Apg. 10 - Reine und unreine Speisen

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    • Apg. 10 - Reine und unreine Speisen

      morgensefefed Jonas!

      Du hast ja geschrieben: "Also da mit dem Schweinefleisch muss ich dir widersprechen :)
      Unreine Speisen sind in der Bibel eindeutig festgelegt und diese Reinheits\Unreinheitsgebote sind nicht verfallen oder veraendert worden. ;) "

      Stimmt schon was du schreibst: Es werden die Speisen verboten, die im Alten Testament als unrein bezeichnet werden (z.B. Schweinefleisch).

      Aber Petrus hatte doch ein Schlüsselerlebnis. was sein Leben und Missionsarbeit auf Grund veränderte, denn er war doch Jude gewesen, siehe Apostelgeschichte 10, 10

      10 Er wurde aber hungrig und verlangte zu essen. Während sie ihm aber zubereiteten, kam eine Entzückung über ihn.
      11 Und er sieht den Himmel geöffnet und ein gewisses Gefäß, gleich einem großen leinenen Tuche, herabkommen, an vier Zipfeln [gebunden und] auf die Erde herniedergelassen,
      12 in welchem allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde waren und das Gevögel des Himmels.
      13 Und eine Stimme geschah zu ihm: Stehe auf, Petrus, schlachte und iß!


      Bibelstelle

      1.Timotheus 4, 4

      4 Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird;
      5 denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und durch Gebet.


      Nun Jonas, wie Du geschrieben hast das es so schon stimmt, aber mit dem Beginn und Berufung der Gemeinde hob Gott diese Speisvorschrift auf , den siehe in Markus 7, 18-20

      18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreifet ihr nicht, daß alles, was von außerhalb in den Menschen eingeht, ihn nicht verunreinigen kann?
      19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort, indem so alle Speisen gereinigt werden.
      20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen ausgeht, das verunreinigt den Menschen.


      Herzliche Grüsse, Blume glotzXDhhdf
    • @Blume

      Als die messianischen Juden in Jerusalem meinten, man soll sich beschneiden, um gerettet zu werden, gab es sofort heftige Dikussionen darüber. Du diesem Zweck fand das erste Konzil statt (Apg 15). Denn die Fragen sind wichtig und mussten mit allen Aposteln und Ältesten abgesprochen werden. Als jedoch Petrus die Vision erhält, dass Gott alle Tiere rein gemacht hat, wird nichts diskutiert. Petrus sagt es nicht mal den Aposteln. Was sagt er stattdessen: Gott hat mir gezeigt, dass auch die Nationen den Zugang zur Gnade haben. Ginge es um Reinheit der Tiere, würde Petrus zusätzlich noch der Führungsschicht kundtun, Gott hätte ihm die Vision gegeben, dass nun alle Speisen rein sind. Das ist hier aber nicht der Fall.

      Warum Gott die Vision auf diese Art gibt. Nun, die Juden haben die Nationen für unrein gehalten, gleich den unreinen Tieren. Und haben sich von diesen möglichst ferngehalten. Juden dachten, sie allein hätten Anspruch auf Gnade, da sie ein auserwähltes Volk waren. Gott gibt in diesem Bild deutlich zu erkennen, nun der Zaun zwischen Jude und Grieche abgebrochen ist und alle gleich, Brüder und Schwester wurden.




      Gleichzeitig mit Mk 7.18-20 und der Vision des Petrus über unreine Tiere zu argumentieren, ist komisch. Denn wenn Jesus damals schon gesagt hätte, alle unreine Tiere darf man essen, dann würde sich Petrus bei seiner Vision nicht dagegen wehren, diese zu essen. Gott sagte ja befehlsmäßig: schlachte und iss! Btw, die Übersetzung von Mk 7.18-20 ist nicht zwingend richtig, sondern unterliegt einer Interpretation des Übersetzers. Dazu lies hier:

      http://www.bibelstudien-institut.de/bibelfragen/detail/bq/glaubensfragen/hat-jesus-die-alttestamentlichen-speisevorschriften-aufgehoben/


      Weiter, haben die Schriftgelehrten und Pharisäer keine Sünde an Jesus finden können außer dass er sich zum König gemacht hat. Hätte Jesus gemeint, dass man unreine Tiere essen darf, wäre das ein Grund für die Anklage.

      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)

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    • Jacob, das sind gute und interessante Argumente, die du hier aufzeigst.

      Vor kurzem wurde mir bei Apg.10 erwidert: "Warum waren denn dann keine Heiden in dem Tuch?" , weil wir sagen doch es ging um die Völker und nicht um's Fleisch. :!: :?:


      Oder ein afrikanischer Bruder (in Jesus, kein STA) kommentierte mir die Geschichte folgendermaßen:

      "God appointed some animals he made and declared them impure
      .all things God made were good no impure
      genesis
      this was a shadow
      as to say that others nations were impure to God sight at that moment.
      so israel ought to be careful in his way of behaving.
      he could not eat what those nations eat nor use as gods.
      please read acts 10, 1-25
      matthiew15,11-12
      only sin can get impure."


      also man könnte dann nach dieser Sichtweise auch sagen, dass diese Symbolik der Tiere auch schon damals galt und es dort auch nur um die Völker ging (wobei ich ihn vielleicht aber nicht ganz richtig verstehe). :?: :!:

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    • 1Ti 4.3 die verbieten, zu heiraten, und [gebieten], sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat zur Annahme mit Danksagung für die, welche glauben und die Wahrheit erkennen. 4.4 Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird.

      Paulus verbindet die Speise mit der Schöpfung Gottes hier, indem er sagt, dass Gott die Speisen für die Menschen erschaffen hat und somit in Dankbarkeit diese genossen werden dürfen. Wir wissen aber, dass trotz dem Glauben, dem Gebet und der Danksagung durfte Israel die unreinen Tiere nicht verspeisen. Gott hat damals nicht gesagt, dass die unreinen Tiere für die Juden nicht erlaubt waren aus Gründen gewisser zeremonieller Zusammenhänge, sondern weil es "ein Greuel für den HERRN" ist. Wir lesen, dass schon Noah wußte, welche Tiere rein und welche nicht rein waren, obwohl damals das Gesetz in der public-Form noch nicht proklamiert war.
      Ein paar mehr Worte dazu werde ich noch am Wochenende schreiben.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jan schrieb:

      "God appointed some animals he made and declared them impure
      .all things God made were good no impure
      genesis
      this was a shadow
      as to say that others nations were impure to God sight at that moment.
      so israel ought to be careful in his way of behaving.
      he could not eat what those nations eat nor use as gods.
      please read acts 10, 1-25
      matthiew15,11-12
      only sin can get impure."


      Wenn man mit Mt 15.11-12 argumentiert, dass man damit alles essen darf, weil es nicht unrein macht, dann darf man auch das Blut und Ersticktes essen. Jetzt entsteht die Frage: waren das Blut und Ersticktes etwa Symbole auf Nationen die unrein waren? Nein. Aber wieso würde hier Jesus plötzlich sagen, dass man diese Dinge essen darf, ohne eine Erklärung zu geben, warum das alte nicht mehr gilt? Die Unreinheit der Nationen hat mit Blut und Ersticktem nichts zu tun.

      Wenn die Begründung naiv lautet, dass die unreinen Tiere nicht unrein machen, weil sie in den Abort gehen, dann stellt sich sofort die Frage: warum hat Gott dann aber die Gesetze der unreinen Tiere gegeben? Wenn hier gesagt wird, um die Nationen als unrein zu deklarieren, dem muss ich widersprechen:

      1) Gott hat niemals gesagt, dass Israel-Volk besser ist als alle anderen Völker. Sie sind genau so Sünder wie alle anderen. Sie rein und andere Völker als unrein zu bezeichnen macht keinen Sinn, diese Aussage findet in der Bibel keine Grundlage.

      2) Wie wissen, dass Gott einen Fremden, der sich dem Volk Israel angeschlossen hatte, sehr begrüßt und höher geschätzt hat als einen Einheimischen. Soll das heißen, dass Gott die Unreinen mehr liebt als die Reinen? Ruth ist ursprünglich aus Nationen. Soll das bedeuten, dass Jesus aus dem Zweig der unreinen stammt? War Gott dafür, oder dagegen, dass sich ein Fremder dem Israel angeschlossen hat? Natürlich dafür. Damit war Gott nicht gegen die Unreinen, sondern für die Unreinen. Und damit ist die Verbindung zwischen einem Fremden und dem Verbot unreine Tiere zu essen, nicht mehr geltend.

      Aber kehren wir doch wieder zu Worten Jesu, dass Er anscheinend die unreinen Tiere für rein erklärt, was in Verbindung mit Nationen steht. Wie konnte das geschehen, wenn Er doch noch nicht gestorben und auferstanden war? Aus welchem Grund wurden die Nationen plötzlich rein? In der Petrus Vision wäre die Aussage gültig, da Jesus bereits auferstanden war und so den Zaun zwischen Jude und Grieche aufgebrochen hat. Wr lesen zum Beispiel, dass Jesus einem Sünder sagte, für seinen Sünde ein Opfer darzubringen, nach dem Gesetz Mose. Also war das zeremonielle Gesetz noch nicht zu Ende.

      Lesen wir Mt 15 noch mal:

      Mt 15.6 und ihr habt [so] das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen. 15.7 Heuchler! Trefflich hat Jesaja über euch geweissagt, indem er spricht: 15.8 "Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 15.9 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren." 15.10 Und er rief die Volksmenge herbei und sprach zu ihnen: Hört und versteht! 15.11 Nicht was in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund ausgeht, das verunreinigt den Menschen... 15.20 diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen, aber mit ungewaschenen Händen zu essen, verunreinigt den Menschen nicht.


      Zuerst nimmt Jesus den Bezug auf das Gesetz Mose und sagt, dass dieses gehalten werden muss. Und gleich im nächsten Satz soll Er das Gesetz für ungültig erklären? Das wäre nun wirklich unsinnig. Vers 6 sagt, dass es nicht um das Gesetz Mose geht, sondern um die Menschengesetze, wie in unserem Beispiel mit unreinen Händen die Speisen verspeisen.

      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Blume schrieb:

      Insbesondere möchte ich darauf hinweisen, in Vers 17 ist der zeremonielle Aspekt des alttestamentliche Gesetz wie Speisevorschriftten, Feste, Opferwaren nur Schattenbilder, die auf Christus hindeuten. Da wir ja wissen, da Christus, das Orginal, nun gekommen ist, haben Schattenbilder keinen Wert mehr, siehe Hebräer 10, 1

      Was den Sabbat betrifft, bitte den Beitrag in entsprechenden Bereich verschieben, dort werde ich dir antworten. Hier bleiben wir bei Speisegeboten.

      Frage: wenn die Unreinen Tiere ein Schatten auf Christus waren, inwiefern waren sie ein Schatten auf Ihn? Warum wurden sie mit seinem Tod erfüllt?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hi Jacob:

      Ich bin mir sicher, dass Gott die Tiere für unrein erklärt hat, hat einen einfachen Grund: Die Tiere sind nicht gesund für den menschlichen Körper, allerdings sagt die Bibel auch klar und deutlich, dass die Nahrung unsere Seele oder Herz nicht verunreinigen kann. Und das ist eben das entscheidende. Man kann also durchaus unreine Tiere essen, allerdings muss man dann auch die Konsequenzen tragen, auch wenn sie nur körperlicher Art sind. Ich bin deswegen aber noch lange kein besserer oder schlechterer Mensch und das wollte Jesu oder Paulus damit sagen.

      Gruss
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Ich bin mir sicher, dass Gott die Tiere für unrein erklärt hat, hat einen einfachen Grund: Die Tiere sind nicht gesund für den menschlichen Körper, allerdings sagt die Bibel auch klar und deutlich, dass die Nahrung unsere Seele oder Herz nicht verunreinigen kann. Und das ist eben das entscheidende. Man kann also durchaus unreine Tiere essen, allerdings muss man dann auch die Konsequenzen tragen, auch wenn sie nur körperlicher Art sind. Ich bin deswegen aber noch lange kein besserer oder schlechterer Mensch und das wollte Jesu oder Paulus damit sagen.


      Wäre dem so, würde Gott jedem Menschen die freie Wahl überlassen, ob man gesund leben möchte oder nicht. Wir lesen aber:

      Jes 66.17 Die sich weihen und die sich reinigen für die Gärten, dem einen nach, der in der Mitte ist, die Schweinefleisch und Abscheuliches und Springmäuse essen: allesamt werden sie ein Ende nehmen, spricht der HERR.

      Woher kommt eigentlich deine Sicherheit?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Ich bin mir sicher, dass Gott die Tiere für unrein erklärt hat, hat einen einfachen Grund: Die Tiere sind nicht gesund für den menschlichen Körper, allerdings sagt die Bibel auch klar und deutlich, dass die Nahrung unsere Seele oder Herz nicht verunreinigen kann. Und das ist eben das entscheidende. Man kann also durchaus unreine Tiere essen, allerdings muss man dann auch die Konsequenzen tragen, auch wenn sie nur körperlicher Art sind. Ich bin deswegen aber noch lange kein besserer oder schlechterer Mensch und das wollte Jesu oder Paulus damit sagen.


      Wäre dem so, würde Gott jedem Menschen die freie Wahl überlassen, ob man gesund leben möchte oder nicht. Wir lesen aber:

      Jes 66.17 Die sich weihen und die sich reinigen für die Gärten, dem einen nach, der in der Mitte ist, die Schweinefleisch und Abscheuliches und Springmäuse essen: allesamt werden sie ein Ende nehmen, spricht der HERR.

      Woher kommt eigentlich deine Sicherheit?

      Ganz einfach: Jesu und Paulus würden sonst nicht solche Aussagen bez. Nahrung und Verunreinung der Seele resp. des Herzens machen. In Jesaja nahmen sie ein Ende, weil es den Körper stärker belastet, vor allem mit den damaligen Möglichkeiten der Aufbewahrung von Fleisch.
    • DonDomi schrieb:

      Jesu und Paulus würden sonst nicht solche Aussagen bez. Nahrung und Verunreinung der Seele resp. des Herzens machen. In Jesaja nahmen sie ein Ende, weil es den Körper stärker belastet, vor allem mit den damaligen Möglichkeiten der Aufbewahrung von Fleisch.


      Was du mit "solchen Aussagen" meinst, ist deine eigene Interpretation. Jesus hat die Gebote niemals aufgehoben. Auf die Bibelstellen bin ich eingegangen und erklärt, warum das nicht der Fall ist. Auch habe ich die Stellen in Apg aufgegriffen. Was dazu Paulus schreibt, werde ich dazu später Stellung nehmen.

      Wenn es an der schlechten Aufbewahrung von Fleisch hinge, würden auch die übrigen Tieren verboten sein. Aber selbst im frischen Zustand durften die Juden die unreinen Tiere nicht verzehren.

      Merkst du nicht, dass die Argumente, die du bringst, zusammenhangslos sind?
      schiefguckenneu
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Jesu und Paulus würden sonst nicht solche Aussagen bez. Nahrung und Verunreinung der Seele resp. des Herzens machen. In Jesaja nahmen sie ein Ende, weil es den Körper stärker belastet, vor allem mit den damaligen Möglichkeiten der Aufbewahrung von Fleisch.


      Was du mit "solchen Aussagen" meinst, ist deine eigene Interpretation. Jesus hat die Gebote niemals aufgehoben. Auf die Bibelstellen bin ich eingegangen und erklärt, warum das nicht der Fall ist. Auch habe ich die Stellen in Apg aufgegriffen. Was dazu Paulus schreibt, werde ich dazu später Stellung nehmen.

      Wenn es an der schlechten Aufbewahrung von Fleisch hinge, würden auch die übrigen Tieren verboten sein. Aber selbst im frischen Zustand durften die Juden die unreinen Tiere nicht verzehren.

      Merkst du nicht, dass die Argumente, die du bringst, zusammenhangslos sind?
      schiefguckenneu
      Ich bestreite nicht, dass Schweinefleisch ungesünder ist als Huhn. Aber es verunreinigt die Seele, das Herz nicht. Und das ist der entscheidende Punkt. Die Seele resp. der Geist ist das, was weiterleben wird, unser Körper ist sowieso vergänglich. Deswegen müssen wir uns primär ums Seelenheil kümmern, das kommt zuerst. Wenn Du dort perfekt bist kannst Du Dich immer noch um die richtige Nahrung kümmern.

      Gruss
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Aber es verunreinigt die Seele, das Herz nicht. Und das ist der entscheidende Punkt. Die Seele resp. der Geist ist das, was weiterleben wird, unser Körper ist sowieso vergänglich.

      Mit diesem Argument mussten selbst die Juden die Reinheitsvorschriften nicht einhalten.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Ich habe gerade Maleachi gelesen und da fällt mir in Kapitel 1 Vers 11f auf:

      "Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang soll mein Name groß werden unter den Heidenvölkern und überall sollen meinem Namen Räucherwerk und Gaben, und zwar reine Opfergaben dargebracht werden; denn groß soll mein Name unter den Heidenvölkern sein! spricht der Herr der Heerschaaren. Ihr aber entheiligt ihn damit, daß ihr sagt: >>Der Tisch des Herrn darf verunreinigt werden, und die Speise, die von ihm kommt, ist verachtenswert!<<"

      sie haben Gott nicht geehrt und seine Gebote nicht geachtet. Darum betont Maleachi, dass quasi alle Völker dem Herrn der Heerschaaren in Reinheit dienen sollen (z.B. im Gottes-/Opferdienst)


      Maleachi 3,16-21:
      "16 Da besprachen sich die miteinander, welche den Herrn fürchteten, und der Herr achtete darauf und hörte es, und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und seinen Namen hochachten.
      17 Und sie werden von mir, spricht der Herr der Heerscharen, als mein auserwähltes Eigentum behandelt werden an dem Tag, den ich bereite; und ich will sie verschonen, wie ein Mann seinen Sohn verschont, der ihm dient.
      18 Dann werdet ihr wieder sehen, was für ein Unterschied besteht zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
      19 Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der Herr der Heerscharen, so daß ihnen weder Wurzel noch Zweig übrigbleibt.
      20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung [wird] unter ihren Flügeln [sein]; und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall!
      21 Und ihr werdet die Gesetzlosen zertreten; denn sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht der Herr der Heerscharen."


      Also bei Gericht bist du etweder einer, der Gott dient, ich fürchtet/hochachtet und reine Opfer bringt , sodass du in diesem Gedenkbuch, dem Buch des Lebens stehst und als Teil des auerwählten Volkes verschont wirst,
      oder du bist gesetzlos und tust nicht was dem Herrn gefällt.

      Im NT sind (unter anderem) dies die Früchte des Glaubens. "Und daran erkennen wir, daß wie ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten." (1.Joh.2,3)

      Und wie es in dem ersten, obersten Zitat vorkommt, sind die "reinen Opfergaben" auch für Christen wichtig, also dass ins Heiligtum, den Tempel, den Anebtungsort nichts unreines kommt, was dem Herrn missfallen könnte.

      1.Korinther 3,16.17:
      "Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und daß der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr."

    • Das ist alles gut und recht. Aber es geht dabei nicht um Speisen sondern um Geister die Besitz von uns ergreifen können und uns somit verunreinigen, oder in dem wir uns diesen Geistern bewusst aussetzen, uns mit ihnen einlassen.

      Beim Maleachi geht es um das reine Opfer und das ist primär eine Herzenseinstellung. Das Beispiel von Kain und Abel zeigt es so schön, beide haben geopfert, beide haben gleich gute Ware geopfert, aber die Herzenseinstellung war unterschiedlich. Darauf kommt es an.
    • DonDomi schrieb:

      Beim Maleachi geht es um das reine Opfer und das ist primär eine Herzenseinstellung.

      Mal 1.6 Ein Sohn ehrt den Vater und ein Knecht seinen Herrn. Wenn ich nun Vater bin, wo ist meine Ehre? Und wenn ich Herr bin, wo ist meine Furcht? spricht der HERR der Heerscharen zu euch, ihr Priester, die ihr meinen Namen verachtet. Doch ihr sagt: `Womit haben wir deinen Namen verachtet? 1.7 [Ihr,] die ihr unreine Speise auf meinem Altar darbringt. Doch ihr sagt: `Womit haben wir dich unrein gemacht? Indem ihr sagt: Der Tisch des HERRN, den kann man verachten. 1.8 Auch wenn ihr Blindes darbringt, um es als Opfer zu schlachten, ist es [für euch] nichts Böses; und wenn ihr Lahmes und Krankes darbringt, ist es [für euch] nichts Böses. Bring es doch deinem Statthalter! Wird er Gefallen an dir haben oder dein Angesicht erheben? spricht der HERR der Heerscharen.

      Ich würde es so formulieren: aus der falschen Herzenseinstellung heraus hält man die Gebote nicht so, wie Gott es angeordnet hat. Man verstrickt sich in eigene Phantasien und Argumentationen, die für sich logisch erscheinen, und verdrängt die klaren Anweisungen Gottes. Gott hat deutlich die reinen Tiere von unreinen getrennt und nur die reinen für das Opferdarbringen erlaubt. Der oben genannte Text von Maleachi bestätigt, dass es Gott nicht egal war, welche Tiere (rein oder unrein) geopfert werden sollten.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hi

      Das ist ja ok. Aber es lässt sich nicht immer auf die exakte Worterfüllung reduzieren. Wenn ich nur unreines habe und davon mit der richtigen Einstellung opfere, dann ist es eben nicht schlecht. Bei den Priestern ist das eine andere Sache, die hatten reine Tiere zur Verfügung, und hatten daher keinen Grund unreines zu opfern reso. Tiere mit Fehlern zu opfern. Aber eigentlich geht es ja um die unreinen Speisen und nicht um das Opfer. Wir essen primär für unseren Körper und um uns am Leben zu erhalten und nicht um Gott zu opfern. Das ist eben der entscheidende Unterschied. Unsere Seele benötigt im Gegensatz zum Körper Gottes Speise, und darum geht es. Entscheidend ist es mit was wir unsere Seele füllen, denn wie es schon heisst, wessen Herz voll ist, dessen Mund geht über. Und die Frage ist mit was ist die Seele voll, mit irdischem oder mit göttlichem. Daher tun wir gut daran, unser Herz mit göttlichem zu füllen, denn das dringt nach aussen und nicht was wir an leiblicher Speise zu uns nehmen.

      Gruss
      DonDomi
    • Hi

      Eben das ist der Unterschied: Ich würde trotzdem opfern, weil es mir ein herzensbedürfnis ist. Die Eltern haben auch Freude an Geschenken der Kinder auch wenn diese unvollkommen oder stark Fehlerbehaftet sind. Weisst Du warum: Weil es von Herzen kommt, und genau so ist es mit Gott. Er sieht Dein und mein Herze an, das ist das Entscheidende. Es geht nicht um Regeln sondern um die Herzenseinstellung.

      Gruss
      DonDomi
    • @DonDomi

      Selbst wenn du jemandem aus Liebe heraus etwas schenken möchtest, würdest du nicht alles schenken können. Stell dir vor, dein Sohn fragt dich nach einer leckeren Pizza, du kaufst ihm aus Versehen eine Pizza voll mit Maden. Deine Motivation mag zwar gut gewesen sein, aber deinem Sohn hätte es keine Freude gebracht. Oder stell dir vor, deine Frau hat Allergie von Rosen, z.B. bekommt sie Atemschwierigkeiten. Nun gehst du in einen Blumenladen, dort gibts nur Rosen zu kaufen. Also kaufst du dann einen Rosenstrauß und schenkst ihn deiner Frau. Deiner Frau bleibt nichts übriges als diese wegzuwerfen. Sie sieht zwar dein Herz, du hast es aus Liebe gemacht, aber das Geld war umsonst ausgegeben.

      Ich denke, wenn Gott gesagt hatte, dass wir nur reine Tiere opfern sollten/dürften, dann mag ein Opfer eines unreinen Tieres zwar gut gemeint sein, ist aber nicht nötig. Sogar gegen das Gebot.

      Ein ähnliches Beispiel hast du mit Nadab und Abihu, die ein fremdes Feuer an der heiligen Stätte angezündet haben. Sie haben das vielleicht gut gemeint, aber sie übertraten die klare Anweisung Gottes, kein fremdes Feuer zu bringen. Beide wurden tot aufgefunden. Ein anderes Beispiel ist mit Osia, der die Bundeslade, die beim Umfallen war, festhalten wollte. Bekanntlich durfte er das nicht tun, hat aus guter Motivation das Gebot Gottes übertreten, wonach ihn Gott mit dem Tod bestraft hat.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende ()

    • Übermorgen bin ich bei einem Bibelabend wo es um Apg. 10 geht…also um den Traum von Petrus bezüglich der unreinen Tiere wo es für ihn heißt „schlachte in iß“. Dass auch dort bei dem Bibelabend das Gleichnis der unreinen Tiere auf die Heiden gemünzt wird ist mir klar.
      Ein Gegenargument welches ich hierbei aber immer regelmäßig bekomme und wo ich bisher keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe ist, dass es nicht sein könne, dass etwas Unreines (die Tiere im Traum) symbolisch für etwas reines (die Heiden) stehen und somit die Speisen spätestens seit diesem Traum von Petrus konsequenter Weise auch rein sein müssten. Klar ist das Unfug. Aber wie kann man diese Aussage entkräften?

      Gruß
      Atze