Sabbatgebot noch gültig?

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    • SunFox schrieb:

      Der Sabbat ist Gottes Antwort auf die Evolution!

      Liebe Grüße von SunFox


      Hallo lieber SunFox,
      als Erstes - herzliches Hallo - "online" haben wir uns ja lange nicht mehr gelesen ;) :greet:

      hier hätte ich nur eine Nachfrage:
      war die Aussage eher eine Floskel ... ein frei gewählter Spruch, oder eine bewusste bzw. wohl überlegte Wortwahl?
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Fortsetzung meines letzten Beitrages zu diesem Thema:

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      Lesen wir nun weiter in Matthäus 12 und dort die Verse 9-14: "Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge. Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn verklagen könnten. Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und ihm heraus hilft? Wie viel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat Gutes tun. Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie wurde ihm wieder gesund wie die andere. Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat über ihn, wie sie ihn umbrächten."

      Wir sehen hier, das mit der Aussage Jesu in Vers 8: "Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat.", die ganze Sache noch längst nicht abgeschlossen ist: "Und er ging von dort (dem Feld des Ähren raufens) weiter und kam in ihre (eben die jener Pharisäer) Synagoge.

      In dieser Synagoge (es war immer noch Sabbat) traf Jesus einen Menschen an, dem eine Hand verdorrt, also verkrüppelt war! Bevor Jesus sich nun dieser Hand annahm, fragten ihn genau jene Phärisäer aus dem Ährenfeld, ob es erlaubt ist am Sabbat zu helfen?

      Ich frage mich ehrlich, von was für einen Geist diese Pharisäer getrieben wurden? Sie setzten das Gesetz über das Wohl eines Menschen, obwohl Jesus zuvor anhand der Schaubrote bei David es ihnen schon rüber brachte was es bedeutet im Sinne Gottes zu wandeln!

      Römer 2,1-16: "Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du eben dasselbe tust, was du richtest. Wir wissen aber, dass Gottes Urteil recht ist über die, die solches tun. Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen wirst? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,der einem jeden geben wird nach seinen Werken: ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit;Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun, zuerst der Juden und ebenso der Griechen;Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die Gutes tun, zuerst den Juden und ebenso den GriechenDenn es ist kein Ansehen der Person vor Gott. Alle, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und alle, die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durchs Gesetz verurteilt werden. Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz "hören," sondern die das Gesetz "tun," werden gerecht sein. Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz. Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen - an dem Tag, an dem Gott das Verborgene der Menschen durch Christus Jesus richten wird, wie es mein Evangelium bezeugt."

      Jesus hat in keinster Weise den Sabbat irgendwie aufgehoben, nein, das genaue Gegeteil ist der Fall, bzw. vielmehr hat er zurecht gerückt, was einige Volksheilige meinten zum Gegenstand der Anbetung machen zu müßen!

      Da heilt nun Jesus der HERR des Sabbats die verdorrte Hand und die Pharisäer haben nichts besseres zu tun, als sich darüber zu beraten, wie sie aus dem Weg schaffen können, ja wie sie Jesus umbringen können!

      Es ist immer noch nicht zuende, denn in Vers 22-29 lesen wir, wie Jesus einen Menschen von einem bösen Geist heilte und wer war ruckzuck wieder auf dem Plan? Richtig, die Pharisäer!

      Jesus wird es jetzt langsam zuviel und er weist sie scharf zurecht und endet in Vers 30 mit folgenden Worten: "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut."

      Josua 22,5: "Achtet aber nur genau darauf, dass ihr tut nach dem Gebot und Gesetz, das euch Mose, der Knecht des HERRN, geboten hat, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebt und wandelt in allen seinen Wegen und seine Gebote haltet und ihm anhangt und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele."

      Hebräer 10,16-18; "»Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen«, spricht er: »Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich es schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken. Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für die Sünde.«"

      Und diesem Aspekt müßen wir die göttliche Aussage beachten, das der Sabbat für den Menschen gemacht ist und nicht umgekehrt!

      Wir sind nicht Knechte des Sabbats und wir sind auch nicht Knechte sonst eines Gebots, wir sind Knechte unseres HERRN Jesus Christus und haben in ihm alle Freiheit!

      Römer 7,12: "So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut."

      Mir gehen schon wieder die Buchstaben aus und so will ich zum Ende kommen! Eines noch, lest ganz langsam und mit Bedacht zu meinen aufgeführten Gedanken Römer 6!

      Ich freue mich auf Antworten von euch!

      Liebe Grüße von SunFox
    • greatest schrieb:

      SunFox schrieb:

      Der Sabbat ist Gottes Antwort auf die Evolution!

      Liebe Grüße von SunFox
      Hallo lieber SunFox,
      als Erstes - herzliches Hallo - "online" haben wir uns ja lange nicht mehr gelesen ;) :greet:

      hier hätte ich nur eine Nachfrage:

      war die Aussage eher eine Floskel ... ein frei gewählter Spruch, oder eine bewusste bzw. wohl überlegte Wortwahl?
      Hallo mein lieber Freund, es freut mich von Dir hier zu lesen! :)

      Nein, es war absolut keine Floskel, sondern eine bewusst gewählte Wortwahl und zwar weil dem so ist!

      Der Sabbattag macht jeden Gedanken an eine Evolution zunichte, erst wenn man diesen Tag aus den Weg geschafft hat, könnte man sich mit einer Evolution eventuell anfreunden!

      Liebe Grüße von SunFox
    • Lieber SunFox, Du hast wirklich grosse Mühe gemacht um die "klassische" STA Interpretation über die Geschichte von Ährenraufen zu bekräftigen. Ich bin praktisch mit dieser Vorstellung aufgewachsen. Mittlerweile sehe ich die Berichte von Matthäus und Markus über die Sabbat-Dialoge zw. Jesus und der Pharisäer einigermassen anders.

      Speziell beim Ährenraufen fällt mir auf, dass Jesus hält nicht nötig abzuklären ob die Jünger den Sabbat tatsächlich gebrochen haben oder nicht. Um diese Diskussion vorzubeugen gibt er einfach zu: die Jünger haben den Sabbat - unter einem bestimmten Umstand (genau so wie die Prister damals im Tempel) - gebrochen. Damit wechselt Jesus die Spur, wo die Pharisäer ursprünglich fahren wollten.

      ... Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?
      Mt. 12;5.

      Damit nahm Jesus nicht eine Änderung im Gesetz vor, sondern er brachte die Aufgabe des Gesetzes in ein anderes Licht als das den meisten Schriftgelehrten bekannt war. Dies hast Du in deinem Beitrag auch beschrieben.

      So landen wir mit dem Thema Sabbat unverweiglich zum Thema "Gesetz". Ich glaube dieses Thread wurde sogar mehrmals von der Moderation zwangsläufig in diese Richtung abgezweigt. Tatsächlich ohne die Aufgabe und die Natur des Gesetzes in einen gemeinsamen Nenner zu bringen ist das Thema Sabbat eine uferlose Diskussion. Leider derzeit bin ich nicht in der Lage hier im Forum umfangreiche (wenn ich dein Schreibvolumen anschaue...) Diskussionen zu führen, aber hoffentlich werde ich irgendwann auch mehr Zeit haben...

      Und jetzt raus auf die Sonne ! Sonst habe ich wärend der ganze Woche keine Möglichkeit dazu ... :Wetter:

      Liebe Grüsse
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Epafroditus schrieb:

      Lieber SunFox, Du hast wirklich grosse Mühe gemacht um die "klassische" STA Interpretation über die Geschichte von Ährenraufen zu bekräftigen. Ich bin praktisch mit dieser Vorstellung aufgewachsen. Mittlerweile sehe ich die Berichte von Matthäus und Markus über die Sabbat-Dialoge zw. Jesus und der Pharisäer einigermassen anders.

      Speziell beim Ährenraufen fällt mir auf, dass Jesus hält nicht nötig abzuklären ob die Jünger den Sabbat tatsächlich gebrochen haben oder nicht. Um diese Diskussion vorzubeugen gibt er einfach zu: die Jünger haben den Sabbat - unter einem bestimmten Umstand (genau so wie die Prister damals im Tempel) - gebrochen. Damit wechselt Jesus die Spur, wo die Pharisäer ursprünglich fahren wollten.

      ... Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?
      Mt. 12;5.

      Damit nahm Jesus nicht eine Änderung im Gesetz vor, sondern er brachte die Aufgabe des Gesetzes in ein anderes Licht als das den meisten Schriftgelehrten bekannt war. Dies hast Du in deinem Beitrag auch beschrieben.

      Hallo lieber Peter, es geht nicht um klassische STA-Auslegung, sondern um den Versuch eine biblische Auslegung zu erbringen! Wenn nun die adventistische Auslegung damit irgendwo konform geht, dann zeigt das nur, das man sie bisher nicht wirklich entkräften konnte! Hätte man es geschafft sie wirklich zu entkräften, dann hätte man von Seiten der STA ja mit neuen Argumenten kommen müßen!

      Was mich immer wieder wundert ist die Tatsache, das alle Welt immer krampfhaft darum bemüht ist, denn Sabbat und seine Berechtigung für das christliche Leben in Frage zu stellen!

      Einzig und allein die kath. Kirche hat eine einleuchtende Begründung für die Missachtung des Sabbats, alle anderen Christen setzen immer irgendwie den Hebel dahingehend an, das sie den Sabbat biblisch belegt haben wollen! Kommen dann die dementsprechenden Texte, dann kommt immer wieder ein 'aber ...' und es wird mit genau den Argumenten der damaligen Schriftgelehrten hantiert, die aber doch eigentlich Jesus des Sabbatbruchs überführen sollten!

      Dieses ist aber unweigerlich zum scheitern verurteilt, denn wenn Jesus nach dem bestehenden Gesetz den Sabbat gebrochen hätte, was wäre dann in der Folge sein Opfer wert gewesen?

      Matthäus 23,23-26: "Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch
      dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr verblendeten Führer, die ihr Mücken aussiebt, aber Kamele verschluckt!Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier!Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein wird!

      Hier wird von dem geben des Zehnten gesprochen, aber es läßt sich ohne weiteres bezüglich der Geschehnisse um den Sabbat auf diesen in gleicher Art und Weise anwenden!

      Bezüglich Matthäus 12,5 müßte man jetzt wissen, auf welchen Text Jesus sich da genau beruft, damit man überhaupt in der Lage ist einen Bezug herzustellen! Erst wenn man etwas nachlesen kann, dann kann man auch eine Begründung geben, warum etwas dennoch seine Berechtigung hat!

      Also wer mir sagt, das ich den Sabbat breche, wenn ich mir am Sabbat vom Baum einen Apfel pflücke zum Verzehr, den müßte ich dann fragen, wie das mit dem öffnen des Kühlschranks aussieht am Sabbat? Dill und Kümmel! ;)

      Liebe Grüße von SunFox
    • unkreativ² schrieb:

      Deine Wortwahl, SunFox erweckt bei mir den Eindruck, dass es zuerst die Idee der Evolution gab und erst danach den Sabbat.
      Aber ich denke, so hast du das nicht gemeint. :)
      Hallo lieber unkreativ, ich erweitere meine Aussage etwas: "Der Sabbat ist Gottes prophetische Antwort auf die zukünftigen Evolutiongedanken!"

      Liebe Grüße von SunFox
    • Es tut mir Leid, wenn ich mir hier nicht alles durchgelesen habe, doch will ich hier auch was rein werfen.

      Was Jesus zu seiner Zeit konnte, das kann heute leider keine Kirche mehr....Sein Werk sehen die Wenigsten!Jesus scharrte um sich die Huren, die Zöllner, die Mörder usw.....Diese Art von Mensch zog er nur so an sich. Sie kamen freiwillig um sein WORT zu hören. Und genau diese Art von Mensch macht HEUTE einen riesen großen Bogen um die Kirchen. Bedeutet also und ich schlußfolgere, dass etwas aus der Bahn geraten ist!Tja, was es ist, das weiß Jesus und nicht der Mensch oder der Papst oder irgend ein menschliches Wesen. Allein sein Wort aus der Bibel sagt es, es richtig auszulegen wäre DIE Lösung!!Doch was wir hier haben sind einfach zu viele Köche, die den Brei verderben und damit schließe ich mich nicht aus....noch nicht! Die Hoffnung bleibt und der Traum damit, dass eines Tages DER Koch vorbeischaut und seine Prise Salz dabei hat die den ganzen Kirchen bis dahin gefehlt hat! Und bis dahin warte ich , übe mich in Geduld und in meiner Veränderung zum besseren Menschen im Sinne von Gott und versuche ein Magnet zu werden für das Übel dieser Welt und erst zweitrangig Jesus zu gefallen. Was die Menschen vielleicht abschreckt zur Kirche zu gehen ,ist das verkehrte Gottesbild: Sie denken es ist eine Art Polizist, der nur darauf wartet seine Knölchen zu verteilen....so ein Gott will ich nicht! Und erst recht nicht will ich, dass ich selbst zu so einem Ebenbild werde.....und meinen Kindern will ich das auch nicht antun. Sie sollen einen liebevollen Vater haben, der auch mal ein Auge zudrückt, aber auch mal zornig sein kann und soll , weil er sie schützen will vor ihrer Selbstzerstörung und der deren Mitmenschen!Ein Zorn aufzeigen, der gut ist, der einen lenkt, bei dem man wächst!Gott ist ein alles verschlingendes Feuer, das steht da ja auch....aber man muß dies so presentiern, das man IHM gerne in die Arme fällt!!!

      Gruß

      paul.
    • SunFox schrieb:

      [Jesus] leitet sein Zitat mit folgenden Worten ein: "Ich sage euch aber: Hier ist Größeres als der Tempel. [...]"
      [Er] sagt hier genau genommen: "Ihr habt keine Ahnung vom Gesetz, ihr kennt keine Barmherzigkeit und Liebe ist euch fremd! Ihr lebt in euren Vorschriften, aber ich bin größer als eure Vorschriften, ich bin größer als euer Tempel!"

      Setzten wir voraus, er meint dies, bleibt meines Erachtens immer noch eine strittige Auslegung, nämlich die Antwort auf die Frage, was Jesus an dieser Stelle mit dem Wort Menschensohn meint. Das Wort steht nämlich nicht zwingend für den Messias und also auch nicht unbedingt für Jesus, sondern zum einen wird auch David, so weit ich weiß, als Menschensohn bezeichnet, und zum anderen ist Menschensohn einfach ein anderes Wort für einen Menschen, also für mich zum Beispiel oder den Würstchenverkäufer in der Untergrundbahn.

      Nimmt man für diese Bibelstelle die zweite Bedeutung an, dann meinte Jesus einfach: "Der Mensch und seine Bedürfnisse sind wichtiger als eine papiererne Regel." Dann geht es also gar nicht darum, dass Jesus etwa die exklusive Macht und Berechtigung besäße, sich das Brot aus dem Tempel zu nehmen, falls Judas gerade nicht genug Moneten hat, sondern es geht um die Rangfolge: Erst der Mensch, dann die formalen Regeln!

      Diese Auslegung ist auch im Zusammenhang völlig stimmig und einleuchtend, ohne dass man irgendeine theologische Lehrmeinung bemühen müßte, die Jesus zum Eigentümer aller Brote erklärt. Jesus fragt zugespitzt formuliert: "Würdet ihr die Leute auch verhungern lassen für eure blöden Regeln?!"
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Daniels schrieb:

      sondern es geht um die Rangfolge: Erst der Mensch, dann die formalen Regeln!


      Das wird von bestimmten Pharisäern bis heute gehandhabt. Bei einer vergewaltigten Frau gilt erst das Kirchengesetz und dann der Mensch.
      Schon die Frage nach dem Nächsten, ist bis Heute in manchen Kirchen und Gläubigen nicht angekommen.

      Das Sabbatgebot spielte dabei gar keine Rolle.
    • paulepaule schrieb:

      Es tut mir Leid, wenn ich mir hier nicht alles durchgelesen habe, doch will ich hier auch was rein werfen.

      Was Jesus zu seiner Zeit konnte, das kann heute leider keine Kirche mehr....Sein Werk sehen die Wenigsten!Jesus scharrte um sich die Huren, die Zöllner, die Mörder usw.....Diese Art von Mensch zog er nur so an sich. Sie kamen freiwillig um sein WORT zu hören. Und genau diese Art von Mensch macht HEUTE einen riesen großen Bogen um die Kirchen. Bedeutet also und ich schlußfolgere, dass etwas aus der Bahn geraten ist!Tja, was es ist, das weiß Jesus und nicht der Mensch oder der Papst oder irgend ein menschliches Wesen. Allein sein Wort aus der Bibel sagt es, es richtig auszulegen wäre DIE Lösung!!Doch was wir hier haben sind einfach zu viele Köche, die den Brei verderben und damit schließe ich mich nicht aus....noch nicht! Die Hoffnung bleibt und der Traum damit, dass eines Tages DER Koch vorbeischaut und seine Prise Salz dabei hat die den ganzen Kirchen bis dahin gefehlt hat! Und bis dahin warte ich , übe mich in Geduld und in meiner Veränderung zum besseren Menschen im Sinne von Gott und versuche ein Magnet zu werden für das Übel dieser Welt und erst zweitrangig Jesus zu gefallen. Was die Menschen vielleicht abschreckt zur Kirche zu gehen ,ist das verkehrte Gottesbild: Sie denken es ist eine Art Polizist, der nur darauf wartet seine Knölchen zu verteilen....so ein Gott will ich nicht! Und erst recht nicht will ich, dass ich selbst zu so einem Ebenbild werde.....und meinen Kindern will ich das auch nicht antun. Sie sollen einen liebevollen Vater haben, der auch mal ein Auge zudrückt, aber auch mal zornig sein kann und soll , weil er sie schützen will vor ihrer Selbstzerstörung und der deren Mitmenschen!Ein Zorn aufzeigen, der gut ist, der einen lenkt, bei dem man wächst!Gott ist ein alles verschlingendes Feuer, das steht da ja auch....aber man muß dies so presentiern, das man IHM gerne in die Arme fällt!!!


      Hallo Paul,

      ich denke im Grunde ist das nicht falsch, was Du schreibst, aber ein wenig zu sehr übertrieben ist es doch.

      Jesus "scharte" nicht die Huren, Zöllner etc. (abgesehen vom sprachlichen: was Du wahrscheinlich meinst müsste heißen, sammelte) um sich, er war kein Bewährungshelfer.
      Allerdings, und das ist - wie Du richtig klar machst ("Sie kamen freiwillig um sein WORT zu hören.") - wichtig, er wies diese Menschen nicht ab, wenn sie ihn suchten, er kam ihnen sogar entgegen. Leider ist Deine Beobachtung: "Was die Menschen vielleicht abschreckt zur Kirche zu gehen ,ist das verkehrte Gottesbild: Sie denken es ist eine Art Polizist, der nur darauf wartet seine Knöllchen zu verteilen..." nur allzu korrekt. So ein Gottesbild wird von vielen Christen (leider auch sehr vielen Adventisten) vertreten und propagiert!
      Ich denke, Menschen, die mit ihrere Situation (vor allem auch ihren Fehlern und Fehlverhalten) unzufrieden sind, darunter leiden und bei Jesus Hilfe und Kraft für ein anderes Leben suchen - die sind genau an der richtigen Adresse. Und wenn wir als Gläubige Jesus so vereinnahmen und abblocken, wie die Pharisäer das taten, dann werden wir schuldig und eine böse Überraschung erleben, wenn es dann darum geht, wer in das Reich des Vaters eingehen darf. Blinde Blindenführer, besonders fromm - auch heute. Leider!
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Daniels schrieb:

      Jesus fragt zugespitzt formuliert: "Würdet ihr die Leute auch verhungern lassen für eure blöden Regeln?!"


      Lieber Daniels,
      erlaube mir bitte ein kurzes Kommentar dazu. ;)
      ... quasi ein fortführen Deines Gedanken! ;)

      Der Konflikt zwischen Jesus und den Regeln, war im falschen Verständnis dar Menschen begründet. Die Regeln wurden zum Selbstzweck, und verdienten tatsächlich die Bezeichnung (formal und blöd). ;)
      Gleichzeitig war Jesus stets bemüht zu betonen, daß Er IMMER den Willen Seines Vaters ohne Ausnahme befolgen wollte. Und bei genauer Betrachtung der folgenden Frage, sind die Spannungen zu den Gelehrten damaliger Zeit kein Konflikt mehr zwischen Jesus und den alttestametlichen Regeln. An dieser Stelle sollte man eben mit der Frage ansetzen:

      geht es beim dem Willen Gottes um formale Gehorsamkeit, oder um etwas anderes?

      Weil aber der Mensch sich möglichst frei von allen Einschränkungen machen will (und der Wille Gottes MICH in allen möglichen Fragen einschränkt), will der Mensch dem Willen Gottes stets ein Ablaufdatum oder kulturelle Schranken aufzwingen. Und das meist unter dem Deckmantel einer modernen und fortschrittlichen Auslegung der Bibel.

      So lange sich der Mensch in aller Demut nicht um die tiefgreifende Klärung der obigen Frage bemüht, wird er sich durch persönliche UND oberflächliche Betrachtung stets daran stoßen, daß "diese Auslegung" SEINE EIGENEN Freiheiten einschränkt / "diese Auslegung" nicht mehr aktuell ist / "diese Auslegung" kulturell nicht zutreffend ist / "diese Auslegung" unbiblisch ist. Der Beweis hierfür sind wahrscheinlich 99% der Themen in ALLEN christlichen Foren, wo man mit aller Macht seine Freiheit verteidigt das tun zu können, was einem selbst so sehr gefällt.

      Sabbat ist hier nur ein Punkt von unendlich vielen. ;)

      PS: ... wobei wir heute mind. genau so viele Pharisäer in allen möglichen Konfessionen haben wie zu damaliger Zeit!
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • @Greatest

      Ich glaube die Aussagen Jesu gehen eben viel weiter. Sie setzen ganz andere Schwerpunkte. Die Gesetze und Regeln kommen erst an zweiter Stelle und das Herz und die Herzenseinstellung kommt an erster. Wie oft hat Jesu gesagt: "Dein Glaube hat Dir geholfen". Glaube kommt allein aus dem Herzen. Taten ohne Glauben sind leere Hülsen mit einem geringen Wert. Das ist auch etwas was mich persönlich an der Sieben Tags Adventisten resp. an dieser Religion stört und einer der Gründe der mich im wesentlichen davon abhält und abgehalten hat selbst ein SiebenTagsAdventist zu werden. Mich dünkt es einfach, dass bei Euch die Werksgerechtigkeit (Einhalten der Gesetze und Regeln) einen mindestens gleich grossen wenn nicht sogar einen grösseren Stellenwert einnimmt. Vielleicht tue ich Euch Unrecht darin, aber das ist da,s was ich hier im Forum und in sämtlichen Begegnungen mit Adventisten bisher festgestellt habe. Ich weiss nicht, vielleicht liege ich da ja völlig falsch, aber es entspricht nicht meinem biblischen Verständnis. Ich möchte das auch nicht werten, ob das Gut oder Schlecht ist, es entspricht einfach nicht meinem Verständnis.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Ich stimme DonDomi in gewissem Umfang zu. Zwar habe ich erlebt, dass viele STA darauf mit Unwillen oder verblüfft reagieren, aber wenn ich mich nicht diplomatisch oder taktvoll zurückhaltend äußere, sondern direkt, dann muss ich feststellen, dass ich oft etwas irritiert bin, wie wichtig die Siebenten-Tags-Adventisten die Sabbathfrage nehmen, also die Frage, an welchem Wochentag der Ruhe- und Gedenktag Gottes begangen wird.

      Wie ich schon einmal hier geschrieben habe, respektiere ich daran vor allem oder fast nur das Bemühen, Gott treu zu sein. Die Sache an sich halte ich nach dem Stand meiner jetzigen Einsicht für irrelevant oder geradezu banal.

      In irgendeiner Einführung in die Soziologie habe ich vor Jahren vermutlich einmal gelesen, dass Gruppen sich oft an bestimmten gruppeninternen Sitten oder Werten festhalten und darüber ihre Identität und ihren Zusammenhalt definieren. Ganz offensichtlich erfüllt das sogenannte Sabbathgebot genau diese Funktion für die meisten Siebenten-Tags-Adventisten. Ich fürchte, auch wenn dies fälschlich als rein polemisch aufgefaßt werden sollte, dass die Sitte immer einen blauen Kragen und blaue Socken zu tragen, ungefähr den selben Dienst leisten könnte, und ich bin nicht sicher, ob das Sabbathgebot inhaltlich höher steht als solch eine beliebige äußerliche und oberflächliche Regel.

      Ich möchte mich nicht darüber lustig machen, aber mich wundern auch ein wenig die nicht selten zu hörenden Berichte von STAlern, die erzählen, dass sie gegen einen gewissen Widerstand schließlich erreicht haben, dass sie am Samstag nicht arbeiten oder an diesem Tag keine Prüfung ablegen müssen. Das Verständnis und Entgegenkommen ihrer Umwelt deuten sie dann oft als Gottes Unterstützung für ihre treue Haltung, in der sie anscheinend einen gewissen Heroismus, etwas ansatzweise heldenhaftes sehen. Sicherlich zeigt sich darin einerseits eine gewisse Grundsatztreue und Konfliktbereitschaft, aber ist das nicht andererseits ein sehr kleines Heldentum, ein sehr kleiner Widerstand? Ein Widerstand aus meiner Sicht gar in einem unwesentlichen Punkt. Ich respektiere ihre Prinzipientreue, aber es gelingt mir nicht, diesen Grundsatz, den sie unbedingt befolgen wollen, für wesentlich zu halten.

      DonDomi hat, so scheint es mir, insofern Recht, dies als Werksgerechtigkeit zu bezeichnen, als die STA für solche Taten offenbar Gottes Lohn und Gnade erwarten.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • ...hallöchen...

      ....was man sich bei den Adventisten aber unbedingt anschauen und als Vorbild des Glaubens nehmen sollte,ist deren Festhalten an den Lehren. So hartnäckig wie die das Ding abziehen, sollten sich die anderen Kirchen wirklich angewöhnen!Sagenhaft!!...Ich befürworte aber keinsterweise deren Lehren und deren Auslegung der Bibel, denn deren Glaube macht die Menschen Müde/Schwach.

      Nun könnt ihr mich kreuzigen hier oder auch respektieren, aber ich darf mich zu den Beobachtern aus der ersten Reihe Zählen. Denn ich bin selbst bei einer STA-Familie aufgewachsen. Mein Opa, ein Prediger aus der Gemeinde und so ist praktisch könnt ihr euch mein Leben vorstellen. Hey, ich liebe diese Menschen, das ist mein Fleisch und Blut, doch was die da treiben, das verstehe ich nicht....Bis zu meinem 30 igsten Lebensjahr war mir das aber auch schnuppe, denn bis dahin waren das für mich halt NUR sehr fromme Menschen und ich dachte die ganze Welt sollte die Adventisten als Vorbild nehmen...Die tun Gutes,fluchen nie,kein Alkohol usw.....jaaaaaa, auf den ersten Blick!Doch wie sieht es denn hinter der Fassade aus. Dabei verglich ich die mit den ganz normalen Heiden sage ich mal.Und der Heide, der hatte irgendwie nicht so ein beschwertes Leben(Ist auch wohl der Grund warum ich das Nest verließ...)Im Gegenteil, der Heide lebte irgendwie im Paradies, war genau so nett wie ein Adventist und auch sonst weniger Probleme. Ich selbst bin ein Scheidungskind, obwohl meine beide Eltern in der Gemeinde waren und es auch noch heute sind. Und irgindwie viel mir dann mehr und mehr in die Augen, dass das Bemühen der Adventisten fromm zu sein, inspiriert zu sein von Jesus, sie schwach macht und mit schwach meine ich, dass viele Ihre Nerven zeigten....viele Scheidungen, viel hinterm Rücken ablästern und und die Jugend auch ganz merkwürdig....eigendlich gab es mehr Probleme in der Gemeinde zwischen den Gliedern wie im Vergleich zu der Mönckebeckstr. in Hamburg! Bei sovieln Problemen in der Gemeinde, da drückt das Gewissen gewaltig auf einen und da ist der Stolz am werkeln....

      Jesus ist gekommen , damit nicht die Menschen von Ihm inspiriert sind auch gut zu sein, sondern ER ist gekommen um die Denkschubladen zu zertümmern!!!Wenn es meiner Familie im allgemeinen trotz Glauben schlecht ging, dann wurde experementiert....mal das Essenverhalten gewechselt, mal ein Umkehrosmosegerät zugelegt, mal Sport gemacht....und so vertreibt man sich das Leben und stirbt sehr plötzlich im hohen Alter und alle möglichen Versuche blieben ohne rechten Erfolg. Doch die frohe Botschaft, da hat man doch nur von erzählt, persönlich erlebt hat man sie nie....(siehe meine Verwandschaft). Ich weiß heute, dass wenn es mir dreckig geht, dann Jesus nicht sich von mir abwendet, weil ich schlecht handele, sondern weil ich mich von Ihm entferne, ganz simpel. Und außerdem gibt es im Leben zu den Guten Zeiten auch Leid(Siehe Psalm 88)LEid ist wichtig und in besonderen Fällen fügt Leit Menschen zusammen, aber viele Christen denken, wenn man nur geistlich genug lebt, man vom Leid verschont bleibt ....ein großer Irrtum. Auf einer Grundlage vom Verstehen des Handelns des Herrn, ist LEID recht einleuchtend auf dieser Welt und macht nicht mehr Gott dafür verantwortlich!



      Ich persönlich habe zum Glauben gefunden und erlebe jeden Tag aufs Neue die frohe Botschaft. Was ich z.B . anders tat als die STA, ist die Bibel als Gottes Wort anzunehmen...die ganze Schrift ,AT+NT.Und ich sage nicht, wenn die Bibel irgendwo keinen Sinn ergibt, dass es bestimmt Übersetzungsfehler sind. oder der Gleichen oder das Paulus ein Lügner ist.Mein OPA z.B. ,er liebt es zu streiten, da kommt man nicht gegen an....eines Tages wollten die Zeugen Jehovas zu Besuch kommen. Die armen merkten, dass man dem Guten nicht reinreden kann und verabredeten sich zum nächsten Tag auf ein Neues, diesmal aber mit Verstärkung.....doch sie kamen nicht!Was ich sagen will, man SOLLTE sich reinreden lassen und nicht einfach ein Punkt am Ende setzetn. Gottes Universum geht über das menschliche Verstehen hinaus....DA sollte man sich wirklich reinreden lassen!...ich tue mich ja selbst manchmal schwer damit!

      Es ist wie ein Ipad was man geschenkt bekommt. Ohne der richtigen Unterweisung, erfährt man einfach nie das Potenzial!

      Ich wünsche mir da wieder wie ein Kind zu sein, was auf seine Eltern hört ohne gleich das Orakel Google zu befragen, ob es so rechtes ist....Aber blinden gehorsam will ich auch nicht, denn meine Eltern könnten ja Dumm sein :S

      Bei Jesus weiß ich, der hat Recht....aber Jesus gibts ja bekanntlich mehrmals :)

      Gruß,paul.
    • Hallo,

      bitte nutzt diesen Thread nicht dazu, über die Siebenten-Tage-Adventisten zu sprechen. Die Frage, ob Sabbatgebot noch gültig ist, kann unabhängig von Adventisten betrachtet werden.

      Bitte auch bedenken, dass das Sabbatgebot an sich biblisch nicht gesetzlich ist, sondern der (falsche) Umgang mit diesem Gebot kann gesetzlich werden.

      Mögliche Fragen zur Untersuchung wären (die erste Frage in diesem Thread, die übrigen bitte in anderen Threads besprechen):

      1) Ist das Sabbatgebot heute noch gültig? Wenn ja, hat sich die Form / der Inhalt des Gebots auf irgendeine Weise geändert im Vergleich zum Sabbatgebot des AT?

      2) Wie soll der Sabbat gehalten werden, damit es nicht gesetzlich wird? Welches Sabbathalten ist gesetzlich?

      3) Halten die Adventisten den Sabbattag auf gesetzliche Weise? Hier bitte zwischen persönlichen Erfahrungen mit Einzelpersonen / einzelnen Gemeinden und offizieller Lehre der Adventisten unterscheiden!
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Gab es je ein Sabbathgebot?

      Auch wenn ich das Wort selber in diesem Forum der Einfachheit halber öfter benutzt habe, das Wort Sabbathgebot kommt in den Zehn Geboten nicht vor, sondern nur dies:

      Bibelstelle

      Gedenke den Sabbattag zu heiligen! Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk verrichten! Ein Ruhetag, dem Herren, deinem Gott, zu Ehren, ist jedoch der siebte Tag. An ihm verrichte kein Geschäft, nicht du und nicht dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, und nicht dein Vieh und nicht dein Gast in deinen Toren! Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was darin, gemacht. Am siebten Tage aber ruhte er. Deswegen hat der Herr den Ruhetag gesegnet, und also heiligte er ihn.
      Quelle: 2. Buch Mose 20, 8-11 aus "Die Bücher des Alten Bundes", übersetzt von Paul Riessler (1958)

      Ein Wort wie "Samstagsgebot" oder "Sabbathgebot" steht also nicht in der Tora über dieser Aufforderung. Schon die Ausgangsfrage dieses Threads -- "Sabbatgebot noch gültig?" -- setzt eine bestimmte einseitige Auslegung voraus, es wird als selbstverständlich vorausgesetzt, dass es in diesem Gebot um einen bestimmten Wochentag gehe, um den Samstag oder Sonnabend. Es ist zwar unbestritten, dass in der Bibel vom Sabbath geschrieben steht; bestreiten kann man jedoch, dass der Sabbath als Wochentag gemeint ist. Der Samstag ist zur Zeit, da die Zehn Gebote niedergeschrieben wurden der selbstverständliche Ruhetag der Juden, das wesentliche an ihm ist aber nicht, dass er genau der Samstag ist, dass er einen Tag früher oder später in der langen Reihe der Tage steht. Wesentlich ist vielmehr, dass er im richtigen Geiste und im Gedenken Gottes jede Woche möglichst am selben Wochentag gehalten wird. Ein profaner Vergleich: Bei welchem Kettenglied ich in einer Fahrradkette das Kettenschloß einfüge, das ist die Stelle, an der die Kette sich öffnen läßt, ist unwesentlich für die Funktion der Fahrradkette, sie wird egal, wo ich das Kettenschloß einfüge, beim Fahren in der selben Weise im Kreise laufen und genau das selbe bewirken.

      Das Sabbathgebot im wörtlichen Sinne ist nicht mehr gültig, weil es nie ein Sabbathgebot im Sinne der Ehrung des Samstags als eines bestimmten Wochentags gegeben hat. Zu einem Gebot, dass es nie gegeben hat, sollte man nicht die Frage stellen, ob dieses Gebot noch gültig sei.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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    • Daniels schrieb:

      Das Sabbathgebot im wörtlichen Sinne ist nicht mehr gültig, weil es nie ein Sabbathgebot im Sinne der Ehrung des Samstags als eines bestimmten Wochentags gegeben hat. Zu einem Gebot, dass es nie gegeben hat, sollte man nicht die Frage stellen, ob dieses Gebot noch gültig sei.


      Wer sich auf die Bibel als Wort Gottes bezieht und den 7 Schöpfungstag ignoriert hat keine Ahnung was der Ruhetag bedeutet geschweige denn den Willen Gottes verstanden.

      Es ist schon seltsam welche Argumente angebracht werden um selbst den Sabbat nicht zu halten.
      Dieser 7 Tag wurde von Gott geschaffen,er hat an diesen Tag geruht und ihn gesegnet! Wenn ich an diesen Tag Gemeinschaft mit meinen Gott haben möchte dann mache ich alles mögliche,
      um den Tag frei zu haben und Gemeinschaft mit meinen Geschwistern zu haben.
      Das es STA und andere gibt die den Sinn des Sabbats nicht verstanden haben ist nicht neues. Schon die Juden hatten damit Probleme.
      Diese sind nicht mein Vorbild Gottes Ruhetag zu Feiern.
      Wer die Liebe Gottes und den Segen des Sabbats für sich erlebt hat, ist auch in der Lage anders über den Sabbat zu denken und zu schreiben!
    • Bogi111 schrieb:

      Wer die Liebe Gottes und den Segen des Sabbats für sich erlebt hat, ist auch in der Lage anders über den Sabbat zu denken und zu schreiben!

      Ja, freilich sind Menschen in der Lage anders über diese Frage zu schreiben als ich; aber das beruht, wie Du selber geschrieben hast, auf Deinem persönlichen Erleben, ist also eine Folge Deiner persönlichen Auffassung des Gebots.

      Gibt es irgendwelche Hinweise, dass, sagen wir, Methodisten den Sonntag, den sie als Gottes- und wöchentlichen Ruhetag begehen, nicht als Segen erleben? Leiden die Mitglieder von Gemeinden der EKD unter dem Sonntag wie unter einem Fluch? Oder scheint es nicht vielmehr, dass sie sich damit nicht weniger wohl fühlen als die meisten Siebenten-Tags-Adventisten mit dem Samstag?

      Ich will keinem Siebenten-Tags-Adventisten seinen Sabbath wegnehmen, ich meine nur, um noch einmal auf einen schnippischen STA-Pastor zu antworten, der mich von oben herab fragte, ob es denn genauso gut der Mittwoch sein könnte: Ja, es könnte auch der Mittwoch jeder Woche sein, auf den sich die Gemeinden einigen. Der Unterschied ist etwa so groß, wie dunkelbraune oder schwarze Knöpfe an einem weißen Hemd.

      Grüße
      Daniels

      Im übrigen bin ich der festen, unverbrüchlichen Überzeugung, dass Gott kein humorloser Erbsenzähler ist.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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    • Daniels schrieb:

      Gibt es irgendwelche Hinweise, dass, sagen wir, Methodisten den Sonntag, den sie als Gottes- und wöchentlichen Ruhetag begehen, nicht als Segen erleben?


      Vermutlich nicht. Wenn einer in diesen Glauben hineingetauft wurde geht er davon aus das es der richtige Tag ist.

      Die RKK verheimlicht ja nicht wer die Sonntagsheiligung eingeführt hat und wer sie dann warum übernommen hat.
      Alle anderen Kirchen rücken von der RKK Lehre ab, aber zum Sonntag gibt es kaum klare Stellungnahmen.

      Gott schenkt auch seinen Segen wo zwei oder drei sich in seinem Namen versammeln.

      Das Sabbatgebot beinnhaltet viel mehr,es geht um Anbetung Gottes.
      Wer schon den letzten Schöpfungstag Gottes nicht ernst nimmt und auf Menschen oder andere Dinge schaut, wie will er die anderen Gebote oder Weisungen Gottes ernst nehmen?