Kranke zu Christus führen

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    • Hallo zusammen,

      die Evangelien sind voll mit Geschichten wo Kranke zu Jesus kamen um geheilt zu werden. Am stärksten in Erinnerung ist wohl das Beispiel von den 4 Männern, die ihren Kranken Freund zu Jesus bringen wollen und aufgrund von größerem Gedränge nicht zu ihm vordringen. Sie geben aber nicht auf, decken sogar das Dach des Hauses in dem Jesus ist, ab.

      Wie machen wir das heute? Geht einer von euch in die Krankenhäuser eurer Umgebung um den Kranken Jesus nahezubringen?

      Ist Krankheit (egal jetzt ob körperlich oder seelisch) ein Einfallstor für Gott, eine Gelegenheit für Jesus in das Leben von Menschen zu treten?

      Mir geht es bei dem Gedanken manchmal nicht so gut. Die Krankheit eines Menschen auszunutzen um mit ihm ein Gespräch über den Glauben zu führen? Ist das nicht etwas, wo ich die Notsituation von jemandem ausnutze? Wobei es andererseits ja kein selbstsüchtiges Motiv ist - persönlich habe ich ja nichts davon, wenn sich jemand bekehrt. Und wie soll man jemanden, der sicher und fest steht davon überzeugen, dass er Jesus braucht - wohl am ehesten, wenn sein bisheriges Weltbild durch Krankheit oder andere Ereignisse ins Wanken gerät.


      Wie geht es euch mit diesen Gedanken? Habt ihr schon Kranke zu Jesus geführt, oder es probiert? Wie sind/waren eure Erfahrungen dabei?

      viele Grüße

      Tricky

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • tricky schrieb:

      Hallo zusammen,

      die Evangelien sind voll mit Geschichten wo Kranke zu Jesus kamen um geheilt zu werden. Am stärksten in Erinnerung ist wohl das Beispiel von den 4 Männern, die ihren Kranken Freund zu Jesus bringen wollen und aufgrund von größerem Gedränge nicht zu ihm vordringen. Sie geben aber nicht auf, decken sogar das Dach des Hauses in dem Jesus ist, ab.

      Wie machen wir das heute? Geht einer von euch in die Krankenhäuser eurer Umgebung um den Kranken Jesus nahezubringen?

      Ist Krankheit (egal jetzt ob körperlich oder seelisch) ein Einfallstor für Gott, eine Gelegenheit für Jesus in das Leben von Menschen zu treten?

      Mir geht es bei dem Gedanken manchmal nicht so gut. Die Krankheit eines Menschen auszunutzen um mit ihm ein Gespräch über den Glauben zu führen? Ist das nicht etwas, wo ich die Notsituation von jemandem ausnutze? Wobei es andererseits ja kein selbstsüchtiges Motiv ist - persönlich habe ich ja nichts davon, wenn sich jemand bekehrt. Und wie soll man jemanden, der sicher und fest steht davon überzeugen, dass er Jesus braucht - wohl am ehesten, wenn sein bisheriges Weltbild durch Krankheit oder andere Ereignisse ins Wanken gerät.


      Wie geht es euch mit diesen Gedanken? Habt ihr schon Kranke zu Jesus geführt, oder es probiert? Wie sind/waren eure Erfahrungen dabei?

      viele Grüße

      Tricky
      Hallo,

      ich persönlich tue mich schwer Menschen in Krankenhäuser zu besuchen und ihnen in ihrem Leid von Jesus zu erzählen.
      Wenn Freunde, Bekannte oder Verwandte von mir krank sind oder sterben, empfinde ich eine gewisse Wut und Hilflosigkeit.
      Schon als Kind habe ich immer wider lange reflektiert warum das so ist. Ich wollte eine Lösung.
      Später als ich gläubig wurde, habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, warum Gott nicht einfach den einen oder anderen heilt oder sogar wie damals,
      auferweckt. Natürlich habe ich mir das zu einfach vorgestellt.

      Wir kennen alle diesen Vers im Psalm "Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden".
      Ich denke schon, dass Gott manchmal Krankheiten benutzt, um Menschen auf ihn aufmerksam zu machen. Aber wir wissen ebenso, dass wir alle durch die Sünde Krankheit und Tod unterworfen sind. Gott kann uns übernatürlich heilen.

      Allerdings wissen wir heute nicht, warum Gott in dem einen Fall jemand heilt (übernatürlich) und in dem anderen Fall nicht. Das müssen wir seiner Weisheit überlassen.
      Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen in der Gemeinde mich um Fürbitte fragen.

      Ferner ist auch die Krankheit eine Erniedrigung für uns Menschen. Um so älter man wird, umso mehr versteht man, dass wir in unserem Körper gedemütigt werden.
      Gut dass alle Gläubigen dieser Welt wie Hiob sagen können, und wenn ich noch in Staub zerfalle, meine Augen werden ihn sehen. Das ist unsere Hoffnung, dass
      dieser Jesus die Macht hat über den Tod und dass wir uns alle an seine Verheißung klammern dürfen.

      Liebe Grüße
      Maurizio

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    • tricky schrieb:

      Wie geht es euch mit diesen Gedanken? Habt ihr schon Kranke zu Jesus geführt, oder es probiert? Wie sind/waren eure Erfahrungen dabei?
      Die beste und effektivste Erfahrung/Ermunterung ist immer die eigene Erfahrung. Deshalb will ich hier nur mal eine Erfahrung erzählen.

      Ich war selbst Patient im Krankenhaus und stand kurz vor einer nicht einfachen OP. Meine Bettnachbarin war eine katholische Nonne. Sie bekam natürlich auch von Nonnen Besuch.

      Es ist fast normal, dass es im Krankenzimmer sehr schnell zu Kontakten kommt. Man ist ja in einer gewissen "Wohngemeinschaft". Diese kranke Nonne hatte bereits ihre OP hinter sich. Und wie gesagt. Sie bekam Besuch von ihren Glaubensgeschwistern. Eine der Nonnen fragte mich, was mir fehlt, wie es mir geht und wie ich derzeit fühle. Ich erzählte, dass ich eigentlich Angst hatte. Angst vor der OP und fragte die kranke Nonne, ob sie denn keine Angst vor ihrer OP hatte. Sie sagte:

      "Nein, ich hatte keine Angst. Ich habe mein Leben und auch die OP in die Hand Jesu gelegt. Er nahm mir jede Angst. Ich wusste, selbst wenn ich sterben sollte, so ist es der Wille Gottes und ich bin in seinen Händen gut aufgehoben. Und ich habe das Neue Testament mit, wenn ich mich nicht gut fühle, dann lese ich darin. Gott sagt mir viel durch dieses Buch. Möchten sie eventuell ein wenig darin lesen? Ich borge es ihnen gerne."

      Ich war damals noch kein Christ. Dennoch habe ich mir die Bibel, das NT ausgeborgt. Es war genau genommen ein NT mit den Psalmen. (Das weiß ich heute). Ich dachte mir zwar, was soll mir das schon helfen. Was soll mir Gott mit dem Buch sagen können. Ich nahm also das Buch und schlug es mal irgendwo auf. Mein erster Blick fiel auf Psalm 41, 4: "Und wenn er auf dem Krankenbett liegt, steht der Herr ihm zur Seite und hilft ihm wieder auf." Das hat mich sonderbar berührt. Ich bin überzeugt, dass mir der Herr über diese Nonnen gezeigt hat, dass er da ist. Selbst dann, wenn man an seiner Existenz zweifelt.
      Ich habe mich von daher immer wieder gefreut, wenn ein Seelsorger ins Krankenzimmer kam. Ich weiß gar nicht genau, welche Konfessionen uns da im Zimmer besucht haben. Es waren nicht nur Katholiken. Ich wiß aber, dass für Kranke so ein Seelensorgebesuch fast etwas Normales ist. Es gehört dazu. Und es ist eine Abwechslung im Krankenalltag. Aber viele wurden durch so eine Abwechslung angenehm von Jesus berührt. Daher sollen wir wirklich nicht scheuen, mit Kranken über die gute Botschaft zu sprechen.

      Eines ist mir aufgefallen: Keiner dieser "religiösen" Besuche sind sofort mit einem "heiligen" Thema über uns hergefallen. Sie haben sichtlich echtes Interesse unserem Befinden gezeigt. Auch mal geholfen, Wasser gebracht, auf die Toilette begleitet u. ä.

      Ich glaube, wir denken manchmal viel zu kompliziert und vergessen oft, dass der Herr mit uns ist, wenn wir für ihn Unterwegs sind. Mir hat diese und noch einige Erfahrungen als Patient sehr geholfen, dass ich heute unbefangen mit Kranken umgehen kann. Egal, welche Krankheit. Und im geistlichen Sinne sind Menschen mal krank, wenn sie Jesus nicht kennen und haben.

      ***
    • Nachtperle schrieb:

      Die beste und effektivste Erfahrung/Ermunterung ist immer die eigene Erfahrung.


      Ja das kann ich bestätigen,aber in anderer Richtung.

      Ich war noch Jung und der 1. Diakon. Eine alte liebe Schwester lag im Krankenhaus nach einer schweren OP. ich wollte sie Besuchen.

      Im Vorfeld und Aufgrund meiner Unerfahrenheit machte ich mir Gedanken, wie soll ich mich verhalten was soll ich ihr sagen.

      Ich habe mir auch paar Bibelverse notiert und bin zu Ihr.

      Sie war sehr schwach, freute sich aber über meinen Besuch. Sie meinte das wäre nicht nötig gewesen sie so zu sehen..

      Ich habe kaum etwas gesagt, aber sie sprach die ganze Zeit und ich hörte Ihr zu.

      Sie sprach so wundervoll von Ihrem Heiland zu dem sie so schnell wie möglich wollte. Das Leben hier war für sie nicht mehr lebenswert.

      Ich war tief berührt von Ihrem Glauben und auch beschämt über meinen "unglauben"..

      Diese Glaubensschwester hat mich reich beschenkt, ich war Gott dankbar über diese Begegnung.

      Es hat meinen Glauben sehr gestärkt.

      Ihr großer Wunsch hat sich erfüllt, der Herr hatte sie in der Nacht zu sich geholt...
    • Bei dieser Lektion war ich gerade in einer meiner früheren Gemeinden, in der ich 8 Jahre als Prediger diente, und da stellte ich die Frage, warum eigentlich Jesus Kranke heilte, hat er das auch gemacht, um sie zu sich zu führen?

      Wenn man aber schaut, wie viele von den geheilten Menschen dann tatsächlich seine Nachfolger wurden, ist das ja in Anbetracht der vielen Heilungen eigentlich recht wenig gewesen - oder nicht?

      Eine Antwort war dann, wir sollten eben nicht immer nur deshalb Kranken helfen, dass sie gesunden, um sie so dann zu Jesus zu führen! Das dürfe nicht unser Motiv sein in der Krankenbetreuung!

      Wie denkt ihr darüber? Denn offensichtlich hat Jesus ja auch nicht nur Kranke geheilt, die ihn dann auch als ihren Erlöser angenommen haben! Aber er hat auch nicht alle Kranken in Israel geheilt? Warum eigentlich?

      Was war das Motiv und das Ziel dass Jesus mit den Krankenheilungen verfolgte, wenn es letztlich nicht dazu führte, dass sie alle seine Nachfolger wurden?

      Das waren halt wieder so meine komischen Fragen, die dann aber recht interessant aufgenommen wurden und es war erstaunlich zu welchen Ergebnissen wir kamen und der Gesprächsleiter wusste in einer sonst sehr wortkargen Klasse plötzlich nicht mehr, wen er in der rechten Reihenfolge zu Wort kommen lassen musste.

      Was wären denn eure Gedanken dazu gewesen?

      Armin
    • Krankenheilung und "Mission"

      Armin Krakolinig schrieb:

      Wie denkt ihr darüber? Denn offensichtlich hat Jesus ja auch nicht nur Kranke geheilt, die ihn dann auch als ihren Erlöser angenommen haben! Aber er hat auch nicht alle Kranken in Israel geheilt? Warum eigentlich?


      Matth. 11, 5. und Lukas 7, 22 - Hier scheint Jesus seine Messianität dem zweifelnden Johannes gegenüber zuallererst mit den heilungen - einer seiner Siege über das Reich des Bösen - darzustellen ( - ja, zu allerletzter Stelle wird den Armen das Evangelium gepredigt).

      Mit Bibeltexten bin ich sehr zurückhaltend, nachdem ich bei einer lieben, tiefgläubigen Schwester einmal arg danebengegriffen hatte ( - "ja, aber Paulus sagt selbst, er ist der Vornehmste aller Sünder, das BIN ICH NICHT !!"). Ich liebe die Psalmen, sie gaben und geben mir sehr viel. Aber der Kranke sorgt sich jetzt um den unversorgten Hund und die nicht gegossenen Blumen zu Hause. - - Da ist zuhörende Anteilnahme das am ehesten Angebrachte.

      Aber: Da sagt ein Patient vor der Entlassung: "Sie sind Adventist ? - und der X - auch Patient - ist auch Adventist? - Ja freilich, wie kommen Sie darauf? " - "Nun, ich habe sie beide beobachtet. Zuhause - in einem fernen Bundesland - werde ich mich mehr dafür interessieren." - Bei einer gerade vor ein paar Tagen zugezogene Patientin, geschieden, alleine, Selbstmordversuch, veranlasse und verantworte ich die sofortige Entlassung, sie müsse nur am Abend noch zu mir kommen. Sie kam, sie kam noch einmal: "Sie sind Adventist?" - Mmh? "ich habe es an der Aura gemerkt!" ???
      .
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Armin Krakolinig schrieb:

      Wie denkt ihr darüber? Denn offensichtlich hat Jesus ja auch nicht nur Kranke geheilt, die ihn dann auch als ihren Erlöser angenommen haben! Aber er hat auch nicht alle Kranken in Israel geheilt? Warum eigentlich?
      Mir ist davon nichts bekannt, dass er jemanden NICHT geheilt hätte. Die Begebenheiten in den Evangelien berichten immer davon, dass er alle heilte, die zu ihm gekommen sind. Aber vielleicht kennst du einen Text, wo Jesus zu einem Kranken sagt: "Du wirst nicht geheilt, weil..."
      Oder meinst du, dass Jesus alle Israeliten mit einem globalen Gebet von allen körperlichen Leiden erlösen sollte?? Egal ob sie das wollen oder nicht??


      Armin Krakolinig schrieb:

      Was war das Motiv und das Ziel dass Jesus mit den Krankenheilungen verfolgte, wenn es letztlich nicht dazu führte, dass sie alle seine Nachfolger wurden?
      Ich denke, es war weniger ein konkretes Ziel, das Jesus damit verfolgte. Es war einfach ein Faktum seiner Menschwerdung, dass das Reich Gottes mit dem Reich des Bösen keine Gemeinschaft haben kann. Das Reich Gottes ist durch Jesus nahe zu den Menschen gekommen. In diesem Reich gibt es keinen Platz für Leid und Schmerz und Tod. Deshalb musste das Böse, auch in Form von Krankheiten, weichen, wenn Jesus da war.

      Armin Krakolinig schrieb:

      Bei dieser Lektion war ich gerade in einer meiner früheren Gemeinden, in der ich 8 Jahre als Prediger diente, und da stellte ich die Frage, warum eigentlich Jesus Kranke heilte, hat er das auch gemacht, um sie zu sich zu führen?
      Ja, natürlich. Wollte Jesus nicht JEDEN zu sich führen?


      Armin Krakolinig schrieb:

      Wenn man aber schaut, wie viele von den geheilten Menschen dann tatsächlich seine Nachfolger wurden, ist das ja in Anbetracht der vielen Heilungen eigentlich recht wenig gewesen - oder nicht?
      Hast du da Zahlen dazu, also wie viele von den Geheilten sich auch zu Jesus bekehrt haben? Woher weißt du, dass es in Anbetracht der vielen (wie viele waren es?) Heilungen, recht wenig gewesen sind? Ich halte das für sehr schwer verifizierbar.
      Text dazu: (ELB) Mt. 21/9 Die Volksmengen aber, die vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und sprachen: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe! - wenn hier von Volksmengen die Rede ist, waren das schon Nachfolger Jesu?
      Die christliche Bewegung in Israel nach Jesu Tod war ja auch nicht ohne, da kamen jeden Tag viele dazu: (ELB) Apg. 2/41 Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan.
      Das alles spricht aus meiner Sicht dafür, dass viele, die er heilte, auch Nachfolger wurden.



      Armin Krakolinig schrieb:

      Das waren halt wieder so meine komischen Fragen, die dann aber recht interessant aufgenommen wurden und es war erstaunlich zu welchen Ergebnissen wir kamen und der Gesprächsleiter wusste in einer sonst sehr wortkargen Klasse plötzlich nicht mehr, wen er in der rechten Reihenfolge zu Wort kommen lassen musste.
      Was machst du wieder für Sachen? Bringst bei den einfachsten Dingen die ganze Gemeinde durcheinander. ;) ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • Wichtige Fragen zur den Krankenheilungen Jesu

      .

      Hallo @Tricky:

      echt schön, dass Du diese Rückfragen stellst. Nur so könnten wir noch zu viel interessanten Einsichten kommen!

      Ich wundert mich ja schon sehr, dass es niemand für sinnvolll erachtete, solche Fragen zu meinem Beitrag zu stellen?

      Schauen wir also, was wir dahinter entdecken können:




      tricky schrieb:

      Mir ist davon nichts bekannt, dass er (Jesus) jemanden NICHT geheilt hätte. Die Begebenheiten in den Evangelien berichten immer davon, dass er alle heilte, die zu ihm gekommen sind. Aber vielleicht kennst du einen Text, wo Jesus zu einem Kranken sagt: "Du wirst nicht geheilt, weil..."
      Oder meinst du, dass Jesus alle Israeliten mit einem globalen Gebet von allen körperlichen Leiden erlösen sollte?? Egal ob sie das wollen oder nicht??


      Nein, das glaube ich nicht!

      Es stimmt zwar, dass er alle heilte, sie zu ihm kamen und darum baten oder es zumindest erhofften, aber warum heilte er nicht von sich aus einfach alle Kranken?

      Warum aber heilte er nur einen Mann von den vielen anderen, die z. B dort am Teich von Bethestda gesund werden wollten? Und warum tat er kein Wunder und keine Krankenheilungen in seiner Heimatstadt Nazareth (Siehe Luk. 4,23)

      Sicher kennt jeder die Antworten darauf, deshalb brauch in sie nicht erst zu geben - oder gibt es dazu gegensätzliche Antworten oder noch offene Fragen?

      Meine Frage war auch was das Motiv und das Ziel der Heilungen Jesu war


      Ich denke, es war weniger ein konkretes Ziel, das Jesus damit verfolgte. Es war einfach ein Faktum seiner Menschwerdung, dass das Reich Gottes mit dem Reich des Bösen keine Gemeinschaft haben kann.

      Das Reich Gottes ist durch Jesus nahe zu den Menschen gekommen. In diesem Reich gibt es keinen Platz für Leid und Schmerz und Tod. Deshalb musste das Böse, auch in Form von Krankheiten, weichen, wenn Jesus da war.



      Nein, denn offensichtlich war es nicht so, denn es das ist ja nicht überall automatisch so passiert, wo er hinkam !

      Es gab als für Jesus, unseren göttlichn Arzt und Erlöser von Krankheiten, Sünde und Tod erstaunlicherweise und offensichtlích gewisse Bedingungen zumindtest zur Heilung von Krankheiten, die nicht er in erster Linie zu erfüllen hatte, sondern die, die krank waren und gesund werden wollten!

      Die Heilung und Erlösung von Krankheiten war also ein Gnadengeschenk Jesu, das er in den meisten Fällen nur denen zuteil werden ließ, die gesund werden wollten und ihn auch darum baten?

      Aber war das immer so und ist das auch bei der Erlösung von Sünde und Tod so.

      Handelt Gott als Arzt und Erlöser von Krankheiten nach anderen Prinzipien, wie er es als Arzt und Erlöser von Sünde, Charakterfehlern und Fehlverhalten der Menschen und bei Tod macht?

      Kennt ihr ein Beispiel, wo Jesus kranke Menschen durch eine stellvertretende Übernahme von Krankheiten der Menschen heilte?

      Armin Krakolinig schrieb:


      von Armin

      Bei dieser Lektion war ich gerade in einer meiner früheren Gemeinden, in der ich 8 Jahre als Prediger diente, und da stellte ich die Frage, warum eigentlich Jesus Kranke heilte, hat er das auch gemacht, um sie zu sich zu führen?


      von Tricky

      Ja, natürlich. Wollte Jesus nicht JEDEN zu sich führen?

      Ja natürlich wollte er jeden zu sich führen, aber warum gelang es nicht?

      In Jes. 53,4 war auch angekündigt, dass er all ihre Krankheiten tragen und aufstellvertretend für sie auf sich nehmen würde - oder etwa nicht?


      Armin Krakolinig schrieb:


      von Armin

      Wenn man aber schaut, wie viele von den geheilten Menschen dann tatsächlich seine Nachfolger wurden, ist das ja in Anbetracht der vielen Heilungen eigentlich recht wenig gewesen - oder nicht?


      von Tricky

      Hast du da Zahlen dazu, also wie viele von den Geheilten sich auch zu Jesus bekehrt haben? Woher weißt du, dass es in Anbetracht der vielen (wie viele waren es?) Heilungen, recht wenig gewesen sind? Ich halte das für sehr schwer verifizierbar.
      Text dazu: (ELB) Mt. 21/9 Die Volksmengen aber, die vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und sprachen: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe! - wenn hier von Volksmengen die Rede ist, waren das schon Nachfolger Jesu?


      Aber Du weißt auch, dass viele von dieser Menge dann einige Tage schrien: "Ans Kreuz mit ihm!" Oder etwa nicht?

      Mag sein, dass das nur die anderen so machten, aber wir können sicher sein, dass nicht alle Geheilten, Nachfolger Jesu wurden. (Siehe die 10 Aussätzigen!)

      Die christliche Bewegung in Israel nach Jesu Tod war ja auch nicht ohne, da kamen jeden Tag viele dazu: (ELB) Apg. 2/41 Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan.
      Das alles spricht aus meiner Sicht dafür, dass viele, die er heilte, auch Nachfolger wurden.

      Da spricht auch nichts dagegen, aber sicher waren das nicht alle Geheilten! Das ewige Leben, dass Jesus ihnen vermittel wollte, wollten sie aus welchen Gründe auch immer, offensichtlich nicht? Aber wie hätten sie denn das haben können?

      Musste da zuerst ihr Arzt und Erlöser von ihnen verschmäht und gekreuzigt werden, damit sie dann dieses Opfer für sie annhemen konnten, um dann nicht nur von Krankheit sondern auch von Sünde geheilt zu werden?

      Was machst du wieder für Sachen? Bringst bei den einfachsten Dingen die ganze Gemeinde durcheinander. ;) ;)


      Ja, aber nicht nur die Gemeinden, sondern offensichtlich auch das Forum hier! ;)

      Vielleicht ist das aber auch Gottes Methode zur Erlösung von Irrtümern in unserem Denken, und ob das dann auch etwas mit Erlösung von Krankheiten, Sünde und Tod zu tun haben kann? ?(

      Hattest Du keine Fragen zu den Erklärungen in der Lektion auf S. 56 in der WFA ?
    • Armin Krakolinig schrieb:

      Es stimmt zwar, dass er alle heilte, sie zu ihm kamen und darum baten oder es zumindest erhofften, aber warum heilte er nicht von sich aus einfach alle Kranken?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Warum aber heilte er nur einen Mann von den vielen anderen, die z. B dort am Teich von Bethestda gesund werden wollten? Und warum tat er kein Wunder und keine Krankenheilungen in seiner Heimatstadt Nazareth (Siehe Luk. 4,23)
      Jesus heilte alle, die zu ihm kamen. Alle die wollten. Es funktioniert heute in Bezug auf die Erlösung genauso, alle, die wollen, die zu ihm kommen, werden erlöst. Warum sollte Jesus jemanden zwingen? Zum Teich Bethesda gibt es ein spezielles Thema im Forum:
      Die Heilung am Teich Bethesda
      Dort könnten wir das Thema mit den anderen Kranken fortführen. Ich meinen es sollte dort besser passen.



      Armin Krakolinig schrieb:

      Nein, denn offensichtlich war es nicht so, denn es das ist ja nicht überall automatisch so passiert, wo er hinkam !

      Armin Krakolinig schrieb:

      Die Heilung und Erlösung von Krankheiten war also ein Gnadengeschenk Jesu, das er in den meisten Fällen nur denen zuteil werden ließ, die gesund werden wollten und ihn auch darum baten?
      Ich würde sogar sagen "in allen Fällen"! Wie gesagt, Gott zwingt niemanden, das sollten wir akzeptieren. Trotzdem hat jeder, der zu Jesus kam und vom Reich Gottes profitieren wollte, Heilung erfahren.



      Armin Krakolinig schrieb:

      Kennt ihr ein Beispiel, wo Jesus kranke Menschen durch eine stellvertretende Übernahme von Krankheiten der Menschen heilte?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Musste da zuerst ihr Arzt und Erlöser von ihnen verschmäht und gekreuzigt werden, damit sie dann dieses Opfer für sie annhemen konnten, um dann nicht nur von Krankheit sondern auch von Sünde geheilt zu werden?
      Das Thema der Stellvertretung würde ich hier außer acht lassen. Sonst haben wir hier das 50. Thema zum Tod Jesu, ja oder nein, stellvertretend oder nicht, ...
      Ich möchte das nicht wertend verstanden wissen, aber es ist interessant, wie bei Diskussionen mit dir, Armin, alle Themen immer wieder nur zu dem einen Thema hinführen. Positiv gesehen würde ich sagen, du siehst alles christozentrisch. Aber wie gesagt, lassen wir diese Spezialfragen lieber dort, wo wir sie im Forum eh schon sehr ausführlich haben, ok?



      Armin Krakolinig schrieb:

      Ja natürlich wollte er jeden zu sich führen, aber warum gelang es nicht?
      Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, warum sich heute auch viele Menschen nicht für Gott entscheiden. Stolz, eigenartiger Selbstbestimmungsdrang, Egoismus, ...



      Armin Krakolinig schrieb:

      Aber Du weißt auch, dass viele von dieser Menge dann einige Tage schrien: "Ans Kreuz mit ihm!" Oder etwa nicht?
      Ich muss dir gestehen, ich war nicht dabei, weder bei dem Einzug, noch bei der Verurteilung durch Pilatus. Ich würde aber sehr gerne hier im Forum über den Prozess Jesu und die Geschehnisse eigene Themen eröffnen. Dort würden wir dann auch die Menge oder Volksmenge besprechen können, die anwesend waren.
      Ich kenne auch Zitate von EGW dahingehend, dass hier Personen sowohl beim Einzug, als auch bei der Verurteilung anwesend waren.
      Kannst du die Menge der Personen, die sowohl hier als auch dort anwesend waren verifizieren? Kannst du mir eine Zahl nennen? Wie viele waren es wirklich, die sowohl hier als auch dort anwesend waren?



      Armin Krakolinig schrieb:

      Da spricht auch nichts dagegen, aber sicher waren das nicht alle Geheilten! Das ewige Leben, dass Jesus ihnen vermittel wollte, wollten sie aus welchen Gründe auch immer, offensichtlich nicht? Aber wie hätten sie denn das haben können?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Mag sein, dass das nur die anderen so machten, aber wir können sicher sein, dass nicht alle Geheilten, Nachfolger Jesu wurden. (Siehe die 10 Aussätzigen!)
      Nein, wir können uns eben NICHT sicher sein, dass alle Geheilten nicht doch Nachfolger Jesu wurden. Oder kennst du den gesamten Lebenslauf dieser Aussätzigen? Wie lange haben sie noch gelebt? Haben sie sich nicht doch noch bekehrt und sind zu Nachfolgern geworden? Wir sollten nicht richten und die Behauptung, dass sie nicht Nachfolger Jesu wurden, wäre so ein richten, in meinen Augen. Man könnte also genausogut behaupten, dass diese Aussätzigen bei den etwa 3000 Taufen dabei waren, nach der Pfingstpredigt von Petrus. Beweise gibt es nicht, deshalb lasse ich das lieber.



      Armin Krakolinig schrieb:

      Vielleicht ist das aber auch Gottes Methode zur Erlösung von Irrtümern in unserem Denken, und ob das dann auch etwas mit Erlösung von Krankheiten, Sünde und Tod zu tun haben kann? ?(
      Schwer zu sagen. Gott hat viele Methoden und auch unterschiedliche für unterschiedliche Menschen. Vielleicht ist es EINE Methode Gottes zur Erlösung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • tricky schrieb:

      Jesus heilte alle, die zu ihm kamen. Alle die wollten. Es funktioniert heute in Bezug auf die Erlösung genauso, alle, die wollen, die zu ihm kommen, werden erlöst. Warum sollte Jesus jemanden zwingen? Zum Teich Bethesda gibt es ein spezielles Thema im Forum:
      Die Heilung am Teich Bethesda
      Dort könnten wir das Thema mit den anderen Kranken fortführen. Ich meine es würde dort besser passen.
      OK, wie Du magst!
      Das Thema der Stellvertretung würde ich hier außer acht lassen. Sonst haben wir hier das 50. Thema zum Tod Jesu, ja oder nein, stellvertretend oder nicht, ...
      Ich möchte das nicht wertend verstanden wissen, aber es ist interessant, wie bei Diskussionen mit dir, Armin, alle Themen immer wieder nur zu dem einen Thema hinführen. Positiv gesehen würde ich sagen, du siehst alles christozentrisch.
      Das freut mich, dass es Dir zumindest mal auffiel!

      Aber ist Dir nicht aufgefallen, das das ja die Sabbatschule, aus der Du das Thema genommen hast, genau das macht, was ich hier gemacht habe?

      Deshalb meine Hinweis:
      Hattest Du keine Fragen zu den Erklärungen in der Lektion auf S. 56 in der WFA ?
      Das Paradoxe an meiner christozentrischen Art die Diskussionen zu entfachen, ist nun, dass genau das so manche Leute hier schon die längste total aufregt! Zum Glück jedoch bei weiten nicht alle, die hier auch still und unbemert mitlesen!

      Also geht´s nur mehr um die Frage, ob das die rechte Christozentrik ist?

      Aber eigentlich ist das nicht nur "christozentrisch," sondern "Kreuz-Christi-Zentrisch"!
      Gekreuzigt wurden ja andere Menschen auch, aber mit ihnen verbinden wir nie das, was wir mit Christi Kreuz verbinden können!

      Aber ist es nicht genau das, was Ellen White sagt, dass wir keine Predigt und keine Vorträge halten sollten, in denen nicht das Kreuz Christi im Mittelpunkt steht? Ich habe mich viele Jahre als Prediger gefragt, wie das gehen soll?

      Heute weiß ich, dass man mir kaum ein Thema nennen kann, wo ich nicht einen direkten Bezug zum Kreuz Jesu finde, aber ebenfalls pradox ist, dass ich damit bei Nichtadventtisten und Nichtchristen heute mehr offene und staunende Ohren und Aha-Erlebnisse finde, als hier! Das gibt mir sehr zu denken, aber ich verstehe, warum es so ist!
      Aber wenn die Botschaft vom Kreuz bei den Leuten ohne feindliche Reaktionen bleibt, dann dürfte was falsch laufen!

      Armin Krakolinig schrieb:


      von Armin

      Aber Du weißt auch, dass viele von dieser Menge dann einige Tage schrien: "Ans Kreuz mit ihm!" Oder etwa nicht?


      Von Tricky

      Ich muss dir gestehen, ich war nicht dabei, weder bei dem Einzug, noch bei der Verurteilung durch Pilatus. Ich würde aber sehr gerne hier im Forum über den Prozess Jesu und die Geschehnisse eigene Themen eröffnen. Dort würden wir dann auch die Menge oder Volksmenge besprechen können, die anwesend waren.
      Sehr gut! Freu mich drauf! Wäre schon überfällig! Die gesamte christliche Theologie hat sich schon längst diesem Thema gewidmet, und findet heute mehr Interesse wie bei uns hier!

      Ich kenne auch Zitate von EGW dahingehend, dass hier Personen sowohl beim Einzug, als auch bei der Verurteilung anwesend waren.
      Kannst du die Menge der Personen, die sowohl hier als auch dort anwesend waren verifizieren? Kannst du mir eine Zahl nennen? Wie viele waren es wirklich, die sowohl hier als auch dort anwesend waren?
      Das gibt es nirgends für sicher, auch wenn es mache versucht haben zu schätzen!

      Nein, wir können uns eben NICHT sicher sein, dass alle Geheilten nicht doch Nachfolger Jesu wurden. Oder kennst du den gesamten Lebenslauf dieser Aussätzigen? Wie lange haben sie noch gelebt? Haben sie sich nicht doch noch bekehrt und sind zu Nachfolgern geworden? Wir sollten nicht richten und die Behauptung, dass sie nicht Nachfolger Jesu wurden, wäre so ein richten, in meinen Augen. Man könnte also genausogut behaupten, dass diese Aussätzigen bei den etwa 3000 Taufen dabei waren, nach der Pfingstpredigt von Petrus. Beweise gibt es nicht, deshalb lasse ich das lieber.
      Ich weiß, dass es hier fast verboten ist oder zumindest hat man derart Angst auch nur Schlussfolgerungen in solchen Themen zu ziehen. Aber da rate ich Dir und allen andern mal das zu lesen, was Ellen White dazu sagt! Mir reicht es aber meine Schlüsse aus Joh. 12,36-43 zu ziehen um 1000 % sicher zu sein, dass der Großteil auch der Geheilten Leute einmal wehklagen werden, wenn Jesus als ihr Heiland, bei dessen Kreuzigung sie zusahen, spätestens nach den 1000 Jahren zum zweiten und letzten Mal vor ihnen erscheinen wird, und sie vielleicht fragen wird, warum sie nichts dagegen sagten, als sie ihn kreuzigten und aus Angst sogar davonliefen? Oder spekuliere ich wieder?

      Andere werden vielleicht sagen: Ja, aber Herr, wir haben doch den Propheten geglaubt und sie sagten ja voraus, dass Du verspottet und ans Kreuz genagelt werden musst. Wie hätten wir Deinen Plan und Willen entgegenarbeiten können? Da konnten wir doch nichts dagegen machen, sondern nur warten bis das passiert, sonst wären wir ja alle verloren gewesen, denn Dein Vater im Himmel hätte uns doch aufgrund seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit ohne dem unsere Sünden nicht vergeben können und dürfen!!!

      Armin Krakolinig schrieb:

      Schwer zu sagen. Gott hat viele Methoden und auch unterschiedliche für unterschiedliche Menschen. Vielleicht ist es EINE Methode Gottes zur Erlösung.

      Tja, vielleicht ist das wirklich eine andere Sicht von wahrer Erlösung, die solch einen Widerstand hervorbringt???

      Wie also möchtest Du weitermachen?

      Armin
    • Armin Krakolinig schrieb:

      Tja, vielleicht ist das wirklich eine andere Sicht von wahrer Erlösung, die solch einen Widerstand hervorbringt???

      Wie also möchtest Du weitermachen?


      Einfach eine Geschichte die Du am Krankenbett gemacht hast.
      Wäre mal schön von Dir Erfahrungen zu hören und nicht immer Belehrungen...
    • Sind manche Kranke offener als sonst?

      Ist Krankheit (egal jetzt ob körperlich oder seelisch) ein Einfallstor für Gott, eine Gelegenheit für Jesus in das Leben von Menschen zu treten?

      Mit 17 Jahren bin ich schwer krank geworden, bin körperlich zusammengebrochen. In der Zeit davor hat meine Mutter versucht mir das Evangelium nahe zu bringen. Doch Gott konnte durch sie nicht erreichen, das ich die Bibel lese. Ich war nicht offen. Ich hatte mich damals über maine Eltern verwundert, als eines Tages eine Bibel auf dem Esstisch lag und sie auch noch anfingen zum Essen zu beten. Ich dachte damals das sie nicht "normal" sind.
      Als ich nun mit 17 Jahren so krank war, das ich befürchtete sterben zu müssen, da gab mir meine Mutter eine Bibel. Für mich war diese Bibel wie ein letzer Strohhalm, an dem ich mich klammerte. Damals kam ein Reformadventist, Heilpraktiker zu mir ans Bett und hat wenn ich mich nicht täusche auch für mich gebetet. Danach habe ich etwa 1 Jahr den Reformerhauskreis besucht und erhielt auch Bibelstunden von dem Heilpraktiker. Danach ging ich in die Adventgemeinde Iserlohn und lernte dort Olaf Schröer kennen. Nach einigen Monaten liess ich mich dort von Olaf taufen. Die Taufe war so wunderbar. Welch eine Freude habe ich an diesem Tauftag erfahren!

      Also in der Krankheit oder in großer Not sind Menschen häufig offen für Gott.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von stadenker ()

    • Ich bin vor einigen Jahren im Krankenhaus gelegen, wo ich dann eine Bettnachbarin bekam mit einer schweren Allergie und dadurch ihren Schiurlaub abbrechen mußte.
      Sie war traurig und konnte und wollte es auch nicht annehmen. und so kamen wir ins Gespräch über Gott, ich erzählte ihr aus meinen Erfahrungen mit Jesus.
      Es war eine schöne Woche für sie, trotz dem sie im Krankenhaus liegen mußte und nicht auf der Piste sein konnte.

      Nach einigen Wochen bekam ich ein Päckchen mit einen wunderschönen Spruchkalender, sie bedankte sich für die wertvollen Gespräche und meinte:
      <<Gott hat sie mir geschickt>>
      wie sie zu meiner Adresse kam weiß ich nicht, aber hinterher dachte ich mir, Gott hat ihr dabei sicher :king: geholfen.
    • Armin Krakolinig schrieb:

      Wie also möchtest Du weitermachen?
      Erstmal so, dass ich mich bei allen bedanken möchte, die eine Geschichte von Kranken am Bett oder ihrer eigenen Erfahrung mit Krankheit berichtet haben.
      @Nachtperle @ingeli @Bogi111 @stadenker

      Ihr habt das Thema zu einem lebendigen, praxisnahen Thema gemacht!



      Armin Krakolinig schrieb:

      Ich weiß, dass es hier fast verboten ist oder zumindest hat man derart Angst auch nur Schlussfolgerungen in solchen Themen zu ziehen. Aber da rate ich Dir und allen andern mal das zu lesen, was Ellen White dazu sagt! Mir reicht es aber meine Schlüsse aus Joh. 12,36-43 zu ziehen um 1000 % sicher zu sein, dass der Großteil auch der Geheilten Leute einmal wehklagen werden, wenn Jesus als ihr Heiland, bei dessen Kreuzigung sie zusahen, spätestens nach den 1000 Jahren zum zweiten und letzten Mal vor ihnen erscheinen wird, und sie vielleicht fragen wird, warum sie nichts dagegen sagten, als sie ihn kreuzigten und aus Angst sogar davonliefen? Oder spekuliere ich wieder?
      Mich wundert es, dass du das so ausdrücklich betonst und scheinbar als Faktum brauchst. Was hast du davon, dass der Großteil der Geheilten Leute einmal wehklagen werden? Warum ist es dir !anscheinend! zuwider, dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens doch noch für Gott entscheiden, auch wenn sie es zu Beginn oder in einer speziellen Situation ihres Lebens nicht gleich getan haben? Fällt es dir schwer dieses Urteil Gott zu überlassen?
      Die Textstelle aus dem Johannesevangelium würde ich nicht primär auf die Heilungen anwenden, aber gut natürlich kann man Zeichen (ELB) in Joh 12,37 auch so verstehen.



      tricky schrieb:

      Ich möchte das nicht wertend verstanden wissen, aber es ist interessant, wie bei Diskussionen mit dir, Armin, alle Themen immer wieder nur zu dem einen Thema hinführen. Positiv gesehen würde ich sagen, du siehst alles christozentrisch. Aber wie gesagt, lassen wir diese Spezialfragen lieber dort, wo wir sie im Forum eh schon sehr ausführlich haben, ok?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Das Paradoxe an meiner christozentrischen Art die Diskussionen zu entfachen, ist nun, dass genau das so manche Leute hier schon die längste total aufregt! Zum Glück jedoch bei weiten nicht alle, die hier auch still und unbemert mitlesen!
      Es vermute, dass es nicht die christozentrische Art ist, sondern deine Idee von Christozentrismus, die so manche Leute hier kritisieren.
      Und damit lassen wir es jetzt bitte mit Stellvertretung usw. in DIESEM Thema, ok?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Hattest Du keine Fragen zu den Erklärungen in der Lektion auf S. 56 in der WFA ?
      Nein, eigentlich nicht.
    • Hallo

      Also meine Sicht zu den Heilungen der Kranken ist folgende: Jesus hat erstens jeden geheilt der an ihn und an seine Macht geglaubt hat. Es war dabei unerheblich ob der Kranke ihm nachher nachgefolgt ist. Jeder der an ihn geglaubt hat konnte gesund werden. Es gibt doch die Begebenheit der Frau, die nur seinen Saum berührte und gesund wurde. Da hat Jesus nicht einmal "aktiv" eine Heilung vorgenommen. Im weiteren finde ich es bezeichnend dass er oftmals zuerst die Sünden vergeben hat, bevor er sich den irdischen Leiden angenommen hat. Das Heilen des irdischen wäre glaube ich aus Sicht Jesu oder Gottes gar nicht notwendg gewesen, da das Sündenvergeben einen viel höheren Stellenwert hat. Trotzdem glaube ich, dass das Heilen der Krankheit notwendig war und zwar alleine um zu zeigen, dass er Gottes Sohn ist und alle Macht auf dieser Welt besitzt.
      Ich glaube vor allem das unvoreingenommene Heilen zeigt eben Gottes Wesen und Handeln. Wir Menschen würden sagen, nur wer mir dann Nachfolgt, den heile ich auch. Gott schaut aber das Herz im Moment an und er gibt jedem die Gelegenheit, von seiner Kraft zu profitieren. Ich glaube kaum, dass alle geheilten Jesu nachgefolgt sind, einige haben das sicher getan, dann gibt es sicher auch solche die sind eine Zeitlang ihm nachgefolgt, haben aber die Nachfolge wieder aufgegeben und bei andern, war die Wirkung wohl schnell verpufft. Es ist heute genau gleich. Ich kenne Geschwister, die durften Gott auf tolle Art und Weise erleben und folgen ihm heute nach. Ich kenne auch solche, die haben Jahrelang darum gebeten, dass Ihnen geholfen wird und war dabei treue Nachfolger. Kaum kam aber Hilfe von oben, haben sie Gott relativ schnell den Rücken gekehrt, weil die Not nun nicht mehr vorhanden war und man damit auch nicht mehr auf Gott angewiesen war. Man hat ihn wie ein Regenschirm zur Seite gestellt. Daher ist es möglich, dass Gott dem einen Hilft und dem andern nicht, weil das für das eswige Leben besser ist. Gott kennt uns eben besser als wir uns selbst. Paulus hat Gott auch nicht geholfen obwohl er ihn in guten Absichten darum geben hat. Und wenn ich heute gewisse Geschwister sehe die seit Jahren schwerkrank sind aber einen riesigen Glauben an den Tag legen, dann werde ich richtig klein.

      Liebe Grüsse
      DonDomi