Einheitsbestrebungen seitens der katholischen Kirche

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    • Einheitsbestrebungen seitens der katholischen Kirche

      Hallo zusammen,

      einige von euch kennen dieses Video und die Diskussionen darum bereits. Leider ist es nur in Englisch verfügbar. Eine komplette Übersetzung habe ich leider nicht gefunden. Sollte jemand im Forum Übersetzungen kennen oder bereitstellen, sie sind gerne willkommen.

      Worum es mir in diesem Thema NICHT geht ist eine Analyse von Dough Batchelor oder sonstige Streitereien um Personen. Worum es mir geht ist die konkrete Analyse dieses Videos und des Inhalts. Ich würde mich freuen, wenn wir hier auf den Inhalt der Botschaft von Papst Franziskus bzw. die Botschaft des evangelikalen (anglikanischen) Pastors Tony Palmer eingehen.

      Für diejenigen, die einfach nur am Inhalt der Botschaft interessiert sind, hier der fokussierte Ausschnitt:


      Papst Franziskus beginnt seine Rede bei Minute 8:25
      Ob man sich das Gebet des Nachredners in Form Zungenreden ab Minute 16:40 auch noch anhören will, das soll jeder persönlich entscheiden. Mir ist das unheimlich.
      Die Vollversion:
      youtube.com/watch?v=pK_ChnMVqR…nnotation_1787172621#t=1s



      Für diejenigen, die an einer Analyse durch Dough Batchelor interessiert sind:





      Ich hoffe, dass allen klar ist, was ich in diesem Thema besprechen will. Es geht mir nicht darum, ob Dough Batchelor cool ist oder nicht, ob Amazing Facts generell anzunehmen oder abzulehnen ist. All das soll hier nicht das Thema sein. Das Thema ist: Einheitsbestrebungen der kath. Kirche.. Mir geht es um den INHALT der Rede und um eure Meinungen zu dem Thema selbst.


      Es fallen seitens Tony Palmer einige interessante Sätze:

      "Division is Divine und Diversity is diabolic." Übersetzt: Spaltung/Teilung is göttlich, Verschiedenheit/Vielfalt ist teuflisch
      "It's the Glory. The presence of god in us is all we need. God will sort all our doctrines, when we get upstairs." Übersetzt: Es geht um die Ehre/Herrlichkeit. Wir brauchen nur die Gegenwart Gottes in uns. Gott kümmert sich um die Glaubenslehren (Glaubenswahrheit), wenn wir im Himmel sind.

      Einige Sätze von Tony Palmer als Selbstbeschreibung wofür er steht: youtube.com/watch?v=NHbEWw7l_Ek



      Seitens des Papstes fallen bezüglich der Trennung der Kirchen in der Vergangenheit folgende Worte (nicht komplett! es sind nur einige Zitate!):

      "Familien trennen sich manchmal. Unser aller Sünde hat uns entzweit. Die Missverständnisse aus der Geschichte haben uns entzweit. Wer ist schuld? Wir alle sind schuld an dieser Entzweiung."
      "Ich bin überzeugt, dass diese Trennung zu einem Ende kommt und uns Gemeinschaft gibt" (als Begründung gibt Papst Franziskus die Geschichte von Joseph und seiner Brüder an, die ja auch gehungert haben und mit Joseph wieder zusammengekommen sind, weil sie Hunger hatten und essen mussten)
      "Bitte betet für mich, weil ich eure Gebete brauche"
      "Bitte segnet mich, ich segne euch auch. Von Bruder zu Bruder"
      "Lasst uns Gott bitten, dass er uns vereint" "Er wird sein Wunder der Einheit/Einigkeit vollenden"
      "Lasst uns gegenseitig umarmen und Gott das Werk vollenden, das er begonnen hat."

      Hier noch ein weiterer Artikel mit Übersetzungen aus dieser Rede: de.radiovaticana.va/news/2014/…ene_von_seiten/ted-777899



      Ich hoffe ich habe alles halbwegs korrekt übersetzt. Korrekturen bitte an mich schicken (per PN), ich ändere das dann in meinem Eingangspost hier.


      Was haltet ihr von dieser Rede in diesem Zusammenhang? Wie geht es euch mit diesen Stichworten: Einigkeit in Christus sollte auch zur Einigkeit der Kirchen führen. Wir sind doch alle katholisch (O-Ton Tony Palmer). Lasst uns zusammenkommen und die Missverständnisse der Vergangenheit überwinden.


      Die Analyse von Dough Batchelor spiegelt natürlich seine Meinung wider. Sollte jemand daran etwas auszusetzen haben, bitte konkret angeben, was in diesem Video an seiner Meinung auszusetzen sei. Es soll eine offene Diskussion sein, anhand dieser konkreten Videos und zu diesem konkreten Thema.


      Ich hoffe auf eine thematisch saubere und möglichst emotionsfreie Diskussion. Sollte das ein oder andere Thema weiterverzweigt zu diskutieren sein, erlaube ich mir dafür ein neues Thema aufzumachen und die bereits vorhandenen Posts zu verschieben.


      viele Grüße

      Tricky

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • Interessante ökumenische Entwicklungen

      @Tricky:

      danke für diese interessanten Hinweise, die ich auch schon etwas verfolge und ich meine, dass sie es wert sind etwas näher angesehen zu werden.

      Mich würde vor allem die theologische Annäherung dieser neuen Ökumene interessieren, wo ja Toni Palmer seine Versammlung davon überzeugt und begeistert hat zu glauben, dass die theologische Trennung bzgl. der Rechtfertigung durch Glauben mit der folgenden gemeinsamen Erklärung zwischen Katholiken und evangelikalen überwunden sei und nicht mehr existiert.

      Hier der entsprechende Text:

      „Christus selbst ist unsere Rechtfertigung, an der wir durch den Heiligen Geist teilhaben, nach dem Willen des Vaters. Gemeinsam bekennen wir, dass wir allein durch Gnade und den Glauben an Christi rettende Tat und nicht durch irgendeinen Verdienst unsererseits von Gott angenommen, im Geist erneuert und zu guten Werken berufen sind.

      Damit, Brüder und Schwestern, ist Martin Luthers Protest Vergangenheit. Ist es eurer auch?

      1999 haben das die lutherischen Kirchen, später die Methodisten unterzeichnet. Bis heute aber hat keine evangelikal-protestantische Kirche den Mut aufgebracht, das zu unterzeichnen. Und ich bin überzeugt davon, dass wir das ändern müssen.“

      Dazu meine Frage:

      Was würdet ihr als Adventisten, Protestanten, Evangelikale, Neuapostolische und andere Christen in einem solchen Text eventuell noch finden, dass ihr einem solchen Text trotzdem nicht zuzustimmen würdet?

      Armin






    • Wer ist das ?

      tricky schrieb:

      die Botschaft des evangelikalen (anglikanischen) Pastors Tony Palmer



      Bitte, wer ist das, zu wem spricht er , für wen spricht er ?

      anglikanisch ?? - evangelikal ??

      (Nein, nein, ich erinnere mich wohl der Repräsentanten des deutschen Protestantismus, welche einem "Konsenspapier" oder so in Augsburg begeistert zustimmten - [/!![i]allein die Gnade und übersahen, dass die "Gnadenmittel" weiters im Monopol der Katholischen Kirche bleiben .)
    • Die Einheit der Christen (der Jünger Jesu) war ein Dringendes Anliegen unseres Erlösers - siehe hohepriesterliches Gebet. Daher muss es eigentlich jedem Gläubigen ein ernstes Anliegen sein.

      Die Fragen die sich stellen und eine Antwort finden müssen sind u.a.:
      • was ist die von Jesus erbetene Einheit?
      • was verhindert diese Einheit?
      • wie kann sie gelebt werden um den Willen Gottes zu erfüllen und nicht durch irgendetwas zu verletzen?

      Den Wunsch nach Einheit der Christen daher von vorneherein zu diskreditieren bzw. der RKK einen Vorwurf zu machen, wenn sie diese Einheit wünscht, finde ich ärgerlich und unverständlich. Dass es keine Einheit geben kann, die Irrlehren zementiert und/oder bestätigt ist ein Problem, dass sich nicht verleugnen lässt und für das ich auch keine einfache Lösung vorschlagen kann.

      Allerdings möchte ich die Frage aufwerfen, woran "die Welt erkennen" soll/kann dass wir (Christen / Adventisten) Gottes Kinder sind, daran dass wir uns apologetisch Lehrdifferenzen "um die Ohren schlagen"? Oder daran, dass Christen (egal welcher Konfession) außerordentliches leisten im Hinblick auf karitative Bemühungen um den Nächsten, durch ausgeprägte Friedfertigkeit, durch Barmherzigkeit, durch eine Botschaft der "Versöhnung mit Gott" der in Jesus Mensch geworden ist und für uns gestorben und auferstanden....

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • philoalexandrinus schrieb:

      anglikanisch ?? - evangelikal ??

      Ich weiß nicht genau was er im Moment ist, aber er war mal Anglikaner: en.wikipedia.org/wiki/Tony_Palmer_%28bishop%29

      derzeit dürfte er in einer Bewegung/Organisation sein, die sich Ark Community nennt.

      Der andere Sprecher auf dem ersten Video ist Kenneth Copeland. Diesen lädt Tony Palmer ein in den Vatikan zukommen. Man kann es hören, nachdem sie das Dankvideo an den Papst aufnehmen: Minute 21:36. "You should come to the Vatican" und Kenneth Copeland antwortet: "I will"

      Es scheint also so als ob Tony Palmer im Vatikan ist/arbeitet...
    • Einigkeit wäre im Grundsatz ja eine tolle Sache, allerdings hat jede Glaubensgemeinschaft ihre Punkte von denen sie nicht abrücken will. Daher denke ich dass es diese Einigkeit nicht geben wird. Allerdings finde ich schon, dass man als Christen auch das gemeinsame herausstreichen soll. Wir glauben alle an Jesus, wir glauben alle, dass uns durch seinen Tod die Sünden vergeben werden können. Wir alle versuchen hoffentlich Jesus und seinen Tugenden nachzufolgen. Das alleine finde ich sind Punkte die es Wert sind gemeinsam hervorzuheben. An seine Wiederkunft glauben schon viel weniger Christen (leider). Und selbst unter diesen herrscht Uneinigkeit was es dazu bedarf um errettet zu werden. Ich finde aber trotzdem, dass man niemanden einen Gefallen tut, wenn man sich gegenseitig zerfleischt, daher finde ich sollte man jedem Christen mit Respekt begegnen und ihn und seine Glaubensansichten ernst nehmen auch wenn sie diametral dem eigenen Verständnis entgegenstehen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • HeimoW schrieb:

      Den Wunsch nach Einheit der Christen daher von vorneherein zu diskreditieren bzw. der RKK einen Vorwurf zu machen, wenn sie diese Einheit wünscht, finde ich ärgerlich und unverständlich. Dass es keine Einheit geben kann, die Irrlehren zementiert und/oder bestätigt ist ein Problem, dass sich nicht verleugnen lässt und für das ich auch keine einfache Lösung vorschlagen kann.
      Genau nach diesen Antworten suche ich.

      Was möchte Papst Franziskus mit der Einheit erreichen? Dass Einheit ein ur-christliches Anliegen ist, das wird keiner bezweifeln. Es stellt sich aber durch die RKK doch ein eigenartiger Führungsanspruch, der seitens des Papsttums erhoben wird. Mir erscheint es als eine Einheit unter der Führung der RKK bzw. des Papsttums, die hier angestrebt wird. Oder würde der Papst jemanden anderen als "heiligen Vater" neben sich akzeptieren? Bei dem derzeitigen Papst könnte man es sich sogar vorstellen, so mild und friedlich, wie er spricht.

      Und wie viel persönlich erkannte Wahrheit ist jeder derjenigen, der das Erreichen der Einheit als ein großes Ziel mitverfolgt, bereit aufzugeben? Denn besteht Einheit im RKK-Verständnis wirklich auch in der Akzeptanz der Gläubigen eigen, erkannten Wahrheit?

      Oder anders gefragt: Wäre es uns möglich nebeneinander mit jemandem zu beten, der:
      -) sich ständig bekreuzigt, seinen Rosenkranz betet, Heiligenbilder küsst, ...
      -) der mit erhobenen Händen immer wieder Hallelujah ruft und in unverständlichen Sprachen spricht, gelegentlich auch umfällt, weil er überwältigt ist
      -) ...

      Ich stelle mir das schwierig vor, ganz wertfrei betrachtet.


      HeimoW schrieb:

      Allerdings möchte ich die Frage aufwerfen, woran "die Welt erkennen" soll/kann dass wir (Christen / Adventisten) Gottes Kinder sind, daran dass wir uns apologetisch Lehrdifferenzen "um die Ohren schlagen"? Oder daran, dass Christen (egal welcher Konfession) außerordentliches leisten im Hinblick auf karitative Bemühungen um den Nächsten, durch ausgeprägte Friedfertigkeit, durch Barmherzigkeit, durch eine Botschaft der "Versöhnung mit Gott" der in Jesus Mensch geworden ist und für uns gestorben und auferstanden....

      Tony Palmer hat es ähnlich ausgedrückt: "It's the glory that glues us together, not the doctrines. If you accept that the presence of god is in you and it is in me, that is all we need, because God will sort out all the doctrines when we get upstairs" - Bei Minute 2:25

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    • tricky schrieb:

      Ich stelle mir das schwierig vor, ganz wertfrei betrachtet.


      Was glaubst Du, wie sich einige - viele - das vorstellen : Lied, Gbet, Setzen. eeine dreiviuertelo Stunde zuhören, Lied Gebet, Pause, Lied, Gebet, eine dreiviuertel Stunde zuhören - - Gande - -

      ("Adventisten brauchen ja ein gutes Sitzfleisch" ( Zitat Dietmar Pickhart / Bogenhofen)

      (Alles andere ist ja durchaus ambitioniertes Beiwerk, Lesung, Andacht, Missionsbericht - - )
    • Der Mittelpunkt einer "Einheit"

      tricky schrieb:

      Mir erscheint es als eine Einheit unter der Führung der RKK bzw. des Papsttums, die hier angestrebt wird


      ich glaube, dass sich da noch einige wundern werden. Von gemeinsamem Abendmahl hört man ja (katholischerseits) nichts. Oder :" Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns arme Sünder jetzt und in der Stunde unseres Absterbens. Amen."
    • katholischer und adventistischer Gottesdienst

      tricky schrieb:

      Oder anders gefragt: Wäre es uns möglich nebeneinander mit jemandem zu beten, der:
      -) sich ständig bekreuzigt, seinen Rosenkranz betet, Heiligenbilder küsst, ...

      philoalexandrinus schrieb:

      Was glaubst Du, wie sich einige - viele - das vorstellen : Lied, Gbet, Setzen. eeine dreiviuertelo Stunde zuhören, Lied Gebet, Pause, Lied, Gebet, eine dreiviuertel Stunde zuhören - - Gande - -
      Dieses Spannungsfeld hat einmal der (aus der Gemeinde ausgetretene) Bruder des damaligen Chefredakteurs vom Adventecho in dieser Zeitschrift folgendermaßen beschrieben:

      "Auch die Sinne kamen nicht zu ihrem Recht. Der Gottesdienst am Sabbat war jedenfalls kein sinnenfrohes Erlebnis. Er fand in einem Gemeinderaum statt, der zweckmäßig ausgestattet war: mit Podium und Rednerpult, symmetrisch angeordneten Stuhlreihen, nüchterner Beleuchtung, Harmonium, schlichtem Holzkreuz, ein wenig Buntglas an den großen Fenstern, Lieder-Anzeige. Eine adventistische Kirche ist keine Kathedrale. Warum eigentlich nicht? Warum bezieht ein adventistischer Gottesdienst nicht den ganzen Menschen ein, seinen Kopf ebenso wie seine Augen und Ohren (und seine Nase)? In einem adventistischen Gemeindehaus bleibt dem Besucher gar nichts anderes übrig, als sich aufs Nachdenken zu beschränken. Eine Stunde lang Bibelstudium im Gruppen, dann eine Predigt als Frontalunterricht, zwischendurch Gemeindegesang mit Harmoniumbegleitung, Samstag für Samstag: für mich alles andere als das Highlight der Woche. Zudem kamen nur selten Probleme, die meine waren, zur Sprache" (aus Adventecho, Der stille Exodus, Klaus Klingeberg 2000/4) advent-verlag.de/adventecho/ae00-04.htm#Beitrag04
      mit lieben Grüßen
      conradi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Hallo Freunde,

      mich würde doch noch interessieren, ob Adventisten der Formulierung des gemeinsamen Textes über die Rechtfertigung aus Glauben von Katholiken und Protestanten, den Toni Palmer zitierte, und in dem er die Überwindung der Kirchenspaltung meinte sehen zu können, voll und ganz zustimmen könntet?

      „Christus selbst ist unsere Rechtfertigung, an der wir durch den Heiligen Geist teilhaben, nach dem Willen des Vaters. Gemeinsam bekennen wir, dass wir allein durch Gnade und den Glauben an Christi rettende Tat und nicht durch irgendeinen Verdienst unsererseits von Gott angenommen, im Geist erneuert und zu guten Werken berufen sind. "

      Danke für einen Versuch einer Antwort!

      Armin
    • Ganz am Rande bemerkt

      Hallo Conradi,


      Klaus Klingenberg war wohl noch nie in seinem Leben in einem üblichen katholischen Gottesdienst.
      Ritualisiertes Aufstehen, Hinsetzen, Hinknien, das Aufsagen von Formeln - so habe ich das in rund 25 Jahren erlebt, und ich habe viele katholische Messen und Gottesdienste in vielen katholischen Kirchen besucht.

      Eigene Gedanken zu äussern, ein Dialog gar, ist im üblichen katholischen Gottesdienst praktisch ausgeschlossen.

      Wer Prunk, Protz und Ritus liebt oder kunstgeschichtliche Ergötzung, der ist freilich im Kölner Dom oder im Petersdom bestens aufgehoben.


      Da lob ich mir doch die Adventsgemeinden, die ich kenne. Im Bibel-Gespräch und in den Pausen kommen die Gemeindemitglieder sehr wohl zu Wort, und es werden sehr oft ganz persönliche Erfahrungen und Alltagsprobleme angeschnitten.

      Und das sinn- und sinnenorientierte Wohlbefinden kommt auch nicht zu kurz, denn die Gemeindemitglieder bringen immer etwas Habhaftes und Herzhaftes mit, seien es köstlicher Apfelsaft oder wunderbare Birnen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Menschino ()

    • Grosse Gesten - wenig Substanz

      Hallo zusammen,

      1999 hat die Lutherische Kirche also einen päpstlichen Text unterzeichnet. Aha. Das wusste ich nicht
      "Zum Dank" verabschiedete dann wohl im Jahr 2000 Josef Ratzinger (damals noch Kardinal und Chef der Glaubenskongregation) das Dokument "Dominus Jesus", in dem den evangelischen Kirchen abgesprochen wird, dass sie richtige Kirchen seien.
      Das wurde 2007 noch einmal "betoniert".
      Siehe: welt.de/politik/article1014608…-Evangelische-Kirche.html

      Mag ja sein, dass Papst Franziskus es ernst meint mit dem Umarmen, aber wenn er die Situation mit der von Josef und seinen Brüdern vergleicht, dann schwingt da die Vorstellung mit von "primus inter pares". Und wer dabei der Primus ist, und was die (11) anderen sind, dürfte so schwer nicht zu erraten sein.

      Die Protestanten oder andere Nicht-Katholiken sollten sich in Erinnerung rufen:
      Wie "Ökumene" in römischen Augen aussieht, hängt stark vom jeweiligen Papst ab.
      Wenn auf Franziskus ein neuer Pius folgt, dann ist die ganze Umarmungsaktion nur noch blamabel.

      Papstkirche und Protestanten trennt nicht nur das Gnadenverständnis, sondern auch viele andere Dinge, zB die Sakramentenlehre und die Stellung der Frau in der Kirche, vor allem aber das angeblich unfehlbare Papstamt.

      Solange es ein (derartiges) Papstamt gibt, kann es aus meiner Sicht keine Vereinigung zwischen Katholiken, Protestanten oder anderen nicht-päpstlichen Christen geben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Menschino ()

    • Menschino schrieb:

      Hallo Conradi,


      Klaus Klingenberg war wohl noch nie in seinem Leben in einem üblichen katholischen Gottesdienst.
      Ritualisiertes Aufstehen, Hinsetzen, Hinknien, das Aufsagen von Formeln - so habe ich das in rund 25 Jahren erlebt, und ich habe viele katholische Messen und Gottesdienste in vielen katholischen Kirchen besucht.

      Eigene Gedanken zu äussern, ein Dialog gar, ist im üblichen katholischen Gottesdienst praktisch ausgeschlossen.

      Wer Prunk, Protz und Ritus liebt oder kunstgeschichtliche Ergötzung, der ist freilich im Kölner Dom oder im Petersdom bestens aufgehoben.


      Da lob ich mir doch die Adventsgemeinden, die ich kenne. Im Bibel-Gespräch und in den Pausen kommen die Gemeindemitglieder sehr wohl zu Wort, und es werden sehr oft ganz persönliche Erfahrungen und Alltagsprobleme angeschnitten.

      Und das sinn- und sinnenorientierte Wohlbefinden kommt auch nicht zu kurz, denn die Gemeindemitglieder bringen immer etwas Habhaftes und Herzhaftes mit, seien es köstlicher Apfelsaft oder wunderbare Birnen.
      Hallo Menschino:

      Da kann ich nur sagen AMEN
    • Ich weiss nicht, was an den Einheitsbestrebung schlimm sein soll. Es ist doch ehrlich gesagt, das was sich jeder überzeugte Christ wünscht. Wünschst Du Dir nicht auch, dass möglichst viele Menschen Adventisten werden und erkennen, dass dies der Weg zum ewigen Heil ist? Ich wünsche das für meinen Glauben auch und ich finde das ja auch ein schöner Gedanke, denn man will damit ja andern Menschen helfen. Wenn man diesen Gedanken in diesem Sinne mit viel Liebe umsetzen will ist das etwas tolles. Ich gehe nun mal davon aus, dass dies der Papst auch deswegen tun will und von daher gesehen finde ich das gar nichts schlimmes, es ist nämlich ein durchaus von Jesu gegebener christlicher Gedanke.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Wir sollen Einheit im Wort suchen und nicht Irgendeine Einheit im Irgendetwas.
      Man findet auch in punkt x eine einheit mit moslems,hindus etc. Das war nicht der Plan Gottes. Einheit hat man dann, wenn man in allen Punkten Einheit hat.
      Wenn ich und meine Frau ein Haus bauen wollen, dann sind wir uns ja einig. aber man ist sich vielleicht nicht einig was die kosten,raumaufteilung,Wohnort etc. angeht. also ist da keine wirkliche einheit.
      So ist es auch mit dem Bestreben des Papstes.
      Die Überschrift ist Christ und dadrunter ist Misst. Der eine sagt jesus kommt unsichtbar, der andere sichtbar und und und. Man kann so eine einheit in allen punkten nur unter Zwang finden. Und da sind wir wieder im Mittelalter, als das Papsttum die Einheit aufgezwungen hat.
    • DonDomi schrieb:


      Einigkeit wäre im Grundsatz ja eine tolle Sache, allerdings hat jede Glaubensgemeinschaft ihre Punkte von denen sie nicht abrücken will. Daher denke ich dass es diese Einigkeit nicht geben wird. Allerdings finde ich schon, dass man als Christen auch das gemeinsame herausstreichen soll. Wir glauben alle an Jesus, wir glauben alle, dass uns durch seinen Tod die Sünden vergeben werden können. Wir alle versuchen hoffentlich Jesus und seinen Tugenden nachzufolgen. Das alleine finde ich sind Punkte die es Wert sind gemeinsam hervorzuheben.



      In diesem Sinne hätte ich ja auch gerne gewusst ob z. B. Du oder auch andere Christen und auch Adventisten in diesem Forum der Formulierung des gemeinsamen Textes über die Rechtfertigung aus Glauben von Katholiken und Protestanten, den Toni Palmer zitierte, und in dem er die Überwindung der Kirchenspaltung meinte sehen zu können, voll und ganz zustimmen könntet?




      „Christus selbst ist unsere Rechtfertigung, an der wir durch den Heiligen Geist teilhaben, nach dem Willen des Vaters. Gemeinsam bekennen wir, dass wir allein durch Gnade und den Glauben an Christi rettende Tat und nicht durch irgendeinen Verdienst unsererseits von Gott angenommen, im Geist erneuert und zu guten Werken berufen sind. "

      Danke für eurer Meinung dazu!



      Armin
    • Im Grunde wollen sie alle Katholisch machen, alle zurück gewinnen und dazu gewinnen, das ist der Gedanke.
      Tut mir leid, aber so ist es, ob man es wahrhaben will oder nicht.
      Jesus wollte keine Religionen und keine Mittler zwischen ihn und Gott.
      Man kann ja nicht sagen, wir haben so viel gemeinsam, das heißt ja schon, nicht alles und das was nicht gemeinsam ist, das sind die gravierenden Punkte, das es unmöglich macht.
      So wird es am Ende auch keine Religion, Instution oder Glaubensgemeinschaft geben, sondern Christus sammelt seine Schafe und in ihm werden sie Erkenntnis und Offenbarung in seinem Wort haben.
    • ingeli schrieb:

      Im Grunde wollen sie alle Katholisch machen, alle zurück gewinnen und dazu gewinnen, das ist der Gedanke.
      Tut mir leid, aber so ist es, ob man es wahrhaben will oder nicht.
      Jesus wollte keine Religionen und keine Mittler zwischen ihn und Gott.
      Man kann ja nicht sagen, wir haben so viel gemeinsam, das heißt ja schon, nicht alles und das was nicht gemeinsam ist, das sind die gravierenden Punkte, das es unmöglich macht.
      So wird es am Ende auch keine Religion, Instution oder Glaubensgemeinschaft geben, sondern Christus sammelt seine Schafe und in ihm werden sie Erkenntnis und Offenbarung in seinem Wort haben.


      Ja und, das willst Du doch auch (so hoffe ich zumindest), weil Du der Meinung bist dass Dein Glaube zu ewiger Erlösung führt. Ist es abwegig anzunehmen die Katholiken gehen auch von dem aus. Egal ob Du nun deren Glauben als richtig oder falsch ansiehst.

      Liebe Grüsse
      DonDomi