Wie sehen Christen andere Religionen ?

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    • Wie sehen Christen andere Religionen ?

      Hallo

      nachdem ich im Unionsbildungsthread öfter was von
      satanisch
      lese und mir noch die Astarte von Solascriptura im Kopf
      rumspukt wollte ich mal so grundsätzlich fragen , seht ihr andere
      Glaubenssysteme einfach nur als falsch an wie z. B. eine falsche
      Abzweigung auf der Straße oder als wirklich vom Teufel ersponnen und unter die Menschheit gebracht ?

      Nebenan
      fiel das Wort okkult im Zusammenhang mit fernöstlicher Religion.
      Andrerseits kann man aber doch hier bei der Registrierung auch angeben
      daß man eben dieser fernöstlichen Religion Budhismus oder Taoismus
      angehört. Würdet ihr so einem Forumsteilnehmer wirklich sagen daß er
      okkulte oder aus Sicht mancher finstere Praktiken durchführt ? Oder
      einfach sagen wenn es um das Thema Religion geht , nein mein Freund ich
      denke du liegst falsch aber laß uns trotzdem einen Tee zusammentrinken.( Ist denn etwas noch okkult wenn man interessierte Fremde darüber aufklärt ? )

      Irgendwie
      ist es ja normal daß in jeder Ecke der Welt ein Volk bestimmten Göttern
      oder einer Religion anhängt ( oder bis zum 20. Jhdt angehängt hat )
      auch wenn sie zuvor noch nie was von Jahwe oder Jesus gehört
      haben.Solascripturta verlinkte hier glaub ich mal eine Seite wonach alle
      anderen Religionen sich ebenfalls aus dem fruchtbaren Halbmond in die
      Welt verbreitet haben aber sehen daß manche von euch auch so ? Irgendwelche
      Nomadenvölker in Sibirien oder Alaska oder meinetwegen die Aborigines in
      Australien haben doch mit dem Baalskult wie er glaub ich im Libanon
      praktiziert wurde wenig bis gar Nichts zu tun .Ist es dann nicht
      realistischer anzunehmen daß Kelten , Wikinger , Germanen , Griechen , Römer sich
      auch etwas Eigenes erschufen ? Klar man reiste und wenn Griechen in Italien siedelten werden sie auch ihre Götter mitgebracht haben aber man hat ja trotzdem vor Ort seine eigenen Bräuche oder Einheimische ( Etrusker ) die was Anderes glaubten.

      Der Islam ist ja irgendwie nicht so angesehen aber macht ihr da auch noch einen Unterschied weil es eine Buchreligion ist ?
      Umgekehrt
      sind ja Christentum und Judentum im gemäßgten Islam oder waren
      zumindest früher eine Stufe höher in der Achtung angesiedelt als z. B.
      polytheistische Religionen.Mir fallen da grade die Jesiden ein die im
      Irak verfolgt werden. Teufelsanbeter werden die teilweise von den
      Sunniten genannt , weiß ich auch noch aus dem Karl May Schmöker.

      Gruß
    • Hi

      Ich kann nur aus meiner Sicht berichten. Ich höre und sehe mir gerne auch andere Religionen und Glaubensgemeinschaften an. Allerdings mache ich das nicht, weil ich im eigenen Glauben unsicher bin, sondern weil ich es erstens spannend finde und ich dann das gegenüber oder die andere Kultur auch besser verstehe. Plötzlich versteht man gewisse sonderbare Handlungsweisen. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man offen und interessiert auf Menschen mit anderem Glauben zugeht, dass man damit die Herzen öffnen kann und dann auch seinen eigenen Glauen darbringen kann. Ich würde allerdings nie einem Andersgläubigen sagen, er sei mit seinem Glauben auf dem Holzweg. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit solchen Aussagen nur Streit und Provokation auslöst, die in den seltensten Fällen fruchtbar sind. Es geht ja nicht darum dem andern seinen Glauben aufzuzwingen sondern ihm seinen Glauben zu erklären, was er damit macht, muss er selber entscheiden. Jesus hat auch niemandem seinen Glauben aufgezwungen, der heilige Geist ist auch eine leise Stimme, auf die man hören kann oder nicht. Aber wenn man relaxt auf etwas zugehen kann, dann zeugt das auch von Stärke im eigenen Glauben. Nur der Unsichere hat es nötig mit Schreckenszenarien um sich zu werfen, der Starke kann in Liebe und Saftmut auf das andere zugehen und das andere wird das wahrnehmen und mehr beeindruckt sein, als wenn jemand schulmeisterlich auftritt. Ich wünschte, ich könnte das im Alltag auch immer, aber leider passiert es mir allzu oft, dass ich geschäft bei Diskussionen auf meiner Meinung beharre und sie durchzurücken versuche, der Erfolg ist meist äusserst dürftig. Gute Arrgumente auf einer soliden Basis sind gefragt und die muss man so darbringen können, dass das Nächste zu denken beginnt und im besten Fall zum gleichen Schluss kommt und genau so ist es meiner Meinung nach auch im Glauben.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Hallo Schwertwal,

      ich kann hier wie immer nur für mich sprechen, denn "die Christen" gibt es ja bereits gar nicht, was schon die erste Ironie der Thematik ist, nicht wahr? ;)

      nachdem ich im Unionsbildungsthread öfter was von
      satanisch lese und mir noch die Astarte von Solascriptura im Kopf
      rumspukt


      Zunächst einmal darfst du das nicht übel nehmen! Wenn man sich ständig mit Satan beschäftigt, dann ist man halt Experte darin, was "satanisch" ist. Die Leute kennen sich aus ;)

      Nimm es dir nicht zu sehr an, es verwirrt nur den Geist.

      seht ihr andere
      Glaubenssysteme einfach nur als falsch an wie z. B. eine falsche
      Abzweigung auf der Straße


      Da ich Christ bin, sehe ich natürlich andere Wege nicht als "meinen Weg" an, ist ja vollkommen logisch. Um "falsch" geht's da eigentlich weniger. Ich kann nur reden, was ich glaube; auch das ist eigentlich logisch: jeder sagt ja, was er im Herzen hat.
      Ich sehe andere Glaubenswege als andere Perspektiven. Ich habe nicht verfügt, meine Perspektive zu haben! Wäre ich in Indien geboren, wäre ich vielleicht Hindu, wer kann das wissen? Ist müßig, darüber nachzudenken. Ich kann ja nur den Weg sehen, der stattgefunden hat und auf dem ich mich befinde (das scheint einigen irgendwie unglaublich schwer zu fallen).
      Man darf nicht unbelehrbar werden! Ein Hindu oder Buddhist, oder Moslem oder Atheist kann mir doch gute und wertvolle Dinge sagen, warum denn nicht? Und ich ihm vielleicht auch.

      Ob sich jemand "bekehrt" (wie man immer so sagt) liegt doch nicht in meiner Hand. Vielleicht wird jemand durch mich gläubig am Evangelium, vielleicht passiert es erst in 10 Jahren oder 2 Tage später durch eine andere Begebenheit.
      Wenn ich an Gott glaube, dann liegt es in seiner Hand. Bei uns steht: "Verkündigt das Evangelium!". Da steht nicht: "Überzeugt die Leute!", da steht nur: verkündigt.

      Wenn ich glaube, dann werde ich es auch verkündigen, weil ich glaube, dass es gut ist. Fertig. So einfach ist das.

      oder als wirklich vom Teufel ersponnen und unter die Menschheit gebracht ?


      Auch dies ist (für mich) sehr simpel: die Bibel lehrt, dass wir Menschen von Natur aus Gott gar nicht erkennen können (das sagt z.B. auch der Agnostiker).

      Warum? Weil (so die Bibel) der menschliche Geist verblendet wurde. Wir sehen nicht "geistlich", sondern wir sehen nur, was wir vor Augen haben.

      Zugleich aber ist der Mensch ein sehr religiöses Wesen; heißt: er fragt nach Höherem, er fragt nach dem Sinn, nach dem Woher und Wohin; er sieht in der Natur spirituelle Kräfte wirken (was in der Bibel als Heidentum bezeichnet ist).

      Wir haben also eine spirituelle, religiöse Ahnung bzw. Frage in uns. Das sind die zahlreichen Religionen bis heute. Es gibt ganz verschiedene Perspektiven, Erklärungen, Götterbilder, Geister usw.

      Der Mensch will seit Urzeiten irgendwie mit diesem Göttlichen eins werden, sich verbinden, unsterblich werden, besser werden usw.

      Die Bibel sagt: "Das ist alles eitel"; "eitel" bedeutete früher: das ist alles nichtig. Wir sollen uns schlicht im Vertrauen ausliefern. Keine Methode, keine Übung, keine speziellen Rituale, keine Bilder.

      Existenziell, sagte Kierkegaard! Springen in das Ungewisse; das ist Glaube. Wenn Gott ist, dann ist ER Gott, dann wird er es wohl machen (das ist die Sprache der Bibel).

      Dieses Vertrauen kann der Mensch aber nicht aus sich selbst heraus haben, laut der Bibel. Wir haben kein naturgemäßes Vertrauen, sondern naturgemäß haben wir Angst. Wir wollen überleben, wir wollen Macht, Erfolg, Status usw. Alles Auswirkungen von existenzieller Angst.

      Daher muss uns ein Geist gegeben werden, mit dem wir erkennen können: der Heilige Geist, wie es in der Bibel heißt. Das ist sehr simpel: Glaube kann ich nicht selbst produzieren, ich kann ihn nicht in mir ein-schalten. Glaube kommt von außen ins Herz rein. Ob ich etwas glaube, kann ich nicht verfügen (also auch kein anderer Mensch).

      Man hört etwas und glaubt es, oder nicht. Deshalb soll verkündigt werden, auf dass jemand gläubig werden kann, denn wenn man nichts hört, kann man an nichts glauben. Daher die Predigt.

      Wenn jemand nicht glaubt, dann weil er nicht erkennt. Aber das ist kein Grund zur Überheblichkeit, denn ich erkenne aus mir selbst heraus auch nicht! Wenn man das verstanden hat, dann ist Überheblichkeit vorbei.

      Ich habe nichts, dessen ich mich rühmen könnte, also kann ich niemanden verurteilen. So einfach ist das.

      Keiner kommt in die Welt, um Satan zu dienen. Wir kommen alle blind zur Welt. Wir kommen alle mit der Tatsache zur Welt, dass wir böses tun werden, dass wir Fehler machen werden, dass wir unvollkommen sind. Das nennt die Bibel "Fluch".

      Es ist ganz einfach. Die Bibel redet ganz einfach. Wir sind es, die alles kompliziert machen. Aber das kennt man ja, nicht wahr?

      Lg
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Die Bjbel lehrt im gegensatz zu anderen Religionen:

      Das Gott zu uns auf die Erde kam in Form von Jesus
      Das er unsere Sünden auf sich nimmt
      Das wir nicht durch unsere eigenen Werke gerettet werden können
      Das wir, wenn wir ihm unsre Sünden abgeben und ihnals einzig wahren Erlöser anerkennen, von oben her(vom geist Gottes) neu geboren werden. Wir sind dann daher in Gottes Augen vollkommen.
      Wir haben keine Heiligen Gegenstände, die angebetet werden.
      Wir verehren keine Menschen, Heilige etc.
    • Seele1986 schrieb:

      Wäre ich in Indien geboren, wäre ich vielleicht Hindu, wer kann das wissen? Ist müßig, darüber nachzudenken.
      Ach manchmal find ichs schon ganz spannend.

      Neulich wo dunkle Gewitterwolken aufzogen und eine Cumulus Nochwas sich vor mir dunkel dumpf donnernd aufbaute und ich überlegte : wenn ich jetzt Nichts von Spannungsentladungen und elektrischen Teilchen wüßte und ich wie vor 2000 Jahren mit Fell bekleidet durch die Moore streifen würde , käme mir dann nicht auch das Bild eines hammerschlagenden Thors in den Sinn ?

      Wie ist das eigentlich mit dem Gebot " du sollst keinen anderen Gott neben mir haben " :

      Wenn man dagegen verstößt so ist das Sünde les ich aber gilt das dann nur für Angehörige des Volkes Israel und Christen wenn die den Glauben wechseln ? Oder bezieht sich das nicht auf andere zur Konkurrenz werdende Religionen sondern auf alltägliche Sachen die zum Götzen werden können wie Glücksspiel , Drogen ect also ablenken von etwas . Weil wenn man die Religion wechselt dann hat man ja auch keinen Gott neben dem einen sondern " anstatt ". ?
    • käme mir dann nicht auch das Bild eines hammerschlagenden Thors in den Sinn ?


      Vielleicht. Die Gedanken der heidnischen Völker waren ja nicht unbegreiflich oder bösartig gemeint (wie manche heut gerne darstellen).

      Man kannte sich selbst als Mensch. Also dachte man, dass "da oben" auch menschenartige Wesen sind; überdimensionierte Menschen im Prinzip. Unverständlich finde ich das überhaupt nicht.

      Allerdings muss ich zu unsrer germanischen Mythologie schon sagen, dass es extrem unverständlich ist, was da steht :D

      Die alten griechischen Sagen kann man besser verstehen, also deren Symbolik usw. Die Germanischen Mythen der Edda sind schon extrem merkwürdig teilweise :yeah:

      Wie ist das eigentlich mit dem Gebot " du sollst keinen anderen Gott neben mir haben " :


      Damit ist ansich das gemeint, was ich versucht habe, auszuführen: sichtbar und unsichtbar.

      Man kann sagen, dass das Volk Israel (bzw. der Hebräer) das erste war, der einen absolut bildlosen Gott angebetet hat.

      Soll heißen: Es wurden nicht Naturkräfte oder Triebe zu Gottheiten gemacht, sondern der Gott war das, was wir heute darunter kennen: Ein absolut unsichtbares, nicht greifbares, unbedingtes Wesen, das durch das Wort in den Geist des Menschen hineinspricht.

      Die Heiden haben es anders gemacht: Sie haben aus Natur eine Gottheit gemacht: wenn es Donner gab, dann erschraken die Leute und man nannte es Thor oder Zeus, der Blitze schleuderte. Diesen wurde dann geopfert.
      Oder das unerklärliche Phänomen der Liebe wurde mit Amor erklärt, erotische Gefühle mit Aphrodite usw.
      Kriegslust und Kampf mit Ares bzw. Mars, oder eben Wotan.

      Heißt: naturelle und empfindbare Phänomene wurden zu Göttern gemacht, was (wie gesagt) ein verständlicher Gedanke erstmal ist.

      Dort kommt Israel hinein und sagt: All diese Natur ist niedrig, weil geschöpflich und zudem verflucht. Es gibt einen ungleich anderen, jemand, der darüber steht; der also nicht Bestandteil oder Auswirkung der Natur ist, sondern der externa ist.
      Das war das Besondere der Thora. Deshalb steht in der Schöpfung z.B. "Er hängte die Sterne wie Funzeln ans Firmament". Die Gestirne wurden damals angebetet als Götter. Davon hebt sich der Thora-Text enorm ab.

      "Keine anderen Götter" meint: ich soll nichts niedriges vergotten, anbeten. Dabei geht es nicht einfach um Holzfiguren, sondern um alles Niedere. Ich soll keine Menschen vergöttern, keine Emotionen (viele machen aus ihren Emotionen heilige Dinge!), keine Weisheiten, Gegenstände, keine Sexualität (die immer schon extrem vergöttert wurde).

      Wir sollen schlicht und nüchtern sein; klar. Erkenntnis, dass all diese Natur nur Staub ist, dass alles für den Wind ist.

      Die Gebote waren zunächst Bestandteil eines gesonderten Bundesschlusses zwischen Gott & Israel, wie die Bibel sagt. Nur Israel hatte diesen Bund damals.

      Die Heiden hatten kein formuliertes Gesetz, sondern es wurde ihnen "ins Herz geschrieben", was Recht und Unrecht ist. Kurzum: das Gewissen.

      Das heißt: Der Gläubige hat einen Bund mit Gott. Der Andersgläubige hat diesen Bund nicht. Er wird nach seinem Gewissen gerichtet.

      Ich kann nur einfordern, was jemand auch erkannt hat. Erkenntnis fügt Pflicht zu.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Ich spreche sehr gerne mit andersgläubigen Menschen, denn ich kann meistens etwas von ihnen lernen. Besonders interessant wird es, wenn ich versuche die Geheimnisse ihres Glaubens zu verstehen. Aus diesem Grund mache ich ja auch ein Bibelstudium bei den STA und lese hier fleissig mit :) Die Menschen erzählen meistens sehr gerne von ihrem Glauben und freuen sich, wenn sich jemand echt dafür interessiert.

      Anderserseits bin ich aber auch von meinem eigenen Glauben überzeugt und sehr dankbar für das Evangelium, welches ich kennen lernen durfte. Ich akzeptiere den Glauben von allen Menschen und spreche keinem sein Heil ab.
    • Nach meiner Beobachtung wissen sehr viele Adventisten wenig über andere Religionen, oft haben sie vermutlich vom Hörensagen nur oberflächliche Vorstellungen von anderen Religionen. Ich würde es im Großen und Ganzen schon Ignoranz nennen. Sicherlich ist das umgekehrt nicht sehr viel anders, so dass Hinduisten vermutlich wenig Genaues über den Christenglauben wissen, und die meisten Muslime werden vermutlich von Hinduismus und Buddhismus ebenso kaum eine Ahnung haben.

      Immerhin habe ich einmal einen Vortrag in einer Adventgemeinde über andere Religionen gehört. War akzeptabel.

      Ich selber habe eine Zeit lang über Hinduismus und Buddhismus sowie über große Religionen gelesen. Vor Jahren habe ich einen VHS-Kurs über Buddhismus besucht. Da aber alle diese Religionen oder Weltanschauungen komplex ausgebaut sind, habe ich bisher nur ein bißchen Grundwissen. Man bemüht sich. :| Unabhängig von diesem Thread bin ich auf den Gedanken verfallen, mir vielleicht in Bälde wieder ein Buch genau über dieses Thema zu besorgen, das allerdings recht teuer ist, so dass ich es mir erst später werde leisten können.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • "Die Christen" gibt es zwar nicht, aber mehrheitlich kann man wohl davon ausgehen, dass die Lehre dazu recht klar ist:

      Es ist "in keinem andern Heil, als in Jesus Christus"!

      Andere Religionen sind daher die Verleugnung des wahren und einzigen Gottes, der sich schon Israel geoffenbart hat, zuerst im Wort und der Geschichte und später im Sohn, dem Mensch gewordenen Gott. Da mag manch weise Idee zu finden sein, in der Summe führt eine andere Religion in die Irre, sie ist menschliche Erfindung/Entwicklung anstelle göttlicher Offenbarung.
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Es ist "in keinem andern Heil, als in Jesus Christus"!

      Andere Religionen sind daher die Verleugnung des wahren und einzigen Gottes, der sich schon Israel geoffenbart hat, zuerst im Wort und der Geschichte und später im Sohn, dem Mensch gewordenen Gott. Da mag manch weise Idee zu finden sein, in der Summe führt eine andere Religion in die Irre, sie ist menschliche Erfindung/Entwicklung anstelle göttlicher Offenbarung.

      Das mag sein; aber man kann andere Religionen auch darstellen, um die Unterschiede besonders klar zu stellen, auch die Besonderheiten des Christenglaubens. Sofern ein Christ wirklich solide Kenntnisse fremder Religionen hat, kann eine solche Darstellung schon aufschlußreich sein. Außerdem muß sich das Christentum in Gesprächen mit Nichtchristen auch im Vergleich mit anderen Religionen argumentativ behaupten können.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • "Seele1986" schrieb:

      Ein Hindu oder Buddhist, oder Moslem oder Atheist kann mir doch gute und wertvolle Dinge sagen, warum denn nicht?
      Der Hindu erzählt mir als was ich in den früheren Leben schon alles reinkarniert bin, der Buddist dass es keinen allmächtigen Gott gibt, der Atheist gibt mir zu verstehen, dass die Welt aus dem Nichts in Milliarden von Jahren entstanden ist, und der Moslem sagt mir, dass wir Christen allah in die Hölle kommen. Viel "Wertvolles" aus den Lehren kann ich da leider nicht erkennen.
    • @Atze:

      das ist arm, wirklich arm.

      Der Hindu erzählt mir als was ich in den früheren Leben schon alles reinkarniert bin


      Nein. Das wird der Hindu dir ohne Weiteres nicht erzählen. Wie kommst du darauf? Schon mit einem gesprochen?

      der Buddist dass es keinen allmächtigen Gott gibt,


      Sowas wirst du von einem Buddhisten niemals hören. Ich kenne Buddhisten. Halt dich mal etwas zurück.

      der Atheist gibt mir zu verstehen, dass die Welt aus dem Nichts in Milliarden von Jahren entstanden ist


      Das mag sein. Aber das ist ja gängige naturwissenschaftliche Lehre. Die muss "atheistisch" sein, denn Gott ist keine naturwissenschaftliche Größe.

      und der Moslem sagt mir, dass wir Christen allah in die Hölle kommen.


      Auch das wirst du von frommen Moslems nicht hören. Ich kenne Moslems. Du hörst es allerdings von Fundamentalisten; wie bei den Christen auch, nicht wahr?

      Viel "Wertvolles" aus den Lehren kann ich da leider nicht erkennen.


      Richtig. DU kannst da nichts wertvolles erkennen, das stimmt.

      P.S.: Den ganzen Beitrag an Unwissenheit und Vorurteilen hättest du dir sparen können.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Seele1986 schrieb:

      Zitat

      der Atheist gibt mir zu verstehen, dass die Welt aus dem Nichts in Milliarden von Jahren entstanden ist







      Das mag sein. Aber das ist ja gängige naturwissenschaftliche Lehre. Die muss "atheistisch" sein, denn Gott ist keine naturwissenschaftliche Größe.
      Der Atheist, der auch nur etwas Ahnung von Physik hat wird nicht behaupten das Universum sei aus dem nichts entstanden. Das "aus dem nichts" entstehen kann maximal eine Hypothese sein, es ist (bis jetzt?) nicht möglich in die Zeit vor dem Urknall zu schauen.
    • es ist (bis jetzt?) nicht möglich in die Zeit vor dem Urknall zu schauen.


      Das wird auch niemals möglich sein, damit hat sich die Wissenschaft bereits abgefunden.

      Alles vor dem Urknall wird "Singularität" genannt. Es gibt da keine Zeit, die man "schauen" kann.

      Es gibt nur Zeit, wenn es Raum gibt, in dem Zeit ab-laufen kann.

      Für Raum braucht es Materie. Keine Materie, kein Raum.

      Deshalb gibt es vor dem Urknall nix zu sehen.

      Christen sagen auch, dass alles "ex nihilo" gemacht sei.

      Es gibt nur Probleme, wenn man behauptet, dass 7 Tage buchstäbliche SIEBEN Tage seien; dann wird es natürlich schwierig.

      Ansonsten gibt es keine Probleme meines Erachtens.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Daniels schrieb:

      ...Außerdem muß sich das Christentum in Gesprächen mit Nichtchristen auch im Vergleich mit anderen Religionen argumentativ behaupten können.

      Diese Ansicht teile ich nicht.
      Glaube kann und muss nicht "argumentativ" verteidigt werden.
      Glaube muss "bezeugt" und gelebt werden. NUR das überzeugt.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • @Seele1986

      Singulärität ist ein Zustand den die Wissenschaft nicht erklären kann. Vielleicht geht es in 10, 100 oder 1000 Jahren, vielleicht nie. Ich denke das die Wissenschaft und Technik nur einen Bruchteil der Natur versteht, sehr wahrscheinlich gibt es andere Kräfte in der Natur, die wir noch nicht erfassen und bewerten können. Nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft gibt es keine Möglichkeit in die Zeit vor dem Urknall zu schauen.
    • @dschohnny:

      ich weiß, was du meinst, aber "Zeit vor dem Urknall" ist hinfällig.

      Naturwissenschaft kann sich nur mit Dingen innerhalb von Raum und Zeit befassen.

      Kein Raum/ keine Zeit = keine Natur-Wissenschaft.

      Man kann höchstens den Urknall noch weiter nach hinten verschieben und noch ein paar Jahrmillionen draufpacken, aber vor den Urknall kann man nicht schauen.

      Da is ja nix... :yeah:
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • HeimoW schrieb:

      Glaube kann und muss nicht "argumentativ" verteidigt werden.

      Doch kann. Paulus tut seitenlang nichts anderes als für seinen Glauben zu argumentieren.

      Natürlich stimmt es, dass vor allem gelebte Beispiele und eine sympathische, glaubhafte Person überzeugen; aber deswegen sind Argumente nicht obsolet.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Paulus tut seitenlang nichts anderes als für seinen Glauben zu argumentieren.


      Das scheinen viele so zu sehen und deshalb argumentieren sie sich auch einen ab. Ich sehe das anders.

      Paulus argumentiert eigentlich gar nix.

      Er schreibt einfach, wie es ist.

      "Argumentieren" wäre, wenn man ständig (entgegen anderer Lehren) sagt: "Aber bei uns ist das richtig, weil..." usw.

      Das tut Paulus nicht. Er schreibt einfach, was durch Christus geschehen ist und für den Gläubigen Wahrheit ist.

      Er argumentiert überhaupt nicht.

      Argumentieren tun die ganzen Konfessionen heute, die auf dem spirituellen Markt was vom Kuchen abhaben wollen.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Seele1986 schrieb:

      Paulus argumentiert eigentlich gar nix.

      Er schreibt einfach, wie es ist.

      Bibelstelle

      Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.
      Quelle: Brief an die Korinther 15, 12-19 Hier nach Luther 1984, der Link führt zu einer Gegenüberstellung mit einer zweiten neueren Übersetzung.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19