1. Johannes 3,19-21: Wenn dich dein Herz verurteilt

    • 1. Johannes 3,19-21: Wenn dich dein Herz verurteilt

      Bibelstelle

      1. Johannes 3,19 Hieran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und wir werden vor ihm unser Herz zur Ruhe bringen, 20 dass, wenn das Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles kennt. 21 Geliebte, wenn das Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott,


      Wie versteht ihr diese Verse? Könnte ihr praktische Beispiele nennen, wo ihr selbst in so einer Situation ward?

      Ich habe folgendes Problem: Einerseits verstehe ich den Text so, dass unser Gewissen uns nicht verdammt (so übersetzt es Luther), andererseits sollten wir doch auf unser Gewissen hören. Man könnte die oben angegebenen Verse nun so verstehen, dass wir unser Gewissen zur Seite schieben können, weil Gott alles regelt. Soll man nun auf sein Gewissen hören oder nicht?

      Paulus schreibt beispielsweise:

      Bibelstelle

      Röm 2,15 Sie beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen mit Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen -


      Das Gewissen arbeitet am Gläubigen, keine Frage. Doch wo ist die Grenze zur (krankhaften) "Selbstverdammnis"? Mich würden hier konkrete praktische Beispiele aus dem Leben interessieren, um das ganze etwas greifbarer zu machen.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Dieses gesamte Kapitel zeigt uns immer wieder auf ...

      ... dass ein Kind Gottes Liebe zum Nächsten und im Besonderen zu Gott hat/bekundet.

      ... dass ein Kind Gottes nicht in der Sünde verharrt. denn ...

      ... wer Gott liebt, hält seine (Gottes) Gebote. Dennoch wird der Christ immer wieder fallen. Aber nicht liegen bleiben (in der Sünde verharren) sondern wieder aufstehen, seine Verfehlung bekennen, bereuen und zu Gott umkehren. Weil ihn die Liebe Gottes dazu drängt.

      ... jemand, der in der Sünde verharrt, den verurteilt sein Gewissen nicht (mehr). Das Gewissen ist abgestumpft und der Mensch liebt Gott (und den Nächsten) nicht wirklich.

      ... dass ein Kind Gottes sich nicht von seinem Gewissen verurteilt glauben muss. Denn Jesus ist für unsere Verfehlungen (nicht fürs Verharren in der Sünde) gestorben. Ein Kind Gottes wird vom Gewissen darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht recht ist, was es tut und zur Umkehr bewegen. Wenn das Gewissen verurteilt, würde das bedeuten: "Ich bin nicht mehr würdig, von Jesus erlöst zu werden. Und das ist falsch! Denn sobald das Gewissen anschlägt, ist die Bereitschaft zu einer Umkehr möglich und wird auch erfolgen. Wenn man das Gewissen abstumpft und in der Sünde verharrt, ist weder der Wunsch noch die Möglichkeit zu einer Umkehr gegeben.

      Es ist also nicht gemeint, das Gewissen auf die Seite zu schieben. Man soll auf sein Gewissen hören und es nicht abstumpfen lassen. Die Grenze ist da, wo man meint, Jesu Opfer reicht nicht mehr aus, um Vergebung und somit auch Erlösung zu erlangen. Denn solange der Mensch ernsthaft bereut und umkehrt, wird der Hirte Jesus sich seiner annehmen.

      Der "Fehler" beginnt also schon da, wo das Gewissen verurteilt ohne Möglichkeit einer Reue bis hin zur Erlösung zu sehen.

      So verstehe ich das gesamte Kapitel von Johannes in extremer Kurzfassung erklärt.

      ***
    • Nachtperle schrieb:

      Der "Fehler" beginnt also schon da, wo das Gewissen verurteilt ohne Möglichkeit einer Reue bis hin zur Erlösung zu sehen.

      Das versteh ich noch nicht ganz. Kannst du das näher erklären?

      Mir ist jetzt etwas in den Sinn gekommen, wie man vielleicht die Rolle des Gewissens beschreiben kann. In 1. Johannes 3,19-21 geht es dadrum, dass das Gewissen einen verurteilt bzw. verdammt. Dies ist aber nicht die Aufgabe des Gewissens, sondern die Aufgabe Gottes. Die "sich-selbstdammende" Person gibt ihren Gewissen die falsche Funktion. Meiner Meinung übernimmt das Gewissen (bildlich gesprochen) die Funktion eines Zeugen, der gegen (oder für?) einen aussagt. Der Richter ist aber Gott und nicht der Zeuge. Und weil Gott unser gnädiger Richter ist, wenn wir Jesus unsere bereuten Sünden übertragen, kann uns der Zeuge nicht verdammen bzw. verurteilen. Von ihm sollte (?) keine Gnade zu erwarten sein, sondern nur von Gott. Und in dieser Wahrheit sollte unser Herz Ruhe finden (Vers 19)
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!

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    • Bemo schrieb:

      Nachtperle schrieb:

      Der "Fehler" beginnt also schon da, wo das Gewissen verurteilt ohne Möglichkeit einer Reue bis hin zur Erlösung zu sehen.
      Das versteh ich noch nicht ganz. Kannst du das näher erklären?

      Wenn uns das Gewissen ermahnt, also aufzeigt, dass wir einen Fehler begehen wollen oder begangen haben, dann ist es gut. Denn wenn wir das Gewissen berücksichtigen, werden wir viele Verfehlungen erst gar nicht begehen oder aber wenn wir verfehlt haben, bereuen, umkehren ... So gesehen ist es eher ein Ermahner als ein Zeuge.

      Wenn uns das Gewissen verurteilt, also wir uns selbst durch unser "Empfinden" verurteilen, nehmen wir eine Bewertung vor, die uns nicht zusteht. Denn Verurteilen ist Sache des Richters. Der Richter ist Jesus.

      Sobald wir uns selbst ein Urteil sprechen, greifen wir einerseits auf ein Recht zu, dass uns gar nicht zusteht. Andererseits werten wir das Opfer Jesu ab. Es reicht nicht für unsere Vergehen. Das passiert aber, wenn und das Gewissen verurteilt. Die Frage ist aber dann wieder: Was versteht man unter "Das Gewissen verurteilt"? Ich verstehe eben darunter, wie ich eben beschrieben habe.

      Bemo schrieb:

      Mir ist jetzt etwas in den Sinn gekommen, wie man vielleicht die Rolle des Gewissens beschreiben kann. In 1. Johannes 3,19-21 geht es dadrum, dass das Gewissen einen verurteilt bzw. verdammt. Dies ist aber nicht die Aufgabe des Gewissens, sondern die Aufgabe Gottes. Die "sich-selbstdammende" Person gibt ihren Gewissen die falsche Funktion. Meiner Meinung übernimmt das Gewissen (bildlich gesprochen) die Funktion eines Zeugen, der gegen (oder für?) einen aussagt. Der Richter ist aber Gott und nicht der Zeuge. Und weil Gott unser gnädiger Richter ist, wenn wir Jesus unsere bereuten Sünden übertragen, kann uns der Zeuge nicht verdammen bzw. verurteilen. Von ihm sollte (?) keine Gnade zu erwarten sein, sondern nur von Gott. Und in dieser Wahrheit sollte unser Herz Ruhe finden (Vers 19)
      Dein Vergleich ist gut! Ich glaube aber nicht, dass WIR dem Gewissen eine Funktion zuordnen. Wir können es zwar schärfen oder abstumpfen. Aber die Funktion hat Gott gegeben. Der Widersacher allerdings versucht auf dieser Schiene, das Gewissen eines Menschen zu missbrauchen, um ihm Wertlosigkeit oder "Erlösung unmöglich" einzureden. Daher sehe ich es als wichtig an, dass wir den Wert des Opfers nie entwerten aber auch nie als "billige Gnade" sehen in dem Sinne: Gott verzeiht alles, schließlich ist sein Sohn dafür gestorben.

      ***
    • Nachtperle schrieb:

      Die Frage ist aber dann wieder: Was versteht man unter "Das Gewissen verurteilt"?

      Gute Frage! Ich denke, Luther war sehr weise, als er in 1. Joh 3,19-21 "verurteilen" (Elberfelder) mit "verdammen" übersetzt hat. Ich in diesen Kontext geht es dadrum, dass man sich selbst zerstört, in dem man den Blick eben nicht aufs Kreuz richtet, sondern nur auf sich selbst.

      In Römer 2,15 wird meiner Meinung nach dem Gewissen schon die Funktion des "anklagens und entschuldigens" gegeben - dies ist aber nicht gleich zu setzen mit "verurteilen"! Wenn uns unser Gewissen nicht anklagen würde, würden wir unseren Blick wahrscheinlich garnicht auf Jesus richten. Wenn wir dies nicht tun, erfahren wir diese "gefühlte Selbstdammnis" durch unser Gewissen - und das will Gott nicht.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • 1. Johannes 3,19 Hieran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und wir werden vor ihm unser Herz zur Ruhe bringen, 20 dass, wenn das Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles kennt. 21 Geliebte, wenn das Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott,

      Worum geht es denn in den vorigen Versen? Um Taten: Hieran werden wir erkennen (daran, dass wir nicht durch Worte den Dienst am Bruder bezeugen, sondern in der Wahrheit und in Taten).

      Es gibt eine "Elementar-Moral", wenn ich es so ausdrücken kann. Paulus schreibt in Bezug auf diejenigen davon, die niemals das Evangelium hörten: Ihr Gewissen klagt sie an! Recht und Unrecht sind (auch) spürbare Dimensionen, die für uns Christen am Gesetz Gottes sinnhaft gemacht werden.

      Wir sind immer gefallene Menschen & Christen. Es herrscht ein Streit zwischen Fleisch und Geist! Als bekehrter Christ bin ich in der Erkenntnis, werde aber zugleich als Mensch dazu "neigen", eigenmächtig (in meinem Herzen) Rechtsprechung mir selbst gegenüber zu vollziehen.

      Wie Bemo bereits sagte: das ist Gottes Aufgabe, nicht meine, und es macht nicht souverän (freimütig).

      Kennt ihr "diese Christen" bzw. diese Neigung von Christen, ständig zu denken: "Ich habe noch nicht genug getan!" Es klingt sehr demütig, kreist aber eigentlich nur um einen selbst.

      Diese Demut wird sehr häufig als authentisches Christentum betrachtet und das Maß aller Dinge besteht dann darin, eine möglichst fromme, graue Maus zu sein. Auch das kann Egoismus sein.

      Adressat und Richter ist nicht mein Herz! Ich muss auch beim Urteil über mich selbst alles in Gottes Hände legen! Ich soll bekennen, dass ich Sünder bin, nicht, wieviel oder welchen Ausmaßes! Dass ich immer noch mehr hätte tun können, ist ne General-Wahrheit, mit der ich mich tatsächlich nicht aufhalten brauche! (Auch auf Gefahr hin, dass das hier nun falsch verstanden wird!)

      Das Gewissen ist "Richter" außerhalb der Erkenntnis der biblischen Wahrheit. Sobald ich Christus als Herrn annehme, kann, will und soll der Heilige Geist mir aufschließen! Es ist aber weiterhin eine Macht unseres Egos, dass unser Herz selbst die Urteile fällen will.

      Übrigens: das Herz verurteilt! muss nicht nur Urteil im negativen bedeuten. Urteil heißt Rechtssprechung zum Guten oder zum Bösen. Umgekehrt gilt das gleiche: ich darf mir nicht auf die Schulter klopfen, weil ich so tolle Dinge gemacht habe! Auch das kann ein "Urteil meines Herzens" über mich sein.

      Deshalb will Gott es in unser Herz schreiben!
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Hallo Seele,
      du schreibst:
      Kennt ihr "diese Christen" bzw. diese Neigung von Christen, ständig zu denken: "Ich habe noch nicht genug getan!" Es klingt sehr demütig, kreist aber eigentlich nur um einen selbst.
      dann stellst du selber fest:

      Seele1986 schrieb:

      Dass ich immer noch mehr hätte tun können, ist ne General-Wahrheit, mit der ich mich tatsächlich nicht aufhalten brauche! (Auch auf Gefahr hin, dass das hier nun falsch verstanden wird!)
      Wenn man letzteres begriffen und erkannt hat, sagt man aus einer ganz anderen Motivation heraus: "Ich habe noch nicht genug getan!" - und das ist damit auch ehrlich und richtig gemeint. Das Problem ist doch, dass wir Menschen dies nicht beurteilen können - also nicht ins Herz schauen können - ob "der andere Christ" dies wirklich so erkannt hat. "Ich hätte noch mehr tun können" spiegelt das nicht auch ein wenig die Einstellung der "Rechten Seite" aus dem Gleichnis von der Trennung der Schafe und Böcke wider? Spiegelt die Einstellung "Ich habe genug getan" nicht ein stückweit die Einstellung der "Linken Seite" wider? Ich wäre hier vorsichtig, über die Moitivation "dieser Christen" zu urteilen - denn Gott ist hier der Richter, der das Herz erforscht.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Hallo Bemo,

      wie befürchtet, habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Das, was du geschrieben hast, meinte ich in meinem Text. Dass Gott derjenige ist, der erforscht und urteilt.

      Was ich meinte, ist jener Hang zum Selbsturteil (sich selbst und ferner unweigerlich auch anderen gegenüber). Das sollte keine Anklage sein. Entdecke das bei mir selbst auch immer wieder. Es geht dann darum, Gott den Richter sein zu lassen, und nicht im meinem Herzen um mich selbst zu kreisen.

      Das meinte ich damit. Hoffe, ich konnte das richtig stellen!

      Danke für dein Statement!
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Seele1986 schrieb:

      Es geht dann darum, Gott den Richter sein zu lassen, und nicht im meinem Herzen um mich selbst zu kreisen.

      Genau das ists, wovor nun meiner Meinung nach in 1. Joh 3,19-21 gewarnt wird: Die Funktion des Gewissens zu vertauschen - Es ist nicht Richter, sondern nur "Kläger". Findet diese Verwechslung statt, hat dies fatale Folgen ("um sich selbst kreisen"). Das richtige Verständnis führt im Gegensatz dazu zur "Freimütigkeit" :)
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Wenn wir uns selber so annehmen wie wir sind, in dem wir unseren Fehlern, Schwächen ganz bewusst sind und sagen ja das bin ich. Dann hören wir auf zu verurteilen, die Menschen um uns herum zu verurteilen und auch unsere eigene Verurteilung hört damit auf.
      Dann können wir erst erkennen wie groß Gott ist, er nimmt uns so an wie wir sind und das eigene verurteilen hört in uns auf.

      Röm 14,22 Den Glauben, den du hast, behalte bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst nicht zu verurteilen braucht, wenn er sich prüft.
    • das Gewissen - das geschulte Gewissen.

      Eine wichtige Frage ist hier im Raum.

      Das Wort ansich :
      griechischen syneidêsis-Begriff und dessen lateinischer Übertragung conscientia wird als "mit Wissen" wiedergegeben. Das "mit" kann die Bedeutung nach aussen haben oder nach innen. Wir wissen um unser Tun /Denken / Motivation. Das Gewissen kann uns anklagen "schlechtes Gewissen" (Lüge , Diebstahl, Unmoral, Boshaftigkeit , Stolz etc ) es macht uns unruhig und Unfrieden stellt sich ein - kann zu schlaflosen Nächten führen - man findet vor lauter schlechtem Gewissen keine Schlaf .. Es kann uns vor Schlechtem bewahren - es tritt als Warnsignal auf .. "etwas gegen das eigene Gewissen tun" "mit seinem Gewissen nicht vereinbaren können".
      Wir haben hier also eine Art innererm Pegel , einer Richtschnur zu tun . Je nach Schuliung ist das Gewissen eher eng oder weit ausgeprägt.
      Es ist ein inneres Empfinden über Recht und Unrecht.
      Wann trat es erstmals in "Erscheinung" ? Sofort nach dem Sündenfall --- Adam und Eva versteckten sich - sie schämten sich - erkannten dass sie nackt und bloss waren.

      Römer 2 13, 14 zeigt ja dass die Heiden von Natur aus die Dinge des Gesetzes tun - obewohl sie das Gesetz nicht haben --- in so gut wie jeder Gesellschaft ist (war! ) Mord , Unzucht, Ehebruch, Götzendienst (natürlich) , Lügen, Stehlen etc unter Strafe gestellt - .

      Paulus schreibt an die Hebräer 10:18 :
      Betet für uns! Denn wir sind überzeugt, dass wir ein gutes Gewissen haben, da wir in allem einen guten Wandel zu führen begehren

      Interessant ist der Text aus 1. Tim:2
      durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind,


      Das Gewissen wird empfindsamer wenn es gut geschult ist. Je mehr Wissen um den Willen Gottes um so feiner schlägt es an.

      Wie das Gewissen ungeschult täuschen kann geht aus den Worten Jesu hervor als Er vorhersagt dass Seine Jünger zu Tode kommen werden und die Menschen die sie tötetn sogar glauben Gott einen Dienst getan zu haben.

      Dann kommt noch eine Verantwortung für das Gewissen anderer. Ein simples Beispiel - sind wir mit Moslems zusammen dann würden wir (logischerweise - aber das Schweinfleischverbot gilt nicht für alle Christen oder sehen es nicht so) auf Schweinsbraten mit Knödel als Essen verzichten .

      Oder wenn ich Juden einlade gehe ich zum koscheren Markt ..
      Also ich achte darauf ihr Gewissen zu respektieren.

      LG
      Helensche
    • Hallo Helen,

      nochmal zur Differenzierung (die du aber mit dem Wort "ungeschultes Gewissen" bereits nennst):

      Unser Gewissen allein verurteilt uns sehr wohl, führt aber nicht unbedingt zur aufrichtigen Buße.

      Adam und Eva verstecken sich (die direkte menschliche Reaktion auf unser Gewissen, dass uns anklagt).

      Als Gott Adam anspricht, sagt er: "Die Frau, die DU mir gegeben hast..." Auf das Verstecken folgt die altbekannte Ausrede.

      Der Geist Gottes überführt uns zum Bekenntnis. Wenn ich diese Aufrichtigkeit habe, setzt das etwas unglaublich befreiendes und versöhnliches frei. Ich werde souverän!
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Hallo Seele1986,

      ja --- das Gewissen dass ungeschult ist - ev sogar schon abgestumpft kann ungehört bleiben.

      Das Handeln zeigt dann dass es uns darum geht unentdeckt zu bleiben und nicht zu unerem Unrecht zu stehen. man "plagt sich" mit dem schlechten Gewissen.

      Das Gewissen ist dann ein Ankläger ohne Nutzen ! Das geht dann bis zum gewissenlos sein.

      :)
    • Seele1986 schrieb:

      Unser Gewissen allein verurteilt uns sehr wohl, führt aber nicht unbedingt zur aufrichtigen Buße.


      Was ist aufrichtige Buße. Sagen es tut mir leid oder etwas ungeschehen machen.
      Das Gewissen benutzt auch Satan zur Anklage!

      Adam hat gewuss was er verbockt hatte. Er lief weg ...aus Angst ,Scham oder weil er wütend war?

      Was hätte er in dieser Situation machen können?

      Gott ist aktiv geworden,hat ihn die Konsequenzen seiner Tat aufgezeigt sogar "verflucht", aber ihn trotzdem angekleidet,Hoffnung gegeben und ihn nie im Stich gelassen!
      Nur mit Ihm und in seiner Nähe sind wir sicher.
    • Bei aufrichtiger Buße dürfen wir der Vergebung sicher sein.
      Wenn man mit einer vertrauten Person darüber gesprochen hat, darf sich derjenige bei Unruhe im Herzen nochmals Vergebung zusprechen lassen.
      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.
    • Hallo jüngerjesu ,

      Busse und UMKEHR - der Böse verlasse seinen Weg - sonst wäre es wie ein Ablasshandel.

      Wenn ich falsche Wege verlasse dann ist mir Vergebung gewiss.
      Deswegen ist es so wichtig das Gewissen anhand Gottes Wort zu schulen - und es anzuwenden . Was nütz es mir zu lesen ich soll nicht stehlen -- aber dann eben doch stehle?
      Erkenntnis bringt nichts - wenn sie nicht gelebt wird. Das Gewissen zu betäuben bringt auch nichts - man sollte dankbar sein dafür.. sehr gut finde ich den Rat eines Vertrauten ! Dazu sind die älteren Männer -- sie sollen beten und uns zurechtbringen .. uns helfen wenn wir etwas getan haben was zu einem schlechten Gewissen geführt hat. Wenn es um eine grössere Sache geht .
      Ansonsten - habe ich gegen jemand gesündigt gehe ich hin und entschuldige mich - bitte um Verzeihung - und wir schauen dass die Sache ins Reine kommt. Das kann sehr erbauend sein :)
      LG
      Helensche
    • Hallo Helensche,

      so wie Du schreibst, gebe ich Dir ein eindeutiges JA.

      Was ich aber meine, hat mit Ablasshandel rein gar nichts zu tun.
      Mir geht es darum, dass im Zweifel oder bei weiterem belastetem Gewissen trotz ehrlicher Reue und Buße - das ist die Voraussetzung - Zuspruch durch eine weitere Person gegeben werden kann. Dabei soll eine Bekräftigung der Vergebung nochmal mit menschlichen Worten erfolgen, weil Gott wirklich vergeben hat und das Herz noch unruhig ist. Das kann auch gut durch ein Gebet erfolgen. Dabei können ältere Männer eine echte Hilfe sein, wie wahr.

      Liebe Grüße :morgähn:

      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.