Gäbe es die Adventisten ohne die katholische Kirche ?

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    • Gäbe es die Adventisten ohne die katholische Kirche ?

      So mal kurz aus meiner Beobachterrolle etwas rausschlüpf. .)

      Nach einigen Themen die ich hier so überflogen habe wird ja die katholische Kirche oft mit Babylon verglichen oder die Frage gestellt ob Katholiken Christen sind was mich doch etwas erstaunt aber sind denn nicht Katholiken diejenigen gewesen die den christlichen Glauben in Europa verbreitet und über Jahrhunderte weitergetragen haben ?
      Also ich verstehe nicht so ganz wie man sich davon einerseits distanziert auch vielleicht als Babtist/Methodist/Amish ect. aber andrerseits darauf doch seine Wurzeln gründet.
      Wer sonst hätte die Bibel an jeweils die nächste Generation übermitteln sollen , Orthodoxe oder koptische Christen ?

      Gruß
    • "Schwertwal" schrieb:

      Katholiken diejenigen gewesen die den christlichen Glauben in Europa verbreitet und über Jahrhunderte weitergetragen haben?
      Nach meiner Auffassung waren es eher diejenigen, die den „Glauben“ unter Verschluss gehalten haben um ihre eigenen Ideen und Ziele zu verwirklichen. Das Volk war gänzlich auf die Predigten der „Geistlichen“ angewiesen da die RKK den Besitz und das Lesen der Bibel lange Zeit verbot. Pech für den Klerus, dass Luther dem Egotrip der RKK ein Ende bereitete. Durch den folgenden Buchdruck konnte dann keiner mehr die Verbreitung des Wortes aufhalten.
    • RE: Gäbe es die Adventisten ohne die katholische Kirche ?

      Schwertwal schrieb:

      So mal kurz aus meiner Beobachterrolle etwas rausschlüpf. .)

      Nach einigen Themen die ich hier so überflogen habe wird ja die katholische Kirche oft mit Babylon verglichen oder die Frage gestellt ob Katholiken Christen sind was mich doch etwas erstaunt aber sind denn nicht Katholiken diejenigen gewesen die den christlichen Glauben in Europa verbreitet und über Jahrhunderte weitergetragen haben ?
      Also ich verstehe nicht so ganz wie man sich davon einerseits distanziert auch vielleicht als Babtist/Methodist/Amish ect. aber andrerseits darauf doch seine Wurzeln gründet.
      Wer sonst hätte die Bibel an jeweils die nächste Generation übermitteln sollen , Orthodoxe oder koptische Christen ?

      Gruß


      die katholische Kirche ist nicht das Problem, sondern deren Praktiken. Wäre die nicht abgefallen, bedürfte es möglicher Weise auch keine Adventisten. Es geht um die Lehre nicht um Namen.
    • -
      @Schwertwal, es geht darum, dass "Babylon" GEFALLEN ist. Heißt also, es hat mal gestanden. Die Gemeinde, bzw. Kirche war mal i.O. ... bis sie aber von der wahren Religion abgefallen ist, indem sie eine "Behausung der Dämonen" geworden ist. Durch die Annahme des Heidentum und der Verdrehung der Wahrheit ist diese, einst richtige Gemeinde, eben nicht mehr richtig. Aber in dieser Kirche waren mal treue Gläubige, die raus gegangen sind., um eine neue Gemeinde zu gründen. Es sind im Babylon, wozu heute ALLE gefallenen Kirchen zählen, noch viele aufrichtige Seelen, die man heraus führen soll---zu der Herde Christi.

      .
    • Lieber Schwertwal, so verkürzt und auch ungenau würde ich die Sache nicht sehen. Die RKK hat bewahrt und hat auch wieder nicht bewahrt. Und ein solcher Mix ist am Ende hoch gefährlich.

      Sie hat auch nichr die echte Bibel bewahrt, sondern nur ihre Version, die Vulgata. Die griechischen und hebräischen biblischen Texte wurden nicht von der RKK bewahrt. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts warnte eine Enzyklika (?) vor dem "giftigen" Bibellesen.

      Und an den Händen der RKK klebt viel Blut. Nicht nur das der auf den Scheiterhaufen Verbrannten, sondern auch die Millionen Opfer der von ihr angezettelten Kreuzzüge und teilweise des 30-j. Krieges. Historische Quellen gehen da von 50 bis zu 100 Millionen Opfern aus.

      Und Du solltest auch bedenken, dass nicht nur die STA etwas gegen die Organisation RKK haben (aber nicht gegen den einzelnen Karholiken)
      Wegen den unnachgiebigen Haltung dieser Kirche gegenüber Andersgläubigen und wegen der Lehre von der allein selig machenden Kirche haben eigentlich auch alle anderen Protestanten etwas gegen diese
      Organisation, sogar die jenigen, die sich von ihr Lehren borgen, wie die Darbvysten.

      Die historische adventistische Haltung gegen diese RKK-Organisation lässt sich auf die ursprüngliche Abneigung der Gesellschaft in den Neu-England Staaten zurück führen. Die meisten Bewohner dort stammten von Einwanderern ab, die vor den Verfolgungen und Drangsalierungen der RKK und der ihr hörigen Fürsten geflohen waren. Deshalb hatte die RKK in den USA Anfang des 19. Jahrhunderts einen denkbar schlechten Ruf. Das betraf aber alle dortigen Kirchen. Es gab auch keine diplomatischen Beziehungen zum Vatikan. Und weil die Erfüllung vieler biblischer Weissagungen sich in der Geschichte der RKK ablesen lassen, haben auch die Adventisten von der Organisation der RKK keine hoe Meinung. Das betrifft aber nicht deren Glieder. Es sind eine ganze Reihe ehemaliger Priester und sogar ehemalige Bischöfe heute Glieder der STA.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Wenn die STA von Gott selbst eingesetzt ist, dann hat das mit der katholischen Kirche wenig bis garnichts zu tun. Schließlich hat die STA nicht vorrangig den Auftrag Sektenaufklärer zu sein, sondern die Botschaft von Jesus Christus und seiner Wiederkunft zu verkündigen. Insofern ist die Frage eindeutig zu verneinen.

      Herzliche Grüße

      Rolf
    • Muss auch mal wieder ein Wörtlein zu diesem und jenem sagen ;)

      Atze schrieb:

      Nach meiner Auffassung waren es eher diejenigen, die den „Glauben“ unter Verschluss gehalten haben um ihre eigenen Ideen und Ziele zu verwirklichen. Das Volk war gänzlich auf die Predigten der „Geistlichen“ angewiesen da die RKK den Besitz und das Lesen der Bibel lange Zeit verbot. Pech für den Klerus, dass Luther dem Egotrip der RKK ein Ende bereitete. Durch den folgenden Buchdruck konnte dann keiner mehr die Verbreitung des Wortes aufhalten.
      Da hast du dich etwas vertan. Ein Volk, das nicht lesen kann, weil es keine Schulen gab, kann auch keine Bibeln lesen. Ein Volk, das nicht so viel Gold auf die Waagschale legen kann, um ein kostbares handgeschriebenes Buch zu erwerben, kann auch keine Bibeln besitzen. Anstatt ständig blind der "Kirche" irgendwelche Schuld in die Schuhe zu schieben, sollte man mal die Augen aufmachen. Sicher gab es auch im Mittelalter zuweilen eine unheilvolle Vermischung aus Politik und Kirche, aber das ist in den heutigen christlichen Kirchen nicht anders. Außerdem waren es die fleißigen Mitglieder der Kirche, wirkliche Gläubige, die Bibeln sorgfältigst abschrieben und für die Nachwelt bewahrten. Oder meinst du, Luther hat direkt aus antiken Pergamenten übersetzt?

      Petepassio schrieb:

      die katholische Kirche ist nicht das Problem, sondern deren Praktiken. Wäre die nicht abgefallen, bedürfte es möglicher Weise auch keine Adventisten. Es geht um die Lehre nicht um Namen.
      Wenn man sich deine Praktiken hier so anschaut - Verleumdung, Beleidigung, Selbstherrlichkeit und so weiter - solltest du dich still zu den Abgefallenen setzen und mit ihnen um Gnade bitten.

      benSalomo schrieb:

      Sie hat auch nichr die echte Bibel bewahrt, sondern nur ihre Version, die Vulgata. Die griechischen und hebräischen biblischen Texte wurden nicht von der RKK bewahrt. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts warnte eine Enzyklika (?) vor dem "giftigen" Bibellesen.

      Und an den Händen der RKK klebt viel Blut. Nicht nur das der auf den Scheiterhaufen Verbrannten, sondern auch die Millionen Opfer der von ihr angezettelten Kreuzzüge und teilweise des 30-j. Krieges. Historische Quellen gehen da von 50 bis zu 100 Millionen Opfern aus.
      Luther hat auch zuweilen aus der Vulgata übersetzt. Dass griechische und hebräische Texte nicht abgeschrieben wurden, ist schlicht nicht wahr. Und welche Enzyklika oder Schrift warnt gleich nochmal vor einem "giftigen" Bibellesen? Quelle?

      Und wann diskutierst du das Verhalten und Versagen der Adventgemeinde und ihrer Angehörigen bei den Kriegen, Konflikten und Tragödien des 19. und 20. Jahrhunderts? Warum zeigst du mit deinem Finger auf andere, die für die Sünden ihrer Vor-vor-vor-Väter noch 1000 Jahre später zu büßen haben sollen, wenn es nach dir geht?

      Und, liebe Stofi: Komm lieber schnell vom Richterstuhl herunter und prüfe dich selbst, ob du das Etikett "abgefallen" wirklich auf diese Weise verteilen darfst, wie du das hier getan hast.
    • @amadeus:
      Ich finde diese einseitige Katholikenhatz, die manche abführen auch widerlich. Sie ist so etwas von einseitig und blind.
      Gestern habe ich z.B. einen Text gelesen, den ich hochinteressant finde, einen Vortrag auf einer katholischen Fakultät (Bischof em. Joachim Wanke, Erfurt, beim dies academicus der Katholisch-Theologischen Fakultät Innsbruck und dem Diözesantag des Bistums Innsbruck). Er sagte da: "Ich bin bei meinem Vortrag auf der sicheren Seite, wenn ich Bezug auf die Heilige Schrift nehme. Sie ist und bleibt ja zu allen Zeiten die Magna Charta für die Kirche Jesu Christi und jeden einzelnen Christenmenschen." oder "...Veränderungen bereiten Schmerzen. Sie sollten als Herausforderungen verstanden und angenommen werden. Dabei braucht es geistliche Haltungen, die sich am Evangelium selbst messen lassen müssen. In der Heiligen Schrift sind Einsichten zu entdecken, von denen ich meine, dass sie auch der Kirche und dem Christen unserer Tage beim Aufbruch in neue Zeiten Orientierung geben können." (uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/1040.html)

      Es hat ja unbestritten Zeiten gegeben und wird auch jetzt Kirchenangehörige geben, die in keiner Weise gottgefällig agieren, aber so zu tun als wären alle Katholiken (oder auch nur deren Mehrheit) nachhaltige Gottesleugner und verbrämte Heiden, die die Bibel verleugnen, verstecken oder zerstören ist einfach in einer Weise und einem Ausmaß unwahr, dass man nur feststellen kann: Es fällt zurück auf die, die solche unreflektierte, einseitige Aussagen publizieren.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • aber so zu tun als wären alle Katholiken (oder auch nur deren Mehrheit) nachhaltige Gottesleugner und verbrämte Heiden, die die Bibel verleugnen, verstecken oder zerstören


      Hallo HeimoW,

      zudem wird mit diesen Theorien eine "Planungs- und Handlungsfähigkeit" gedacht, die gar nicht machbar ist! (Wie auch bei den Freimaurer-Theorien!)

      Die Theorie: die RKK hat auf Jahrhunderte hinweg willentlich die Bibel manipuliert; sie setzt Symbole ein, um indirekt eine wider-göttliche Anbetung zu "injizieren"; sie erschaffen andere Organisationen (z.B. Freimaurer, Jesuiten), die dann aber gegen die RKK arbeiten, um ein Chaos zu stiften, aus dem dann eine neue Ordnung entsteht usw.

      Das alles wohlgemerkt über einen Zeitraum von 2000 Jahren hinweg bzw. (wenn man bei Babylon startet) über noch längerem Zeitraum. Geplant, gewollt und initiiert...

      Da wird dem Menschen viel zu-gedacht... Sowas können wir überhaupt nicht, weil wir dazu viel zu beknackt sind!

      Wir können solche Dinge "wollen", aber nicht über 3000 Jahre (mit wechselnden Generationen) auf so ein "Ziel" hinarbeiten; wie soll das gehen?

      Vor allem muss man damit rechnen, dass "die anderen" nicht "funktionieren": Wenn die geplant eingesetzten Jesuiten plötzlich ihr "eigenes Ding" machen, dann funktioniert der angedachte Ablauf nicht mehr.

      Oder wenn Adolf Hitler [die Freimaurer haben ja 1. und 2. Weltkrieg "geplant" ;) ] diesen Judenhass nicht entwickelt hätte; wenn er rhetorisch nicht geeignet gewesen wäre; wenn er im 1. Weltkrieg gefallen wäre undsoweiterundsoweiter...

      Diese Dinge sind überhaupt nicht "abzustecken"... Die Theorien haben schlichtweg keine Realität.

      Nun kann man sagen: "Der Satan macht das!"- Die Offenbarung berichtet und warnt ja davor.

      Richtig, aber dies gilt grundsätzlich für JEDEN Menschen (im einzelnen) und für JEDE Institution (im Kollektiven).

      Der Mensch "unter dem Fluch Satans" ist niemals der Andere! Die Suppe muss ich selber löffeln!
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Schwertwal schrieb:

      So mal kurz aus meiner Beobachterrolle etwas rausschlüpf. .)

      Nach einigen Themen die ich hier so überflogen habe wird ja die katholische Kirche oft mit Babylon verglichen oder die Frage gestellt ob Katholiken Christen sind was mich doch etwas erstaunt aber sind denn nicht Katholiken diejenigen gewesen die den christlichen Glauben in Europa verbreitet und über Jahrhunderte weitergetragen haben ?
      Also ich verstehe nicht so ganz wie man sich davon einerseits distanziert auch vielleicht als Babtist/Methodist/Amish ect. aber andrerseits darauf doch seine Wurzeln gründet.
      Wer sonst hätte die Bibel an jeweils die nächste Generation übermitteln sollen , Orthodoxe oder koptische Christen ?

      Gruß


      Ich fürchte du ignorierst dabei wichtige Entwicklungen in der Geschichte.
      1. die Urgemeinde war nicht katholisch
      2. die frühe katholische Kirche ist NICHT identisch mit der heutigen
      3. in der Kirchengeschichte bis zur systematischen Missionierung Deutschlands sind viele Dinge passiert, die NICHT von der Kirche sondern von Christen getan wurden.
      4. erst Bonifatius hat die hier lebenden Christen systematisch an Rom gebunden und damit "katholisch" gemacht. Das war lange nachdem es hier bereits Christen gab!
      5. Die "Missionierung" mit Schwert und Gewalt als Verdienst der Kirch dazustellen ist eine sehr zweifelhafte Form einen Widerspruch zu erzeugen.
      6. Diese Pauschalisierung hat eine "Qualität", die mit Wahrheit nichts zu tun hat und keine sachliche Basis.

      Viel sinnvoller ist es zu fragen welche Prozesse aus der Urgemeinde zu den Kirchen geführt haben in denen es um Macht geht und nicht um Wahrheit, um Bindung an die Kirche und nicht um Freiheit in Christus.

      Wenn wir diese Prozesse begreifen und ihre Mechanismen erkennen,
      dann fangen wir bei uns selbst an Korrekturen vorzunehmen ...
      dann verändern sich unsere "Feindbilder" ...
      dann erkennen wir den systematischen Denkfehler aller Kirchen (incl. der STA und all ihrer Splittergrupen) ...

      dann werden wir ganz auf Christus zurückgeworfen um IHM allein nachzufolgen!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Ich glaube man kann heute nicht mehr beantworten, wie fest die RKK von geleitet war. Tatsache ist für mich, dass man an der Geschichte der RKK wunderbar sehen kann, wie Satan es auf alle erdenkliche Art und Weise versucht hat das Evangelium so zu verändern und zu steuern, dass es sich immer weiter von Gott wegbewegt hat und trotzdem kann man erkennen, dass Gott zwar Vieles zulässt aber trtozdem alles so lenkt und leitet, dass ein Weg zum Heil offen bleibt. So wurde Wissen, die Bibel und Vieles mehr auch von den Katholiken bewahrt. Es wurde zwar nicht mehr verkündet, aber Gott hat dafür gesorgt, dass das nicht verloren ging. Wir kennen heute ja von der Zeit im Mittelalter nur so das wichtigste der RKK: Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Ablasshandel etc. Ich bin mir aber sicher, dass sich in der ganzen Strukturen der Kirche auch sehr viele befanden, die immer noch mit der Liebe Jesu predigten und versucht haben den Weg Jesu zu gehen. Nur ist dieses halt für die Geschichtsschreibung wenig interessant, da es nichts hergibt und dementsprechend auch vergessen geht. Man kann heute lange darüber herziehen, was die katholische Kirche alles Böses getan hat, aber wenn eine Institution derart gross wird, gibt es automatisch auch Verflechtungen zwischen Staat und Kirche (das würde jeder Glaubesgemeinschaft passieren) und dass da auch Missbrauch betrieben wird ist völlig normal. Es ist auch normal, dass es in solchen Organisationen auch immer ein schöner Teil gibt, die sehr extreme Ansichten pflegt. Wenn diese Gruppen genügend gross werden, dann können sie auch aus dem Schattendasein treten und dementsprechend versuchen ihre Ansichten durchzusetzen. Ich will ja nicht daran denken, was geschehen würde wenn 90% Adventisten wären. Dann gäbe es bestimmt auch solche die würden versuchen mit aller Gewalt ihre vermeintlich richtigen Ansichten durchzusetzen (die Adventisten könnte man übrigens durch jede andere Glaubensgemeinschaft ersetzen). Es ist eben die Eigenschaft Satans, dass er alle Organisationen und Menschen dort angreift wo sie am verwundbarsten sind und das für sich auszunutzen versucht. Das macht er mit Dir und mir und allen, die auch nur Ansatzweise Jesu nachzufolgen versuchen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • So wurde Wissen, die Bibel und Vieles mehr auch von den Katholiken bewahrt.


      Genau! Das Bewahren ist wirklich etwas, dass man der RKK mal zugestehen muss.

      Zudem muss man mal sagen: Die literarische und geisteswissenschaftliche "Leistung" der RKK ist enorm.

      Die "Kommunikation" zwischen Philosophie & Glaube z.B. (Natürlich mit vielen bösen Schatten und allerlei mystischen und unchristlichen Gedankenwelten; aber immerhin).

      Wir blicken heute auf Blickwinkel, Betrachtungsweisen, Versuche und Gedankenmodelle zurück, eine unglaubliche "Bibliothek", an der die RKK einen großen Anteil hat.

      Natürlich ist da vieles sehr "heidnisch" und einiges nicht "gut zur Lehre", aber die Leute haben sich Gedanken gemacht; teilweise bis an die Grenzen des Denkbaren. Zumindest "kulturell" unbezahlbar.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      Zumindest "kulturell" unbezahlbar.

      allerdings!
      Und Kenntnis der / einer Kultur und / oder Geschichte hat noch nie Jemand geschadet.
      Man man dann zu unterschiedlichen Schlüssen in Bezug auf eher nützlich oder eher schädlich kommen, aber das kann man nur sortieren, einordnen oder beurteilen wenn man es wenigstens ansatzweise kennt.

      etwas Polemik: Weil die Amis keine Geschichte und keine Kultur (im Vergleich zu "good old europe") haben müssen sie unsere "Kulturdaten" ausspionieren :P - andere verstehen sie oft nämlich garnicht (mehr)
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Ich fürchte du ignorierst dabei wichtige Entwicklungen in der Geschichte.
      1. die Urgemeinde war nicht katholisch
      2. die frühe katholische Kirche ist NICHT identisch mit der heutigen
      3. in der Kirchengeschichte bis zur systematischen Missionierung Deutschlands sind viele Dinge passiert, die NICHT von der Kirche sondern von Christen getan wurden.
      4. erst Bonifatius hat die hier lebenden Christen systematisch an Rom gebunden und damit "katholisch" gemacht. Das war lange nachdem es hier bereits Christen gab!
      5. Die "Missionierung" mit Schwert und Gewalt als Verdienst der Kirch dazustellen ist eine sehr zweifelhafte Form einen Widerspruch zu erzeugen.
      6. Diese Pauschalisierung hat eine "Qualität", die mit Wahrheit nichts zu tun hat und keine sachliche Basis.

      Nun wenn Bonifatius so um 700 gelebt hat , ja an die Zeit oder ab da denk ich ja auch , da waren doch noch weite Teile im Norden und Osten Europas nicht christianisiert.

      Sicher wurde auch mit dem Schwert gekämpft wie zu allen Zeiten aber hatten auch einzelne Missionare diese Schwerter ?
      Also falls ich pauschalisiere bitte ich um Entschuldigung ich bin kein Kirchenhistoriker und kann nur meine Sicht der Welt schildern von dem was ich gelesen und in Medien gehört und gesehen habe.Ich bitte immer gerne um Widerspruch falls ich falsch liege oder es Gegenargumente gibt.


      Gruß
    • aber hatten auch einzelne Missionare diese Schwerter ?


      Nein. Das "katholische" Militär kam später erst. Was wir im Kreuzzugs-Wesen von der Kirche kennen, war nicht der Standard.

      Die anfänglichen Missionare waren keine "Krieger", sondern meist vollkommen überzeugte Menschen. Sie hatten auch wenig Gewalt. Sie mussten sich in die heidnische Umgebung in-tegrieren.

      Soweit ich weiß, wurden die Friesen als "letztes" im germanischen Raum missioniert, weil sie sehr engstirnig und hartnäckig waren (was man ja teilweise heute noch von diesem Menschenschlag kennt). Im angelsächsischen waren glaube ich die Iren und Schotten eine "harte Nuss" [soweit ich mich entsinne].

      Das Problem schwingt mit der "Institutio" erst wirklich mit; wenn die Kirche eine Gewalt hat. Der einzelne Missionar ist immer demütig und leidenschaftlich, denn nur einen solchen kann man zur Mission schicken. Aber das organisiert Kollektiv ist immer schwierig.

      Ist doch logisch: wenn ich erstmal begreife, dass lauter Menschen einer Lehre, einem Ritus oder System folgen (sogar bedingungslos), dann ist die Verantwortung der Leiter umso größer. Leider korrupiert das so gut wie immer. Mit Macht kann der Mensch einfach nicht umgehen.
      Selbst, wenn man ganz "gläubig" und demütig gestartet hat; wenn ich merke, dass meine Worte Massen lenken, dann ist das eine Verführung, der ich kaum standhalten kann.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Die Frage hätte auch lauten können neben der Wurzelfrage , wer den Gründern der Freikirchen den Glauben beigebracht hat ob Europa ohne so eine Organisationsstruktur wie Rom es war wirklich so tiefgreifend und auf Dauer hätte christianisiert werden können.
      Vielleicht trenne ich noch nicht genug zwischen Papst und einzelnen Gläubigen aber kann man das denn so klar ?
      Also es gab ja Klöster , Bischöfe , Dorfpfarrer die sich alle mehr oder weniger bis Luther nach dem römischen Kanon , nenn ich es mal so , orientiert haben.
    • Die Bibel im Mittelalter (und anderes).

      Atze schrieb:

      Das Volk war gänzlich auf die Predigten der „Geistlichen“ angewiesen da die RKK den Besitz und das Lesen der Bibel lange Zeit verbot. Pech für den Klerus, dass Luther dem Egotrip der RKK ein Ende bereitete. Durch den folgenden Buchdruck konnte dann keiner mehr die Verbreitung des Wortes aufhalten.



      Dies darf doch etwas differenzierter gesehen werden. IIm Mittelalter war es kalt und feucht und die Leute waren arm und Geschriebens war handgeschrieben. all dies ist mit meiner - Deiner Bibel, meiner -Deiner Bibliothek inkompatibel.

      Der Pfarrer hatte die Biblia pauperum (Schöngrabern, NOe) an der Aussenwand als "Biderbibel. Der Verduner Altar , 12. Jahrhundert, Stift Klosterneuburg, war eine Kanzelumkleidung und diente mit seiner Drei - Abschnitte - Typologie in 58 Szenen - der Unterweiusung. Die Fastentücher (das grösste in Gurk) mit ihrer Typologie verlangten Bibelwissen. Eine Typologie in Italien habe ich auf einer Studien- und Pilgerfahrt den Katholiken von heute (damals) gedeutet, im Mittelalter konnten dies mehrere Leute. Der Codex 4 der Stiftsbibliothek wurde von einem Laien bestellt und bezahlt - ein "Leben Jesu". Wert : ein Landgut. Der Auftraggeber plante auch eine Übersetzung der vier Evangelien - er erlebte dies nicht mehr.

      In Bioethik sind Katholiken führend. Die Gesellschaft für Relligion in Psychoatrie und Psychotherapie ist hochaktiv bei Problemen der fachspezifischen Ethik. Das mehrbändige Handbuch der speziellen Pastoralmedizin von Niedermeier ist etwas überholt, aber ein Standardwerk und eine einsame Grösse.

      Insbesondere die beiden letzten Aspekte : Fragen der Psychiatrie und der Psychotherapie und Bioethik - sind im protestantischen Bereich - kaum vertreten, praktisch nicht zu finden.