Werden wir durch Anschauen von Jesus verwandelt?

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    • Werden wir durch Anschauen von Jesus verwandelt?

      Wie versteht ihr diesen Text?
      2.Korinther 3,17.18
      17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
      18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.

      Wie werden wir in sein Bild verklärt? Was ist mit verklärt gemeint? Was ist die Herrlichkeit des Herrn in dem Text?
      lg
    • RE: Werden wir durch Anschauen von Jesus verwandelt?

      stadenker schrieb:

      Wie versteht ihr diesen Text?
      2.Korinther 3,17.18
      17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
      18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.

      Wie werden wir in sein Bild verklärt? Was ist mit verklärt gemeint? Was ist die Herrlichkeit des Herrn in dem Text?
      lg


      Lieber Stadenker, das ist ein wundervolles Thema. Diese Tiefe der Wahrheit und Herrlichkeit Gottes kann nur sehr selten in einem Forum besprochen werden. Hier werden die Perlen sichtbar, mit welchen das Neue Jerusalem geschmueckt ist. Wohl dem, der schon mal durchs Schluesselloch gucken darf!

      Also, das Verklaeren ist das Wiederspiegeln der Herrlichkeit Gottes und des Himmelreiches. Eine verklaerte Seele ist ein solcher Spiegel, indem das Wesen des Heiligen Geistes, das Wesen Christi sichtbar wird. Um verklaert zu werden, muss die Seele, also der Spiegel, rein sein, sonst gaebe es ja nur ein stark verzerrtes Bild, wie z.B.bei einem Hohlspiegel.

      Die Reinheit der Seele muss absolut sein. Es kann nicht eine Seele sein, deren Suenden einfach vergeben sind, nein, in dieser Seele darf auch im Entferntesten kein unreiner Gedanken mehr aufkommen koennen. Wie Johannes schon sagte, der aus Gott Geborene kann nicht suendigen, denn der Same bleibt in Ihm. Der Same ist das lebendig gewordene Wort, dieses Wort ist Christus, und dies wird im verklaerten Leib wiederspiegelt.

      Dieser Leib ist lebendig gemacht, ist hinuebergegangen vom sterblichen zum lebendigen Leib. Es ist das weisse Kleid der Auferstehung. Halleluja!

      Lieben Gruss
      Kis
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge
    • stadenker schrieb:

      Wie versteht ihr diesen Text?
      2.Korinther 3,17.18
      17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
      18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.

      Wie werden wir in sein Bild verklärt? Was ist mit verklärt gemeint? Was ist die Herrlichkeit des Herrn in dem Text?
      lg



      Diese Erfahrung habe ich besonders bei dem Buch "Das Leben Jesu" von Ellen White gemacht, es hat mich sehr verändert da ich nun jede Einzelheit von Jesus großen Kampf hier auf Erden kenne und nun noch mehr vor Augen habe was für ein großes Opfer unser Heiland für uns Sünder getan hat !

      Jedes mal wenn wir im Heiligen Geist Jesus Leben betrachten und es mit unserem vergleichen kommt der Wunsch nach Heiligkeit und Reinheit, man will jede Last der Sünde für immer verlieren und so rein und heilig wie Jesus unser großes Vorbild werden.

      In diesem Zustand verliert man keinen Gedanken mehr an die Sünde das kann ich versichern, jede Sünde startet mit einem sündigem Gedanken , wer seine Gedanken mit der Hilfe des Heiligen Geistes im Griff hat kann wirklich Sündlos werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jesus4ever ()

    • Hallo stadenker,

      ein sehr aktuelles und ansprechendes Thema, ich denke, die Frage ob wir durch das Anschauen Jesu verwandelt/verändert werden, ist sehr bedeutend für einen lebendigen Christen.

      Im Moment fällt mir dazu, beim Betrachten deiner Frage, der Psalm 139, vers 23 ein, wo die Bibel sagt: Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine;

      Wenn wir Gott in unser Leben lassen, dann bleiben entscheidende und sichtbar werdende Veränderungen nie an uns aus. Ein von Gott gebildetes und geführtes Gewissen, wird mehr und mehr dahingehend verwandelt und geschult, dass es durch die Wahrheit und Gewissheit seines Wortes am Leben erhalten wird und von wahrer, heilsamer Lebensveränderung bewegt wird.

      Mir ist das Wort Jesu bei seiner Versuchung hier von höchster und zentraler Bedeutung:

      Matthäus 4, 3-5

      Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden ! Er aber antwortete und sprach:

      ES STEHT GESCHRIEBEN: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.

      Ich bin davon überzeugt, wenn wir Gottes Wort regelmäßig anschauen, nicht ohne seine Worte leben wollen und unser Herz sich ihm dabei zu öffnen bereit ist; dann werden wir nach und nach in sein Bild verwandelt. Denn schon Menschen die sich mögen verhalten sich ähnlich zueinander; Gott, unser Schöpfer, der uns über alle Symphatie von Menschen stehend, sehnsüchtig liebt, wieviel kraftvoller ist eine regelmäßige Begegnung mit ihm !

      Lieben Gruß

      Ines
    • Kisehel schrieb:

      das Verklaeren ist das Wiederspiegeln der Herrlichkeit Gottes und des Himmelreiches. Eine verklaerte Seele ist ein solcher Spiegel, indem das Wesen des Heiligen Geistes, das Wesen Christi sichtbar wird. Um verklaert zu werden, muss die Seele, also der Spiegel, rein sein, sonst gaebe es ja nur ein stark verzerrtes Bild, wie z.B.bei einem Hohlspiegel.

      So weit ich gelesen habe, gab es zu der Zeit als der Koritherbrief verfaßt wurde, keine so reinen Spiegel, wie sie heute in Umlauf sind und prodzuziert werden können. Insofern bezweifle ich, dass damals das Wort Spiegel benutzt wurde, um eine völlig fehlerfreie Wiedergabe zu versinnbildlichen; ein Spiegelbild war damals praktisch immer etwas unvollkommen.

      Jedenfalls ist eine Spiegelung immer eine mittelbare Wiedergabe. Wir sind nicht, wir spiegeln nur. Das trifft sich auch mit moderneren Vorstellungen, so zeigt uns die moderne Physiologie, dass wir nicht unmittelbar sehen; sondern unser Gehirn versucht zu rekonstruieren, es gestaltet ein vermutlich realitätsnahes -- oder wenigstens brauchbares -- Bild dessen, wovon unsere Augen gereizt wurden.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • stadenker schrieb:

      Wie versteht ihr diesen Text?
      2. Korinther 3, 17.18
      17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
      18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
      Wie werden wir in sein Bild verklärt? Was ist mit verklärt gemeint? Was ist die Herrlichkeit des Herrn in dem Text?
      lg

      Es scheint mir, dass mit der Wendung "von einer Herrlichkeit zur anderen" vielleicht eine Entwicklung bezeichnet wertden soll, also eine nach und nach erfolgende Veränderung. Die Neue Genfer Übersetzung gibt diese Bibelstelle ungefähr wieder mit den Worten: "[...] indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, [...] [bekommen wir] immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit [...]." (NGÜ ungekürzt) Auch ein kurzer Kommentar von Manfred Roth zu dieser Wendung weist in diese Richtung:

      apo doxes eis doxan: von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Die Präpositionen apo und eis verstärken die Aussage jedoch. Etwa: Von einer Herrlichkeit [weg], zur nächsten Herlichkeit [hin]; also: von einer Stufe an Herrlichkeit, zur nächsten Stufe an Herrlichkeit.


      An gleicher Stelle ein Hinweis zur Verklärung, demnach steht dort im griechischen Text ein Wort, auf das unser Fremdwort Metamorphose zurückgeht:

      metamorphoo: Gräzität: Das Rohmaterial in eine andere Daseinsform bringen; z.B. Flüssiges zum Erstarren und umgekehrt. Umgestaltet werden wie: von innen her völlig verwandelt werden, (vgl. Mt. 17,2; Mk 9,2; Röm 12,2).


      Dies sind zumindest einige sinnfällige Deutungen und Hinweise zu 2. Korinther 3, 17-18. (Gegenüberstellung vierer Übersetzungen)

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19