Bestimmt Gott jede Lebenszeit bzw. deren Ende?

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    • wie oft hört man, so ein guter Mensch mußte sterben und der größte Hollodri wird so und so alt.


      Das hat vor allem mit der Perspektive zu tun, die wir Menschen haben!

      Wir gehen grundlegend davon aus: "Lange Lebenszeit = gut" / "Kurze Lebenszeit = schlecht bzw. nicht so gut"

      Ich bin seit 8 Jahren in der Pflege; daher sehe ich das absolut nicht so...

      Christen führen diesen Gedankengang leider manchmal fort:

      "Richtiges/ gläubiges/ gesundes/ gehorsames (etc.) Leben = Belohnung durch erfolgreiches/ gesegnetes/ langes (etc.) Leben" (Vor allem die Pfingst-Szene bedient sich dieser Rechnungen gerne!)

      Es trifft einfach nicht zu! Es ist wieder ein Angebot oder eine Schlussfolgerung, DAMIT Menschen gläubig werden.

      Es gibt keine Gründe, WARUM man glauben sollte! Glaube ist essentiell etwas vollkommen unvernünftiges! Für meine Sinne und das (Über-)Leben brauche ich keinen Glauben!

      Glaube ist eine vollkommen eigene Marke, keine Begleiterscheinung!

      Es gibt Christen, die ein gesegnetes Leben haben. Sie danken dafür natürlich Gott! Wem sollten sie sonst danken? Das ist aber keine Begründung, sondern es IST das Leben DIESES Christen.

      Es gibt Nicht-Christen, die ein erfülltes Leben haben. Sie danken wem auch immer... Auch das ist kein Grund, sondern einfach das Leben DIESES Menschen.

      Umgekehrt genauso: Es gibt depressive Christen mit einem schrecklichen Leben und Nicht-Christen mit einem schlimmen Leben etc.pp.

      Man sieht täglich, dass man überhaupt nicht weiß, warum Gott wie austeilt! Er tut es, wie er will.

      Ich bin mal gefragt worden, ob mein Leben denn "besser" sei mit dem Glauben. Ich musste erstmal stutzen, denn ich kann mir aktuell gar nicht vorstellen, nicht zu glauben.

      Irdisch gesehen hat sich durch mein gläubig werden nichts geändert. Ob es anders verlaufen wäre, wenn ich nicht gläubig geworden wäre, weiß ich ja nicht! Ich kann ja nur das nehmen, was ich grade habe.

      Geistlich gesehen finde ich es absolut besser, gläubig zu sein, aber wie will ich das jemanden erklären? Es ist ja einfach meine Sichtweise; ich hab da keine Begründungen für.

      Wir haben es heute oft mit einem "Glauben aus Argumenten" zu tun, und natürlich wird die Welt immer Gegenargumente liefern, ist doch klar!

      "Gläubig" zu werden, WEIL man dann ein erfüllteres Leben hat, ist Götzendienst! Wir sollten uns aus diesen "Talkshows" mal verabschieden, dann würden wir uns auch nicht so lächerlich machen.

      Wenn ich mal Zeiten habe, wo Bibel, Glaube usw. mich einfach nur nervt, zu WEM gehe ich dann? Zu IHM. Ich kann ja nicht anders!
      WENN man an Gott glaubt, kann man ja nirgendwo anders hin! Es geht ja nicht anders. Ich kann dorthin oder dorthin rennen, versuchen, mich "abzulenken", es bringt ja nichts! ER steht da und mein Gewissen plagt mich. Wenn man glaubt, funktioniert das gar nicht anders.

      Ich kann mich natürlich von der Gemeinde oder dem christlichen Freundeskreis fernhalten, das geht. Aber das hat mit Gott noch lange nichts zu tun!
      Ich kann mit falschen Freunden anbandeln, saufen, Drogen nehmen etc. Mein Leben stürzt ab. Aber das hat mit Gott immernoch nichts zu tun.

      WAS mir die Bibel aber sagt, ist folgendes:

      Wenn dein Leben wunderbar ist, danke Gott!
      Wenn dein Leben abstürzt, rufe zu Gott!
      Wenn du Freude hast, sage es Gott!
      Wenn du leidest, rede mit Gott! usw.

      Der Segen, der daraus entsteht, ist kein fassbarer, sichtbarer, sondern es ist etwas, das mit meinem Erleben zu tun hat! Das ist keine Begründung, sondern einfach MEIN Erleben als Gläubiger. Für mich ist das wahr, deshalb hat es eine Wirkung. Nicht, weil ich etwas fassbares be-komme, sondern, weil ich es für wahr halte. Es ist etwas geistliches.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • @Heimo

      Also das Rezept ist mir neu.

      Und ich kenne genug Einzelfälle von sehr gesundheitsbewusst und gläubig gelebt habenden Menschen die z.B. tragisch an Krebs (vor dem Erreichen des 50. Lebensjahres) verstorben sind. Statistik ist eines und das echte Leben was anderes...
      Jeder vernünftig denkende und nicht ganz unwissende Mensch weiß, dass bestimmte Dinge, die man konsumiert, die Gesundheit stark zerstören und schnell zum Verfall des Organismus führen. Bei einem schneller, beim anderen langsamer - je nach genetischer und sonstiger Fassung des Körpers (und seiner Abwehrkräfte). Dir muss ich das nicht beweisen, es ist selbstverständlich. Dass in unserer Generation z.B. die Krebserkrankung-Rate rapide ansteigen, ist kein Zufall. Falsche und übertriebene Ernährung, verseuchte Luft, Gentechnik, Chemikalien als Zusatzmittel etc.. Die Wahrscheinlich den Lungenkrebs zu bekommen ist bei einem regelmäßigen, langen Raucher sehr hoch. Alles kein Zufall und keine Bestimmung Gottes. Der Mensch tut sich selbst diesen Dreck an.

      Gott bestimmt das Leben jedes Einzelnen. Wenn einer nur ein kurzes Leben zu leben hat, wird ihm auch die gesündeste Ernährung nicht helfen. Wenn Gott einem ein langes Leben bestimmt hat, kann dieser Mensch gegen den Willen Gottes handeln und sein Leben selber zerstören.


      @Seele

      "Richtiges/ gläubiges/ gesundes/ gehorsames (etc.) Leben = Belohnung durch erfolgreiches/ gesegnetes/ langes (etc.) Leben" (Vor allem die Pfingst-Szene bedient sich dieser Rechnungen gerne!)
      Ich lehne solche Aussagen ebenso ab. Gesundes Leben ist gottgewollt, aber es führt zu keiner Belohnung. Der Knecht hat getan, was ihm der Herr befohlen hat (Lk 17.9-10), es war seine Pflicht. Erfolgreiches oder gesundes Leben ist nicht unbedingt zu erwarten. Es bleibt aber die Tatsache, dass ungesunde Lebensweise (dazu gehört nicht nur die Ernährung) das Leben verkürzt.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Eine sehr gute und tiefe Frage. Und unser Mühen um Antwort ist spannend, weil wir bestimmte Gedanken über Gott offenbaren, ohne es direkt durchdacht zu haben.
      Hat Gott die Lebenszeit in der Hand, dann ist er verantwortlich dafür. Das spricht aber gegen die Freiheit die Gott dem Menschen gab, auch die Freiheit für oder gegen ihn zu entscheiden. Wenn es stimmt, dass Gott einige Babys zum Beispiel sterben lässt, weil er weiss, dass diese sein Angebot nicht annehmen würde, kann er sie dann auf diesem Wege "Zwangsretten"?
      Warum müssen dann andere nach einem schweren Leben unerlöst und von Gott abgewendet sterben?
      Ich meine im Moment: Gott nimmt die Zeit des Menschen grundsätzlich nicht in die Hand, es passiert, was Menschen und die Natur mit dem Leben machen... es stirbt. Das ist die Folge der Sünde. Gott in die Verantwortung für den Zeitpunkt des Todes zu geben führt letztlich zur Verantwortung Gottes jeden durch den rechtzeitigen Tod zu retten, schließlich will er ja das jeder zum Leben kommt, oder? Das widerspräche der Freiheit und der Liebe, die mal grundsätzlich eine eigene Entscheidung für ihn möchte.
    • Tobias schrieb:

      Ich meine im Moment: Gott nimmt die Zeit des Menschen grundsätzlich nicht in die Hand, es passiert, was Menschen und die Natur mit dem Leben machen... es stirbt.


      Tobias dem kann ich nicht ganz zustimmen.

      Gott gibt Leben und er nimmt es auch. Auch wenn es Krankheit unfall oder was auch immer,Gott bestimmt über den Tod.

      Er kann auch den Tod verzögern wie an dem Beispiel des Königs Hiskia, der einige Jahre länger leben durfte.

      Wenn ich bete dein Wille geschehe, dann übergebe ich mich Gott. Unsere Zeit liegt in seinen Händen. Er setzt Könige ein und ab.

      Das wir manchen Todes-Zeitpunkt nicht verstehen ist eine andere Sache.

      Ich habe auch viele Fragen an Gott gehabt, warum mein Cousin als Prediger (40J) am Sabbatmorgen auf den Weg zum Gottesdienst, totgefahren wurde.
      Er hinterließ eine Frau mit 3 Söhnen unter 18 Jahren, die ihren Vater sehr vermissen.

      Gottes Wege sind für uns manchmal Rätsel, auch wenn alles was Gott tut gut ist!
    • Das hier von mir kürzlich angesprochene Buch von William Goyen über Jesus habe ich mit ein paar anderen gebraucht übers Web gekauft. Die private Verkäuferin schrieb in die E-Mail, mit der sie mir ihre Kontodaten mitgeteilt hat: "Den Verkaufserlös setzen wir [...] für Herzensangelegenheiten unseres verstorbenen Sohnes Robin ein." Ich habe mir daraufhin ihre Webseiten angeguckt, auf denen sie ihres jung verstorbenen Sohnes gedenkt. Als ich mir die Fotos von dem als 20-Jährigem durch einen Unfall verstorbenen Jungen ansah, entdeckte ich einen allem Anschein nach ungewöhnlich herzlichen jungen Mann, der oft mit seinem sehr viel jüngeren Bruder -- Ich vermute es ist sein Bruder. -- gespielt hat. Offenbar ein sehr, sehr netter junger Mann. Tot mit 20. (Mir fällt auch kurz einer meiner besten Kameraden auf einer Schule ein: Kurz nachdem ich mit ca. 18 diese Schule verlassen hatte, erfuhr ich, dass er genauso wie ein zweiter meiner Klassenkameraden -- dieser damals ein überaus fairer, sehr kluger und humorvoller junger Mann -- einen Motorradunfall gehabt hat. Beide sind deswegen seit ihrem 18. Lebenjahr querschnittsgelähmt. Das sind ganz gewiß nicht die schlechtesten oder unvernünftigsten oder etwa besonders unsoziale Kerle, trotzdem dieser Schicksalsschlag.)

      Die Mutter des 20-jährig Verunglückten schreibt über seinen Tod: "Unser Vater liebt alle seine Kinder - unseren lebensfrohen Robin ganz besonders, dass er ihn - für uns viel zu früh - zu sich in sein Himmelreich berufen hat." Das wirkt einerseits naiv, andererseits möchte ich es beinahe glauben. Als ich mir die Fotos dieses jungen Mannes angesehen hatte und auch an meine jung verstorbene Nichte dachte, schien mir dieser Satz der Mutter nicht völlig unplausibel, als würde Gott die ganz besonders guten, früh reifen Herzen früher als andere zu sich holen.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Für mich ergibt sich aus meinem Gottesbild mit dem Vergleichs-Modell (vergl.: Das Modell von großen Author ) ganz klar die Konsequenz, das wir als Menschen sehr viel weniger Freiheiten haben als uns unsere Gesellschaft gerne Glauben lassen möchte.

      Laut meinem Bibelverständnis sind wir letztlich einzig und allein dafür frei uns für oder gegen Christus zu entscheiden - alle anderen Möglichkeiten sind entweder schon von Außen (Genetik, Umfeld, Kultur) weitgehend vorgegeben oder folgen daraus.

      Für mich ist es darum kein Widerspruch, dass wir zwar frei (in Bezug auf unsere grundsätzliche Glaubensentscheidung) sind aber trotzdem auffallend schmerzlichen Grenzen unterliegen. Diese Grenzen sind meiner Einschätzung nach noch sehr viel enger als unsere konkrete Lebensspanne und ich sehe das im Sinne von Johannes9,1-3 keineswegs negativ weil ich mich dafür entschieden habe zur Verherrlichung meiner HERRN leben zu wollen! IHM vertraue ich, dass Er das daraus macht was in SEINEN Augen gut ist.
      Ich bin - um mit dem Bild des großen Authors zu sprechen nur eine Figur (vielleicht eine bunte ;) ) im gigantischen Roman des Schöpfers. UND solange ich Seiner Verherrlichung diene darf ich damit rechnen als sich entwickelnder Charakter (kleiner Protagonist) in der Forsetzungs-Geschichte in der Ewigkeit dabei sein zu dürfen.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Bogi111 schrieb:

      Tobias schrieb:

      Ich meine im Moment: Gott nimmt die Zeit des Menschen grundsätzlich nicht in die Hand, es passiert, was Menschen und die Natur mit dem Leben machen... es stirbt.


      Tobias dem kann ich nicht ganz zustimmen.
      Gott gibt Leben und er nimmt es auch. Auch wenn es Krankheit unfall oder was auch immer,Gott bestimmt über den Tod.

      Lieber Bogi, das ist eine These, deren Theorie ich nicht nachvollziehen kann, weil Du leider nicht schreibst, woraus Du das ableitest.
      Ich lese mal 1. Mo. 3, 19: Der Tod kommt dort als der natürliche Weg des Staub zu Staub in die Welt. Damit ist der natürliche Weg des Lebens, dass es stirb. Alles was lebt, wird sterben, Menschen, Tier und Pfanzen (vgl. Prediger 3, 19, 20). Das Leben ist nicht durch Gott individuell befristet, sondern allenfalls generell: 1. Mo. 6,3: 120 Jahre.

      Bogi111 schrieb:

      Er kann auch den Tod verzögern wie an dem Beispiel des Königs Hiskia, der einige Jahre länger leben durfte.

      Das einzige Beispiel mit einer konkreten Frist (alle anderen Auferweckten bekommen die nicht). Aber auch hier, in 2. Kö. 20, wird zunächst nicht geschrieben, dass Gott den Tod festgesetzt hätte, sondern das er eintreten wird. Dann bittet Hiskia um Verlängerung. Gottes eingreifen besteht in diesem Fall in dem Aufhalten des natürlichen Prozesses in dem Hiskia sich schon befindet. Daraus aber ableiten zu wollen, Gott bestimme grundsätzlich für jeden eine individuelle Lebenszeit halte ich für nicht möglich. Im Übrigen war es wohl ein Fehler die Zeit zu verlängern, da Hiskia schließlich in der Verlängerung den Grund für die Plünderung des Volkes Gottes durch die Babylioner setzt... hätte er ihn also doch besser früher zur Ruhe gelegt, oder?

      Bogi111 schrieb:

      Wenn ich bete dein Wille geschehe, dann übergebe ich mich Gott. Unsere Zeit liegt in seinen Händen. Er setzt Könige ein und ab.

      Ups. Das stellt die (eigentlich ganz andere) Frage, wer der Herr der Welt ist. Seit Satan hier wirkt, dachte ich immer, die Welt läuft nicht nach dem Willen Gottes. Und das Gott einen Herrscher außerhalb der Israelischen Könige ausgewählt hätte ist weder überliefert noch belegt (auch wenn die Kaiser sich gerne als von Gottes Gnaden bezeichneten).
      Wenn Du den gerne zitierten und gesungenen Satz aus Ps. 31,16 meinst: "Meine Zeit steht in deinen Händen" dann bitte ich den Psalm 31 in seinem Zusammenhang zu lesen. In Ps. 31 geht es in den ersten Versen (1-6) um eine grundsätzlich geistliche Entscheidung wem das (ewige) Leben gehört. Dann folgt eine Zustandsbeschreibung die Davids jämerliche Verfassung betont, in der er gewesen war um dann zu sagen, nicht seine Feinde bestimmen über sein Leben und auch nicht er selbst. Daher der Wunsch, dass Gott ihn eben aus der Hand der Feinde rettet.
      Das scheint aber eine andere Bedeutung zu haben, als eine Lebenszeitbemessung.
      (In diesem Zusammenhang, auch Ps. 90, 10 setzt eine Lebenszeit zwischen 70 und 80 für die Menschen, was ja gerade dagegen spricht, dass es eine individuell festgesetzte Zeit für jeden gibt.)

      Bogi111 schrieb:

      Ich habe auch viele Fragen an Gott gehabt, warum mein Cousin als Prediger (40J) am Sabbatmorgen auf den Weg zum Gottesdienst, totgefahren wurde. Er hinterließ eine Frau mit 3 Söhnen unter 18 Jahren, die ihren Vater sehr vermissen.
      Gottes Wege sind für uns manchmal Rätsel, auch wenn alles was Gott tut gut ist!

      Damit sind wir am Kern der Frage. Folge ich Deinem Gedanken muss ich davon ausgehen, dass dieser Unfall ein Handeln Gottes war. Damit muss ich diesem Schrecken aber einen Sinn geben, denn so Deine Vorannahme: Gott ist gut und macht keine Fehler.
      Gleichwohl kannst Du keinen Sinn erkennen - und ich auch nicht. Das ist im Übrigen auch der Ausgangspunkt von Salomon (Pred. 1, 20): "alles ist flüchtig und nichtig." und nicht geplant und sinnvoll. Nicht jeder Tod - die aller aller wenigsten - haben einen Sinn. Das wäre auch komisch, wenn Gott das Leben ist und er jedem das Leben wünscht.

      Ich wäre Dir daher aufrichtig dankbar, wenn Du es schaffst mit der Bibel zu begründen, warum es anders sein könnte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tobias ()

    • Stephan Zöllner schrieb:

      Für mich ergibt sich aus meinem Gottesbild mit dem Vergleichs-Modell (vergl.: Das Modell von großen Author ) ganz klar die Konsequenz, das wir als Menschen sehr viel weniger Freiheiten haben als uns unsere Gesellschaft gerne Glauben lassen möchte.

      Dein Model scheint aber nur erklären zu wollen wie es um die Möglichkeit einer Gotteserkenntnis geht und hilft mir nicht zu verstehen - oder gar zu belegen, dass Gott unser Leben vorgeschrieben hätte.
      Ich teile Deine Meinung das uns viele Grenzen gesetzt sind. Aber der wesentliche Unterschied ist: Woherher kommen diese Grenzen? Hat sie Gott gesetzt oder setzt sie die "Natur". Also die Naturgesetze setzen mir Grenzen. Dazu gehört auch das Gesetz, dass ich sterben werde. Meine genetische Disposition setzt mir Grenzen und prägt viel in meinem Leben - hat Gott sie gesetzt, oder doch die Gene meiner Eltern? Das Gott alles lenkt und steuert widerspricht halt dem Prinzip der Freiheit. Auch der Freiheit und der Verantwortung des Menschen in der Schöpfung, also im natürlich verlaufenden Prozess von Sonne und Mond, Sommer und Winter, Leben und Sterben...
    • Tobias schrieb:

      Ich wäre Dir daher aufrichtig dankbar, wenn Du es schaffst mit der Bibel zu begründen, warum es anders sein könnte.


      Lieber Tobias, Du hast ja die wesentlichen Bibelstellen schon angesprochen.

      ich möchte für mich es nur noch soweit ergänzen...

      Da Gott für mich der schöpfer des Lebens ist, liegt es auch in seiner Vollmacht es zu beenden.

      So wie Hiob keine Anwort für das warum seines Leides bekommen hat, hilft es uns auch wenig das Ende oder den Zeitpunkt des Endes unseres Lebens zu ergründen.

      Da ich für mich dankbar bin das Gott mich gewollt hat und auch möchte das ich im neuen Himmel bei ihn sein soll, muß ich ihm vertrauen das er das beste für mich will und
      auch für jeden der mit Jesus geht.
      Diese Zeitspanne sollte man dankbar annehmen und mit seiner Hilfe leben. ;)
    • Tobias schrieb:

      Stephan Zöllner schrieb:

      Für mich ergibt sich aus meinem Gottesbild mit dem Vergleichs-Modell (vergl.: Das Modell von großen Author ) ganz klar die Konsequenz, das wir als Menschen sehr viel weniger Freiheiten haben als uns unsere Gesellschaft gerne Glauben lassen möchte.


      Dein Model scheint aber nur erklären zu wollen wie es um die Möglichkeit einer Gotteserkenntnis geht und hilft mir nicht zu verstehen - oder gar zu belegen, dass Gott unser Leben vorgeschrieben hätte.
      Ich teile Deine Meinung das uns viele Grenzen gesetzt sind. Aber der wesentliche Unterschied ist: Woherher kommen diese Grenzen? Hat sie Gott gesetzt oder setzt sie die "Natur". Also die Naturgesetze setzen mir Grenzen. Dazu gehört auch das Gesetz, dass ich sterben werde. Meine genetische Disposition setzt mir Grenzen und prägt viel in meinem Leben - hat Gott sie gesetzt, oder doch die Gene meiner Eltern? Das Gott alles lenkt und steuert widerspricht halt dem Prinzip der Freiheit. Auch der Freiheit und der Verantwortung des Menschen in der Schöpfung, also im natürlich verlaufenden Prozess von Sonne und Mond, Sommer und Winter, Leben und Sterben...


      NEIN - Wenn Gott der Schöpfer ist, dann hat er auch die durch die Sünde immanenten Grenzen geschaffen und aus guten Gründen gewollt.
      Unsere einzige Freiheit, die ER garantiert besteht einzig und allein darin Christus zu wählen oder IHN abzulehnen!
      Alles Andere sind Dinge, die sehr viel weniger Spielraum oder Freiheit gewähren als unsere Gesellschaft so gerne propagiert. Nur reflektieren die Menschen das viel zu wenig oder zu oberflächlich!

      Das ist meine Überzeungung durch Erfahrung und Anerkennung meiner Grenzen
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Lieber Stephan,
      zu Ende gedacht bedeutet Dein Ansatz: Gott ist an allem Schuld. Das finde ich weder biblisch noch dem biblischen Gottes und Meschenbild entsprechend.
      Gott hat im Übrigen Adam und Eva geschaffen, und dann gesagt mehret Euch - wir, Du und ich, sind durch Reproduktion unserer Eltern entstanden, nicht durch ein schöpferisches Wort Gottes. Das halte ich schon für einen wesentlichen Unterschied.
    • GOTT ist souverän!
      Der Bruder Stephan Zöllner hat dies richtig ausgedrückt.Als wiedergeborene Christen leben wir nicht wie Weltmenschen:wir leben für CHRISTUS,und CHRISTUS in uns.
      Nur GOTT ist gut.ER kann nicht lügen.Trotzdem ist ER allmächtig.Durch GNADE sind wir errettet,unser Glaube führt zu unserer Erlösung.Das Geschenk des HERRN müssen wir allerdings annehmen.
    • Tobias schrieb:

      Das halte ich schon für einen wesentlichen Unterschied.


      Ich fürchte Du verwechselt da etwas ;)

      Es gibt klare Kausalketten mit streckenweise fest gelegten Abläufen.
      Nur an bestimmten Punkten ist ein eingreifen überhaupt möglich und die Verantwortung trägt JEDER, der an diesen Punkten Entscheidungen trifft oder treffen kann! Das ist also keineswegs immer Gott wie Du versuchst zu unterstellen, aber unser Entscheidungsspielraum, den wir haben besteht insgesamt einzig und allein darin ob wir Christus folgen oder Sein Angebot verwerfen. In vielen anderen Dingen sind wir weit weniger frei als man weithin behauptet.

      Derjenige, der die Kausalkette (den Versuchsaufbau) installiert ist immer der Hauptverantwortliche - nicht aber zwangsweise der Schuldige! Das ist ein gewaltiger Unterschied, den man durchaus berücksichtigen können sollte.

      Und "das Modell vom großen Author" zwingt nur dann zu Deiner Annahme wenn man noch nie vesucht hat einen Roman zu schreiben oder eine Figur dafür zu entwerfen, denn diese Roman-Figuren entwickeln durchaus ein gewisses Eigenleben durchlaufen charakterliche Entwicklungen und bleiben gleichzeitig in der Hand des Authors.

      Darum integriert "das Modell vom großen Author" beides:
      Gottes Souveränität UND unseren (alles) entschiedenden Glauben, denn sonst spielt im Endeffekt NICHTS eine Rolle!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • GOTT HAT AUCH - JENSEITS VON EDEN - ALLES IN SEINER HAND!

      Armin Krakolinig schrieb:

      Warum hat Gott Adam, der ja für gewöhnlich von uns Christen eigentlich mit seiner Frau Eva durch das Essen der verbotenen Frucht im Garten Eden als Hauptschuldiger an all dem Unheil, dem Sterben und all den Zerstörungsprozessen in der gesamten Schöpfung gesehen wird, die Lebenszeit trotz Sünde im Vergleich zu uns heute noch mit fast 1000 Jahren ermöglicht und festgelegt?
      Damit sie ihr langes Leben Buße tun sollten und durch das "unschöne" Leben - fern vom Angesichte Gottes! - jenseits des Paradieses - JENSEITS VON EDEN - erkennen sollten, was für herrliche Segnungen sie verloren hatten; so schreibt sinngemäß auch Ellen Gould White!

      Tobias schrieb:

      Hat Gott die Lebenszeit in der Hand, dann ist er verantwortlich dafür. Das spricht aber gegen die Freiheit die Gott dem Menschen gab, auch die Freiheit für oder gegen ihn zu entscheiden.
      Die Freiheit des Menschen ist eingeschränkt! Nur Gottes Willen ist vollkommen!

      Bogi111 schrieb:

      Gott gibt Leben und er nimmt es auch. Auch wenn es Krankheit Unfall oder was auch immer ist, Gott bestimmt über den Tod.

      Er kann auch den Tod verzögern wie an dem Beispiel des Königs Hiskia, der einige Jahre länger leben durfte.

      Wenn ich bete dein Wille geschehe, dann übergebe ich mich Gott. Unsere Zeit liegt in seinen Händen. Er setzt Könige ein und ab.
      Das ist alles richtig, denn ohne Gott sind wir nichts! "Denn ohne mich könnt ihr nichts tun!" sagt Jesus in Johannes 15,5c)

      Bogi111 schrieb:

      Da Gott für mich der Schöpfer des Lebens ist, liegt es auch in seiner Vollmacht es zu beenden.
      Frieden mit Gott:
      „Wir trauen Gott zu, dass das, was uns in dieser Welt sinnlos erscheint, Sinn hat. Wir vertrauen darauf,
      dass dem Dasein eine letzte Güte zugrunde liegt, sogar eine letzte Gerechtigkeit.“
      (Jörg Zink)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Damit sie ihr langes Leben Buße tun sollten und durch das "unschöne" Leben - fern vom Angesichte Gottes! - jenseits des Paradieses - JENSEITS VON EDEN - erkennen sollten, was für herrliche Segnungen sie verloren hatten; so schreibt sinngemäß auch Ellen Gould White!
      Wozu das Ganze ?(
      Und wenn schon, dann stelle hier die genaue Aussage von E. W. hier herein, (mit Quellenangabe zum ev. Nachlesen) deinem "sinngemäß" ist aus leidvoller Erfahrung nicht allzu viel zu trauen.
      l.g.y.
    • Yokurt schrieb:

      dann stelle hier die genaue Aussage von E. W. hier herein, (mit Quellenangabe zum ev. Nachlesen)
      Für Adam war die Darbringung des ersten Opfers überaus schmerzlich. Er mußte seine Hand erheben und Leben vernichten, das nur Gott geben konnte. Zum ersten Mal wurde er Zeuge des Todes. Und er wußte, wäre er Gott treu geblieben, brauchten weder Mensch noch Tier zu sterben. Während er das schuldlose Opfertier schlachtete, erbebte er bei dem Gedanken, daß seinetwegen das unschuldige Lamm Gottes sein Blut vergießen müsse. Dieses Erleben vermittelte ihm ein tieferes Verständnis für die Größe seiner Schuld, die nur der Tod des Sohnes Gottes sühnen konnte. Zugleich aber staunte er über die grenzenlose Güte, die ein solches Lösegeld zur Rettung der Schuldigen darbot. Zuversicht erhellte nun die dunkle, schreckliche Zukunft und nahm ihr dadurch die Trostlosigkeit. {PP 46.1; PP.68.1 - PP = Patriarchen und Propheten}

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • @Norbert Chmelar

      Gott verkürzte aber dann die Lebenszeit, weil das Dichten und Trachten des Herzens böse ist.
      Er sollte nicht mehr als 120 Jahre werden.
      Heute peitschen wir das mit der Medizin und der Technik wieder an die hundert ran und nennen das dann "Leben".

      Die enormen Alter der ersten Menschen zeigen an, was Leben in der Nähe Gottes bedeutet;
      denn das Geschöpf hatte ihn gerade erst verlassen und gab dieses Leben ja weiter: bei Adam heißt es, wie bei Gott: und er zeugte einen Sohn in seinem Bilde.

      Neunhundert Jahre alt werden und sterben, aber nicht gebrechlich und verkrüppelt oder geistesarm, sondern alt und lebenssatt; das ist wahrlich etwas, was wir uns nicht vorstellen können.
      Wir sind Lichtjahre davon entfernt. Das Sterben und der Tod herrschen in allen Winkeln und allen Fasern.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)