegelt mit ihm (Epheser 4,30).
      Wir finden also deutliche Abläufe in der Bibel, die mit dem Empfang des Heiligen Geistes einhergehen!

      Was verstehst Du unter Wiedergeeburt? Im welchen Zeitraum erstreckt sie sich? Was genau bekommt man bei der Wiedergeburt vom Heiligen Geist, bzw. den HG?
      Was stellst Du Dir unter Versiegelung mit HG vor? Kann dann einem nichts mehr passieren?

      Geht der Empfang des HG automatisch mit den GAbengeschenken?

      Wie erklärst Du Dir dann den Text :
      Lk 11,13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!


      Waldes schrieb:

      An welcher Stelle in der Bibel finden wir, dass der Teufel Geistesgaben schenkt?
      Wenn der Teufel Geistesgaben schenken könnte, dann müssten wir zuvor mit dem Geist des Teufels erfüllt werden. Wie können wir beim Satan mit einer festgelegten Terminologie rechnen? Er ist ein Lügner von Anfang an (Johannes 8,44)!
      Wenn ich davon ausgehe, dass wenn ich mich auf den Satan einlasse (Gaben kann ich nur bekommen, wenn ich sie freiwillig annehme), ich auch automatisch "Geistesgaben" bekomme, dann ist das falsch!
      Dem Satan ist in keinster Weise zu vertrauen, weil sein Wesen Lüge impliziert!
      Wenn also ein Mensch wirklich satanische "Geistesgaben" empfangen könnte, dann müsste er mit seinem Geist "versiegelt werden". Hat der Satan einen Geist? ist er ein trinitarisches Wesen?
      Haben Dämonen eine äquivalente Funktion zum Heiligen Geist?
      Wieso soll das bei satan anders funktioniern? Ein Vakuum im HErzen gibts nicht.. Ich meine aber auch, dass Gott Gaben gibt, aber Satan sie für sich nutzen kann. Z.B: Einer hat von Gott eine phantastische Stimme bekommen, der ist aber im Dienst satans, also singt er satanische Musik / Lieder, mit einer wunderschönen Stimme.
      Copperfield, MAdonna,, Mick Jagger, Die Zauberer bei Pharao, und noch so unendlich weiter.


      .
    • fehlende Demut

      Waldes schrieb:

      @ stadenker
      ...
      Ist der Kleinglaube und der Streit der Jünger ein Hinweis darauf, dass sie nicht wiedergeboren waren? Wenn das ein ernstzunehmendes Kriterium ist, dann kenne ich keinen einzigen Menschen, der wiedergeboren ist!

      Wie kann ein Mensch eine Zeit lang Gott sein Herz übergeben? Brauchen wir nicht erst den Heiligen Geist, um Gott überhaupt erkennen zu können? vgl.

      1.) So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; Kolosser 3.12

      2.) Nichts tut durch Zank oder eitle Ehre; sondern durch Demut achte einer den andern höher denn sich selbst, Philipper 2.3

      3.) mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe Epheser 4.2

      Für mich gehört Demut mit zur Frucht des Heiligen Geistes. Und bei den Streitigkeiten der Jünger zeigt sich ihr Stolz. Sie trachteten nach dem ersten Platz. Da war auch Stolz dabei. Wenn jemand einen Streit hat, also damit das unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht werden, dann ist das was ganz anderes, als wenn sich Menschen in ihrem Stolz um den ersten Platz streiten. Ein Streit muss also kein Hinweis dafür sein, ob jemand unbekehrt ist oder war.
      Lg