Was ist echter biblischer Glaube ?

    • "Glaube und Gerechtigkeit"

      In der Offenbarung 2, 2-5 (Erstes Sendeschreiben an die Gemeinde von Ephesus)

      Ich weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld, und dass du die Bösen nicht ertragen kannst, und dass du die geprüft hast, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner erfunden; und du hast Ausdauer, und um meines Namens willen hast du getragen und bist nicht müde geworden. Aber ICH HABE WIDER DICH, DASS DU DEINE ERSTE LIEBE VERLASSEN HAST. Bedenke nun, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! ...

      Ein allgemein sehr schöner und wachrüttelnder Hinweis :)

      Hier darf man auch erkennen, worauf es Gott wohl ankommt. Wir können noch so "gehorsam und gesetzestreu" leben, und dabei doch meinen, alles "Notwendige" im Glaubensleben selbst aufbringen zu können um ihm zu gefallen ! ! Nutzt es uns und den Anderen Glaubensgeschwistern etwas, wenn unser Leben sich fern einer sich Gott übergebenden, einer innig-vertrauensvollen Beziehung zu ihm, in solch einer Weise ausgrenzt ? Wenn wir auch nach unserem Glaubensverständnis "gerecht leben", unsere Handlungen vor uns selbst und den Anderen meinen aufzeigen zu können; Jesus will vielmehr, dass wir ihn vertrauensvoll-gläubig lieben und darin vorrangig folgen. Gott will uns mit seiner Liebe, die er an uns erfüllt hat in Partnerschaft sehen; sie will bei jedem guten Werk allen berechtigten Vorzug haben ! Jede gute Tat, alle Anstengungen die wir aufbringen zählen in unserem so angepriesenem Glauben nichts, wenn wir nicht fest in dieser zuvorkommenden Liebe stehen und uns seinem erlösendem Vorwegnehmen nicht bewusst sein wollen.

      Liebe Grüsse

      Ines

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    • DonDomi schrieb:

      Wenn Du schreiben würdest:

      Glaube = Wille oder Bestreben nach Gehorsam, dann würden Dir hier viele zustimmen.

      ooh, man, KG oder was ist das jetzt?
      NATÜRLICH ist es ein Bestreben nach Gehorsam, NATÜRLICH muss ich es MIT JESUS ZUSAMMEN lernen, NATÜRLICH ist es ein lebenslanger Prozess, den ich NIE alleine-, jedoch MIT Jesus sehr wohl schaffen kann.... ER hat es doch versprochen und ICH GLAUBE IHM allemal. Der Wille und dann die Tat. Aber von allein kommt nüx. Warum muss man die auch scheinbar rauheren Worte Jesu immer so in Frage stellen oder "anders" verstehen oder verweichlichen? Der Schächer am Kreuz hatte keine Gelegenheit mehr, etwas zu tun, und doch hat er noch am Kreuz eine wunderbare Arbweit für Jesus getan. Er hat bewiesen, dass er seine Bitte an Jesus ernst und aufrichtig meint. Keiner von uns "hängt aber am Kreuz" und jeder von uns hat noch die Gelegenheit, gehorsam zu sein.

      Wie gesagt, für die allermeisten Christen ist das Wort Gehorsam irgendwie ein Albtraumwort oder welche Assoziazionen man damit auch verbindet. Mensch, könnt ihr den Bibeltext: "ABER WER DEM HERRN JESUS NICHT GEHORSAM IST, ..." nicht auch mit Liebe zu Gott betrachten? Hat der teufel die Sinne schon so verbogen, dass man alle Anordnungen Gottes als Versklavung, als etwas schreckliches ansieht? Oder will man hier einfach nur widersprechen, um des Widerspruchs willen?

      Unser Gott ist ein gerechter Gott. Er richtet auch, es ist nicht alles nur Liebe, Liebe, Liebe. KLAR: Gott richtet auch unter Liebe, weil ER die Liebe IST. Und doch ist ER kein lieber, alter Opa, die alle nur streichelt und alle ein mal sowieso auf "die Kreuzfahrt" schickt.

      .


      Es ist die Herzenseinstellung die entscheidet und nicht der Fortschritt. Das macht die Situation mit den Schächern am Kreuz oder das Gleichnis mit den Arbeitern, wo jeder den gleichen Lohn erhielt deutlich. Ich bete auch nicht, dass mir Gott hilft nicht mehr zu sündigen. Ich bete dafür, dass ich es schaffe mich gegenüber meinen Mitmenschen so wie Jesus zu verhalten. Damit versuche ich mich persönlich so zu verändern, dass als Resultat weniger Sünden resultieren. Für mich ist das ein konstruktiverer und positiverer Ansatz, als Krampfhaft versuchen sündlos zu sein.

      Habe ich etwas anderes gesagt? Hat hier jemand jemals das Gegenteil behauptet?
      Man muss nicht nur Liebe zum Nächsten,. sondern auch Liebe zu Gott haben, und das aus aller Kraft und Gemüt und, und.... einfach mit dem ganzen Menschen. Dann wird man Gott auch GLAUBEN und IHM VERTRAUEN, dass er uns nicht vernichten will, sondern dass ER nur das BESTE für uns möchte, wenn ER Gehorsam verlangt.... einfach alles uns mögliche dafür zu tun, ein besserer Mensch zu werden. Alles uns mögliche heißt: zu IHM um Weishei, Kraft, Einsicht, Führung beten und sich dann auch danach auszurichten.... Das ist doch alles mehr, als klar.

      DonDomi schrieb:

      Für mich ist echter Glaube, wenn man in jeder Lebenslage auf Jesu und Gott vertraut und versucht den Weg Jesu zu gehen.
      = Gehorsam (Danke)


      Ich verstehe nicht, wieso man mit MIR "streitet", wenn es nicht ICH sage, sondern GOTT SELBER:

      "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. ...... Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm." (Joh.3,16+36)

      .
    • Ist Gott unsere feste Burg, oder ist er nur eine Holzhütte in unserem Wintergarten ?

      Liebes Hallo Stofi und die Anderen ! :)

      Der Beichtvater Martin Luthers, Staupitz, hat während eines Gesprächs zu Luther in Erfurt gesagt:

      " Statt dich wegen deiner Sünden zu kasteien, wirf dich in die Arme des Erlösers.

      Vertraue auf ihn -- auf die Gerechtigkeit seines Lebens -- auf die VERSÖHNUNG IN SEINEM TODE.

      Horch auf den Sohn Gottes. Er ist MENSCH GEWORDEN, DIR DIE GEWIßHEIT SEINER GÖTTLICHEN GUNST ZU GEBEN."

      "LIEBE IHN, DER DICH ZUERST GELIEBT HAT."

      (D'Aubigne; aus der Geschichte der Reformation des sechzehnten Jahrhunderts)



      In diesem Sinne,

      danke für die lebendige "Diskussion" und einen gesegneten Sabbat euch zusammen !



      Lieben Gruß

      Ines

      Psalm 39, 8-9

      Und nun, HERR, worauf habe ich gewartet ?

      Meine Hoffnung steht zu Dir !

      Errette mich von allen meinen Übertretungen, ..
    • Liebe @Ines, glaubst Du, dass Gott im "Himmel" von den Bewohnern des Weltalls keinen Gehorsam verlangt oder auch in der Vergangenheit nicht verlangt hat? Hat Gott von Adam und Eva keinen Gehorsam verlangt (schon VOR dem Sündenfall)? Glaubst Du, dass man in der Ewigkeit nicht gehorsam sein muss?

      Ich glaube, man verwechselt den Gehorsam mit der Sünde. Gehorsam basiert am Vertrauen auf Gott und auf das, was ER sagt, was ER möchte, was ER verlangt. Gehorsam kann sowohl in einer gefallenen, als auch (umsomehr) in der ungefallenen Welt existieren.... Die ganze Betrachtung über Sünde und Sündigen ist ein extra Thema. Leider entstehen Mißverständnisse grade hier, weil man Gehorsam immer mit Sünde zusammen mischt. Die Sünde hat aber nur etwas mit Ungehorsam zu tun.... erst DANN kommmt die ganze Wahrheit über Erlösung und Vergebung.

      .
    • Hallo Liebe Stofi,

      ich habe die Worte des Theologen Johann Staupitz, die er an Luther im Gespräch in Erfurt richtete, deshalb hier aufgegriffen, weil sie die Thematik eines VERTRAUENSVOLLEN GLAUBENS im Kern erfassen:

      " Horch auf den Sohn Gottes. ER IST MENSCH GEWORDEN, DIR DIE GEWIßHEIT SEINER GÖTTLICHEN GUNST ZU GEBEN".

      Ja, ich glaube Gott, liebe Stofi, er hat in seinem Sohn jeden, an irgend einer Stelle gescheiterten/fehlerhaften, menschlichen Gehorsam zunichte gemacht.

      Es wäre fataler Irrtum diese erlösende Wahrheit nun dadurch zu gering zu achten, dass wir als GLÄUBIGE etwa einen Gehorsam fokussieren und praktizieren, der diese entscheidende, bei jedem Herzschlag unseres Lebens, zuvorkommend-helfende Hand JESU aus den Augen verliert !



      Ja, Stofi, Gott verlangt den Gehorsam und er, der nicht lügen kann, wird sich einem offenen und bereitwilligen, gläubigen Herzen, darüber nicht in Unkenntnis lassen !

      Überlassen wir uns also vertrauensvoll Gott, er ist derjenige, wie Elli59, Gabriel87 und auch andere es bereits gedankenvoll beschrieben haben, Gott ist es, der uns den ungetrübten Spiegel vorhält, damit wir uns ihm überlassen und unsere Unzulänglichkeiten erkennen und von ihm bereitwillig verändern lassen !

      Lieben Gruß :)

      Ines