Warum ist der Sabbat bei den Adventisten so wichtig?

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    • Yokurt schrieb:

      Hallo zusammen,

      ich kenne noch einige wichtige Gründe

      +) die stehen als Begründung für das "SAbbat-halten" indirekt im 4 Gebot:


      Können wir uns auf "Sabbat Heiligen" anstelle von "Sabbat halten" verständigen?
      Ich halte das für mehr als einen semantischen Unterschied.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • "Sabbat heiligen" kommt vor: Jer 17.22-24, Hes 20.20.

      "Sabbat halten" ist die gekürzte Version von "Sabbat heilig halten". Sieh 2Mo 20.8, 2Mo 31.15, 2Mo 35.2, 5Mo 5.12, Ne 13.22, Jer 17.27, Hes 44.24.

      "Heiliger Sabbat" bzw. "Sabbat ist heilig" kommt an Stellen vor: 2Mo 16.23, 2Mo 31.14, Ne 9.14, Jes 58.13, Hes 22.8, Hes 22.26.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende ()

    • 16 So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats.
      17 Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus.


      was sagt das ganz konkret und klar aus. << das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen, leibhaftig aber ist es in Christus>>
    • ingeli schrieb:

      was sagt das ganz konkret und klar aus. << das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen, leibhaftig aber ist es in Christus>>

      aus Joh 14...

      Bibelstelle

      Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; ... Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. ... Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.
      Liebe Grüße, Heimo
    • ingeli schrieb:

      Kolosser 2, 16. So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats.
      17. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus.

      was sagt das ganz konkret und klar aus. "das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen, leibhaftig aber ist es in Christus"
      Neben den wöchentlichen göttlichen Ruhetag (Sabbat) (3. Mose 23, 3) gab es 7 jährliche Fest- bzw. Ruhetage oder "Sabbate", die mit den jüdischen Jahreszeiten-Festen verbunden und über das rituelle Jahr verteilt waren:

      1. der 1. Tag des „Festes der ungesäuerten Brote“ (3. Mose 23, 7+8)

      2. der letzte Tag des Festes der ungesäuerten Brote“ (3. Mose 23, 7+8)

      3. der Pfingsttag oder das „Wochenfest“ (3. Mose 23, 15+21)

      4. der 1. Tag des 7. Monats – „Fest des Posaunenblasens“

      5. der 1. Tag des 7. Monats – „der Versöhnungstag“ ( 3. Mose 23, 24)

      6. der 1. Tag des „Laubhüttenfestes“ (3. Mose 23, 27)

      7. der letzte Tag des „Laubhüttenfestes“ (3. Mose 23, 32-36)

      Diese 7 jährlichen Ruhetage wie auch die gesamten jährlichen Feste waren Teil des Zeremonialgesetzes, gebunden an die Jahreszeiten und die Ernten. Sie fielen auf besondere Monatstage, nicht aber auf besondere Wochentage.

      Wegen des göttlichen Befehles: "Da sollt ihr keine Arbeit tun" (Vers 7), wurden diese Fest- bzw. Ruhetage auch "Sabbate" genannt, und weil an diesen Tagen auch besondere Opfer gebracht wurden, nannte man sie "Schatten von zukünftigen Dingen", d. h. sie wiesen auf das große rettende Opfer Jesu auf Golgatha hin.

      3. Moe 23: 38 macht dann jedoch eine klare Unterscheidung zwischen den jährlichen Sabbaten und dem wöchentlichen Sabbat der Schöpfung, indem dieser Vers sagt: "abgesehen von den Sabbaten des Herrn" (Vers 38)

      Die "schattenhaften" - oder typologischen Verordnungen - waren die Tieropfer, jährliche Feiertage, Speiseopfer, Trankopfer etc. Sie wurden von Gott nach dem Sündenfall eingesetzt. Sie waren fest eingebunden in die hebräischen Feste und die Priesterschaft. All dies wies auf Jesu erlösendes Werk für die Menschen hin. Daher sprach Paulus auch von "Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen".

      Der wöchentliche Sabbat ist kein Schattenbild und wurde daher auch nicht an das Kreuz genagelt. Der wöchentliche Sabbat ist im Gegensatz zu den Sabbaten nicht aufgehoben. Diese Verordnungen - die Schattenbilder - wurden aufgehoben, ans Kreuz geheftet.

      Die moralischen Prinzipien der 10 Gebote (darunter das Sabbatgebot) waren keine „Schatten“. Sie waren dazu bestimmt, das menschliche Handeln für alle Zeiten und an allen Orten zu bestimmen!
      Das Kreuz bestätigt und stützt die großen moralischen Prinzipien der Bibel, die in den 10 Geboten zusammengefasst sind. (Römer 3,31)

      was sagt das ganz konkret und klar aus. "das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen, leibhaftig aber ist es in Christus"
      Was also sagen die Worte Paulis aus?

      Sie sagen, dass man sich kein schlechtes Gewissen machen muss, wenn man diese Festtage halten will oder auch nicht. Sie sind nicht mehr nötig, aber auch nicht verboten. Der Schatten des Zukünftigen wurde durch Jesus Christus "leibhaftig". Durch Jesus erfüllt. Es sind Schattenbilder, die auf die Erlösungstat Jesu hinwiesen und durch die Erfüllung Jesu zum JA wurde.

      Der wöchentliche Sabbat ist ein "Denkmal" welches uns auf die Schöpfung zurück verweist. Die jährlichen Sabbate sind/waren Schatten, die in die Zukunft - auf das Kreuz - weist.

      ***
    • auf jahrelanger suche nach der wahrheit der bibel erzählte mir ein advent prediger vom sabbat-da ich bisdahin ziemlich viele theorien ! gehört habe, ging sofort zur theolog fakulutät um nach zu forschen-ich glaube nämlich nicht alles, was mir so gesagt wird!wie total verblüfft war ich ich, das seine ausage stimmte!! mein ganzes leben hat sich seit damals verändert-am liebsten wäre ich auf dem marktplatz gegangen und hätte es jedem erzählt! leider hat es fast niemanden interessiert-bis heute. das verstehe ich einfach nicht!!!! noch weniger verstehe ich, das heute ernsthaft hier über sonntag-sabbat diskutiert wird kann man die 10 gebote akzeptieren für alle menschen , aber das vierte um wandeln?
    • annett schrieb:

      auf jahrelanger suche nach der wahrheit der bibel erzählte mir ein advent prediger vom sabbat-da ich bisdahin ziemlich viele theorien ! gehört habe, ging sofort zur theolog fakulutät um nach zu forschen-ich glaube nämlich nicht alles, was mir so gesagt wird!wie total verblüfft war ich ich, das seine ausage stimmte!! mein ganzes leben hat sich seit damals verändert-am liebsten wäre ich auf dem marktplatz gegangen und hätte es jedem erzählt! leider hat es fast niemanden interessiert-bis heute. das verstehe ich einfach nicht!!!! noch weniger verstehe ich, das heute ernsthaft hier über sonntag-sabbat diskutiert wird kann man die 10 gebote akzeptieren für alle menschen , aber das vierte um wandeln?


      Es giebt einige Menschen die ich kenne denen geht es ebenso wie dir. Aber jedem dem wir davon erzählen legen wir einen Samen ins Herz der mit Gottes Hilfe zu keimen beginnen kann. Wir können nur diesen Samen legen alles andere muß unser Herr machen.
      Das heist eins können wir noch tun ! Nämlich für diese Menschen beten, Paulus sagt "seid beharrlich im Gebet"
      LG
      Hardy
    • Der Sabbat als Hinweis auf die neue Erde

      Der Sabbat ist mehr als ein reines Gebot. Ich finde viele Adventisten sehen ihn als das an, obwohl er das gar nicht ist. Der Sabbat ist viel mehr nicht nur ein Tag, sondern gleichzeitig auch ein Hinweis auf die neue Erde. Ein wirklich herausragender Text in dieser Hinsicht ist

      Bibelstelle

      Hebräer 4,9
      . Hier muss allerdings auf die Bibelübersetzung geachtet werden. Im griechischen steht hier das Wort "Sabbatismos". Mit anderen Worten: Der Sabbat ist ein irdisches Ebenbild für die neue Erde. Ein ähnliches Bild zeichnet

      Bibelstelle

      Jesaja 58,13-14
      . Auch hier findet sich wieder ein Hinweis darauf, dass der Sabbat uns näher zu dem Gedanken der neuen Erde führt. Für mich als Adventist ist der Sabbat genau deswegen wichtig. Ruhe bedeutet in der Bibel (lest mal die Chroniken), dass der menschliche und der göttliche Wille völlig miteinander übereinstimmen. Entsprechend ist der Sabbat Gottes Ansatz um diese völlige Übereinstimmung (die auf der neuen Erde herrscht) zu erzielen. Deswegen wird auch immer wieder betont, dass wir das Alltägliche mal hinten an stellen sollen. An diesem Tag geht es nur um die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Sie erreicht nicht die Intimität kurz nach der Schöpfung, aber wir werden daran erinnert, dass es auf der neuen Erde wieder so sein wird.
    • Ich bringe hier nochmals eine andere Perspektive auf die Grundfrage dieses Thread ein, warum den Adventisten der Sabbat so wichtig sei.

      Meines Erachtens ist der Sabbath, genauer gesagt die Auslegung des Sabbathgebots durch die Adventisten nahezu das einzige, was sie von diversen anderen christlichen Freikirchen unterscheidet. Genau deshalb beharren sie meines Erachtens mit so viel Engagement auf diesem Punkt. Die Sache an sich, die Frage, an welchem Tag der Gottesdienst und der Ruhetag stattfindet, ist aus meiner Sicht ein oberflächliches Detail, ein völlig unwesentlicher Inhalt der Bibel; da es Gott meines Erachtens nicht um Wochentage geht. Der Wochentag ist die Form, nicht der Inhalt. Es ist so als verehrten die Adventisten die Buchhülle einer Bibel ebenso wie oder mehr als die Botschaft der Bibel.

      Ich will darüber hier derzeit nicht groß diskutieren, da ich mir kaum mehr eine fruchtbare Diskussion darüber mit Adventisten vorstellen kann; sondern ich bringe mit meinem Einwurf nur eine andere Sicht in Erinnerung, weil hier anscheinend die meisten angepaßt im adventistischen Theologiesaft kochen und der STA-Pastoren angepaukte Auslegungen wiederholen als sei keine andere Auslegung legitim.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Ich will darüber hier derzeit nicht diskutieren, da ich mir kaum mehr eine fruchtbare Diskussion darüber mit Adventisten vorstellen kann;

      Achso, ich dachte mir grad wozu dann dieses [editiert] noch gut sein soll....


      Daniels schrieb:

      Meines Erachtens ist der Sabbath, genauer gesagt die Auslegung des Sabbathgebots durch die Adventisten nahezu das einzige, was sie von diversen anderen christlichen Freikirchen unterscheidet.

      Ein Witz deiner Seite?
      Anscheinend kennst du uns Adventisten wirklich fast bis GAR-nicht.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • @Baptist: Du wirst es notgedrungen akzeptieren müssen, dass ich keine besonders fruchtbaren und fairen Diskussioen mit Adventisten über die Sabbathfrage erlebt habe. Die meisten überzeugten Adventisten behandeln mich als jemanden, der anders zur Sabbathfrage steht, als fehlte es mir an Verstand oder Wissen. Sie können sich offenbar nicht vorstellen, dass es ein in sich schlüssiges Verständnis des Sabbathgebots geben könnte, das von ihrer theologischen Auslegung abweicht.

      Wenn eine Partei einer Diskussion, nach meiner Erfahrung in diesem Fall die adventistische, mich als Meinungsgegner so gut wie immer behandelt als sei ich ein geistiger Pflegefall, dann muß es Dich nicht verwundern, dass ich keine Lust auf die zigste Wiederaufführung der üblichen STA-Auslegung zu dieser Frage habe. Ich habe auch mal mit einem STA-Pastor anläßlich eines Grillfestes darüber diskutiert und kann nur sagen, dass er mich teilweise sehr arrogant und von Oben herab behandelt hat, er habe das ja im Studium gründlichst studiert und selbst katholische Theologen würden zustimmen, unter Theologen sei das völlig unstrittig und unter solchen wirklichen Fachleuten bräuchte er über diese Frage schon gar nicht mehr diskutieren. Meiner Ansicht nach vernagelt und verblendet. Ich lasse mich von niemandem wie ein Idiot behandeln, bloß weil der zu phantasielos, zu unbeweglich oder zu bequem ist, um sich eine vertretbare Alternative zu seinen eigenen Ansichten vorstellen zu können.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Wenn eine Partei einer Diskussion, nach meiner Erfahrung in diesem Fall die adventistische, mich als Meinungsgegner so gut wie immer behandelt als sei ich ein geistiger Pflegefall, dann muß es Dich nicht verwundern, dass ich keine Lust auf die zigste Wiederaufführung der üblichen STA-Auslegung zu dieser Frage habe.


      Das mag ruhig so sein mit deinen Erfahrungen.
      Was mich stört ist dass du hier mal "von oben" herab abwatscht und dich dann aber gleichsam sozusagen duckst und sagst "ich klatsche aber wenn ihr mich klatscht dann seid ihr lieblos und behandelt mich wie einen Pflegefall"... hallo?
      Wenn du keine Diskussion willst dann solltest du weniger provokant und abwertend deine Meinung kund tun.
      Es ist wie wenn ich in einem Beitrag der ZJ zum Thema Bluttransfusion eine Abwatschung starte und dann aber gleichzeitig sage ich hab kein Bock auf Aussprache darüber.

      Killerphrasen und sich nicht zu einer Diskussion zu stellen ist sehr verwandt wie wenn ich einen anderen von oben herab abwatsche bzw. ihn nicht ernst nehme.

      Deswegen mein Contra, deine Meinung kann ich gut stehen lassen dennoch sollte von deiner Wortwahl etwas Respekt ersichtlich sein, das empfand ich allerdings so leider nicht.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Wenn du keine Diskussion willst dann solltest du weniger provokant und abwertend deine Meinung kund tun.

      Ich finde meine Formulierung nicht besonders provokant, sondern nur klar und unverblümt formuliert. Ich hatte geschrieben:

      Meines Erachtens ist der Sabbath, genauer gesagt die Auslegung des Sabbathgebots durch die Adventisten nahezu das einzige, was sie von diversen anderen christlichen Freikirchen unterscheidet. Genau deshalb beharren sie meines Erachtens mit so viel Engagement auf diesem Punkt. Die Sache an sich, die Frage, an welchem Tag der Gottesdienst und der Ruhetag stattfindet, ist aus meiner Sicht ein oberflächliches Detail, ein völlig unwesentlicher Inhalt der Bibel; da es Gott meines Erachtens nicht um Wochentage geht. Der Wochentag ist die Form, nicht der Inhalt. Es ist so als verehrten die Adventisten die Buchhülle einer Bibel ebenso wie oder mehr als die Botschaft der Bibel.

      Natürlich ist das Sabbathgebot nicht die einzige Spezialität der Adventisten; aber es ist offensichtlich der Glaubenpunkt, mit dem sie sich aus der Masse der Denominationen herausheben möchten und an dem sie ihr Selbstverständnis oder ihr Identitätsgefühl festmachen, immerhin wurde dieser Punkt so wichtig genommen, dass er namensgebend für die Adventisten-Kirche wurde.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Ich bringe hier nochmals eine andere Perspektive auf die Grundfrage dieses Thread ein, warum den Adventisten der Sabbat so wichtig sei.

      Meines Erachtens ist der Sabbath, genauer gesagt die Auslegung des Sabbathgebots durch die Adventisten nahezu das einzige, was sie von diversen anderen christlichen Freikirchen unterscheidet. Genau deshalb beharren sie meines Erachtens mit so viel Engagement auf diesem Punkt.
      Das stimmt so nicht ganz. Denn es gibt auch die Siebenten Tags Baptisten. Und sie feiern den Sabbat eben auch von Freitag Sonnenuntergang bis Samstag Sonnenuntergang. Ob Adventisten deshalb - weil sie durch den Sabbat herausstechen aus der Masse so viel Engagement auf diesen Punkt legen, kann ich echt nicht sagen. Ich weiß es nicht.



      Die Sache an sich, die Frage, an welchem Tag der Gottesdienst und der Ruhetag stattfindet, ist aus meiner Sicht ein oberflächliches Detail, ein völlig unwesentlicher Inhalt der Bibel; da es Gott meines Erachtens nicht um Wochentage geht. Der Wochentag ist die Form, nicht der Inhalt. Es ist so als verehrten die Adventisten die Buchhülle einer Bibel ebenso wie oder mehr als die Botschaft der Bibel.
      Das ist dein Recht es so zu sehen. Und diese Ansicht sollte als deine Ansicht auch respektiert werden. Ob sie nun stimmt, oder auch nicht. Ich teile diese Ansicht mit dir nicht. Aber ich kann dich gut verstehen, dass dich Adventisten mit dem Sabbat nerven. Die Gefahr, hier einen Exklusivanspruch zu erheben ist so leider wirklich gegeben. Und das sollte eigentlich nicht so sein. Wir dürfen uns nicht als etwas Besseres fühlen, weil wir vom Sabbatfeiern überzeugt sind. Und ich persönlich nerve auch niemanden damit. Ich erkläre meine Ansicht, aber nur einmal oder auf Anfrage auch gerne öfter. Ich muss gestehen, mir war es - als ich begann mich mit der Bibel zu beschäftigen und begann in die STA-Gemeinde zu gehen, war es mir mehr als unangenehm, wenn bei der Fahrt von oder zur Gemeinde vom Sabbat und nicht vom Samstag gesprochen wurde. Und ich werde auch heute noch manchmal darauf angesprochen, warum Adventisten nicht Samstag sagen.


      Ich will darüber hier derzeit nicht groß diskutieren, da ich mir kaum mehr eine fruchtbare Diskussion darüber mit Adventisten vorstellen kann;
      Da kann ich dich gut verstehen. All zu viel ist Ungesund. Und wenn man das "normale" Maß nicht erkennt, kann es Kritisch werden.



      sondern ich bringe mit meinem Einwurf nur eine andere Sicht in Erinnerung, weil hier anscheinend die meisten angepaßt im adventistischen Theologiesaft kochen und der STA-Pastoren angepaukte Auslegungen wiederholen als sei keine andere Auslegung legitim.
      Das ist zwar mehr als ätzend geschrieben. Aber auf Grund deiner Erklärung, warum du nicht diskutieren willst, kann ich auch dein Ätzen verstehen. Du hast vom Sabbat die Nase einfach voll. Das sollte uns eher zum Denken geben, als eine gepfefferte Antwort zu liefern.

      Das soll nicht heißen, dass STA nicht über den Sabbat und seine Wichtigkeit (für Adventisen) sprechen dürfen. Aber wie gesagt: Maßlosigkeit ist nie gut.


      Wenn eine Partei einer Diskussion, nach meiner Erfahrung in diesem Fall die adventistische, mich als Meinungsgegner so gut wie immer behandelt als sei ich ein geistiger Pflegefall, dann muß es Dich nicht verwundern, dass ich keine Lust auf die zigste Wiederaufführung der üblichen STA-Auslegung zu dieser Frage habe.
      Schade, dass du so empfindest. Aber ich verstehe es alleine schon deshalb, weil es mehreren so geht wie dir. Ich höre leider öfter solche Meldungen.





      Ich habe auch mal mit einem STA-Pastor anläßlich eines Grillfestes darüber diskutiert und kann nur sagen, dass er mich teilweise sehr arrogant und von Oben herab behandelt hat, er habe das ja im Studium gründlichst studiert und selbst katholische Theologen würden zustimmen, unter Theologen sei das völlig unstrittig und unter solchen wirklichen Fachleuten bräuchte er über diese Frage schon gar nicht mehr diskutieren. Meiner Ansicht nach vernagelt und verblendet.
      Das ist zum Glück nicht die Regel. Kommt aber leider auch vor. Schade! Denn man kann auch mit der Bibel oder mit biblischen Wahrheiten jemanden erschlagen, wenn man die Grenze übersieht.






      Ich lasse mich von niemandem wie ein Idiot behandeln, bloß weil der zu phantasielos, zu unbeweglich oder zu bequem ist, um sich eine vertretbare Alternative zu seinen eigenen Ansichten vorstellen zu können.
      Dass du dich nicht wie ein Idiot behandeln lässt, ist klar und logisch. Ob deine Gesprächspartner zu unbeweglich oder zu bequem sind, kann ich nicht beurteilen. Aber ich bin mir sicher, dass es auch hier bei den STA manchen Extremling gibt, der schon Angst hat, mit Satan im Bunde zu sein, wenn er sich mal andere Ansichten zu einem Thema oder seiner Überzeugung ansehen sollte. Ist leider so. Aber sicher sind das die Ausnahmen.


      Ich hoffe, du empfindest nicht bei allen Themen so, die du mit STA's diskutierst. Es ist halt ein Problem mit unserer Sensibilität ... ;)

      ***
    • @Nachtperle: Ich behaupte natürlich nicht, dass alle Adventisten vernagelt sind. Auch der angesprochene Pastor ist nicht nur oder immer so. Trotzdem sind nach meiner Erfahrung überzeugte Adventisten so ergriffen vom adventistischen Sabbathgebotsverständnis, dass sie eine legitime Gegenmeinung anscheinend von vornherein völlig ausschließen.
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      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • @Daniels:

      Ich weiss nicht, was Du von den Adventisten erwartest. Der Sabbat ist wohl eines der zentralsten Dinge dieser Glaubensgemeinschaft, folglich gibt es für einen Adventisten auch keinen Grund das Sabbatgebot anders aufzufassen, alleine darüber zu diskutieren bringt nichts, man kann sich den Grund dafür anhören aber mehr auch nicht. Ich finde das mittlerweile aber gar nicht mehr schlimm. Daher geb ich Dir einen guten Rat: Lass doch Deine Aussagen in dieser Hinsicht sein, das stiftet nur Unruhe und Unfrieden. Ich musste das auch lernen, aber es lohnt sich. Man kommt weiter, wenn man sich die Argumente des Gegenüber anhört und respektiert. Ich versuche daher jedem mit Respekt zu begegnen aber ich kann eine andere Meinung auch mal stehen lassen ohne weiter darauf rumhacken zu müssen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Daniels schrieb:

      meiner Erfahrung überzeugte Adventisten

      Auch überzeugte STA haben nicht immer den Sabbat im Mund.
      Es ist bei mir ganz anders. Mein erstes Ding ist das Bild Gottes richtig darzustellen. Das Thema dass es keine ewig brennende Hölle gibt und damit Gottes Liebe besser zu verstehen ist ist weit aus wichtiger (für mich) als der Sabbbat (wobei er auch ein wichtiger Kern ist).

      Was ich einfach nicht mag (und dadurch auch reagiere @Nachtperle ) sind dauernde Pauschalisierungen und sog. Erfahrungen die man sich immer auf die Fahnen schreibt um rum zu ätzen. Wer Respekt will darf auch Respekt zeigen und braucht erst garnicht "ätzen".

      Das ist alles und es wär ganz einfach.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Wer Respekt will darf auch Respekt zeigen und braucht erst garnicht "ätzen".

      @DonDomi: @Baptist: Ich denke, dass ich viel mehr zu diesen Sabbathdiskussionen tolerant schweige, als die Adventisten zu meinen kurzen Einwürfen. Ich habe mit meinem Beitrag nicht mehr und nicht weniger getan, als in Erinnerung zu bringen, dass es auch noch ganz andere Ansichten zu der Frage gibt. Letzten Endes muß ich jedoch in diesme Fall feststellen, dass mir schon die Erwähnung einer Gegenmeinung von manchen als Intoleranz ausgelegt wird. Das kommt mir etwas einseitig vor. Ich höre mir allerhand Theorien -- auch sonderliche -- von Adventisten duldsam und oft schweigend an, ohne da reinzugrätschen.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Ich denke, dass der Sabbat oft nur als Gebot dargestellt wurde und noch wird - du sollst - du musst - usw. Eigentlich ist er doch ein Geschenk Gottes an uns, was Er den Menschen ganz am Anfang gemacht hat. Der Sabbat erinnert uns an die Schöpfung - er ist Gottes Zugabe zu den ganzen guten Sachen, die Er geschaffen hat. Und Gott hat eben diesen besonderen Segen auf diesen Tag gelegt. Das bedeutet meiner Meinung nach nicht, dass Gott Menschen nicht segnet, wenn sie sich in Seinem Namen sonntags, mittwochs oder donnerstags treffen und Gottesdienst feiern. Gott segnet seine Kinder gerne, das sagt doch auch Jesus. "Wo sich zwei oder drei in meinem Namen versammeln, da bin ich mitten unter ihnen". Jesus ist mitten unter seinen Kindern - nicht nur am Sabbat. Aber das Geschenk dieses besonderen Tages will Er uns auch gerne geben. Ein Geschenk kann man annehmen oder ablehnen. Gott liebt uns trotzdem. Ich habe als Kind den Sabbat auch eher als Zwang erlebt - dieses durfte man nicht, jenes nicht, Eis essen - verboten. Baden im Sommer - ging gar nicht. Spielen wie an einem Wochentag - ganz schlecht, dann auch noch mit den feinen Sabbatanziehsachen... Und ich bin ganz ehrlich - ich war als Kind froh, als der Sabbat endlich vorbei war... Dass der Sabbat um des Menschen willen gemacht ist und nicht andersrum, wurde mir erst später klar. Für mich ist der Sabbat wirklich ein Geschenk und ich nehme ihn dankbar aus Gottes Hand. Irgendwie wie ein kleiner Vorgeschmack auf die Neue Erde. :)