1844 - ein prophetisches Datum aus Daniel 8,13.14

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    • Daniel 8 nennt meines Erachtens keinen Startpunkt, sondern nur die Dauer und den Endpunkt der 2300 Abende und Morgen. Die Ereignisse, die sich in diesem Zeitraum abspielen, erschüttern Daniel sehr. Der Startpunkt wird Daniel erst in Kapitel 9 genannt durch die 70 Jahrwochen - was übrigens auch der Grund ist, weshalb die 2300 Abende und Morgen als prophetische Zeitangabe zu verstehen sind, denn die 70 Wochen können keine "normalen" Wochen sein (z.B. wäre in diesen der Aufbau Jerusalems kaum möglich).
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      denn die 70 Wochen können keine "normalen" Wochen sein
      Darüber herrscht doch unter Bibelgelehrten völlige Einigkeit, dass die 70 Wochen in Wirklichkeit "Jahrwochen" sind, also = 490 Jahre! Einig ist man sich auch, dass "die 7 + 62 (Jahr)wochen = 69 Jahrwochen vergehen werden bis zu dem Messias". Also bis ungefähr in die Jahre 30 - 33 n.Chr. Nicht mehr einig ist man sich darin, ob die 70. und letzte Jahrwoche von 7 Jahren unmittelbar nach den 69 Wochen folgt - oder aber erst nach der "Zwischenzeit der Gemeinde", d.h. dass zwischen 69. und 70. Woche eine - in der Länge! - nicht genau definierte "Gnadenzeit" - Lücke liegt, ehe Gott die letzten 7 Jahre( = 1 Jahrwoche) der Grossen Trübsalszeit über Israel anbrechen lässt!

      Absolut verschiedene Auffassungen gibt es auch, wie man die Länge der "2.300 Abende und Morgen aus Daniel 8,14" auffassen soll - und das deshalb weil das Kapitel 8 des Danielbuches - unbestritten! - eines der am schwersten auszulegenden Kapitel der ganzen Bibel ist! Folgende 3 Möglichkeiten gibt es:
      1. 2.300 Tage als echte Tage, wobei das Jahr = 365,2422 Tage umfasst, was = 6,297 Jahre (= 6 Jahre, 3 Monate und 17 Tage) ergibt.
      2. 2.300 Tage = 2.300 prophetische Jahre.
      3. 2.300 Abende und Morgen = 1.150 Tage, weil jeden Tag ein "Abendopfer" und ein "Morgenopfer" im alten Israel dargebracht werden musste.
      Dann gehen auch die Auslegungen für den Anfangspunkt der Prophezeiungen auseinander:

      Dr. Liebi geht vom 6. Dezember 167 v.Chr. aus. - Die Adventisten von 457 v.Chr. - und ich gehe von 281 v.Chr. (dem Ende der - in Dan.8,8-10 beschriebenen! - Diadochenkämpfe in der Schlacht von Kurupedion) aus. ===> Für alle 3 Auffassungen gibt es Belege im Text!

      a) Gerade die Verse ("Es nahm ihm das beständige Opfer weg...und entweihte seinen Tempel" (Daniel 8,11+13) sprechen sehr für Antiochus IV. Epiphanes !!!
      b) Dafür, dass auch der Diadoch Lysimachos in Daniel 8,9 gemeint sein könnte, ergibt sich aus dem direkten Gegensatz zwischen Daniel 8,8 und Daniel 8,9, zwischen dem "großen Horn" der Griechen = Alexander dem Großen - und dazu im Gegensatz "das kleine Horn" der Griechen = Lysimachos !!! ====>
      Fazit:
      Ich halte es - wie bei vielen anderen biblischen Stellen - durchaus für möglich, dass alle 3 Auslegungen möglich sind:
      1. ) Die historische Auslegung von Antiochus IV. Epiphanes: 2.300 Abende + Morgen sind 1.150 Tage(6.12.167 v.Chr. - 28.1.163 v.Chr.)
      2. ) Die prophetische Auslegung der Adventisten: 457 v.Chr. + 2.300 prophetische Tage = 2.300 prophetische Jahre = 1843 / 1844 n.Chr. und
      3. ) Die zukünftige Auslegung aus Daniel 8,8-10 und Daniel 8,14: 281 v.Chr. + 2.300 prophetische Tage = 2.300 prophetische Jahre = 2019 / 2020 n.Chr.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • So nebenbei: Natürlich ist das Jahr/Tag beziehungsweise das Tag/Jahr Prinzip, von verschiedenen Exegeten bereits angewandt worden.

      Aber ich stelle zur Überlegung:

      Hesekiel 4, 5., 6.


      Ob sich das nahtlos und kommentarlos auf Daniel umlegen lässt, sollte einmal diskutiert werden.

      Die zweite Deutungsschwierigkeit egibt sich ja dann aus "2300" : sind das nun 2300 "Tage" (Abend und Morgen) oder meint das 2300 Opfer, früh und abends, also 1150 "Tage" - wie Norbert Chmelar uns schön darlegte.

      ???

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Dass hier nicht 2300 Tage, sondern Abende und Morgen gesagt wird, ist für mich ein Hinweis, dass es nur tatsächliche Tage sein können. Das 1. Buch der Makkabäer so wie Josephus Flavius in seinem Werk Jüdische Altertümer, Buch 10 - Kapitel 11 weisen diese Prophetie als schon erfüllt nach. Josephus betont dies auch sehr deutlich. Was immer man also von diesen Schriften halten will, sie zeigen uns auf jeden Fall, wie man schon vor ca. 2000 Jahren die Prophetie aus Daniel 8 auf Antiochos IV bezog.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Azatoth ()

    • Wessen Ende ?

      Das Schlusskapitel den Danielbuches, der letzte Vers (!) sind wohl nur auf das zu beziehen, was wir heute als "Ende" ansehen.
      - ein Mann mit dem Transparentrt "The end is near !" bingt für uns eine klare Botschaft.


      Aber andere "Ende" - Hinweise ?

      Oder durchschmischen sich da Ende - Vorstellungen so wie bei den Jüngern die Hinweise auf den Untergang des Templels mit dem Weltende ?
    • Kurzbeitrag:

      a) Die Formulierung "Abend und Morgen" ist in der Bibel bereits an anderen Stellen definiert und ist somit erstmal nicht frei zur eigenmächtigen Deutung (siehe 2.Petrus 1,19-21 ), sondern zur bereits definierten.

      Die Definition von "Abend und Morgen" findet sich primär hier (im Schöpfungsbericht):

      1Mo 1,5 und [Gott] nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
      1Mo 1,8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.
      1Mo 1,13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.
      1Mo 1,19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
      1Mo 1,23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.
      1Mo 1,31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

      Also 1x "Abend und Morgen" = 1 Tag (laut 1Mo 1,5 ).

      Es sind also in Daniel 8,14 :
      "2300 Abend und Morgen" = 2300 Tage

      PS: Möglicherweise will Gott durch die Redewendung "2300 Abend und Morgen" für "2300 Tage" -- anstelle gleich platzsparend direkt von "2300 Tagen" zu sprechen -- einen Bezug zur Schöpfung sprachlich-gedanklich herstellen... D.h. es benötigt Gottes schöpferisches Eingreifen um die intensiven Attacken+Zerstörungen des kleinen Horns wiederherzustellen...

      PPS: Weiters sind "verschlungene/ungebrächliche Angaben" oft ein Kennzeichen davon, dass hier etwas symbolisch zu verstehen/deuten ist. Überlicherweise würde gesagt: "6 Jahre und 4 Monate und 20 Tage" und nicht "2300 Abende und Morgen"... Versteht ihr?
      Detto "Wochen 70" (Dan.9,24 wörtlich Einheit vor Zahl!!); "42 Monate" (Offb.11,2; 13,5); usw. ..

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      b) Jetzt kommt noch etwas für Interessierte der Klammerrechnung und Textangabenrechnung (also etwas Mittelschule ;-)) :

      --> 2300 "Abend und Morgen" = 2300x ("Abend" + "Morgen")

      Klammer aufgelöst:

      = 2300x "Abend" + 2300x "Morgen"

      und nicht 1150 Abende und 1150 Morgen [sic!!] [wäre eine würdige Aufgabe für den Pisa-Test]

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      c) Nochwas, - das Wort "Opfer" kommt im Grundtext von Daniel Kapiel 8 nicht vor [!]

      Am Besten kann ich das darstellen anhand der Schlachter2000-Übersetzung und ihrer [ ]-Klammersetzung...
      >>> siehe Dateianhang unten mit Namen "Daniel 8 _ ohne wörtlich Opfer.JPG" <<<

      Daher der Bezug zum Morgen+Abendopfer in Bibelfußnoten und Auslegungen auch eher unrichtig und ebenso zu "1150"...
      Sprachlicher Parallelbezug ist zu "Schöpfung" und noch zu 2 weiteren Themen...

      Exkurs:
      Da sicher die Frage kommt: WAS steht dann "wirklich" da/dort, [wenn nicht "Opfer"]?
      Antwort: ha-tāmîḏ, also der bestimmte der/die/das-Artikel ha plus tāmîḏ was dann definitiv ein Hauptwort = Großschreibung wäre

      Und WAS heißt ha-tāmîḏ und WO wird es WIE definiert...?

      Fortsetzung folgt...
      Bilder
      • Daniel 8 _ ohne wörtlich Opfer.JPG

        183,87 kB, 1.197×570, 19 mal angesehen
      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)
      » Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre (1. Johannesbrief 3:8b)
      » An jenem Tage (=Himmelfahrt; Vers 28) werdet ihr bitten in meinem (=Jesu) Namen...
      denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt...«
      (Joh. 16:26a+27a)
    • Lichtkrieger84 schrieb:

      AAARGH! WIESO STEHEN IN DER BIBEL WORTE DIE IM GRUNDTEXT NICHT STEHEN?! Wie wurden die Worte in den Klammern denn ergänzt?

      Lichtkrieger84 schrieb:

      Ist mir aber schon mal aufgefallen. Ich nehme an die Worte wurden aus dem Zusammenhang ergänzt.
      Weil das Buch sehr schwer zu übersetzen ist, noch dazu wenn man nicht 100%ig weis um was es genau geht (in den Symbolen).

      Zusätzlich war das Buch versiegelt bis in die Endzeit ( Daniel 12:9 ), -- trotzdem musste es übersetzt werden... ^^




      PS: anderes Beispiel ist Daniel 9,27 "Bund schwer machen" (z.B. Luther1984) oder "Bund stärken", siehe
      Interessantes aus Sprachen und Übersetzungen der Bibel
      --> Wörtlich wäre "Bund stärken" richtig, ABER wenn man Antiochos IV. Epiphanes als angesprochene Person dahinter sieht geht das nicht mehr mit der Logik zusammen...
      --> "Bund stärken" wäre übrigens ein weiteres Indiz für Jesus in diesem Satzteil und nicht Antiochos ;)

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)
      » Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre (1. Johannesbrief 3:8b)
      » An jenem Tage (=Himmelfahrt; Vers 28) werdet ihr bitten in meinem (=Jesu) Namen...
      denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt...«
      (Joh. 16:26a+27a)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von John Q. Public ()

    • Lichtkrieger, was ist los? Was möchtest du?

      Quetscht an den Zahlen herum, wie an einer leeren Zahnpastatube :P

      Da war ein Herrscher, der mächtig wurde ["Winde", "Himmelsrichtungen", soll das gleiche bedeuten; ist doch schnurz!].
      Dieser Herrscher unterband das tägliche Opfer und verwüstet den Tempel (wir sind in Israel und es geht um Israel).
      Wenn 2300 Abende und Morgen vergangen sind, wird das Heiligtum wieder geweiht (wir sind in Israel und es geht um Israel).

      Den Rest bringen die Geschichtsbücher, wenn man sich dafür interessiert.
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • DANIEL 8 BEZIEHT SICH EINDEUTIG AUF DIE ENDZEIT!

      Lichtkrieger84 schrieb:

      Es geht also um die Endzeit.
      Ja, das sagt das Kapitel 8 des Danielbuches an verschiedenen Stellen: ----> siehe: Daniel 8,17+19+26!

      Bibelstelle

      "Und er[=der Erzengel Gabriel] sprach zu mir[=zu Daniel]: Du sollst wissen,...dass die Vision sich auf die Zeit des Endes bezieht!" (Daniel 8,17)

      Bibelstelle

      "Und er sprach: Siehe, ich verkünde dir, was in der letzten Zeit des Zornes geschehen wird; denn es bezieht sich auf die bestimmte Zeit des Endes." (Daniel 8,19)

      Bibelstelle

      "Was aber über die Vision von den [2.300] Abenden und Morgen gesagt worden ist, das ist wahr; und du sollst die Vision verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage!" (Daniel 8,26)
    • @Norbert Chmelar

      es gibt in der Bibel mehrere "Zeiten des Endes"; Zeiten, in denen was zu-ende geht, Epochen, Äonen, Abschnitte, Abende und Morgen, usw.

      Es geht in Daniel nicht um die Endzeit, sondern um das Ende dieser Zeit.
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • John Q. Public schrieb:

      c) Nochwas, - das Wort "Opfer" kommt im Grundtext von Daniel Kapiel 8 nicht vor [!]
      "Dann sah ich in Bezug auf das ‘Tägliche‘ (Daniel 8,12), dass das Wort ‘Opfer’ von Menschenweisheit hinzugefügt worden war und nicht zum Text gehört, und dass der HERR die richtige Sicht hierüber denen gab, die die Botschaft von der Stunde des Gerichts verkündigten. Vor 1844, als Einigkeit herrschte, waren fast alle vereint in der richtigen Auffassung über das ‘Tägliche’, doch in der Verwirrung nach 1844 wurden andere Ansichten angenommen, und Dunkel und Verwirrung waren die Folge." EW 74
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Darüber herrscht doch unter Bibelgelehrten völlige Einigkeit, dass die 70 Wochen in Wirklichkeit "Jahrwochen" sind, also = 490 Jahre!
      Lieber Norbert, das ist eine sozusagen "sehr selektive Wahrnehmung" um nicht zu schreiben: Falschbehauptung.

      Ich kenne kein Thema über das bei den "Bibelgelehrten" "völlige Einigkeit" herrschen würde.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Lichtkrieger84 schrieb:

      AAARGH! WIESO STEHEN IN DER BIBEL WORTE DIE IM GRUNDTEXT NICHT STEHEN?! =O Wie wurden die Worte in den Klammern denn ergänzt?
      Weil es (auch im Deutschen) Satzkonstruktionen gibt, die den Entfall einzelner Worte erlauben, wenn dennoch der Inhalt verständlich bleibt. Leider sind dies im Hebräischen und Deutschen aber unterschiedliche Fälle. Daher müssen manchmal Worte ergänzt werden, gute Übersetzungen, die Wert auf Genauigkeit legen und die Lesbarkeit etwas in den Hintergrund stellen, zeigen das auch an.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Leopold schrieb:

      John Q. Public schrieb:

      c) Nochwas, - das Wort "Opfer" kommt im Grundtext von Daniel Kapiel 8 nicht vor [!]
      Vor 1844, als Einigkeit herrschte, waren fast alle vereint in der richtigen Auffassung über das ‘Tägliche’, doch in der Verwirrung nach 1844 wurden andere Ansichten angenommen, und Dunkel und Verwirrung waren die Folge." EW 74
      was, fast alle vereint in der "richtigen Auffassung" ? -wer aller ? Und was war die r"richtige Auffassung" damals ? Und wieso war sie richtig ?
    • Naja, wenn man das Zitat liest, dann heißt das ja wohl, dass vor 1844 Einigkeit über dieses Thema war und diejenigen die richtige Ansicht über das "Tägliche" hatten.

      Miller sagt folgendes:

      „Ich las weiter und konnte keine einzige Stelle finden, in der es [das Tägliche] erwähnt wurde als nur in Daniel. Ich konzentrierte mich dann [mithilfe einer Konkordanz] auf die Worte, die in Verbindung mit dem ‘Täglichen’ standen, nämlich ‘hinwegnehmen’, ‘er wird das Tägliche hinwegnehmen’, ‘von der Zeit an, wo das Tägliche hinweggenommen wird’. Ich las weiter und dachte schon, dass ich kein Licht über diesen Text erhalten würde. Schließlich kam ich zu 2.Thessalonicher 2,7-8: ‘Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein; und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden. Als ich zu diesem Text gekommen war, o, wie klar und herrlich erschien da die Wahrheit! Das war es! Das war das Tägliche! Was meint nun Paulus mit der Formulierung ‘der, welcher jetzt zurückhält,’ oder ihn hindert? Mit dem ‘Menschen der Sünde’ und dem ‘Gesetzlosen’ ist das Papsttum gemeint. Was ist es denn, das das Papsttum daran hindert, offenbart zu werden? Das Heidentum. Nun, dann muss das Tägliche das Heidentum bedeuten. RH 28.1.1858