Sabbatgebot noch gültig?

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    • Das klingt doch sehr nach "Ersetzungstheologie" der "Kirchenväter".

      Die angebliche "Einsetzung" von etwas "Neuem" ist schon "vorhergesagt" in Jeremia 31:31.

      Ich benutze auch von klein auf die Lutherbibel; je mehr ich jedoch die "Weissagungsbeweise" (Evangelien) kennenlerne, desto kritischer vergleiche ich sie auch mit den "Grundtexten".

      Das Prinzip aus Römer 11:29. Psalm 89:35. bleibt erhalten: "nicht ändern"

      Weshalb die "Sabbate" Kolosser 2:16.17. unter das Thema "Sabbat" gehören ergibt sich aus Levitikus 23.

      Das "Sabbatgebot" im Dekalog ist demnach "inklusiv" aller "Gedenkzeiten" des HErrn zu verstehen. Warum?:

      Im ursprünglichen Pfingstgedenken (7 Wochen nach Auszug) Exodus 19-23 sind "Gedenktermine" noch getrennt von Opfer-/Tempel-/Priestergesetz. Erst 40 Tage später kam der "Opfer-/Mittler-Bund! Zugleich war durch Exodus 16 die Beziehung zwischen "Gedenkkalender" und wöchentlichem "Sabbattag" verankert.

      Die "Feiertage" im Kolosserbrief sind keine Tieropfertage mehr. Paulus unterstützt hier nicht "Ablehnung" der "Feiertage".

      Der "Schuldbrief" sind Beschneidung/Opferdienst/Tempel/Priester, lauter Symbole, die Christus "abgelöst" hat.

      Text: "Niemand verurteile/richte über euch wegen Essen, Trinken, Feiertagen, Neumonden, Sabbaten (Plural), welche sind/ist Schatten des Zukünftigen, Leib Christi.

      Damit sind Passa, Pfingsten u.s.w. gemeint.

      Von Apostelgeschichte 1-20 ist überall irgendein Wochensabbattag oder Gedenkfeiertag (3. Mose 23) erwähnt. Das war ihr Kalender.

      Die Ersetzungstheologie der Kirchenväter behauptet natürlich, das "alles" durch Christi Opfertod erfüllt sei, das Passalamm ist ja bereits erfüllt. Dennoch feiert Paulus weiterhin jährlich Passa/Ostern (1. Korinther 5:6.ff.), aber die Kirchenväter "verändern" später eben die "Zeit" (Daniel 7:25.)

      Die Gedenkzeiten, besonders die ab dem Herbst/Siebten Neumond, sind schließlich "Schlüssel" (Offb. 1:18.) zum Verständnis der eschatologischen Prophetie Daniels, Jesus und Johannes.

      Ich vertrete übrigens keineswegs/nicht die offizielle Lehre der STA oder STB zum Thema "Sabbat".

      Der Bund am Sinai war keineswegs nur für die "Kinder Jakobs" sondern auch für die "Fremdlinge", die nach dem Jerusalemer Pfingsten hinzukamen (Apg. 13:46.)

      Freuen wir uns auch dieses Jahr wieder auf Pfingsten

      und studieren vielleicht auch neu die "Schatten des Zünftigen"/Jüngsten Tages!

      Gesegneten Sabbat!
    • freudenboten schrieb:

      Im ursprünglichen Pfingstgedenken (7 Wochen nach Auszug) Exodus 19-23 sind "Gedenktermine" noch getrennt von Opfer-/Tempel-/Priestergesetz.
      Nein, stimmt nicht!
      Die Passahfeier nimmt Bezug auf das Blut des fehlerlosen Lammes und der Befreiung aus der Sklaverei Ägyptens.
      Also, zuerst Opfer dann das Gedenken daran.

      freudenboten schrieb:

      Der "Schuldbrief" sind Beschneidung/Opferdienst/Tempel/Priester, lauter Symbole, die Christus "abgelöst" hat
      Der getilgte "Schuldbrief" bezieht sich ausschließlich auf unsere Schuld...wie der Name Schuld das bereits sagt..
      Der Opferdienst, Beschneidung, Priester und dergleichen können keine Schuld tragen. Was für Gedanken.....??

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Am ersten Pfingsten 2. Mose 19-23 wurde der Bund der Gebote ohne Opfer/Tempel/Priester geschlossen. Dieser Bund ist auch für "Unbeschnittene" (s.a. Jerusalem, Apostelgeschichte 2; Kap. 13:46. Kap.15)

      Im Kolosserbrief 2:8.ff. geht es ausdrücklich (Vers 11.) um die Beschneidung und damit die Verpflichtung zum Opferdienst. Die sind durch die Taufe/Tod/Auferstehung Christi "getilgt".

      Das ist gerade der Fehler der "kirchenväterlichen" Auslegung, alle AT-Offenbarungen unter "Opfer" einzuordnen.

      Kolosser 217. "Schatten des Zukünftigen" meint auch Daniel, Johannes-Offenbarung u. ä.
    • Elli59 schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Als Einstieg eine deutsche Wortkonkordanz nehmen: Passah, ungesäuerte Brote, u. a. mehrere Einträge.
      Ich verstehe dich nicht, wir haben Pfingsten im NT, auch hier erkenne ich keine Notwendigkeit seitens der Bibel, dies jährlich zu feiern.
      Wir können die Auferstehung, Passah,Karfreitag und andere Festsabbate feiern, am wöchentlichen Sabbat, sowie an jedem anderen Tag der Woche auch.

      Des Weiteren brauchen wir uns nicht an genaue Daten halten, wenn wir während eines Jahres die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus gedenken.
      Alles freiwillig ohne Anordnung in der Schrift. Genauso mit Pfingsten und Weihnachten.
      Es liegt an unsere Gesinnung und Glauben, wie wir diese Gedenktage halten oder nicht halten.
      Ich kann diese Gedenktage auch in August oder Oktober halten.


      Ja nun, ich kenne bloss niemanden, der solcherart erstens der Umstände um die Geburt Jesu konkret gedenkt ( - die Kenntnisse der Texte (!) der "Weihnachtsevangelien" sind - dürftig !), zweitens sich die "Karwoche" und deren Dramatik besonders vergegenwärtigt. (Auch hier ist die Textkenntnis dürftig)

      Normalbürger bekommen ihre Geburtstagstorte - an ihrem Geburtstag (nicht Kaser Franz Josef und nicht die Königi von England, da richtet man sich nach dem besten Paradewetter) das Maturatreffen des Jahrganges x ist nicht im Oktober; man denkt tagtäglich an "seine" Firma, schon weil man dort fast täglich sehr viel Zeit verbringt, aber das Firmenjubiläum ist nicht irgendwann. und was für ein Gesicht macht die Ehegattin - Hochzeit vor Jahrzehnten im Mai - wenn ER am 27. November mit Blumen daherkommt : ""Ich habe gedacht, weil wir - wann war das eigentlich ? - geheiratet haben" ."
    • @philoalexandrinus

      Ich möchte noch einen andern Aspekt reinbringen. Ich finde man kann Ostern, Weihnachten etc. nicht mit einem Geburtstag oder einem Hochzeitstag vergleichen. Diese christlichen Feiertage dienen ja nicht primär Gott sondern uns Menschen. Indem wir uns an diesen Tagen ganz besonders mit einem Ereignis und dessen Auswirkungen auf unser christliches Leben beschäftigen. So ist die Adventszeit z.B. nicht da um uns an die Zeit vor Weihnachten zu erinnern, sondern man kann da einen besonderen Fokus auf die Wiederkunft Jesu legen, ebenso mit Karfreitag und Ostern, es ist eine Zeit des Dankes, wo man besonders daran erinnert, wie gross das Opfer Jesu gewesen ist und wie unglaublich die Auferstehung Jesu war. Ich für mich entdecke immer wieder Neue Aspekte.
      Ebenso verhält es sich mit dem Sabbat. Der Sabbat ist für uns Menschen da und nicht für Gott. Nicht umsonst sagte es Jesus sinngemäss genau gleich.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Das hängt davon ab, ob man der "Ersetzungstheologie" anhängt oder nicht.
      Das Verständnis des Sinaibundes hängt davon ab, wie man den "Neuen" Bund interpretiert (Jeremia 31:31.).
      1. Korinther 10 legt eher eine gewisse "Kontinuität" des "heiligen Bundes" (Daniel 9:27. 11:28.ff.) nahe. Somit bestätigt sich Römerbrief 11:29. Psalm 89:35.

      Der Begriff "Telos" (Römer 10:4.) wurde von den "Kirchenvätern" undifferenziert als "Ende" verstanden, der Aspekt des "Erfüllens" vernachlässigt.
    • Hallo @freudenboten, für die Interpretation sehe ich keinen grossen Freiraum, wenn ich die Erklärung im Hebräerbrief zu Jer. 31;31 berücksichtige. Die Worte im Hebr.8;13 (aber selbst im Jer. 31) sind viel eindeutiger, als die gefühlsvolle Lieder in den Psalmen... Ein Bund mit Gott ist auf jeden Fall heilig auch dann, wenn dieser Bund einen Anfang und ein Ende hat (übrigens der Sinai Bund ist nur aus der Perspektive des neuen Bundes "alt", in diesem Sinne steht die Erklärung im Hebräerbrief).

      Laut Galaterbrief ist der neue Bund keine Fortsetzung des Sinai-Bundes, sonders die Fortsetzung des Bundes mit Abraham. Da findet man die "Kontinuität". Den Sinai-Bund hat Gott dazwischen "eingefügt" ("Es ist hinzugekommen um der Sünden willen") siehe das 3. Kapitel im Gal. Brief.

      Was das "Erfüllen" betrifft, Jesus erklärt selbst, was er damit meinte. Nach seiner Auferstehung sagt er:

      Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.
      Luk.24;44


      Wenn wir die Bergpredigt lesen, müssen wir nicht lange suchen, wo Jesus über das "Gesetz des Mose" lehrt, wo es darum geht, "es muss alles erfüllt werden" - obwohl diese Bibelstelle wird meistens dazu verwendet als hätte Jesus hier über die 10 Gebote geredet. Dazu sehe ich allerdings keinen Grund, er Lehrt über die 10 Gebote erst nachher: "alt" (Sinai-Bund) und neu werden gegenübergestellt.

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Bogi111 schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich.
      Ein jeder sei in seiner Meinung gewiss. Wer auf den Tag achtet, der tut`s im Blick auf den Herrn;
      wer isst, der isst im Blick auf den Herrn, denn er dankt Gott;
      und wer nicht isst, der isst im Blick auf den Herrn nicht und dankt Gott auch.
      (Rö 14,5.6)
      Damit können wir doch gut leben.. :saint:
      Das halte ich für etwas problematisch im Zusammenhang mit der Aussage des Sabbatgebotes einer Ruhe, zumindest im Vergleich aus der Praxis :
      Welche Religion / KIrche / Glaubnesgemeinschaft hält ihre Mitglieder wirkungsvoll und zielgerichtet zu einem TAg der Ruhe an ? ("Vacare deo" - Das Motto der Benediktiner fällt mir dazu immer wieder ein):.

      "Gottes Ruhe, Sabbatstille - - " ist ein Gemeindelied, meiner Meinung nach dieses "Ruhen" Guttes , das im Sabbatgebot angesprochen ist, beachtend. No bitte, den zeige man mir aber, der "alle Tage gleich" "ruht". Dazu kommt die (katholische) Fehldeutung : "Du sollst den Feiertag heiligen" - geschieht durch die Teilnahme am Messopfer, wobei man auch draussen in der Vorhalle der Kirche stehenbleiben kann - - ( die grossen, hallenförmigen Turmsockel bei Kirchtürmen gegenüber dem Altar). Ja, und keine knechtliche Arbeit - des Häuslbauers Mischmaschine darf ruhuig dann den ganzennTag laufen - -
      Und der Tagesablauf, der Inhalt des Tages ? Jesaia 58 beginnt mit einer langen Anklage des sozialen Missbrauchs. Dann kommt das Fasten, das der Herr erwählt. Dann erst kommt eine Beschreibung dre Sabbartruhe.- welche innerhalb der STA grund einer sehr fraglichen, widersprüchlichen Übersetzung (in der KJV und der Luther) völlig falsch in Richtung "Fad`muss´sein ! Nix, was ich gerne möchte ! Urlaub am See : Nur bis zuden Knöcheln ins Wasser ! "" interpretiert wird. Das habe nicht ich alleine mit einem Juden - AT und LXX analysiert, sondern auch Ed Christians , Lehrer alter Sprachen, Vorsitzender der Adventist Theological Society, hat es zweimal publiziert ."Sabbath Pleasures" und "Sabbath is a Happy Day" (Adventist Reviev und Journal of the ATS).. Im Internet abrufbar.

      Historisch - apologetisches : Da wurde weit vorhin die Wochentagsbezeichnung in den Ländern , hervorgegangen aus dem Römischen Reich, dargestellt - bezüglich "Sabbat" ( Wozu - Lautverschiebung eines Labiallautes ! auch de deutsche "Samstag"gehört.) Nur zählt Griehchenland - wie die Juden : Kyriake, Deutera, Trita - - Paraskeue ("Rüstttag ") Sabbaton, - - anderenorts Sabbaton - Dimache, Sabbaton - Domenica. Zudem waren die Juden - auch im griechischsprachigen Raum - nie so strark vertreten, dass die Allgemeinheit die jüdische Wochentagsbezeichnung übernommen hätte (Bei uns höchsten negativ Konnotiertens : Chuzpe, Macheloikes, Petite, Schmattes, - - -und den jüdischen Neujahrssegen, verballhornt - : ""Ein guter Rutsch !"
    • Deine Sicht des Sinaibundes ist leider kirchenväterlich/ersetzungstheologisch. Die nachapostolischen Väter pickten sich aus Paulus heraus was ihnen als Griechen/Römern passte. Römer 11:29. setzt ein "Nicht-Ändern" voraus.

      Der Erlösungsbund begann schon Genesis 3:15. und damit schon der "heilige Bund" (Daniel 9 und 11 sowohl AT als auch NT)

      Beschneidung/Tieropfer/Tempeldienst waren "nebeneingefügt" als Erinnerung an Sünde/Tod (Hebräer 10:3.)

      Was bedeutet "bessere Gerechtigkeit" Matthäus 5:20.?