Dieselbe Sünde immer wieder begehen: was ist wahre Befreiung?

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    • @Kisehel:

      so hat Bogi das nicht gemeint; so gut glaube ich ihn mittlerweile einschätzen zu können.

      Was er sagte, ist eine allgemeine Aussage, die über dem persönlichen Streben steht!

      Wir streben nach Heiligung als Christen, sind aber bis zum Schluss bewusst, dass wir Sünder sind.

      Die Vollendung wirkt Gott in Christus am Ende, wenn er sein Reich aufrichtet; damit bleibt es Sein Machtakt. ("Gott ist Beginner und Vollender des Glaubens")

      Wir werden in diesem Leben abgeschliffen (mit den Erfolgen und den Niederlagen).

      Wir sind gerettet, "doch auf Hoffnung".

      Diese "allgemeine" Wahrheit schützt uns vor Hochmut; dennoch streben wir als Christen natürlich danach.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Sind wir hier noch beim Thema?
      Ich denke, das es darum geht, das wir uns hier austauschen, wie wir die immer wiederkehrende Sünde überwinden.Wie habt ihr diese Sünden überwunden? Also ganz praktisch.
      Um die Theologie, ob wir sündlos leben können/sollten/müssen oder nicht, darum geht es bei diesem Thema nicht.
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Kisehel schrieb:

      Dann rechnet er eben nicht damit, dass er einst die Suende ueberhaupt ueberwinden will.


      Kisehel-wozu dann den Glauben an Jesu. Dann kann ich es doch gleich lassen wenn ich nicht glaube.

      Deine Schlussfolgerung kann ich nicht nachvollziehen..

      Wenn es um eigene Kraftanstrengung geht, wird es nie klappen.

      Jesus schenkt das Wollen und Vollbringen!
    • philoalexandrinus schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      nur jämmerlich!

      EBEN !
      wenn schon nicht die Tugenden des, der uns gesandt hat, wenn schon nicht lieblich und mit Salz gewürzt, wenn schon nicht die Lindigkeit Christi, die zu kündigen - -
      - - - dann wenigstens Stil und Niveau.


      Naja - wünschen darfst Dir was... Aber es wird vergeblich bleiben.
      Liebe Grüße, Heimo
    • - überwinden - -

      Elli59 schrieb:

      diese Sünden überwunden? Also ganz praktisch.


      Ich achte auf meine Rede - darauf, nicht satirisch - zynisch zu sein. Dies gefällt - gefioel einigen Zuhörern, verletzt(e) aber den einen und den anderen. Halt nicht so pfiffig und gefällig daherreden, sondern dem anderen Achtung erweisen.
    • Liebe Elli,

      ja, das ist gut, dass Du uns zur Eingangsfrage zurueckrufst. Es gibt eine schoene, sagen wir mal: Methode, wie die Suende ueberwunden werden kann.

      Aus eigener Kraft koennen wir das ja nicht, das haben wir alle schon zur Genuege erlebt. Und doch funktioniert's! Das Himmelreich ist ja bekanntlich in uns und nicht ausserhalb. Das Himmelreich bedeutet auch Jesus Christus, der Himmlische Vater, Gott, oder wenn Du lieber willst Der Heilige Geist. Das macht keinen Unterschied. Ich bevorzuge den Ausdruck der "Himmlische Vater".

      Also, der Himmlische Vater ist in uns und wie Er gesagt hat, "Ich bin bei Euch, bis ans Ende der Welt", so haben wir die Gewissheit, dass Er stets und immer in und bei uns ist. Wenn wir nun unseren Alltag auf diese Tatsache ausrichten, das heisst, dass wir stets diese Gegenwart Gottes im Bewusstsein haben/halten, dann baut das eine wunderbare persoenliche Beziehung - und eine Abhaengigkeit von Ihm auf. Usere Erkenntnis nimmt stetig zu und vor allem waechst und staerkt sich die Liebe zum Himmlischen Vater. Diese immer staerker werdende Verbindung zum Vater nun ist es, welche die Suende ueberwindet. Und zwar deshalb, weil die Suende, wenn sie dennoch geschieht, die Folge nach sich zieht, dass diese herrliche Verbindung abrupt einen empfindlichen Rueckschlag erfaehrt und wir fuehlen uns dann nicht gerade gut! Natuerlich, durch Busse kommen wir zum urspruenglichen Zustand, wie vor der Suende, zurueck, aber uns tut es leid und wir beginnen, die Suende (und uns selber) zu hassen. Und das ist gut so. Das ist die einzige Weise, wie die Suende ueberwunden werden kann.

      Der eine oder andere wird jetzt vielleicht einwenden, dass er tagsueber arbeite und keine Zeit habe, so intensiv dieses Bewusstsein der steten Gegenwart Gottes zu haben. Aber ich moechte ihm sagen, dass man das auch waehrend der Arbeit, und nach einiger Uebung, selbst im Gespraech mit anderen, dieses Bewusstsein im "Hinterkopf" zu behalten. Was uns natuerlich hindert ist nicht die Arbeit, sondern unsere weltlichen Interessen. Wir koennen nicht zwei Herren Dienen, der Welt, also der Finsternis und dem Licht, also Christus.

      Diese Uebung, das Halten des Bewusstseins, ist das Trachten nach dem Himmelreich. Alles andere wird einem zufallen - und jeder wird staunen, ja erblassen vor Staunen, wie unser Himmlische Vater alle Seine Verheissungen wahr macht, wenn wir nur Ihm im Herzen dienen!

      Ich hoffe, liebe Elli, Dir das "Rezept" damit geben zu koennen, nachdem Du gefragt hast.

      Mit liebem Gruss

      Kis
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge
    • Kisehel schrieb:

      Diese immer staerker werdende Verbindung zum Vater nun ist es, welche die Suende ueberwindet. Und zwar deshalb, weil die Suende, wenn sie dennoch geschieht, die Folge nach sich zieht, dass diese herrliche Verbindung abrupt einen empfindlichen Rueckschlag erfaehrt und wir fuehlen uns dann nicht gerade gut! Natuerlich, durch Busse kommen wir zum urspruenglichen Zustand, wie vor der Suende, zurueck, aber uns tut es leid und wir beginnen, die Suende (und uns selber) zu hassen. Und das ist gut so. Das ist die einzige Weise, wie die Suende ueberwunden werden kann.


      Nicht mehr sündigen zu wollen, ist zuerst eine Kopfentscheidung. Die Sünde zu hassen, eine gute Einstellung (Hilfe). Es bringt mich aber nicht wirklich weiter, wenn Eigenhass hochkommt und ich diesen bis zur Grenze des Erträglichen einfach machen lasse. Es gibt keine Bibelstelle, wo Jesus den Sünder hasst. Selbst bei Judas - seinem Verräter - war das nicht der Fall.
      Wer sich täglich unter den Schutz Gottes stellt und seine Gedanken, Gefühle und das Tun vom Heiligen Geist regieren lässt, hat sehr gut Chancen, zu siegen. Ich sage damit nicht, dass es keine Anfechtungen gibt. Ich bekomme aber so viel Kraft, um der Sünde widerstehen zu können. Diese Kraft muss genutzt werden, wenn keine Niederlage das Ergebnis sein soll.
      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.
    • HeimoW schrieb:

      DonDomi schrieb:

      ... Auch der der nur 1 Pfund zulegen konnte wurde vor Gott als gerecht angesehen, eben weil er das Maximum herausgeholt hat. ...

      Hat der nicht in allen Versionen des Gleichnisses nichts herausgeholt? ;)
      .


      Ja, aber der, der aus wenigen Pfunden etwas weniges mehr gemacht hat, der wurde vor Gott als gerecht angesehen. Es geht nicht darum, wieviel man heraus holt, aber dass man damit arbeitet.

      @Elli
      Ich kann Dir kein Patentrezept geben, wie man Sünden überwinden kann, es braucht dazu das Gebet und die Kraft Gottes und eine ganz grosse Portion Ausdauer. Ich persönlich habe keine Sünde die ich vor 10 Jahren begangen habe, die ich nicht mehr begehe. Aber bei einigen ist es weniger geworden, dafür sind teilweise neue hinzugekommen. Es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen und ich weiss genau, dass ich es auf dieser Erde nie schaffen werde, trotzdem versuche ich es weiter.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen und ich weiss genau, dass ich es auf dieser Erde nie schaffen werde, trotzdem versuche ich es weiter.


      DonDomi,wenn man nur schaut das man nicht sündigt, wird es ein endloser Krampf.

      Da halte ich es mit David,dort schreibt er im 40 Psalm:
      2 Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
      3 Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, aus Schlamm und Morast. Er stellte meine Füße auf den Fels, machte fest meine Schritte.
      4 Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. Viele werden es sehen, sich in Ehrfurcht neigen und auf den Herrn vertrauen.
      5 Wohl dem Mann, der auf den Herrn sein Vertrauen setzt, sich nicht zu den Stolzen hält noch zu treulosen Lügnern.
      6 Zahlreich sind die Wunder, die du getan hast, und deine Pläne mit uns; Herr, mein Gott, nichts kommt dir gleich. Wollte ich von ihnen künden und reden, es wären mehr, als man zählen kann.
      7 An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
      8 darum sage ich: Ja, ich komme.
    • Ich denke, wir können viel über ein gutes Rezept diskutieren und theoretisieren(Sünde überwinden)
      Ein Kuchenrezept ist nichts besonderes. Erst wenn der Kuchen gebacken ist und dann noch gut schmeckt, erst dann können wir sagen, das Kuchenrezept ist gut. Erst dann können wir ein Rezept "als ein gutes Rezept" weitergeben.
      Wenn wir das Rezept: "Sünde überwinden"haben, dann gehört "Zeugnis geben"automatisch dazu.
      Habe ich die Kraft Gottes erlebt, oder nicht. Wenn ja, kann ich es erzählen. Wenn nicht, stimmt vielleicht etwas mit dem Rezept nicht, oder ich hab das Rezept erst gar nicht ausprobiert. Laufe ich wie Jona vor Gott davon und fühle ich mich von ihm verstoßen?? Von wem kommt das Rezept und wer führt das Wollen und Vollbringen aus? darf ich mich hassen, obwohl Gott mich liebt. Ist das nicht auch Sünde? Möchte Gott nicht die Veränderung des ganzen Menschen, nicht nur die Überwindung einer Sünde? Muss nicht erst der Charakter verändert werden, damit der Mensch bestimmte Sünden lässt?

      Ich habe viele Fragen, weil ich denke, das dieses Thema, nicht so einfach theoretisch zu beantworten ist. Erst wenn wir es praktisch erleben, erst dann können wir sagen. Ja, so ist es gut, so kommt es von Gott und deshalb ist dieser Weg gut so.
      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • @Ellii59:

      Wenn wir das Rezept: "Sünde überwinden"haben, dann gehört "Zeugnis geben"automatisch dazu.


      An diesem Satz von dir bin ich kleben geblieben. Wie ich von dir hier bislang lese, weiß ich, dass DU das ernsthaft und "besonnen" meinst; allerdings kann das auch zu einer echten Krankheit werden!

      Ich sag dir, was ich meine:

      Ich habe einige Christen kennengelernt (hpts. Pfingstgemeinde), die wegen diesem Denken echt kaputt sind (ist nicht böse gemeint); sie kommen in ihrem Leben nicht mehr zurecht.

      Es wird vermittelt, dass Gott JETZT "alle Sünde und Krankheit besiegen will". "Zeugnis" ist natürlich auch ganz wichtig und so werden eindrucksvolle Erlebnisse mit der "Kraft des Geistes" berichtet [Wenn ich ehrlich sein darf, ich halte das meiste von diesen Erlebnissen für reine Erfindung].

      Im Hörer passiert folgendes: Ihm wird vermittelt, dass Christ-Sein HIER und JETZT ein Leben ohne Sünde und ohne Krankheit bedeutet; der "Sieg" über Dinge ist in der Regel äußerlich sichtbar (Gesundheit, Erfolg usw.). Ein eindrucksvolles Zeugnis muss her.

      Das wird natürlich nicht wortwörtlich so gesagt, aber es wird so suggeriert. Das führt dazu, dass sich diese Leute Probleme "suchen" (die sie nie hatten), um irgendwas überwinden zu können. Ist ernst gemeint, ich habe das mehrfach mitbekommen.

      Jetzt gibt es 3 Möglichkeiten:

      1. Etwas "gelingt": Dann hat man seine großartige Geschichte, die man (mehrmals) erzählen kann [überwältigende Bekehrung; Heilung einer Krankheit; plötzlicher Geldsegen etc.] Einer erzählte mal, er habe plötzlich 5000 Euro in seinem Briefkasten gehabt... :huh: Es wird von MEINER Erfahrung berichtet; dass Gott das getan hat, ist eigentlich nur eine Fußnote, die man mal erwähnt.

      2. Es gibt keine Heilung, keinen Erfolg: Man hat also "zu wenig" Glauben. Hier wird es kritisch. Ich hab da einige Leute kennengelernt, die total krank werden durch diese Gedanken.

      3. Es gibt keine Heilung, keinen Erfolg: Gott WILL oder KANN mir also nicht helfen. Hier lacht der Satan in seinen Kammern, denn der Schaden ist "perfekt"! "Wenn ICH nicht kriege, was ICH will, dann ist ER falsch!" - Es beginnen Gedanken, die schwere Sünde sind!

      Ich weiß, wie DU es meinst, wenn DU sowas schreibst, aber ich will halt darauf aufmerksam machen, dass man da aufpassen muss! Denn es gibt da einen ganz schlimmen Geist, der mit diesem Gedanken-System eingegossen wird.

      Im Zentrum steht da nicht der HERR, der gibt und nimmt, sondern die eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Überwindungen, Siege usw.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      1. Etwas "gelingt": Dann hat man seine großartige Geschichte, die man (mehrmals) erzählen kann [überwältigende Bekehrung; Heilung einer Krankheit; plötzlicher Geldsegen etc.] Einer erzählte mal, er habe plötzlich 5000 Euro in seinem Briefkasten gehabt... Es wird von MEINER Erfahrung berichtet; dass Gott das getan hat, ist eigentlich nur eine Fußnote, die man mal erwähnt.

      2. Es gibt keine Heilung, keinen Erfolg: Man hat also "zu wenig" Glauben. Hier wird es kritisch. Ich hab da einige Leute kennengelernt, die total krank werden durch diese Gedanken.

      3. Es gibt keine Heilung, keinen Erfolg: Gott WILL oder KANN mir also nicht helfen. Hier lacht der Satan in seinen Kammern, denn der Schaden ist "perfekt"! "Wenn ICH nicht kriege, was ICH will, dann ist ER falsch!" - Es beginnen Gedanken, die schwere Sünde sind!

      Ich weiß, wie DU es meinst, wenn DU sowas schreibst, aber ich will halt darauf aufmerksam machen, dass man da aufpassen muss! Denn es gibt da einen ganz schlimmen Geist, der mit diesem Gedanken-System eingegossen wird.

      Im Zentrum steht da nicht der HERR, der gibt und nimmt, sondern die eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Überwindungen, Siege usw.
      Hallo Seele 1986
      ich kenne solche Christen, die so eine Art "Wohlstandsevangelium" predigen.
      So eine Art: Bist du Christ, dann geht es dir gut, wenn es dir nicht gut geht, dann fehlt es dir am Glauben
      Wenn du glauben kannst, dann wirst du wieder Gesund, wenn du nicht Gesund wirst, dann hast du keinen Glauben - In solchen Gemeinschaften, halte ich es nicht aus. Meine allererste Gemeinde war so. Die Geschwister drehten sich im Kreise und irgendwie kamen sie nicht wirklich zu Gott. Ja in erster Linie ging es wohl eher darum, die persönlichen Wünsche zu befriedigen - So funktioniert das nicht. Es fiel mir auch auf, dass sie nicht wirklich in Gottes Wort forschten. Allen voran die Pastoren. Gerade die Führer sollten doch Jesus als das Haupt der Gemeinde annehmen.
      Der Mensch dreht sich halt gern um sich selbst. Nimmt sich selbst als den Mittelpunkt der Dinge wahr.Die Einen sind gefühlsduslig die anderen religiös, aber am Schluss kommt nichts Gutes dabei raus.
      Wenn man so die großen Glaubensvorbilder ansieht:

      Hiob, hatte großen Glauben, in der stärksten Leidensprüfung.
      Josef, konnte auch Glauben, als er unschuldig im Gefängnis saß.....
      Abraham konnte weiterhin an Gott Glauben, als er sein Sohn opfern sollte.....
      Und natürlich die vielen, die schwer Sündigten und anschließend doch Raum zur Buße fanden.

      Aber dennoch gibt es eine Glaubensfrucht und natürlich möchte unser Gott, das wir die Sünde überwinden. Wenn wir uns hier im Kreise drehen und immer wieder Sündigen und Buße tun, also immer wieder......dann stehen wir doch auf der Leitung. Irgendwie kann doch dann der Heilige Geist nicht richtig wirken, oder?
      Wenn wir aber diese Sünden überwinden, dann können wir dies mit freudigem Herzen berichten. Das heißt natürlich nicht, das ich irgend etwas hätte wo ich mich vor Gott rühmen könnte. Die Ehre liegt ganz bei Gott und sündlos werde ich auch nicht. Im Gegenteil, ich erkenne immer mehr meine Fehlbarkeiten und Abhängigkeit von Gott.
      Was nützt uns hier das Theoretisieren über Rezepte, wenn wir das Rezept nicht wirklich Kochen und erst dann wenn es wirklich schmeckt, dann können wir dieses Rezept auch weitergeben. Hier besteht die Gefahr der Selbsterhöhung, durch die angeblich bessere Lehre, genauso.
      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Was überwinden ?

      DArf ich vorschlagen : einer möge einmal ganz konkret eine Tat, eine Haltung, eine Vorstellung, eine Phantasie - - nennen, welche er überwunden hat.

      Ich erinnere mikch an ein Sündenbekenntnis, das ich gelesen habe

      ich habe geschwiegen, wo ich reden sollte; ich habe geredet, wo ich schweigen sollte. Meine Wote haben einen Mitbruder verletz. Ich habe weggesehen, wo ich hätte ahcthaben müssen, ich habe lüstern hingesehen, wo ich hätte die Augen schliessen sollen. Ich habe gehandelt, wo ich hätte zuzwarten sollen, ich war zu träge, wo meine HAndlung gefordert worden wäre - - -
    • Befreiung ?

      Hallo liebe Freunde !

      Soweit ich selbst das beurteilen kann gibt es keine Sünde die ich überwunden hätte. Ganz im Gegenteil ! Es wird immer schlimmer mit mir. Und das ist jetzt nicht provokant oder ironisch gemeint. Wenn ich auf mich selber schaue, mein Wesen, mein Tun dann müßte ich verzweifeln.

      Aber ich sehe auf Jesus meinen Erlöser ! Voll Vertrauen und Zuversicht. ER hat meine wohlverdiente Strafe getragen und ER tritt nun im Gericht in seiner Gerechtigkeit an meine Stelle.

      Ich verstockter Sünder habe Hoffnung ! Das ist für mich Befreiung.
    • philoalexandrinus schrieb:

      DArf ich vorschlagen : einer möge einmal ganz konkret eine Tat, eine Haltung, eine Vorstellung, eine Phantasie - - nennen, welche er überwunden hat.

      Für mich hat auch jede Theorie so viel Wert, was ich daraus in die Praxis umsetzen kann.

      In den verschiedenen Lebenssituationen haben die Grenzen des "Nicht sündigen" keine scharfe Konturen. Es kann sein, dass ich meine: "Gott sei Dank habe ich geschafft, diesmal nicht zu sündigen". Gott siet das aber anders, er ist damit gar nicht einverstanden. Wenn ich Gott liebe, natürlich "arbeitet" er daran mir den Fehler klar zu stellen. Im Optimalfall erkenne ich das und korrigiere ich mich in dieser Sache. Dann bin ich ein Schritt besser, aber nur in dieser Sache und selbst in dieser Sache noch immer nicht vollkommen. Diese Verbesserungsprozedur läuft aber in der Praxis nicht permanent, es gehören dazu auch Schwankungen. Dazu kommt noch, dass das Leben besteht nicht nur aus einer Sache wo ich mich immer mehr verbessern sollte, sondern aus unzählig vielen Sachen. Also vor Gott kann ich wohl durch Glauben gerecht werden, aber nicht durch Perfektion. Anders formuliert, nicht durch pefekten Werke.

      Im Römerbrief ist dies so dargestellt:

      Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, daß er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
      Röm.3;22-27.

      In dieser Bibelstelle ist natürlich primär der Zeremonialdienst und das Opfer Jesu gegenübergestellt. Das Prinzip gilt aber auch in allgemeinen Sinn. Ich kann im meinem Leben immer besser werden (durch meinen immer besserwerdenden "Werke"), aber dadurch werde ich vor Gott nie gerecht (nie perfekt oder sündlos). "Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen."

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Epafroditus schrieb:

      Für mich hat auch jede Theorie so viel Wert, was ich daraus in die Praxis umsetzen kann.


      Lieber Epaphroditus,

      mit meinem Vorschlag, konkret eine Sünde - aufgegeben - zu nennen habe ich eben dies gemeint.

      Nixwissser hat ja in dieser Richtung schon seine Erfahrung deponiert.

      Theorie ? - Nein , Abstraktes wird beschworen mit Termini wie "Lieblingssünde", die "kleinen Füchse" ( Hohelied 2, 15. ) = "Kleine Sünden" - - -

      Ganz praktisch : Soll dioch einer sagen : ich habe den Zynismus kultivert, galt als witzig, aber hat viele meiner Mitmenschne verletzt - - Nein, nicht grosszügig, sondern träge und ängstlich war mein Hinwegsehen und Schweigen - - Hilflos und schwach - damit habe ich meine Umgebung beherrscht, tyrannisiert - -

      (ich habe da jetzt Erinneungen aus gruppendynamischen Seminaren reaktiviert - - Als einmal in der Sabbatschule jemnad wieder einmal davon sprach, dass er ein so schwerer Sünder mit so velen Sünden sein, habe ich gmeint, ja , einige davon kenne ich - war er beleidigt.)
    • Elli59 schrieb:

      Aber dennoch gibt es eine Glaubensfrucht und natürlich möchte unser Gott, das wir die Sünde überwinden. Wenn wir uns hier im Kreise drehen und immer wieder Sündigen und Buße tun, also immer wieder......dann stehen wir doch auf der Leitung. Irgendwie kann doch dann der Heilige Geist nicht richtig wirken, oder?


      Wenn wir uns auf eine Liebesbeziehung mit Jesus einlassen wird unser Herz umgewandelt zum Ergebniss der Bergpredigt.

      Konzentrieren wir uns nur auf das einhalten von Gottes und Menschengeboten, werden wir ein Sieg unseres Willens erleben aber keine Änderung unseres Herzens.
    • Es gibt ein Thema für was ich in den letzten Jahren blind und taub zugleich war. Ich habe mir lange Zeit selber gesagt, dass ich mich erst taufen lassen werde, wenn ich es schaffe, von der Sünde los zu lassen, was aber wohl dem Verharren in der Werksgerechtigkeit gleichkommt. In einem Vortrag von Roger Liebi (youtube) habe ich allerdings in den letzten Tagen gehört, dass nur durch die Taufe der heilige Geist in einem Kehrt und dies einer Befreiung gleich kommt.

      In anderen Vorträgen habe ich auch wichtige Erkenntnisse gewinnen können, welche persönlich auf mich zutreffen. Da hieß es, dass es im Grunde genommen immer zwei Hauptgründe für eine laue Nachfolge gibt. Die erste ist die Scham und die zweite ist die Angst. Ich habe bisher oft Angst vor der Zukunft gehabt, bei dem Gedanken Jesus voll und ganz zu folgen. Bei dem Gedanken meinen Glauben zu verteidigen habe ich immer wieder Scham empfunden, denn es ist ganz klar - wer wirklich mit Jesus durch jede Kriese gehen will, der hat diese Welt zum Feind. Der Prediger war sogar ein ehemaliger Muslime. Ich finde es faszinierend, wie Menschen ihren muslimischen Brüdern sagen, ich glaube an den Herrn Jesus als meinen Erlöser, während ich mich nicht traue meinen atheistischen Freunden und Verwandten von meinem Wissen und meinem Kleinglauben zu erzählen.

      Was meine ich mit Wissen und Kleinglauben? Ich kenne viele biblische Prophezeiungen welche wahr geworden sind und ich weiß mit dem Verstand, dass Jesus der Erlöser sein muss. Ich weiß, dass Gott alles schuf und zeitlos ist, aber ich habe im Alltag einen solchen Kleinglauben, dass ich unter der Last von Kleinigkeiten zusammenbreche. Wenn Gott die Vögel ernährt, warum sollte es mir bei einer wahren Nachfolge dürsten und warum sollte ich hungern? Wenn Gott manchen Propheten vor den Löwen bewahrte, warum sollte er nicht da sein, wenn ich in im Alltag versucht werde? Wenn ich nicht einmal im Schritttempo mitkomme, wie soll ich mit Kutschen mithalten?

      Ich habe lange Zeit gewusst, dass ich nur ein halb-bekehrtes Herz habe, aber ich wahr trotzdem ehrlich zu mir. Ich glaube bezogen auf meine Situation ist das Beste, wenn ich mich Taufen lasse und danach mich nicht um den morgigen Tag sorge, mich nicht beirren lasse und einfach darauf vertraue, dass der Herr Jesus in jener Stunde da sein wird um mich vor allem zu bewahren.

      Für diese wenigen Erkenntnisse brauchte ich etwa zwei Jahre an Zeit.

      Was ich mich persönlich jetzt aber durchaus frage ist, welchen Stellenwert hat in der STA die Taufe? Ich weiß, dass keine Babys bei der STA getauft werden und dass ein gewisses Bibelwissen erforderlich ist, damit man getauft werden kann. Wird das aber auch so aufgefasst, dass der heilige Geist mit der Taufe empfangen wird? Seht ihr die Taufe auch als Befreiungsdienst an?