1844 - Ein prophetisches Datum

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    • @DerEwigeStudent,
      heute Abend nur kurz...

      Wir sprechen doch vom Allerheiligsten, oder. ?
      Für mich gibt es im Himmel nur ein Allerheiligstes. Am Jom Kippur musste der Hohepriester ganz rein sein. Dafür musste er für sich und seine Familie Tiere opfern. Warum ist er eigentlich nicht gleich ohne Opferungen durchmarschiert, wenn Sünde im Allerheiligsten sein darf.

      Wäre eine Sünde an ihm gewesen, hätte er im Allerheiligsten sterben müssen. Sie banden ihm ein Seil um die Füße mit Glöckchen, damit sie ihn wenn nötig wieder herausziehen konnten.

      Der Körper des Gläubigen ist der Tempel Gottes, der gereinigt gehört, aber nicht das Allerheiligste. Der irdische Tempel gehörte gereinigt und so ist es auch mit uns und der Gemeinde.
      Jesus Leib war der wahre Tempel. Nun, können wir sagen, dass in seinem Tempel (Leib) Sünde war?

      Was siehst du Hebräer 9, 24
      Es ist nun nötig, dass die Abbilder der himmlischen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Der von mir zitierte Text von EGW sagt aus, dass überprüft wird, wer berechtigt ist die Gnade seiner Versöhnung zu erhalten.
      Also doch wohl nicht ohne Verdienst..so sagt es EGW.

      PS: Ich kann nicht aus dem großen Kampf kopieren, gibt es Seiten wo dies möglich ist?
      Also ich würde "berechtigt" nicht mit Verdienst zusammenhängen - aber das ist ohnedies müssig, denn sie hat in Englisch geschrieben und ich bin ohnedies kein freund von EGW-Exegese. Sie (ihre Druckwerke) ist für mich nicht "Wort Gottes" wie die Heilige Schrift, auch wenn ich sie für eine Prophetin halte.

      zum Zitieren oder Suchen versuch doch einmal: Ellen G. White Writings in Multiple Languages
      Liebe Grüße, Heimo
    • Im Lauf des Jahres 1844 geschahen gewaltige Ereignisse, eröffnete sich vor unseren erstaunten Augen doch die Reinigung des Heiligtums, die im Himmel stattfand; dies stand in engem Zusammenhang mit Gottes Volk auf dieser Erde. Ebenso gab es die erste und zweite Engelsbotschaft und die dritte, die das Banner mit der Inschrift entrollte: „Die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus“. {CKB 34.1}Ein Markstein unter dieser Botschaft war der Tempel Gottes, wie er von seinem wahrheitsliebenden Volk im Himmel gesehen wurde, und die Bundeslade, die das Gesetz Gottes enthielt. Das Licht des Sabbats im vierten Gebot ergoß seine kräftigen Strahlen auf den Pfad der Gesetzesübertreter. Ein alter Markstein biblischer Lehre besteht darin, daß die Gottlosen keine Unsterblichkeit haben. Mir fällt nichts mehr ein, was noch zu den alten Marksteinen zu zählen wäre. Counsels to Writers and Editors 30.31 (1889). {CKB 34.2}
      Ich sah Engel eifrig im Himmel hin und her eilen, auf die Erde hinab und wieder zum Himmel aufsteigen; sie bereiteten sich auf die Erfüllung eines besonderen Ereignisses vor. Dann sah ich einen andern mächtigen Engel, der beauftragt worden war, auf die Erde hinabzusteigen, um seine Stimme mit derjenigen des dritten Engels zu vereinigen und seiner Botschaft mehr Kraft und Nachdruck zu verleihen. Dem Engel wurde große Kraft und Herrlichkeit verliehen, und als er hinabstieg, wurde die Erde von seiner Klarheit erleuchtet. Das Licht, welches diesen Engel umgab, drang überall hin, und er rief mit lauter Stimme: „Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große, und eine Behausung der Teufel geworden und ein Behältnis aller unreinen Geister und ein Behältnis aller unreinen und verhaßten Vögel.“ Die Botschaft von dem Falle Babylons, wie sie der zweite Engel verkündigte, wird wiederholt mit der Hinzufügung aller Verderbtheiten, die sich seit 1844 in die Kirchen eingeschlichen haben. Das Werk dieses Engels kommt gerade zur rechten Zeit, um sich dem letzten großen Werke der dritten Engelsbotschaft anzuschließen, indem sie zu einem lauten Rufe wächst. Das Volk Gottes wird dadurch vorbereitet, in der Stunde der Versuchung, die bald über dasselbe kommen soll, zu bestehen. Ich sah ein großes Licht auf ihnen ruhen und sie vereinigten sich, die dritte Engelsbotschaft furchtlos zu verkündigen. {EG 270.1}
      Engel wurden gesandt, den mächtigen Engel vom Himmel in seinem Werke zu unterstützen, und ich vernahm Stimmen, die überall hinzu dringen schienen: „Gehet aus von ihr, mein Volk, daß ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf daß ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen. Denn ihre Sünden reichen bis in den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel.“ Diese Botschaft schien ein Zusatz zur dritten Botschaft zu sein, indem sie sich dieser anschloß, gleichwie der Mitternachtsruf sich der zweiten Engelsbotschaft im Jahre 1844 anschloß. Die Herrlichkeit Gottes ruhte auf den geduldig wartenden Heiligen, und sie verkündigten ohne Furcht die letzte feierliche Warnung und den Fall Babylons. Sie forderten das Volk Gottes auf, aus Babylon auszugehen, damit es dem schrecklichen Schicksal derselben entgehe. {EG 270.2}
      Das Licht, welches die wartenden Seelen umgab, drang überall hin und diejenigen in den Kirchen, die etwas Licht hatten und noch nicht die drei Botschaften gehört oder verworfen hatten, gehorchten dem Rufe und verließen die gefallenen Kirchen. Viele waren während der Verkündigung dieser Botschaften in die Jahre gekommen, wo sie selbst Rechenschaft ablegen mußten; das Licht umgab sie, und sie hatten das Vorrecht, Leben oder Tod zu wählen. Einige zogen das Leben vor und traten in die Reihen derer, die auf den Herrn warteten und alle seine Gebote hielten. Die dritte Botschaft sollte ihr Werk ausführen; alle sollten durch dieselbe geprüft werden, und die teuren Seele sollten aufgefordert werden, aus den religiösen Gemeinschaften auszutreten. Eine unwiderstehliche Macht bewegte die Heiligen, während die Offenbarung der Kraft Gottes ihre ungläubigen Verwandten und Freunde mit Furcht und Zurückhaltung erfüllte, so daß sie es nicht wagten noch die Kraft dazu hatten, diejenigen zurückzuhalten, die das Wirken des Geistes an sich selbst wahrnahmen. Der letzte Ruf erging sogar an die armen Sklaven und die Aufrichtigen unter ihnen sangen in der Aussicht ihrer glücklichen Befreiung voller Begeisterung Freudenlieder. Ihre Herren konnten sie nicht zurückhalten, Furcht und Erstaunen brachten sie zum Schweigen. Große Wunder wurden gewirkt; Kranke wurden geheilt und Zeichen und Wunder folgten den Gläubigen. Gott war in dem Werke, und jeder Heilige folgte der Überzeugung seines Gewissens ohne Furcht vor den Folgen und vereinigte sich mit denjenigen, die die Gebote Gottes hielten. Mit Macht verkündigten sie die dritte Engelsbotschaft. Ich sah, daß letztere mit einer Kraft und Macht schließen wird, welche den Mitternachtsruf weit übertreffen wird. {EG 271.1}
      Diener
      Gottes angetan mit Kraft aus der Höhe, gingen mit leuchtenden
      Angesichtern und heiliger Ergebung hinaus, die Botschaft vom Himmel zu
      verkündigen. Seelen, die überall in den verschiedenen
      Religionsgemeinschaften zerstreut waren, folgten dem Ruf, und die treuen
      Seelen wurden aus den verurteilten Kirchen hinausgetrieben, gleichwie
      Lot aus Sodom eilig weggeführt wurde, als diese Stadt zerstört werden
      sollte. Gottes Kinder wurden durch die außerordentliche Herrlichkeit,
      die im reichem Maße auf ihnen ruhte, gestärkt, und durch dieselbe wurden
      sie vorbereitet, in der Stunde der Versuchung zu bestehen. Überall
      hörte ich eine Menge von Stimmen sagen: „Hier ist Geduld der Heiligen,
      hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben Jesu.“ {EG 272.1}
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • So wie sich das liest, wird die Reinigung des Heiligtums mit der Wiederherstellung der ganzen Wahrheit der 10 Gebote und der dritten Engelsbotschaft gleichgesetzt.

      Eine weitere Reformationsbewegung, deren Inhalt sich aber verzögert?

      Dan 11,27 Und die beiden Könige: ihre Herzen werden auf Bosheit bedacht sein, und an einem Tisch werden sie Lügen reden. Aber es wird nicht gelingen, denn das Ende verzögert sich noch bis zur bestimmten Zeit.
      Dan 11,35 Und von den Verständigen werden einige stürzen, damit unter ihnen geläutert und geprüft und gereinigt werde bis zur Zeit des Endes. Denn es verzögert sich noch bis zur bestimmten Zeit.
      Hab 2,3 Denn die Vision gilt erst für die festgesetzte Zeit, und sie strebt auf das Ende hin und lügt nicht. Wenn sie sich verzögert, warte darauf; denn kommen wird sie, sie wird nicht ausbleiben.
      2Petr 3,9 Der Herr verzögert
      nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten,
      sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass
      irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pfingstrosen ()

    • Das Thema ist immer noch diskussionsbedürftig. Hebräer 9:8. "ta hagia" meint allgemein das "ganze" Heiligtum der Schöpfung=Zeit und Raum. Der "Weg" ist die Erlösung durch Jesus. In ihrer Not 1844 griffen sich die werdenden STA das "Allerheiligste" und den "Entsühnungstag" heraus, obwohl davon hier "nicht im besonderen die Rede ist". Das Eingehen Jesu "in den Himmel selbst" hat den "Yom Tenupha"/Erstlinge/"Himmelfahrt" zum Typus, nicht Yom Kippur! (siehe Levitikus 23) Daniel 8:14. spricht NICHT vom Reinigen (LXX, Vulgata, King-James-V.) sondern vom RECHTFERTIGEN. Dan. 8:14. ist KEINE Zeitangabe für einen antitypischen Entsühnungstag. Hierin irrte W. Miller!
    • Bemo schrieb:

      Liebe Elli,
      ich frage mich ob es nicht auch für einen Israeliten "grotesk" war, wenn das Blut der täglichen Sündopfer vor Gott ins Heiligste oder gar Allerheiligste gebracht wurde. Klar - alles war nur symbolisch - aber warum diese Symbolik der Verunreinigung des "Wohnortes" Gottes auf Erden, wenn diese dann kein Äquivalent hat? Von daher frage mich, welche typologische Bedeutung der tägliche Dienst hat? Ich entnehme dem Hebräerbrief, dass Jesu Opfer allen AT-Opfern entspricht - das ist biblische Lehre. Folglich stellt sich auch die Frage, welche Funktion die AT-Opfer hatten. Die täglichen Opfer verunreinigten das Heiligtum (3. Mose 6) und das einmal jährliche Opfer zum Yom Kippur reinigte das Heiligtum.

      Auf die Gefahr hin, dass du schon mal was dazu geschrieben hast: Wie deutest du den täglichen AT-Opferdienst? Sind diese Opfer kein Schatten auf Jesu Opfertod?
      Der Mensch, der Gläubige, der Buße tut und sich mit Gott versöhnen lassen möchte steht im Mittelpunkt.Die Israeliten wollten Gottes Gebote halten, konnten aber nicht und aus Gnade bekamen sie die Stiftshütte mit dem Sühne-und Opferdienst.
      Das Ziel war die Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott.

      Der Opfernde legte nicht seine Sünden auf das Tier, steht so auch nicht in 3. Mose 6.
      Er bekannte seine Sünden und das Tier starb stellvertretend für die Schuld des Menschen. Das Blut kam in das Heiligste und überdeckte die dortigen Bußgebete, die sinnbildlich mit dem Rauch der Opfer ins Heilige kamen. . . .
      Die Schuld wurde durch das Tier vorübergehend beglichen.
      Sie machten es täglich, weil der Mensch täglich sündigt. Abend und Morgen - ein neuer Tag - ein Hinweis auf die Schöpfungsgeschichte

      Bemo schrieb:

      Welchen Sinn macht ein himmlischer, großer Versöhnungstag, wenn es dort nichts zu reinigen bzw. rechtfertigen oder zu sühnen gibt? Ob dieser nun 1844 oder 31. n. Chr. statt gefunden hat, ändert doch nichts an der Frage, wie es dort zur Verunreinigung kam. Wenn es dort keine Verunreinigung gab bzw. gibt, dann macht dort auch kein großer Versöhnungstag Sinn - ganz unabhängig vom Zeitpunkt.

      Bemo schrieb:

      Wie legst du 3. Mose 16,15-19 bezogen auf ein himmlisches Heiligtum aus?

      15 Und er schlachte den Ziegenbock des Sündopfers, der für das Volk ist, und bringe sein Blut in den Raum innerhalb des Vorhangs und tue mit seinem Blut ebenso, wie er mit dem Blut des Stiers getan hat, und sprenge es auf die Deckplatte und vor die Deckplatte.
      16 Und er erwirke Sühnung für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Söhne Israel und wegen ihrer Vergehen, nach allen ihren Sünden. Und ebenso soll er für das Zelt der Begegnung tun, das sich bei ihnen befindet mitten in ihren Unreinheiten.
      17 Und kein Mensch soll in dem Zelt der Begegnung sein, wenn er hineingeht, um Sühnung im Heiligtum zu erwirken, bis er herauskommt. So erwirke er Sühnung für sich und für sein Haus und für die ganze Versammlung Israels.
      18 Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem HERRN ist, und für ihn Sühnung erwirken. Und er nehme etwas von dem Blut des Stiers und von dem Blut des Ziegenbocks und tue es ringsherum an die Hörner des Altars.
      19 Und er sprenge etwas von dem Blut siebenmal mit seinem Finger an ihn und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinheiten der Söhne Israel.

      Von was wird bzw. wurde das himmlische Heiligtum entsühnt?
      Das Volk Gottes wurde an Jom Kippur mit Gott versöhnt. Sie mussten zuallererst Buße tun. 10 Tage vor Jom Kippur wurde mit dem Hörnerblasen schon darauf hingewiesen, dass sie an diesem Tag Buße tun sollten. Sie konnten sich vorbereiten.

      Diese Bußgebete ( vom ganzen Jahr) kamen am gr. Versöhnungstag sinnbildlich mit Rauch ins Heiligtum. Dort wurden die Sünden mit Blut überdeckt. Zunächst im Heiligen, dort waren bereits sinnbildlich die vom Blut überdeckten Sünden (Schuld) der täglichen Opfer.

      Am Jom Kippur kam der goldene Räucheraltar zum Zuge. Mit diesem Rauch kamen alle Sünden des ganzen Jahres, ( Bußgebete) ins Allerheiligste. Sie setzte sich mit dem Rauch auf die Bundeslade. Das Blut wurde vor und auf die Bundeslade verspritzt. Das heißt, die Verfehlungen des Volkes wurde mit Blut überdeckt. In der Bundeslade lagen die 10 Gebote, gegen die sie sich versündigt hatten. Gott Vater sieht durch die Engel hindurch auf dem Gnadenthron das sühnende Blut. Leben gegen Leben. Die Seele ist im Blut.
      Die Schuld wurde bezahlt.
      Erst danach gibt es die einzige Sündenübertragung auf das zweite Tier, welches in die Wüste gebracht wurde.

      Wenn ich in meiner Küche Tierblut verspritze,mache ich meine Küche unrein.
      Im Heiligtum ist es genau umgekehrt, Blut reinigt. Bei der Weihe der Stiftshütte, bespritze Mose mit Ysop alles mit Blut, auch das Volk. Bevor der Dienst überhaupt anfangen durfte, musste vorerst alles gereinigt werden.

      Unsere Bußgebete gehen, neben unseren Bitten, Loben und Danksagungen, auch vor den Thron Gottes.

      Offb. 8, 4
      Und der Rauch des Räuchwerks vom Gebet der Heiligen ging auf von der Hand des Engels vor Gott.

      Psalm 141:2
      Mein Gebet müsse vor dir Taugen wie ein Räuchopfer, mein Händeaufheben wie ein Abendopfer.

      Offenbarung 5:8
      Und da es das Buch nahm, da fielen die vier Tiere und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm und hatten ein jeglicher Harfen und goldene Schalen voll Räuchwerk, das sind die Gebete der Heiligen,

      Offenbarung 8:3
      Und ein andrer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Räuchfaß; und ihm ward viel Räuchwerk gegeben, daß er es gäbe zum Gebet aller Heiligen auf den goldenen Altar vor dem Stuhl.


      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Elli59 ()

    • Hope Bibelkurs:
      Durch die tägliche Opferung Jesu in der kirchlichen
      Eucharistie hat das himmlische Heiligtum und das einmalige Opfer Jesu
      für viele Menschen seine Bedeutung verloren.“
      Jesus spricht vom „Gräuel der Verwüstung" im Zusammenhang mit der Zerstörung Jerusalems und den Zeichen seines Kommens (Matthäus 24,1-31.15; wörtlich heißt es „Gräuel" und nicht „Gräuelbild"). Als Jesus die Zerstörung Jerusalems ankündigt, glauben die Jünger, dass dies ein Zeichen für das Ende der Welt sein muss (Vers 1-3). Doch Jesus bestätigt ihre Vermutung nicht. Er schildert schreckliche Ereignisse wie Kriege, Erdbeben, Hungersnöte oder Verführungen, aber er fügt hinzu: „Das ist erst der Anfang der Wehen". Diese Ereignisse sind also nicht Zeichen des Endes der Welt, sondern zeigen, dass etwas Neues kommen muss und kommen wird. Danach spricht er von Verrat und Verfolgung und vom Überhandnehmen der Gesetzlosigkeit (wörtlich) und dem Erkalten der Liebe unter den Menschen. Und er schließt mit dem entscheidenden Zeichen des Endes ab: Wenn die gute Nachricht vom Reich Gottes in der ganzen Welt verkündigt wird, sodass alle Völker sie hören können, dann wird das Ende kommen (Vers14).
      Nach diesem Überblick von der Zeit der ersten Christen bis zum Weltende, kehrt Jesus wieder zur Frage der Zerstörung Jerusalems zurück (Vers 15 ff.). Er zitiert Daniel, der schon die erneute Zerstörung Jerusalems und des Tempels angekündigt hatte, als diese noch in Schutt und Asche lagen (Daniel 8,11; 9,26.27). Laut Jesus liegt die Erfüllung dieser Prophezeiung – von ihm aus gesehen – noch in der Zukunft. Er warnt seine Jünger vor diesem Ereignis und rät ihnen, darum zu beten, dass sie nicht im Winter oder am Sabbat fliehen müssten.
      Tatsächlich zerstörte das politische Rom 70 n. Chr. Jerusalem und den Tempel. Die Belagerung Jerusalems begann im Jahr 66 n. Chr. durch den römischen Feldherrn Cestius Gallus. Doch er zog sich schon bald wieder zurück. Darin sahen die Christen das von Jesus angekündigte Zeichen, dass sie Jerusalem und auch Judäa verlassen sollten. Viele flohen auf die andere Seite des Jordans. Kurz darauf – es war inzwischen das Jahr 67 n. Chr. – fiel der spätere römische Kaiser Vespasian in Judäa ein und begann mit der Eroberung des Landes. Im Jahr 70. Chr., also 3 1/2 Jahre nach Beginn des Krieges, eroberte sein Sohn Titus Jerusalem. Der Tempel ging dabei in Flammen auf, auch wenn Titus ihn erhalten wollte. Die Zustände in Jerusalem während der Belagerung entsprechen genau Jesu Beschreibungen. Während sich die Juden gegen die Römer verteidigten, bekämpften sich nämlich unterschiedliche Parteien in der Stadt heftig. Mord und Totschlag waren an der Tagesordnung. Im Kampf ums Überleben aßen die Einwohner sogar Menschenfleisch. – Doch weil die Christen auf Jesus gehört hatten, kam niemand von ihnen bei diesen Eroberungskämpfen ums Leben.
      Seitdem ist der Tempel verwüstet. Nach dem Aufstand von Bar Kochba im Jahr 132-135 n. Chr. ließ der römische Kaiser Hadrian einen Jupitertempel auf dem Platz des jüdischen Tempels errichten und den Tempelberg sogar durch Schweineopfer entweihen. Die Ausübung der jüdischen Religion wurde verboten und alle Juden aus Palästina deportiert. Ab diesem Zeitpunkt begannen sich die Christen übrigens deutlich von den Juden zu distanzieren. Man legte beispielsweise den Gottesdienst auf den Sonntag (aber erst 321 n. Chr. wurde er gesetzlicher Feiertag und kurz darauf auch kirchlicher Ruhetag). Bischof Eleuterius von Rom ordnete 173 n. Chr. an, dass die Christen nicht länger die jüdischen Speisevorschriften beobachten, sondern ab jetzt Schweinefleisch essen sollten (nicht aber Pferdefleisch, weil dies unrein sei). In den folgenden Jahrhunderten drangen viele heidnische Bräuche in die Kirche ein und verdrängten biblisches Gedankengut. Auch der christliche Glaube erlebte so eine „Verwüstung". Wer sich den Lehrmeinungen der Kirche nicht unterwarf, wurde von ihr oft heftig verfolgt und musste fliehen.
      Interessanterweise geben Daniel und Jesus der Prophezeiung vom „Gräuel der Verwüstung" tatsächlich auch eine zweite Deutung, die sich auf das Christentum bezieht. Grund dafür ist, dass die Bibel nicht nur ein leibliches, sondern auch ein geistliches Israel kennt. Während das erste hauptsächlich aus Nachkommen Abrahams besteht, setzt sich das geistliche Israel aus Menschen aller Völker, einschließlich der Juden, zusammen. Der Glaube an Gott und die Erlösung durch Jesus Christus macht sie zum Volk Gottes.
      Es gibt außerdem auch ein geistliches Rom. Es versteht sich bis heute als Nachfolger des politischen Rom. So trägt der Papst die Titel römischer Kaiser (z. B. Pontifex Maximus). Er krönte außerdem die europäischen Kaiser mit der Krone des römischen Reiches, die Kirchensprache ist Latein und Rom die Hauptstadt dieses geistlichen Reiches.
      Tatsächlich geht Daniel 8,11 ff. über eine reine Zerstörung des irdischen Tempels hinaus. Es geht hier besonders um das tamid, das meistens mit „das tägliche Opfer" übersetzt wird. Gemeint ist damit das Morgen- und Abendopfer im Tempel. Im Vertrauen auf dieses Opfer konnte jeder Israelit um Vergebung seiner Schuld bitten, ohne an der Opferzeremonie persönlich teilnehmen zu müssen. Auch das Alte Testament kennt demnach die Glaubensgerechtigkeit. Der Begriff tamid heißt wörtlich „das Beständige" und bedeutet die „ständige Vergebung der Sünden, die Gott dem Menschen aufgrund des täglichen Opfers schenkt".
      Daniel 8,12 lautet nun wörtlich: „Mühsal wurde gelegt auf das tamid in Frevelhaftigkeit." Mit anderen Worten, dem Menschen wird es schwer gemacht, die tägliche Vergebung der Sünden durch Gott zu erhalten. Dies hat sich besonders in der Zeit der Herrschaft der römischen Kirche erfüllt. Ablässe, Bußübungen, Beichten, Fürbitte von Maria und den Heiligen, Priester, Wallfahrten, Selbstgeißelungen, Opfer und Entsagung schoben sich zwischen Gott und dem erlösungsbedürftigen Menschen. Für Jahrhunderte wurde es den Menschen schwer gemacht, Vergebung von Gott zu erhalten. Erst die Reformatoren führten zur Erlösung durch den Glauben an die Gnade und Liebe Gottes und dem Opfer Jesu zurück.
      Neben einem geistlichen Israel und einem geistlichen Rom gibt es auch ein geistliches oder himmlisches Heiligtum. Das himmlische Heiligtum ist laut dem Hebräerbrief für Gottes Volk der Ort der Versöhnung, in dem Christus unser Hoherpriester uns mit Gott versöhnt (Hebräer 4,14-16; 8,1-5; 9,11.24). Diese Wahrheit wurde zwar von den Reformatoren wieder neu entdeckt, fand aber erst im 19. Jahrhundert wieder zum Durchbruch.
      Die katholische Kirche macht dagegen die Vergebung der Sünden von der täglichen Opferung Jesu in der Eucharistie oder Messe abhängig. Die tägliche Messe ist also das von den Juden übernommene tägliche Opfer in der Kirche. Es hebt jedoch die beständige Vergebungsbereitschaft Gottes auf Grund des einmaligen Opfers Jesu am Kreuz von Golgatha auf (Hebräer 9,28; 10,12.14.18!). Damit nimmt die Kirche Gott das Opfer Jesu weg und „verwüstet" in gewisser Weise auch das himmlische Heiligtum. Der erlösungsbedürftige Mensch wendet sich nämlich nicht mehr dort hin, um Vergebung seiner Schuld zu finden, sondern geht zum menschlichen Priester. Durch die Eucharistie hat also das himmlische Heiligtum seine Bedeutung verloren.
      Laut Daniel 8,14.17.19 soll das Heiligtum in der „Zeit des Endes" wieder „zu seinem Recht kommen" oder „gerechtfertigt" werden (wörtlich). Hier kann nur das himmlische Heiligtum gemeint sein, weil durch Jesu Opfer das irdische Heiligtum seine Bedeutung verloren hat (Hebräer 9+10). In der Endzeit weisen also Christen darauf hin, dass jeder Mensch durch das einmalige Opfer Jesu auf Golgatha und durch die Fürsprache des himmlischen Hohenpriesters Jesus Christus Vergebung der Sünden und ewiges Leben erhält. Alle von Menschen gebrachten Opfer (z. B. in der Eucharistie), alle menschlichen Priester und Fürsprecher haben nur den Weg ins himmlische Heiligtum versperrt, den Weg zu Gott beschwerlich gemacht und damit das Evangelium verdunkelt.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • HeimoW schrieb:

      Elli59 schrieb:

      Der von mir zitierte Text von EGW sagt aus, dass überprüft wird, wer berechtigt ist die Gnade seiner Versöhnung zu erhalten.
      Also doch wohl nicht ohne Verdienst..so sagt es EGW.

      PS: Ich kann nicht aus dem großen Kampf kopieren, gibt es Seiten wo dies möglich ist?
      Sie (ihre Druckwerke) ist für mich nicht "Wort Gottes" wie die Heilige Schrift, auch wenn ich sie für eine Prophetin halte.

      Sorry, aber das verstehe ich nicht. ?(
      D.h. ich kenne natürlich die "Erklärungen" dafür, aber akzeptieren tut das wahrscheinlich (ausser denen die es müssen) niemand!?
      Von einer Prophetin Gottes kann nur und ausschließlich das Wort Gottes kommen, wenn es um Glaubensthemen geht.
    • Hallo Elli, dank für deine kurze Antwort - ich verstehe dein Verständnis nun besser.

      Elli59 schrieb:

      Der Opfernde legte nicht seine Sünden auf das Tier, steht so auch nicht in 3. Mose 6.
      Er bekannte seine Sünden und das Tier starb stellvertretend für die Schuld des Menschen. Das Blut kam in das Heiligste und überdeckte die dortigen Bußgebete, die sinnbildlich mit dem Rauch der Opfer ins Heilige kamen. . . .
      Wenn man genau ist und sich nur an die Buchstaben klammert, steht dort weder das Sünde übertragen wurde noch das das Opfer stellvertretend starb. Das dort Stellvertretung und/oder Sündenübertragung stattgefunden hat, ist genau genommen beides eine Auslegung.
      Meiner Meinung nach kommt es für mich aufs gleiche: Stellvertretung und Sündenübertragung sind für mich sinngemäß das gleiche bzw. gehören zusammen. Die Sündenübertragung ermöglicht erst die Stellvertretung. Der Träger der Sünde trägt sie stellvertretend für den Sünder.

      Im "Was Adventisten Glauben" (2001) stehen folgende Zitate aus "The Jewish Encyclopedia" (Isidore Singer, S. 286, 1903):

      "Die Handauflegung auf den Kopf des Opfers ist ein üblicher Ritus, wodurch Stellvertretung und Übertragung von Sünden bewirkt werden."
      "Jedem Opfer liegt die Idee der Stellvertretung zugrunde; das Opfer nimmt dabei die Stelle des sündigen Menschen ein."

      Es wird dort ebenso noch F. B. Holbrook ("Light in the Shadows", S. 27) zitiert:

      "In dieser sinnbildlichen Zeremonie übernahm das Heiligtum des reuigen Sünders Schuld und Verantwortlichkeit - zumindest zu diesem Zeitpunkt -, sofern dieser ein Sündopfer darbrachte und dabei seine Verfehlungen bekannte. Er konnte dann im Bewußtsein der empfangen Vergebung und der Annahme bei Gott weggehen. Prinzipiell gilt dies auch für den Neuen Bund: Wenn der Sünder durch das Mahnen des Heiligen Geistes Reue empfindet und Christus als seinen Heiland und Herrn annimmt, dann übernimmt Christus seine Sünden wie auch seine Verantwortlichkeit dafür. Ihm wird ohne Einschränkung vergeben; denn Christus ist des Gläubigen Zuverischt und Stellvertretung."

      Und auf Seite 29 schreibt Holbrook im gleichen Buch:

      "Um Christi willen vergibt Gott dem reumütigen Sünder; er rechnet ihm die Gerechtigkeit und den Gehorsam seines Sohnes zu, verzeiht ihm seine Sünden und trägt seinem Namen - nun als eines seiner Kinder - ins Buch des Lebens ein (Eph 4,32; 1 Jo 1,9; 2 Ko 5,21; Rö 3,24; Lk 10,20). Wenn der Gläubige fortan in Christus bleibt, vermittelt ihm unser Herr durch den Heiligen Geist seine Gnade. Dadurch kann er geistlich reifen und jene Tugenden entwickeln, die die göttliche Wesensart widerspiegeln (2. Pt 3,18; Gal 5,22.23)."

      Deiner Auffassung nach werden die Bußgebete im Heiligtum "gespeichert" und durch das sündlose Blut des täglichen Opfers überdeckt? Entspräche das nicht einer "Reinigung des Heiligtums"? Verunreinigen Bußgebete das Heiligtum? Überträgt man das dann typologischen auf den Neuen Bund: Verunreinigen unsere Bußgebete dann nicht auch das himmlische Heiligtum?

      Ellen White schreibt sogar in etwa das gleiche:

      Wenn du zum Kreuz von Golgatha kommst, dann erkennst du eine Liebe, die ohne Beispiel ist. Wenn du durch den Glauben die Bedeutung dieses Opfers wahrnimmst, dann siehst du dich als Sünder, der durch das gebrochene Gesetz verurteilt wird. Das ist Reue. Wenn du mit einem demütigen Herzen kommst, empfängst du Vergebung, denn Christus Jesus wird uns als derjenige gezeigt, der unaufhörlich am Altar steht und in jedem Moment das Opfer für die Sünder der Welt anbietet. Er ist ein Diener des wahren Heiligtums, das der Herr aufgerichtet hat — und kein Mensch. Der schattenhaft auf das wahre Heiligtum hinweisende jüdische Tempel hat seine Bedeutung verloren. Eine tägliche und jährliche Versöhnung muß nicht mehr erfolgen, sondern das versöhnende Opfer durch einen Mittler ist jetzt bedeutungsvoll, weil immerwährend Sünde begangen wird. Jesus übt sein Amt in der Gegenwart Gottes aus und bietet dabei sein Blut dar, das er als Lamm vergossen hat. Jesus bietet seine Opfergabe für jede Übertretung und jede Unzulänglichkeit des Sünders an. {FG1 363.1; 1SM.343.4}
      Christus, unser Mittler, und der Heilige Geist sind ununterbrochen dabei, für den Menschen einzutreten-, aber der Geist bittet nicht so für uns wie Christus, der sein Blut darbietet, das von der Gründung der Welt her für uns vergossen wurde. Der Geist arbeitet an unseren Herzen und bewirkt Gebete und Reue, Preis und Dank. Die Dankbarkeit, die unseren Mund überlaufen läßt, rührt daher, daß der Geist die Saiten unserer Seele angerührt hat und ein heiliges Erinnern weckt, das das Herz zum Klingen bringt. {FG1 363.2; 1SM.344.1}
      Die Gottesdienste, die Gebete, der Lobpreis, das reuevolle Bekenntnis der Sünde steigen von den wahrhaft Gläubigen als Weihrauch auf zum himmlischen Heiligtum. Auf ihrem Weg durch die verkommenen Kanäle der Menschheit werden sie jedoch so vom Schmutz verunreinigt, daß sie bei Gott niemals ihren Wert erhielten, würden sie nicht durch Blut gereinigt. Sie steigen nicht in fleckenloser Reinheit empor. Und wenn nicht der Mittler, der zur Rechten Gottes ist, seine Gerechtigkeit anbieten und damit alles reinigen würde, könnten sie niemals für Gott annehmbar sein. Aller Weihrauch aus irdischen Gotteshäusern muß mit den reinigenden Tropfen des Blutes Christi befeuchtet werden. Er hält dem Vater das Rauchfaß seiner eigenen Verdienste vor, und sie sind ohne Flecken und irdische Verkommenheit. In dieses Rauchfaß gibt er die Gebete, den Lobpreis und die Bekenntnisse seines Volkes. Und er fügt dann seine eigene fleckenlose Gerechtigkeit hinzu. So gelangt dann der Weihrauch, durchdrungen von den Verdiensten von Christi Versöhnung, hinauf vor Gott und ist gänzlich annehmbar: Antworten der Gnade kommen zurück. {FG1 363.3; 1SM.344.2}
      O, daß doch alle erkennen könnten, daß beim Gehorsam, bei der Reue, beim Preis und in der Danksagung alles auf das glühende Feuer der Gerechtigkeit Christi gelegt werden muß. Der Duft seiner Gerechtigkeit schwebt wie eine Wolke um den Gnadenstuhl. Manuskript 50, 1900. {FG1 364.1; 1SM.344.3}

      Folgt man hier Ellen White, dann kommen unsere Gebete schon gereinigt bei Gott an. Meines Erachtens steckt hinter alldem auch immer der Stellvertretungsgedanke, d.h. sein Mittlerdienst und seine Fürsprache (durch sein Leben).

      Ich halte für mich jetzt erstmal fest:
      • Du glaubst, dass das Heiligtum von den Bußgebeten gereinigt werden muss. Adventisten glauben, dass das Heiligtum von den Sünden gereinigt werden muss.
      • Du glaubst, dass durch den "Rauch" die Bußgebete ins Heiligtum übertragen werden. Adventisten glauben, dass durch das "Blut des täglichen Opfers" die Sünden ins Heiligtum übertragen werden
      • Du glaubst, dass die Bußgebete dort "schmutzig" (?) ankommen (weshalb die Reinigung dann notwendig ist). Adventisten glauben, dass die Gebete schon auf dem Weg ins Heiligtum gereinigt werden.


      Bitte korrigiere mich, wenn ich das falsch oder unvollständig wiedergegeben habe.

      Nun, bei der ganzen Problematik sollte man niemals aus den Augen verlieren, um was es eigentlich geht bei der Stellvertretung geht. Diese ganzen Blut-Symboliken sind für mich letztendlich nur andere Bilder für bestimmte juristische Prozesse. Es geht dadrum, wie der Sünder gerechtfertigt wird im Gericht, d.h. auch vor Zeugen - wie demonstriert Gott seine Gerechtigkeit und Gnade gleichzeitig. Im großen Versöhnungstag spiegelt sich aus Sicht der Adventisten ein Gerichtshandeln wider:

      "Wie die Sünden des Volkes Gottes dem Sündopfer auferlegt und dann auf das Heiligtum übertragen wurden, so werden im Neuen Bund jene Sünden, die Gott bekannt worden sind, im Glauben auf Christus gelegt. (Fußnote: Indem diese Sünden bekannt und Jesus auferlegt werden, werden sie "in Wirklichkeit auf das himmlische Heiligtum übertragen". (E. G. White, "Der große Kampf", S. 423))
      Und wie während des altestamentlichen Versöhnunges durch die Reinigung des irdischen Heiligtums die Sünden der Gläubigen beseitigt wurden, die dorthin übertragen worden waren, so wird das himmlische Heiligtum insofern gereinigt, als die Sündenberichte in den himmlischen Büchern endgültig getilgt werden. Doch bevor das geschieht, werden die Berichte dahingehnd geprüft, wer durch Bekehrung und seinen Glauben an Christus Anspruch darauf hat, in Gottes ewigen Reich zu leben. Darum gehört zur Reinigung des himmlischen Heiligtums auch der Vorgang der Untersuchung oder des Gerichts, der den Charakter des Großen Versöhnungstages als Tag des Gerichts eindeutig widerspiegelt.
      Dieses Gericht bestätigt die Entscheidung darüber, wer gerettet wird und wer verloren geht. Es muß vor dem zweiten Kommen Christi stattfinden, denn wenn der Herr kommt, wird er "jedem den Lohn geben, den er verdienst" (Offb 22,12 Hfa). Das wird auch die endgültige Antwort auf Satans Vorwürfe sein (vgl. Offb 12,10)." (Was Adventisten glauben, 2001)

      (Die "Vorwürfe" Satans beziehen sich auf sein "Verklagen der Brüder" in Offb. 12,10 - und nicht auf Gott. Nicht das dieses Thema hier wieder aufgewärmt wird)

      Der wesentliche und folgenreiche Unterschied zwischen deinem und dem adventistischen Verständnis - so wie er sich jetzt für mich darstellt - liegt darin, dass der tägliche Opferritus unterschiedlich verstanden wird. Du lehnst eine (symbolische) Sündenübertragung durch das Opfer und das Opferblut aufs Heiligtum ab. Adventisten sehen in diesem symbolischen Vorgang jedoch die Sündenübertragung aufs Heiligtum, welches am Großen Versöhnungstag gereinigt wird.

      Wie ich Eingangs schon geschrieben habe, steht buchstäblich in 3. Mose 6 weder etwas von einer Stellvertretung noch etwas von einer Sündenübertragung. Für mich ist die adventistische Auslegung in der biblischen Gesamtschau die plausibelste. Das Auflegen der Hand des Sünders auf das Opfertier ist für mich der stärkste Hinweis auf eine Sündenübertragung.

      LG
      Bemo
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • DerEwigeStudent schrieb:

      Also entweder ihr entkräftet die genannten Bibelstellen, oder ihr akzeptiert sie.
      Es gibt dafür, dass der Himmel nicht nur rein ist nur diese einzigste Bibelstelle: Hiob 15,15 . Bitte - falls es andere gibt - mir sind keine bekannt! - diese alle hier nennen!

      Luther 1912
      ... die im Himmel sind nicht rein vor ihm.

      DerEwigeStudent schrieb:

      Gibt es Sünde in der Gemeinde? Ja. Daraus folgt: Es gibt auch Sünde im Tempel Gottes.
      Eine Analogie, die man so nicht anwenden kann!

      Elli59 schrieb:

      Der Körper des Gläubigen ist der Tempel Gottes, der gereinigt gehört, aber nicht das Allerheiligste. Der irdische Tempel gehörte gereinigt und so ist es auch mit uns und der Gemeinde.
      stimmt.

      freudenboten schrieb:

      Das Eingehen Jesu "in den Himmel selbst" hat den "Yom Tenupha"/Erstlinge/"Himmelfahrt" zum Typus, nicht Yom Kippur! (siehe Levitikus 23) Daniel 8:14. spricht NICHT vom Reinigen (LXX, Vulgata, King-James-V.) sondern vom RECHTFERTIGEN. Dan. 8:14. ist KEINE Zeitangabe für einen antitypischen Entsühnungstag. Hierin irrte W. Miller!
      Wie oft willst Du das noch wiederholen! Wir haben's kapiert!!!

      Pfingstrosen schrieb:

      Das himmlische Heiligtum ist laut dem Hebräerbrief für Gottes Volk der Ort der Versöhnung, in dem Christus unser Hoherpriester uns mit Gott versöhnt (Hebräer 4,14-16; 8,1-5; 9,11.24)
      Dieser Ort ist einzig und allein Golgatha! Selbst der Hebräerbrief schreibt vom besseren Opfer Jesu!

      Pfingstrosen schrieb:

      Die katholische Kirche macht dagegen die Vergebung der Sünden von der täglichen Opferung Jesu in der Eucharistie oder Messe abhängig. Die tägliche Messe ist also das von den Juden übernommene tägliche Opfer in der Kirche. Es hebt jedoch die beständige Vergebungsbereitschaft Gottes auf Grund des einmaligen Opfers Jesu am Kreuz von Golgatha auf (Hebräer 9,28; 10,12.14.18!). Damit nimmt die Kirche Gott das Opfer Jesu weg und „verwüstet" in gewisser Weise auch das himmlische Heiligtum.
      Könnt man so sagen; muss darüber näher nachdenken!

      Pfingstrosen schrieb:

      In der Endzeit weisen also Christen darauf hin, dass jeder Mensch durch das einmalige Opfer Jesu auf Golgatha und durch die Fürsprache des himmlischen Hohenpriesters Jesus Christus Vergebung der Sünden und ewiges Leben erhält.
      das ist doch das wichtigste! Dazu braucht man hier nicht seitenweise ellenlange Überlegungen zu einem himml.Heiligtum anstellen, das angebl. gereinigt werden soll; eine Lehre - behaupte ich - die nicht mal Adventisten überhaupt verstehen!

      Bemo schrieb:

      "Um Christi willen vergibt Gott dem reumütigen Sünder; er rechnet ihm die Gerechtigkeit und den Gehorsam seines Sohnes zu, verzeiht ihm seine Sünden und trägt seinem Namen - nun als eines seiner Kinder - ins Buch des Lebens ein (Eph 4,32; 1 Jo 1,9; 2 Ko 5,21; Rö 3,24; Lk 10,20). Wenn der Gläubige fortan in Christus bleibt, vermittelt ihm unser Herr durch den Heiligen Geist seine Gnade. Dadurch kann er geistlich reifen und jene Tugenden entwickeln, die die göttliche Wesensart widerspiegeln (2. Pt 3,18; Gal 5,22.23)."
      Zustimmung.

      Bemo schrieb:

      Und auf Seite 29 schreibt Holbrook im gleichen Buch:

      "Um Christi willen vergibt Gott dem reumütigen Sünder; er rechnet ihm die Gerechtigkeit und den Gehorsam seines Sohnes zu, verzeiht ihm seine Sünden und trägt seinem Namen - nun als eines seiner Kinder - ins Buch des Lebens ein (Eph 4,32; 1 Jo 1,9; 2 Ko 5,21; Rö 3,24; Lk 10,20). Wenn der Gläubige fortan in Christus bleibt, vermittelt ihm unser Herr durch den Heiligen Geist seine Gnade. Dadurch kann er geistlich reifen und jene Tugenden entwickeln, die die göttliche Wesensart widerspiegeln (2. Pt 3,18; Gal 5,22.23)."
      Das ist kurz und gut!

      Bemo schrieb:

      Adventisten glauben, dass das Heiligtum von den Sünden gereinigt werden muss.
      Keine biblische Lehre! Wo Gott ist - im Himmel - gibt es keinerlei Sünde! Nicht mehr, denn der Aufstand und das sündig-Werden des Engels Luzifer(später wurde er zum Satan!) ist vorbei. Er - und damit die Sünde ist seit seinem Fall nicht mehr im Himmel vorhanden. Höchstens man meint, Satan befinde sich immer noch an den "himmlischen Orten"!

      Bemo schrieb:

      Adventisten glauben, dass durch das "Blut des täglichen Opfers" die Sünden ins Heiligtum übertragen werden
      Ebenfalls keine biblische Lehre! Was soll dieses tägliche Opfer sein? Das ist katholisch!

      Bemo schrieb:

      Adventisten glauben, dass die Gebete schon auf dem Weg ins Heiligtum gereinigt werden.
      Unverständlich! Aufrichtige Gebete hört unser dreipersönliche Gott - da muss nichts gereinigt werden!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • @Bemo,
      ich möchte kurz erklären wie ich euer Untersuchungsgericht sehe.
      Beispiel:
      Ein Vater schenkt seinem Sohn unverdienterweise zum 18ten ein Auto. Sein Benehmen und seine Schulnoten sprachen dagegen, aber nun sagt der Vater, du bekommst dennoch ein Auto, aber nur unter der Bedingung, dass du es anständig und vorschriftsmäßig fährst. Wenn nicht, nehme ich es dir wieder.

      Diese Verhaltensweise ist menschlich gesehen gut und weise. Wir erkennen im AT viele Verheißungen, die nur erfüllt wurden wenn die Bedingungen eingehalten wurden.

      Ich denke auch, dass unser Vater im Himmel uns in diesem Sinne erzieht. Für mich ist es eine Erziehung in der Heiligung. Ich bin sein Kind, werde von ihm geführt und unterwiesen. Bei nicht Folgen trage ich die Konsequenzen meines Handelns.

      Wenn ich EGW lese, dann erkenne ich, dass es ihr um "errettet oder nicht errettet" geht. Also, wenn du nicht anständig fährst, dann wird dir das Auto ( die Gnade - Errettung ) genommen.
      Viele Adventisten denken so, und weil sie nicht wissen ob sie in diesem Leben anständig gefahren sind, wissen sie nicht ob sie von Gott angenommen sind.
      Diese Gedanken werden hier im Forum sichtbar, wenn immer wieder geschrieben wird, wie sündlos oder fast sündlos wir sein müssten...wenn nicht dann...aber
      Gleichzeitig wird den "Anderen" unterstellt, sie hätten Gewissheit und würden glauben, sie könnten drauflos sündigen.
      Hier gibt es ein großes Verständigungsproblem.

      Wir können uns hier die Finger wund schreiben, es wird nicht verstanden. Für unsere Rechtfertigung gibt es nur eine Bedingung, und das ist der Glaube.

      Wir sind durch Jesus Blut gesühnt und versöhnt, unabhängig unserer Werke. Das heißt mit meiner Rechtfertigung bin ich ein Kind Gottes geworden. Unser Gott wird mich als Kind niemals verstoßen. Es liegt an dem Menschen, ob er die Gnade als Geschenk Gottes annimmt und es auch behalten will.
      Für so manchen ist die Sünde lieblicher als Gottes Plan mit dem Menschen. Ein Christ kann die Hand Gottes wieder loslassen und gehen. Dann verlässt er das Vaterhaus und geht seine eignen Wege.
      Es liegt am Menschen.

      Wenn ich mein Beispiel nehme, und der Sohn das Auto nicht anständig fährt, es ihm daraufhin genommen wird, dann erfährt der Sohn das Gericht des Vaters. Der Vater wird aber den Sohn nicht verstoßen. Der Sohn kann sagen. "Du bist nicht mehr mein Vater" ich gehe jetzt von dir fort. Selbst dann wird der liebende Vater noch auf seinen Sohn warten und hoffen dass er zurückkommt.

      In diesem Sinne haben wir Gewissheit, ich darf fallen, werde gegebenenfalls auch vom Vater "gerichtet" aber zu meinem Gunsten. Er liebt mich, und ja, manchmal tuts weh, aber am Ende erkenne ich den positiven Sinn dahinter

      Die anderen Fragen über das Heiligtum beantworte ich dir Morgen

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Wir können uns hier die Finger wund schreiben, es wird nicht verstanden. Für unsere Rechtfertigung gibt es nur eine Bedingung, und das ist der Glaube.
      Das ist doch schlichtweg falsch. Wenn das jemand nicht verstanden hätte, dann vielleicht E.G.White, aber dazu hat sie viel zu vieles geschrieben, das etwas anderes aussagt. Ihr geht es darum, dass man für eine innige Beziehung zu Gott bereit ist und Sünde behindert das, weil Gottes Geist betrübt und wir in gewissem Sinn taub werden für die Führung Gottes ( wenn wir in Sünde verharren würden). Nur so kann ich verstehen, wenn zur Sündlosigkeit aufgerufen wird, die wir im Umkehrschluss sowieso wenn dann nur in engster Beziehung zu Gott leben könnten.
      Man hat früher überhaupt so anders formuliert, das kommt doch viel drängender rüber als heute...siehe Spurgeon und andere aus dieser Zeit.

      Ich ärgere mich über so einen Satz...du hast da ein Schubladendenken, in das hier doch gar niemand reinpasst.Sofern ich dich richtig verstehe.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Wer soll denn im Himmel so gesündigt haben, daß solch eine Reinigungsprozedur stattfinden musste?
      Elia, Henoch oder Mose?
      Sonst ist doch nach adventistischer Lehre noch niemand im Himmel?

      Nach meinem Bibelverständnis sind schon viele Menschen im Himmel.
      Alle verstorbenen Gläubige, die Jesus annahmen, bzw denen sich Jesus annahm.
      Ich glaube zwar nicht, daß diese dort noch sündigen, bzw gesündigt haben, aber nach diesem Bibelverständnis könnte man eher die Reinigung irgendwie reinquetschen (könnte ja doch sein, daß noch gesündigt wurde), aber doch nicht nach dem adventistischen!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Elli59 schrieb:

      Wir können uns hier die Finger wund schreiben, es wird nicht verstanden. Für unsere Rechtfertigung gibt es nur eine Bedingung, und das ist der Glaube.
      Das ist doch schlichtweg falsch. Wenn das jemand nicht verstanden hätte, dann vielleicht E.G.White, aber dazu hat sie viel zu vieles geschrieben, das etwas anderes aussagt. Ihr geht es darum, dass man für eine innige Beziehung zu Gott bereit ist und Sünde behindert das, weil Gottes Geist betrübt und wir in gewissem Sinn taub werden für die Führung Gottes ( wenn wir in Sünde verharren würden). Nur so kann ich verstehen, wenn zur Sündlosigkeit aufgerufen wird, die wir im Umkehrschluss sowieso wenn dann nur in engster Beziehung zu Gott leben könnten.Man hat früher überhaupt so anders formuliert, das kommt doch viel drängender rüber als heute...siehe Spurgeon und andere aus dieser Zeit.

      Ich ärgere mich über so einen Satz...du hast da ein Schubladendenken, in das hier doch gar niemand reinpasst.Sofern ich dich richtig verstehe.
      Auch bei diesem Thema gibt es , wie auch bei dem Verständnis des Untersuchungsgericht, sehr viele unterschiedliche Gedanken seitens der STA.
      Ich schrieb auch nicht alle, sonder diejenigen die immer wieder behaupten, dass Geschwister mit Heilsgewissheit sich einen Freifahrschein fürs Sündigen holen würden.

      Wie siehst du mein Beispiel mit dem Auto? Ist das immer noch so, dass viele Geschwister nicht wissen ob sie in der Waagschale des Untersuchungsgerichts, gerecht gesprochen werden. Hoffen sie, oder ist es doch eher so, dass die meisten sich ihres Heils gewiss sind. Würde mich schon interessieren wie der aktuelle Stand ist.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Yppsi schrieb:

      Wer soll denn im Himmel so gesündigt haben, daß solch eine Reinigungsprozedur stattfinden musste?
      Elia, Henoch oder Mose?
      Sonst ist doch nach adventistischer Lehre noch niemand im Himmel?

      Nach meinem Bibelverständnis sind schon viele Menschen im Himmel.
      Alle verstorbenen Gläubige, die Jesus annahmen, bzw denen sich Jesus annahm.
      Ich glaube zwar nicht, daß diese dort noch sündigen, bzw gesündigt haben, aber nach diesem Bibelverständnis könnte man eher die Reinigung irgendwie reinquetschen (könnte ja doch sein, daß noch gesündigt wurde), aber doch nicht nach dem adventistischen!
      Es geht um ein unsichtbare Untersuchung, an die der zu untersuchende Gläubige nicht teilnimmt und daher auch nicht den Ausgang des Urteils kennt.
      Für mich unverständlich, weil über die Glaubensväter schon geschrieben steht, dass sie gerettet sind.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Ich kenne momentan eigentlich keine Geschwister, die das nicht verstanden hätten. Man muss aber ehrlicherweise sagen, dass es ehemals katholische Geschwister gibt , die anfällig sind für ein falsches Verständnis von den Schriften E.G.Whites. Das ist meine Erfahrung.
      Da gibt es dann die Tendenz andere erziehen zu wollen und das verunsichert Menschen prinzipiell, weil das zuerst gar nicht gecheckt wird. Das sehe ich aber als Typenproblem und Generationsproblem. Gepredigt wird keine Heilsungewissheit, Hab ich in 35 Jahren nicht einmal gehört.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Hi

      Ich kenne keine Adventisten die sagen: "Wir wissen nicht ob wir gerettet sind oder nicht."
      Eine Grundaussage der Bibel ist, das wir die Erlösungsgewissheit haben können, wenn wir wiedergeborene Menschen - aus Wasser (Taufe durch untertauchen) und Geist (Taufe mit dem heiligen Geist) - sind.
      Dies ist übrigens auch die offizielle Sichtweise der STA. Lieber Norbert ließ einfach die angegebenen Bibelstellen, das gilt auch für Yppsi, wenn er mitreden will.
      Ich hatte gehofft, das wir hier einen sachlichen Austausch über das Thema 1844 ... führen können, denke aber mittlerweile, das es im Rahmen dieses Forums so nicht möglich ist.
      Es gibt gute Gründe für das was Adventisten glauben, und wir sind doch nicht alles nur Spakken die hier rumschreiben. Es sollte doch möglich sein einen bestimmten Punkt bis zum Ende zu durchdenken, und nicht immer von einem Knochen (Stichwort) zum nächsten zu hetzen, der einem hingeworfen wird. Im übrigen denke ich das die Bibel nicht für Theologen/Philosophen geschrieben wurde, sondern für einfache Menschen. Wenn ich hier mit einem Wörterbuch rumrennen muß um irgend etwas zu erklären, dann frage ich mich wie Gott mit einfachen Menschen reden kann und soll. Die Schriftgelehrten hatten auch tolle Abhandlungen verfasst, Jesu Reden waren aber immer zu verstehen, auch für Menschen mit IQ 67.
      Vieleicht steige ich später noch mal ein, wenn sich bis dahin das Thema nicht totgelaufen hat.
      Liebe Grüsse an euch alle. DeS
    • DerEwigeStudent schrieb:

      Hi

      Ich kenne keine Adventisten die sagen: "Wir wissen nicht ob wir gerettet sind oder nicht."
      Eine Grundaussage der Bibel ist, das wir die Erlösungsgewissheit haben können, wenn wir wiedergeborene Menschen - aus Wasser (Taufe durch untertauchen) und Geist (Taufe mit dem heiligen Geist) - sind.
      ch schon. erkläre "weltlichem" Pflegepersonal einmal, waru m im Altersheim Bruder X mit 90 immer noch angst hat, "bestehen" zu können -er habe alle in deutsch verfügbsaren EGW - Bcher mehrfach durchsduert, abervielleicht etwas übersehen und - de ewigen Seligkeit so verlustig - nicht erfüllt - und Schwester y , Mitte Achtzig, iher Unsicherheit lebt, welche ihr einen friedlichen Lebensabend aber sehr vermiest. Vilelleichtsei sie eh schon verloren, weil ihr Akt im Untersuchungsgericht schonnegativ abgecshlossen sei..
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      ch schon. erkläre "weltlichem" Pflegepersonal einmal, waru m im Altersheim Bruder X mit 90 immer noch angst hat, "bestehen" zu können -er habe alle in deutsch verfügbsaren EGW - Bcher mehrfach durchsduert, abervielleicht etwas übersehen und - de ewigen Seligkeit so verlustig - nicht erfüllt - und Schwester y , Mitte Achtzig, iher Unsicherheit lebt, welche ihr einen friedlichen Lebensabend aber sehr vermiest. Vilelleichtsei sie eh schon verloren, weil ihr Akt im Untersuchungsgericht schonnegativ abgecshlossen sei..
      Ich weiß, dass rechts außen von der STA sehr viele so denken wie du .hier schreibst. Ich bin gerade auf eine Seite der Reform-Adventisten gegangen. Ich musste nicht alle suchen:

      12795-das-ende-der-gnadenzeit.html


      Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung schrieb:

      Können uns alle Sünden vergeben werden?


      Selbstverständlich, denken wir. Es können jedoch nur unsere Sünden der Vergangenheit und Gegenwart vergeben werden, nicht die der Zukunft.

      Sündenvergebung auf Vorrat und für den eventuell eintretenden Fall (ähnlich dem Ablasshandel der katholischen Kirche) ist nicht möglich.
      Was bedeutet diese Frage der Sündenvergebung in Bezug auf das Ende der Gnadenzeit?

      Entweder bekommen wir Vergebung auf Vorrat - was nicht möglich ist, oder wir sündigen nicht mehr! Da Jesus nicht mehr als Hohepriester dient, müssen die Gläubigen den Zustand der Sündlosigkeit erreicht haben.
      Wenn ich auf mich sehe, muss ich feststellen: Ich kann es nicht. Doch ich stütze mich auf Gottes Verheißung, dass er die Menschen dahin bringen wird, dass sie nicht mehr sündigen. Ich darf nicht auf mich selbst schauen, sondern auf Christus.


      Wenn ich so etwas lese, blutet mir mein Herz. Sie verstehen die Rechtfertigung aus dem Glauben nicht. Jeder der in diesem Glauben lebt kann Buße tun, wenn nicht sofort dann aber später.
      Wir sehen es sehr gut an David, aber auch hier sind sich einige sicher, dass man nicht wissen kann ob er gerettet ist.

      Ich weiß, habe selbst Predigten gehört, dass rechts außen der STA diese Lehre verkündigt wird und nicht nur das, sie spotteten sogar über die Dummen mit Heilsgewissheit.
      Schön und erfreulich ist es zu lesen, dass diese Lehre bei den normalen STA nicht ( mehr) gelehrt wird.

      Ich muss aber auch davon ausgehen, dass die reine Lehre EGW 's nicht verkündigt wird.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)