Syrien Konflikt - Militärintervention sinnvoll?

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    • Syrien Konflikt - Militärintervention sinnvoll?

      Hallo zusammen,

      wir stehen kurz vor einer Invasion bzw. Militärintervention von Syrien:

      derstandard.at/1376534731782/L…taereinsatz-in-Syrien-vor


      Es scheint wieder mal die Wahl zu sein zwischen Pest (Assad ermordet seine Bevölkerung unter anderem mit Giftgas) und Cholera (die USA oder die NATO bombardieren Assads Truppen). Bei beiden Optionen gibt es hunderte oder tausende Tote.

      Eine der letzten Invasionen, die im Irak, hat ebenfalls viele Tote gefordert und mittlerweile stehen wir dort vor einem Bürgerkrieg, der schon im Vorfeld durch Anschläge hunderte Tote pro Monat fordert.


      Soll/Kann man jetzt eine mathematische Rechnung aufstellen? Saddam Hussein als Herrscher kostet Hunderten oder Tausenden pro Jahr das Leben. Die Demokratie bzw. der Bürgerkrieg im Irak kostet 10.000den das Leben.

      Ich habe keine Ahnung, ob diese Zahlen stimmen, aber wenn es nur ansatzweise hinkommt, dann sind im Irak seit der Invasion durch die USA mindestens 100.000 Zivilisten gestorben: en.wikipedia.org/wiki/Iraq_Body_Count_project

      Christen beispielsweise haben im Irak ebenfalls täglich um ihr Leben zu fürchten.

      Unter dem Regime von Saddam Hussein hatte die Religionsfreiheit der Christen keinen schlechten Stand. Seiner Regierung gehörten auch christliche Minister wie der Chaldäer Tariq Aziz an, die Regierung förderte seit 1972 die Pflege der assyrischen Sprache. Andere aus christlichen Familien stammende Politiker wie Michel Aflaq oder Elias Farah wurden als Baath-Ideologen hochgeehrt.

      Die seit 2005 zunehmenden Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten sowie der islamistische Terrorismus im Irak machen nach Mitteilung chaldäisch-katholischer Bischöfe die dortige Lage der Christen immer bedrohlicher. Heute leben von zuvor Millionen von Christen nur noch 600.000 im Irak. Die anderen flohen in die Nachbarländer Syrien und Jordanien, in die Türkei, den Libanon, nach Europa oder in die USA.

      Erzbischof Louis Sako von Kirkuk teilte 2006 mit, lediglich im Kurdengebiet sei die Situation noch erträglich. „Es gibt dort Städte, in denen sich die Zahl der Christen innerhalb von drei Jahren verdoppelt hat.“[4] Der Nordirak wird seit Mai 2007 vom deutschen Innenministerium nicht mehr als inländische Fluchtalternative für Christen aus dem Irak angesehen.

      Andere Beobachter wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeichnen dagegen sogar ein noch negativeres Bild der Situation der irakischen Christen und rechnen mit einem Ende der fast 2000-jährigen Geschichte der Christen auf dem Gebiet des heutigen Irak.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_im_Irak


      Was wäre also besser für Syrien/für die Syrer?



      Und zur Verantwortung noch eine Frage: Wenn ich mit Waffengewalt verhindern kann, dass Menschen umkommen, bin ich dann schuldig, wenn ich es nicht tue?

      Jak 4/17 Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde.

      Kann man, indem man jemanden umbringt "Gutes tun"? - ist das überhaupt möglich?


      viele Grüße

      Tricky
    • Das schlimme ist dass bei fast allen Revolutionen in der arabischen Welt durch die Demokratie der Islam zur totalen Macht wurde.
      Egal in welche Richtung man nachdenkt ist es katastrophal was passiert.

      Zu Syrien: Noch ist ja nicht bewiesen dass die Regierung dafür verantwortlich ist.Man bedenke die Vorwürfe gegen Hussein die von den USA erfunden und erlogen waren (nachweislich-da keine Massenvernichtungswaffen wie vorgeworfen-). Durch Vermutung und Lügen wurde vieles erst möglich und man merkt dass trotz Öffentlichkeit hier keiner vor Irrtum sicher ist. Deswegen wäre ich vorsichtig in diese populistische Kerbe mit einzuschlagen"Assad ist ein Tyrann und Menschenfeind...die Opposition sind die gute"-das ist der größte Unfug. Anfangs haben die meisten Nachrichtensender sogar gesagt dass keiner davon ausgeht dass es von Assads System aus ging.
      Wenn ja dann folgt auf Mord Mord.
      Wenn nein dann folgt auf Mord weiterer Mord.

      Ich glaube keiner weiß wie er korrekt vorgeht.
      Das gleiche ist in Ägypten. Dort wird trotz demokratischer Wahl ein System bekämpft (Muslimbrüder) dass durch die Demokratie eine massive Christenverfolgung erst möglich gemacht hat.

      Christenverfolgung wurde durch Demokratie in Ägypten massiv angekurbelt durch die Muslimbrüder.
      Assad selbst war auch ein gewisser Garant für "Religionsfreiheit" da er ja selbst einer Minderheit angehört.

      Ja, auf Pest kommt Cholera wenn die islamischen Extreme in Syrien durch demokratische Vorgänge an die Macht kommen.

      In meinen Augen ist nicht das bestehende System das größte Problem sondern der radikale Islamismus der darauf folgen kann.
      Das wird erst recht die Hölle für die Christen in diesen Ländern.
      Islam ist ein Garant für Gewalt und Mord aber nie für wirklichen Frieden.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      In meinen Augen ist nicht das bestehende System das größte Problem sondern der radikale Islamismus der darauf folgen kann.
      Das wird erst recht die Hölle für die Christen in diesen Ländern.
      Islam ist ein Garant für Gewalt und Mord aber nie für wirklichen Frieden.

      Eigentlich war ich immer der Meinung, dass die Welt nicht einfach zuschauen darf, wenn es zu Vertreibungen, Genoziden oder Massenmorden kommt. Aber hier stimme ich jedem deiner Sätze zu, egal was man tun würde, eingreifen oder nicht eingreifen, es wäre garantiert falsch.

      Vielleicht könnte man ja Schutzzonen für die Zivilbevölkerung schaffen und den Rest des Landes freigeben für die schiesswütigen Verrückten, wo sie sich nach Lust und Laune bekriegen können... ?(
    • Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Aufständischen das Giftgas eingesetzt haben, um danach die Regierung zu beschuldigen. Die Regierungstruppen sind in den letzten Wochen auf dem Vormarsch gewesen, die hätten Giftgas gar nicht nötig gehabt.

      Der Bürgerkrieg könnte schon längst um sein, wenn der Westen die Rebellen nicht mehr unterstützen würde.

      Heiko
    • Heiko schrieb:

      Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Aufständischen das Giftgas eingesetzt haben, um danach die Regierung zu beschuldigen. Die Regierungstruppen sind in den letzten Wochen auf dem Vormarsch gewesen, die hätten Giftgas gar nicht nötig gehabt.

      Der Bürgerkrieg könnte schon längst um sein, wenn der Westen die Rebellen nicht mehr unterstützen würde.


      Mein Problem ist dass es sich schon wieder so nach Irakkrieg anhört " die Regierung hat..." ,bewiesen ist aber gar nichts(bis jetzt) und dass auf Oppositionsseite massive Verbrecher und Taliban und sonstige Islamisten kämpfen ist klar. Dennoch wird die Opposition unterstützt und eine Regierung "schlecht" gemacht.
      Es ist wie damals als die USA die Taliban im Kampf gegen Russland unterstützt haben.
      Die Taliban und ihre Zweigorganisationen(Alkaida) haben sich danach massiv gegen die USA gewandt. Kann das nicht hier genauso passieren?
      Züchten sich die USA nicht ihre Terroristen und zukünftigen Feinde selbst wenn sie Weltpolizei "spielen"?
      Wird durch Demokratie nicht dem totalitären Islamismus erst Tür und Tor geöffnet?

      Ich hab kein gutes Gefühl dabei hier so schwarz weiß zu malen. War Assad zuvor wirklich so ein blutrünstiger Scherge?
      Dass Assad ein Verbrecher ist weiß ich nicht , ich kanns nicht ausschließen aber ist das was danach kommt wirklich besser?

      Waren nicht die Mubaraks,Assads oder Gaddafis eine relative stabile Macht die sogar noch die Christen mehr geschützt hatten als es heute durch die Islamischen Systeme der Fall ist?

      Die meisten Menschen sind nachweislich alle erst nach den Umstürzen und nach der Demokratie gestorben.

      Und nein, ich will hier auch keine Diktatur, deswegen mag ich ja die Merkel und den Schäuble überhaupt nicht.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Guten Tag zusammen.

      Was wir über Syrien wissen, wissen wir aus den Medien. Und wer kann beweisen, dass diese objektiv sind?

      Die syrische Opposition teilt sich in mehrere Untergruppen auf, und eine davon ist Al-Kaida. Die haben es mit ihren Freunden bisher immer verstanden, die Hauptnutznießer von Revolutionen zu sein, siehe Afghanistan,Ägypten und Tunesien. Und so wird es eo hl auch in Syrien kommen, wenn man ihnen hilft Dann muss man wieder Krieg führen, um sie zu verdrängen. Ich glaube, deshalb hat Obama auch keine Lust, den syrischen Rebellen zu helfen. Dazu kommt noch, dass die Rebellen jetzt schon gegen die Christen in Syrien vor gehen, wo sie es können.

      Da Assad aber selbst einer moslemischen Minderheit (die es auch in der Südost Türkei gibt) angehört, sucht er nach Wegen, sich an der Macht zu halten. Das hat schon sein Vater so gemacht. Alle einflussreichen Posten im Staat besetzt Assad mit seinen Leuten, möglichst noch aus seiner Großfamilie. Das fördert natürlich Korruption und Vetternwirtschaft Und das war der eigentliche Anlass zur gegenwärtigen Revolution. Und dann hat sich Al-Kaida mit seinen ausgebildeten Kämpfern und Heckenschützen schnell angehängt, wie überall.

      Wenn der Westen die Revolution unterstützen will, soll er sich seine Leute mehr als genau aussuchen, sonst geht der Schuss nach hinten los. Als Adventisten können wir eigentlich nur für den Frieden dort beten, und dass Gott unsere Schwestern und Brüder dort und im Libanon beschützen möge.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Wer die Berichte von "open doors" aufmerksam verfolgt wird wissen, wie es den Christen in Syrien geht. Unter dem Regime Assad haben sie noch einen gewissen Schutz, sagte uns ein Mitarbeiter. Was danach kommt, kann man sich ausrechnen wenn man weiß, welche Kräfte der Opposition angehören. Herr erbarme dich!
    • Amerika ist das Übel

      Wenn ich mir die adventistische Auslegung diverser Bibelstelle anschaue, dann ist die Sache doch relativ eindeutig. Offb. 13,11ff - das 2.Tier, das aus der Erde aufsteigt. Es hat zwei Hörner wie ein Lamm, redet wie ein Drache..es tut grosse Zeichen, lässt auch Feuer vom Himmel fallen etc.
      Dieses 2.Tier wird in der adventistischen Auslegung als die USA interpretiert. Das Bild des Lammes deutet auf seine scheinbare Friedfertigkeit hin, aber es redet wie ein Drache, also gewalttätige Androhungen. Und es lässt Feuer vom Himmel regnen.Wem fielen dabei nicht die Atombombe, die Napalmbomben oder meinetwegen auch die Drohnen ein. Damit sollte eigentlich auch klar sein, wie der anstehende Konflikt zu beurteilen ist. Die USA geben sich immer als Friedensbringer, dabei geht es ihnen nie, ich betone, nie, um Menschenrechte, sondern nur um ihren eigenen Vorteil, auch in Syrien. In der Bredouille stecken die amerikanischen STA, die sich irgendwann entscheiden müssen, ob sie für Gott oder Vaterland sind. Bisher versuchen sie den Spagat, für Aussenstehende bleibt da nur Kopfschütteln!
    • pathfinder schrieb:

      In der Bredouille stecken die amerikanischen STA, die sich irgendwann entscheiden müssen, ob sie für Gott oder Vaterland sind. Bisher versuchen sie den Spagat, für Aussenstehende bleibt da nur Kopfschütteln!


      Ich bin sicher dass Gott sehr stolz auf Adventisten ist die mit der Waffe in der Hand in fremden Ländern töten um andere die töten zu töten.
      Aber wir sind ja sooo stolz dass hochrangige Adventisten in der Armee der USA tätig sind.

      Ne mal ehrlich. Wenn ein US Adventist zufällig auf einen regierungstreuen (wird ja von der Bibel auch unterstützt) Syrer der auch Adventist ist trifft und die sich dann umrbingen dann ist nun wer im Recht?

      Es ist so unverständlich für mich wie Adventisten pro MIlitär sein können.


      Von Jesus selbst wurde befohlen dass die Christen aus der Stadt fliehen sollen und weder auf jüdischer noch auf römischer Seite zu kämpfen haben.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • pathfinder schrieb:

      Die USA geben sich immer als Friedensbringer, dabei geht es ihnen nie, ich betone, nie, um Menschenrechte, sondern nur um ihren eigenen Vorteil, auch in Syrien.
      Die Frage nach der Motivation habe ich mir letztens auch schon oft gestellt. In Ruanda/Uganda ist ja auch niemand eingefallen, als dort der Genozid geschehen ist.
      Der US-Außenminister hat heute im Radio/Fernsehen gesagt, dass sein Ziel es ist die Personen, die andere mit Giftgas oder sonstwie massenhaft umbringen: "to bring to justice" sind, also es ihnen zeigen bzw. bestrafen. Offiziell geht es den USA also anscheinend gar nicht um die armen anderen Zivilisten, die noch getötet werden könnten, sondern darum diejenigen zu bestrafen, die schon massenhaft getötet haben. Das ist eine interessante Begründung.

      Es begegnet uns diese Argumentation seitens der USA immer wieder. Auch bei Edward Snowden heißt es ausschließlich, dass der Verräter gefasst und bestraft werden muss. Keinerlei irgendwie geartetes Schuldbewußtsein, Einsicht oder Eingestehen einer falschen Tat.


      Mich würden hier jetzt mal eure wildesten Spekulationen interessieren, was die wirklichen Motive der USA und ihrer Verbündeten sind. Was haben die USA davon, wenn die Syrischen Rebellen gewinnen? Was haben die Briten davon oder die Franzosen?

      Ich beginne hier mal mit meinen Spekulationen, also reinen Vermutungen!

      USA:
      -) Die Armee möchte neue Waffensysteme im Echteinsatz ausprobieren
      -) Man will dem Iran schaden
      -) Israel drängt die USA zu einem Einsatz in Syrien um die Nachschubwege für die Hisbollah abzuschneiden
      -) Durch den Krieg und die mediale Berichterstattung gerät das US-Haushaltsdefizit in den Hintergrund
      -) Obama sucht einen Schulterschluß mit den Republikanern...politische Deals werden umgesetzt im Tausch gegen einen Militäreinsatz, den die Republikaner ja schon lange gemach hätten
      -) Die USA wollen Rußland und der Welt beweisen, dass die Schutzmacht Rußland geopolitisch nichts wert ist
      -) Wiederaufbau-Aufträge in Syrien begünstigen US-Unternehmen und helfen so der Wirtschaft


      GB:
      -) Den Armeeobersten ist langweilig, die Armee zu sehr aufgerüstet um ständig nur im Sandkasten zu spielen...es muss ein Echteinsatz her
      -) Sie wollen es sich mit den USA gutstellen
      -) neue Waffensysteme bedürfen eines Tests
      -) Wiederaufbau-Aufträge beflügeln die britische Wirtschaft


      Frankreich:
      -) Präsident Hollande möchte wieder mal von den innerfranzösischen Problemen ablenken
      ansonsten fällt mir bei Frankreich nicht viel ein, warum gerade die so scharf auf einen Militäreinsatz sind
    • Und die Türkei soll mit Raketenabwehrsystemen geschützt werden. Was haben wir doch für ein Glück, dass rein zufällig entsprechende Einheiten schon dort sind, schon lange. Was sollten bisher Raketenabwehrsysteme in der Türkei eigentlich nützen gegen ein paar verirrte Granaten, die über die Grenze geflogen waren? Es gab bisher keinerlei Anzeichen dafür, dass Assad einen Krieg mit dem Ausland anzetteln will. Ich glaube nicht an Zufall. Das war lange geplant. Woher das Giftgas kam ist nicht geklärt. Auch vor dem Irakkrieg wurde gelogen.
    • Interessante Frage, die Du da aufwirfst. Für die USA ist, so denke ich, in erster Linie die Ausschaltung eines wichtigen Verbündeten des Irans oberste Priorität. Und damit die Schwächung des grössten Feindes Israels. Auch die Hisbollah wäre durch einen Sturz Assads entscheidend geschwächt, wieder Pluspunkt für Israel. Der einzige Mittelmeerstützpunkt Russlands wäre hinfällig. Allein wer sich diese Punkte objektiv anschaut, kann mit ein wenig Nachdenken begreifen, daß es den USA um etwas ganz anderes geht als um die Menschen in Syrien. Dann spielen wohl auch noch wirtschaftliche Interessen eine Rolle, Gaspipelines sollen wohl gebaut werden. Und US-Firmen stünden Schlange für den Wiederaufbau.
      Grossbritannien will von der Abhöraffäre ablenken, bzw. ist ja sowieso nur eine Kolonie der USA, die waren bereits im Irak an vorderster Front mit dabei. Und bekommt sicher auch was vom "wirtschaftlichen Kuchen" ab.
      Frankreich: Ablenken von den innenpolitischen Problemen, wirtschaftliche Interessen, evtl. altes koloniales
      Besitzdenken wie auch in Mali.
    • Meiner Meinung hat die UNO viel zu lange nichts gemacht und dadurch die Situation entstehen lassen wie sie gekommen ist (das selbe ist dann z.b. damals in Ruanda auch passiert wo die Uno die Möglichkeit hatte vor dem Genozid einzugreifen und den Massenmord zu verhindern aber die bekannten Waffenlager durften von UNAMIR nicht durchsucht und ausgeräumt werden, sie mußten sogar den Extremisten Bericht erstatten, das die Lager entdeckt sind und die konnten dann direkt an ihre Milizen die Macheten verteilen). Die UNO hat es bisher noch immer geschafft in jedem bedeutenden Konflikt nach dem zweiten WK zu versagen. In Syrien hat sie´s auch geschafft. Jetzt ist es mit dem Eingreifen zu spät. Die Fronten in Syrien sind vollständig unübersichtlich. Assad ist ein Mörder, aber ein Großteil der Rebellen ist es genauso. Soweit ich weiss haben die Syrer indirekt schon die Iraner als Hilfe mit drin, die Rebellen die Al-Kaida. Die einzigen Vernünftigen sind die Zivilisten und die werden als Schlachtvieh mißbraucht. Ich denke schon das Assad tatsächlich Nervengas eingesetzt hat und dafür verantwortlich ist. Gegen die These das die Rebellen das eingesetzt haben spricht, das man an chemische Kampfstoffe nicht leicht herankommt. Sarin etc. kann man nicht so ohne weiteres in den Mengen besorgen. Da ist es plausibler anzunehmen das die hochgerüstete syrische Armee das schon auf Vorrat gelagert hatte. Wenn Obama sich nicht bis auf die Knochen blamieren möchte muss er eigentlich eingreifen sonst steht er als jemand da, der viel sagt und nix einhält. Im "besten Fall" gibt es eine kleinere Luftoffensive auf bekannte Basen der syrischen Armee und es hat sich. Im schlechtesten verliert Assad die Nerven und fängt an Israel zu beschiessen oder die Iraner besorgen das für ihn. Im allerschlimmsten Fall würde Tel Aviv oder Jerusalem von ner Giftgasrakete getroffen. Die Antwort von Israel wäre füchterlich... Man muss natürlich auch drüber nachdenken, was eigentlich die Russen machen werden, wenn ihr Verbündeter ernsthaft in Schwierigkeiten gerät. Die Zeit des Tauwetters zwischen USA und Russland sind ja seit Putin ex und hopp.
    • Bei den "Rebellen" handelt sich um Terroristen und Söldner, die von westlichen Geheimdiensten kontrolliert und ausgerüstet werden um Syrien zu destabilisieren und das Assad-Regime umzustürzen. Diese hochkriminellen Leute schrecken vor nichts zurück, nachgewiesenermaßen auch nicht vor Giftgaseinsatz. Warum sollte Assad Giftgas einsetzen? Warum sollte er so dumm sein den westlichen Aggressoren den perfekten Vorwand für ein militärisches Eingreifen zu liefern? Und das, wo das Assad-Regime die Lage in Syrien in den letzten Wochen immer besser unter Kontrolle hatte. Die Situation ist brandgefährlich und könnte leicht in einem 3. Weltkrieg enden. Russland, China und Iran werden nicht einfach zusehen wie der Westen in Syrien einfällt. Russland hat bereits einen "massiven Militärschlag" gegen Saudi Arabien im Falle einer militärischen Aktion in Syrien angekündigt.
    • Umfrage auf Tagesschau.de

      Da leider die Antwort fehlt : " Es ist falsch Syrien anzugreifen wegen des Giftgasanschlages weil es nicht bewiesen ist dass es von der Regierung kam"
      ist die Ablehnung in dieser Umfrage doch beträchtlich. Angriff generell nicht unterstützt, mich hats auch überrascht.

      Umfrageergebnisse auf Tagesschau.de zum Syrienkonflikt





      PS: trotz der Möglichkeit dieser Umfrage scheint mir tagesschau.de an sich auch etwas manipulieren zu wollen da es eben oben genannte Möglichkeit nicht offen lässt da es bis jetzt immer noch nicht bewiesen wurde.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Ich weiß nicht, ob die Diskussion über eine "sinnvolle" Militärintervention in Syrien hier in dieses Forum passt - ich meine NEIN!

      Warum?

      1. Es gehört thematisch hier nicht her (natürlich kann man hier ALLES diskutieren, aber ist das sinnvoll?)
      2. Uns fehlt es einfach an Information um hier sinnvoll beurteilen zu können!
      3. Sollten wir uns aus weltpolitischen Themen nicht besser heraushalten?
      4. Ich glaube, wir werden nie mit Sicherheit zu wissen bekommen, wer hier zuerst und in welchem Masse chemische Waffen eingesetzt hat.
      Wer glaubt, dass die Eregebnisse der UN-Inspektoren objektiv sein werden ist blauäugig. Die US-Regierung hat die Ergebnisses doch schon vorweggenommen!


    • Wenn Christen meinen der Welt und deren Probleme den Rücken zudrehen zu müssen dürfen die das durch aus tun.
      Das sprechen über ernste Dinge ist in diesem Forum sehr wohl RICHTIG und auch nötig.

      Christen sollen keine weltfremde Ignoranten sein, das hilft keinem!
      Es hat sogar im weitesten Sinne mit Prophetie zu tun (Offenbarung und das Tier aus der Erde).

      Wenn das nicht diskutiert werden sollte hier dann wird das ein Club derer die das Denken anderen überlassen(schön brav alles glauben was in der Bildzeitung steht)
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Wenn Christen meinen der Welt und deren Probleme den Rücken zudrehen zu müssen dürfen die das durch aus tun.
      Natürlich sollen Christn vor den Problemen die Augen nicht verschließen. Das tun sie in der Regel auch nicht.


      Baptist schrieb:

      Das sprechen über ernste Dinge ist in diesem Forum sehr wohl RICHTIG und auch nötig.
      Christen sollen keine weltfremde Ignoranten sein, das hilft keinem!
      Das darüber Sprechen mag man verschieden sehen. INFORMIEREN ist ok, wichtig und richtig. SPEKULIEREN sollten Christen lieber lassen, weil es ebenfalls niemandem hilft. Was das Weltfremd und Christen betrifft, sind hier einige Christen ganz anderer Meinung als du. Sie meinen sogar, echte Christen SIND weltfremd. Ob weltfremd sein wirklich Sinn macht, mag jeder für sich beantworten.


      Baptist schrieb:

      Es hat sogar im weitesten Sinne mit Prophetie zu tun (Offenbarung und das Tier aus der Erde).
      Das Geschehen eventuell. Obwohl ich persönlich nicht jedes Ereignis auf der Welt - und sei es noch so Grausam - als Prophetie oder Zeichen der Zeit verstehe. Ich persönlich bin nämlich der Meinung, dass das Deuten nicht unsere Sache ist. Aber auch hier mag es verschiedene Ansichten geben. Beide werden ihre Berechtigung haben.


      Baptist schrieb:

      Wenn das nicht diskutiert werden sollte hier dann wird das ein Club derer die das Denken anderen überlassen(schön brav alles glauben was in der Bildzeitung steht)
      Meine Frage wäre: Was nützt wem, wenn man dieses Problem, das wir weder durchschauen können, noch die Wahrheit über das Geschehen erfahren, diskutieren? Und WAS hat das mit dem "andere Denken lassen" und dem Glauben an die Bildzeitung zu tun?

      Sachlich (ein beliebtes Wort hier) überlegt, lässt z.b. die Fragen von Rilo gar nicht so unsinnig erscheinen.


      Rilo1 schrieb:

      Ich weiß nicht, ob die Diskussion über eine "sinnvolle" Militärintervention in Syrien hier in dieses Forum passt - ich meine NEIN!
      Ich weiß es auch nicht, meine aber auch eher NEIN! Rilo gab für sein NEIN ja auch Gründe an. Diese Teile ich im Wesentlichen.


      Rilo1 schrieb:

      Warum?

      1. Es gehört thematisch hier nicht her (natürlich kann man hier ALLES diskutieren, aber ist das sinnvoll?)
      Über Sinn und Unsinn von Kriegsstrategien kann man streiten diskutieren und spekuliern. Das Sinnvolle dabei wäre ...?


      Rilo1 schrieb:

      2. Uns fehlt es einfach an Information um hier sinnvoll beurteilen zu können!
      Richtig! Und daher kann man die Diskussion nur auf die Informationen beschränken, die wir aus den Medien erfahren. Was daran stimmt oder auch nicht, wäre eine weitere sinnvolle? Diskussion. Nur ... WEM dient sie, WEM nützt sie? Das soll jetzt nicht heißen, dass man die Diskussion verbieten soll. Es geht ja "nur" um die Sinnfrage.


      Rilo1 schrieb:

      3. Sollten wir uns aus weltpolitischen Themen nicht besser heraushalten?
      Ja, sollten wir. Was wieder nicht heißen soll, dass man sich nicht Informieren soll oder nicht darüber sprechen darf. Nur ... das Spekulieren sollten Christen lassen. Und die Wahrheiten kennen wir nicht. Wir können den Sinn oder Unsinn einer Militärintervention nur dann beurteilen, wenn wie die Wahrheit wissen. Z. B. über diese Giftgassache. WER Giftgas eingesetzt hat, und ob Giftgas eingesetzt wurde. Es wäre ja nicht die erste "sinnige" Aktion auf Grund von Vermutungen und Lügen. Mit den Folgen: Tausende Tote, zerstörte Lebensbereiche und Elend das bis heute anhält. Und hat dieses Morden Frieden gebracht? Nein! Und das, denke ich, kann man auf Grund der "Geschichte" ohne weiteres sagen: Krieg kann nicht zum Frieden führen. Und Vergeltungsanschläge ebenfalls nicht. Die machbare Lösung? Werden wir trotz Diskussion nicht finden.



      Rilo1 schrieb:

      4. Ich glaube, wir werden nie mit Sicherheit zu wissen bekommen, wer hier zuerst und in welchem Masse chemische Waffen eingesetzt hat.
      Sehe ich auch so. Daher können wir unsere den Sinn oder Unsinn der Militärintervention gar nicht wirklich beurteilen.


      Rilo1 schrieb:

      Wer glaubt, dass die Eregebnisse der UN-Inspektoren objektiv sein werden ist blauäugig. Die US-Regierung hat die Ergebnisses doch schon vorweggenommen!
      Ist auch meine persönliche Ansicht. Zumindest darf man das nicht außer Acht lassen.

      Ebenso teile ich die Ansicht, die BenSalomo hat, wenn er schreibt:

      "Was wir über Syrien wissen, wissen wir aus den Medien. Und wer kann beweisen, dass diese objektiv sind?
      [...]
      Als Adventisten können wir eigentlich nur für den Frieden dort beten, und dass Gott unsere Schwestern und Brüder dort und im Libanon beschützen möge."

      ***
    • Naja Nachtperle, wir sollen doch der Stadt (des Staates) Beste suchen oder?

      Wenn nun andere Länder kriminell agieren (ich meine nicht Syrien allein), dann haben wir Christen sehr wohl einen Auftrag uns in unserer Gesellschaft einzubringen.
      Wenn nun ein Land Mist baut dann finde ich ist es eines Christen Pflicht sich mit den Menschen in seinem Staat auch evtl. an Demos zu beteiligen und nicht alles zu schlucken was die Medien so bringen. Es gibt heutzutage genug alternative Informationsbeschaffung z.B. Wikileaks die unangenehme Wahrheiten aufdecken. Hier sehen wir dass die Staatlichen Medien in den USA und vielen anderen Ländern die Menschen schlicht weg nur belügen.

      Wenn man dieses passive Ducken nur praktiziert kann es gut gehen oder auch nicht. Nein man muss nicht sein ganzes Leben dem widmen da es durch Jesus um was viel wichtigeres geht aber still zu sein und ganz still zu sein kann manchem was bringen, mir bringt es nichts. Ich sage was ich denke und ich bin sehr kritisch dem Regime in Washington gegenüber.

      Ein Staat fängt da an zu lügen wo es für ihn ungünstig werden würde mit der Wahrheit weiter zu machen.
      Es hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun wenn man heute weiß dass die USA gelogen haben um im IRAK Krieg zu führen.
      Es ist eines Christen Pflicht sich Gedanken über das hier und jetzt zu machen und nicht nur still zu sein wenn Unrecht geschieht.

      Was haben wir hier für Möglichkeiten?
      Nicht sehr viele oder große aber eine Meinung kann sich bilden. Darüber reden.
      Für manchen scheint das nicht gut zu sein, dann sei es so und jeder sei sich seiner Meinung gewiss.

      Für mich liebe Nachtperle ist es eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit (was man sich eben so an Information zusammensuchen kann) was z.B. die USA generell Kriegstechnisch tut.

      Wenn nun hier Wirtschaftsinteressen und verschiedene Lobbys wieder einmal auf Menschenleben XXXXXXX dann kann ich nicht still sein.

      Es steht jedem hier frei über das und jenes zu reden (wir haben bisher nicht mal gestritten oder groß böse gemotzt untereinander) keiner wird gezwungen ,deswegen halte ich Kritik an einem Thema dass explizit in der richtigen Kategorie diskutiert wird für nicht angebracht.

      :) Nachtperle du unterstützt doch selbst das Motto " Wenn du hier nicht diskutieren willst steht es dir frei das auch zu lassen", oder?


      Deswegen, Aufklärung und aussortieren der Informationen zum Thema Syrien und den Krieg und das Morden.
      Sich ein objektives Bild über das Thema machen ist möglich und ich glaube oft auch nötig.

      Was interessant ist ist dass Deutschland ein klares Statement über das Vorgehen der USA und den geplanten Syrienfeldzug längst hat (das Volk).
      Ich kann zwar keine Statistik belegen aber wer in den Internetkommentaren ALLER öffentlichen Medien nachsieht was dort geschrieben wird sind mehr als 2/3 gegen das Vorgehen der USA.


      Warum sollte die Weltweite Kirche der STA nicht ein Statement veröffentlichen dass wir gegen einen Krieg sind?
      Es gibt auch das Statement " Stopp Gewalt gegen Frauen", vollkommen richtig aber auch eine politische Sache an sich.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.