Was ist Babylon?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • hardy schrieb:

      Du hast recht wir Adventisten sehen immer gerne den Splitter bei den anderen und übersehen unseren Balken.

      Das ist nur eine fatale aber allgemein menschliche Schwäche - nichts spezifisch Adventistisches!
      Darum gehört eine sachliche Selbst- und Fremd-Reflektion als Grundlage des Glaubens unbedingt dazu um in der Heiligung leben zu können.
      Wer dabei glaubt es erkannt zu haben ist vermutlich schon wieder vom Pferd gefallen ...
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Es ist traurig zu sehen in welcher geistlichen Finsternis sich viele Adventisten heutzutage befinden.

      Gott hat der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Seiner Gnade durch Ellen White und die Pioniere soviel Licht geschenkt und hier sind wir nun, am Ende der Zeit und kurz vor Jesu Wiederkunft und diskutieren darüber, was Babylon ist...

      Statt also durch intensives Bibelstudium zu tieferen Erkenntnissen des prophetischen Wortes zu gelangen, wie es eigentlich unsere Aufgabe wäre, tun wir das Gegenteil und verbringen unsere Zeit damit die Fundamente des Adventismus zu untergraben und die Mauern weiter einzureißen. :sad:

      Dieser Bibeltext (Jeremia 6, 1-30) hier ist für uns und unsere Zeit, bitte lest ihn unter Gebet durch und versteht die Warnung, die JHWH an uns richtet:

      Spoiler anzeigen

      Bibelstelle

      Der Herr warnt Jerusalem vor einer drohenden Belagerung 1 Flieht, ihr Kinder Benjamins, aus Jerusalems Mitte, und stoßt in das Schopharhorn in Tekoa, und über Beth-Kerem richtet ein Zeichen auf; denn ein Unheil droht von Norden her und ein großes Verderben! 2 Die Liebliche und Verzärtelte, die Tochter Zion, gebe ich hiermit der Vernichtung preis. 3 Hirten mit ihren Herden werden zu ihr kommen; ihre Zelte werden sie aufschlagen rings um sie her, und jeder wird sein Teil abweiden. 4 »Heiligt einen Krieg gegen sie! Auf, laßt uns am Mittag hinaufziehen!« – »Wehe uns, der Tag neigt sich, und die Abendschatten dehnen sich!« 5 »Auf, laßt uns bei Nacht hinaufziehen und ihre Paläste zerstören!« 6 Denn so hat der Herr der Heerscharen befohlen: Fällt Bäume und schüttet einen Wall auf gegen Jerusalem! Das ist die Stadt, die heimgesucht werden soll; denn lauter Gewalttat ist in ihrer Mitte. 7 Wie ein Brunnen sein Wasser hervorsprudeln läßt, so haben sie ihre Bosheit hervorsprudeln lassen; von Gewalttat und Bedrückung hört man in ihr; Leid und Mißhandlung muß ich beständig mit ansehen. 8 Laß dich warnen, Jerusalem, damit sich meine Seele nicht ganz von dir losreißt, damit ich dich nicht zur Wüste mache, zu einem unbewohnten Land! 9 So spricht der Herr der Heerscharen: Am Überrest Israels wird man Nachlese halten wie am Weinstock. Lege nochmals deine Hand an wie ein Weinleser an die Ranken! 10 Zu wem soll ich reden, wem Zeugnis ablegen, daß sie darauf hören? Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten; sie können nicht darauf achten. Siehe, das Wort des Herrn ist ihnen zum Hohn geworden; sie haben keine Lust daran. 11 Und ich bin erfüllt von dem Grimm des Herrn, daß ich ihn kaum zurückhalten kann. Gieße ihn aus über die Kinder auf der Gasse und zugleich über die Schar der jungen Männer! Ja, Mann und Frau sollen gefangen werden, Alte und Hochbetagte. 12 Ihre Häuser sollen anderen zugewandt werden, samt den Äckern und Frauen; denn ich will meine Hand ausstrecken gegen die Bewohner dieses Landes! spricht der Herr. 13 Denn vom Kleinsten bis zum Größten trachten sie alle nach unrechtem Gewinn, und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lügen um. 14 Und sie heilen den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, indem sie sprechen: »Friede, Friede!«, wo es doch keinen Frieden gibt. 15 Schämen sollten sie sich, weil sie Greuel verübt haben! Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt, und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen! spricht der Herr. 16 So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Sie aber sprechen: »Wir wollen nicht darauf wandeln!« 17 Und ich habe Wächter über euch bestellt: Achtet doch auf den Schall des Schopharhorns! Sie aber sprechen: »Wir wollen nicht darauf achten!« 18 So hört nun, ihr Völker, und du, Gemeinde, erkenne, was mit ihnen geschieht! 19 Höre es, Erde! Siehe, ich will Unheil über dieses Volk kommen lassen, die Frucht ihrer Gedanken; denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und mein Gesetz, das haben sie verworfen. 20 Was soll mir der Weihrauch von Saba und das köstliche Gewürzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer sind mir nicht wohlgefällig, und eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm! 21 Darum, so spricht der Herr: Siehe, ich will diesem Volk Steine des Anstoßes in den Weg legen, damit Väter und Kinder zugleich daran zu Fall kommen; der Nachbar und sein Freund werden miteinander umkommen! 22 So spricht der Herr: Siehe, es kommt ein Volk aus dem Land des Nordens, und eine große Nation erhebt sich von den äußersten Enden der Erde. 23 Mit Bogen und Wurfspieß sind sie bewaffnet; grausam sind sie und ohne Erbarmen. Ihr Lärmen ist wie das Brausen des Meeres, und auf Pferden reiten sie, gerüstet wie ein Mann zum Kampf gegen dich, o Tochter Zion! 24 Als wir von ihnen hörten, da wurden unsere Hände schlaff; Angst ergriff uns, Wehen wie eine Gebärende. 25 Geh ja nicht aufs Feld hinaus und betritt die Straße nicht! Denn das Schwert des Feindes [verbreitet] Schrecken ringsum. 26 Gürte Sacktuch um dich, o Tochter meines Volkes, und wälze dich in der Asche; trauere wie um den einzigen Sohn, halte bittere Klage! Denn plötzlich wird der Verwüster über uns kommen. 27 Ich habe dich zum Prüfer über mein Volk bestellt, zum Goldprüfer, damit du ihren Weg erkennst und prüfst. 28 Sie sind alle widerspenstige Empörer, gehen als Verleumder umher; Erz und Eisen sind sie, Verderber alle miteinander. 29 Der Blasebalg schnaubt; vom Feuer ist das Blei verzehrt, vergebens hat man geschmolzen und geschmolzen; die Bösen werden doch nicht ausgeschieden! 30 »Verworfenes Silber« nennt man sie, weil der Herr sie verworfen hat.
    • @Johannes

      Statt also durch intensives Bibelstudium zu tieferen Erkenntnissen des prophetischen Wortes zu gelangen, wie es eigentlich unsere Aufgabe wäre, tun wir das Gegenteil und verbringen unsere Zeit damit die Fundamente des Adventismus zu untergraben und die Mauern weiter einzureißen. :sad:
      Nein, wir versuchen gerade, diese Fundamente zu verstehen. Was Ellen White sagte, ist uns nicht ausreichend. Bitte am Thema bleiben!
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Ich glaube man macht es sich zu einfach, wenn man eine Gruppe, Gemeinschaft etc. als Babylon bezeichnet. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, gehört fast jeder Gläubige von Zeit zu Zeit zu Babylon. Für mich ist man Babylon, wenn Gott nicht mehr an der ersten Stelle steht. Dann mutiert man meiner Meinung nach zur Hure, weil man quasi fremd geht und etwas anderes Gott vorzieht. Zumindest mir geschieht das leider immer wieder, ich habe es alleine Gottes Gnade zu verdanken, dass ich mich immer wieder zu Jerusalem umwandeln kann.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Prophetieauslegung und Selbstüberhebung zwei verschiedene Dinge!

      Stephan Zöllner schrieb:

      Aber Du machst es Dir auch ausgesprochen einfach!
      Solange "Babylon" und "Hure" immer die Anderen sind hast Du den Kern der Sache noch nicht verstanden, denn das Volk Israel hat selbet in Jesus Gegenwart genauso gedacht (Wir sind Abrahams Kinder!) obwohl Jesus ihnen das Gegenteil längst nachgewiesen hatte. Sie glaubten es dennoch noch, auch Jahrhunderte lange klare Botschaften von berufenen Propheten halfen nicht zur notwendigen Selbstreflektion ... darum darf man erwarten, daß nicht nur diese schön fromm zur Hölle fahren werden weil sie nicht bemerken wollten, daß sie längst sellbst der geistlichen Verwirrung anheim gefallen waren ...
      Babylonisches Denken beginnt schon dort wo ein falscher Fokus / eine falsche Perspektive gesetzt wird. Und das ist hier bereits geschehen ...
      Ich kann diesem Gedankengang nicht folgen, dass Prophetieauslegung über "Babylon" gleichzusetzen ist mit Stolz oder Richtgeist - nur weil es den anderen betrifft. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Wenn ich aufgrund klarer Aussagen der Heiligen Schrift eine bestimmte Macht - z. B. das Papsttum - identifiziere, heißt das doch noch lange nicht, dass ich den Kern der Sache nicht verstanden hätte und mich selbst überschätze. Hier ist also weder eine "falsche Perspektive gesetzt" worden, noch ist dies "babylonisches Denken". Dafür lenkt solch eine Argumentation von der eigentlichen Fragestellung ab, was denn unter "Babylon" zu verstehen sei. Darüber gilt es sachlich mit klaren Argumenten zu argumentieren und nicht dem anderen Teilnehmer irgendwelche falsche Selbstreflexion zu unterstellen.
      MfG
    • Neo-Apostel schrieb:

      Ich kann diesem Gedankengang nicht folgen, dass Prophetieauslegung über "Babylon" gleichzusetzen ist mit Stolz


      Genau um das geht es. Stolz! Jesus hat uns zu Demut aufgerufen.
      Was hat Satan Jesus auf dem Tempel angeboten? Die Reiche und die Herrlichkeit dieser Welt. Wenn er ihn Anbetet.
      Er ist der Fürst dieser Welt.
      Durch Jesu Tod am Kreuz ist Babylon gefallen. Satan ist besiegt! Wir,die sich zu Jesus bekennen stehen unter Gottes Schutz!
      Keine Absonderung aus der Welt oder Kampf gegen Satan werden uns da behilflich sein.

      Was bleibt ist der Kampf des Bösen gegen das Gute! Durch alle Gesellschaftschichten,Kirchen und....
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Wer dabei glaubt es erkannt zu haben ist vermutlich schon wieder vom Pferd gefallen ...
      Das ist nach meiner bisherigen Einsicht vermutlich der Umstand, der am entscheidendsten ist und der einen anspornen sollte, unablässig aufmerksam zu sein.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Einige Beiträge habe ich in DIESEN Thread verschoben!

      Über die Frage, inwieweit die Fundamente des adventistischen Glaubens revidierbar sind, bitte dort weiter besprechen. Hier lediglich die dort gewonnenen Resultate nutzen. Ob diese Resultate richtig oder falsch sind, ist nicht der Gegenstand dieses Threads.

      ;)
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Prophetieauslegung und Selbstüberhebung zwei verschiedene Dinge!

      Stephan Zöllner schrieb:

      Aber Du machst es Dir auch ausgesprochen einfach!
      Solange "Babylon" und "Hure" immer die Anderen sind hast Du den Kern der Sache noch nicht verstanden, denn das Volk Israel hat selbet in Jesus Gegenwart genauso gedacht (Wir sind Abrahams Kinder!) obwohl Jesus ihnen das Gegenteil längst nachgewiesen hatte. Sie glaubten es dennoch noch, auch Jahrhunderte lange klare Botschaften von berufenen Propheten halfen nicht zur notwendigen Selbstreflektion ... darum darf man erwarten, daß nicht nur diese schön fromm zur Hölle fahren werden weil sie nicht bemerken wollten, daß sie längst sellbst der geistlichen Verwirrung anheim gefallen waren ...
      Babylonisches Denken beginnt schon dort wo ein falscher Fokus / eine falsche Perspektive gesetzt wird. Und das ist hier bereits geschehen ...
      Ich kann diesem Gedankengang nicht folgen, dass Prophetieauslegung über "Babylon" gleichzusetzen ist mit Stolz oder Richtgeist - nur weil es den anderen betrifft. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Wenn ich aufgrund klarer Aussagen der Heiligen Schrift eine bestimmte Macht - z. B. das Papsttum - identifiziere, heißt das doch noch lange nicht, dass ich den Kern der Sache nicht verstanden hätte und mich selbst überschätze. Hier ist also weder eine "falsche Perspektive gesetzt" worden, noch ist dies "babylonisches Denken". Dafür lenkt solch eine Argumentation von der eigentlichen Fragestellung ab, was denn unter "Babylon" zu verstehen sei. Darüber gilt es sachlich mit klaren Argumenten zu argumentieren und nicht dem anderen Teilnehmer irgendwelche falsche Selbstreflexion zu unterstellen.
      MfG
    • Aufmerksamkeit

      Daniels schrieb:

      Das ist nach meiner bisherigen Einsicht vermutlich der Umstand, der am entscheidendsten ist und der einen anspornen sollte, unablässig aufmerksam zu sein.

      Darum ist das ja auch einer der am häufigsten von Jesus gemachten Aufrufe: Darum wachet, seid wachsam ... wer Ohren hat der Höre ...
      denn offensichlich scheint es nicht selbstverständlich zu sein, daß die Sinne auch sachgemäß benutzt werden - sonst wären diese Aufrufe nicht so häufig und bei Nichtbeachten mit der Androhung des heilsverlustes verbunden!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Neo-Apostel schrieb:

      Ich kann diesem Gedankengang nicht folgen

      Das ist mir schon klar!
      Aber Babylon ist nach der Bibel eben nicht die römisch katholische Kirche sondern eine Art zu denken, die in frommen Kreisen weit verbreitet ist. Babylon ist laut Bibel eine falsches Denkmuster, daß sich gerne als fromme Selbstsicherheit tarnt. Wenn Du dann an dieser unzutreffenden Ausage daß Babylon eine Institution ist festhalten willst ist das durchaus [editiert]!
      Auch das Nordreich konnte mit dem gleichen Recht wie Du behaupten: "Assur ist Babylon!" während sie systematisch übersahen, daß sie selbst schon vollkommen im babylonischen Denken gefangen waren. Sonst hätte Gott sie nicht der völligen Vernichtung Preis gegeben!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende ()

    • Die Hure Babylon auf dem Staatstier

      Liebe Prophetiefreunde,

      den ersten Beitrag über Babylon möchte ich noch ergänzen, weil wir erst eine Seite der "Medaille" kennengelernt haben, nämlich die Merkmale der Hure Babylon als geistliche Macht. Außerdem ist vielleicht mancher noch nicht zufrieden, weil der Unterbau fehlt und insbesondere Offenbarung 17 sozusagen schon das "große Einmaleins" darstellt, bevor wir das "kleine Einmaleins" kennengelernt haben. Gott hat den prophetischen Aufbau vom Einfachen zum Komplexeren gestaltet und wir müssen jetzt den Weg umgekehrt gehen, um schließlich beim Einfachen zu landen.
      Um dies an einem anderen Beispiel zu verdeutlichen: Wenn ich auf einem großen Parkplatz mit mehreren hundert Autos zwar ein blauen Golf entdeckt habe, der doch Emil Müller gehört, so kann ich dies erst mit Bestimmtheit sagen, wenn ich auch das KFZ-Kennzeichen gelesen habe. In ähnlicher Weise haben wir auch Grundsätzliches über Babylon durch Zusammenstellung von Bibeltexten erfahren, aber ob dies wirklich die augenscheinliche Macht, nämlich das Papsttum ist, sollte durch andere wichtige Grundlagen oder Beweise noch untermauert werden, um nicht womöglich doch einem Trugschluss zu unterliegen.

      Wir haben "Babylon" bisher isoliert von dem 7köpfigen Tier betrachtet, auf dem die Hure sitzt, und wollen nun das Bild von Babylon vervollständigen.

      Die Hure "sitzt" (Offb. 17:3) auf dem Tier oder wird von dem Tier "getragen" (V. 7). Das Tier besitzt 7 Häupter, die auch sieben Könige symbolisieren (V. 9). Und das Tier selbst ist auch eines der 7 Häupter (V. 11) und somit ein "König". Die Frau sitzt also auf einem Tier, dass Königreiche oder politische Mächte symbolisiert. Hinzu kommt, dass die Hure sich mit Königen verbunden hat, und dies als Hurerei bezeichnet wird (V. 2). Und die Hure ist die dominierende Macht über die Könige, denn sie "herrscht" über sie (V. 18). Daraus folgt, dass die geistliche Macht Babylon eine Verbindung mit dem Staat eingegangen ist, den sie nach Belieben lenkt und leitet, wie auch ein Reiter das Pferd beherrscht und diesem Anweisungen erteilt. Durch diese Verbindung von Kirche und Staat, wurde es auch der Hure erst ermöglicht, die Zeugen Jesu zu verfolgen und zu töten. Ebenso wurde auch die Änderung der Gebote Gottes bei den Kirchengliedern durch staatlichen Zwang durchgesetzt, was einerseits Lästerung Gottes bedeutet und der Hure auch als Gräuelsünde angelastet wird. In Offenbarung 17 wird also das geistliche Babylon und das politische getrennt aufgezeigt (durch Hure und Tier), obwohl sie eine Einheit bilden. Der politischen Aspekt, den das Tier symbolisiert, muss deshalb auch Babylon zugerechnet werden, um so ein Gesamtbild von geistlicher und politischer Macht Babylons zu erhalten.
      Dieser Aspekt der Verbindung von Kirche und Staat hilft uns auch beim nächsten Schritt ein gutes Stück weiter, wenn wir nämlich eine wichtige Parallele der Hure mit dem Tier in einer Fortsetzung betrachten und somit einen Teil des Unterbaues, was Babylon darstellt, aufzeigen.
      MfG
    • Vergeistigung entgegen klarer biblischer Aussagen!

      Stephan Zöllner schrieb:

      Aber Babylon ist nach der Bibel eben nicht die römisch katholische Kirche sondern eine Art zu denken, die in frommen Kreisen weit verbreitet ist. Babylon ist laut Bibel eine falsches Denkmuster, daß sich gerne als fromme Selbstsicherheit tarnt. Wenn Du dann an dieser unzutreffenden Ausage daß Babylon eine Institution ist festhalten willst ist das durchaus falscher Stolz!
      Lieber Stephan Zöllner,

      dass Babylon nicht die römisch-katholische Kirche sei, den Beweis hast Du noch nicht erbracht, und die biblischen Aussagen gehen aber ganz eindeutig in diese Richtung. Wenn man etwas vergeistigt, was ganz konkret formuliert ist, muss dies schon gründlich nachgewiesen werden. Wieso ist "Babylon" ein falsches Denkmuster, wenn dies mit Königen Hurerei treibt, die Heiligen verfolgt und vernichtet, Zauberei übt, die Herrschaft hat über die Könige auf Erden besitzt und mit Schmuck und Perlen prunkt? Da muss man m. E. schon viel Phantasie besitzen, dies einfach als Denkmuster abzutun. Wir werden aber sehen, dass die Bibel sehr klare und gute Hinweise gibt, die man nicht auf Denkmuster reduzieren oder gar als Stolz des Interpreten mutmaßen kann.
      MfG
    • Neo-Apostel schrieb:

      die man nicht auf Denkmuster reduzieren

      [editiert] ein Denkmuster viel weiter gefaßt ist als eine spezielle Institution in der diese Denkmuster standard sind!
      Du selbst trägst damit genau diese Denkmuster auch in Dir - und darin besteht die eigentliche Gefahr. Nicht in der bösen bösen rkK.
      Meine Begründung steht lange vor Deiner zitierten Ausfühung in der Bibel im Zusammenhang mit dem Turmbau zu Babel und ist Grundlage der späteren Deutung Babylons auf die mögliche rkK. Die Einengung auf die rkK ist darum durcaus zulässig aber nicht alles!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende ()

    • Parallelen der Hure Babylon/Tier in Offenbarung 17/18 zum Meertier in Offenbarun 13

      Unser Verständnis über Babylon soll heute vertieft werden, indem wir Offenbarung 17 und Offenbarung 13 miteinander vergleichen. Wir werden erstaunliche Parallelen finden, die uns zu einer bestimmten Schlussfolgerung führen.

      Zehn Parallelen/Bezüge von Offenbarung 17 (Hure und Tier) zu Offenbarung 13 (Meertier)

      Offenbarung 17/18 Offenbarung 13

      1) Vernichtung und Überwindung der Heiligen 17:6, 18:24; 13:7
      2) Lästerung 17:3; 13:1.5f
      3) Herrschaft über Könige auf Erden / Macht über alle Nationen 17:18; 13:3
      4) Gewesen, ist nicht, kommt wieder / tödliche Wunde heilt 17:8; 13:2.12
      5) Ist eines der 7 Häupter 17:11; 13:3
      6) Verwunderung auf der Erde 17:8; 13:3
      7) Nicht geschrieben im Lebensbuch von Anfang der Welt 17:8; 13:8
      8) Besitzt 7 Häupter und 10 Hörner 17:3.7; 13:1
      9) Weisheit und Sinn/Verstand notwendig 17:9; 13:18
      10) Wer ist der Stadt/dem Tier gleich? 18:18; 13:4

      Diese Parallelen - und es gibt noch weitere Ähnlickeiten - machen klar, dass die Hure Babylon in Verbindung mit dem Tier identisch ist mit dem Meertier in Offenbarung 13.
      In Offenbarung 17 gesellen sich allerdings zu der Mutterhure "Babylon" noch deren Töchter, so dass Babylon bereits in Offenbarung 17 schon aus 2 Hauptkomponenten besteht und in Offenbarung 16 sogar aus einem Trio (Offb. 16:13.19). In Offenbarung 13 vereinigt das Meertier in sich sowohl die geistliche Mutterhure als auch das Tier, das politische Macht symbolisiert. Der Primus inter pares (der Erste unter Gleichen) des dreiteiligen Babylons ist die Mutterhure, deren Beschreibung in Offenbarung 13 das Bild noch mehr abrundet und weitere Details offenbart. Aber auch Offenbarung 13 gibt uns über die Zeit und den Ort der Entstehung des Meertieres noch keine letzte Antwort, wie wir sie uns vielleicht wünschen, um einen vollständigen Unterbau zu besitzen.
      Wir werden aber noch dahin kommen und wollen zunächst die Zusammenfassung dieses Teiles mit folgenden Zitat aus dem Adventistischen Bibelkommentar (Band VII, S. 851 beschließen: "Der wichtigste Unterschied zwischen dem Tier aus Offenbarung 13 und dem Tier aus Kapitel 17 besteht darin, daß bei dem zuerst genannten, das als Papsttum gilt, kein Unterschied zwischen den religiösen und politischen Aspekten päpstlicher Macht gemacht wird. Beim Tier aus Kapitel 17 dagegen ist ein Unterschied gegeben - es stellt die politischen Mächte dar, während die Frau die religiösen Mächte symbolisiert." (Entnommen der Sabbatschullellektion 3/89, S. 69)
      MfG
    • Babylon: Meertier in Offenb. 13 identisch mit Kleinem Horn in Dan.7

      Wir haben bisher die Merkmale Babylons in der Offenbarung betrachtet, dann die Verbindung Babylons mit der Staatsmacht (Hure Babylon und Tier) aufgezeigt und schließlich aufgrund vieler Parallelen erkannt, dass die Hure Babylon zusammen mit dem Tier in Offb. 17 identisch ist mit dem Meertier in Offenbarung 13, dass in sich sowohl den religiösen wir politischen Aspekt vereinigt.
      In Offenbarung 13 werden weitere Merkmale der Hauptmacht Babylons, nämlich das Papsttum, aufgezeigt: Es überwindet nicht nur die Heiligen (Offb. 13:7) und lästert Gott (Offb. 13:6), sondern besitzt auch ein Maul, das große Dinge redet (V. 5.6) und besaß 42 Monate besondere Macht (V. 5). Alle Erdbewohner, die nicht im Lebensbuch stehen, beten es an (V. 8).
      Diese weiteren Merkmale machen uns die Identifizierung der antichristlichen Macht noch leichter, aber uns fehlt noch die Zeit und der Ort der Entsehung, um zweifelsfrei feststellen zu können, dass das Meertier nicht etwa den Islam sondern das Papsttum darstellt. Tatsächlich finden wir diese Angaben in der Bibel an anderer Stelle.
      Wir wollen nun aufzeigen, dass das 1. Tier in Offenbarung 13 auch im Alten Testament, nämlich im Buche Daniel eine Entsprechung aufweist.

      Ein Vergleich von Offenbarung 13 mit Daniel 7 oder genauer des Meertieres mit dem Kleinen Horn zeigt zweifsfrei, dass es sich um die gleiche antichristliche Macht handelt.

      10 Parallelen des Meertieres in Offb. 13 zu dem Kleinen Horn in Dan. 7

      1) Maul, das große Dinge redet: Offb. 13:5; Dan. 7:8.11.20
      2) Lästerung gegen Gott: Offb. 13:6; Dan. 7:25
      3) Kampf gegen die Heiligen: Offb. 13:7; Dan. 7:21.25
      4) Machtdauer 42 Monate oder 3 1/2 Zeiten/Jahre
      5) Löwenrachen / geflügelter Löwe: Offb. 13:2; Dan. 7:4
      6) Bärenfüße / Bär mit 3 Rippen im Maul: Offb. 13:2; Dan. 7:5
      7) Panther / Panther mit 4 Köpfen: Offb. 13:2; Dan. 7:6
      8) Drache / schreckliches Tier: Offb. 13:2; Dan. 7:7
      9) Tier / Kleines Horn: Offb. 13:1; Dan. 7:8
      10) Aus dem (Völker-)Meer /zwischen den 10 Hörnern (Königen): Offb. 13:1; Dan. 7:8

      Offenbarung 13 knüpft also an Daniel 7 an, beginnend im 2. Vers mit den Andeutungen über die 4 Tiere in Daniel und dann auch durch die oben bezeichneten 4 Hauptmerkmale.
      In Daniel 7 finden wir noch weitere Kennzeichen des Antichristen: Einmal die Veränderung von Zeit und Gesetz (Dan. 7:25), aber vor allem auch Zeit und Ort der Entstehung des Antichristen oder Babylons. Das Kleine Horn wächst nämlich zwischen den 10 Hörnern auf dem Kopf des 4. Tieres empor. Es entsteht also zur Zeit der zehn Hörner im Zentrum des 4. Tieres.
      Damit haben wir Geburtsort und -zeit "Babylons" oder des Antichristen entdeckt. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, was das 4. Tier und die 10 Hörner symbolisieren. Darüber mehr beim nächsten Mal.
      MfG
    • @Neo-Apostel

      Ich möchte gar nicht beurteilen, ob Deine Ausführungen richtig sind oder nicht, auch wenn ich etwas anderes als Du glaube aber ich möchte Dir doch eines zu bedenken geben. Du projezierst durch diese Auslegung alles auf eine Organisation und Gruppe mit der Du eigentlich nichts zu tun hast. Ich persönlich habe die Erfahrng gemacht, wenn man versucht alles was in der Bibel auf sich selbst zu beziehen, zu reflektieren und versuchen sich selbst weiterzuentwickeln. Im weiteren birgt Deine Auslegung eine Gefahr. Angenommen Du hast aus irgend einem Grund die Bibel falsch verstanden und ausgelegt, dann läufst Du mit Deiner Fokussierung Gefahr bei der Wiederkunft Christi nicht bereit zu sein, da Du Deine Auslegung statt auf Dich, auf eine andere Organisation bezogen hast.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Wenn ich so die von Neo-Apostel aufgeführten Bibelstellen lesen, dann kommt mir unweigerlich die Finanzindustrie in den Sinn. Auch deren wichtigen Vertreter
      * lästern gegen Gott ("Profit vor Moral", Handel mit Grundnahrungsmitteln)
      * besitzen ein Maul, mit dem sie große Dinge reden (hört mal so einem Analysten oder großem Börsenmanager zu, "Peanuts")
      * werden von den Erdbewohnern, die nicht im Lebensbuch stehen, angebetet (noch Fragen?)

      Ab gewissen Gehaltsregionen in dieser Branche beginnen nämlich durchaus religionsähnliche Züge. In gewisser Weise ist die weltweite Regiung nämlich schon lange da. Erwin Pelzig hat das super dargestellt:


      Ich will damit nicht sagen, dass dies DIE Interpretation für die genannten Bibelstellen ist. Vielmehr will ich damit deutlich machen, dass die derzeit bekannten Interpretationen nicht zwangsläufig korrekt sein müssen, nur weil sie in die bibblische
      Beschreibung passen. Mich würde daher erst einmal interessieren, auf welche Personen/Organisationen die biblischen Beschreibung überhaupt zutreffen (und zwar im Verlauf der bisherigen Menschheitsgeschichte). Danach können wir uns ja gerne Gedanken machen, auf welche dieser Möglichkeiten sich die Offenbarung und Daniel dann wohl tatsächlich beziehen.
      Viele Grüße und Gottes Segen
      Rohstoff
    • Weltreichsprophezeiungen und persönliche Reflexion

      DonDomi schrieb:

      Ich möchte gar nicht beurteilen, ob Deine Ausführungen richtig sind oder nicht, auch wenn ich etwas anderes als Du glaube aber ich möchte Dir doch eines zu bedenken geben. Du projezierst durch diese Auslegung alles auf eine Organisation und Gruppe mit der Du eigentlich nichts zu tun hast. Ich persönlich habe die Erfahrng gemacht, wenn man versucht alles was in der Bibel auf sich selbst zu beziehen, zu reflektieren und versuchen sich selbst weiterzuentwickeln. Im weiteren birgt Deine Auslegung eine Gefahr. Angenommen Du hast aus irgend einem Grund die Bibel falsch verstanden und ausgelegt, dann läufst Du mit Deiner Fokussierung Gefahr bei der Wiederkunft Christi nicht bereit zu sein, da Du Deine Auslegung statt auf Dich, auf eine andere Organisation bezogen hast.
      Es gibt Prophezeiungen über Weltreiche und Mächte, die zunächst nichts mit mir persönlich zu tun haben. Hier geht es um das Thema, welche Kirche denn die Hure Babylon in der Offenbarung des Johannes symbolisiert. Es geht z. B. um eine Kirche, die so großen Einfluss hat, dass sie über die Könige auf Erden herrscht und ihren Sitz auf 7 Bergen hat. Die ganz neutrale Frage stellt sich: Welche Kirche hat heute den größten Einfluss auf Politiker und welche Stadt besitzt 7 Hügel. Dies kann nicht auf die STA zutreffen wohl aber auf die Römisch Katholische Kirche, die zudem ihren Sitz in der Stadt Rom hat, die wegen ihrer 7 Hügel bekannt ist. Und was hat diese Frage mit persönlicher Glaubensreflexion zu tun? Wir müssen bei solchen Fragen sachlich bleiben und nicht die persönliche Glaubensfrömmigkeit hineinmischen, die aber auf anderen Gebieten durchaus ihre Berechtigung hat. Es geht auch nicht um die Frage: meine oder deine Kirche, sondern, auf welche Kirche treffen die biblischen Kennzeichen zu.
      MfG