Sabbatgebot noch gültig?

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    • Ruhetag egal?

      Hallo,
      wenn ich richtig gelesen habe, ist von allen Gesprächsteilnehmern unbestritten, dass unser heutiger Samstag der 7. Tag (Sabbat) ist, der im 1. Buch Mose, Schöpfungsbericht, gemeint ist.
      Zu allen guten Gründen (so sehe ich es wenigstens), warum nun heute unverändert genau dieser Tag der Ruetag ist, den Gott bestimmt hat, mal ein kleines Beispiel:
      Wenn mich der Bundespräsident informiert hätte, dass er gerne mit mir jeden Mittwoch ein Treffen zum z.B. Gedankenaustausch hätte, würde es mir nicht einfallen, zu denken, dass ich genausogut jeden Montag oder Freitag kommen könnte, auch wenn mir das vielleicht besser passen würde.
      Wenn Gott als der Souverän mir zum besonderen Treffen mit besonderem Segen den 7. Tag vorgibt, wer bin ich, dies von mir aus mit irgendwelchen Gründen oder Ausflüchten zu ignorieren?n
    • Next sunday we meet for "All-you-can-pray-Day"

      Hallo lpu.

      lpu schrieb:

      Zu allen guten Gründen (so sehe ich es wenigstens), warum nun heute unverändert genau dieser Tag der Ruhetag ist, den Gott bestimmt hat, mal ein kleines Beispiel:
      Wenn mich der Bundespräsident informiert hätte, dass er gerne mit mir jeden Mittwoch ein Treffen zum z.B. Gedankenaustausch hätte, würde es mir nicht einfallen, zu denken, dass ich genausogut jeden Montag oder Freitag kommen könnte, auch wenn mir das vielleicht besser passen würde.

      @lpu: Ja schön, nicht schlecht; allerdings ein oder zwei Unterschiede sehe ich schon zwischen Gott und dem Bundespräsidenten: Der Bundesoberkapser hat begrenzte Ressourcen; von Gott hingegen wird behauptet, er sei allgegenwärtig und allmächtig. Ich gebe allerdings zu, dass mir die Begriffe "allgegenwärtig" und "allmächtig" mehrdeutig vorkommen und ich nicht weiß, ob ich und überhaupt fast alle, sie missverstehen. (Oder welcher Theologe sich das ausgedacht hat.) Trotzdem unterstellt man weithin, dass Gott nicht darauf angewiesen ist, wie ein Politiker zu einem Treffen zu fahren oder zu fliegen, um eine Verabredung wahrnehmen zu können. Insofern ist es für Gott vermutlich Jacke wie Hose, ob es Mittwoch oder Donnerstag ist, auf den Philippinen oder in Castrop-Rauxel. Du siehst, ich traue dem Alten allerhand zu. :)
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Lösungvorschlag

      Wie wäre es denn, wenn jeder von euch sich mal die folgenden Fragen stellen würde:

      -Was wäre, wenn Jesus wiederkommt, und wir, die wir den Sabbat halten, würden entweder erfahren, dass Daniels Recht hat und es egal ist, bzw. egal war, welchen Tag man hält (Hauptsache überhaupt einen Tag, an dem man sich Zeit nimmt für Gott)?

      Oder aber:

      -Was wäre (und ich behaupte damit nicht, dass es so ist oder das meine Meinung ist), wenn wir dann erfahren würden, dass tatsächlich der Sonntag und nicht mehr der Sabbat als Ruhetag gegolten hat? Wie würden wir reagieren? Immerhin hätten wir ja dann erfahren, dass wir ein falsches Verständnis bezüglich des Sabbatsgebots gehabt und uns von Satan diesbezüglich hätten betrügen lassen.

      Aber genauso, solltest auch du dir diese Fragen stellen, Daniels:

      -Was wäre, wenn Jesus wiederkommt, und Menschen (zu denen du ja auch zählst, Daniels), die der Meinung waren, es wäre egal welchen Tag man hält, entweder erfahren würden, dass die Adventisten doch Recht hatten und es nicht egal ist bzw. nicht egal war, welchen Tag man hält (Hauptsache überhaupt einen Tag, an dem man sich Zeit nimmt für Gott)?



      Oder aber:

      -Was wäre, wenn du, der du und auch andere die meinen, es sei egal welchen Tag man hält, und auch wir, die wir den Sabbat halten erfahren würden, dass tatsächlich der Sonntag und nicht mehr der Sabbat als Ruhetag gegolten hat und es nicht egal wäre, welchen Tag man hält? Also, wenn beide Parteien im Unrecht wären?

      Habt ihr euch alle mal diese Fragen gestellt?
      Ich frage das deshalb, weil von vielen Adventisten aber auch von vielen Katholiken und Moslems behauptet wird, sie hätten den wahren Glauben. Und somit sind sie ja natürlich dann auch von daher der Meinung, der Tag den sie halten würden bzw. an dem sie zum Gottesdienst gehen, würde der Richtige sein. Jeder besteht unbedingt darauf Recht zu haben, anstatt auch mal zu überlegen, dass er oder sie sich irren könnte. Keiner denkt mal darüber nach, ob es vieleicht möglich sein könnte, dass man sich irren könnte (aufgrund eines falschen Bibelverständnisses z.B.). Sicher, für uns, die wir den Sabbat halten, ist der Sabbat der richtige Tag und wir können das auch anhand der Bibel oder von anderen Dingen nachweisen, wenn wir uns diesbezüglich etwas schlau gemacht haben. Nur, es gibt halt z.B. auch Leute wie Daniels, die verstehen es halt anders bzw. sind der Meinung, dass man nicht mehr genau nachweisen könnte, dass der Sabbat der Samstag ist. Obwohl es auch meiner Meinung nach diesbezüglich genug aussagekräftige Beweise wie z.B. die Bezeichnung des Samstags in anderen Sprachen gibt. Oder die Tatsache, dass die Juden heute noch den Samstag als 7ten Tag und Sabbat als einen Ruhetag zur Ehre Gottes heiligen. Auch historisch und auch durch Aussagen der Katholischen Kirche, ist längst bewiesen, dass es Menschen waren und nicht Gott, die den Sabbat auf den Sonntag verlegten. Aber, wenn das Daniels oder anderen nicht ausreicht, dann sollte man auch nicht länger darüber in einem STA Forum, für deren Mitglieder, die der STA Kirche angehören, eh klar ist, dass der Sabbattag der Siebte Tag der Woche und eben DER Ruhetag ist, denn wir laut 10 Geboten heiligen sollen, diskutieren, ob das Sabbatgebot noch gültig ist. Denn, Daniels wird erst mal bestimmt seine Meinung diesbezüglich nicht ändern. Und auch andere Mitglieder hier, die nicht der STA Kirche angehören und Sonntagshalter sind, werden sich bestimmt nicht so schnell (falls überhaupt) umstimmen lassen bzw. nicht so schnell ihre Meinung ändern. Von daher, kann man über das Thema so viel diskutieren, wie man möchte, ändern wird sich eh nicht viel oder gar nichts. Wir können nun mal niemanden dazu zwingen den Sabbat zu heiligen oder zu glauben, dass der Samstag der Sabbat ist. Und wir sollten auch niemanden dafür verurteilen oder beschimpfen oder ihm oder ihr deshalb Vorwürfe machen.

      LG euch.


      Aaron

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Aaron ()

    • @Aaron: Danke für Deinen Beitrag.

      Ich glaube durchaus nicht, dass meine Deutung eindeutig die richtige ist; meine Argumente sind vielmehr eine Reaktion auf die Ansicht der meisten STAler, dass ihre Auslegung die einzige vernünftig vertretbare sei und, dass jede abweichende Ansicht nur in Bibelunkenntnis, mangelndem Bibelverständnis oder in Böswilligkeit (Papst, Freimauer u. dgl. vermeintlich teuflische Kräfte) begründet sein könne.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

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    • Daniels schrieb:

      meine Argumente sind vielmehr eine Reaktion auf die Ansicht der meisten STAler, dass ihre Auslegung die einzige vernünftig vertretbare sei und, dass jede abweichende Ansicht nur in Bibelunkenntnis, mangelndem Bibelverständnis oder in Böswilligkeit (Papst, Freimauer u. dgl. vermeintlich teuflische Kräfte) begründet sein könne.
      Hallo Daniels,

      ich sehe, du verstehst mich. Denn, genau deshalb schrieb ich ja auch:

      weil von vielen Adventisten aber auch von vielen Katholiken und Moslems behauptet wird, sie hätten den wahren Glauben. Und somit sind sie ja natürlich dann auch von daher der Meinung, der Tag den sie halten würden bzw. an dem sie zum Gottesdienst gehen, würde der Richtige sein. Jeder besteht unbedingt darauf Recht zu haben, anstatt auch mal zu überlegen, dass er oder sie sich irren könnte. Keiner denkt mal darüber nach, ob es vieleicht möglich sein könnte, dass man sich irren könnte (aufgrund eines falschen Bibelverständnisses z.B.).
      Von daher, kann ich sehr gut verstehen, was du im obigen Zitat schreibst. Denn, leider ist es doch meistens genauso, wie du schreibst, wie ich selbst schon erlebt hatte. :(


      LG dir.


      Aaron
    • @Aaron:

      Ich finde Deine Gedankengänge sehr gut, aber ich möchte noch einen Schritt weitergehen. Was denkst Du, wie wird Gott in den einzelnen Fällen reagieren, wenn man sich ausserhalb der richtigen Sehensweise oder Interpretation befindet. Das hat dann auch viel damit zu tun, was für ein Bild wir von Gott haben, wäre eine eigene spannende Diskussion wert.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      [...] ich möchte noch einen Schritt weitergehen. Was denkst Du, wie wird Gott in den einzelnen Fällen reagieren, wenn man sich ausserhalb der richtigen Sehensweise oder Interpretation befindet. Das hat dann auch viel damit zu tun, was für ein Bild wir von Gott haben, [...]


      Das ist der Grund, warum ich hier jüngst unter einen Beitrag die Anmerkung gesetzt habe, dass ich mir Gott nicht als humorlosen Erbsenzähler vorstelle. Gott ist in meinen Gedanken kein deutscher Finanzbeamter, der wegen einem Tag früher oder später gnadenlose Entscheidungen trifft; weil das in gewissem Sinne geistlos oder oberflächlich ist und ich mir Gott sehr viel weiser und aufs wesentliche ausgerichtet vorstelle.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
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      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      DonDomi schrieb:

      [...] ich möchte noch einen Schritt weitergehen. Was denkst Du, wie wird Gott in den einzelnen Fällen reagieren, wenn man sich ausserhalb der richtigen Sehensweise oder Interpretation befindet. Das hat dann auch viel damit zu tun, was für ein Bild wir von Gott haben, [...]


      Das ist der Grund, warum ich hier jüngst unter einen Beitrag die Anmerkung gesetzt habe, dass ich mir Gott nicht als humorlosen Erbsenzähler vorstelle. Gott ist in meinen Gedanken kein deutscher Finanzbeamter, der wegen einem Tag früher oder später gnadenlose Entscheidungen trifft; weil das in gewissem Sinne geistlos oder oberflächlich ist und ich mir Gott sehr viel weiser und aufs wesentliche ausgerichtet vorstelle.


      Ich würde keinesfalls behaupten, dass keiner derer, die an Jesus glauben und den Sonntag heiligen eines Tages "im Himmel" wären. Aber dennoch bin ich überzeugt, dass der Sabbat "der" Tag ist, der geheiligt werden sollte.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • ....Zunähst ein Mal , Sabbat halten , bedeuete Ruhe halten. Welcher der Tage denn nur der richtige ist, sei dahin gestellt.Sabbat halten, also Ruhe halten ist tatsächlich gut und gesund. Das wissen wir alle.Das SabbatGEBOT ,also der absolute Wille Gottes ist in der Bibel NUR an die Israeliten gerichtet. Die Empfänger waren zu seiner Zeit auschl. die Israeliten. Gott wollte einfach ein Volk auszeichnen,sondern,kenntlich machen, das klar aussagt , dass diese Menschen IHM gehören, genau so wie das Beschnittensein.

      Wir hingegen leben nun aber eine andere Zeit. Das Sabbatgebot also zu halten, bedeutet das ganze Gesetz zu halten! Falls es tatsächlich einer schafft, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm und spreche ihm mein Mitleid aus, denn das GANZE Gesetz zu halten, das setzt ja einen Gott zu seiner Rechten. Wer denn so heilig ist, braucht dann auch Gott nicht, also einen Retter, man rettet sich ja praktisch selbst! So begreift man aber auch das Opfer nicht, das Gott dar gebracht hat.Nicht umsonst heißt es doch "Fluch des Gesetzes".

      Ich mag den Sabbat, also die Ruhepause, sei es nun am Mittwoch oder Freitag. Denn die Ruhepause widme ich Gott und schöpfe Kraft für meine Mitmenschen und nicht nur am Samstag.Wißt Ihr woher der Begriff "URLAUB" kommt?...Das kommt eigentlich aus dem Mittelalter und wurde irgendwie OURLAUBT geschrieben. Wenn z.B. da so ein Ritter zu seinem Herren kam, dann fragte er nach Ferien und der Fürst hat es ihm dann OURLAUBT, also ERLAUBT! Wie armseelig nicht?Bei Gott ist das anders, er hat einen Tag für uns reserviert....man muß ihn nicht erst fragen , ob wir dürfen. Von vorne rein sagt , der TAG ist euer, ein Geschenk und keiner wird ihn euch wegnehmen....holt Luft, entspannt euch! Und zu so einem Herren, da gehe ich doch gerne hin!...da mache ich doch gleich an allen sieben Tagen SABBAT :D

      Ich , ein ehem. Adventist habe ehrlich gesagt unter dem Sabbat gelitten. Ich hatte unbewußt Angst vor einem Gott, den ich nicht heilige und seine Gesetze befolge.Doch das ich Angst hatte, das hat man dann gekonnt überschauspielt. Was viel schlimmer war, ich nahm das Bild an , an den Gott , an den ich glaubte. Ein Zornigen Gott....so einen mit Blitzen in der Hand.Meine Umwelt litt sehr darunter!Alle haben gesagt, ich bin so jehzornig durch meinen Vater....na wie denn auch andrs, er hatte schließlich den selben Gott wie ich im Sinn!Heute bin entspannt und weiß wieso Paulus am Sabbat in die Synagogen ging. Er ging deshalb dahin , um seine Landsleute da zu unterweisen. Er wäre da auch hingegangen wenn es am Mittwoch wäre, denn wie anders hätte er das Volk da treffen sollen.Die Juden gingen sabbats und Paulus erzählte vom Gesetz vom Fluch.Mein Vater hat heute Geburtstag und ich sage euch....miit seinen fast 60 Jahren ist das ein ganz armes Würstchen!Früher habe ich ihn gehasst als Kind nun tut er mir Leid. Vom Herzen leid!...Würde ich den Sabbat weiter hin halten, ohne Kenntnisse darüber was der tatsächlich mit mir gemacht hätte, dann würde ich kein so tiefes ,ehrliches Mitgefühl für meine Umwelt empfinden.

      Ein Beispiel noch....als ich und meine Frau vor fünf Jahren uns ein Eigenheim gekauft hatten, dann haben wir erst festgestellt, dass unsere direkten Nachbarn ZEUGEN JEHOVAS sind. Eine Großfamilie. Sechs kleine Kinder und die Eltern in meinem Alter. Putzig die kleinen, bis auf das: Gleich in der ersten Woche, bekamen wir von den Jüngsten Kindern bescheid, dass Jehova bald unsere Kirchen alle zerstören wird und wir sterben werden!Meine katholische Schwiegermutter hat natürlich erst zurückgekeift und ich mußte schlichten, dass es nur einen Gott tatsächlich gibt und er uns alle gleich liebt. :help:

      Aber dieses Bild representiert unsere Gesellschaft! Die Kinder glauben automatisch das, was die Eltern einem erzählen oder wenn man dann doch zweifelt, nimmt man den Glauben automatisch an, da man sonst Angst hat den Respekt zu verlieren oder halt nicht mehr geliebt zu werden.Ich wünsche allen Kindern dieser Welt, dass sie selbst prüfen! Meinen Töchtern sage ich stets das selbe. Gott begegnet man nicht Kulturell ,also nicht so wie ich z.B. , dass man in eine Kultur reingeboren wird und einfach die Tradition abklappert!In einer Gruppe seine Dogmen auswendig lernt. Gott begegnet man wie Jakob ganz alleine! Wenn keiner da ist, wenn alle grad wegschauen, dann beginnt der Ringkampf eine Nacht lang und am Ende stellt sich der mysteriöse Mann selbst vor....nicht anders rum!Dann bekommt man seinen Segen. Der Segen wird nicht sein viel Geld oder besonderes Talent, sondern mein Segen war....ich wurde angenommen, zu mir wurde gesagt "Ich liebe Dich" , "Du bist wertvoll....", "Du gehörst mir..."

      Das war mein Geschenk. Ohne zutun meiner Werke oder Kraft.Ein GESCHENK eben.

      Ich beobachte nun schon seit längerem die Religionen dieser Welt. Eines ist sicher...viele lieben das Gesetz. Es ist ja auch einfach das Geschriebene zu halten. Es wird gesagt und man tut. Einfach....ja!ABER GOTT verlangt von euch nicht das Einfache, sondern seinen Willen!Er verlangt laut Schrift weit aus mehr als z.B . nur SABBAT zu halten!

      LG,

      paul.
    • @paulepaule

      Dein Verständnis von Gesetz hat eine dispensationalistische Grundlage: es gab unterschiedliche Zeitalter, und das Gesetz war ausschließlich den Israeliten im Zeitalter <von Mose bis Jesus> bestimmt, aber nicht mehr den Heiden unseres NT-Zeitalters. Insbesondere der Sabbat.

      Adventisten haben eine andere Auslegungsbasis des Gesetzes und des Heils. Daher auch ein anderes Verständnis über den Sabbat:

      1) Das Gesetz zu halten war niemals ausschließlich den "fleischlichen" Israeliten gegeben, sondern prinzipiell allen Nationen. Nicht nur der Israelit sollte/musste den Sabbat halten, sondern jeder Mensch, der beschnitten wurde.

      2) Das Gesetz in seiner beschränkten Form existierte schon von Anfang an, seit der Schöpfung, insbesondere seit dem Sündenfall.

      3) Der Sabbat bzw. das Sabbatgebot existierte schon seit der Schöpfung.

      Wir hingegen leben nun aber eine andere Zeit. Das Sabbatgebot also zu halten, bedeutet das ganze Gesetz zu halten!
      Adventisten sehen das anders. Jedes Gebot hatte seine Funktion. Das Gebot mit einer nicht mehr verbindlichen/gültigen Funktion soll/muss nicht mehr gehalten werden.

      Falls es tatsächlich einer schafft...
      Das Ziel ist es nicht, es zu "schaffen". Wenn man den Wunsch Gottes begreift und nach diesem lebt, dann hat man das Gesetz im Herzen. Du muss ja auch nicht "schaffen" zu essen und zu trinken, sondern tust es ganz natürlich.

      Wer denn so heilig ist, braucht dann auch Gott nicht, also einen Retter, man rettet sich ja praktisch selbst!
      Ohne Gott kann man kein einziges Gebot halten. Also kann es niemals passieren, dass man Gott nicht braucht. Sondern Gott gibt erst die Kraft, Seine Gebote halten zu können. Es liegt dann in jedem einzelnen, ob man diese Kraft Gottes im eigenen Leben anwenden will.

      So begreift man aber auch das Opfer nicht, das Gott dar gebracht hat
      Nach adventistischem Verständnis ist Jesus nicht deshalb gestorben, damit wir den Sabbat nicht mehr halten. Zeremonielle Gesetze wurden abgelöst, aber nicht moralische / ethische.

      Ich, ein ehem. Adventist habe ehrlich gesagt unter dem Sabbat gelitten
      Oft liegt das daran, dass man den Sinn des Sabbats nicht verstanden hat. Oder wenn man eigene Wünsche hat, die den Wünschen Gottes widersprechen.

      Ohne zutun meiner Werke oder Kraft.Ein GESCHENK eben.
      Wer das Sabbathalten als "Werk" versteht, hat aus meiner Sicht schon mal nicht verstanden, worum es geht. Wenn du deine Frau liebst, dann muss du keine Werke vorweisen, sondern du tust ihr gerne das, was sie sich wünscht. Mit Gott ist das nicht anders. Jesus: "wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote".

      Es ist ja auch einfach das Geschriebene zu halten.
      Nicht, wenn man darunter leidet (siehe deine Worte: "Ich... habe ehrlich gesagt unter dem Sabbat gelitten").

      ABER GOTT verlangt von euch nicht das Einfache, sondern seinen Willen!Er verlangt laut Schrift weit aus mehr als z.B . nur SABBAT zu halten!
      Das ist richtig. Unter dem "mehr" ist der Sabbat als der Wunsch Gottes mit enthalten.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • paulepaule schrieb:

      Ich hatte unbewußt Angst vor einem Gott, den ich nicht heilige und seine Gesetze befolge.Doch das ich Angst hatte, das hat man dann gekonnt überschauspielt. Was viel schlimmer war, ich nahm das Bild an , an den Gott , an den ich glaubte.


      Ich kann Dich gut verstehen denn ich bin etwas älter als Dein Vater.
      Nur ich habe für mich den Sabbat genau so empfunden wie Du, als ein muß!
      Aber nicht weil ich glaubte das Gott es von mir verlangt, sondern das es mein Vater mir zu verstehen gab wie ich diesen Tag zu halten hatte.
      Ich habe aber den Mut aufgebracht mich gegen meinen Vater zu stellen und meinen eigenen Glaubensweg zu gehen.
      Gott hat mir auf Umwegen gezeigt wie er es mit dem Sabbat meint. Seit ich meinen Glauben nicht mehr aus zweiter Hand lebe, sondern
      in Jesus einen wunderbaren Freund gefunden habe, bin ich dankbar in der Adventgemeinde meinen Sabbat heiligen zu können.
      Leider gibt es sehr viele in der Adventgemeinde die zwar die Gesetze kennen, aber nicht Jesus!
      Nur Jesus kann uns frei machen von dem Müll, der uns vielfach als Kind eingetrichtert wurde.
    • Bogi111 schrieb:

      bin ich dankbar in der Adventgemeinde meinen Sabbat heiligen zu können.
      Leider gibt es sehr viele in der Adventgemeinde die zwar die Gesetze kennen, aber nicht Jesus!
      Nur Jesus kann uns frei machen von dem Müll, der uns vielfach als Kind eingetrichtert wurde.

      dein Sabbat?
      Müll der dir dein Vater eingetrichtert hat?

      Kannst du bitte genauer beschreiben um was es geht sonst klingt deine Abfällige Aussage nicht wirklich sehr christlich was deinen Vater angeht.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Kannst du bitte genauer beschreiben um was es geht sonst klingt deine Abfällige Aussage nicht wirklich sehr christlich was deinen Vater angeht.


      Das werde ich nicht tun! Wenn Du halbwegs mit offenen Augen ältere Geschwister beobachtet hast die in der Nazi Zeit groß geworden sind kannst Du verstehen.
      Leider musste ich mit 16 Jahren erleben wie mein Vater von seinem Vater, vor mir zusammengefaltet wurde....

      Das Schlagen der Kinder bei nichtgehorsam, auch in STA Kreisen zu Christlichen Erziehung gehörte, ist Dir hoffendlich nicht entgangen! Das Lief unter Züchtigung.
      Ähnlicher Druck wird auch heute noch in manch Freichristlichen Kreisen praktiziert. Wen Gott Liebt den Züchtigt er...
    • Daniels schrieb:

      Es ist zwar unbestritten, dass in der Bibel vom Sabbath geschrieben steht; bestreiten kann man jedoch, dass der Sabbath als Wochentag gemeint ist.
      Hallo @Daniels:, der Sabbat hat sowohl direkte als mehrfach symbolische Bedeutung. Was die Positionierung im Kalender betrifft ich glaube, niemand kann mit Sicherheit sagen ob der Wochenritmus von der Schöpfungs-Sabbat bis zur Gesetzgebung konstant gelaufen ist - bis zum Sinai-Bund wird der Sabbat in der Bibel gar nicht erwähnt.

      Tatsache ist aber, dass als der Sabbat ein Gesetz geworden ist wurde eindeutig mit dem Kalender als Wochentag "synchronisiert". Aber schauen wir diese Geschichte etwas genauer an.

      Gott führt sein Volk aus Egypten heraus. Kurz (knapp 3 Monate) vor der Gesetzgebung macht Gott für sie bei Mara einen Halt und bekommen sie eine "Lernwersion" des Gesetzes. Der unterschied zur Vollwersion ist, dass die Strafanweisungen fehlen.

      Da kamen sie nach Mara; ... Dort gab er ihnen Gesetz und Recht und versuchte sie...
      2.Mos.15;23-25.


      Das Volk wandert von Mara weiter, zwischendurch fügt Gott aber Prüfungen ("...versuchte sie...") ein. Organisatorisch gesehen war offensichtlich das Sabbatgesetz etwas problematisch, weil hier hat das ganze Volk gleichzeitig und gleicherweise etwas einhalten müssen. Sie sind bereits bei der Wüste Sin, als Gott die Manna gibt und damit macht gleich eine Übung zur Haltung des Sabbats, es wird darüber ausführlich berichtet:

      Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, daß ich's prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht... Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt soviel Brot, je zwei Krüge voll für einen... Und sie legten's beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Mose geboten hatte. Da sprach Mose: Eßt dies heute, denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde. Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein.
      2.Mos.16;

      Einige sind allerdings bei der Prüfung durchgefallen:

      Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts.
      2.Mos.16;27.

      Wie wir sehen wegen der Übertretung hat Gott zwar seine heilige Stirn etwas faltig gezogen (2.Mos.16;28.), eine Strafe hat jedoch niemand erhalten. Erst nach dem Inkrafttreten des Bundes wurde für die gleiche Übertretung die Todesstrafe verhängt.

      Haltet meinen Sabbat; denn er ist ein Zeichen zwischen mir und euch von Geschlecht zu Geschlecht, damit ihr erkennt, daß ich der HERR bin, der euch heiligt. Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
      2.Mos.31;13-14.

      Im Sinai Bund war also die Unterscheidung der Wochentage eine eindeutige, gesetzliche Vorschrift. Gott nennt den Sabbat als das sichtbare Zeichen des Bundes.

      Jesus hat noch in der Zeit und im Sinn des Sinai-Bundes gelebt (er hat aber gleichzeitig die Menschen bereits auf den neuen Bund vorbereitet), so besuchte er nach seiner Gewohnheit am Sabbat die Sinagoge. Damit bestätigte er auch die genaue Position des Sabbats im Kalender.

      Jetzt noch kurz zu meinem persönlichen Verständnis: Der neue Bund ist nicht die Fortsetzung des Sinai-Bundes, sondern die Fortsetzung des Bundes mit Abraham (ein wichtiger Aspekt im Galaterbief). Der Sabbat hat seine "Bundeszeichen-Rolle" nicht mehr. Im neuen Bund wird der Schwerpunkt des (ganzen) Gesetzes von den Formen auf die Funktion verlagert - eine wesentliche Änderung - ohne dabei die moralische Grundsätze Gottes zu ändern. Mit diesem Hintergrund kan ich die apostolische Lehre über die Wochentage - in allen Stellen - nur so verstehen wie geschrieben steht und nicht ausschliesslich auf die "sonstige Sabbate" (die gewöhnliche STA-Erklärung) beziehen.

      Ich möchte dem Halten/Heiligen des Sabbats auf keinem Fall einen negativen Akzent geben und schon gar nicht angreifen. Was ich nicht glauben kann, dass in der Zeit des Evangeliums die Unterscheidung der Wochentage der Prüfstein ist/wird, ob jemand überhaupt Gott dient oder nicht. Ich bin bemüht den Begriff "Gottes Gebote halten" im gesamtbiblischen Zusammenhang zu betrachten. Die Schöpfungsgeschichte verstehe ich in sich nicht als Gesetz. So steht meiner Meinung nach das Halten - bzw. das Heiligen - des Sabbats (wie alle andere Formen des alten Bundes) für die Christen für eine verantwortungsvolle - aber freie - Entscheidung. Genau so wie Paulus empfehlt.


      Bogi111 schrieb:

      Seit ich meinen Glauben nicht mehr aus zweiter Hand lebe, sondern in Jesus einen wunderbaren Freund gefunden habe, bin ich dankbar in der Adventgemeinde meinen Sabbat heiligen zu können.
      Aktuell: ich wünsche dir einen gesegneten Sabbat.

      Liebe Grüsse
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Epafroditus schrieb:

      ich glaube, niemand kann mit Sicherheit sagen ob der Wochenritmus von der Schöpfungs-Sabbat bis zur Gesetzgebung konstant gelaufen ist -....

      Es ist aber christlicher Konsens, den wir auch z.B. Mit der RKK teilen.


      Epafroditus schrieb:

      Im Sinai Bund war also die Unterscheidung der Wochentage eine eindeutige, gesetzliche Vorschrift. Gott nennt den Sabbat als das sichtbare Zeichen des Bundes.

      Was aber nicht bedeutet, dass der Sabbat vorher irrelevant gewesen ist. Sonst könnte ich mit der gleichen Kraft des Arguments unterstellen, Kain hätte Abel erschlagen dürfen, denn die 10 Gebote waren noch nicht publiziert.
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • @Epafroditus

      Im neuen Bund wird der Schwerpunkt des (ganzen) Gesetzes von den Formen auf die Funktion verlagert - eine wesentliche Änderung - ohne dabei die moralische Grundsätze Gottes zu ändern.
      Mit anderen Worten, das Gesetz des alten Bundes stellte eine Menge der formellen Regeln dar, die man "sturr" einhalten sollte?

      Mit diesem Verständnis des Gesetzes - aus der Sicht des alten Bundes - bin ich nicht einverstanden. Moralische Grundsätze waren damals nicht anders gemeint als im neuen Bund:

      Ps15.1 ...HERR, wer darf in deinem Zelt weilen? Wer darf wohnen aufdeinem heiligen Berg? 15.2 Der rechtschaffen wandelt undGerechtigkeit übt und Wahrheit redet in seinem Herzen, 15.3 nichtverleumdet mit seiner Zunge, kein Übel tut seinem Gefährten undkeine Schmähung bringt auf seinen Nächsten, 15.4 in dessen Augender Verworfene verachtet ist, der aber die ehrt, die den HERRNfürchten; der, hat er zum Schaden geschworen, es nicht ändert; 15.5der sein Geld nicht auf Zins gibt, und kein[Bestechungs-]Geschenknimmt gegen den Unschuldigen. Wer solches tut, wird nicht wanken inEwigkeit.


      Hier wird das eigentliche Wesen des Gesetzes Mose beschrieben - wie er gemeint war und umgesetzt werden sollte: keine formelle Befolgung. Das Gesetz im Herzen haben war zu alttestamentlicher Zeit auch nicht neu (siehe Jes 51.7). Einen Unterschied zur Interpretation des Gesetzes bzw. eines gerechten Lebens im Neuen Bund stelle ich nicht fest. Man kann zusätzlich noch Ps 19 oder 119 zitieren.

      Mit diesem Hintergrund kan ich die apostolische Lehre über die Wochentage - in allen Stellen - nur so verstehen wie geschrieben steht
      "wie geschrieben steht" - ist aber nicht so offensichtlich, sondern eine Interpretationsfrage. Wenn du Englisch kannst, würde ich dir einige Links zu verschiedenen Auslegungen zu Kol 2.16 geben.

      Was ich nicht glauben kann, dass in der Zeit des Evangeliums die Unterscheidung der Wochentage der Prüfstein ist/wird, ob jemand überhaupt Gott dient oder nicht.
      Aus meiner Sicht ist das Wort "Prüfstein" falsch gewählt, da es gewisse Werksgerechtigkeit suggeriert. Ich sehe das wie folgt: wenn jemand Gott liebt und auch erkannt hat, dass der Sabbat Gottes Gebot ist, der kann nicht anders als dieses zu halten. Der Prüfstein liegt damit nicht auf dem Sabbat, sondern auf der Bereitschaft, neue Wahrheiten zu empfangen und diese im Leben umzusetzen. Das Halten des Sabbats wäre dann (falls man das als Gebot Gottes erkannt hat) nur eine zwingende Folgerung.

      Die Schöpfungsgeschichte verstehe ich in sich nicht als Gesetz.
      Ross Cole schreibt in "The Sabbat and Genesis 2.1-3" folgende Gedanken (die nicht ausschließlich seine Gedanken sind):

      "Im Judentum gab es strenge Anweisungen hinsichtlich des Verbots der Anbetung falscher Götter. Konkret, war es nicht erlaubt, Gott irgendwelche materielle Eigenschaften zuzuschreiben (Antropomorphismus). In 2Mo 31.17 wird Gen 2.2 zitiert, mit dem Zusatz, dass Gott nicht nur ruhte, sondern auch den Atem schöpfte. Wenn Gott aber nicht materiell ist, welchen Sinn macht es, diesen Zusatz in 2Mo 31.17 zu machen? Mögliche Antwort ist, dass Gen 2.2 so interpretiert wurde, dass Gottes Ruhen nicht wirklich Gottes Ruhen darstellt, sondern indirekt ein Modell der göttlichen Regel für den Menschen. Der Mensch ist ein Abbild von Gott (1Mo 1.26-27), und weil Gott "ruht", so muss in Wirklichkeit der Mensch am siebten Tag ruhen." (frei übersetzt von mir).

      Also noch mal zum Nachdenken. Wenn in 1Mo 2.1-3 kein Sabbatgebot gegeben wurde, welches Rechtes bezieht sich der Schreiber von 2Mo 31.17 auf 1Mo 2.1-3, wenn er die Begründung für die "Einführung" des Sabbatgebots gibt? Als Begründung steht hier für die Gültigkeit des Sabbatgebots: weil Gott an diesem Tag ruhte. Gilt diese Begründung zeitlich erst ab dem Auszug aus Egypten? Oder schon mit dem 7. Schöpfungstag? Ich meine, schon seit dem 7. Schöpfungstag.

      So steht meiner Meinung nach das Halten - bzw. das Heiligen - des Sabbats (wie alle andere Formen des alten Bundes) für die Christen für eine verantwortungsvolle - aber freie - Entscheidung.
      Wenn der Sabbat nur eine Form gewesen ist... Ich bin der Meinung, es gab kein einziges Gebot, welches nur eine Form war, sondern jedes Gebot erfüllte eine bestimmte Aufgabe und hatte damit einen konkreten Sinn und Zweck. Zeremonielle Gebote waren auch nicht bloß eine Form. Nur solche Gebote, deren Sinn und Zweck vorüber ist, sind ungültig geworden (so z.B. zeremonielle Opfergebote). Wenn der Sabbat auf gleiche Weise ungültig geworden ist, stellt sich Frage: auf welche Weise ist der Sinn dieses Gebots nicht mehr gegeben? Auf welche Weise wird die Begründung "wei Gott ruhte" mit dem neuen Bund ungültig?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • DonDomi schrieb:

      @Aaron:

      Ich finde Deine Gedankengänge sehr gut,
      Dankeschön. :)

      DonDomi schrieb:

      aber ich möchte noch einen Schritt weitergehen. Was denkst Du, wie wird Gott in den einzelnen Fällen reagieren, wenn man sich ausserhalb der richtigen Sehensweise oder Interpretation befindet.
      Wissen tue ich das nicht genau. Aber, ich denke mal, falls du jetzt meinst, wie Gott reagieren würde, wenn der jüngste Tag kommt und dabei herauskommt, dass z.B. wir Sabbathalter im Irrtum waren, dass er Menschen, die das mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten, weil sie es genau geprüft hatten und vieleicht sogar auch ihn um Erkenntnis in dieser oder einer anderen Sache gebeten haben bestimmt nicht vom ewigem Leben ausschließen wird. Denn, sie haben ja auch nichts getan, was nicht mit ihrem Gewissen gegenüber Gott vereinbaren konnten. Etwas anderes ist es aber, wenn man etwas schon klar erkannt hat und immer wieder absichtlich dagegen verstößt. Wenn ich z.B. klar erkannt habe, dass es nicht richtig ist, z.B. den Sonntag anstatt den Sabbat zu halten oder halt umgekehrt und dann trotzdem noch den Sonntag heilige (so wie ich es leider, wie ich zugeben muß auch eine zeitlang tat) oder halt umgekehrt, wie schon erwähnt, dann denke ich mal schon, dass ich dafür Rechenschaft bei Gott ablegen bzw. mich dafür von ihm (zurecht) zur Verantwortung werde ziehen lassen müßen.


      LG dir. ;)


      Aaron
    • Epafroditus schrieb:

      bis zum Sinai-Bund wird der Sabbat in der Bibel gar nicht erwähnt.
      Das stimmt so nicht!!!

      Er wird (wenn auch nicht namentlich) schon im ersten Buch Mose erwähnt!

      Vergleiche diesbezüglich mal die Verse dort mit den Versen in 2. Mose 20.
      Dann wirst du feststellen, dass es die selben sind.

      LG dir.
    • Es wurde sogar VOR dem "Sianibund" geboten, den Sabbat zu halten.Eine uns sehr bekannte Geschichte. Die Versorgung durch Manna:

      2. Mose 16,

      22 Und es geschah am sechsten Tag, da sammelten sie doppelt so viel Brot, zwei Gomer für jede Person. Da kamen alle Obersten der Gemeinde und berichteten es Mose.

      23 Und er sprach zu ihnen: Das ist es, was der Herr gesagt hat: Morgen ist eine Ruhe, ein heiliger Sabbat des Herrn! Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, damit es bis morgen aufbewahrt wird!


      Habe soeben gesehen, dass dieser Vers schon erwähnt wurde. Interessanter Weise von Epafroditus selbst. Deshalb gleich mal die Frage an Ihn: Woraus schließt du, dass diese Begebenheit nur eine "Lernvision" war?

      ***

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