SOLA Christus Scriptura Gratia Fide: biblisch?

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      Menschino schrieb:

      Sola Fide (allein der Glaube)
      Sola Gratia (allein die Gnade)
      Sola Scriptura (allein die Schrift)
      Solus Christus (allein Christus)


      Und mit welchen Aussagen der Schrift kann man das belegen?
      Schon hiermit haben wuir den Punkt, daß Luther in einer bestimmten Situation etwas religionspolemisch gegen den Ablaß zur Bibel hinzugefügt hat.
      Das Vierfache "Sola" gibt es nämlich nicht in der Schrift. An einigen Stellen hat Luther es nachweisbar und ausdrücklich hinzugefügt und wir sollten das heute auch sorgfältig differenzieren!

      Auch dieses unreflektierte Übernehmen von Personenzitaten, die so eben NICHT die Schrift wiedergeben, ist in meinen Augen Personenkult!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

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    • Das ist ziemlich platt.

      Die vier Soli stehen nicht auf-geschrieben in der Bibel, sondern ergeben sich aus der Schrift.

      -Allein der Glaube rettet

      -Allein die Gnade Gottes erlöst; kein Werk

      -Allein die Schrift legt die Schrift aus

      -Allein Christus ist unser Herr und Retter, an den wir glauben sollen.

      Das ist nicht unreflektiert übernommen, sondern vollkommen biblische Lehre und geglaubt von tausenden von Menschen.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)

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    • Das ist leider nicht biblisch vertretbar!
      Warum?
      Weil es anderen Aussagen WIDERSPRICHT.
      Wenn es heißt, daß Glaube ohne Werke tot ist und außerdem nacgewiesen werden kann das Luther die "Soalas" selbst eingefügt hat., dann muß man das schon reflektieren und seine Schlüsse daraus ziehen, daß eien EINFÜGUNG eben NICHT in der Bibel stehen darf.
      Genau darauf beruht ja die Qualität der Bibel-Überlieferung, daß späte Hinzufügungen als ungültig aussortiert wurden und es eben NICHt zulässig ist etwas hinzuzufügen.

      Diese Solas lassen sich nur aus der Religionspolemik im bewust stark hervorgehobenen Gegensatz zum Ablaßhandel rechtfertigen. Damit aber eine langfristig tragfähige Theologie und einen soliden Glauben zu begründen ist sehr gewagt!
      Denn damit würde man schon in sich selbst unlogisch gegen das "Sola Scriptura" verstoßen, denn die Offenbarung kommt nicht AUS der Schrift - denn sonst hätte die Schrift NIE entstehen können.

      Die Logik und Methodik dieses Gesamtansatzes ist in sich widersprüchlich und falsch. Sie führt in eine Dogmatik, die trotz allem Anschein nicht mehr auf der Schrift basiert sondern auf selbst aufgestellten Dogmen. Außerdem wird dabei das Wirken des Geistes geleugnet, daß nicht auf die Schrift angewiesen ist!

      Diese "Sola" Dogmen stehen NICHT in der Schrift und es gibt sogar klare Aussagen und Logik, die wenigstens einigen davon widersprechen. Das zu leugenen wäre in jedem Fall intelektueller und geistiger Selbstmord weil man immer wieder auf die unbegründbaren Dogmen zurückrgreifen muß womit man auf dauer den Geist tötet und nachhaltig ein geistlich missbrauchendes System etabliert. Genau diesen Vorgang kann man darum auch sehr bald in vielen Zweigen in der Kirchengeschichte nachverfolgen - in sehr vielen Kirchen - nicht nur in der rkK oder der evK sondern auch bei den STA ...
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Der Sinn folgt nicht den Worten, sondern die Worte haben dem Sinn zu folgen und zu dienen.

      Wenn andere Bibelstellen dem Sola Fide widersprechen, muss man von der Mitte der Schrift her lesen: Christus.

      Dieser zeigt an: der Mensch ist verdammter Sünder, unfähig zum Werk aus sich selbst heraus und daher angewiesen auf Gnade (sola gratia).

      Dies muss geglaubt werden, sonst ist es dem Menschen keine Wahrheit (sola fide).

      Sola scriptura:

      Die Offenbarung kam von Gott zum Menschen und DURCH den Menschen in schriftliche Form.

      Die Bibel offenbart. Sie legt sich alleine aus und braucht nichts von außen, um wahr zu sein. Die Sachen von außen sind Zusätze.
      Da du ohnehin gegen jegliche Art von Kirche bist, ist es klar, dass du das so siehst.

      Es sind deine Erfahrungen mit deiner (Ex-)Gemeinschaft. Kann ich übrigens verstehen.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Seele1986 schrieb:

      Der Sinn folgt nicht den Worten, sondern die Worte haben dem Sinn zu folgen und zu dienen.

      Wenn andere Bibelstellen dem Sola Fide widersprechen, muss man von der Mitte der Schrift her lesen: Christus.

      Dieser zeigt an: der Mensch ist verdammter Sünder, unfähig zum Werk aus sich selbst heraus und daher angewiesen auf Gnade (sola gratia).

      Dies muss geglaubt werden, sonst ist es dem Menschen keine Wahrheit (sola fide).

      Sola scriptura:

      Die Offenbarung kam von Gott zum Menschen und DURCH den Menschen in schriftliche Form.

      Vielen Dank für Deine Ausführungen. Klarer und deutlicher kann man die evangelisch-lutherische Sichtweise wohl nicht darlegen!

      Es ist immer wieder ganz gut und erfrischend, sich Gedanken über die eigenen Position machen zu müssen.

      Und natürlich ist Luther mit einer Grundvoraussetzung und einer Interpretation an die Bibel herangegangen. Er hat ja auch nie behauptet, dass die Bibel die GRUNDLAGE des Glaubens ist. Diese ist das Evangelium, das von Jesus Christus, seiner Nachfolgern und später der Kirche verkündet wurde. Die Apostel haben ja auch keine Bibeln verteilt (das kam erst mit dem Buchdruck und der Reformation, wohl nicht ganz zufällig zeitgleich)

      Die Bibel ist aber der MAßSTAB, an dem sich dieses Evangelium zu messen hat.

      Das Christentum würde es streng genommen auch ohne Bibel geben. Die ersten 350 Jahre ging es ja schließlich auch ohne. Ob es dann aber eine Reformation in der gehabten Form gegeben hätte, ist mehr als fraglich.
    • Sehr zum Staunen!

      Babylonier schrieb:

      Die Bibel ist aber der MAßSTAB, an dem sich dieses Evangelium zu messen hat.

      Das Christentum würde es streng genommen auch ohne Bibel geben. Die ersten 350 Jahre ging es ja schließlich auch ohne. Ob es dann aber eine Reformation in der gehabten Form gegeben hätte, ist mehr als fraglich.

      Mein lieber Freund,

      Das zeugt von einer unglaublichen historischen Unwissenheit und Unüberlegtheit sondergleichen. Wenn ihr beide Euch als Lutheraner oder Evangelische darin einig seid, dann hat das wohl nichts mehr mit Luthers Erkenntnissen zu tun.

      Bitte lies mal nach, worauf sich Jesus selbst in seinen Predigten und Reden bezog, und woraus er seine Botschaften hatte und sie begründete!

      Auch die Apostel hatten eine Bibel, und wenn sie sie auch nur aus dem Kopf zitierten. Aber die AT-Schriften waren überall, wo es jüdischen Synagogen gab, im römischen Reich verbreitet.

      Wie wäre es anders möglich gewesen, dass man ab dem 3. und 4. Jahrhundert alle die Schriften der Propheten, die Evangelien und dann auch die Briefe in einem Codex sammelte und sie weiter und weiter verbreitete?

      Ich frage mich, was man denn da noch alles für Argumente braucht, um die Theologie Luthers und der Reformatoren als den Standard hinzustellen, und Gott es zumutet, dass er seit Johannes auf Patmos der Welt nichts mehr Neues zu offenbaren hatte?

      Schon sehr verwunderlich!

      Armin
    • Bibel ? Kanon ? - -

      Historische Reminiszenz :

      Als Hieronymus 382 von Papst Damasus den Auftrag bekam, eine "offizielle" lateinische Übersetzung des AT / NT zu erstellen, schrieb er an Papst Damsus : Pium opus, sed periculosa praesumptio - ( Ein frommes Werk, aber ein gefährliches Unterfangen - - ) Da gab es nämlich schon die Vetus latinae, die eher weniger korrekte Übersetzungen der Grundtexte in das Lateinische.

      Korrigiere er nun die Fehler, würden die Konservativen wegen Verfälschungen ihrer Heiligen Texte zetern. Übernehme er die liebgewonnenen Textfehler, so käme er ins Schussfeld der Progressiven: Der Grosskopf habe der Christenheit gerade noch gefehlt, will alles besser machen und bemerkt die die Fehler nicht .

      (Epistula ad Damasum, Novum Testamentum Graece et Latine, Eberhard Nestle, 15. Auflage, Stuttgart 1951)

      Babylonier, bitte gehe einmal in ein entsprechendes Seminar, nur als Gast, nur die ersten paar Vorlesungen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • RE: Sehr zum Staunen!

      Armin Krakolinig schrieb:

      Mein lieber Freund,


      Zunächst einmal: auf jedem Rhetorik-Seminar lernt man, dass diese Form der Anrede ein Billig-Trick ist, um den angesprochenen abzuwatschen. Das zeigt schon einmal, wie Du hier zu diskutieren gedenkst.



      Armin Krakolinig schrieb:


      Das zeugt von einer unglaublichen historischen Unwissenheit und Unüberlegtheit sondergleichen. Wenn ihr beide Euch als Lutheraner oder Evangelische darin einig seid, dann hat das wohl nichts mehr mit Luthers Erkenntnissen zu tun.



      Nun, "Evangelen" sind nunmal so, wie sie sind. Und nicht so, wie irgendwelche Adventisten oder Gründer von adventistischen Randgruppen sich dies wünschen.





      Armin Krakolinig schrieb:

      Bitte lies mal nach, worauf sich Jesus selbst in seinen Predigten und Reden bezog, und woraus er seine Botschaften hatte und sie begründete! (...) Auch die Apostel hatten eine Bibel, und wenn sie sie auch nur aus dem Kopf zitierten. Aber die AT-Schriften waren überall, wo es jüdischen Synagogen gab, im römischen Reich verbreitet.



      Die "Bibel" oder die Schrift, auf die sich Jesus beruft, bestand zu der damaligen Zeit aus dem Pentateuch, den fünf Büchern Moses. Die heutige hebräische Bibel, im Christentum leicht abschätzig das "Alte Testament" genannt, wurde erst gegen Ende des 1. Jahrhunderts von einer Rabbinerversammlung kanonisiert. Die Christen haben diese Schriftensammlung später ebenfalls akzeptiert, aber mit der Maßgabe, sie auf Jesus Christus zu interpretieren.

      Die Frage, wer das Recht zu einer Interpretation hat, gilt als der Beginn des "Frühkatholizismus".

      Von einem christlichen Bücherkanon im heutigen Sinne kann aber im ersten 150 Jahren des Christentums kaum gesprochen werden. Es gab ca. 20 Evangelium und 200 sich apostolisch nennende Briefe, bis zur Kanonbildung brauchte es noch 200 Jahre Kirchengeschichte.

      Ich habe aber schon bei anderen Diskussionen festgestellt, dass dies ein Punkt ist, über den Adventisten überhaupt nicht gerne sprechen. Sie möchten lieber, dass die Bibel einfach so vom Himmel gefallen ist und keiner über die Frage von deren Zusammensetzung nachdenkt.

      Und in der Tat: wir gehen davon aus, dass es seit Johannes von Patmos keiner weiteren Prophetien mehr bedarf.
    • Nur die fünf Bücher Mose?

      Hallo Babylonier,

      Du schreibst:
      Die "Bibel" oder die Schrift, auf die sich Jesus beruft, bestand zu der damaligen Zeit aus dem Pentateuch, den fünf Büchern Moses.


      Das stimmt nicht.
      Ebenso zu den Schriften zählten zur Zeit Jesu die Prophetenbücher.
      Sie wurden sehr ernst genommen.
      Jesus beruft sich sehr oft auf Jesaja.


      Lies bitte Lukas 4,16ff:

      So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge.
      Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
      Der Geist des Herrn ruht auf mir; / denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, / damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde / und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
      Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
      Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.
    • RE: RE: Sehr zum Staunen!

      Babylonier schrieb:

      Von einem christlichen Bücherkanon im heutigen Sinne kann aber im ersten 150 Jahren des Christentums kaum gesprochen werden. Es gab ca. 20 Evangelium und 200 sich apostolisch nennende Briefe, bis zur Kanonbildung brauchte es noch 200 Jahre Kirchengeschichte.




      Hast Du bitte aus meinem Beitrag etwa anderes herausgelesen?

      Hab ich behauptet, dass es in den ersten 150 Jahren schon einen biblischen Codex gab?

      Aber es gab im ersten Jahrhundert zur Zeit Jesus schon sicher mehr, als Du hier erwähnst, aber das dürftest Du übersehen haben. Sei Dir verziehen!


      Ich habe aber schon bei anderen Diskussionen festgestellt, dass dies ein Punkt ist, über den Adventisten überhaupt nicht gerne sprechen. Sie möchten lieber, dass die Bibel einfach so vom Himmel gefallen ist und keiner über die Frage von deren Zusammensetzung nachdenkt.
      Was unterstellst Du denn hier so pauschal den Adventisten? Womit kannst Du das nachweisen?

      Und wenn Du solche kennst, die das so sagen würden, kennst Du denn in den evangelischen und katholischen Kreisen keine Leute, die nicht die geringste Ahnung von der Entstehung der Bibel haben? Fair ist das jedenfalls nicht, was Du da geschrieben hast!



      Und in der Tat: wir gehen davon aus, dass es seit Johannes von Patmos keiner weiteren Prophetien mehr bedarf.



      Das kannst Du aber mit einen "so steht es in der Schrift geschrieben" also mit einem ´"reformatorischen Sola-Scripure-Prinzip" niemals beweisen!

      Aber natürlich Du kannst es mit der Erkenntnis Luthers und anderer Reformatoren vor etwa 500 bis vor etwa 150 Jahren in den reformatorischen Bewegungen belegen!

      Das mag auch eine Grund dafür sein, dass man heute sich in diesen Kreisen schon für das schämt, was Luther damals z. B. über seine eigene ursprüngliche Kirche und ihre Führung wagte zu sagen!

      Da frage ich mich immer wieder, wenn ich das so aus dem Munde meiner Diskussionspartner in diesen Reihen höre?

      Reformation, wo bist Du geblieben und wo bist Du hingekommen, leider auch im eigenen Lager - egal in welchem Lager wir uns heute gerade befinden, denn wir wollen ja auch selbskritisch sein.

      Täte uns allen sehr gut!
    • Und in der Tat: wir gehen davon aus, dass es seit Johannes von Patmos keiner weiteren Prophetien mehr bedarf.
      X braucht keine weiteren Propheten. Y braucht sie auch nicht.

      ICH brauche sie aber! Denn sie helfen mir beim BIbelstudium, zeigen mir meine Schwächen noch deutlicher, offenbaren mir Gottes Willen für unsere Zeit und öffnen mir den Blick in die Zukunft.

      Ich bin dankbar, dass Gott MIR weitere Propheten schickt. Wer die Propheten nach Johannes von Patmos nicht mehr braucht, der wird keine bekommen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Prophetie seit 1900 Jahren am Ende und unnütz?

      Hallo Babylonier,


      Du schreibst:
      Und in der Tat: wir gehen davon aus, dass es seit Johannes von Patmos keiner weiteren Prophetien mehr bedarf.

      Wer ist dieses "wir"? Die evangelische Kirche?
      Wo steht in der Bibel, dass es nach der Johannes-Offenbarung keiner weiteren Prophetien mehr bedarf?
      Wie verträgt sich diese Auffassung damit, dass es in Offb 11,3 heisst:
      Und ich werde meinen zwei Zeugen Vollmacht geben, und sie werden 1 260 Tage PROPHEZEIHEN.

      ?

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    • @Seele
      -Allein der Glaube rettet

      -Allein die Gnade Gottes erlöst; kein Werk

      -Allein die Schrift legt die Schrift aus

      -Allein Christus ist unser Herr und Retter, an den wir glauben sollen.
      Für mich sind diese 4 Sätze erstmal nur abstrakte "Floskeln". Das praktische christliche gottgefällige Leben umfasst weit mehr, als dass man es in diesen wenigen Sätzen genau beschreiben könnte. Nicht ihre Formulierung ist entscheidend, sondern ihre Anwendung. Und da gibt es Differenzen im Verständnis und praktischen Konsequenzen.

      - Allein der Glaube rettet mich, weil durch den Glauben ich Gott zu lieben lerne, meine Sünden erkenne und mit Gottes Hilfe aufhören möchte zu sündigen. Gott sieht meinen Glauben und zeigt mir, wie ich meine Sünden ablege. Und langsam und stetig schaffe ich das immer mehr, und mein Glaube wird mit diesen Erfahrungen immer größer.

      - Allein die Gnade Gottes erlöst, weil ich mich selber nicht erlösen kann - logisch. Ich habe ja keine mir innewohnende Unsterblichkeit.

      - Dass die Schrift sich selbst auslegt, ist für mich diese Aussage so alleinstehend ganz unverständlich. Denn die Schrift ist für MICH. ICH lese die Bibel und lege sie aus. Die Schrift selbst ist nur "toter" Buchstabe. Um vieles in der Schrift zu begreifen (z.B: Terminologie, historischer Kontext), werden in der Theologie auch andere Schriften herangezogen - was allgemein anerkannte theologische Praxis ist.

      - Jesus Christus ist unser Herr und Retter. Ich glaube aber auch an Gott Vater und den Heiligen Geist, die alle zusammen wirken und somit meine Erlösung ermöglichen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Die Bibel fiel vom Himmel - - -

      Babylonier schrieb:

      Ich habe aber schon bei anderen Diskussionen festgestellt, dass dies ein Punkt ist, über den Adventisten überhaupt nicht gerne sprechen. Sie möchten lieber, dass die Bibel einfach so vom Himmel gefallen ist und keiner über die Frage von deren Zusammensetzung nachdenkt.


      Ja, Babylonier, da hast Du Recht, mit einer wichtigen Einschränkung : Das war - im deutschen Raum - die naive Meinung so ziemlich aller "Bibelegläubigen" etwa im 19. Jahrhundert, die der diversen Bibelgesellschaften, hineinreichend weit in das 20. Jahrhundert; da brauchst Du nur die Erbauungsliteratur dieser Zeit zu überfliegen. "Canon Debates" hast Du wahrscheinlich weder auf universitärem Niveau noch im Bibelkreis mitgemacht , sonst gäbe es nämlich weder Deine Pauschalbeurteilungen noch Deine undifferentzierten texthistorischen Statements.

      Zur "Bibelverteilung " : Natürlich kam mit - oder zugleich mit - Luther der Buchdruck. aber vielleicht gehst Du und auch einige Adventisten einmal nach Klosterneuburg : Prüft Euer Bibewissen am "Verduner Altar", ehedem eine Kanzelumkleidung, eine "Bilderbibel", die einzige dreigeteilte Typologie, aus dem 12. Jahrhundert. Und schaut in der Bibliothek nach : Codex Nr. 4 und Codex Nr 51 - Wieviel ein spätmittelalterlicher Laie für ein "Evangelium" ausgeben wollte - --
    • Bibel, Bibelteile, Altes Testament - -

      Babylonier schrieb:

      Die "Bibel" oder die Schrift, auf die sich Jesus beruft, bestand zu der damaligen Zeit aus dem Pentateuch,



      Habe ich da nicht in Erinnerung die Worte : "Das Gesetz und die Propheten - " ?

      Lese ich da nicht wo : Tora - Neviim - Ketuvin - möglicherweise später angenommen. Und dass Daniel nicht zu den Propheten gerechnet wird ? - Auch darüber diskutieren Adventisten. Punkt.
    • Bogi111 schrieb:

      Jacob der Suchende schrieb:

      was allgemein anerkannte theologische Praxis ist.
      Schade das in den ganzen Überlegungen die Kraft des HL.Geistes übersehen wird! Er führt uns doch zur Wahrheit...


      Schade, dass Du das nicht genau gelesen hast, was Jacob als abschließenden Punkt ausdrücklich noch anmerkte:

      - Jesus Christus ist unser Herr und Retter. Ich glaube aber auch an Gott Vater und den Heiligen Geist, die alle zusammen wirken und somit meine Erlösung ermöglichen


      :greet:
    • Sola scriptura

      Darf ich zur Diskussion stellen :
      '
      Ich sehe einmal Luthers Forderung unter dem Aspekt der katholischen Theologie, welche dann auch in den Tridentiner Konzilsbeschlüssen wiederholt formulierte : "Die Lehre der Kirche und die Kirchenväter - - im Gegensatz zu den Reformatoren - "
      (Zit nach Joseph Braun : Handlexikon der katholischen Dogmatik, Freiburg 1926)

      Sie legt sich selber aus ? Wirklich ? Da sind Worte in der Bibel, welche wir aus unserer Erfahrung so oder so sehen :

      Hat Luther die Bibel in Urtext und Übersetzung nicht als Martin Luther gelesen und wir lesen sie jetzt mit unseren Visionen, nachdem unsere Eltern sie mit ihren Visionen - - und unsere Grosseltern - - gelesen haben ?


      Unter "Haus" stellt sich zunächst jeder einmal etwas anderes vor, "Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen" ist etwas anderes als das " Haus auf Sand gebaut - -"

      Bei Markus (2, 4. ) schaufeln sie das Dach aus, bei Lukas (5, 19.) - der stellt sich ein römisches Stadthaus vor -heben sie die Dachziegel ab - und was stellen wir uns unter "Dach" bei Lesen dieses Textes vor, ohne Bilderbibelvorschulung ?

      Wer von uns Heutigen weiss wirklich, wie der Leser oder Zuhörer vor zweitausend Jahren "Am Anfang war das Wort - " empfunden und aufgenommen hat ?
    • Wer von uns Heutigen weiss wirklich, wie der Leser oder Zuhörer vor zweitausend Jahren "Am Anfang war das Wort - " empfunden und aufgenommen hat ?


      Das ist unwichtig!

      Wenn es vor 2000 Jahren einen Menschen dazu führte, zu glauben, dann war es gut.

      Wenn es heute einen Menschen zum Glauben führt, ist es auch gut.

      Luther hat NICHT wortwörtlich den Urtext übersetzt, sondern er hat nach Thema, nach Sinn übersetzt. In seiner Schrift "Vom Dolmetschen" geht er auf einige Übersetzungen ein, weswegen er sie so übersetzt hat.

      Vorwiegend war es deshalb, damit das Volk es besser versteht.

      Die Wahrheit, die in der Schrift verborgen ist, bleibt bestehen. Sie wird nicht durch Worte selbst erzeugt. Sie kann ohnehin nur geglaubt werden. "Genaue" Wort-für-Wort-Übersetzungen werden dem Glauben nicht helfen.

      Wenn man nicht mit dem Geist Christi liest und vor allem von Christus her liest, wird Wort-Genauigkeit nichts helfen. Es geht nicht um Vokabeln, sondern um das Thema!

      Das jeder Mensch "SEINS" mit herein liest, ist vollkommen klar. Wir sind Menschen, wir gießen ebenso unsren Geist herein, wie Gottes Geist in uns eingegossen werden soll.

      Deshalb gibt es auch nicht DIE Gemeinschaft.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • P.S.:

      Hat jemand von euch schon mal wortwörtliche Übersetzungen gelesen? Also Wort-für-Wort jeder Begriff mit der exakt gleichen Übersetzungen.

      Man versteht kein Wort mehr!

      Das Wort "gerecht" meint an einer Stelle etwas, und an einer anderen Stelle etwas anderes; das muss aus dem Thema heraus gesehen werden, nicht von dem Wort her.

      Wörtliche Lesart ist in meinen Augen vollkommen falscher Ansatz. Zumal alle ja noch beide Augen und beide Hände haben, komischerweise!

      Wenn man z.B. den Tanach "korrekt" übersetzt liest, hört sich das ein wenig an wie die alten Edda-Lieder aus der germanischen Mythologie; sehr unverständlich.

      etwa so: Finsternis lag in Düsterkeit auf den Dunkelquellen des Wassergrundes.. oder so in der Art..

      Versteht ihr? Das ist das Problem.

      Der Hebräer wird den Text IM Hebräischen wunderbar verstehen; der Deutsche braucht ihn IM Deutschen aber anders ausgedrückt, damit der Sinn klar wird.

      Das war Luthers Anliegen dahinter.

      Deshalb nervt mich solcher Hinweis, wenn man sagt, was EIN WORT auf Hebräisch bedeutet; das hilft nicht weiter, wenn das Thema nicht klar ist.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)