Einheitsbestrebungen seitens der katholischen Kirche

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    • FRANZISKUS seit JOHANNES XXIII. und JOHANNES PAUL I. wieder "Hoffnungs-Papst" !

      Seele1986 schrieb:

      @Norbert Chmelar:

      ich finde aber doch (bei allen kritischen Punkten der Römischen Kirche), dass der jetzige Papst eine sehr beeindruckende Gestalt ist. [Im Vergleich zu dem, was man sonst so kennt].
      Ja, dem stimme ich zu! Seit Papst JOHANNES XXIII. (Angelo Roncalli) - "der gute Papst!" - dem Papst des II.Vatikanums(1962-1963) und dem ermordeten 33-Tage-Papst Johannes Paul I. (Albino Luciani) 1978 - "der lächelnde Papst" - endlich wieder einmal ein "Hoffnungsträger" als Papst, zumindest "ein Papst für die Armen" im Geiste Jesu! Kann er sich gegen die "Hardliner" im Vatikan durchsetzen? Ich wünsche es ihm!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • @Baptist:

      Baptist schrieb:

      HeimoW schrieb:

      Was heißt denn Ökumene?
      Kardinal Müller: Ökumene heißt, dass die Christen verschiedener Konfessionen versuchen, das Gemeinsame zu entdecken und zusammen Zeugen für Jesus Christus zu sein.
      Quelle: Die Zeit, Die Kirche ist kein Philosophenclub

      Hallo Heimo,

      zum Thema: Es gibt noch viel mehr Menschen die Ökumene definieren und auslegen bzw. bestimmen wollen.
      Das hier ist sehr einseitig schön geschminkt.
      Wie könnte ich als Adventist Zeuge Jesu sein wenn es gerade um das Wort Jesu selbst geht dass ich dann nicht aufzeigen bzw. auf das ich mich dann nicht berufen kann weil sonst ein gemeinsames "bezeugen" nichtmehr möglich ist.
      Darf man als ernsthafter Christ bei "Jesus ist Realität und er liebt dich" stehen bleiben?

      Hallo Baptist,

      Die Grundfrage ist, wem gegenüber und wodurch wir bezeugen.

      Wenn wir säkularen Menschen oder Menschen die keine Christen sind gegenüber Zeugnis geben, dann wird das in erster Linie durch das Verhalten sein. Geübte Nächstenliebe und das Bekenntnis zu Jesus als Gott, Schöpfer und Erlöser ist da schon mal ziemlich viel, was wir gemeinsam mit einem (bibelgläubigen) Katholiken bezeugen (=im praktischen Leben zeigen) können.

      Wenn wir mit christlich-religiös "gebildeten" Katholiken über unsere Erkenntnisse aus dem Glaubensleben oder der heiligen Schrift sprechen, dann werden wir in verschiedenen Bereichen massive Auffassungs- und Erkenntnisunterschiede haben. Ich denke aber nicht, dass uns das daran hindern sollte zuerst einmal "christlich" zu leben und diese Lebensweise mit gläubigen Katholiken oder Protestanten bewusst gemeinsam zu haben.

      Bei 80% praktizierenden Katholiken im Umfeld ist wohl das zweite Szenario das massgebliche,
      bei weniger als 50% "Taufschein-Katholiken" und vielleicht 10% praktizierender Katholiken und 50% Muslimen und Ungläubigen im Umfeld wohl ersteres.
      Und dies - ein leben unter "Nicht-Christen" ist für die Meisten unter uns wohl das gegenwärtige Szenario.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Bogi111 schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Ja, wenn der oberste Glaubenshüter der Katholischen Kirche seine eigenen Worte Ernst nehmen würde, müsste er dieses ganze Brimborium dieser über 1 Dutzend unbiblischer "Verirrungen und Verwirrungen" aus über 14 Jahrhunderten Kirchentradition endlich über Bord werfen


      Dann müssten sie Protestanten werden! Das geht aber nicht bei einem System der Unfehlbarkeit.

      Das Ganze Glaubensgebäude würde dann zusammenbrechen und die vielen "Nischengläubige" verschrecken...


      Was soll dieses Argument? Die katholische Kirche hat noch nie behauptet, dass die Bibel ihr einziger Maßstab ist. Insofern ist es auch ziemlich sinnfrei, ihr von protestantischer Seite vorzuwerfen, dass sie angeblich unbiblische Lehren vertrete.

      Für sie beruht der Glaube auf den beiden Säulen Schrift UND Tradition.

      Und sie hat dafür die äußerst plausible Begründung, dass dies im Christentum schon seit der Zeit der Apostel immer so gewesen ist.

      Umgekehrt haben ja wohl eher die Protestanten das Problem zu begründen, wie sie überhaupt auf die Idee kommen, dass die Bibel der alleinige Maßstab und bei einigen sogar die alleinige Grundlage des christlichen Glaubens sei. Das ist weder sonderlich historisch noch überzeugend.

      Gerade bei Fragen an Adventisten zu diesem Thema musste ich feststellen, dass das Gespräch dann an diesem Punkt immer sehr schnell zu Ende war. Dafür wurde dann festgestellt, dass jemand, der solche eigentlich naheliegenden Fragen überhaupt stellt, ja nicht den "richtigen Geist" haben könne.

      Das mag bestimmt nicht für alle Adventisten gelten (so viele kenne ich ja nun auch nicht), aber eine plausibler Begründung für ihre Behauptung, warum denn die Bibel die einzige Grundlage des christlichen Glaubens sein soll, habe ich den ihren einschlägigen Veröffentlichungen bisher gefunden. Und bei direkter Anrede (siehe oben) bekommt man erst recht keine Antwort.

      .
    • Babylonier schrieb:

      Für sie beruht der Glaube auf den beiden Säulen Schrift UND Tradition.

      Und sie hat dafür die äußerst plausible Begründung, dass dies im Christentum schon seit der Zeit der Apostel immer so gewesen ist.

      Umgekehrt haben ja wohl eher die Protestanten das Problem zu begründen, wie sie überhaupt auf die Idee kommen, dass die Bibel der alleinige Maßstab und bei einigen sogar die alleinige Grundlage des christlichen Glaubens sei. Das ist weder sonderlich historisch noch überzeugend.

      Wir Christen sollten uns nicht auf die historisch belegten Tatsachen der Vermischung von Gottes Willen, mit dem Willen der Menschen zurückbesinnen, sondern auf das was Jesus zur "Vermischung"sagt.

      Markus 7,6-9: „Er aber sprach zu ihnen: … Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren. Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet.“

      Die Pharisäer und Schriftgelehrten haben eine Religion gelehrt, die einfach nicht der "Wahrheit" entsprach und im Gegensatz zu den Geboten Gottes waren. Jesus kritisierte diese Religion scharf...Ja, wir finden in der christlichen Geschichte eine "Vermischung" von Anfang an und nach der Kreuzigung Jesus wurde das "Verlangen" der Menschen fleißig weiter praktiziert..mit religiösen Begründungen der Kirchenväter, die dann zur Knechtschaft des "unwissenden Volkes" führten.

      Der Mensch kann einfach nicht mit dem zufrieden sein, was Gott ihm sagt, was zu tun ist. Er hat schon immer von sich selbst etwas dazugetan.
      Jesus sagt: „Vergeblich beten sie Mich an, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.“ Markus7,7

      Heute gibt es über 900 verschiedene christliche Glaubensrichtungen in der Welt und jede hält ihre Tradition und sagt: „Meine Tradition ist richtig.“
      Unsere Traditionen und Kirchensatzungen werden nie ein Herz zufriedenstellen, das von Gott gerufen worden ist. Wenn der Hunger nach Gott in einer Seele ist, wird er nach Pfingsten zurückgehen, zum Anfang, dort wo Jesus seine „Wahrheit“ lehrte und dort wo wir den wahren Heiligen Geist finden, der unser Herz in Feuer versetzt. Das ist es, was wir brauchen: zurück zum Anfang.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elli59 ()

    • @Babylonier:

      Umgekehrt haben ja wohl eher die Protestanten das Problem zu begründen,
      wie sie überhaupt auf die Idee kommen, dass die Bibel der alleinige
      Maßstab und bei einigen sogar die alleinige Grundlage des christlichen
      Glaubens sei. Das ist weder sonderlich historisch noch überzeugend.
      Sehe ich nicht so. Es geht um die Frage der Verbindlichkeit.

      Traditionen und Rituale sind vollkommen in Ordnung; der Mensch braucht das.
      Man muss aber fragen, welchen Stellenwert die Tradition und das Ritual hat.

      Die Kritik der Reformatoren war nicht, dass es Rituale und Traditionen gibt.
      Die Kritik war, dass durch Rituale und Werke ein Seelenheil gesucht und behauptet wurde.

      Um zu wissen, wie ich mich als Mensch in diesen Möglichkeiten aus Traditionen und Ritualen bewege (bzw. wie ich mich überhaupt in der Welt bewege), brauche ich etwas, das mir den Weg weist.
      Man kann sich verirren auf diesem Weg (auch der Christ ist nur ein Mensch), aber dennoch ist der Weg gewiesen und ich kann mich nur in Spur bringen, wenn ich diesen Weg weiß.

      Das "Mittel zur Erkenntnis Gottes" (wie wir theologisch sagen) ist die Schrift [auch die Natur, aber hpts. die Schrift].
      Art und Weise der Traditionen und der Ritualgestaltung sind kulturell und flexibel.
      Tradition kann vermitteln, aber was vermittelt sie? Doch nur das gegebene Wort Gottes, oder nicht?

      Wenn ich wissen will, ob die gepflegten Rituale und Traditionen noch Grundlage haben, ob sie noch geistlich sind oder ob das nur noch ein Theater ist, dann komm ich um die Schrift nicht herum.

      Zumindest, wenn einem das wichtig ist. Wenn man es nur um der Tradition selbst willen tut, dann ist das halt so.

      Mahler sagte mal: "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers."
      In meinen Augen darf nur das Tradition sein.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seele1986 ()

    • Seele1986 schrieb:

      Traditionen und Rituale sind vollkommen in Ordnung; der Mensch braucht das.
      Man muss aber fragen, welchen Stellenwert die Tradition und das Ritual hat.
      Um das Ritual geht es mir ja auch nicht, da habe ich die gleiche Einschätzung wie Du. Aber die Tradition ist halt ein bißchen mehr.

      Die Apostel, apostolischen Väter und Kirchenväter haben in den ersten drei Jahrunderten des Christentums ja keine Bibeln verteilt (gab ja auch noch keine), sondern das Evangelium mündlich verkündet. Und genau dies ist "die Tradition". Dir dürfte ja auch bestens bekannt sein, dass es den christlichen Bibelkanon erst seit dem Ende des 4. Jahrhunderts gibt. Und er ist ausdrücklich nicht als Grundlage des Glaubens geschaffen worden (die gab es vorher schon), sondern als Maßstab für den Glauben. Ein gewichtiger Unterschied! Und damit ist auch nicht gesagt worden, dass die Bibel der alleinige Maßstab des Glaubens zu sein braucht, den man hatte ja schon in der Tradition.

      Das Christentum würde es ja auch ohne Bibel geben, die ersten 350 Jahre ging es ja schließlich auch ohne.


      Seele1986 schrieb:

      Das "Mittel zur Erkenntnis Gottes" (wie wir theologisch sagen) ist die Schrift [auch die Natur, aber hpts. die Schrift].
      Und genau da ist meine Frage, WIE Du auf diese Behauptung kommst. Unsere katholischen und orthodoxen Geschwister sehen dies bekanntlich völlig anders. Und sie können es gut begründen.

      Mit ist aus dem ersten Jahrtausend unserer Religion kein Fall bekannt, wo jemand über das Bibelstudium zum Christentum gekommen ist. Dies gibt es erst seit der Neuzeit, und dann auch eher vereinzelt.


      Seele1986 schrieb:

      Zumindest, wenn einem das wichtig ist. Wenn man es nur um der Tradition selbst willen tut, dann ist das halt so.
      Tradition um der Tradition wegen ist natürlich nichts wert. Aber jeder, der sich in irgendeiner Form mit dem Christentum beschäftigt, in der Bibel liest und sich seine Gedanken dazu macht oder sich zu einer Konfession bekennt, steht damit bereits automatisch in einer Tradition.

      Daher gehören Bibel und Tradition immer zusammen, anders geht ja auch gar nicht. Das ist übrigens auch eine offizielle Stellungnahme unserer Kirche.

      Die entscheidende Frage ist halt nur, ob die Tradition über die Bibel hinaus gehen darf. Bei der christlichen Sonntagsfeier argumentieren wir ja auch, dass die kein Widerspruch zur Bibel ist und daher legitm sei.

      Anders war es aus unseer Sicht mit dem Ablasshandel, der im Widerspruch zur Rechtfertigungslehre steht.

      Da sind wir Protestanten aus der gemeinsamen Kirchengeschichte ausgespiegen und haben eine eigene Tradition begründet. In dieser bestreitest Du z.B. ja auch Dein Theologiestudium, wie man Deinen sehr lesenswerten Beiträgen recht eindeutig entnehmen kann.
    • @Babylonier:

      ich sehe, was du meinst. Ok.

      Hierzu noch etwas:
      Das Christentum würde es ja auch ohne Bibel geben, die ersten 350 Jahre ging es ja schließlich auch ohne.

      Mit ist aus dem ersten Jahrtausend unserer Religion kein Fall bekannt,
      wo jemand über das Bibelstudium zum Christentum gekommen ist. Dies gibt
      es erst seit der Neuzeit, und dann auch eher vereinzelt.
      Das ist natürlich richtig, wenn wir vom Neuen Testament reden. Es wurde aber aus dem Alten ausgelegt.
      Wir lesen ja dann im Neuen Testament, wie es mit den Verheißungen des Alten begründet wird.

      Die Christen hatten anfangs keine Bibel, aber sie hatten den Tanach, aus dem sie (mündlich gelehrt) begründet und abgeleitet haben.
      Und auch wurde ja wieder sehr bald geschrieben und wieder abgeschrieben. Von wann die Originale wirklich sind, wissen wir ja nicht (wie beim AT). Der Großteil sind ja Briefe; da war ein schriftlicher Verkehr.

      Eine geschlossene Theologie, wie wir das heute kennen, war das natürlich nicht. Die Briefe sind teilweise sehr situativ und themenbedingt.

      Aber lange Rede, kurzer Sinn: ich sehe, was du meintest.
      Übrigens fühle ich mich dann doch der Orthodoxen Kirche näher in dieser Sache; sie ist ja auch die urwüchsigste von uns Kirchen (historisch gesehen).
      Die RKK ist, bei aller Freundschaft, einfach so schrecklich römisch... :D

      Die entscheidende Frage ist halt nur, ob die Tradition über die Bibel
      hinaus gehen darf. Bei der christlichen Sonntagsfeier argumentieren wir
      ja auch, dass die kein Widerspruch zur Bibel ist und daher legitm sei.

      Die geht in meinen Augen auch nicht über die Bibel hinaus, sondern lässt sich aus ihr ableiten und begründen, wie ich ja (bis zum Tastaturbrand) hier mehrfach dargelegt hatte ;)

      Da sind wir Protestanten aus der gemeinsamen Kirchengeschichte
      ausgespiegen und haben eine eigene Tradition begründet. In dieser
      bestreitest Du z.B. ja auch Dein Theologiestudium, wie man Deinen sehr
      lesenswerten Beiträgen recht eindeutig entnehmen kann.
      Dankesehr, dito!

      Allerdings bin ich auch die Nervensäge der Klasse :D
      Evangelisch heißt ja (Gott sei Dank) nicht, dass man mit seiner Kirche immer uniform sein muss. Wir dürfen selber denken. Und es gibt doch Punkte, die ich anders sehe bzw. nicht nachvollziehen kann.

      Aber das kann und darf ja immer diskutiert werden. Über diese Freiheit bin ich sehr froh.

      Lg
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Babylonier schrieb:

      Die Apostel, apostolischen Väter und Kirchenväter haben in den ersten drei Jahrunderten des Christentums ja keine Bibeln verteilt (gab ja auch noch keine), sondern das Evangelium mündlich verkündet. Und genau dies ist "die Tradition". Dir dürfte ja auch bestens bekannt sein, dass es den christlichen Bibelkanon erst seit dem Ende des 4. Jahrhunderts gibt. Und er ist ausdrücklich nicht als Grundlage des Glaubens geschaffen worden (die gab es vorher schon), sondern als Maßstab für den Glauben. Ein gewichtiger Unterschied! Und damit ist auch nicht gesagt worden, dass die Bibel der alleinige Maßstab des Glaubens zu sein braucht, den man hatte ja schon in der Tradition.

      Das Christentum würde es ja auch ohne Bibel geben, die ersten 350 Jahre ging es ja schließlich auch ohne.
      Mein Maßstab des Glaubens ist zum einen meine „Gewissheit des Heils“ und zum anderen die Weisung und die Festigung meines Glaubens im Wort Gottes. Danach kommt der Austausch mit gläubigen Geschwistern "im Geist Gottes" und in der" Schrift Gottes".
      Was sonst, als die „Heilsgewissheit“ und die daraus entstanden Früchte, soll der Maßstab eines Gläubigen sein. "An den Früchten sollt ihr sie erkennen"
      Gerade wenn dieser Maßstab fehlt, fängt der Mensch an mit menschlichen "Regelwerken" sein eigenen „Maßstab des Glaubens“ zu konstruieren.“

      Römer 12,14

      Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

      Galater 4,6
      Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater! (Römer 8.15) 7

      Römer 8,16-17
      Derselbe Geist gibt Zeugnis unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. (2. Korinther 1.22) 17 Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.


      Wir haben das Geschenk der Gnade bekommen, dazu gehört das Wort Gottes nicht nur lesen zu dürfen, sonder uns danach ausrichten zu dürfen/sollen. Ich muss mich nicht in das Jahr 250 n.Chr zurückversetzen, genauso wenig lebe ich jetzt im AT!
      Der erste Kanon interessiert mich nicht und ist für einen „Gläubigen“ überhaupt nicht maßgebend.
      Natürlich hatten die Pharisäer einen Glauben dem sie einen äußeren Rahmen geben mussten für ihre Selbstverherrlichung. Ebenso hat der Teufel einen Glauben an Gott, mit der bekannten Selbstüberhebung.. Diese Selbstüberhebung in der Kirchengeschichte ist nicht zu übersehen.

      Jesus warnt eindeutig davor, Gottes Wort nicht mit menschlichen Worten zu vermischen.
      Was dabei herauskam sehen wir deutlich im Machtmissbrauch der Kirchenfürsten.

      Atheisten werfen dem Christentum zurecht vor, in der Geschichte der Menschheit Macht an sich gerissen und missbraucht zu haben. Ein Grund mit, warum Atheisten nicht "gläubig" werden wollen. Auch ein Grund für mich damals, warum der Atheismus mir lieber wahr, als der aufgesetzte Kirchen-Brimborium.

      Schon von Anfang an wurde die Lehre Jesu stark angegriffen, nicht erst nach der Kreuzigung Jesus.(Kain erschlug Abel) Im Judentum hatten die Pharisäer und Sadduzäer das Sagen und missbrauchten die Lehre der Patriarchen und Propheten für ihre eigenen Zwecke. Die Pharisäer selbst schlossen das Himmelreich für diejenigen zu, die sie als unwerte Sünder betrachteten (Mt 23,13). Sie selbst wollten gut angesehen sein und Macht über andere ausüben (Mt 23,6;7). Sie verfolgten die echten Propheten und auch die Christen (Mt 23,34). Sie übervorteilten andere Menschen (Mt 23,14). Wir können also sehen, dass schon innerhalb des AT, Machtmissbrauch im Namen Gottes stattgefunden hat.

      @Babylonier, wenn du schon den „Glauben“ als „Tradition“ beschreibst und die Kirchensatzungen als „Maßstab des Glaubens“ dann solltest du nicht vergessen,die unzähligen Versklavungen und Misshandlungen des Volkes seitens der „Kirche“ oder wie du es beschreibst durch die „Maßstäbe des Glaubens“ zu erwähnen. Wie viele echte „Christen“ wurden von diesen Machthabern verfolgt? Echte Christen wurden von Anfang an verfolgt von Machthabern die vorgaben, dass ihr „Maßstab des Glaubens“ der richtige Weg sei und auch leider unter Androhungen und Maßnahmen der "Verfolgungen" durchgesetzt wurden.

      Das pharisäisches Denken und Handeln nach der Kreuzigung Jesus weiter im großen Maße ausgelebt werden sollte wurde bereits in der Schrift vorher prophezeit.
      Jesus sagt selbst, werden sie mich verfolgen werden sie auch euch verfolgen.

      Mt 11,12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Reich der Himmel Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißen es an sich.

      Daher gehören Bibel und Tradition immer zusammen, anders geht ja auch gar nicht. Das ist übrigens auch eine offizielle Stellungnahme unserer Kirche.
      Hat Jesus jemals diese Gedanken gelehrt? Ich distanziere mich klar und deutlich von diesen Lehren, außer Gottes Wort sollte es lehren und ich hätte hier etwas übersehen.

      Die entscheidende Frage ist halt nur, ob die Tradition über die Bibel hinaus gehen darf. Bei der christlichen Sonntagsfeier argumentieren wir ja auch, dass die kein Widerspruch zur Bibel ist und daher legitm sei.

      Anders war es aus unseer Sicht mit dem Ablasshandel, der im Widerspruch zur Rechtfertigungslehre steht.
      Die Sonntagsfeier frisst nicht die "Heilsgewissheit" oder die "Wiedergeburt", aber wenn ich hier anfangen würde alles aufzuzählen, welche Kirchenlehren die Heilsgewissheit" bedeutungslos oder nichtexistent machen, dann hätte ich viel zu tun. Ja, wir könnten viele Wochen daran arbeiten..wenn überhaupt ein Interesse daran bestehen sollte.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Seele1986 schrieb:

      Die entscheidende Frage ist halt nur, ob die Tradition über die Bibel hinaus gehen darf. Bei der christlichen Sonntagsfeier argumentieren wir ja auch, dass die kein Widerspruch zur Bibel ist und daher legitm sei.
      Die geht in meinen Augen auch nicht über die Bibel hinaus, sondern lässt sich aus ihr ableiten und begründen, wie ich ja (bis zum Tastaturbrand) hier mehrfach dargelegt hatte ;)


      Ich muss euch beiden widersprechen.

      Erstens denke ich, der Kanon wurde genau als Abgrenzung gegen die Tradition geschaffen. Die Tradition "wucherte" unkontrollierbar und um die Irrlehren einzufangen, definierte man den Kanon.
      Auch die Reformation hatte nicht zum Ziel "neue Tradition" zu schaffen, sondern die Wucherungen der RKK Tradition zurückzuschneiden, das Gestrüpp war aber zu dornig (verzeiht die blumige Sprache).

      Zweitens hat vielleicht die Tastatur gebrannt, aber wie Babylonier richtig schreibt, lässt sich der Sonntag als Ruhetag aus dem NT weder ableiten, noch begründen (als Ablöse des Sabbats). Das ist Dir Seele1986 auch nicht gelungen, selbst wenn es eine Tastatur gekostet hat.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Kanon hat gegen über ein Dutzend katholischer Irrlehren auch nichts gebracht!

      HeimoW schrieb:


      Erstens denke ich, der Kanon wurde genau als Abgrenzung gegen die Tradition geschaffen. Die Tradition "wucherte" unkontrollierbar und um die Irrlehren einzufangen, definierte man den Kanon.
      Auch die Reformation hatte nicht zum Ziel "neue Tradition" zu schaffen, sondern die Wucherungen der RKK Tradition zurückzuschneiden, das Gestrüpp war aber zu dornig (verzeiht die blumige Sprache).

      Zweitens...lässt sich der Sonntag als Ruhetag aus dem NT weder ableiten, noch begründen

      1.) Hat selbst der christliche Kanon, also die 27 Schriften des NT nicht das Wuchern einer anti-biblischen-katholischen Fehl-Tradition verhindern können; höchstens vielleicht bis zum Jahre 600 n.Chr., als z.B. die Christen in Irland sowohl Sabbat als auch Sonntag als christliche Feiertage gehalten haben. Aber - wie ich hier unter NR.58 ("Päpstlicher als der Papst!") vom 7.1.2016 schon geschrieben habe, ging es um 600 n.Chr. mit den anti-biblischen Irrlehren los:===> siehe dort!
      1.) vor 1.416 Jahren: um 600 n.Chr. : Man fängt an, Gebete an Maria und die verstorbenen Heiligen zu richten. Wo in der Bibel belegt?
      Nirgends!!! ...................
      Die Reformation hat (fast) alles an anti-biblischen Dingen in unserer Evangelischen Kirche abgeschafft - ist aber steckengeblieben! (Keine Abschaffung der Kindertaufe und der "Ewigen=Endlosen Verdammnis"/Keine Wieder-Einführung des Sabbats!/Keine Trennung von Kirche und Staat)
      2.) Lässt sich der Sonntag sehr wohl aus dem NT ableiten, da durch die Auferstehung Jesu am Oster-Sonntag dieser Tag eine enorme Bedeutung erlangt hatte und sich die Ur-Kirche schon ab spätestens 55 n.Chr. "am 1.Tage der Woche(=Sonntag) zum Brotbrechen(=Abendmahl) und zur Predigt des Evangeliums im Gottesdienst versammelt hatte!"(===> siehe Apostelgeschichte 20,7!) Dass die Christen also den Sonntag als Gottesdienst-Tag halten, ist aus dem NT damit eindeutig ableitbar! Dass man aber dennoch den Sabbat offiziell wieder einführen sollte, steht auf einem anderen Blatt. STA können daher anderen Christen nicht absprechen, sie würden sich nicht an die Bibel halten!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Soll man morgen am Pfingstmontag zu einem Ökumenischen Gottesdienst der ACK* gehen?

      Schon seit einigen Jahren gibt es bei uns in Schorndorf/Württemberg die "Tradition", dass die Kirchen, die in der ACK organisiert sind, am PFINGSTMONTAG einen gemeinsamen Ökumenischen Gottesdienst veranstalten. Die Kirchen wechseln jedes Jahr - Einmal in der Kath. Heilig-Geist-Kirche und dieses Jahr 2016 ist es in der Evang. Stadtkirche zu Schorndorf, die 1477 übrigens als eine Marienkirche gebaut wurde.
      Z.Z. sind in der ACK bei uns: Evangelische Landeskirche Württemberg, Römisch Katholische Kirche (RKK) und Evangelisch-Methodistische Kirche (EMK).
      Soll man da hingehen oder wird hier nur eine antibiblische Gesinnung dadurch unterstützt und unterwirft man sich damit nicht dem "Hoheitsanspruch" Roms, der RKK?
      Was ist die Meinung der Adventisten hierzu?


      *ACK = Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar () aus folgendem Grund: ergänzende Erweiterung

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Soll man morgen am Pfingstmontag zu einem Ökumenischen Gottesdienst der ACK* gehen?


      Soll man da hingehen oder wird hier nur eine antibiblische Gesinnung dadurch unterstützt und unterwirft man sich damit nicht dem "Hoheitsanspruch" Roms, der RKK?
      Was ist die Meinung der Adventisten hierzu?


      *ACK = Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

      Bin zwar kein Adventist, aber wenn du schon mit den Gedanken im Hinterkopf hingehst, dann lässt es lieber bleiben.
      Ich würde nie in eine Kirche bzw in einen Gottesdienst gehen, nur damit ich dort war.............und schon gar nicht, um meine Vorurteile bestätigt zu sehen.
    • Es ist so schade, dass durch unbiblische Lehrsätze Menschen getrennt werden, aber man kann doch die Ebenen nicht einfach vermischen. Durch Definition wurden sie getrennt. Ein Protestant steht auf einem wirklich anderen Fundament als ein Katholik....
      Die Menschen, die das nicht wollen, die sollten sich aus ihren Kirchen heraus auf ein gemeinsames neues /altes Fundament , nämlich biblisch frei ....treffen. Geht nicht...wir haben alle soziale Bindungen und lieben Traditionen....na dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn durch Verfolgung gesichtet wird, oder? Ist das zu negativ gedacht?

      Die praktizierte Oberflächlichkeit führt zu strategischen, menschlichen und machtpolitischen Handlungen....da ist der Weg zufolgenden Überlegungen natürlich nicht mehr weit.

      "Warum haben wir noch zwei Kirchen?"
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Ein Protestant steht auf einem wirklich anderen Fundament als ein Katholik....


      Ist das zu negativ gedacht?
      Ein Protestant steht auf einem wirklich anderen Fundament als ein Katholik....
      Wirklich? Kann das so nicht ganz sehen. Protestanten wie Katholiken stehen auf dem Fundament Jesus Christus! Und bekennen gemeinsam das Apostolische und das Nizänische Glaubensbekenntnis und
      beten gemeinsam das Vaterunser und lesen die gleiche BIbel; nur bei der Auslegung ist man sich in manchem nicht einig.

      Ist das zu negativ gedacht? Ja!

      Pfingstrosen schrieb:

      "Warum haben wir noch zwei Kirchen?"
      Eine berechtigte Frage, die aber v.a. der Papst beantworten müsste!
    • Warum haben wir noch zwei Kirchen?- ist der Titel des Artikels in "Die Zeit".....
      Auch ein Zeichen der Zeit. Wir sind ja wohl sehr nahe dran, dass sich erfüllt was vorhergesehen wurde.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!