Unterschiedliche Gewichtigkeit adventistischer Glaubenspunkte

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    • Etwas abseits meine Frage, aber mich würde eine "offizielle" Aussage interessieren, ob die Glaubenspunkte der STA alle gleichrangig / gleich wichtig sind, oder ob man diese in eine Rang-Reihenfolge bringen kann?

      Es gibt Punkte, da kann ich nicht wirklich guten Gewissens zustimmen (z.B. 1844 und die Heiligtumslehre), bei anderen bin ich zweifelnd (Rolle und Zeichen der Übrigen, EGW, u.a.).

      Dann wäre die Frage, welchen Punkten muß / sollte man zwingend zustimmen um ein "guter" STA zu sein/zu werden und welche sind sozusagen "optional".

      Ich meine die Frage absolut ernst, ich halte die Aufstellung der Glaubenspunkte - so wie sie derzeit ist - definitiv nicht für gleichrangig - einige Punkte sollten m.E. auch keine verbindlichen Glaubenspunkte sein auch wenn sie zur Historie und Entstehung der STA gehören. Aber sind wir (ich fühle mich auch als geborener Adventist) ein "Traditionsverein" oder
      suchen wir neues Licht?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Neues Licht da wo es wirklich erhellt und scheint. Aber keine Fundamente einreißen (da fällt das ganze Haus zusammen) oder Reform als Selbstzweck. Nur weil man tragende Wände nicht einreißen will ist man kein Traditionsverein... Umgekehrt: Wenn man ein kaputtes Fenster auswechselt ist man kein Revoluzzer sondern hält das Haus in Schuss.
    • Rilo1 schrieb:

      Und wenn eine tragende Wand doch am falschen Platz ist oder nicht wirklich trägt?

      Dann muss anhand der Bibel ein Gegenbeweis angetreten werden.
      Bevor man das nicht gut ausgearbeitet hat bringt eine Emotionsgesteuerte Diskussion eher Schaden als gute Frucht.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Frage 1 halte ich für sehr zentral und interessant: Für mich wären z.b. Essentials (tragende Wände): Christus als Zentrum (nicht irgendwas anderes oder irgendwer), die Gerechtigkeit allein aus dem Glauben (im Gegensatz zur Werksgerechtigkeit) in Verbindung mit guten Werken als Ergebnis der Liebe zu Gott. Sola Scriptura: Die heilige Schrift ist Maßstab dessen ob eine Lehre richtig oder falsch ist und nicht menschliche Mutmaßung, die leibliche und buchstäbliche persönliche Wiederkunft Jesu am jüngsten Tag, die Gültigkeit aller 10 Gebote (auch des vierten) als universelle Moralgesetze Gottes. Die buchstäbliche und nicht sinnbildliche Richtigkeit des Schöpfungsberichtes (also Schöpfung und keine Evolution und sieben Tage nicht unbestimmter Zeitraum). EGW ist Teil des Geistes der Weissagung (sie ist aber nicht buchstäblich identisch damit), ihre Schriften sind das kleine Licht das zum großen führt. Die Glaubenstaufe (im Gegensatz zur Kindstaufe). Der Missionsbefehl als Aufgabe die die Gemeinde zu erfüllen hat (Gemeinde ohne Mission hat ihre Existenzberechtigung faktisch aufgegeben), die Dreieinigkeit (Jesus ist kein geschaffenes Wesen, er ist wahrer Teil der Gottheit und zugleich wahrer Mensch und auch der heilige Geist ist ein Teil der Gottheit und nicht bloß die Kraft Gottes). Der Mittlerdienst Jesu im himmlichen Heiligtum als hoher Priester. Das wären spontan die, die mir einfallen... Die Reihenfolge ist denke ich eher historischer Natur und weniger eine Frage der Bedeutung. Frage 3 kann gefährlich werden, speziell dann wenn man glaubt eine tragende Wand ist am falschen Platz und man reißt sie ein und merkt erst wenn das Haus demoliert ist, dass sie doch am richtigen Platz war...
    • Etwas abseits meine Frage, aber mich würde eine "offizielle" Aussage interessieren, ob die Glaubenspunkte der STA alle gleichrangig / gleich wichtig sind, oder ob man diese in eine Rang-Reihenfolge bringen kann?
      Offiziell kenne ich eine solche Aussage nicht. Einen Unterschied zwischen wichtigen und weniger wichtigen Punkte wird nicht gemacht. Alle Glaubenspunkte präsentieren in ihrer Summe die praktischen Glaubenssäulen des Adventismus. Beim relativen Vergleich können wir natürlich z.B. den Glauben an Christus für wichtiger nehmen als irgendwelche Aussagen über 1844. Im "absoluten" Sinne hängen alle Punkte miteinander eng zusammen, und sind für einen Adventisten allesamt wichtig.

      Adventisten haben viele weiteren - im Adventistmus allgemein akzeptable - Lehren, zum Beispiel das Verständnis der Eschatologie, die Israel-Frage, die Nuancen bezüglich Ellen White etc.. Diese sind jedoch kein Bestandteil der Glaubenspunkte. Glaubenspunkte enthalten ausschließlich entweder sehr Lebens-praktische Fragen (richtige Gott-Anbetung, richtiges Lebensstill, allgemeine Themen des christlichen Glaubens), oder sehr wichtige theoretische Bausteine des adventistischen Glaubens, die in der Bibel zentral sind (Typologie und Heiligtumslehre, Geist der Weissagung).

      Ob man bei der Taufe unbedingt alle Glaubenspunkte heute akzeptieren muss, weiß ich nicht. Ob man alle Glaubenspunkte akzeptieren müsste - dazu gibt es sehr unterschiedliche Antworten.

      ...einige Punkte sollten m.E. auch keine verbindlichen Glaubenspunkte sein auch wenn sie zur Historie und Entstehung der STA gehören. Aber sind wir (ich fühle mich auch als geborener Adventist) ein "Traditionsverein" oder suchen wir neues Licht?
      Jeder Glaubenspunkt kann (erneut) "reopened" und in Frage gestellt werden, damit der Punkt noch mal ausführlich betrachtet wird und die Generalversammlung für/gegen abstimmt. Die letzten Beispiele für die Suche nach Lösungen für aktuelle praktische Probleme und die Suche nach gegenwärtiger Wahrheit sind die Auseinandersetzungen mit der Schöpfung-Frage und der Frauenordination.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Pinoy Klaus schrieb:

      Frage 1 halte ich für sehr zentral und interessant: Für mich wären z.b. Essentials (tragende Wände): Christus als Zentrum (nicht irgendwas anderes oder irgendwer), die Gerechtigkeit allein aus dem Glauben (im Gegensatz zur Werksgerechtigkeit) in Verbindung mit guten Werken als Ergebnis der Liebe zu Gott. Sola Scriptura: Die heilige Schrift ist Maßstab dessen ob eine Lehre richtig oder falsch ist und nicht menschliche Mutmaßung, die leibliche und buchstäbliche persönliche Wiederkunft Jesu am jüngsten Tag, die Gültigkeit aller 10 Gebote (auch des vierten) als universelle Moralgesetze Gottes. Die buchstäbliche und nicht sinnbildliche Richtigkeit des Schöpfungsberichtes (also Schöpfung und keine Evolution und sieben Tage nicht unbestimmter Zeitraum). EGW ist Teil des Geistes der Weissagung (sie ist aber nicht buchstäblich identisch damit), ihre Schriften sind das kleine Licht das zum großen führt. Die Glaubenstaufe (im Gegensatz zur Kindstaufe). Der Missionsbefehl als Aufgabe die die Gemeinde zu erfüllen hat (Gemeinde ohne Mission hat ihre Existenzberechtigung faktisch aufgegeben), die Dreieinigkeit (Jesus ist kein geschaffenes Wesen, er ist wahrer Teil der Gottheit und zugleich wahrer Mensch und auch der heilige Geist ist ein Teil der Gottheit und nicht bloß die Kraft Gottes). Der Mittlerdienst Jesu im himmlichen Heiligtum als hoher Priester. Das wären spontan die, die mir einfallen... Die Reihenfolge ist denke ich eher historischer Natur und weniger eine Frage der Bedeutung. Frage 3 kann gefährlich werden, speziell dann wenn man glaubt eine tragende Wand ist am falschen Platz und man reißt sie ein und merkt erst wenn das Haus demoliert ist, dass sie doch am richtigen Platz war...
      Im ersten Teil kann ich voll zustimmen.

      Hinten wird es für mich schon schwieriger.

      Ich kann - zumindest in der Bibel - nicht erkennen, das EGW eine notwendige Voraussetzung für unsere Seligkeit ist, und damit auch kein essenzieller Glaubenspunkt sein kann.

      Bei der 7-Tage-Schöpfung bin ich mir nicht sicher. Fakt ist für mich, dass der Bericht in der Bibel sicherlich keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit erhebt (Bereits am ersten Tag des Schöpfungsberichts wurde aus Abend und Morgen- also aus Licht und Finsternis - der Erste Tag. Die Sonne wurde aber erst am 4. Tag geschaffen! Das ist weder wissenschaftlich noch logisch korrekt, aber lassen wir es dabei. Ich störe mich daran nicht, aber ich würde es nicht zum Dogma erheben das es 7 24-Stunden Tage waren. Es ist eine Erzählung, die den Menschen von damals die Schöpfung Gottes verständlich machen sollte).

      Mit 1844 und der Heiligtumslehre habe ich ein noch größeres Problem. Jesus ist am Kreuz für unsere Sünden gestorben - es bedarf keiner weiteren Dienste für unsesre Errettung als allein unser Glauben an Jesus und die Annahme seines Geschenks! Alles andere schmälert Jesu Kreuzestod. Was hat Jesus vor 1844 getan? Warum ist er gerade 1844 ins Allerheiligste getreten? Wurde nicht 1844 als Jahr für ein anderes Ereignis errechnet - das dann aber nicht eintrat?
      Steht nicht in der Bibel, dass niemand die Zeit und Stunde SEINER Wiederkunft kennt, nicht einmal Jesus sondern nur der Vater selbst???

      Glaubenspunkte sind für mich essenzielle, zwingend notwendige Punkte die ich verstehen muß und die zu meiner Rettung wesentlich sind (auch wenn sie nicht direkt zur Errettung führen).

      Fleischloses Essen ist nicht verkehrt - führt aber nicht zur Errettung.

      Der Glaube an eine 7-24-Stunden-Tage Schöpfung ist ok- führt aber auch nicht zur Errettung.

      Ebenso ist es aus meiner Sicht auch mit anderen "Sonderlehren" der STA - viele sind sicherlich gut und haben ihre Berechtigung aber müssen sie Glaubenspunkte und damit unverrückbare Dogmen sien?
    • Rilo1 schrieb:

      viele sind sicherlich gut und haben ihre Berechtigung aber müssen sie Glaubenspunkte und damit unverrückbare Dogmen sien?

      Die Glaubenspunkte sind kein Credo bzw. Dogmen.

      Unser Credo , Urwurzel ist allein die Bibel.

      Es ist offen, wenn du biblisch deinen Standpunkt ausarbeitest und auch die Ausarbeitung der GK z.B. berücksichtigst dann kannst du jederzeit einen Antrag stellen bzw. diesen schriftlich bei der GK einreichen.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Rilo1 schrieb:

      Ein schönes Bild.
      Was sind die wirklich tragenden Wänder der STA?

      Was ist mit der Reihenfolge der Glaubenspunkte?

      Und wenn eine tragende Wand doch am falschen Platz ist oder nicht wirklich trägt?
      Ich für mich habe keine Prioritätenreihenfolge bei den Glaubenspunkten.

      Die Gesamtheit macht es aus. Aber wenn schon Prioritäten, dann der Glaube an den Vater, den Sohn, den Heiligen Geist und die Heilige Schrift als das Wort Gottes. Wobei die Dreieinigkeit nur eine sekundere Rolle spielt. Denn die Dreieinigkeit wird sehr verschieden verstanden. Und ich bezweifle, dass sie wirklich wer voll und ganz versteht. Ahnlich ist es mit der Heiligen Schrift. Manche sehen in der gesamten Heiligen Schrift eine Verbalinspiration Gottes.


      Stofi schrieb:

      Die Heiligtumslehre ist das Kernstück, die Identität der STA. Wer man dieser nicht zustimmt, bzw. sie nicht glaubt, ist man kein STA.
      Ich bin auch damit nicht einverstanden. Denn das Kernstück ist der Glaube an Christus als unser Erretter. Und jemanden das Adventistsein abzusprechen, weil er eventuell nicht die Ansicht Stofis vertritt, halte ich für eine arrogante Unart. Für ein Richten ohne Recht dazu.

      In dem persönlichen Bereich mag der eine oder andere einen Schwerpunkt bei den Glaubenspunkten haben. Beim einen ist es Ellen White als DER "Geist der Weissagung" beim anderen mag es die Heiligtumslehre sein. Letztendlich macht es die Gesamtheit der Glaubenspunkte aus. Weil sich manche Glaubenspunkte auch gar nicht trennen lassen. Das heißt, ein Glaubenspunkt kann nur in Verbindung mit anderen Glaubenspunkten Sinn bekommen und verstanden werden. Prioritäten? Sind die wirklich nötig? Abgesehen jetzt vom Glauben an Vater, Sohn und Heiliger Geist.

      Ja, und manche sehen den 18. Glaubenspunkt als Identität der STA. Ist es aber wirklich so? Lassen wir mal die persönlichen Ansichten weg. Was ist dann das Kernstück des Glaubens der STAß

      ***
    • Danke, Nachtperle, Deiner Auffassung kann in in weiten Teilen zustimmen.

      Wir hatten heute eine sehr interessante und frische Predigt - es ging auch um Veränderung, Lebendigkeit, frischen Wind (= Geist).

      Ich glaube alles Lebendige wächst und verändert sich auch geistlich. Da Gott lebendig ist wird auch er sich verändern und "wachsen".
      Ein Baum der nicht wächst ist tot. Jedes Lebewesen, dass sich nicht verändert und in irgendeiner Art "wächst" ist tot!

      Ein starres Festhalten an Traditionen führt zum Absterben!

      Im Predigtnachgespräch hieß es wir (die STA) haben zu viel Wahrheit - wir brauchen mehr Weisheit!!!

      Das kann ich 3mal unterschreichen!

      28 Glaubenspunkte sind zu viel und viele davon halte ich für nicht wichtig.

      Wenn Du, Stofi, die Heiligtumslehre für das Wichtigste überhaupt hälst, dann hast Du glaube ich die wesentlichen Dinge nicht verstanden - sorry will Dir nicht
      zu Nahe treten, aber das ist einfach meine Sicht.

      Das wichtigste für mich am Christsein ist die Frohe Botschaft, das gute Evangelium von Jesus Christus, dass er für meine Sünden gestorben ist!

      Jetzt wirst Du sagen, aber das ist doch mit der Heiligtumslehre eng verbunden!

      Ich sage nein, 1844 war und ist eine Erfindung der STA-Urväter und war eigentlich nicht mit der Heiligtumslehre verknüpft - es sollte den Zeitpunkt
      Christ Wiederkunft sein, den man sich erdreistet hatte errechnen zu wollen (wie übrigens die Zeugen Jehovas auch und andere Strömungen dieser Zeit in den USA).
      Dann hat man darum herum die Heiligtumslehre "gebaut", die heute praktisch nicht mehr gepredigt wird, weil sich jeder Prediger scheut dieses "heiße Eisen" an zu fassen.
      Tatsächlich haben mir STA-Prediger gesagt, die Heiligtumslehre ist "Humbug", es traut sich nur niemand das offen aus zu sprechen.

      Ja, es kommt niemand zum Vater denn durch mich, ja, weil Jesus für uns gestorben ist.
      Nicht weil 1844 Jesus in Allerheiligste eingetreten sein soll - das ist irdisches und menschliches Anwaltsdenken.

      Wenn Gott Vater und Jesus eins sind - wozu braucht es dann bitteschön einen Vermittler? (Achtunt: ernst gemeinte Frage!)

      Die rituellen Handlungen die im AT im Tempel und Allerheiligsten vollzogen wurden waren für die Menschen, damit diese Gottes Erlösungsplan verstehen.
      Gott braucht diese Riten nicht, auch unsere Opfer und Gebete nicht - aber er freut sich darüber, wenn wir ihn in unser Leben einbeziehen.
      Auch die Gebote sind für uns da, nicht für Gott.
    • Rilo1 schrieb:

      Ein starres Festhalten an Traditionen führt zum Absterben!


      Die 28 Glaubenspunkte sind keine Traditionen, Traditionen sind eher die Kindersegnung das Potluck und div. andere "Inhalte und Dinge" der Gemeinde.

      Rilo1 schrieb:

      28 Glaubenspunkte sind zu viel und viele davon halte ich für nicht wichtig.

      Sie können zuviel aber auch zuwenig sein wenn man sich nur auf diese Ausführungen stützt. das Credo und das Dogma das nicht verändert werden kann und darf ist die Bibel, die Glaubenspunkte sind die vereinfachte zusammengetragene Erkenntnis der Gemeinde bzw. deren Überzeugungen.
      Es steht Dir frei gewisse Punkte nicht mehr zu glauben aber dann frage ich mich ob Du eine befriedigende biblische "Gegendarstellung" wirklich selbst ausgearbeitet hast oder ob man sich nicht durch einen Wind der Lehre umtreiben lässt?!.....diese Frage stelle ich mir selbst oft genug und versuche mich da und dort zu korrigieren wenn ich z.B. mal darauf geachtet habe was gewisse Splittergruppen lehren, am rechten Rand sind es die abgespalteten Gruppen und am Linken sind es leider zu oft Leute aus den eigenen Reihen die die Glaubwürdigkeit der Glaubenspunkte in Frage stellen wie anscheinend diese Prediger beweisen.

      Rilo1 schrieb:

      Tatsächlich haben mir STA-Prediger gesagt, die Heiligtumslehre ist "Humbug", es traut sich nur niemand das offen aus zu sprechen.

      Das ist ernsthaft traurig dass es Prediger gibt die so etwas von sich geben, es ist wieder interessant zu sehen wie sehr diese Lehre angegriffen wird.
      Es ist auch nicht so dass die STA das irgendwie als Notdurft darum herum gebaut hatten um eine Sünde zu kaschieren.
      Sie waren so weit ihren Fehler einzugestehen und haben erkannt dass nicht die Berechnung falsch war (Berechnung an sich ist keine Sünde) sondern die Deutung auf Jesu Wiederkunft was ja faktisch nicht zu wissen ist. Sie hatten die Erkenntnis vom Jahr 1844 und das hatten sie OHNE Ellen White und nur MIT der BIBEL erarbeitet, dieses Wissen konnte man natürlich nicht auf eine Müllkippe schmeißen sondern man war es Gott schuldig tiefer zu forschen und um mehr Erkenntnis zu beten, das Ergebnis ist die Heiligtumslehre oder anders ausgedrückt dass Christus unser Mittler und Führsprecher auch Heute noch ist da unsere Sünden immer wieder neu vor ihn kommen wenn wir sündigen. Sein Dienst hat einen enormen Sinn und wenn nur das Kreuz schon alles erledigt hätte(als quasi Automatismus) hätte er ja gar nicht mehr in den Himmel fahren müssen sondern hätte sofort auf der Stelle das Böse vernichtet und die Auferstehung der Toten hätte sofort statt finden können.

      Rilo1 schrieb:

      Nicht weil 1844 Jesus in Allerheiligste eingetreten sein soll - das ist irdisches und menschliches Anwaltsdenken.

      Das Buch Daniel und der Hebräerbrief sagen hier weitaus tiefere Gründe und Bedeutungen dazu, es als Humbug abzutun ist dein persönliches Recht aber ich bin auch froh dass solche Pauschalverurteilung einer Lehre nicht gleich die ganze Gemeinde verändern sonst wäre das ja echt heftig mit den vielen kleinen und großen Irrlehren in der Gemeindelandschaft.

      Rilo1 schrieb:

      Wenn Gott Vater und Jesus eins sind - wozu braucht es dann bitteschön einen Vermittler? (Achtunt: ernst gemeinte Frage!)

      Weil die Sünde zwischen Dir und Jesus steht, das hat heute Werner Renz im HopeKolleg wunderbar dargestellt.


      Es ist heilsnotwendig dass Christus nicht nur einbezogen wird in unser Leben sondern dass er die erste Geige spielt.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • "Rilo1" schrieb:

      Das wichtigste für mich am Christsein ist die Frohe Botschaft, das gute Evangelium von Jesus Christus, dass er für meine Sünden gestorben ist!

      Dann empfehle ich für Dich die EKG, die nicht so absonderliche Lehren wie die des Sabbats, der Heiligtumslehre oder sogar eine von der Gemeinde anerkannte Prophetin hat. Ich frage mich immer wieder was die Menschen in der Adventgemeinde wollen, wenn sie ständig die Säulen des Adventismus einreißen wollen. Adventgemeinde reformieren? Es gibt schon genug Kirchen und Gemeinden die dem entsprechen was sich viele unserer Gemeindegänger wünschen. Dafür braucht man aber nicht kämpfen sondern nur auf die andere Straßenseite zu gehen. Sollen sie endlich gehen und aufhören die Adventgemeinde zu einer Hurentochter zu erziehen die statt Botschaft nur noch fleischliches Gesäusel predigt.

      "Review and Herald 25.05.1905" schrieb:


      Das Heiligtum ein besonderes Angriffsziel
      In Zukunft werden alle möglichen Täuschungen aufkommen, und wir wollen festen Boden unter den Füßen. Wir wollen feste Säulen für das Gebäude. Nicht ein Zapfen soll von dem entfernt werden, was der Herr errichtet hat. Der Feind wird falsche Theorien aufbringen, wie z.B. die Lehre, es gebe kein Heiligtum. Das ist einer der Punkte, wo man vom Glauben abweichen wird. Wo sollen wir Sicherheit finden, wenn nicht in den Wahrheiten, die der Herr uns in den letzten 50 Jahren gegeben hat?

      Die 5 Säulen des Adventismus wurden 1848 in Versammlungen die „Sabbatkonferenzen“ genannt wurden benannt. Wer die nicht vollständig akzeptiert hat nach meiner Ansicht in unserer Gemeinde nichts verloren und sollte in seinem Profil bei Glaube auch nicht „Adventistisch“ angeben.

      1 Heiligtum
      2. Wiederkunft
      3. Sabbat
      4. Zustand der Toten
      5. Geist der Weissagung


      Später kam noch die Gesundheitslehre hinzu. Diese Säulen bleiben stehen egal wie viel auch von gewissen Menschen daran herumgeißelt werden mag. X(
    • Stofi schrieb:

      Die Heiligtumslehre ist das Kernstück, die Identität der STA. Wer man dieser nicht zustimmt, bzw. sie nicht glaubt, ist man kein STA.


      Wenn das so ist, dann gibt es vermutlich statt 17 Mio. nur (vielleicht) 5 Mio. Adventisten.

      In den Ländern mit langer christlicher Tradition wird die Heiligtumslehre in weiten Teilen der adventistischen Gemeinschaft nicht mehr vollumfänglich geglaubt und / oder gelehrt. Die Argumente von Desmond Ford sind bis heute nicht nachvollziehbar und überzeugend aus der Bibel widerlegt und die Heiligtumslehre (in ihrem vollen Umfang) ist in unseren Ländern (A, CH, D) vermutlich nur einer sehr kleinen Minderheit so geläufig, dass sie diese erklären oder gar biblisch begründen könnten.

      Ob man ohne (die gesamte) Heiligtumslehre kein Adventist sein kann lasse ich offen. Denn ich bin absolut davon überzeugt, dass man ohne die Heiligtumslehre erlöst werden kann.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Atze schrieb:


      Die 5 Säulen des Adventismus wurden 1848 in Versammlungen die „Sabbatkonferenzen“ genannt wurden benannt. Wer die nicht vollständig akzeptiert hat nach meiner Ansicht in unserer Gemeinde nichts verloren und sollte in seinem Profil bei Glaube auch nicht „Adventistisch“ angeben.
      1 Heiligtum
      2. Wiederkunft
      3. Sabbat
      4. Zustand der Toten
      5. Geist der Weissagung

      Später kam noch die Gesundheitslehre hinzu. Diese Säulen bleiben stehen egal wie viel auch von gewissen Menschen daran herumgeißelt werden mag. X(


      Vielleicht ist es Dir entgangen, aber 1848 gab es unsere Kirche noch nicht. Umbrüche wie nicht zuletzt 1888 haben wesentliche dogmatische Änderungen bewirkt daher ist Deine Liste nicht maßgeblich. Maßgeblich können nur die "Glaubenspunkte" sein.

      Und die (hier offene) Grundfrage ist, was ist die Heiligtumslehre? Was gehört dazu, was nicht?
      Die Idee mit 1844 (dass Jesus damals erstmals das "Allerheiligste" betrat) widerspricht jedenfalls den Aussagen des Hebräerbriefes und ist nicht zuletzt daher in einer Gemeinde in der die Gläubigen selbst die Bibel lesen schwer zu argumentieren.
      Andererseits ist das Verständnis, dass Jesus für uns beim Vater als Hohepriester (und gleichzeitig als Opfer!) versöhnend wirkt, durchaus biblisch fundiert und wird vermutlich in weiten Kreisen unserer Kirche verstandenen und geglaubt.
      .
      Liebe Grüße, Heimo