Jesaja 65: Der neue Himmel und die neue Erde

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    • Jesaja 65: Der neue Himmel und die neue Erde

      Hallo ihr Lieben,

      auch auf die Gefahr hin, dass dieses Thema schon allzu oft in Hülle und Fülle behandelt wurde, mache ich hier einfach mal auf, denn mir geht es in erster Linie um eine Verständnisfrage, wobei ihr mir sicherlich helfen könnt:

      Jesaja 65,20: Es soll dort keine Säuglinge mehr geben, die nur wenige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern die jungen Männer sollen hundert Jahre alt sterben und die Sünder hundert Jahre alt verflucht werden. (Neue Luther)

      Wie ihr wisst, geht es hier um den Neuen Himmel und die Neue Erde. Dieser Vers ist mir offen gestanden total unverständlich :bääh: trotz Grübeln und Dübeln und Denken und Schwenken :whistling:

      Vielleicht kann mir jemand beim Verständnis helfen :help: (gerne auch unsere Schriftexperten hier zwecks Übersetzungen und Vokabeln, was mich immer sehr interessiert!)

      Ferner lass ich dies hier einfach mal als eine Einladung stehen, mal wieder etwas über die zukünftige Welt nachzusinnen, die der Herr uns in seinem Wort verspricht :) Schadet ja nie!

      Gottes Segen Euch!
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Seele1986 schrieb:

      Ferner lass ich dies hier einfach mal als eine Einladung stehen, mal wieder etwas über die zukünftige Welt nachzusinnen, die der Herr uns in seinem Wort verspricht :) Schadet ja nie!
      Ich habe da nichts dagegen. Leider bin ich in meiner Ortsgemeinde mit diesen Gedanken bei manchen auf Unverständnis gestoßen. Und auch hier im Forum gibt es viele, die der Meinung sind, dass man sich über diese neue Erde und die neue Welt keine Spekulationen und näheren Gedanken machen braucht/soll. Es ist uns nicht allzuviel detailliertes darüber berichtet, aber einfach nur das "Es wird alles gut und besser sein" ist mir zu wenig. Vor allem wenn jemand fragt: "Wie stellst du dir das ewige Leben vor?" - und ich sage: "Endlich gut und viel besser als heute" ... naja, ich wäre mit dieser Antwort nicht zufrieden.
      Einen guten Eindruck bekommen wir wahrscheinlich, wenn wir uns das Paradies vorstellen, wie es in der Bibel beschrieben ist. Keine Sünde, in Frieden und Einklang mit der Natur. Keine Extreme.
      Beim "Leib" den wir haben werden können wir uns wahrscheinlich an Jesus nach seiner Auferstehung orientieren. Ob es aber rein in die Richtung geistlicher Leib geht, also total abgehoben von der Materie...denke ich nicht, denn das materielle und körperliche wird aus meiner Sicht immer noch eine Rolle spielen.


      Seele1986 schrieb:

      Jesaja 65,20: Es soll dort keine Säuglinge mehr geben, die nur wenige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern die jungen Männer sollen hundert Jahre alt sterben und die Sünder hundert Jahre alt verflucht werden. (Neue Luther)

      Wie ihr wisst, geht es hier um den Neuen Himmel und die Neue Erde. Dieser Vers ist mir offen gestanden total unverständlich :bääh: trotz Grübeln und Dübeln und Denken und Schwenken :whistling:
      Dieser Text ist aus meiner Sicht nicht wortwörtlich zu verstehen, da der Tod lt. Offenbarung 20,14: Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.

      vernichtet wurde. Es gibt also lt. Offenbarung danach keinen Tod mehr und alles was nicht gerettet ist und nicht zu Jesus wollte, das IST vernichtet, tot eben.

      Wie soll also ein Säugling sterben, ein Jüngling mit 100 Jahren sterben oder ein Sünder verflucht werden? Ohne Tod und ohne Sünde (wie es in der Offenbarung beschrieben ist) geht das ja nicht. Ich halte die Beschreibung von Jesaja deshalb für ein Bild für eine Beschreibung eines Prinzips, das für die Israeliten damals als sehr schön angesehen wurde und was Hoffnung vermitteln sollte.
      Als Parallele würde ich das Bild, das das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten vom Land Kanaan hatten, heranziehen. Ein Land in dem Milch und Honig fließt. Das ist auch ein Bild das einfach ein schönes Prinzip aufzeigen sollte, aber natürlich nicht real so war, dass es dort Bäche gab, wo Milch oder Honig fließt.


      vielleicht helfen diese Gedanken ein wenig

      vielleicht hilft dieses Sabbatschulthema auch bei der Antwortfindung: 2012/Q1 - Nr.13 - Was habt ihr nach der Wiederkunft Jesu vor?
    • Bitte beachte: "die Kindheit ist gestorben ...... jetzt bist du erwachsen", oder: "du bist für mich gestorben", oder: "das ist für mich gestorben", oder: "stirb der Welt ab" ...usw.

      Jesaja schreibt viel in Poesie. Will ausdrücken, dass die Kindheit auf der neuen Erde 100 Jahre dauern wird.

      Kinder werden nicht für einen frühen Tod geboren, wie es, leider, so oft in unserer Welt passiert, wie wir das hier kennen, sondern sie werden gesund und zum evigem Leben auf die (neue) Welt gebracht... (und ohne Schmerzen!!)

      Ein Sünder ist verflucht, wenn er dort überhaupt sein sollte. Jesaja betont hier die Unmöglickeit dessen. Ein Sünder kommt dort überhaupt nicht infrage, unter keinen Umständen, tot, aus, ende, gibts nicht.

      Schw. White sagt, wir sollen uns in der letzten Zeit mehr und öfter über die neue Erde unterhalten, damit wir in der trüben Zeit den Mut nicht verlieren und sich das Leben mit der Vorstellung, und durchaus auch lebhafter Phantasie auf die neue Erde versetzen. Wir sollen darüber reden und uns daran erfreuen. Gott gab uns viele Informationen, wie und was dort sein wird und was nicht.

      .
    • Ich bin mir nicht ganz sicher, dass diese Verse in Jesaja 65 die Zukunft betreffen. Eher verstehe ich es als eine WENN-DANN-Prophezeiung. Denn vom ewigen Leben ist in diesen Versen eigentlich nichts zu lesen. Aber vom Sterben als ein Greis an Tagen gesättigt. (das wird öfter in der Bibel erwähnt, wenn ein gottesfürchtiger Mensch gestorben ist, dass er an Tagen gesättigt gestorben ist) . Gesättigt an Tagen scheint zumindest 100 Jahre zu sein. Der Tod scheint also noch nicht ausgemerzt zu sein. Was für mich auch klar ist, weil der Messias noch nicht gekommen war. Und erst/nur ER konnte den Tod ausmerzen.

      Ebenso wird davon gesprochen, dass jemand, der an Tagen nicht gesättigt ist (unter 100 Jahren) und stirbt, der wird verflucht sein. Im Reich Gottes gibt es weder den Tod, noch einen Fluch. Die Mütter werden nicht zum jähen Tod gebären. Was doch zeigt, dass es aber einen Tod (gesättigt an Tagen?) geben wird. Aber es werde bei Kindern keinen jähen Tod geben.

      Auch die Lebzeit eines Baumes ist nicht ewig. Und dieser wird als "Maßstab" für die Lebenszeit genommen. Und das Leben nach dem Sündenfall war ja auch dem Alter eines Baumes gleich.

      Da dieses WENN nicht eingetreten ist, wurde dieses DANN auch nicht erfüllt.

      Nur mal so Gedanken ...

      ***
    • Zunächst einmal danke für die bisherigen Antworten! Damit kann ich was anfangen.

      Zudem: Über die Neue Welt reden?? Unbedingt! Die Beine auf den Boden, aber den Kopf im Himmel. Es kann momentan nur eine Sehnsucht und Hoffnung sein. Es gehört zu diesem Leben, dass wir nicht das ganze Bild haben, sondern aus Hoffnung unseren Glauben speisen.

      Keine Hoffnung nach dem Motto "Wollen we mal hoffen...", sondern eine feste Zuversicht, wie der Hebräer sagt.

      Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem undeutlichen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, genau wie auch ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte von ihnen. (1. Korinther 13,12)

      Was ist die Hoffnung des Christen? Die Wiederkunft des Herrn! Bei aller Bodenhaftung (die wichtig ist!), muss ich doch als Christ zu dem Schluss kommen: Wir erwarten aber nach seiner Verheißung einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. (2. Petrus 3,13)

      Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen die zukünftige. (Hebräer 13,14)

      GBY
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Jesaja 65, 17...
      "Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. ..."

      2.Petr. 3,13
      "Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt."


      Jesaja 65, aus dem Du Deine Fragen stellst, bezieht sich auf die neue Erde. Nicht auf ein Versprechen, was wäre wenn...... Deutlicher kann es im Text nicht stehen. WEIL es sich um die neue Erde handelt, muss mann überall dort, wo in diesem Text das Wort "sterben" (u.ä.) steht, auf die Poesie und Bildersprache des Jesajas schauen... denn Jesaja benutzt diese Art zu schreiben auch in restilchen Kapiteln, es ist seine Art.
      Man muss die Sache also anders herum betrachten, als wie nachtperle "vorgeschlaen" hatte.

      .
    • Huch! Die Neugierde ist ein schweres Laster! :P

      Dennoch Stofi, ich habe nicht vorgeschlagen, sondern meine Überlegung dazu gesagt! Die Bibel zeigt uns des öfteren Verheißungen an Israel, die nie zugetroffen sind. Weil eben das Wenn nicht erfüllt wurde und das DANN daher nicht kommen werden konnte. Von Was wäre wenn, war gar keine Rede.
      Meine Gedanken sind nicht mehr als eine Möglichkeit. Auslegen ist wieder eine andere Sache. Und während dem Bibelstudium wird man - eventeull sogar du, Stofi - immer wieder irren und relativieren. Meinungen bilden und verwerfen. Stückwerk eben. Passiert, solange wir leben!

      Nochmals meine Gedanken als Ergänzung!

      ***

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nachtperle ()

    • Eines soll klar sein: Kein irdischer, gläubiger Vater würde seinen Kindern mit köstlichen Sachen vor der Nase ätsch, ätsch spielen, weil die Kinder nicht brav waren. Gott WUSSTE doch, dass die Israeliten so werden, wie sie waren. ER, der Allmächtige und liebende himmlische Vater tut soetwas umsoweniger.

      Wenn man den ganzen Kontext liest, MUSS es sich nur um die neue Erde handeln. Denn auch wenn die Israeliten die bravsten Menschen der Welt würden, würde das Weinen sicher immer zu hören sein.
      Auch die wilden Tiere würden weiter hin andere Tiere fressen und nicht, wie im Text beschrieben, nebeneinander im Frieden weiden (Gras fressen).
      Auch die Menschen selber müssten denn schon umgewandelt werden, denn auch die würden keinem etwas antun oder irgendwie böse sein - heißt also SÜNDLOS in einer sündhaften Welt??? Denn die Sünde wird erst am Ende der Weltzeit vernichtet, das Schauspiel auf unserem Planeten muss zu Ende gespielt werden. Gott hat den Menschen AUS dem Paradies verbannt, Er würde ein Paradies nicht einfach wieder so einer Gruppe von Menschen auf einem kleinen Ort zurück geben, nur, weil sie brav waren ..... (nicht gute Werke erlösen den Menschen, sondern Jesu Opfer).

      Für mich ist der Jesaja Text aussschließlich die poetische Beschreibung der Neuen Erde. Zudem sich Petrus (2.Petr.3,13) zurück auf diese Verheißung beruft.


      Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde (Jes.65,17-25) :

      Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.
      Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude,
      und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.
      Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.
      Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen.
      Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.
      Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen.
      Und es soll geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören. Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.

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