Allerlösung

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    • Wer bringt ein grausames Bild von Gott?

      Zitat von Armin

      "Ich bitte Euch alle, die ihr immer noch solchen Unwahrheiten glaubt, die uns die kath. und reformatorische Tradition vom Leiden des Messias gegeben hat, dass ihr endlich zur Bibel geht und mir von dort her zeigt, warum Jesus früher starb als die anderen Gekreuzigten!

      Was zeichnet ihr den Menschen für ein grausames Bild von Gott, dem Vater u. der ersten Person der Gottheit?

      Da muss ich nun Simon recht geben, wenn er dann in einem anderen Zusammenhnang zu seinen Schlüssen über einen solchen Gott kommt!"

      Lieber@Armin Krakolinig,
      Wer von uns äussert hier Unwahrheiten, und worin liegen sie deiner Meinung? wer von uns zeichnet ein grausames Bild von Gott und wodurch?
      Lg stadenker :)
    • Die Allversöhnung soll man - nach Paulus - lehren!

      Seele1986 schrieb:

      Bis auf den Fehler mit der Allversöhnung war alles reformatorisch, was ich bislang geschrieben habe.
      Die Allversöhnung war meine persönliche (Fehl)-Interpretation, wie ich zugebe.

      Die kath.-evang. Lehre von der "Ewigen Verdammnis" ist m.E. eine biblische Irrlehre, da sie gegen die GNADE, BARMHERZIGKEIT und GERECHTIGKEIT GOTTES verstösst! Deshalb lehne ich - wie die Korntaler Brüdergemeinde und wie viele pietistische Väter - den Artikel 17 im Augsburger Bekenntnis ab, wo es heißt: "Auch wird gelehrt, dass unser Herr Jesus Christus...die gottlosen Menschen aber und die Teufel in die Hölle und zur ewigen Strafe verdammen wird." Das Wort ewig - im Sinne von endlos ist abzulehnen, denn ewig, griechisch = aionios sollte eher als für eine begrenzte Zeit angesehen werden, da ewig nur GOTT ist!
      Manch einen Bibelkenner wird es aber wundern, dass der Apostel Paulus selbst die "Allversöhnung" vertritt, so z.B. in

      Bibelstelle

      1.Tim.2,4: "Gott will, dass alle Menschen gerettet werden."
      und in

      Bibelstelle

      Röm.11,32: "Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich über alle erbarme."

      In 1.Tim.4,10+11 fordert Paulus den Timotheus und damit sämtlichen christlichen Gemeinden auf, diese Allversöhnung bzw. "Wiederherstellung aller Dinge in den früheren Zustand", griechisch = "Apokatastasis panton" (Apg.3,21) sogar zu lehren. Siehe ==>

      Bibelstelle

      "denn dafür arbeiten wir auch und werden geschmäht, weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen. Dies sollst du gebieten und lehren!" (1.Tim.4,10+11)

      Auch der Apostel Johannes lehrte die Allversöhnung in 1.Joh.2,2 mit den Worten:

      Bibelstelle

      "und er(=Jesus Christus) ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt." (1.Joh.2,2)

      Auch im AT wird eine "Apokatastasis panton" gelehrt, so in Hesekiel 16,53-55 (==> siehe!)

      Bibelstelle

      "Ich will aber ihr Geschick wenden, das Geschick Sodoms...damit du deine Schande trägst und dich allen dessen schämst, was du getan hast...So werden...Sodom und ihre Töchter, wieder zu ihrem früheren Stand zurückkehren; auch Samaria und ihre Töchter sollen wieder zu ihrem früheren Stand zurückkehren; und du und deine Töchter, ihr sollt auch in euren früheren Stand zurückkehren." (Hesekiel 16,53-55)

      Siehe im AT auch noch 2.Sam.14,14, Psalm 103,9, Jesaja 57,16, Jeremia 3,12, Klagel. 3,31 und Micha 7,18+19. Es gibt eine Verdammnis - und diese wird für die Ungläubigen die Hölle sein. Doch diese Verdammnis wird nicht endlos sein, denn

      Bibelstelle

      "die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht." (Jakobus 2,13)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Allversöhnung ist biblische Lehre = Die göttliche GNADE SIEGT!

      Yokurt schrieb:

      Nach meinem Verständnis lehrt weder Paulus noch die gesamte Schrift die "Allversöhnung", wird die Schrift im Gesamtzusammenhang gelesen und verstanden.

      Ich bin sehr wohl der Meinung, dass man in der Bibel in ihrer Mehrzahl der Stellen eine Allversöhnung erkennen kann. Siehe unter "Gemeinsamkeiten zwischen Katholischer Kirche und den Adventisten" unter NR. 39 vom 15.11.2015 nach, wo ich alle 41 Bibelstellen (insgesamt 53 Bibelverse) für die Allversöhnung("Apokatastasis") erwähnt habe . Unter NR.40 habe ich als Fazit geschrieben:

      Fazit: Der Psalm der am meisten den Konflikt zwischen dem Konzept des "ewigen Todes" und der "Allversöhnung" verdeutlicht ist der Psalm 145, in welchem sowohl die Idee des 2. endgültigen Todes ("Der HERR...wird alle Gottlosen vertilgen."(Psalm 145,20), als auch das Konzept der Allversöhnung("Der HERR ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke."(Psalm 145,9) auftaucht. Wird Gott sich nun aller Menschen erbarmen oder wird er einen Teil dieser Menschen, nämlich die Gottlosen vernichten?
      Auf Grund der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Gottes glaube ich nicht, dass Gott sein Geschöpf, das er in Liebe geschaffen hat, einfach vernichtet und auslöscht und erst Recht nicht glaube ich an eine ewige, nie endende Verdammnis! Gottes Willen, alle Menschen zu retten(1.Tim.2,4) wird sich durchsetzen, denn sonst wäre ER nicht mehr der ALLMÄCHTIGE! Gott wird sein Geschöpf durch Gnade und Gericht(Psalm 89,15) hindurch läutern und reinigen, auf dass er dann am Ende - nach vielen Äonen-Zeitaltern "alles in allem"(1.Kor.15,28) sein wird, denn "die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht!"(Jak.2,13)
      Außerdem gibt es mehr Stellen in der Bibel für die Allversöhnung (41 : 11), sodass man dieser Lehre auch quantitativ den Vorzug geben sollte!

      Ein Buch, das die Allversöhnung sehr gut biblisch beleuchtet ist : "Ewiges Gericht und Allversöhnung" , Autor: Karl Geyer, Verlag: Paulus-Verlag Karl Geyer, Heilbronn, Paulus-Paperback Band 5 - Wege ins Wort (P P W W), 3.Auflage 1974, ISBN: 3-87618-052-X, 80 Seiten, Preis: 9,00 € (wohl nur noch antiquarisch erhältlich!)

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    • Hallo Norbert,

      Norbert Chmelar schrieb:

      Ich bin sehr wohl der Meinung, dass man in der Bibel in ihrer Mehrzahl der Stellen eine Allversöhnung erkennen
      dann sei es so---für dich.

      Ich lass das jetzt so stehen, ---auch wenn Du dir viel Mühe mit deinen Bibeltexten gemacht hast---ich teile deine Überzeugung aus für mich triftigen Gründen nicht.

      Allerdings---ich halte zwischenzeitlich nichts (mehr) davon, zu versuchen mit (gegen) Versen zu argumentieren. Das wäre völlig unzureichend.

      Die Problematik solcher grundsätzlichen völlig diametraler Grundüberzeugungen (das muß dir schon klar sein!) zeigen lediglich, dass wir ein völlig verschiedenes Verständnis des Erlösungsplanes haben.--das bedeutet dass wir die Schrift mit völlig verschiedenen Hintergrundverständnis (auch zu anderen Themen) lesen (müssen)

      Aber, danke für deine Mühe, wirt sollten das Thema hier stehen lassen.
      Wir sind uns völlig einig, dass wir uns nicht einig (sein) können. ;)
      l.g.y.
    • Weil es Wahrheit und gute Lehre ist.

      Hat doch mit der Allversöhnung nichts zutun.

      Oder kommen die Leute nur zum Christentum, weil sie andernfalls Höllenstrafe oder Vernichtung erhalten?

      Sie kommen entweder, weil es ein guter Weg ist, oder gar nicht.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Stofi schrieb:

      Norbert Ch., wenn es so(Allversöhnung) wäre, wozu dann Kirche, wozu Religion überhaupt, wozu Verfolgung der Gläubigen, Märtyrertod, die Mission, usw. ?

      Der Auftrag der Kirche ist die Mission(Matth.28) - dass Menschen Jesus Christus als ihren Heiland annehmen und versöhnt sterben können. Die Peiniger der Menschen werden ihre gerechte Strafe bekommen!
      Es gibt ja eine Hölle und schlimme "äonenlange Höllenstrafen", aber niemals unendliche, nicht endende! Das sagt die Bibel eindeutig! Am Ende wird "GOTT ALLES IN ALLEN SEIN!"(1.Kor.15,28 = Das ist "das Ende der Schrift"!) Kein Geschöpf wird auf ewig - für immer verloren gehen, das lässt die Allmacht, Barmherzigkeit, Gnade und Liebe Gottes nicht zu!
    • Die Lehre der Kirche der Siebenten-Tags Adventisten legt die Heilige Schrift nicht so aus, dass es "unendliche, nicht endende" "Höllenstrafen" gäbe. Sie versteht die biblischen Texte dahingehend, dass wer Gott ablehnt (endgültig) sterben wird (der zweite Tod - Offb 2,11.; 20,6.14.;21,8.). Im Prinzip auch "logisch", wer Gott ablehnt, ohne Gott sein will, der verliert das Leben, denn Gott ist es alleine, der Leben geben kann.
      Mit "Allversöhnung" hat das weder etwas gemein, noch wäre diese eine plausible Auslegung der Heiligen Schrift. Und "äonenlange Höllenstrafen" zur Läuterung sind schon überhaupt unbiblisch. Es gibt keine "Läuterung", sondern entweder Verlorenheit oder Erlösung aus Gnade.
      .
      Liebe Grüße, Heimo