Adventgemeinde heute - ein Hindernis bei Jesu Nachfolge?

    • Adventgemeinde heute - ein Hindernis bei Jesu Nachfolge?

      Von einigen Mitgliedern, insbesondere von Stephan Zöllner, beobachte ich in diesem Forum eine - nach meinem Empfinden "hetzerische" - Einstellung gegenüber der Adventgemeinde. Solche Aussage wie diese sind nicht selten:

      Vergiß die Adventgemeinde! Folge Du IHM nach! Joh 21,22. [HIER]
      Die orientiert sich aber definitiv nich primär am Auftrag Christi sondern an sozialer Integration und Zahlenmäßigem Wachstum weil die Leute sich wohl fühlen. Das Qualitative Wachstum und geistliche Reifen im Sinne der Heiligung kommt dabei seit Jahren deutlich zu kurz! [HIER]
      Wenn die Adventgemeinde sich als Institution wichtiger nimmt als Christus, dann wird die STA selber zum Anti-Christen (anti= an Stelle von) und zwar vollkommen unabhängig davon ob sie an sonsten die Wahrheit lehrt! [HIER]
      NT berichtet uns die Bedeutung einer Kirche für die Menschen, und die Bedeutung / Verantwortung jedes einzelnen Gläubigen, für die Gemeinde und Gemeindeglieder Sorge zu tragen. Dieser Grundsatz bedeutet praktisch: nicht nur konsumieren, sondern auch vielmehr investieren. Investiert man eigene Fähigkeiten in der Gemeinde hingebungsvoll, indem man dabei Gott dient, baut man die Gemeinde zu der von Gott erwünschten Braut auf. Mein Ziel und Wunsch ist es, alle bestehenden Probleme und Konflikte mit eigenem Einsatz zu beseitigen, und nicht davon wegzulaufen. Gottes Macht ist nicht zu schwach gewesen, aus wenigen Pionieren eine so große Gemeinde zu gründen. Gott hat die Menschen erwählt, mit ihnen die Gemeinde gebildet und sie geführt. Für Gott ist es genau so nicht schwer, diese Gemeinde durch Seine Nachfolger auf richtigen Weg zu steuern. Solange Gott diese Möglichkeit gebietet, sollte/müsste man sie nutzen.

      Ich finde auch, dass wir keine perfekte Gemeinde sind. Und die meisten Probleme sehe ich nicht in der Leitung, sondern in jedem Gemeindemitglied: wir tun einfach zu wenig füreinander und miteinander und für andere. Diese "lose, kalte Kopplung" löst alle guten menschlichen Verbindungen auf, die für die Gemeinde aber essentiell sind. Und deshalb erkenne ich meine Aufgabe und Verantwortung, Dinge zu verbessern. Ich finde nicht, dass die Gemeinde ein Gegensatz / Widerspruch zu Jesu Nachfolge ist, sondern ein notwendiger integraler Teil des Plans Gottes.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Man müsste noch genauer darüber nachdenken, was "Gemeinde" eigentlich ist, und welche Rolle ein einzelner Gläubiger in dieser Gemeinde hat, oder "die Gemeinde" in seinem Leben. Wer ist "die Gemeinde"? Die lokale Versammlung von Gläubigen? Hier hat der einzelne Adventist durchaus Gestaltungspotential und ist in der Tat zu einem großen Teil "seines Glückes Schmied". Engagement ist möglich und erwünscht, die Pflege der Beziehungen in der Gemeinde und auch das gemeinsame geistliche Aufbauen. Die Gemeinde ist aber auch die Vereinigung - hier ist das Gestaltungspotential eines einzelnen Gläubigen schon nahezu null, wenn er es nicht zufällig geschafft hat, Prediger zu werden oder im Vereinigungsausschuss zu sitzen. Allerdings werden hier Entscheidungen getroffen und Richtlinien festgelegt, die den Einzelnen durchaus betreffen. Das Ganze gilt noch viel mehr für die Divisionen und die Generalkonferenz: Gestalterischer Einfluss des einzelnen Gläubigen null, aber er kann durchaus mit Entscheidungen und Richtlinien konfrontiert werden, die ihn vor Probleme stellen.

      Ich bin auch der Meinung, dass in der Adventgemeinde derzeit "von oben" ein recht gesetzlicher, rückwärtsgewandter Wind weht - die einen klatschen Beifall, die anderen fühlen sich unwohl. Die Gemeinde driftet auseinander, und ich kann noch kein Bemühen eben gerade von der internationalen Leitungsebene erkennen, diese Prozesse wieder einzufangen. Dass Gilbert Cangy sich auf dem Weltjugendkongress so deutlich von Ted Wilson distanziert hat, ist ein Symptom. Es ist nicht leicht, "sein Ding" in der Ortsgemeinde zu machen, während es anderswo im Körper der Gemeinde köchelt... Für mich ist Adventgemeinde im Jahre 2013 in dem schwierigen, schmerzhaften Prozess der Anpassung an die Gegebenheiten, in denen wir eben nun leben. Gott allein weiß, ob dieser Prozess noch gelingen kann, ohne dass es die Gemeinde (und damit meine ich alle Ebenen) zerreißt.
    • amadeus schrieb:

      Für mich ist Adventgemeinde im Jahre 2013 in dem schwierigen, schmerzhaften Prozess der Anpassung an die Gegebenheiten, in denen wir eben nun leben.


      Dieser Prozess Gemeinde zu zerstören, war schon immer das Werk Satans. Wenn man bedenkt was Jesus zu seiner Gemeinde sagt und welche Bedeutung sie für ihn hat,
      ist es nichts neues das sie immer in Spannung leben wird.
      Die einen werden das Wort Jesu an Petrus ernst nehmen ,weide meine Lämmer ernst nehmen, die anderen sich als Satans Werzeug betätigen.
      Schon Paulus hat damit zu tun gehabt, erst als Verfolger dann als warner vor falschen Propheten.

      Wer durch Jesus Erlösung erfahren hat, wird sich für ihn bis aufs "Blut" einsetzen seine Gemeinde zu schützen!
      Der wird auch Jesu Wort ernst nehmen; daran werdet ihr erkennen...
      [edit]

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    • Was ist Gemeinde im Sinne der Bibel?
      Ganz sicher nicht die STA - das gibt die Bibel nicht her, nirgendwo!
      Die Gemeinde, Braut Christi, wird in der Bibel mit Eigenschaften beschrieben, die keine Institution der Welt jemals wird erfüllen können:

      Kern-Definition von Gemeinde
      Sprachliche Definition (Gemeinde / Versammlung)
      Symbol-Liste für Gemeinde
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • "Gemeinde" ist in NT - so wie ich das sehe - die Christliche "Versammlung", ohne jede konfessionelle Separation überwiegend lokal aber auch regional und überregional, da wird nicht explizit unterschieden.
      In der Versammlung ("Ecclesia", Gemeinde) gab es gute Lehre und Irrlehre - gegen die sich die Schreiber des NT gegebenfalls zur Wehr setzten. Erlösung (bzw. das "Kinder Gottes sein") spricht das NT nicht einer Gemeinde, nicht den Mitgliedern einer bestimmten Gemeinde oder Konfession (die es ja noch nicht gibt) sondern dem individuellen Gläubigen zu, wenn er "glaubt" (d.h. eine persönliche Beziehung zu Christus hat) und wenn er lebt, wie in Matth. 25 beschrieben.
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      da wird nicht explizit unterschieden.


      Warum haben die Glabens-Väter und Mütter so gerungen um die richtige Wahrheit und Struktur einer Gemeinde/Gemeinschaft und ihre Aufgaben und Ziele?

      Als Jesus die Jünger losgeschickt hatte, waren es mindestens zwei die das Evangelium verkündigten.

      Dann frage ich mich warum wir so gegen ökomenische Mitarbeit sind (ACK) oder andere Christen als "Antichrist" bezeichnen?

      Zum herausgehen aufgerufen werden,aus wem?
    • Bogi111 schrieb:

      HeimoW schrieb:

      da wird nicht explizit unterschieden.

      Warum haben die Glabens-Väter und Mütter so gerungen um die richtige Wahrheit und Struktur einer Gemeinde/Gemeinschaft und ihre Aufgaben und Ziele?



      Was ändert das an den von mir aufgezählten Tatsachen?




      Meine Vermutung ist, es war eine andere Zeit in der Apologetik den Menschen die Wahrheit näher brachte. Noch dazu wissen wir, sie wurden aus ihren Kirchen hinausgeworfen, weil sie die nahende Wiederkunft Christi verkündigten (ironischerweise irrtümlich).

      Heute erreicht unsere Apologetik bestenfalls Gläubige anderer Konfessionen (10% der Bevölkerung - oder weniger?) und geht an allen, die wieder Heiden geworden sind nicht nur vorbei, sondern wirkt abstoßend. Das ist so, wie wenn die Jünger in Jerusalem geblieben wären um der Apologetik mit den Pharisäern zu frönen. Gott hat sie aber in die Welt hinausgeführt, denn die brauchte die Botschaft vom Messias dringend! Man könnt nun fragen, ob uns Gott auch durch Gewalt und Verfolgung dazu bringen muss die Heiden zu missionieren, statt uns in apologetischen Auseinandersetzungen mit der RKK oder den Zeugen Jehovas etc. oder ob wir selbst "munter werden" und unseren Auftrag zur Evangelisation der Nichtchristen erkennen und ausführen.

      Wenn wir das täten, fänden wir auch die Aufmerksamkeit der anderen Christen - siehe die evangelikalen Bewegungen in Südamerika - und sie würden vom Wirken des Geistes in unserer Kirche angezogen und vielleicht etwas neues bei uns (in unserem Bibelverständnis) finden, das ihren Glauben befruchtet.



      Ich denke, ich kenne unsere Lehrpositionen recht gut und bin bewusst und gerne Adventist, aber es macht mich wirklich nachdenklich, wenn ich Matth 25 lese und sehe wie, bzw. nach welchen Kriterien Jesus die Erlösten von den Nicht-erlösten scheidet. Von der "richtigen Lehre" oder "richtigen Erkenntnis" ist da nirgendwo die Rede. Das macht mich ehrlich betroffen und nachdenklich, denn ich schätze die Bibelauslegung - die ich in unserer Kirche gelernt habe.




      Bogi111 schrieb:

      Dann frage ich mich warum wir so gegen ökomenische Mitarbeit sind (ACK) oder andere Christen als "Antichrist" bezeichnen?
      Zum herausgehen aufgerufen werden,aus wem?

      • Ich bin nicht gegen eine Mitarbeit in der ACK - solange dabei keine Lehren (also unser Bibelverständnis) "aufgegeben" werden müssen.
      • Ich bezeichne andere Christen (oder christliche Konfessionen) nicht (pauschal) als "Antichrist". Das lässt sich weder biblisch begründen, noch ist es logisch. Mir ist die Assoziation "Islam" viel näher, wenn ich den Terminus "Antichrist" höre.
      • Zum Herausgehen aus "Babylon", der Welt des Abfalls - das bedeutet nicht unbedingt "herausgehen aus einer Konfession". Warum ist Babylon nicht die heidnische Verwirrung in der wir (neuerdings) leben? In der alle Werte verworfen werden, die uns Gott geschenkt hat, wie z.B. das Bewusstsein Seine Geschöpfe zu sein, die Familie als Keimzelle der Gesellschaft, den Segen Kinder zu bekommen konterkariert durch die massenhafte Abtreibung von ungeborenen Kindern etc...

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Zurück zur Ausgangsfrage...

      dieses Threads:

      Für mich: Weder noch!

      Die Frage ist ja auch sehr kontrovers, fast schon provokant gestellt.
      Das sind zwei extreme Sichten, die so beide für mich nicht zutreffen.

      Ich kann die STA weder in Gottes Plan erkennen (zumindest nicht direkt in der Bibel) und auch das Gegenteil nicht.

      Ich sehe die STA als eine christliche Gemeinschaft, die aufrichtig nach Gottes Willen in der Bibel forscht, die aber durch ihre Entstehungsgeschichte einige "Altlasten" mit sich herumschleppt, die sie sich schwertut ab zu schütteln.

      Dazu gehören für mich die (Ent-)Täuschung um die errechnete Wiederkunft Christi und die darauf folgende 2. Falschberechnung eines Datums und schließlich das "Vorschieben" eines anderen Himmlichen Ereignisses. Dazu gehören aber auch einige sehr spezielle Sonderlehren der STA, die aus meiner Sicht von der eigentlichen frohen Botschaft nur ablenken und die zu Rechthaberei und Spaltung führen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Stephan Zöllner schrieb:

      Was ist Gemeinde im Sinne der Bibel?
      Ganz sicher nicht die STA - das gibt die Bibel nicht her, nirgendwo!
      Die Gemeinde, Braut Christi, wird in der Bibel mit Eigenschaften beschrieben, die keine Institution der Welt jemals wird erfüllen können:



      Gott hatte in jeder Epoche und zu jeder Zeit Sein Volk oder Seine Gemeinde, die Repräsentanten Gottes auf Erden waren. Auch wenn jeder Einzelne eine individuelle Glaubensgeschichte schreibt, gibt es eine Gemeinde Gottes. Damil sie der ganzen Welt als ein lebendiger Zeuge ist. Die ganze Welt kann nur schwer einen einzelnen Menschen betrachten, beobachten. Wohl aber eine ganze Gemeinschaft.

      Diese ist ganz genau in der Schrift definiert: "..... die da halten die Gebote und haben das Zeugnis Jesu." (Off. 14,12)
      Ich kenne keine andere Christliche Gemeinschaft als die STA, die dieser Definition entsprechen. Sicher sind aber auch noch andere Gruppen, die Adventisten (Wartende) sind und den Sabbat halten. Es sollte viele davon geben.

      Wenn es stimmen würde, dass keine Institution den Eigenschaften der Bibel entsprechen kann, hat Jesus auch keine Gemeinde (Braut) auf Erden. Er sagte, dass Er seine EINE Herde hat, zu der Er viele aus anderen Ställen rausführen muss:
      Joh 10,16 Zu meiner Herde gehören auch Schafe, die jetzt noch in anderen Ställen sind. Auch sie muss ich herführen, und sie werden wie die übrigen meiner Stimme folgen. Dann wird es nur noch eine Herde und einen Hirten geben. ..."

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      Im Übrigen bin ich persönlich davon überzeugt, dass ich in der richtigen Gemeinde bin, grade WEIL diese so vieles durcheinaneder, so viel tohuvabohu, so viele Probleme und Knatsch drin hat... weil ich daran sehe, dass satan diese (und nur diese!) vernichten will, egal, wie und durch wen, haupsache wegziehen von Gott. Dort, wo nur süßer Friede und Harmonie herrschen, dort muss er (satan) sich nicht bemühen .....

      .
      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Stofi schrieb:

      Diese ist ganz genau in der Schrift definiert: "..... die da halten die Gebote und haben das Zeugnis Jesu." (Off. 14,12)
      Und wo ist bitte "der Geist der Weissagung" heute?

      Stofi schrieb:

      Ich kenne keine andere Christliche Gemeinschaft als die STA, die dieser Definition entsprechen.
      Ich kenne keine Institution, die diese Kriterien jemals wird erfüllen können, denn sobald auch nur ein einziges Mitglied sie nicht erfüllt erfüllt sie auch die Institution als Ganzes nicht mehr!

      Christus hat zwar die Gemeinde gegründet, aber diese ist keine Institution sondern unabhängig von allen gesellschaftlichen Strukturen, durchbricht sie sogar systematisch ... Diese Institutionalisierung war schon das Problem Israels und hat nicht dazu beigetragen die selbst verantwortliche Nachfolge des Volkes zu fördern.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Hallo Stephan,

      zu diesem Thema empfehle ich (nicht nur dir) die Arbeit von A. M. Rodriguez "Die Übrigen und die Adventgemeinde" (SIEHE DA). Dort wird das Thema aus meiner Sicht sehr biblisch behandelt.

      Was du ansprichst, ist die "unsichtbare" Gemeinde, die Menge aller erlösten Menschen. Diese unsichtbare Gemeine besteht aus erlösten Menschen aller möglichen Konfessionen und Religionen. Eine solche Gemeinde ist nach außen nicht sichtbar, d.h. man kann als Mensch nicht beurteilen, wer zu ihr gehört und wer nicht. Gott allein weiß es.

      Bei der Frage, ob die Adventgemeinde die/eine Gemeinde Gottes ist, geht es um die Frage der/einer sichtbaren Gemeinde. Sichtbare Gemeinde ist eine Menge der Menschen, die gemeinsam bestimmte Glaubenspunkte bekunden. Diese Gemeinde ist auch menschlich durch bestimmte Merkmale identifizierbar. Laut Offenbarung weißt eine solche Gemeinde 3 Merkmale auf:

      1) Gottes Gebote halten.
      2) Zeugnis Jesu.
      3) Geist der Weissagung.

      Zu bemerken ist, dass in dieser Gemeinde auch Gottlose / Unerlöste Menschen dabei sind / sein können. Durch den (später kommenden) Prozess der Sichtung werden sie später aber von den Erlösten abgetrennt sein. Nehmen wir AT-Israel als Analogie. Zwar wurden alle fleischlichen Israeliten zur Nachfolge berufen, aber "nicht alle fleischlichen Israeliten sind Israel", d.h. innerhalb des "gerufenen" Israels befindet sich der wahre Überrest, das wahre Israel, die Übrigen. Das ganze Israel war von Gott berufen, um die Wahrheit zu tragen, aber nicht alle Israeliten werden erlöst sein. Genau so verhält es sich mit der Adventgemeinde. Sie ist die einzige Gemeinde, die diese 3 Merkmale aufweist, also ist sie DIE Gemeinde der Übrigen der letzten Zeit. "Gemeinde der Übrigen" bedeutet nicht, dass dort alle Mitglieder tatsächlich zu den Übrigen gehören. Auch bedeutet es nicht, dass heute ausschließlich in dieser Gemeinde die Übrigen sind. Ähnlich wie damals Gott durch Israel die Wahrheit verkündet hat, so hat Gott in unserer (End)Zeit die Adventgemeinde gründen lassen, um durch sie die Dreiengelsbotschaft zu verkündigen.

      Und wo ist bitte "der Geist der Weissagung" heute?
      Der Geist der Weissagung (im Sinne des aktuell existierenden prophetischen Dienstes) muss nicht immer präsent sein, wenn dazu keine Notwendigkeit besteht. Das Licht wird stückweise gegeben. Wenn wir nicht bereit sind, vieles ernstzunehmen und umzusetzen, was Gott durch Ellen White mitgeteilt hat, warum sollte Gott neue Botschaften geben?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Der Geist der Weissagung (im Sinne des aktuell existierenden prophetischen Dienstes) muss nicht immer präsent sein, wenn dazu keine Notwendigkeit besteht. Das Licht wird stückweise gegeben. Wenn wir nicht bereit sind, vieles ernstzunehmen und umzusetzen, was Gott durch Ellen White mitgeteilt hat, warum sollte Gott neue Botschaften geben?

      Ich finde die hier enthaltene Logik / Schlußfolgerung interessant.

      Ich höre und lese oft die Aussage, Gott greift erst dann ein oder redet erst dann zu uns, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft sind.
      Welche Mittel sind da gemeint und erlaubt?

      Sicherlich die Bibel, sein hl. Wort.
      Wie ist es da mit Schw. White und anderer Sekundärliteratur?
      Da kommen dann schnell Zweifel was man da zu zählen darf und was nicht.

      Und warum überhaupt diese Annahme?
      Wollen wir Gott vorgeben, wann er eingreifen oder reden darf?

      Gott tut das wenn ER es für richtig hält und zu wem ER will und zu einer Zeit wann ER will.

      Ich halte es für Irrglauben zu meinen, Gott greift nicht ein, weil wir da noch andere Mittel ausschöpfen könnten.
      Wenn wir Gewissheit brauchen, können wir einfach Gott fragen - nur leider folgt nicht immer sofort die Antwort (nach meiner Erfahrung...)
    • @Rilo

      Deine Worte widersprechen meinen Worten / Gedanken nicht.

      Natürlich liegt es nicht in unserer Entscheidung, wann und mit welchen Mitteln Gott eingreifen darf. Auch müssen wir nicht alles verstehen.

      Mit diesem Ansatz müssen wir ebenso nicht verstehen, warum heute der prophetische Dienst in der Adventgemeinde nicht (besonders) vorhanden ist. Gott muss ja nicht jeden Tag neue Botschaften geben! Und wenn Gott heute keine Botschaften gegeben hat, ist deshalb Seine Gemeinde nicht mehr Seine Gemeinde? Natürlich nicht!

      Gott (kann) muss aber auch nicht seine Botschaften wiederholen, wenn Er sie schon mehrmals früher mitgeteilt hat.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Zitat


      "..... die da halten die Gebote und haben das Zeugnis Jesu." (Off. 14,12)
      Und wo ist bitte "der Geist der Weissagung" heute?

      Es gibt ihn. Nur ist es so, dass grade in Deutschland EGW kaum noch Beachtung findet, da man ihr nicht mehr glaubt.
      Zweitens haben die STA die schlüssige Prophetie-Erkenntnis bis zu Wiederkunft Jesu und darüber hinaus. Leider geht auch dieses langsam ganz unter ........... deshalb ist auch in diesen Punkten Reformation nötig.


      Stephan Zöllner schrieb:

      Zitat von »Stofi«



      Ich kenne keine Institution, die diese Kriterien jemals wird erfüllen können, denn sobald auch nur ein einziges Mitglied sie nicht erfüllt erfüllt sie auch die Institution als Ganzes nicht mehr!

      Das ist eine ganz falsche Denke. Denn ein Individuum macht noch keine Gemeinde aus. Es sind die offiziellen Statuten, die Punkte, die die Gemeinschaft (nicht den Einzelnen) identifizieren. Die IDENTITÄT einer Kirche ist etwas anderes, als das Glaubensleben (Höhen und Versagen) eines Gläubigen selber. Glaubenspunkte sind keine Sünden oder kein Recht. Sie sind entweder wahr nach Gottes Willen, oder eben nicht wahr (Irrlehre).

      Stephan Zöllner schrieb:

      Christus hat zwar die Gemeinde gegründet, aber diese ist keine Institution sondern unabhängig von allen gesellschaftlichen Strukturen, durchbricht sie sogar systematisch ... Diese Institutionalisierung war schon das Problem Israels und hat nicht dazu beigetragen die selbst verantwortliche Nachfolge des Volkes zu fördern.
      Auch das ist nicht wahr. Das alte Israel ist ein Vorbild von Organisation.. und ihre Funktionalität. Gott spricht vom Volk Israel als von der Gemeinde. Und dass sie sich immer genau nach den Regeln (organisatorischen) halten soll.

      Auch nach Christus werden Gemeinden gegründet, die durchorganisiert werden (müssen). Die Gemeinde wird auch als Erziehungsort für jeden einzelnen Gläubigen dringend gebraucht. Ohne Organisation kann KEINE Gesellschaft funktionieren. Gottes volk umsoweniger. Die Apostelbriefe zielen fast nur auf die Gemeinde, auf das Miteinander und auf die Organisation hin.

      Gott ist ein Gott der Ordnung, Er hat den Menschen nicht als Alleingänger geschaffen. Das Gebot der Nächstenliebe KANN nur in einer Gruppe, Gemeinde angewendet, gelebt, geübt werden. Und so schließt sich der Kreis. Nur eine organisierte Gruppe (Gemeinde) kann den Gottes Willen und Jesu Auftrag erfüllen. Anders geht es nicht, das sehen wir zu genüge.


      .
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Wenn wir nicht bereit sind, vieles ernstzunehmen und umzusetzen, was Gott durch Ellen White mitgeteilt hat, warum sollte Gott neue Botschaften geben?

      Dieser Satz ist falsch!

      • EGW hat längst nicht alles geschrieben was ihr zugesprochen wird, denn z.B. für die E-Serie war sie nach heutigen Verständnis Herausgeber aber nicht Autor!
      • Es gibt Hinweise auf nachträgliche Veränderungen / Manipulationen in den Original-Manuskripten
      • Auch EGW muß methodisch genauso sorgfältig bearbeitet und interpretiert werden wie die Bibel.
      • Wenn Deine Behauptung wahr wäre, dann müßten wir von allen Propheten aller Zeiten alles befolgen bevor es "Neues Licht" geben könnte!
      • Aber es ist genau das Gegenteil der Fall! Denn Gott hat oft geade dann Propheten geschickt wenn genau das längst offenbarte mißachtet wurde!
      • Darum habe die Propheten sehr häufig wiederholt auf Dinge hingewiesen, die längst bekannt waren und nach Deiner "Methode" nicht nocheinmal hätten gesagt werden dürfen!
      • Auch in der Bibel gibt es Aussagen, die für uns heute nicht mehr von Bedeutung sind sondern nur in einer spezifischen Situation Gültigkeit hatten.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

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    • Stofi schrieb:

      Es gibt ihn.
      Das wäre auch seltsam wenn es den Heiligen Geist nicht mehr geben würde!

      Stofi schrieb:

      Nur ist es so, dass grade in Deutschland EGW kaum noch Beachtung findet, da man ihr nicht mehr glaubt.
      Ist es nicht genau umgekehrt, daß EGW außerhalb von Deutschland mehr Beachtung findet als sie selbst wollte?

      Stofi schrieb:

      Zweitens haben die STA die schlüssige Prophetie-Erkenntnis bis zu Wiederkunft Jesu und darüber hinaus. Leider geht auch dieses langsam ganz unter ........... deshalb ist auch in diesen Punkten Reformation nötig.
      Diese Prophetie-Erkenntnis ist bereits in der Bibel enthalten und nach dieser Argumentationsweise wäre EGW - nachdem "Wiederkunft und daüber hinaus" bereits in der Bibel enthalten sind - selbst überflüssig gewesen.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Hallo Stephan,

      EGW hat längst nicht alles geschrieben was ihr zugesprochen wird, denn z.B. für die E-Serie war sie nach heutigen Verständnis Herausgeber aber nicht Autor! Es gibt Hinweise auf nachträgliche Veränderungen / Manipulationen in den Original-Manuskripten. Auch EGW muß methodisch genauso sorgfältig bearbeitet und interpretiert werden wie die Bibel.
      Das stand hier niemals in Frage, und gehört in ein anderes Thema. Wird von mir deshalb nicht eingegangen.

      Wenn Deine Behauptung wahr wäre, dann müßten wir von allen Propheten aller Zeiten alles befolgen bevor es "Neues Licht" geben könnte!
      Ich kann aus meiner Behauptung deine Schlussfolgerung nicht ziehen. Ich nehme an, du hast meine Behauptung falsch verstanden. Als Ellen White von Gott heilsrelevante Botschaften empfing, was jeder Mensch bzw. die Gemeinde insgesamt in ihrem Leben ändern sollten, wurde diese Botschaft nicht als "Neues Licht" (bisher nie da gewesene, der Bibel unbekannte, ganz neu Botschaft) gegeben, sondern als Hinweis auf den in der Bibel bereits geoffenbarten Willen Gottes. Ellen White schrieb auch, dass alles Heilsnotwendige in der Bibel bereits enthalten ist, und ihre Offenbarungen bezüglich der Veränderung des Lebens bezogen sich immer auf die Aussagen der Bibel und waren damit niemals "Neues Licht" - im pragmatischen Sinne des Wortes. Deshalb, wenn ich schreibe, dass viele nicht das befolgen, was Gott durch Ellen White uns offenbart hat, dann meine damit: ...woran (in der Bibel) Gott uns durch Ellen White erinnert.

      Aber es ist genau das Gegenteil der Fall! Denn Gott hat oft geade dann Propheten geschickt wenn genau das längst offenbarte mißachtet wurde!
      Damit bestimmst du, wann Gott und wie agieren muss - und fällst deshalb genau unter die von Rilo angesprochene Kritik. Ich habe dagegen darauf hingewiesen, dass wir nicht über Gott bestimmen dürfen, was Gott wann und wie etwas zu tun hat. Gott muss heute nicht so handeln wie Er damals handelte. Seine Wege kennen wir nicht. Übrigens, nicht zu jeder Zeit des Abfalls wurden zu Israel Propheten geschickt.

      Darum habe die Propheten sehr häufig wiederholt auf Dinge hingewiesen, die längst bekannt waren und nach Deiner "Methode" nicht nocheinmal hätten gesagt werden dürfen!
      Ich habe keine "dogmatische" Methode aufgestellt, sondern ein Beispiel gebracht, wie es sein könnte (Konjunktiv). Du hast behauptet, dass der Geist der Weissagung in der Adventgemeinde nicht mehr präsent ist, weshalb die Implikation, dass die Gemeinde nichts mit "Gottes Gemeinde" zu tun hat. Meine Antwort ist gewesen, dass Gott nicht zwingend (jedes Jahr bzw. unbedingt in unserer Zeit) einen neuen Propheten senden soll. Er kann, aber Er muss nicht! Deine Implikation ist deshalb nicht zwingend richtig.

      Auch in der Bibel gibt es Aussagen, die für uns heute nicht mehr von Bedeutung sind sondern nur in einer spezifischen Situation Gültigkeit hatten.
      Das wurde von mir nicht in Frage gestellt.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • [Beiträge von HIER abgetrennt]


      @Johannes

      Glaube ich aber, dann werde ich den biblischen Weg gehen, der da ist, Bekehrung und Gehorsam Apg.5,32 dann würden Wunder geschehen. Natürlich ist dies der schwerste Weg, denn der verlangt das ICH sterbe. Das ist der einzige Weg wie die Gemeinde wieder den Status-Gottes Gemeinde bekommen kann.
      Danke Johannes, dein letzter Beitrag ist in meinen Augen Beweis dafür, dass du sehr sachlich und auch persönlich liebevoll schreiben kannst. Bleib auf diesem Weg. Inhalt deines Beitrags finde ich sehr gut!

      Ich möchte eine Kleinigkeit anmerken, was ich anders sehe: egal wieviele wiedergeborene Mitglieder in der Gemeinde sind, es werden auch immer welche in der Gemeinde sein, die nicht bekehrt sind. Deshalb kann die Gemeinde Gottes heute auch Unbekehrte haben, welche im späteren Prozess der Sichtung jedoch abgetrennt sein werden. Auch zur Zeit von Pionieren bestand die Adventgemeinde bei weitem nicht bloß aus Wiedergeborenen, aber dennoch wurde die Gemeinde die Gemeinde Gottes genannt. Das Zeichen der Gemeinde Gottes ist vor allem die richtige Lehre in Bezug auf wohlgefälliges Leben gegenüber Gott, und meines Wissens nach lehren die Adventisten auch all das, was du schreibst. Dass in der Gemeinde Unbekehrte Menschen dabei sind, kann die Gemeinde selber nichts für. Die Gemeinde verliert den Status der Gottes Gemeinde erst dann, wenn die grundsätzlichen Lehren nicht mehr mit dem Inhalt der Dreiengelsbotschaft übereinstimmen. Das ist in der Adventgemeinde - nach meinem Verständnis - nicht der Fall.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:


      Ich möchte eine Kleinigkeit anmerken, was ich anders sehe: egal wieviele wiedergeborene Mitglieder in der Gemeinde sind, es werden auch immer welche in der Gemeinde sein, die nicht bekehrt sind. Deshalb kann die Gemeinde Gottes heute auch Unbekehrte haben, welche im späteren Prozess der Sichtung jedoch abgetrennt sein werden. Auch zur Zeit von Pionieren bestand die Adventgemeinde bei weitem nicht bloß aus Wiedergeborenen, aber dennoch wurde die Gemeinde die Gemeinde Gottes genannt. Das Zeichen der Gemeinde Gottes ist vor allem die richtige Lehre in Bezug auf wohlgefälliges Leben gegenüber Gott, und meines Wissens nach lehren die Adventisten auch all das, was du schreibst. Dass in der Gemeinde Unbekehrte Menschen dabei sind, kann die Gemeinde selber nichts für. Die Gemeinde verliert den Status der Gottes Gemeinde erst dann, wenn die grundsätzlichen Lehren nicht mehr mit dem Inhalt der Dreiengelsbotschaft übereinstimmen. Das ist in der Adventgemeinde - nach meinem Verständnis - nicht der Fall.

      danke für die sachliche Antwort:

      Punkt 1:

      Das Problem wäre kein Problem, wenn das Unbekehrt sein sich nur das Fußvolk beziehen würde. Leider ist dies aber nicht der Fall, sondern es bezieht sich tragischer Weise auch auf leitende Personen und den Pastoren. Unbekehrte Leiter und Pastoren können dann auch nur unbekehrte Gemeinden heranziehen.

      Punkt 2: Die Predigerschaft und ihre Ausbilder vertreten und verkündigen nicht das biblische Evangelium sondern das an die Evangelikalen angepasste. Dementsprechend glaubt auch das allgemeine Fußvolk der STA dieses falsche Evangelium.

      Punkt 3: falsches Evangelium, nicht mehr Gottes Gemeinde

      Kennst Du die Architekten diese Evangelium? Die Evangelikalen: Donald Grey Barnhouse, Walter R.Martin, STA T.E.Unruh, W.E.Rad Feldsekretär; Le Roy E. Froom, und GK Präsident R.R. Figur aus den 50zigern.



      Noch was: Ich bin nicht hier im Forum um Liebe zu üben, sondern für die Wahrheit einzutreten---zu verkünden. Nur der die Wahrheit kennt und annimmt wird errettet werden , nicht der, dem ich süße Worte schreibe. Und wenn ich manche Beiträge lese, so werden schlimmere "lieblose" Aussagen gemacht, als ich sie mache, nur meine Aussagen betreffen meistens das Fleisch der User und das können sie nicht ertragen.

      Wenn Du weitere Auskunft über die Gemeinde haben möchtest, gebe ich sie gerne.
    • Johannes... schrieb:

      Ich bin nicht hier im Forum um Liebe zu üben, sondern für die Wahrheit einzutreten---zu verkünden. Nur der die Wahrheit kennt und annimmt wird errettet werden , nicht der, dem ich süße Worte schreibe.
      Wenn Du weitere Auskunft über die Gemeinde haben möchtest, gebe ich sie gerne.
      Lieber Johannes,

      der Denkfehler den Du machst scheint mir darin zu liegen, dass Wahrheit und Liebe unzerteilbar sind. Beides bedingt einander. Lies 1. Kor. 13:

      1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also dass ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.

      Wenn ich einem Menschen die Wahrheit so sagen will, dass er sie annimmt, dann muss ich das in Liebe tun. Und - ist nicht unsere persönliche Beziehung zu Jesus Christus zuerst eine Liebesbeziehung. Die Liebe, die von Gott kommt, ist wahrhaftig. Das unterscheidet sie von dem, was man unter menschlicher Liebe versteht.

      Herzliche Grüße

      Rolf