Völker zu Jüngern machen

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    • Völker zu Jüngern machen

      Hallo zusammen,

      anlässlich des Sabbatschulthemas: 2014/Q1 - Nr. 10 - Völker zu Jüngern machen

      entstand bei uns in der Bibelgesprächsgruppe die Diskussion, ob wir als Adventisten "Völker" zu Jüngern machen sollen. Die Diskussion drehte sich nicht so sehr darum, OB wir missionarisch tätig sein sollen, das stand außer Diskussion. Es ging darum, ob wir bemüht sein sollten wie die Jünger damals - ganze Völker zu Nachfolgern Jesus zu machen. Einerseits dachte ich mir, durch die modernen Medien machen wir das doch eh. Oder warum sonst werden Radioprogramme und Fernsehprogramme erstellt, die bis in die letzten Winkel der Erde ausgestrahlt und empfangen werden können?

      Aber ist das nicht nur einzelnen Predigern oder begabten Rednern vorbehalten, sich an sehr große Menschengruppen, ja ganze Völker zu wenden?

      viele Grüße

      Tricky
    • tricky schrieb:

      Hallo zusammen,

      anlässlich des Sabbatschulthemas: 2014/Q1 - Nr. 10 - Völker zu Jüngern machen

      entstand bei uns in der Bibelgesprächsgruppe die Diskussion, ob wir als Adventisten "Völker" zu Jüngern machen sollen. Die Diskussion drehte sich nicht so sehr darum, OB wir missionarisch tätig sein sollen, das stand außer Diskussion. Es ging darum, ob wir bemüht sein sollten wie die Jünger damals - ganze Völker zu Nachfolgern Jesus zu machen. Einerseits dachte ich mir, durch die modernen Medien machen wir das doch eh. Oder warum sonst werden Radioprogramme und Fernsehprogramme erstellt, die bis in die letzten Winkel der Erde ausgestrahlt und empfangen werden können?

      Aber ist das nicht nur einzelnen Predigern oder begabten Rednern vorbehalten, sich an sehr große Menschengruppen, ja ganze Völker zu wenden?

      viele Grüße

      Tricky
      Ich denke, bei dem Auftrag: Völker zu Jüngern zu machen, sind nicht nur eine einzelne Personen und noch weniger nur vereinzenlte Prediger gemeint. Wir können den Auftrag damals auch nicht 1:1 mit der heutigen Zeit vergleichen. Die Zeiten sind andere.

      Heute sind die Menschen, auch Christen zur (weltlichen) Arbeit verpflichtet. Der Stress und die Sorge um den Arbeitsplatz tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen, auch Christen in das Rad des "Alltags" eingebunden werden. Daher geht es heute fast nur noch durch gemeinschaftliches "Arbeiten". Und da sind natürlich - so wie damals auch - unsere Gaben gefragt. Nicht jeder kann locker fremde Menschen ansprechen. Dafür mag er die Gabe der "Nachbetreuung" haben. Andere wieder sind mit der Gabe des "Helfens" ausgestattet (z.B. ADRA) und können so dazu beitragen, das Evangelium zu verbreiten. Manche haben ein die Gabe gut zuhören zu können. Auch das ist ein wichtiger Aspekt im Jünger machen.

      Ich frage mich manchmal: Was wird als "missionarisch tätig sein" verstanden? Meint man damit, dass in der Gemeinde vom Missionsleiter Termine vorgegeben werden, wo dann einige sich zum "Werbematerial verteilen" treffen. Muss man das erst terminisch festlegen, WANN man missionieren will, soll, darf oder muss? Ein Herzensbedürfnis braucht in der Regel keinen Termin, oder?

      Wir werden es wahrscheinlich nicht schaffen, als Gemeinde ein ganzes Volk zum Umkehren veranlassen zu können. Das war - wenn ich richtig im Sinne habe - nur Jona möglich. Aber: Völker leben nicht nur über der Grenze. Sie leben auch bei uns. Z. B. als Migranten, als Einwanderer ... Wir haben die Möglichkeit bei unserem Nächsten zu beginnen. Am Besten durch Tat und Wort. Wobei die Tat oft wichtiger sein mag, als das Wort.

      ***
    • Nachtperle schrieb:

      Wir haben die Möglichkeit bei unserem Nächsten zu beginnen. Am Besten durch Tat und Wort.


      ich denke wenn ich Jesu nachvolge bedarf es auch einer Ausbildung wie sie die Jünger bekamen. Wer ist denn heute bereit sich ausbilden zu lassen. Wenn ich einen Weg mit Jesus gegangen bin kommt vieles

      ganz automatisch. Die kleinste Zelle eines Staates ist die Familie. Ich denke wenn wir das in Jesu Namen Leben sind wir Licht und Salz für unsere Mitmenschen und "Ausländer".

      Nur am Sabbat Christ zu sein, wird da nicht reichen...
    • Bogi111 schrieb:

      ich denke wenn ich Jesu nachvolge bedarf es auch einer Ausbildung wie sie die Jünger bekamen. Wer ist denn heute bereit sich ausbilden zu lassen. Wenn ich einen Weg mit Jesus gegangen bin kommt vieles

      ganz automatisch. Die kleinste Zelle eines Staates ist die Familie. Ich denke wenn wir das in Jesu Namen Leben sind wir Licht und Salz für unsere Mitmenschen und "Ausländer".

      Nur am Sabbat Christ zu sein, wird da nicht reichen...
      Da gebe ich dir recht. Das kann aber auch nur dann funktionieren, wenn man sich die Gesetze nicht selbst macht und dann versucht, diese mit der Bibel zu bestätigen. Denn da beginnt eigentlich der Irrtum. Wie will man Menschen für Jesus gewinnen, wie will man ihnen die Nachfolge Jesu näherbringen, wenn der "Ausländer" erkennen muss, dass es der Christ selbst nicht so genau nimmt? Das heißt also: Die Ausbildung ohne Wenn und Aber zu leben ...Und da meine ich nicht die "Ausländer".

      Jünger machen trägt viel Verantwortung mit sich!

      ***
    • Bogi111 schrieb:

      Es geht hier um Liebe nicht um Gesetze. Um das höchte Gebot!
      Auch da gebe ich dir recht, wenn die Liebe dazu antreibt, den Willen Gottes zu bewahren.

      Du hast vielleicht nicht vom Jünger machen gesprochen. Es ist aber dennoch ein Auftrag Christi, dieses Jünger machen....

      Tja, und das Thema nennt sich auch so.

      ***
    • RE: Völker zu Jüngern machen

      tricky schrieb:

      Hallo zusammen,

      anlässlich des Sabbatschulthemas: 2014/Q1 - Nr. 10 - Völker zu Jüngern machen

      entstand bei uns in der Bibelgesprächsgruppe die Diskussion, ob wir als Adventisten "Völker" zu Jüngern machen sollen. ...

      Ich denke, das Thema hatte in biblischer Zeit eine Bedeutung die von uns heute schwer nachzuvollziehen ist.



      Juden bezeichneten Heiden soweit ich gelesen habe als "Hunde" (interessant in dem Kontext auch Mk 7,27.28.) und umgekehrt gab es häufig auch Verachtung. Andererseits betrachteten sich die "Kinder Abrahams" sozusagen als Abonnenten des reiches Gottes.

      Nun kommt das Evangelium, zuerst im praktischen Wirken Jesu (das zu einem großen Teil außerhalb des jüdischen Gebietes stattfand!) und dann auch in den Verhaltensregeln für die Jünger und macht plötzlich keinen Unterschied mehr zwischen denen, die "Kinder Abrahams" sind und den Heiden - welch umwälzende Änderung!

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      Liebe Grüße, Heimo