Schwören, Versprechen und Gelübde geben

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    • Schwören, Versprechen und Gelübde geben

      Hi Leute,

      In Bibel gibt es Beispiele von Gelübden z.B. die Mutter vom Samuel konnte keine Kinder gebären und hat von Gott ein Kind erbeten, unter Voraussetzung, dass sie dieses weggeben muss.

      Auf der anderen Seite sagt Jesus "ihr sollt nicht schwören, sondern es sei euer Wort ja, ja und nein, nein, alles andere ist vom Satan.

      Natürlich kann man jetzt darüber streiten, dass es nicht miteinander passt. Kann auch sein.

      Aber wir Menschen neigen oft, Gott Versprechen abzugeben, die wir im nachhinein bereuen. Diese Versprechen werden ebenfalls oft unüberlegt und aus Emotionen gegeben. Was haltet ihr von Gelübden? Denkt ihr man kann diese zurücknehmen oder ist es Sünde?

      Habt ihr auch biblische Passagen dazu?

      LG, Medicus
    • Hallo Medicus,

      mit Versprechungen vor Gott bin ich eher vorsichtig. Mir fällt zudem keine Bibelstelle ein in der Gott uns auffordert
      ihm Dinge zu versprechen.

      Ausnahmen bilden das Eheversprechen und auch die Taufe, von der ich der Meinung bin das diese mit einem
      Versprechen an Gott zu tun hat!
      Mit der Taufe habe ich Gott versprochen, das ich mich für IHN "entschieden" habe!

      Viel interessanter ist doch die Tatsache das Gott "uns" so viele Versprechungen und Zusagen macht!

      Ich habe einen Artikel gefunden der das Thema Versprechungen/Gelübde noch ein wenig auf den Punkt bringt:

      Gott erwartet, daß man seine Versprechungen einhält. Die Bibel sagt in 3. Mose 5, 4: „Wenn jemand schwört,
      daß ihm über die Lippen fährt, er wolle Schaden oder Gutes tun, wie denn einem Menschen ein Schwur
      entfahren mag, und er bedachte es nicht und wird’s inne und hat sich so oder so schuldig gemacht.“

      Gott nimmt Versprechungen (Gelübde) ernst und er erwartet, daß man sie einlöst. Die Bibel sagt in
      Sprüche 20: 25: „Es ist dem Menschen ein Fallstrick, unbedacht Gelübde zu tun und erst nach dem
      Geloben zu überlegen.“

      Die Bibel sagtin Matthäus 5, 37: „Eure Rede abersei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“
      Gelübde Gott gegenüber, müssen ernst genommen und prompt eingehalten werden. Die Bibel sagt
      in Prediger 5, 4-5: „Es ist besser, du gelobst nichts, als daß du nicht hältst, was du gelobst.
      Laß nicht zu, daß dein Mund dich in Schuld bringe, und sprich vor dem Boten Gottes nicht: Es
      war ein Versehen. Gott könnte zürnen über deine Worte und verderben das Werk deiner Hände.“

      Das Ehegelübde ist für immer. Die Bibel sagt in Matthäus 19, 5-6: Darum wird ein Mann Vater und Mutter
      verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.
      So sind sie nun nicht mehrzwei, sondern ein Fleisch.
      Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“
      (bibleinfo.com/de/topics/gel%C3%BCbde)

      Gruß Mark
    • XDreamdancer schrieb:

      Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“


      Die Frage wäre ob Gott, die Beiden immer zusammenführt?

      Außerdem geben hier sich Zwei vor Gott als Zeugen ein Versprechen ab, bist der Tod sie scheidet.

      Manchmal kommt der Liebes-Tod des Einen, schneller als der Biologische... mit Gott als Zeugen...
    • Bogi111 schrieb:

      XDreamdancer schrieb:

      Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“


      Die Frage wäre ob Gott, die Beiden immer zusammenführt?

      Außerdem geben hier sich Zwei vor Gott als Zeugen ein Versprechen ab, bist der Tod sie scheidet.

      Manchmal kommt der Liebes-Tod des Einen, schneller als der Biologische... mit Gott als Zeugen...

      Stell Dir vor, Gott würde sich vom Menschen abwenden (abgewandt haben) wenn (als) dieser den "Liebes-Tod" gelebt hat. Wir sollten nicht übersehen, dass die Ehe im AT wie im NT als Bild auf die Beziehung Gott/Mensch gedeutet wird.

      Es ist nicht die Rede von "zusammengefügt" sondern von "zusammengeführt".

      Es steht auch nicht geschrieben, bleibe bei Deinem Ehepartner, solange er dich liebt...

      Schon schlimm genug, dass/wenn wir Mensch oft den von Gott gewollten Weg nicht gehen, aber ihn dann auch noch quasi rechtfertigend zu relativieren, finde ich nicht gut.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Was heißt hier "Liebes-Tod"?!! Gott "gebietet" uns Ihn und unseren Nächsten, grade unseren Partner zu lieben. Das ist der Inhalt des Gesetzes. Wer nicht (mehr) liebt, dem nutzt es nicht, sich seine weiteren Wege scheinheilig zurecht zu biegen oder irgendwie doch als gläubig zu tun.


      Gott verlangt keine Menschen Opfer. Im Fall Samuels muss man bedenken, dass Got Samuel nicht der Mutter entrissen hat. Das Kind ging sozusagen ins Internat, wobei die Mutter ihn regelmäßig gesehen hatte (sicher nicht nur 2 Stunden, sondern mehrere Tage, vllt. Wochen am Stück?) und sie zudem keine Angst um ihn haben musste.


      .
    • Das ist interessant wohin so eine Frage abweichen kann :)

      Aber was haltet ihr von so einer Situation? Ich kenne eine Schwester die zur Zeit ihrer Depression Gott versprochen hat, sie würde kein Fleisch oder Fisch mehr essen und nur noch Vegan leben. Schnell kam sie an ihre Grenzen..
      oder
      ein Bruder hat versprochen nie wieder ein PC Spiel anzufassen, hat gehofft er würde Gott durch diesen Handel dazubringen ihn vor einer Krankheit zu heilen. Doch auch er bemerkte dass Gott sich auf solches Handeln mit sich nicht einlässt.
      Wie soll es diesen Menschen ergehen? Auf der einen Seite sind sie sich bewusst sie haben zu eilig gehandelt und unüberlegt, auf der Anderen haben sie ein Versprechen gemacht dass sie halten sollten.
      Ob Gott solches verdammt dass man ihm Sachen ungewollt verspricht und sich quält oder eher dass man sie nich mehr hält obwohl man den Schwur geleistet hat?

      Schwieriges Thema.
    • Stofi schrieb:

      Wer nicht (mehr) liebt, dem nutzt es nicht, sich seine weiteren Wege scheinheilig zurecht zu biegen oder irgendwie doch als gläubig zu tun.


      Stoffi, toll das Du das Gesetz so gut kennst!

      Gott spricht von Barmherzigkeit! Liebe hat auch mit konsequenzen zu tun. Gnade Dir Gott das Du nie an einen Punkt im Leben kommst, wo Du die Kraft nicht mehr hast versprochenes einzuhalten. Es könnte sein das Du dann nach Deiner "Herzensweise" beurteilst wirst. :(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Mich dünkt es, dass wir wieder mal an einem Punkt sind, an dem wir mit unterschiedlichen Massstäben messen. Ein Eheversprechen vor Gott hat da mehr Wert als wenn man sonst jemandem etwas versprochen hat. Dabei sagt Jesus ja selbst: was man einem geringsten angetan hat, das hat man Jesus angetan. Das gilt im positiven wie auch im negativen Sinne. Und mal Hand aufs Herz, wer hat nicht schon jemandem etwas versprochen und konnte es dann nicht halten. Also mir ist das schon viel zu oft passiert. Deswegen weiss ich nicht, ob man hier wenn es um die Ehe geht nicht wieder unnötig ein Theater macht. Das heisst nicht, man soll sich einfach so scheiden lassen, aber man muss schon die Relationen wahren und die kennt letzten Endes nur Gott allein.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Bogi111 schrieb:

      Stofi schrieb:

      Wer nicht (mehr) liebt, dem nutzt es nicht, sich seine weiteren Wege scheinheilig zurecht zu biegen oder irgendwie doch als gläubig zu tun.


      Stoffi, toll das Du das Gesetz so gut kennst!

      Gott spricht von Barmherzigkeit! Liebe hat auch mit konsequenzen zu tun. Gnade Dir Gott das Du nie an einen Punkt im Leben kommst, wo Du die Kraft nicht mehr hast versprochenes einzuhalten. Es könnte sein das Du dann nach Deiner "Herzensweise" beurteilst wirst. :(

      Bogi, die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes, sie ist die Haupsumme des Glaubens überhaupt...... muss ich mich bei Dir entschuldigen, wenn ich darauf hinweise? Ich verstehe nicht so ganz, wie man hier Dinge wertet, wie auch DonDomi sagte. Es scheint alles so willkürlich, so nach dem eigenen Empfinden zu sein. Aber Gott spricht diese Dinge oft ganz genau an.

      Man soll nichts versprechen, wenn man es nicht ernst meint. Selbst wenn man als Mensch alleine zu schwach ist, Versprechen zu halten, dafür haben wir Gott, der uns dazu den Mut und die Kraft gibt. Oder habt ihr gemeint, dass man irgendetwas an Leistung (grade Versprechen und Gelübte) ganz alleine, von sich aus schafft??!! Nee, nö!


      .
    • Stofi schrieb:

      Man soll nichts versprechen, wenn man es nicht ernst meint.


      Schade Stoffi das Du mich nicht verstehst.

      Bist Du verheiratet und hast Du Kinder? ""Wenn man es nicht erst meint"" ist schon eine böse Unterstellung.

      Als ich eine Geschiedene geheiratet habe, hat mir die Gemeinde eine Trauung und den Segen verweigert.

      Mir war es damals wichtig ,so das sich ein Eingesegneter Bruder bereitfand, bei einer Haustrauung uns den Segen zu erteilen.

      Trotzdem ist nach 18 Jaher harten ringens und betens, die Ehe gescheitert.

      Ich hatte große Not,Gott gab mir eine Antwort!

      Die sah etwas anderes aus als Deine....
    • @Stofi
      Du verstehst mich falsch. Es war gerade andes herum gemeint. Selbst wenn man es ehrlich meint, wird jeder Mensch schon mal Versprechungen gemacht haben, die er nicht gehalten hat oder nicht halten konnte, aus welchen Gründen auch immer. Und genau deswegen werte ich eine Scheidung oder Ehebruch nicht als grösseren Fehler als einen anderen Fehler. ich finde daher dass auch ein geschiedener bei einer Wiederheirat das Recht auf einen neuerlichen Ehesegen hat Gott segnet jeden, der das ehrliche Verlangen hat immer wieder von neuem, egal wie viele Fehler er gemacht hat.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Es gibt ja 3 Paradethemen, die ich beim Besuch des Onkels meiner Frau auch genießen durfte:

      1. Homosexualität

      2. Sex vor der Ehe

      3. Scheidung

      Man könnte es auch zusammenfassen, habe ich mir gedacht, unter dem Thema: DIE ANDEREN. Werde es das nächste Mal vorschlagen.

      Ich gab beim Thema Scheidung einen kurzen Hinweis, der den heiligen Onkel dann wenigstens den Rest des Abends schweigen ließ:

      Niemand heiratet mit dem Willen, sich scheiden zu lassen!

      Scheidung ist doch kein Ziel von Leuten, die heiraten.

      Scheidung wird auch nicht fröhlich mal eben vollzogen.

      Also warum tun die Geölten ständig so, als ob da ein böser, trennungsgeiler Wille hinter stehe?

      Und was ist, wenn einer der beiden ganz bibeltreu bleiben will und sich nicht scheiden lassen will, aber die andere Person? Was soll er dann tun?

      Da fällt mir ein, ich habe es mal mitbekommen, was dann getan wird: sie wollte die Scheidung, er nicht.

      Sie war dann innerhalb kurzer Zeit die "Hure" (komisch, dass sie sich scheiden lassen wollte....). Die ganze Gemeinde hatte was zu quatschen und konnte sich im Öl der Gerechtigkeit baden, ist das nicht herrlich?
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Zur Erinnerung:

      Medicus schrieb:

      Hi Leute,

      In Bibel gibt es Beispiele von Gelübden z.B. die Mutter vom Samuel konnte keine Kinder gebären und hat von Gott ein Kind erbeten, unter Voraussetzung, dass sie dieses weggeben muss.

      Auf der anderen Seite sagt Jesus "ihr sollt nicht schwören, sondern es sei euer Wort ja, ja und nein, nein, alles andere ist vom Satan.

      Natürlich kann man jetzt darüber streiten, dass es nicht miteinander passt. Kann auch sein.

      Aber wir Menschen neigen oft, Gott Versprechen abzugeben, die wir im nachhinein bereuen. Diese Versprechen werden ebenfalls oft unüberlegt und aus Emotionen gegeben. Was haltet ihr von Gelübden? Denkt ihr man kann diese zurücknehmen oder ist es Sünde?

      Habt ihr auch biblische Passagen dazu?

      LG, Medicus
      Liebe Grüße, Heimo
    • Medicus schrieb:

      Man stellt eine Frage, und die Leute streiten und diskutieren lieber miteinander und weichen vom Thema ab,


      Schade das Dir Erfahrungen nicht weiterhelfen.

      Wenn Du die Bibel als Gesetzbuch anschaust, dann wirst Du noch Lange suchen und auf Antworten warten müssen.
      Die Bibel beschreibt Gottes Willen,menschliche Schwächen (Sünde) und Gottes barmherzigkeit bei Reue...
    • Medicus schrieb:

      ... Was haltet ihr von Gelübden? Denkt ihr man kann diese zurücknehmen oder ist es Sünde?

      Habt ihr auch biblische Passagen dazu? ...


      Ich denke man kann ein "Gelübde" nicht zurücknehmen.

      5.Mose 23,22 schrieb:


      Wenn du für den HERRN, deinen Gott, ein Gelübde ablegst, sollst du nicht zögern, es zu erfüllen. Denn der HERR, dein Gott, wird es unbedingt von dir fordern, und Sünde würde an dir sein.

      Illustrativ dazu: Ri 11,28-40 (Jeftahs Gelübde und Sieg)
      In den Psalmen gibt es eine Reihe von Texten, in denen die Erfüllung von Gelübden besungen wird: Ps 22,26; 50,14; 56,13; 61,6.9; 65,2; 66,13; 76,12; 116,14.18; oder auch Spr 7,14; Inhaltlich ähnlich auch Pred 5,3 (Pred 5,3. (Wenn du Gott ein Gelübde ablegst, zögere nicht, es zu erfüllen! Denn er hat kein Gefallen an den Toren. Was du gelobst, erfülle!)
      In der Apg ist auch von Gelübden und deren Erfüllung (erzählend) die Rede: Apg 18,18. und 21,23.

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • @Bogi111, @DonDomi, ich verstehe Euch sehr gut, sehe aber, dass IHR Gott nicht versteht:

      Versprechen und Gelübde soll man einhalten, auch, wenn man dadurch Nachteile erleiden muss. Der Clou liegt darin, dass GOTT HELFEN kann, Versprechen einzuhalten. Daran muss man arbeiten. Es geht nicht um ein Versprechen, den Mülleimer auszutragen, sondern um ein Gelöbnis Gott und dem Anderen (Partner) gegenüber. Aber daran vergisst man so schnell. Deshalb geschehen Brüche und Enttäuschungen. Wenn ich Gott etwas versprochen habe, hilft ER mir es auch einzuhalten - WENN ich Ihn das aber tun lasse. Wie oft geben wir schon bei kleinsten Schwierigkeiten oder der Verführung der eigenen Lust nach?! ..und überlegen uns dann dabei, dass unser Versprechen doch unrealistisch oder nicht so klever war. ... weil wir unser Ego oder Lüste noch nicht überwunden haben.
      "Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich." Glaube ich das? Dann soll ich auch so handeln.

      .
    • Stofi schrieb:

      Wie oft geben wir schon bei kleinsten Schwierigkeiten oder der Verführung der eigenen Lust nach?!


      Stoffi,sprichst Du hier von Dir? Wenn ja, dann hab ich Verständniss für Dich...

      Oder die Worte eines Heiligen ohne Fehl und Tadel! Der würde aber anders schreiben.

      Es geht hier nicht um die Absolution beim Sündigen verhalten, sondern wie gehe ich mit gebrochenen Versprechen um und kann ich auf Vergebung hoffen...
    • @Bogi111, diese Frage würde hier doch keiner stellen: ob wir auf Vergebung hoffen können / dürfen... oder? Nein, aus dem Ausgangspost habe ich verstanden, was dann, wenn man ein Versprechen sozusagen zurück nimmt, bedauert, weil man meint es nicht (mehr) einhalten zu können. Hier werden nicht Fehler oder Schwächen diskutiert, die passieren jedem. Es geht um das Wesentliche.

      ..
    • Hi

      Ich glaube man muss bei Versprechen Gelübden etc. schon unterscheiden, wem man etwas verspricht. Wie ihr wahrscheinlich wisst, wurde ich als Kind getauft, aber es gibt dann eine Konfirmation. Das ist der Zeitpunkt indem ich selber Gott verspreche, dass ich den Weg Jesu gehen möchte. Es ist also durchaus vergleichbar mir Eurem Taufversprechen (Anm. Ich möchte nicht über die Taufe diskutieren, dies soll nur ein Beispiel sein). Auf jeden Fall ist das etwas das ich Gott dirket versprochen habe. Dann gibt es aber auch Dinge, die ich vor Gott aber nicht Gott direkt versprochen hat. Es ist zwar nur eine Nuance, die den Unterschied ausmacht, aber ich halte die für entscheidend. Das Eheversprechen gehört für mich zur zweiten Sorte, also etwas, das ich vor Gott versprochen habe, aber nicht ihm sondern meinem Ehepartner. Und gerade wenn man es mit Menschen zu tun hat, kann es vorkommen, dass es besser ist wenn man das Versprechen auflöst, da vielleicht ein Teil das Versprechen sowieso nicht mehr ernst nimmt. Gerade die Ehe ist ein Versprechen, das von beiden abhängig ist. Und die Scheidung ist oftmals nur noch der formale Akt für ein Versprechen das längst nicht mehr existiert. Daher finde ich es müssig darüber zu diskutieren, ob eine Scheidung nun das brechen des Versprechens ist. Meiner Meinung nach ist es das nicht, weil der Bruch schon viel früher geschehen ist. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der mindestens 10Jahre vor der Scheidung das Eheversprochen schon gebrochen wurde. Und ehrlich gesagt, wäre es für uns Kinder besser gewesen man hätte das früher vollendet, denn Kinder sind die, die am meisten unter der Situation leiden und dann finde ich eine Scheidung allemal besser als das wahren einer Fassade. Bei Versprechen die man direkt mit Gott macht, ist das etwas anderes, weil Gott die Versprechen nie bricht. Bei Gott ist alles perfekt, was man in einer Ehe eigentlich nie behaupten kann.

      Liebe Grüsse
      DonDomi