Zigarettenrauchen

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    • conradi schrieb:


      Zur Zeit haben wir Tendenzen, dass Regierungen und so manche Parteien (dabei tun sich die Grünen ganz besonders hervor) in ihrer Regulierungswut per Gesetze immer mehr bestimmen will, auf welche Art wir zu leben haben.
      Naja immerhin wollen sie das Hanf freigeben was aufgrund amerikanischer " Verschwörung " im letzten Jahrhundert mal kriminalisiert wurde.
      Was die Naturschutzgebiete anbetrifft find ich aber auch sollte man Beides kombinieren können , Urwaldentwicklung und ein bischen Picknick im Freien.
    • conradi schrieb:

      Der Anwurf ging ja nicht gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit, sondern dass sich Menschen generell herausnehmen, anderen ihre Lebensart vorschreiben zu wollen.

      Ja, das stimme ich Dir vollkommen zu - noch dazu, wo da genau die, die immer "Toleranz" auf ihre Fahnen schreiben bzw. diese einfordern sehr intolerant werden (sind).
      Liebe Grüße, Heimo
    • conradi schrieb:

      Zur Zeit haben wir Tendenzen, dass Regierungen und so manche Parteien (dabei tun sich die Grünen ganz besonders hervor) in ihrer Regulierungswut per Gesetze immer mehr bestimmen will, auf welche Art wir zu leben haben.

      Schwertwal schrieb:

      Naja immerhin wollen sie das Hanf freigeben was aufgrund amerikanischer " Verschwörung " im letzten Jahrhundert mal kriminalisiert wurde.
      Und was hat das "Eine" mit dem "Anderen" zu tun? Das versteh' ich jetzt nicht ganz...

      Liebe Grüße
    • Lebensart vorschreiben - -

      conradi schrieb:

      Der Anwurf ging ja nicht gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit, sondern dass sich Menschen generell herausnehmen, anderen ihre Lebensart vorschreiben zu wollen.



      Mit sehr gemischten Gefühlen verfolge ich die Anti - Nikotin - Kampagne - -und vor allem deren Umfeld.

      Der Staat kann reglementieren, wo es politisch durchsetzbar ist (Generelles Tempolimit auf der Autobahn ?) Unsere Gesundheitsministerin ist endlich konsequent. Von wegen Bevormundung und freie Lebensgestaltung - - -


      Und rundum wurlt es vor Antinikotinkämpfern , selbsternannten Rauchsherriffs, Denunzianten, Immerschonbesserwissern, Leuten mit der Lizenz zum Anpöbeln anderer. Agents provocateurs - - -

      Inzwischen wissen wir, was wir schon zu Anfängen des "Fünf- Tage - PLanes" gesehen haben - dass es da biologische Typen zu geben scheint, welche ganz einfach nicht aufhören können - waas etwa nach dreissig Jahern Linda Ferry in Loma Linda zur Einführung des Antidepressivums Zyban in der Raucherentwöhnung führte . (Ein Mediakmententyp, den wir ganz einfach 1970 nicht gehabt hätten).

      So, und wie sollen die in die "kognitive Dissonanz" Gedrängten - die um die Schädlichkeit und um die Kosten wissen - in ihrer Hilflosigkeit reagieren ? Und die, welche mitten unter den Radfahrern und , Begenungszoneforderern ganz einfach genau so wie diese der Umwelt auf die Nerven gehen wollen, weil ihnen Rücksichtnahme wurscht ist ? (so wie diesen !)
    • Grüne und Hanf

      gabriel87 schrieb:


      Und was hat das "Eine" mit dem "Anderen" zu tun? Das versteh' ich jetzt nicht ganz...
      Naja ich wollte sie etwas in Schutz nehmen weil sie meiner Ansicht nach ein bischen zu Unrecht immer gleich das Etikett Verbotspartei übergezogen bekommen.Kenn jetzt die Verhältnisse in Österreichs National- und Kommunalparlamenten nicht so aber das mit dem Veggie Tag in Deutschland war ( taktisch sowieso unklug im Wahlkampfendspurt ) ja nur ein Vorschlag zum freiwilligen Verzicht. Aber nein der Shitstorm wollte losbrechen so wie jetzt beim Frankentatort weil die Polizeipförtnerin nur " eine undefinierbare Mischung aus Hessisch , Fränkisch und Sächsisch " zustandebrachte.

      In dem Fall meinte ich das mit der Verschwörung auch ernst aber man weiß ja nicht wie man das Wort verwenden soll wenn man denn selber ( als Kritiker und Verreisser ) von einem Komplott überzeugt ist oder öfters von gehört hat. Aber es ist denk ich keine Theorie daß ein gewisser William Hearst , seines Zeichens Verleger , Wald- und Papiermühlenbesitzer in den 30 er Jahren eine Kampagne gegen die Hanfindustrie in Gang setzte um sich lästige Konkurrenz vom Leib zu halten .

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    • Guten Abend Schwertwal :)

      Schwertwal schrieb:

      Naja ich wollte sie etwas in Schutz nehmen weil sie meiner Ansicht nach ein bischen zu Unrecht immer gleich das Etikett Verbotspartei übergezogen bekommen.
      :daumenhoch: Ja, dass finde ich auch.

      Schwertwal schrieb:

      In dem Fall meinte ich das mit der Verschwörung auch ernst aber man weiß ja nicht wie man das Wort verwenden soll
      Verschwörung ist vielleicht etwas übertrieben, aber der Begriff "Lügenpropaganda" ist durchaus angebracht. Interessant das die Hanf-Märchen ausgerechnet aus der USA kommen, wenn man bedenkt, dass Hanf die erste Kulturpflanze in Amerika war. Persönlich habe ich in der Schmerz-Therapie sehr gute Erfahrung mit THC/CBD gemacht.

      Liebe Grüße
    • philoalexandrinus schrieb:

      ...Inzwischen wissen wir, was wir schon zu Anfängen des "Fünf- Tage - PLanes" gesehen haben - dass es da biologische Typen zu geben scheint, welche ganz einfach nicht aufhören können - waas etwa nach dreissig Jahern Linda Ferry in Loma Linda zur Einführung des Antidepressivums Zyban in der Raucherentwöhnung führte . (Ein Mediakmententyp, den wir ganz einfach 1970 nicht gehabt hätten)....

      Was aber nicht bedeutet, dass diese "biologischen Typen" im Restaurant / Kaffeehaus oder Büro rauchen müssen.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Paradiugmenwechsel

      gabriel87 schrieb:

      Und von welchen es wohl besser gewesen wäre, diesen auch niemals "haben zu wollen"



      Nein, aber dass Loma Linda abkommt von der Prämisse "Alle Raucher brauchen nur den "Fünf - Tage - PLan" und guten Willen . wenn sie es nicht damit schaffen, dann fehlt ihnen eben - der gute Wille !

      Inzwischen gibt es ja ein neues Konzept; Linda Ferry ist in dieser Richtung simpel ein Meilenstein; wir gehen weiter -
    • Toleranz unmd Rücksicht

      HeimoW schrieb:

      Was aber nicht bedeutet, dass diese "biologischen Typen" im Restaurant / Kaffeehaus oder Büro rauchen müssen.



      Das hat ja niemand hier behauptet. Nur : Da wird der eine eben der anderen wegen auf seine Zigarette im Kaffehaus verzichten müssen - und gleichzeitig der andere sich der primitiven Verdammungsurteile - "wenn eine will, dann kann er" Undifferenziert alle Teilnehmer des "Fünf - Tage - PLanes "können" mit dem Rauchen aufhören. Kann einer nicht, so ist er wi8llensschwach.

      Linda Ferry ist mit ihren Überlegungen ja vom weltzweit auf einem Gleis laufenden Zug abgesprungen. Inzwischen gibt es von STA - Seite her völlig neue Konzepte.

      Der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" in Bonn war man zwanzig Jahre vorher in STA - Kreisen furchtbar böse : Sie hatte um die Adressen von Teinehmern am "Fünf - TAge - PLan" gebeten und eine Follow up - Studie durchgeführt : "Motivstrukturen bei ehemaligen und rückfälligen Rauchern" - und da zeigte sich, dass die propagiereten Erfolgszahlen von 80% nam zweiten Tag und 110% nach einer Woche so ungültig waren, wie deraartige Erfolgskontrollen nur sein können. Die rückfällig gewordenen Raucher zeigten das als "kognitive Dissonanz" von Forstinger beschriebene Phänomen, nun noch besser zu wissen ob der gesuindheitlichen Schäden und ihrer Erkrankungsprognose, konnten dem aber nicht folgen - und wurden zu aggressiven, nicht mehr therapiewilligen "Justament" - Rauchern.
      ,
    • gabriel87 schrieb:

      Es ist eine Unverschämtheit, wenn ich es anderen Menschen zumuten würde, "im Rauch" zu sitzen. Die Diskussion von Politik und Gastronomie ob jetzt in "abgeteilten" Bereichen geraucht werden darf oder ob ein generelles Rauchverbot herrschen sollte, mag man ja noch aus "wirtschaftlichen Einwand" der Gastronomen verstehen. Vom gesundheitlichen und mitmenschlichen Aspekt her, gibt's da meiner Meinung nach auch nix zum diskutieren...

      Sehe ich anders. Wenn man früher ein Lokal betrat, sah man, ob es verqualmt ist und dort viel geraucht wird. Meist kannte man das Lokal sogar schon und wußte sowieso, was ungefähr einen erwartet. Wer eine total verqualmte Kneipe betritt und sich dort setzt, weiß worauf er sich einläßt und hat es selbst so entschieden. Wenn er das nicht will, soll er woanders hingehen!

      Davon abgesehen fragt man ja gewöhnlich an einem Tisch, ob man rauchen darf. Beim Stammtisch einer Mailbox, den ich früher eine Weile besucht habe, war die Reaktion, wenn ich fragte, ob es jemanden stört, wenn ich jetzt -- eine Weile nach dem Essen -- eine Zigarre rauche, nur, dass einer mich fragte, ob ich noch eine zweite für ihn dabei hätte. Groß Gewalt habe ich da niemandem angetan.

      Übrigens rauche ich schon eine Weile nicht mehr -- oder würde höchstens bei Gelegenheit eine bessere Zigarre rauchen, und ich habe es mir ohne Jesus Christus abgewöhnt.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Groß Gewalt habe ich da niemandem angetan.
      Das sagt ja auch keiner. Und mit der Überlegung: "Wer in Lokal geht, wo geraucht wird, weiß was ihm erwartet" hast du natürlich recht... Mal so 'ne Frage: Hat es Dich gestört, wenn die anderen essen während Du rauchst? :D

      Ich denke, dass es vielen bei der aktuellen Frage "Rauchverbot in der Gastronomie" oftmals mehr darum geht, dass Menschen immer und überall rauchen wollen, wo es gefällt und wie es passt. Solange mir das Rauchen nicht an der frischen Luft verboten wird, kann ich gegenüber den Nichtrauchern (die ebenso wie Raucher manchmal ganz schön intolerant sein können) etwas entgegenkommen und auch eine Kompromissbereitschaft signalisieren.

      Liebe Grüße
    • Argument Oder Miese Polemik

      gabriel87 schrieb:

      Und von welchen es wohl besser gewesen wäre, diesen auch niemals "haben zu wollen". Oder etwa eh' schon "wurscht" ob der Raucher an den Folgen des Nikotins oder an Bupropion stirbt?


      Bitte Gabriel belege das. Über Nebenwirkungen der Antidedpressiva, vom Tryptizol angefangen, weiss ich bescheid, ebenso über Wechselwirkungen mizt diesen und jenen anderen Mdikamenten. Und jedem Raucher undifferenzert Zyban in die Hand zu drücken - nein, , so geht es auch nicht.


      Aberr wie ist es mit der von Dir angestrebten Mortalität ? Woher hast Du die? Und was verstehst Du von den Abwägungen im Fall der Medkation eher lebensverkürzender Meidkamente?
      (Bei der Medikation von Leponex fürSchizophrene wussten wir genau um das tödliche Risiko, mussten aber annehmen, dass der Patient ohne Leponex nach unserer Vorausschau grund der Erfahrung im Kreis der Familie und Freunde ein Leben weiterführen konnte - nicht sehr lange. Ohne Leponex hätten wir ihn früher verloren.


      Aber nochmals: Woher hast Du die Gleichsetzung: Tod durch Nikotin, vorzeitig, 20 Jahre vor dem für ihn Möglichen, N. bronchi, grässlich - - und dem Tod durch das ja keineswegs als lebenslange Medikation, sondern als Entzugshilfe anzunehmende zeitlich begrenzte Zybanmendikation ?

      Du, ich hole mir die Informationen über Todesfälle - von Dir behauptet - zu Zyban/Bupropion, dann reden wir weiter.

      So nebenbei: Ich habe schon Leute auf Kosten der Wiener GKK zu Kneippkuren geschickt; ich habe einem Patienten den 2 x täglichen Marsch durch eine Alle zu einer anderen Öffi - Station - erfolgreich - verordnet. Schizophrenie wolten sie mit Vegan heilen - da wären zuerst die Fetzen geflogen. Die Natiparkinsonmedikation wurde abgesetzt, weil einer von der Division, Chirurg, empfohlen hatte: Nur keine "Chemie" (er wird es ja wissen, ist ja nicht sein Fach) - - ) Erfolg: Katastrophal.

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    • Guten Abend, philoalexandrinus

      Vorweg: Ich bin kein Gegner einer medikamentösen Therapie, im Gegenteil. Leider wird manchmal in christlichen Kreisen das (komplexe) Thema undifferenziert betrachtet. Da wurde mir schon manches mal skeptisch begegnet und gesagt: "Das du Medikamente nimmst, ist ein Zeichen, dass Du Gott nicht vertraust." ?(

      Es mag "natürliche Wege" geben, die manche Christen als von "Gott geschaffen" betrachten, während die "Pharmazie" pauschal - von Menschen gemacht - grundsätzlich verteufelt wird. Als Argument dient die Offenbarung, schließlich stand da ja was von der "Verführung und dem Abfall durch "pharmakon"... Beim Thema Medikamente, so denke ich, wäre die Anwendung "Prüfet alles, aber das Gute behaltet" wünschenswert, wir sollten jedoch sehr aufpassen, wie wir sie gebrauchen.

      Die Wasserflasche am Tisch hilft mir. Habe ich durch den "Schluck Wasser" etwa nicht auf Gott vertraut? Stell' Dir vor, jemand würde jetzt sagen: "Du brauchst kein Wasser, Gott wird Deinen Durst stillen. Du darfst die Wasserflasche nicht benutzen! Gabriel, du bist ein Götzendiener, die Wasserflasche ist Dein Götze, Du hast dich von der Flasche abhängig gemacht."

      Nein, so ist es nicht! Gott hat mir durch die Wasserflasche ein Werkzeug, eine Möglichkeit gegeben, mich zu versorgen. Das entehrt Gott doch nicht, wenn ich eine Möglichkeit benutze, die Er geschaffen hat und ich danke Ihm sogar, dass Er mir diese Möglichkeit geschenkt hat.

      Ich selbst nehme meine Medikamente jeden Tag guten Gewissens ein, da ich sagen kann: "Ich danke Dir, Herr Jesus, dass Du den Ärzten Weisheit und Geduld geschenkt hast, um für mich eine Möglichkeit zu finden, die mich unterstützt." Ganz klar, meine Gesundheit liegt in Gottes Händen. Die Wege des Herrn mögen unergründlich sein, doch wenn Gott mir einen Weg durch Medikamente schenkt, dann kann ich diesen "Weg" doch auch ohne schlechtes Gewissen nutzen, oder? Ich werde die Medikamente wahrscheinlich einnehmen müssen bis ich sterbe...Sind Du und ich uns einig, wenn ich sage, dass es Erkrankungen gibt, die man eben nicht auf "natürlichem Wege" behandeln kann? Trotzdem sollte ein Abwägen der Möglichkeiten und Anwendungen -von Fall zu Fall unterschiedlich - stattfinden.

      philoalexandrinus schrieb:

      Bitte Gabriel belege das
      Natürlich.

      arznei-telegramm.de/html/2002_05/0205047_01.html
      arznei-telegramm.de/html/2001_09/0109094_03.html
      arznei-telegramm.de/html/2001_06/0106064_01.html
      arznei-telegramm.de/html/2001_05/0105056_03.html
      arznei-telegramm.de/html/2001_03/0103035_04.html
      arznei-telegramm.de/html/2000_07/0007059_01.html
      aerzte-gegen-tierversuche.de/d…-risikomedikamenten#Zyban
      aerzte-gegen-tierversuche.de/d…te-von-risikomedikamenten
      sciencev1.orf.at/news/43006.html
      netdoktor.de/magazin/zyban-die-pille-zum-aufhoeren/
      mopo.de/news/zyban---mittel-mi…ote-,5066732,6111214.html
      faz.net/aktuell/gesellschaft/m…raucher-pille-149822.html

      philoalexandrinus schrieb:

      Aberr wie ist es mit der von Dir angestrebten Mortalität ? Woher hast Du die
      Lieber philoalexandrinus, ich weiß nicht so recht, ob ich Deiner Bitte zur Beantwortung dieser Frage nachkommen soll. Nicht weil ich nicht möchte oder kann - Versteh' mich bitte nicht falsch, oder fühle Dich gar persönlich beleidigt/angegriffen: Ich möchte Dir kein Unrecht tun oder Dich gar "in eine Schublade" stecken, doch meine bisherige Erfahrung mit Dir lässt mich darauf schließen, dass meine Beantwortung Deiner Frage dich höchstwahrscheinlich sehr provozieren würde, und das möchte ich nicht. Dennoch wäre es unfair Dir gegenüber, wenn ich mich komplett ausschweigen würde. Daher möchte ich es nur kurz umschreiben: Es gibt Menschen, die durch ihren Beruf (in gewisser Weise) Macht über Leben und Tod haben: Diese Menschen sind hochgeachtet, jedoch auch gefürchtet, da ihre Kompetenzen nicht nur lebenserhaltend sondern auch todbringend eingesetzt werden können. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich diesen Menschen "grundlos" skeptisch gegenüber stehe, nein! Ich habe persönlich - an meinem eigenen Körper - die Erfahrung gemacht, wie bewusst und absichtlich diese Menschen Unheil und Zerstörung über einen Menschen bringen können. Wie ich schon etwas oben weiter erwähnte: Wir sollen sehr aufpassen, wie wir Medikamente gebrauchen - In meinem Fall waren diese Menschen "fahrlässig", wenn gleich es hier nicht nur um Medikamente und deren "fahrlässigen Einsatz" geht...

      Wenn gleich, lieber philoalexandrinus - Du weißt es aufgrund Deiner beruflichen Qualifikation tausendfach besser als ich, dass die Neurologie - als junge Wissenschaft - noch in den "Kinderschuhen" steckt: So soll' auch zur "Verteidigung dieser Menschen" erwähnt werden, dass derjenige welcher anfängt in den Gehirnstoffwechsel einzugreifen, sich so oder so mit Sicherheit in einer komplexen und schwierigen Situation befindet. Wer Jedoch in das Bewusstsein anderer Menschen "bewusst" also gewollt fatal/zerstörerisch eingreift, sollte sich auch bewusst sein: Kein Argument um eine "Schuldverschiebung" dieser Menschen recht zu fertigen, angesichts dessen sorgte ein hysterisches Abstreiten und jegliche Zurückweisung der Verschuldung (wieder besseren Wissens) nicht nur bei dem Betroffenen bzw. bei den zahlreichen Betroffenen für Empörung, auch Staatsanwalt und Richter brüskierten sich.

      So erlaube mir bitte, Deine "Überschrift" als Frage auszuformulieren, und diese an Dich "zurück zu werfen": Argument oder miese Polemik?



      Liebe Grüße

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    • philoalexandrinus schrieb:

      So nebenbei: Ich habe schon Leute auf Kosten der Wiener GKK zu Kneippkuren geschickt; ich habe einem Patienten den 2 x täglichen Marsch durch eine Alle zu einer anderen Öffi - Station - erfolgreich - verordnet.
      Lieber philoalexandrinus, war es wirklich notwendig von "Deinem Erfolgserlebnis" zu berichten, angesichts dessen, dass es genug Menschen gibt, die jahrelang dafür kämpfen müssen das die Kosten von notwendigen Therapien/Reha's und nicht eines Spazierganges von der GKK übernommen werden? Konkreter Fall eines Dachdeckers: Arbeitsunfall, fast gehunfähig. Termin bei der GKK bzgl. Kostenübernahme, bereits in den ersten Minuten des Termins "abqualifiziert" mit den Worten: "Na, in an Büro werdn's woi sitzen können, do brauchn's de Fiaß eh ned so belost'n! Fia wos woi'llns do a Therapie? Des konn i Ihnan jetzt scho sog'n, wir zoihl'n ihr Therapie sicha ned!"

      philoalexandrinus schrieb:

      Die Natiparkinsonmedikation wurde abgesetzt, weil einer von der Division, Chirurg, empfohlen hatte: Nur keine "Chemie" (er wird es ja wissen, ist ja nicht sein Fach) - - ) Erfolg: Katastrophal.
      Furchtbar, einfach nur traurig... Da ich selbst u.a. an Morbus Parkinson leide, hat mein Facharzt mir Akineton verordnet. Wie ich schon im ersten Beitrag erwähnte, bin ich Gott sehr dankbar, dass ich nach dieser -ebenfalls oben genannten - Misere endlich Ärzte gefunden habe, denen ich vertraue und die auch "richtig diagnostiziert" haben. Ich nimm das Medikament seit 7 Jahren ein und bin richtig froh, dass ich es habe. Es hilft mir gut "durch den Alltag" zu kommen. Natürlich hat das Medikament - teils auch sehr starke Nebenwirkungen - aber da habe ich eben für mich selbst abgewägt, dass ich bereit bin diese Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, da mein Alltag ohne Akineton tatsächlich nur schwer zu ertragen wäre...

      Vielleicht auch ganz passend zum Thema: Bei mir dauert's meist so eine Stunde (nach Einnahme) bis das Akineton zum wirken beginnt, was mir nach/bei der Einnahme von Akineton besonders auffällt, dass ich ein erhöhtes Verlangen nach Nikotin habe - Akineton wird ja auch als Antidot bei Nikotinvergiftungen verabreicht...

      Liebe Grüße

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    • Hallo gabriel87,

      tut mir leid, das zu lesen mit dem Parkinson. Aber freut mich sehr, wenn du einigermaßen gut damit zurecht kommst und Hilfsmittel auch helfen.

      Wir hatten in der Pflegeausbildung im Pharmazieunterricht eine lange Debatte, was neurologische Medikamente betraf:

      Neurologische und psychiatrische Medikamente haben mit Abstand die heftigsten NW.

      Ich weiß nicht mehr, welche Krankheit es war, ob Parkinson oder etwas anderes.... Jedenfalls erklärte die Dozentin, dass Med. würde die Lebenserwartung kürzen.

      Eine Mitschülerin regte sich tierisch auf, wie man denn wissend sowas verabreichen könne.

      Ich fragte sie dann: "Was ist besser: Länger leben, aber schlecht, oder evtl. kürzer leben, aber gut?" - Ich glaube, es ging damals um Parkinson, weiß es aber nicht mehr genau. Aber die Thematik wird sicher auf zahlreiche andere neurolog. Erkrankungen auch zutreffen.

      Der Punkt war: das Med. verbesserte nachweislich und sichtbar die Lebensqualität des Betroffenen; ein normaler Umgang im Alltag war möglich.

      Das Med. verkürzte statistisch die Lebenserwartung um ca. 7- 10 Jahre, soweit ich mich entsinne.

      Nun muss man fragen, was man will. Die potenziellen 7 Jahre (in denen es mir dann schlecht(er) geht), oder vielleicht 7 Jahre weniger, aber wesentlich bessere Lebensqualität?

      Ich weiß nicht mehr, wie aktuell dieses Beispiel war oder ist. Wir haben 2009 darüber gesprochen. Man wird wahrscheinlich versuchen, Med zu entwickeln, die Qualität & Quantität gemeinsam verbessern.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Guten Morgen Simon :)

      Seele1986 schrieb:

      Wir hatten in der Pflegeausbildung im Pharmazieunterricht eine lange Debatte, was neurologische Medikamente betraf:
      Neurologische und psychiatrische Medikamente haben mit Abstand die heftigsten NW. Eine Mitschülerin regte sich tierisch auf, wie man denn wissend sowas verabreichen könne.


      Die Website "meinungsverbrechen.de" meint wie folgt zitiert:
      "Kritische Neurologen und Psychiater betonen immer wieder, wie Haloperidol, Flupentixol, Perazin und andere Neuroleptika schwere Hirnschäden verursachen. Vor allem die gefürchteten Spätdyskinesien mit Symptomen wie unwillkürlichen Zuckungen, Tics und auffälligen Bewegungsanomalien an der Zunge, im Gesicht sowie im Bereich von Hals- und Rumpfmuskeln. Neuroleptika führen zu Hirnatrophie, also einer Schrumpfung des Gehirns – vor allem im Bereich der Frontallappen, die als Sitz der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens gelten. Die Verminderung der Hirnsubstanz sei abhängig von Dosis und Dauer der Verabreichung. Hirnvolumenminderung führt unweigerlich zum Verlust von kognitive Fähigkeiten. Die Folgen sind unter anderem schlechtere Orientierung, Defizite bei verbalen Aufgaben, nachlassende Aufmerksamkeit und ein geringeres Abstraktionsvermögen. Es gibt dazu zahlreiche wissenschaftliche Studien, die dies belegen.

      In seine Buch "Körpereigene Drogen – Die ungenutzten Fähigkeiten unseres Gehirns" zitiert der schweizerische Arzt Josef Zehentbauer seinen schwedischen Kollegen Lars Martensson, der die Wirkung von Neuroleptika anschaulich beschreibt:

      "Wenn die Dopamin-Rezeptoren durch die Medikamente blockiert werden, ergibt sich als Resultat, dass die Nervenimpuls-Übertragung… lahmgelegt ist… Es sind Neuroleptika-Auswirkungen, die Neuroleptika-behandelte Menschen ausdrücken wollen, wenn sie sagen: >Ich bin ein lebender Toter… Ich kann kein Buch lesen, nicht einmal fernsehen, ich hab’ kein Gedächtnis.< ... Sie sind herzzerbrechend, diese Klagen von Neuroleptika-Opfern."


      Zum Thema gibt es bsp. eine sehr interessante Studie mit dem Titel "Neuroleptika zwischen Nutzen und Schaden" von Volkmar Aderhold (Inst. für Sozialpsychiatrie / Universität Greifswald) Du kannst die Studie im Dateianhang meines Beitrages als PDF "downloaden" / oder unter:

      meinungsverbrechen.de/wp-conte…d_Neuroleptika_update.pdf

      Seele1986 schrieb:

      Der Punkt war: das Med. verbesserte nachweislich und sichtbar die Lebensqualität des Betroffenen; ein normaler Umgang im Alltag war möglich.
      Im Anfang waren die Nebenwirkungen etwas ungewohnt, aber mein Arzt hat mich darauf gut vorbereitet. Mit der Zeit lernt man damit umzugehen... Worüber ich mich herrlich amüsiert hab': Akineton ist ein Parkinsonmittel, doch unter den Nebenwirkungen ist auch "Zittern" angeführt. :D Sicher, es kann möglich sein, dass so ein Medikament die Lebenserwartung verkürzt. Aber wie Du eben schon gesagt hast, jeder muss da halt eine Entscheidung treffen, was er will: Will ich ein paar Jahre länger leben oder will ich viele, viele Jahre ein Leben das auch "Lebensqualität" aufweist? Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich die Möglichkeit hätte auf etwas "schonendere" Möglichkeiten zurück zu greifen, diese Möglichkeiten sind bei uns eben nicht zugelassen - So sage ich angesichts der Lebensqualität, dass ich eben bereit bin, diese Nebenwirkungen auch in Kauf zu nehmen.

      Liebe Grüße
      Dateien
    • Die Problematik der Psychopharmaka - - Notwendige Hinweise

      gabriel87 schrieb:

      Wer Jedoch in das Bewusstsein anderer Menschen "bewusst" also gewollt fatal/zerstörerisch eingreift, sollte sich auch bewusst sein: Kein Argument um eine "Schuldverschiebung" dieser Menschen recht zu fertigen, angesichts dessen sorgte ein hysterisches

      gabriel87 schrieb:

      war es wirklich notwendig von "Deinem Erfolgserlebnis"



      Lieber Gabriel87,

      zunächst - ich weiß mich eine Karriere lang missverstanden, da bin ich schwer zu verletzen. Zunächst : Meine Gratulation und meine besten Wünsche zu einer erfolgreichen Parkinsontherapie.

      Statt in den Gittern der Balkone hängender, brüllender Schizophrener brachten die ersten Neuroleptika Ruhe und Kommunikationsmöglichkeiten - neben sehr unangenehmen Nebenwirkungen, teils mit tödlichem Ausgang (Leponex). Inzwischen gibt es eine bunte Palette der dritten oder vierten "Generation" - und es ist mit weiteren, besseren zu rechnen.

      Zur Berechtigung der Behandlung : Herr X soll ruhig in seiner Schrebergartenhütte als versponnener Einsiedler sein Leben führen. Herr Y beginnt seine Karriere mit einem gemeingefährlichen Gewaltakt und wird immer wieder G'espannt" - und dann fliegen die Fetzen, Koloniakübel werden angezündet, er fuchtelt mit einem Küchenmesser herum, die Polizei rückt (wieder einmal) mit der WEGA aus - - Grund: Absetzen der Medikamente. - Hätten A, B, und C ihre Medikamente regelmäßig weiter genommen, würden sie heute noch - ein bisserl gedämpft - in der Sonne vor ihrer Sozialwohnung sitzen. So gab es absurd - brutale Selbstmorde - oder Morde. Oder zumindest brutale Gewalttaten ohne ersichtlichen Grund.

      Aber wir sind glücklich über die Entwicklung der letzten 50 Jahre, wenn auch nicht restlos zufrieden.

      Ein Schizophrener verweigerte die Medikation: Im Wahn kann er kreativ unmögliche Sitzgelegenheiten für eine italienische Firma gestalten; da hat er lieber immer wieder seine Anfälle panischer Angst. Den Weg in den "Defekt" - angeblich eine Nebenwirkung der Medikationen - geht er trotzdem ( ! )


      Dre Hinweis auf mein Durchsetzen von Kneipp - Therapien: Das setzt erstens ein langes Befassen mit neurovegetativen und erlebnismäßigen Heilreaktionen, das Konzept, der Mensch sei "trainierbar", die Kenntnis der ganzen Palette der Kneipp - Methoden (und anderer: Schlenzsche Überwärmungsbäder). Das verlangt eine genaue Diagnostik und Abstimmung der Indikation - und die vertragliche Verbindung mit der Kneippkuranstalt Salzerbad.

      In concreto handelte es sich um zwei Frauen mit "Burnout" bei vegetativer Pliuussymptomatik. in einem dritten Fall habe ich ebenfalls eine junge Frau mit ähnlichen, aber weniger vegetativen Symptomen mit "Krankenstand / Domizilwechsel" zur Tante ins Waldviertel geschickt mit de Auftrag, ihr die herbstliche Gartenarbeit zu erledigen. Eine konnte es sich leisten: Ohne Kostenübernahme des Sozialversicherers - mit "Domizilwechsel" allerdings drei Wochen in das Wellnesshotel Paierl - dieses mit sehr gutem konkretem Therapieangebot. (Sie konnte sich die enormen Kosten leisten.)

      Andere hätten alle diese Frauen mit Lexotanil und halt irgend etwas Antidepresisven angefüllt ( - alle waren schliesslich den Tränen nahe).

      Warum ich das anführte : Ich bin kein phantasieloser Pillenverschreiber.

      So nebenbei : Eine wesentliche Wegweisung aus meiner Ambulanz war: Ad . Diätberatung (- eine professionelle, nicht ideologisch eingefärbte !)
      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Lieber philoalexandrinus,

      vielen Dank für Deine Ausführung. Wenn gleich die Frage offen bleibt, ob nun meine "Behauptung" bzgl. Zyban aus Deiner Sicht nun "miese Polemik" ist, oder doch durchaus anhand der "Belege" Berechtigung hätte?

      philoalexandrinus schrieb:

      da bin ich schwer zu verletzen
      ? ? ?

      philoalexandrinus schrieb:

      Warum ich das anführte : Ich bin kein phantasieloser Pillenverschreiber.
      Hat auch niemand behauptet.


      Liebe Grüße
    • gabriel87 schrieb:

      ob nun meine "Behauptung" bzgl. Zyban aus Deiner Sicht nun "miese Polemik" ist, oder doch durchaus anhand der "Belege" Berechtigung hätte?



      eigentlich ja. Der Versuch mitZyban ist für mich ein PAradigmenwechsel; Nikotin greift in den Serotonin-, den Dopamin-, den Adiuretin- , den GABA - - - den Glukose- - - - Stowwechsel ein. Inzwischen wird ganz generell behauptet, dass die Adaptierung an solre Eingriffe von Individuum zu Individdum unetrschiedleih reversibel / irreversibel fixiert ist - un da wäre eine differenzierte Behnadlung eben angebracht - ob durh yban ist weiterhin fraglich. Nur : stirbst halt nicht am Liuungenrebs, stirbst an Zyban - -so einfach scheint ( !) das nicht zu sein..

      Vilene DAnk für Deine Mühe im Internetadressen . Nur - lese ich die, so sind einige sehr laienhafter Diktion. , besonders jene, welche von 8 Todesföällne ohne nähere Nagaben (Person, alter, Vorgecshichte, NBikotindosis, Zyban - Dosis, Komorbidität) berichtet. Baer ich werde in der speziellen Suchmaschine, welche alle weltweit bekannten Zwischenfälle mit Pharmaka - auch den 1 1/2 ten FAll aus Feuerland - genau dokumentiert.