Jesaja 66,22-24: Der neue Himmel und die neue Erde

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    • Jesaja 66,22-24: Der neue Himmel und die neue Erde

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      Jesaja 66, 22-24

      >>So sicher der neue Himmel und die neue Erde, die ich erschaffe, vor mir Bestand haben werden, so sicher sollen auch eure Nachkommen und euer Name Bestand haben<<, spricht der Herr. >> An jedem Neumond und an jedem Sabbat wird die ganze Menschheit kommen und mich anbeten<<, sagt der Herr. >> Und wenn sie hinausgehen, sehen sie die Leichen der Männer, die sich gegen mich aufgelehnt haben. Denn ihre Würmer werden nicht sterben und ihr Feuer wird nicht ausgehen. Sie werden zur Abschreckung für die gesamte Menschheit.<<

      Wie ist das bitte zu verstehen ?
      Und wenn sie hinausgehen, sehen sie die Leichen der Männer, die sich gegen mich aufgelehnt haben. Denn ihre Würmer werden nicht sterben und ihr Feuer wird nicht ausgehen. Sie werden zur Abschreckung für die gesamte Menschheit.


      Also wenn wir auf der neuen Erde leben und Gott anbeten müssen wir ständig auf die Leichen derer schauen die sich gegen Gott aufgelehnt haben ? ?(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Eric87 schrieb:

      Denn ihre Würmer werden nicht sterben und ihr Feuer wird nicht ausgehen. Sie werden zur Abschreckung für die gesamte Menschheit.
      Also zu der Thematik "Wurm" gibt es schon ein Thema, das das behandelt: Ewige Qual - ja oder nein?

      vielleicht findet man hier schon einige Antworten.

      Insgesamt ein schwieriges Thema, denn was hat Jesaja gesehen? Ein Bild von der Rückkehr Israels aus der babylonischen Gefangenschaft zurück nach Jerusalem? Das ewige Leben im Himmel, wo kein Tod mehr sein wird (Offb 21,4 und Offb 20,14) - dort soll jemand, der als 100jähriger stirbt als Jüngling gelten? (Jes 65,20)

      Insgesamt ein schwieriges Bild, das Jesaja hier beschreibt. Wortwörtlich zu sehen?
    • Lieber Eric.

      Die Botschaft Jesajas gilt in erster Linie dem Volk Israel. Wenn es aus der babylonischen Gefangenschaft entlassen wird und Gott so dienen wird, wie er es vor langer Zeit schon bestimmt hatte, dann sollten die prophezeihten Zustände ein treten.

      Wir alle wissen, dass Israel es auch nach der Gefangenschaft nicht schaffte, Gottes Missionsvolk der Erde zu werden, weswegen seine Zeit mit dem Ende der 70 Jahrwochen im Jahr 34 n.Chr. ablief.

      In einer sekundären Anwendung der Weissagung auf das Ende der Welt und die Neue Erde müssen wir für eine gesunde Auslegung darauf achten, dass wir sie im Lichte des NT sehen.. Und Johannes beschreibt uns in Offb. 21+22 eine Neue Erde, in der es keinen Tod mehr gibt.

      Ich würde das so sehen: Nur die Aussagen, die mit den neutestamentlichen Schilderungen der Neuen Erde übereinstimmen oder ihnen zumindest nicht widersprechen, kann man gelten lassen, das Andere aber gilt nicht mehr.

      Es gibt ja bei Jesaja noch eine Reihe weiterer Aussagen über die Neue Erde (sekundär gesehen), die so nicht eintreffen werden, weil das NT die Sicht der Neuen Erde weiter führt. (das ist wie bei Verträgen: Immer die letzte, neueste Ausfertigung gilt) Und nur die letzte und neueste Erkenntnis gilt. Ich für meinen Teil nehme hier auch noch die Aussagen von Ellen White über das Thema hinzu, weil ich für mich fest gestellt habe, dass sie sehr zuverlässig und hilfreich sind. Aber das muss jeder selbst aus probieren.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • benSalomo schrieb:

      ch würde das so sehen: Nur die Aussagen, die mit den neutestamentlichen Schilderungen -------- übereinstimmen oder ihnen zumindest nicht widersprechen, kann man gelten lassen, das Andere aber gilt nicht mehr.
      ich sehe hier einen ganz wichtigen Grundsatz, welcher für alle Themen gilt.

      Letztlich sind ja alle AT Aussagen "im Licht des NT" (auf Jesus hin) zu lesen, zu erkennen und zu kommentieren.
      So gesehen haben ja alle NT Schreiber das "apostolische Glaubensgut" niedergeschrieben-----

      es ist eine ausgesprochene unbiblische Unart, AT Aussagen ohne Berücksichtigung des NT, als "zeitgemäß und aktuell" zu proklamieren.

      siehe "Israel Thema", etc---
      l.g.y.
    • benSalomo schrieb:

      Ich würde das so sehen: Nur die Aussagen, die mit den neutestamentlichen Schilderungen der Neuen Erde übereinstimmen oder ihnen zumindest nicht widersprechen, kann man gelten lassen, das Andere aber gilt nicht mehr.
      Hm ok verstehe... ist denn nicht das Risiko sehr hoch das jeder die Texte auslegt und erklärt wie er will weil jemand keine NT Auslegung für das AT findet?
      Sonst könnte man ja ganz frech sagen man streicht alles weg was nicht mehr stimmt.
      Die Stellen verwirren ja nur wenn sie da stehen aber "kein Sinn" haben.
      Ist so etwas schon passiert bei Bibelübersetzungen? Das Menschen Texte hatten aber kein Sinn drin sahen und diese einfach weg gelassen haben?
    • Eric87 schrieb:

      Die Stellen verwirren ja nur wenn sie da stehen aber "kein Sinn" haben.
      Ist so etwas schon passiert bei Bibelübersetzungen? Das Menschen Texte hatten aber kein Sinn drin sahen und diese einfach weg gelassen haben?


      Alle Texte --ob im AT oder NT--haben "ihren Sinn", sie sollen nicht "weg gelassen werden" (in der Bibel)

      Viele biblische Themen zeigen eine "Entwicklung" über Jahrhunderte hinweg etc.

      z.B. Sündenvergebung:
      im AT gab es "zu seiner Zeit" die "Opfergesetze"----sie machten zu "ihrer Zeit" völlig SINN.

      im NT (Weiterentwicklung des Themas) gab es den einmaligen "Opfertod Jesus" am Kreuz !
      Was im AT "sinnvol" war, änderte sich im NT.
      Paulus und seine (Jesu) gläubigen Juden hatten diese Änderung erkannt, die anderen Juden bis heute nicht !!!!

      So hat jeder biblische Text, jede Prophezeihung und jede Offenbarung zu ihrer Zeit in ihrem Kontext etc ihre Bedeutung.
      Erst in der Zusammenschau---vor allem die Betrachtung und Auslegung des AT im Lichte des NT---ergeben sich die geistlichen Erkenntnisse.
      das nur mal als Gedankenanstoß.
      l.g.y.
    • Lieber Eric

      Es geht keineswegs darum, etwas weg zu lassen. Das wage ich nicht. Mit geht es lediglich um Anpassung an die neueste Version.

      1964 eröffnete ich mein erstes Girokonto bei der Postbank. Damals erhielt ich auch die Geschäfts Bedingungen. Diese haben sich bis heute wohl knapp 10 x geändert. Sie wurden umgeschrieben, neu formuliert, an neue Techniken angepasst und der neuesten Gesetzeslag angepasst. Die neueste Version gilt heute. Nach der alten Version von 1964 kann ich heute nicht mehr handeln

      So ähnlich sehe ich das auch mit den Weissagungen des AT. Zunächst hatte Gott sein Volk Israel unter Mose und Josua als sein Missionsvolk in die Mitte der damaligen Welt gesetzt, um seine Botschaft allen Menschen bekannt zu machen. Dann fiel das Volk laufend ab und kam in die Gefangenschaft. Gott gab ihm eine letzte Gnadenfrist von 70 Wochen = 49ß Jahre bis zum Messias. Auch diese Zeit verstrich, ohne dass Israel seinen Auftrag erfüllt.

      Und jetzt kommt ein Bruch, den leider viele besonders "fromme" Christen nicht erkennen. Aus dem politischen Israel machte Gott nach Jesus ein geistliches Israel. Mit einem verheißenen Überrest führte Gott sein Volk Israel weiter, nun aber nicht mehr an eine völkische Abstammung gebunden. Und der uralte Missionsbefehl wurde von Jesus selbst erneuert.

      Wer die Bibel nicht dynamisch auslegt, sondern statisch
      wie die Pharisäer, glaubt auch heute noch, dass die alttestamentlichen Vorhertsagen über Israel dem politischen Volk, das sich so nennt, gelten würden. Es gibt da viele Christen, die die bei Paulus beschriebene Decke über dem Kopf haben und im AT stecken geblieben sind. Wer aber die biblische Israel-"Philosophie" konsequent weiter führt und zu Ende denkt, erkennt schnell, dass alle gläubigen Nachfolger Jesu zu dem Samen Abrahams zählen und Israeliten (nämlich in des Wirtes Bedeutung: Überwinder) sind.

      Und so verstehe ich auch die alttestamentlichen Aussagen über die Neue erde. Es gilt die zeitlich neueste Version dieser Aussagen bei Johannes (und wer will, bei Ellen White) Für mich gilt das aber nicht nur in diesem Fall, sondern das gilt für alle Weissagungen des AT, sofern sie in unsere Zeit hinein reichen. Ich halte aber eine besondere Vorsicht geboten bei Aussagen, die sich auf die Zukunft beziehen. Da gilt auch: Unser Wissen ist Stückwerk.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • benSalomo schrieb:

      1964 eröffnete ich mein erstes Girokonto bei der Postbank. Damals erhielt ich auch die Geschäfts Bedingungen. Diese haben sich bis heute wohl knapp 10 x geändert. Sie wurden umgeschrieben, neu formuliert, an neue Techniken angepasst und der neuesten Gesetzeslag angepasst. Die neueste Version gilt heute. Nach der alten Version von 1964 kann ich heute nicht mehr handeln

      So ähnlich sehe ich das auch mit den Weissagungen des AT.

      Mir fällt immer wieder auf, mit welchen kreativen Vergleichen manche Adventisten Ihre theologischen Ansichten rechtfertigen. Das scheint irgendwie eine adventistische Spezialität zu sein.

      Bei anderen Religionsgemeinschaften habe ich diese Vielzahl an Vergleichen, die sich hier durchs Forum zieht, in dieser Form noch nicht erlebt.
    • Lieber Babylonier, falls Du es noch nicht gemerkt haben solltest: Hinter meinem anschaulichen Vergleich steht die "Christo-Zentrische Bibel-Ausklegungs-Methode", eine durchaus auch in evangelischen Kreisen anerkannte Methode, die Bibel in dem Fall aus zu legen, wo die Botschaft des AT ins NT hinein reicht.

      Ich habe das Ganze nur mal einfacher geschildert.

      Es wäre aber interessant, mal von Dir zu erfahren, wie Du das Auslegungs-Problem angehst. Vielleicht hast Du ja was Besseres ?

      Liebe Grüße von benSalomo.