Beschneidung vs. Kindertaufe

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    • Seele1986 schrieb:

      In der Apg. ist eine Szene, wo ein Mann gläubig wird. Dort steht, dass er die Apostel in sein Haus einlud, und die ganze Familie ließ sich taufen und feierte ein Fest,

      weil ER zum Glauben gekommen war.

      Wäre das nicht falsch? Das "ganze Haus" lässt sich taufen und feiert, weil ER gläubig wurde.

      Viele sagen dann, dass nur die Erwachsenen im Hause getauft wurden. - Das ergibt keinen Sinn, denn da steht: ... weil ER zum Glauben gekommen war!

      Das wäre grundlegend falsch, wenn ein Erwachsener sich taufen lässt, weil ein anderer gläubig ist, oder nicht? Zumindest nach freikirchl. Verständnis, oder nicht?

      Gemeint ist, dass dieser Hausherr sein "Haus" dieser Lehre unterstellt! Es wird nicht gefragt, ob man "möchte"; der Hausherr sagt: "In meinem Hause gilt nun diese Lehre, der ich glaube. Denn ICH bin der Herr!"

      Bibelstelle

      30 Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? 31 Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus. 32 Und sie redeten das Wort des Herrn zu ihm samt allen, die in seinem Haus waren. 33 Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen ab; und er ließ sich taufen und alle die Seinen sogleich. 34 Und er führte sie hinauf in sein Haus, ließ ihnen den Tisch decken und jubelte, an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus.


      Ich verstehe die Situation nicht so wie du. Vor der Taufe sprachen die Apostel "zu ihm samt allen, die in seinen Haus waren" und danach folgte die Taufe (all jener die zuhörten und verstanden?). Von einen "weil ER zum Glauben gekommen war" (im Sinne eines Automatismus?) lese ich da nichts - ich meine aber der Glaube kam aus der Verkündigung der Apostel, die erst durch die Bekehrung des Kerkermeisters ermöglicht wurde. Heute kann so etwas sehr ähnlich ablaufen: Ein Familienmitglied wird durch eine "krasse" Erfahrung bekehrt, es kommt zur Verkündigung "im Haus" und der Rest der Familie hat ebenso die Chance sich bekehren zu lassen.

      Aber ich glaube, wir werden da nicht zusammenfinden, da wir unterschiedliche Vorstellungen von der Prädestination etc. haben. Ich merke jetzt schon, dass dieser Unterschied im Verständnis dieser Thematik unser jeweiliges Taufverständnis nicht unwesentlich tangiert...
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Hallo Seele,
      nimms mir nicht übel, aber dein Verständnis von Taufe erinnert mich sehr stark an die Beschneidung, gegen die sich die Apostel vehement gewehrt haben. Ich meine aber, dasss die Beschneidung eigentlich das Bundeszeichen für den Glaubensbund mit Abraham gewesen ist (und nicht nur speziell mit dem Volk Israel). Paulus argumentiert sogar, dass Abraham vor seiner Beschneidung gerechtfertigt wurde (Röm 4). Dieser Glaubensbund des Abraham wird auf die Christen übertragen. Daraus ergibt sich - kurz gesagt - für mich: Erst der (bewusste) Glaube, dann das Bundeszeichen. Dieses Prinzip übertrage ich nun auf die Bundeszeichen des NT (Taufe und Abendmahl) - daher kommt für mich auch nur eine Bekenntnistaufe in Frage. Und nur so nebenbei: Ich habe kein Problem damit, wenn Eltern einen speziellen Segen für ihre Säuglinge oder Kleinkinder erwünschen, nur sollte man diesen Segen dann nicht Taufe nennen (das ist meiner Meinung nach ein (unbewusster) Etikettenschwindel).
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Hallo Bemo,

      bei Deinem Denken gehst Du davon aus, dass das Christentum eine reine Bekenntnisgemeinschaft voller mündiger Menschen ist, die alle das Christentum alle erst zu Beginn ihres Erwachsenenlebens für sich entdecken. Das war zur Zeit der Apostel auch sicherlich so, aber seit dieser Pionierzeit des Christentums sind bereits 2000 Jahre ins Land gegangen. Und es hat sich seitdem eine Kiche als neues Volk Gottes gebildet, auch wenn sie mittlerweile in unzählige Konfessionen gespalten ist.

      Das Christentum sieht sich eben nicht nur als Bekenntnisgemeinschaft, sondern eben auch als Volk Gottes. Ganz in der Nachfolge Abrahams. Und in ein Volk wird man bekanntermaßen hineingeboren.

      Bemo schrieb:

      Ich meine aber, dasss die Beschneidung eigentlich das Bundeszeichen für den Glaubensbund mit Abraham gewesen ist (und nicht nur speziell mit dem Volk Israel). Paulus argumentiert sogar, dass Abraham vor seiner Beschneidung gerechtfertigt wurde (Röm 4).


      Ja, auch Abraham hat seinen Bund mit Gott erst in der Mitte des Lebens kennen gelernt. Insofern ist bei ihm diese Reihenfolge völlig ok. Bei seinen Kindern und Kindeskindern war es dann aber schon anders.

      Bemo schrieb:

      Daraus ergibt sich - kurz gesagt - für mich: Erst der (bewusste) Glaube, dann das Bundeszeichen. Dieses Prinzip übertrage ich nun auf die Bundeszeichen des NT (Taufe und Abendmahl) - daher kommt für mich auch nur eine Bekenntnistaufe in Frage.


      Wenn es für Dich nur so in Frage kommt, ist es ja in Ordnung und dann spricht ja auch aus evangelischer Sciht nichts dagegen. Aus den Gründen, die Seele1986 ja recht ausführlich dargelegt hat, findet die Kindertaufe aber eben auch sein berechtigtes Dasein in unserer Kirche.


      Bemo schrieb:

      Und nur so nebenbei: Ich habe kein Problem damit, wenn Eltern einen speziellen Segen für ihre Säuglinge oder Kleinkinder erwünschen, nur sollte man diesen Segen dann nicht Taufe nennen (das ist meiner Meinung nach ein (unbewusster) Etikettenschwindel).


      Ein Sakrament ist eine Handlung Gottes am Menschen, mit der sein Segen übertragen wird. Dieses als "(unbewußten) Etikettenschwindel" zu bezeichnen ist schon sehr gewagt. Zumindestens für einen Christen.


      Ein schönes WE
      B.
    • Babylonier schrieb:

      bei Deinem Denken gehst Du davon aus, dass das Christentum eine reine Bekenntnisgemeinschaft voller mündiger Menschen ist, die alle das Christentum alle erst zu Beginn ihres Erwachsenenlebens für sich entdecken. Das war zur Zeit der Apostel auch sicherlich so, aber seit dieser Pionierzeit des Christentums sind bereits 2000 Jahre ins Land gegangen. Und es hat sich seitdem eine Kiche als neues Volk Gottes gebildet, auch wenn sie mittlerweile in unzählige Konfessionen gespalten ist.

      Das Christentum sieht sich eben nicht nur als Bekenntnisgemeinschaft, sondern eben auch als Volk Gottes. Ganz in der Nachfolge Abrahams. Und in ein Volk wird man bekanntermaßen hineingeboren.

      Nimm du mir es auch nicht übel, aber kirchenhistorische Argumente versuche ich hinsichtlich meines Bibelverständnisses und meiner daraus resultierenden Glaubenspraxis heraus zu halten - sola scriptura ;)

      Babylonier schrieb:

      Ja, auch Abraham hat seinen Bund mit Gott erst in der Mitte des Lebens kennen gelernt. Insofern ist bei ihm diese Reihenfolge völlig ok. Bei seinen Kindern und Kindeskindern war es dann aber schon anders.

      ...was in der Folge dazu führte, dass Mose (5. Mose 1-8) und Jeremia (Jer 4,4; 9,24) dieses Volk darauf hinweisen musste, was wirklich heilsentscheidend ist: Ein beschnittenes Herz. Ebenso sahen sich wohl die Apostel in dieser (traurigen) "Tradition".

      Babylonier schrieb:

      Ein Sakrament ist eine Handlung Gottes am Menschen, mit der sein Segen übertragen wird. Dieses als "(unbewußten) Etikettenschwindel" zu bezeichnen ist schon sehr gewagt. Zumindestens für einen Christen.


      Und wenn ich dein Verständnis von einen Sakrament nicht teile, bin ich dann kein Christ? ;) Ich würde es für sehr gewagt halten, jemanden das Christensein abzusprechen, wenn er die Sakramente nicht so versteht wie die evangelische oder katholische Kirche. Eine Übertragung eines Segens ist für mich noch lange keine Taufe im biblischen Sinne (nach meiner Erkenntnis natürlich!), deswegen sagte ich ja, dass ich für Kindersegnung offen bin, aber ich diese niemals als biblische Taufe verstehen würde. Folglich bedeutet das für mich: Nenne ich einen Kindersegen Taufe, dann ist das Etikettenschwindel bzw. eine irrführende Bezeichnnung (jedenfalls nach meiner bibl. Erkenntnis, nach der sich auch meine Kirchenzugehörigkeit richtet)
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bemo ()

    • @Bemo:

      wie du selbst ja sagtest, haben wir unterschiedliche Ansichten von "Freiheit" oder "bewusst glauben". Du wolltest es dabei belassen, aber wenn du doch darüber schreiben willst, gern.

      Man kann gerne die "Reihenfolge" so für sich setzen, wie du sie angeführt hast.

      Dann sind da Eltern, die sagen: "Ok, wir erziehen unser Kind in der Lehre, und es soll sich irgendwann dann dafür entscheiden, ob es das will." Diese Entscheidung wird dann vor der Gemeinde dargestellt durch den Taufakt.

      Der Taufakt ist ein Zeichen für den Glauben. (Zeichen = Sakrament) - Der Taufakt bezieht sich somit auf die Person, die gläubig geworden ist. Das ist in Ordnung.

      Beim traditionellen evangelischen Beispiel sind da Eltern, die sagen: "Wir taufen das Kind und erziehen es in der Lehre." - Entscheiden muss dieser Mensch sich sowieso irgendwann.
      Der Zuspruch Gottes wird dargestellt im Taufakt, denn der Zuspruch gilt generell für alle! (Diese Ansicht wirst du sicher teilen).

      Der Taufakt ist somit ein Zeichen für den Zuspruch. Er bezieht sich nicht auf die Person (kann ja gar nicht), sondern auf den Zuspruch Gottes.

      Ich sehe das biblisch als vollkommen berechtigt. Ich sage das nicht leichtfertig, denn ich habe mich damit viel beschäftigt.

      Wir leben in der Illusion, dass wir SELBST geistige Dinge gefügt hätten. Das kann nur falsch sein.

      Dass ein Kind in ein gläubiges Elternhaus geboren wird und eben christlich erzogen wird, kann es nicht entscheiden.

      Dass ein Mensch die Botschaft für wahr hält, kann er nicht entscheiden! Das ist ein elementarer Irrtum, den manche haben.

      Ich kann entscheiden, wie ich mit Glaube oder Unglaube mein Leben gestalte; das kann ich tun. Aber ich kann nicht verfügen, ob ich etwas für wahr halte (also glaube) oder nicht.

      Wenn ich gläubig werde, dann weil ich eine Einsicht habe, eine Erkenntnis. Diese Erkenntnis kann ich nicht selbst produzieren; sie kommt IMMER von außen hinein (Heiliger Geist).

      Das heißt: Wir sind (als Eltern oder Gemeinde) immer nur hoffend, DASS einer gläubig wird!

      Auch der 20jährige, der sich taufen lässt, garantiert ja mit der Taufe nicht, dass er gläubig bleibt, sondern er stellt es wollend und hoffend dar (Zuversicht).

      Ebenso die Eltern beim Säugling. Die Taufe zeichnet einen Zuspruch, den Gott durch sein Wort GENERELL aller Menschheit gegeben hat. Ob, wann und wie (oder warum genau), kann kein Mensch sagen.
      Man kann es nur hoffend voraussetzen als das Beste, was im Leben geschehen kann.

      Und ganz nebenbei:

      die Großtaufe garantiert ebenso wenig den Glauben des Täuflings, wie beim Säugling!

      Es gibt GENUG Leute aus Freikirchen, die sich einfach nur taufen lassen, weil es so "gemacht" wird in der Gemeinde; also bitte!

      Das ist inhaltlich das gleiche, wie beim Säugling, nur das es ein paar Jahre verschoben ist.
    • Seele1986 schrieb:

      Das Sakrament heißt nicht KINDERtaufe, das Sakrament heißt TAUFE.

      Seele1986 schrieb:

      Es wird bei Kindern aus Tradition gemacht, aber das ist nicht zwingend. Es gibt keinerlei Vorschrift oder "Muss", das Kind zu taufen.

      Mag sein, dass man es Tradition nennt, wird aber doch mit einer festen Zugehörigkeit zu Gott, bzw. zur Kirche geglaubt. Denn kaum eines von den getauften Kindern, lässt sich als Erwachsener bewußt der Biblischen Taufe unterziehen. Aber ohne BIBLISCHER Taufe (wenn möglich) - kein Bund mit Jesus (keine Wiedergeburt). Das Gegenargument heißt: ich bin doch als Kind schon getauft worden. DARAUS folgt: es ist DOCH ein Sakrament.

      .
    • @Stofi:

      natürlich ist es ein Sakrament. Habe ich doch gesagt.

      Die Taufe ist das Sakrament. Und eine Taufe kann nicht wiederholt werden, weil sie einmalig ist.

      Deshalb lässt man sich nicht nochmal taufen.

      Auch die Kindertaufe ist biblisch begründet.

      Aber ohne BIBLISCHER Taufe (wenn möglich) - kein Bund mit Jesus


      Falsch. Die Taufe macht nicht den Bund, sondern sie symbolisiert den Bund. Der Bund kommt durch den Glauben.

      Ich weiß bei dir manchmal nicht recht, Stofi.

      Entweder schreibst du einfach nur, um etwas dagegen zu sagen, oder du musst wirklich mal dein Verständnis überprüfen...

      Der Taufakt produziert keine Wiedergeburt! Klar, wenn man so denkt, dann ist es klar, dass ein Kind nicht getauft werden darf; aber dieses Denken lehne ich ab.

      Ein Ritual wirkt nichts, es be-zeichnet nur, es symbolisiert.

      Wenn man diese Taufe bereits erhalten hat und dann gläubig wird, dann gibt es keinen Grund, den Taufakt zu wiederholen. Bei uns geht das nicht, denn es heißt: "EINE Taufe".
    • Seele1986 schrieb:

      Die Taufe ist das Sakrament. Und eine Taufe kann nicht wiederholt werden, weil sie einmalig ist.

      Deshalb lässt man sich nicht nochmal taufen.

      Die Kindstaufe hat mit der Biblischen Taufe nichts, aber auch gar nichts zu tun. Schade, dass du die biblische und wahre Substanz der Taufe auf den Namen Jesu nicht verstanden hast.

      Seele1986 schrieb:

      Auch die Kindertaufe ist biblisch begründet.

      Man kann ALLES biblisch begründen, wenn man es will. Mit etwas Gedankenakrobatik und hübsch manipulierten Textdeutungen ist es kein großes Ding.

      Jedefals ist die Kindertaufe NICHT in der Bibel und schon gar nicht würde es einen Sinn machen. Denn, wie schon oft geschrieben, von dir aber fleißig ignoriert, die Definition der Biblisvchen Taufe lässt automatisch Kinder aus.


      Seele1986 schrieb:

      Ich weiß bei dir manchmal nicht recht, Stofi.

      Entweder schreibst du einfach nur, um etwas dagegen zu sagen, oder du musst wirklich mal dein Verständnis überprüfen...


      Nein Seele, ich kann es nur nicht ertragen, dass hier User aus fremden Kirchen ungehindert und fleißig on mass(!!!) Unwahrheiten verbreiten, ganz allmählich fremdes Feuer rein tragen, sogar so geschickt, dass sich andere sogar dafür bedanken, da es doch, ach, so toll klingt. Ich bin eben so jemand, der das sieht und sich traut auch etwas dagegen zu sagen... dabei lese ich bei weitem nicht alle Beiträge von dir.

      Seele1986 schrieb:

      Der Taufakt produziert keine Wiedergeburt! Klar, wenn man so denkt, dann ist es klar, dass ein Kind nicht getauft werden darf; aber dieses Denken lehne ich ab.


      Es ist aber genau der Sinn und die Erklärung einer biblischen Taufe. Warum sonst überhaupt Taufe? Warum mit Wasser? Alles andere, als die Taufe durch Untertauchen, wie Jesus sie uns vorgelebt hat, ist ein menschliches Phantasiekonstrukt und vor Gott ohne Bedeutung.


      Seele1986 schrieb:

      Ein Ritual wirkt nichts, es be-zeichnet nur, es symbolisiert.

      Auch falsch! Genau, wie z.B. ein Gebet. Gott braucht unsere Gebete nicht, wir beten, weil es mit uns etwas macht... . auch die Ausführung der Taufe macht etwas mit uns ........ und der ganze Himmel jubelt dabei. Also kein NUR RITUAL.

      (Wenn ich sowas von dir immer so lese, dann wird mir oft schummrig vor Augen, wie wenig man Gott und Jesus ernst nimmt, was für ein Gottesbild man hier zu lesen bekommt....vieviel tote Theologie...... und das allen Ernstes..... nur traurig.)



      Seele1986 schrieb:

      Wenn man diese Taufe bereits erhalten hat und dann gläubig wird, dann gibt es keinen Grund, den Taufakt zu wiederholen. Bei uns geht das nicht, denn es heißt: "EINE Taufe".


      Man soll die Taufe auch nicht wiederholen, sondern sich überhaupt taufen lassen. Es heißt eine Taufe, weil es dabei nicht um die Anzal der Taufen geht, sondern um die Betonung, dass es nur EINE vor Gott gültige Taufe gibt - und das ist die Taufe durch Untertauchen nach einer eigenen, freien Entscheidung zum neuen Leben mit Jesus. NUR ALLEIN DIESE TAUFE gilt, keine andere! "EINE Taufe", genau wie "EIN Herr" und "EIN Glaube" (Eph 4,5). Hier ist die Rede von der Theologie, Religion oder wie auch immer du das nennen willst. Aber sicher ist hier nicht die Anzahl gemeint.


      .
    • Die Kindstaufe hat mit der Biblischen Taufe nichts, aber auch gar nichts zu tun


      Natürlich, wenn ein "ganzes Haus" sich taufen lässt, wie in der Apg. beschrieben. Hören wir doch auf, dass ständig zu zerquatschen..

      Schade, dass du die biblische und wahre Substanz der Taufe auf den Namen Jesu nicht verstanden hast.


      Bitte, können wir das unemotional machen hier? Hatte mit Stephan und anderen im Thread "Rhetorik" auch schon darüber gesprochen.

      Ich bin gläubiger Christ; du brauchst nichts "schade" finden...

      Man kann ALLES biblisch begründen, wenn man es will. Mit etwas Gedankenakrobatik und hübsch manipulierten Textdeutungen ist es kein großes Ding.


      Da muss ich dir zustimmen!

      Denn, wie schon oft geschrieben, von dir aber fleißig ignoriert, die Definition der Biblisvchen Taufe lässt automatisch Kinder aus.


      Ignoriert habe ich gar nichts, denn ich habe stets auf Meinungen anderer geantwortet. Ich weiß, das ist jetzt kleinlich, aber irgendwie hast du öfters Begriffs-Probleme..

      Nein Seele, ich kann es nur nicht ertragen, dass hier User aus fremden Kirchen ungehindert und fleißig on mass(!!!) Unwahrheiten verbreiten, ganz allmählich fremdes Feuer rein tragen, sogar so geschickt, dass sich andere sogar dafür bedanken, da es doch, ach, so toll klingt. Ich bin eben so jemand, der das sieht und sich traut auch etwas dagegen zu sagen... dabei lese ich bei weitem nicht alle Beiträge von dir.


      Das weiß ich, dass du das nicht ertragen kannst.
      Ich kann die Unfähigkeit zum Perspektivwechsel nicht ertragen, aber muss auch damit klar kommen; wir tragen alle unsre Last..

      "Fremdes Feuer", sehr originell ;)

      Aber "Geschicklichkeit" lasse ich mir nicht vorwerfen, Stofi! Ich schreibe einfach, was ich meine, das wirst du mir lassen, oder? Was ist daran bitte "geschickt" (du meinst ja: durchtrieben, so verstehe ich das)? Kannst du ein bisschen fair bleiben?

      Nochmal, weil du scheinbar eine "List" bei mir vermutest: Ich brauche aus gläubigen Adventisten keine Evangelen zu machen! Ich habe das nicht nötig und es ist nicht mein Bestreben (und auch nicht mein "Auftrag"). Es ist nicht mein Auftrag, verstehst du?
      Im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten betreibe ich keine Ab-Werbung von Christen. Ich finde das schwachsinnig. Wir diskutieren hier einfach nur.

      Du brauchst dich nicht "trauen" etwas zu sagen, dir verbietet hier keiner den Mund... :huh:

      Du stellst das hier dar, als ginge es um Leben und Tod, als würde ich dir am liebsten den Kopf abhacken, oder sowas...

      Warum sonst überhaupt Taufe? Warum mit Wasser?


      Weil dadurch im äußerlichen Zeichen ausgedrückt werden soll, was innerlich Wahrheit werden soll oder Wahrheit geworden ist (im Falle der Erwachsenentaufe).

      Und es ist nicht einfach "nur nen Ritual", das habe ich nicht gesagt! Es ist etwas Heiliges; aber nicht um der Durchführung willen, sondern um des Inhalts willen, der damit ausgedrückt wird.

      Der "Wert" der Taufe ist nicht personen-gekoppelt! Was wäre denn, wenn ein Mensch, der sich mit 20 taufen ließ, eine starke Phase des Zweifels hat oder sich abkehrt? Ist die Bedeutung seiner Taufe wertlos? Nein. Der Zuspruch und die Bedeutung der Taufe gilt um ihrer selbst willen. Daran kann der Mensch scheitern und fehlgehen. Wir sind darüber nicht erhaben, was im Herzen eines Menschen geschieht.

      (Wenn ich sowas von dir immer so lese, dann wird mir oft schummrig vor Augen, wie wenig man Gott und Jesus ernst nimmt, was für ein Gottesbild man hier zu lesen bekommt....vieviel tote Theologie...... und das allen Ernstes..... nur traurig.)


      Du bist die Schäferin...

      Weißt du Stofi: Ich habe kein Schild um den Hals, wo drauf steht: "Heute will ich Stofis Gemüt belasten!" Also bleib locker.

      Die anderen hier sind auch nicht meiner Meinung, aber sie diskutieren ordentlich und laden sich nicht so statisch auf..

      Wie schon öfters gesagt: Ich habe gar nichts gegen harte Diskurse, ich mag das. Aber du machst da direkt eine "verlorener Irrlehrer"-Geschichte draus.

      Und damit kann man keine Unterhaltung gestalten, es ist einfach nicht machbar; wie soll ich darauf antworten können?

      Lg
    • @Seele1986
      Ich würde gerne noch zu den Themen schreiben, die wenig bis kaum die Prädestination tangieren. Es würde einfach keinen Sinn machen solange wir hinsichtlich dieser Frage keine gemeinsame Basis haben, da dies direkte Auswirkungen auf die Auslegung anderer relevanter Bibeltexte hätte.

      Ebenso würde ich es auch begrüßen wenn sich die Diskussion von "Kindertaufe - pro und kontra" hin zum "Beschneidung vs. Kindertaufe" entwickeln würde (sorry, wenn ich selbst nicht dazu beitragen konnte). Vorher muss aber erstmal geklärt werden, was die Kindertaufe eigentlich ist und ferner welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Beschneidung bestehen.
      Klar ist erstmal, dass der sichtbare Ritus ein anderer ist - ich denke das ist offensichtlich. Die Frage ist nun, welche grundlegenden Prinzipien stecken dahinter. Diese sollten dann verglichen werden.

      Das Taufverständnis hängt unmittelbar mit dem Verständnis von Sakramenten zusammen. Da es aber selbst in der evangelischen Kirche dazu unterschiedliche Vorstellungen gibt (reformiert vs. lutherisch s. Wikipedia) werde ich mich jetzt erstmal nur auf das beziehen, was du darunter verstehst.
      Bis jetzt habe ich in deinen Beiträgen folgende wesentliche Punkte erkannt:
      • Taufritus = Zeichen ohne Einwilligung des Täuflings (bei der Kindertaufe) - wie bei der Beschneidung
      • Kindertaufe wird daher von den Eltern initiert - wie bei der Beschneidung
      • "Das Gute" wird voraus-gesetzt bzw. voran-gestellt - wie bei der Beschneidung (???)
      • Taufe bleibt nicht "sichtbar" - ein Unterschied zur Beschneidung
      • Die Taufe macht und hält nicht gläubig - wie verhält sich dieses Prinzip zur Beschneidung? Sollte die Beschneidung gläubig machen und halten?
      • Taufe ist die Aufnahme in das "Kirchenvolk" (siehst du das so wie Babylonier?) - wie bei der Beschneidung (Aufnahme ins Volk Israel)

      Mir geht es im Kern hauptsächlich dadrum, ob man in der Auseinandersetzung der Apostel mit der Beschneidung erkennen kann welche Prinzipien oder Denkweisen, die sich hinter der Beschneidung versteckten, abgelehnt wurden. Es geht mir eigentlich garnicht so sehr um den Ritus, sondern um das, was man sich damals von der Beschneidung versprach und wie dies im Verhältnis zu den Schriftaussagen steht.
      Von daher auch meine Vorgehensweise:
      1. Welche Prinzipien stecken hinter der Beschneidung - was sagt Schrift?
      2. Welche Missverständnisse prägten manch jüdische Zeitgenossen der Apostel? Wie stellten die Apostel dies klar?
      3. Welche Prinzipien stecken hinter Kindertaufe - was sagt die Schrift?
      4. Welche (möglichen) Missverständnisse stecken hinter der Kindertaufe heute? Gibt es da Parallelen zur Beschneidung?
      Meine bisherige Meinung ist die, dass ich es widersprüchlich finde, dass die Apostel sich einerseits gegen das "Sakrament" der Beschneidung aussprachen und andererseits das "Sakrament" der Taufe einführten (bzw. akzeptierten). Sollte hinter beiden Zeichen das Prinzip gleich bleiben, würden sie nur den symbolischen Ritus ändern - aber ich glaube die Diskussionen der Apostel gingen immer um die Prinzipien dahinter und nicht um die äußere Form. Folglich müsste es einen fundamentalen Unterschied zwischen Kindertaufe und Beschneidung geben, der die Einführung des einen und die Aufhebung des anderen rechtfertigt. Welcher ist das im konkreten Fall bei der Kindertaufe? Mit welchen Bibeltexten kann man diesen erklären?
      Meine bisherige Position ist die, dass dieser fundamentale Unterschied nur existiert, wenn die Taufe eine Bekenntnistaufe ist.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • @Bemo:

      Gerne. Das ist doch mal ein ordentliches Gespräch, danke!

      Zunächst zu deinen Gegenüberstellungen anhand meiner Aussagen hier:

      "Das Gute" wird voraus-gesetzt bzw. voran-gestellt - wie bei der Beschneidung (???)


      Darf ich fragen, was die ??? bedeuten sollen? Beschneidung war im AT das Bundeszeichen des Volkes, gegründet auf den Verheißungszuspruch Gottes zu Abraham. Das "Gute" wurde also auch hier vorausgesetzt.

      Taufe bleibt nicht "sichtbar" - ein Unterschied zur Beschneidung


      Genau. Und hierzu werde ich gleich bezüglich der Apostel eingehen.

      Die Taufe macht und hält nicht gläubig - wie verhält sich dieses Prinzip zur Beschneidung? Sollte die Beschneidung gläubig machen und halten?


      Nein. Davon redet Gott auch nie. Deshalb spricht er ja vom "beschnittenen Herzen", das nötig ist. Die Beschneidung ist ein Zeichen (Sakrament); Gott nennt es ja selbst "Das Zeichen meines Bundes". Beschnitten-sein, aus einem Volk sein, in einer Kirche sein ist doch kein Freifahrtschein... Wir müssen doch diese Diskussion jetzt nicht ernsthaft führen, oder?

      Taufe ist die Aufnahme in das "Kirchenvolk" (siehst du das so wie Babylonier?)


      Ja. Das ist unter anderem das Symbol in der Taufe für uns. Das ist aber eine weltliche Sache. Man wird durch Taufakt auch Mitglied der Kirche (weltlicher Aspekt); der Taufakt drückt den Zuspruch Gottes aus (geistlicher Aspekt).
      Das ist aber kein "Durchwinken" ins Himmelreich, wie manche meinen. Jeder kann austreten und jeder kann zudem diesen Zuspruch Gottes ignorieren und verwerfen.
      Es ist wichtig, dass einem Menschen beigebracht wird, dass das seinem Gewissen anheimgestellt ist. Man kann das ablehnen.

      Nun zu deinen Punkten:

      Welche Prinzipien stecken hinter der Beschneidung - was sagt Schrift?


      Ich hatte das neulich schon mal geschrieben, als man wieder von "hygienischen Aspekten" usw. dran war: Das ist Zusatz; Gott gibt keine dreckigen Gebote oder Zeichen.

      Inhaltlich geht es in der Beschneidung um etwas anderes: Es geht darum, dass etwas vom Menschen entbehrt wird, dass er entbehren kann (also vom Mann). Die Frau hat den Zyklus des Sterbens bereits in sich (Menstruation, Schwangerschaft, Geburt).
      Vom Männlichen (patriacharle Linie) wird eine Entbehrung als Bundeszeichen eingefordert, das mit Blut beschlossen werden muss, um das Sterben auszudrücken.
      Dadurch soll ausgedrückt werden, dass Gott den Menschen ganz einfordert.

      Warum wird nicht nach der Meinung des Kindes gefragt? - Weil Gott immer Gott und HERR ist, unabhängig vom persönlichen Glauben oder Unglauben.
      Wir Menschen sind fehlerhaft, wir irren, wir erkennen nicht, wir sind vor allem egozentrisch.. Gott bleibt Gott, ob ich das erkannt habe oder nicht. Dieses Zeichen liegt auf dem Menschen, der in das Volk geboren wird. Er kann andere Wege einschlagen, darum geht es bei diesem Zeichen aber nicht.

      Welche Missverständnisse prägten manch jüdische Zeitgenossen der Apostel? Wie stellten die Apostel dies klar?


      Was wollten die jüdischen Zeitgenossen denn? - Sie wollten, dass die Heiden zusätzlich zum Neuen, geistlichen Bund in Christus, die Beschneidung als BUNDESZEICHEN durchführen lassen. Es ging nicht um die Reihenfolge für Paulus, sondern es ging um das Neue Zeichen, dass nun nicht mehr äußerlich "im Fleisch" ist, sondern innerlich "im Geist".
      Paulus redet an keiner Stelle davon, dass nun die Reihenfolge anders sei, weil man sich erst freiwillig entscheiden muss und dann erst das Zeichen geschehen darf. Im Gegenteil: Paulus redet ständig davon, dass der Mensch von Natur aus gar nicht frei ist, sondern uneinsichtig. Dem natürlichen Menschen ist es eine "Torheit".

      Natürlich stehen in der Apg. hauptsächlich Berichte, dass Erwachsene sich taufen ließen... Weil es noch gar keine christlichen Familien und Generationen gab. Es war eine Erst-Verkündigung an die Heidenvölker. Das waren erwachsene Leute, die sich dann taufen ließen, ist doch logisch.

      Und es ist vollkommen richtig so. Es geht nicht um die Ablehnung der Großtaufe, das wirst du von einem ev. Christen nicht hören.
      Meine Eltern haben meinen Bruder und mich als Säuglinge taufen lassen;
      meine Tante hat meinen Cousin und meine Cousine nicht taufen lassen; die haben sich vor ein paar Jahren (mündig) taufen lassen.

      Würde ich heute zu meinem Pastor gehen, und sagen: "Ich will mich großtaufen lassen!", würde er sagen: "Das geht nicht!"
      Warum? - Weil (für uns) die inhaltliche Aussage der Taufe selbst heilig ist, weil das Wort Gottes darin ist. Es ist nicht der Taufakt heilig (also es gibt keine Kraft-Übertragung oder sowas); es ist auch nicht Wille oder Entscheidung der Person heilig; sondern das Wort Gottes allein.
      Deshalb kann eine Taufe bei uns nicht wiederholt werden.

      Was wäre, wenn jemand groß-getauftes, abfällig wird und nach 10 Jahren wieder zu Gott findet? Soll der sich dann auch nochmal taufen lassen? Es ist nicht vom Menschen und seinen (ach so freien) Entscheidungen abhängig..

      Entscheiden muss sich der Mensch im Leben sowieso! Wenn ich mich als getaufter Christ bewusst für Christus entschieden habe (bei mir war das 2010), dann brauch ich das nicht an die Glocke hängen, sondern dann soll ich im Dienst am Nächsten dieser Entscheidung nach meinen Möglichkeiten genüge tun.

      Welche Prinzipien stecken hinter Kindertaufe - was sagt die Schrift?


      Für uns Apostelgeschichte 2,39: Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.

      Ob und wen der Herr "herzurufen" wird, wissen wir nie; wir hoffen, dass unsere Kinder herzugerufen werden.

      Da steht keine Anordnung für eine Reihenfolge, denn am Prozedere und Zeitpunkt selbst ist nichts "heiliges" dran.
      Denn Jesus sagt: "Wer glaubt und getauft ist, der wird gerettet; wer aber nicht glaubt, der geht verloren..";
    • Welche (möglichen) Missverständnisse stecken hinter der Kindertaufe heute?


      Einige, die ich kritisiere.

      1. Taufe ist nur noch ein "Fest-Akt", der gemacht wird, weil man einen "Fest-Akt" will. Also vollkommen bedeutungslos.

      2. Man glaubt, dass ein Baby getauft sein müsse, weil es sonst im Todesfalle nicht in den Himmel käme (kath.). Offiziell von evangelischer Seite (seit Martin Luther) als Irrlehre abgelehnt.

      3. Man glaubt, der Taufakt gieße irgendeine Energie oder Kraft in das Baby, wodurch es heilig würde, und fortan sei die Lebensführung und Entwicklung eigentlich egal. Allerdings sind das eher Gedanken von Kirchengegnern; ich kenne keine aktiven Kirchenmitglieder, die so denken würden und habe auch noch nie davon gehört.
      Jede Volkskirche (evangelisch wie katholisch) hat den Wunsch und Anspruch, das getaufte Kind dann auch christlich zu erziehen. [Ich sage: Den Anspruch! Ich sage nicht, dass alle das tun!]

      Das sind die 3 großen Irrlehren, die diesbezüglich existieren (können).

      Allerdings erlaubst du mir bitte, das direkt auch auf die Großtaufe anzuwenden, ok? Nicht, weil ich relativieren will, sondern weil Fehler nun einmal zum Menschen generell gehören:

      1. Ein Kind wächst in einer Gemeinde auf und entscheidet sich mit 17 oder 18 "frei" für den Glauben und lässt sich taufen. (Natürlich lässt es sich taufen... Was auch sonst? Wenn du es 18 Jahre vorgemacht und vorgelegt bekommst, machst du es in der Regel natürlich auch... Also "Freiheit" ist immer so eine Sache)

      2. Die eigene Glaubens-Entscheidung und das "Bekehrungserlebnis" werden zu großen Themen gemacht, die auch stets ausladend erzählt werden (was man dann "Zeugnis geben" nennt). Die Zuhörer denken dann: "Boah, sowas will ich auch" oder "So muss das geschehen, the Power of God, wow...!"
      [Ich weiß, dass sowas bei Adventisten nicht angesagt ist; aber ebenso sind die Kritiken zur Kindertaufe nicht generell angesagt, nicht wahr?]

      3. Da es keine Mitgliedschaft aus Nachwuchs gibt, muss natürlich um Mitglieder "gekämpft" werden; da wird es dann teilweise fragwürdig.
      Du wirst nicht leugnen, Bemo, dass in gewissen Gemeinden den heranwachsenden Kindern ganz "unmissverständlich" klar gemacht wird, wo sie hingehören, oder?!
      Da muss ich dir ehrlich sagen: Ich bin dankbar für meinen freien (evangelischen) Lebensweg, den ich gehen durfte.

      Das sind auch 3 Punkte.

      Wir können das bis in alle Ewigkeit weiter diskutieren...

      Lg
    • Seele1986 schrieb:

      Zitat


      Die Kindstaufe hat mit der Biblischen Taufe nichts, aber auch gar nichts zu tun

      Seele1986 schrieb:

      Natürlich, wenn ein "ganzes Haus" sich taufen lässt, wie in der Apg. beschrieben. Hören wir doch auf, dass ständig zu zerquatschen..

      @Seele, siehst du, genau das ist es, kein Interesse an anderen Meinungen, sondern "so ist es und Punkt und Basta". ;)
      Wie Du und die gesamte evangelische Fraktion darauf kommt, dass mit dem "ganzen Haus" auch kleine Babys/Kinder gemeint sind, ist mehr als unverständlich. Woher wisst ihr, dass in dem bestimmten Haushalt auch Babys/Kleinkinder waren? = Reines Wunschdenken zur Legitimierung der Kindstaufe.
      Weil die biblische Taufe ganz genau definiert ist, kann (darf) bei "ganzem Haus" eben KEIN Baby, auch KEIN Kind mit getauft worden sein.

      Es wundert mich sowieso, wie man hier, in einem STA Forum überhaupt über ein Vergleich `Beschneidung vs. Kindstaufe` diskutieren kann. Was haben Melonen mit T-Shirts gemeinsam?

      .
    • @Stofi

      Du musst ja nichts dazu schreiben, wenn Du das Gefühl hast das sind total verschiedene Dinge. Sinnvoll wäre es doch, wenn man mal die Beschneidung genauer ansieht und dann das Verständnis genauer ansieht. Ziemlich sicher gibt es dann Pukte die einen Vergleich zu lassen und es wird auch Punkte geben, die etwas anderes aussagen. Man muss sich bei solchen Dingen immer erst die Grundlage erarbeiten, erst dann kann man Vergleiche ziehen, viele beginnen jedoch lieber mit vorgefertigten Meinunge und lassen so eine Grundlagenarbeit gar nicht erst zu.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • @Stofi:

      1. Das Wort "Er und sein Haus" kommt mehrmals vor in der Apg. bei verschiedenen Fällen. Die haben alle keine Kinder gehabt, oder wie? Vor 2000 Jahren... in jüdischen Haushalten.. keine Kinder..??

      Ich habe Wunschdenken?

      2. "Melonen & T-Shirts"?

      Die Bundeszeichen sind zwar nicht rituell gleich, aber thematisch sind sie sehr wohl gleich.

      -Werk Gottes/ Zuspruch (Weisung Abrahams; Rettung Israels; Heilswerk Christi) - Anspruch an den Menschen, der in den Bund genommen wird (Beschneidung; Gesetz; Liebe).

      Was die "genaue Definierung" angeht: Es gibt keine genaue Definierung der Taufhandlung in der Bibel. Wie kommst du darauf?

      Da steht einfach nur, dass Leute sich haben taufen lassen; haben sie übrigens auch vor Jesus schon gemacht..

      Ich mag prinzipientreue Menschen (bin ich auch), aber irgendwie hast du da einen extremen Fable für..

      Fühlst du dich sicherer, wenn du alles in Stein meißelst, oder wie?
    • Ich denke, dass diese Thematik gar nicht so kompliziert ist, wie sie dargestellt wird.
      Es gibt nur "eine Taufe" bezieht sich für mich ganz klar auf die Glaubenstaufe. Nicht nur auf eine einmalige Taufhandlung.
      Wenn man sich mit der Sühnetheologie beschäftigt und auch den Römerbrief liest, dann kommt zuerst die Rechtfertigung aus dem Glauben, danach der Glaubensgehorsam durch die Taufe. Nach dieser Regel wird nicht jeder getauft, aber so verstehe ich Gottes Wort.
      Zuerst der Glaube, dann die Taufe. Das ist mit es "gibt nur eine Taufe", gemeint.

      Das ist vollkommen uninteressant, ob sie Kinder hatten oder nicht. Die Bibel spricht von der Glaubenstaufe, nicht von einer Säuglingstaufe. "Das ganze Haus" ist dann im Glauben gefolgt.
      Du wirst keine Stelle in der Bibel finden, wo Gott die Säuglingstaufe seinem gläubigem Volk gebietet.
      Im Gegensatz dazu gibt Gott den Israeliten klar und deutlich den Auftrag, ihre Kinder am 8 Tag beschneiden zu lassen.
      Dies bezieht sich mMn auf Abraham, der zuerst Glaubte und danach die Beschneidung empfing. Auf die Verheißung: Deine Nachkommen werden so zahlreich wie die Sterne am Himmel sein, gibt es die Beschneidung seiner fleischlichen Nachkommen. Gleichzeitig hat Gott immer wieder erklärt, dass die körperliche Beschneidung nicht errettet, sondern nur die Beschneidung am Herzen.....
      Hebräer 11. Der Glaube errettete im AT, nicht irgendwelche äußere Zeichen und Bündnisse

      Ich finde die Lehre, dass Christen, die als Säuglinge getauft wurden, später nicht mehr die Erwachsenen Taufe empfangen dürfen, als eine unbiblische Lehre, die nicht von Gott kommt.


      Römer 6
      Der Gläubige ist eins gemacht mit Christus: der Sünde gestorben – Gott lebend in Christus (Dies wird in der Taufe offiziell bezeugt)

      1 Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? (Römer 3.5-8) 2 Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? 3 Oder wisset ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Jesus Christus getauft sind, auf seinen Tod getauft sind? (Galater 3.27) 4 Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf dass, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. (Kolosser 2.12) (1. Petrus 3.21) 5 Denn wenn wir mit ihm verwachsen sind zur Ähnlichkeit seines Todes, so werden wir es auch zu der seiner Auferstehung sein, 6 wissen wir doch, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so daß wir der Sünde nicht mehr dienen; (Galater 5.24) 7 denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde losgesprochen. 8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, 9 da wir wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn; 10 denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er für Gott. (Hebräer 9.26-28) 11 Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebet in Christus Jesus, unsrem Herrn!

      Der Tod hat nun keine Macht mehr in unserem Leben, denn wer gestorben ist, braucht den Tod nicht mehr zu fürchten - das ewige Leben aus der Kraft Gottes hat begonnen - wir sind neugeboren -Gott handelt und schenkt uns Seine Verheißungen:
      Mit der Taufe sind wir seine Kinder, die Erben seines Reiches und der Herrlichkeit - mit Christus "verschmolzen und eins geworden" - wow!!
      Vor der Taufe kommt der Glaube an die Rechtfertigung. Die Taufe kommt aus dem Gehorsam heraus. Zuerst Glaube, dann kommt automatisch die Nachfolge.
      Die Bezeugung der Nachfolge geschieht durch die Taufe. Hierbei wird der heilige Geist zugesichert.Welcher Gläubige möchte nicht den Heiligen Geist geschenkt bekommen??

      Apg2,38

      Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen.
      "...und jeder lasse sich taufen ....... so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen"

      Apostg. 22,15
      "Nun, was zögerst du, steh auf und lass dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an"

      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Es gibt nur "eine Taufe" bezieht sich für mich ganz klar auf die Glaubenstaufe. Nicht nur auf eine einmalige Taufhandlung.


      Sehe ich nicht so. Es bezieht sich auf die inhaltliche Bedeutung der Taufe; diese ist einmalig. Bezöge es sich auf die "willentliche" Glaubenstaufe, dann wäre es personenbezogen. Die Taufe ist für mich nicht personenbezogen, sondern inhaltsbezogen. In der Taufe wird etwas zugesprochen.

      Ich hatte bereits an Bemo geschrieben: Was ist denn, wenn jemand, der sich willentlich als Erwachsener taufen ließ, abtrünnig wird? Sein "Glaube" war ja wohl nicht so recht (oder was auch immer, keine Ahnung). Er kommt nach 10 Jahren wieder zu Gott. Dann müsste er, wenn die Taufe sich allein auf SEINEN Glauben bezieht, sich wieder taufen lassen.

      Du wirst keine Stelle in der Bibel finden, wo Gott die Säuglingstaufe seinem gläubigem Volk gebietet.


      Das habe ich auch nicht gesagt. Ich durchforste die Bibel auch eher selten nach Geboten..

      Gleichzeitig hat Gott immer wieder erklärt, dass die körperliche Beschneidung nicht errettet, sondern nur die Beschneidung am Herzen.....


      Es hat hier niemand gesagt, dass die vollzogene Taufhandlung erretten würde... Ich finde das ein bisschen unfair.

      Übrigens widersprichst du dir, ebenso wie Stofi.

      Bezogen auf das Säuglingsalter sagt ihr: "Die Taufe rettet nicht, sondern nur der Glaube."

      Dann sagt ihr: "Die Taufe MUSS eine Bekenntnistaufe sein, sonst ist sie falsch." (Also doch Errettung durch Taufpraxis)

      Der Glaube errettete im AT, nicht irgendwelche äußere Zeichen und Bündnisse


      Eben. Und der Israelit im AT hat den Zuspruch (den er von Gott ungefragt bekommen hat) durch seinen Glauben und sein Leben beantwortet. Ebenso muss das jeder Christ tun.

      Welcher Gläubige möchte nicht den Heiligen Geist geschenkt bekommen??


      Ein Gläubiger hat den Heiligen Geist, denn ohne Heiligen Geist kein Gläubiger.

      Ihr postuliert hier den Gedanken, dass durch die Tauf-Handlung ein Geist eingegeben oder bewegt wird.

      Der Heilige Geist wird nicht durch unsere Handlungen bewegt; er bewegt unsere Handlungen.

      Ich habe das schon mehrmals auch in anderen Threads gesagt:

      Ihr (einige) habt eine Lesart und Denkweise, die vom Handeln des Menschen auf Gott schließt.

      Diese Denkweise habe ich nicht.
    • Seele1986 schrieb:

      Zitat von Elli59
      Es gibt nur "eine Taufe" bezieht sich für mich ganz klar auf die Glaubenstaufe. Nicht nur auf eine einmalige Taufhandlung.


      Sehe ich nicht so. Es bezieht sich auf die inhaltliche Bedeutung der Taufe; diese ist einmalig. Bezöge es sich auf die "willentliche" Glaubenstaufe, dann wäre es personenbezogen. Die Taufe ist für mich nicht personenbezogen, sondern inhaltsbezogen. In der Taufe wird etwas zugesprochen.
      Die Taufe ist ein Liebesbeweis an Jesus und eine Bezeugung eines Glaubens an die Sühnung unserer Schuld durch Jesus Blut. Dies ist immer personen-und inhaltsbezogen.

      Seele1986 schrieb:

      Ich hatte bereits an Bemo geschrieben: Was ist denn, wenn jemand, der sich willentlich als Erwachsener taufen ließ, abtrünnig wird? Sein "Glaube" war ja wohl nicht so recht (oder was auch immer, keine Ahnung). Er kommt nach 10 Jahren wieder zu Gott. Dann müsste er, wenn die Taufe sich allein auf SEINEN Glauben bezieht, sich wieder taufen lassen.
      Ich verstehe dich nicht wirklich. Dein Taufverständins kann ich mit der Schrift nicht nachvollziehen. Wenn jemand wieder abtrünnig wird und sich erneut taufen lassen will, dann hätte ich nichts dagegen. Warum sollte er sündigen, wenn er seinen Bund in der Taufe wieder erneuern möchte? Wenn der Betreffende aber meint, dass die erste Taufe in Ordnung war, dann sieht er das so......Wo hast du da ein Problem. Ich glaube du solltest die Bibel bezüglich der Taufe besser lesen...

      Seele1986 schrieb:

      Zitat von Elli59
      Du wirst keine Stelle in der Bibel finden, wo Gott die Säuglingstaufe seinem gläubigem Volk gebietet.


      Das habe ich auch nicht gesagt. Ich durchforste die Bibel auch eher selten nach Geboten..
      Beim Durchforschen der Bibel stößt man automatisch auf Gottes Gebote. Alle Gebote Gottes sind gut für uns.
      Weil Gott uns liebt, sind seine Gebote auch ein Ausdruck seiner Liebe an uns.

      Seele1986 schrieb:

      Bezogen auf das Säuglingsalter sagt ihr: "Die Taufe rettet nicht, sondern nur der Glaube."

      Dann sagt ihr: "Die Taufe MUSS eine Bekenntnistaufe sein, sonst ist sie falsch." (Also doch Errettung durch Taufpraxis)
      Die Taufpraxis errettet nicht. Der Glaube fürht automatisch zur Taufe, wenn man die Taufe erst mal verstanden hat.
      Der Schächer am Kreuz konnte nicht mehr getauft werden. Der Glaube allein errettet. Aber der Glaube ist nichts wert,wenn man nicht das macht, was Gott von mir möchte.
      Noah glaubte Gott, aber was wäre gewesen, wenn er nicht auf Gott gehört hätte und die Arche gebaut hätte.- Dann wäre er genauso wie die anderen Ungläubigen ertrunken. Durch die Glaubenswerke wird unser Glaube bezeugt.

      Seele1986 schrieb:

      Ein Gläubiger hat den Heiligen Geist, denn ohne Heiligen Geist kein Gläubiger.

      Ihr postuliert hier den Gedanken, dass durch die Tauf-Handlung ein Geist eingegeben oder bewegt wird.
      Der Heilige Geist wird bei der Taufe verheißen. Das steht in Gottes Wort. Das der Heilige Geist vorher schon wirkt ist klar, sonst könnte kein Glauben entstehen.
      Sollen wir nicht tagtäglich um den Heiligen Geist bitten?

      Seele1986 schrieb:

      Der Heilige Geist wird nicht durch unsere Handlungen bewegt; er bewegt unsere Handlungen.
      Richtig. Der Heilige Geist sagt uns auch, dass wir Gottes Wort mehr glauben sollen, als menschliche Lehren.
      Wenn wir mehr auf menschliche Lehren sehen als auf Gottes Wort, betrüben wir den Heiligen Geist.

      Seele1986 schrieb:

      Ihr (einige) habt eine Lesart und Denkweise, die vom Handeln des Menschen auf Gott schließt.
      Ich sehe mich hier nicht angesprochen.

      Gruß



      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)