Gibt es vor Gott die richtige Gemeinde ?

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    • Gibt es vor Gott die richtige Gemeinde ?

      Durch einen Satz von Daniels im Thread "Warum gehst du zusätzlich in eine andere Gemeinde" kam bei mir diese Frage auf. Das Zitat von Daniels:
      "Den Gedanken, dass es eine einzige richtige Gemeinde gäbe, habe ich nicht. "
      Ich selber bin auf der Suche unter den christlichen Kirchen, wohin soll ich gehen, wo soll mein Platz sein? Und dabei den Hintergedanken, es kann nur einen richtigen Platz geben. Jetzt bin ich irritiert. Sollte es vielmehr so sein, dass es für mich nur eine richtige Gemeinde gäbe? Aber keine Gemeinde die per se für alle die Richtige wäre? Führt Gott den Menschen in jeweils die Gemeinde, welche er für denjenigen angemessen wäre? Leitet also der Geist jeden anderswo hin?

      Die Aussage von Daniels klingt so absolut..... "gibt es nicht"!

      Ich hatte bislang nur sehr wenig Kontakt mit christlichen Gemeinden und beschäftige mich eher mit den Grundlagen des Christentums, weil ich es faszinierend finde (Bibelkurs). Dabei treten bei mir persönlich viele Fragen auf, welche von unterschiedlichen Gemeinden/ Kirchen ganz unterschiedlich beantwortet werden. Klar, das macht mich ein wenig konfus. So gibt es aus meiner Sicht in den vielen Kirchen Vor- und Nachteile. Aber was zählt das schon vor Gott, was ich so "finde". Ich denke, es wird vor Gott ja nicht auf meinen persönlichen Geschmack ankommen. Gibt es eine Wahrheit? Ist das eine naive Frage?

      Aber dann tauchen schon die Zusatzfragen auf, wie, ist dann Mission überhaupt erlaubt, unter anderen Christen, wenn Gott jeden Einzelnen genau in seine Gemeinde gestellt hat?
    • RE: Gibt es vor Gott die richtige Gemeinde ?

      doriane schrieb:

      Durch einen Satz von Daniels im Thread "Warum gehst du zusätzlich in eine andere Gemeinde" kam bei mir diese Frage auf. Das Zitat von Daniels:
      "Den Gedanken, dass es eine einzige richtige Gemeinde gäbe, habe ich nicht. "
      Ich selber bin auf der Suche unter den christlichen Kirchen, wohin soll ich gehen, wo soll mein Platz sein? Und dabei den Hintergedanken, es kann nur einen richtigen Platz geben. Jetzt bin ich irritiert. Sollte es vielmehr so sein, dass es für mich nur eine richtige Gemeinde gäbe? Aber keine Gemeinde die per se für alle die Richtige wäre? Führt Gott den Menschen in jeweils die Gemeinde, welche er für denjenigen angemessen wäre? Leitet also der Geist jeden anderswo hin?

      Die Aussage von Daniels klingt so absolut..... "gibt es nicht"!

      Ich hatte bislang nur sehr wenig Kontakt mit christlichen Gemeinden und beschäftige mich eher mit den Grundlagen des Christentums, weil ich es faszinierend finde (Bibelkurs). Dabei treten bei mir persönlich viele Fragen auf, welche von unterschiedlichen Gemeinden/ Kirchen ganz unterschiedlich beantwortet werden. Klar, das macht mich ein wenig konfus. So gibt es aus meiner Sicht in den vielen Kirchen Vor- und Nachteile. Aber was zählt das schon vor Gott, was ich so "finde". Ich denke, es wird vor Gott ja nicht auf meinen persönlichen Geschmack ankommen. Gibt es eine Wahrheit? Ist das eine naive Frage?

      Aber dann tauchen schon die Zusatzfragen auf, wie, ist dann Mission überhaupt erlaubt, unter anderen Christen, wenn Gott jeden Einzelnen genau in seine Gemeinde gestellt hat?

      Hallo, so wie es nur eine Wahrheit gibt, so gibt es auch nur eine wahre Gemeinde Gottes. Sie gab es zu allen Zeiten. Die bekennende Gemeinde ist nicht gleich die wahre Gemeinde, sondern in ihr lebt und wächst die wahre Gemeinde. Die wahre bekennende Gemeinde nimmt Gottes Wort ernst und bekennt sich zu allen Geboten und Ordnungen Gottes. Diese Gemeinde ist die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In ihr befindet sich auch die siegende Gemeinde, und die noch dazu kommen werden.

      LG
    • Ich habe aus der Bibel erkannt, dass es Gottes Wille ist, dass Gläubige untereinander Gemeinschaft haben und Liebe üben. Eine spezielle Liebe, die Jesus schenkt.

      Jeder Gläubige sollte sich also die seinem Glauben am meisten entsprechende Gemeinde suchen und dort seinen Glauben leben. Das war Jesu Auftrag.

      Natürlich sollte jeder FÜR SICH sagen können: Meine Gemeinde ist die einzig richtige vor Gott. Wenn da nur irgendwelche Zweifel bestehen - sollte man aus meiner Sicht auf die Suche gehen. Ich sehe es aus der ICH Perspektive so, dass das weder intolerant noch überheblich ist, denn schlußendlich geht es bei mir um mein Leben allein, um das es geht. Und die richtige Gemeinde wird mich auf dem richtigen Weg fördern und fordern.
    • doriane schrieb:

      Sollte es vielmehr so sein, dass es für mich nur eine richtige Gemeinde gäbe? Aber keine Gemeinde die per se für alle die Richtige wäre? Führt Gott den Menschen in jeweils die Gemeinde, welche er für denjenigen angemessen wäre? Leitet also der Geist jeden anderswo hin?
      Ich stelle mir hierzu folgende Frage. Wie war das für Paulus? Hat Paulus EINE Gemeinde im Auge gehabt und mehrer Außenstellen (Korinth, Galatien, Kollosä, ...) gegründet, oder hat Paulus sich folgendes gedacht: "Ich reise von Stadt zu Stadt und gründe überall nach den örtlichen Begebenheiten und Geschmäckern Gemeinden." Soll sich einfach jeder anschließen, wo es ihm am besten gefällt.

      Also so in etwa:

      Korinth = katholische Kirche
      Galatien = evangelische Kirche
      Kollosä = Zeugen Jehovas
      Ephesus = Koptische Kirche
      Rom = Adventisten
      ...


      War das die Vision von Paulus?
    • Johannes2 schrieb:

      ... so wie es nur eine Wahrheit gibt, so gibt es auch nur eine wahre Gemeinde Gottes.

      @Johannes2: Was meinst Du mit Wahrheit? Meinst Du mit Wahrheit eine Aussage, die sagt, was ist?

      Zur Deiner Ansicht nach wahren Gemeinde: Bedeutet "wahr" in der Wendung "wahre Gemeinde" dasselbe wie "Wahrheit" im allgemeinen Sinn? Was ist denn dann die "wahre Gemeinde", eine Gemeinde, die nur Wahres sagt?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • tricky schrieb:

      doriane schrieb:

      Sollte es vielmehr so sein, dass es für mich nur eine richtige Gemeinde gäbe? Aber keine Gemeinde die per se für alle die Richtige wäre? Führt Gott den Menschen in jeweils die Gemeinde, welche er für denjenigen angemessen wäre? Leitet also der Geist jeden anderswo hin?
      Ich stelle mir hierzu folgende Frage. Wie war das für Paulus? Hat Paulus EINE Gemeinde im Auge gehabt und mehrer Außenstellen (Korinth, Galatien, Kollosä, ...) gegründet, oder hat Paulus sich folgendes gedacht: "Ich reise von Stadt zu Stadt und gründe überall nach den örtlichen Begebenheiten und Geschmäckern Gemeinden." Soll sich einfach jeder anschließen, wo es ihm am besten gefällt.


      Eine sehr interessante Idee...

      Ich denke, man sollte die Gemeinde suchen, deren Auslegung der Heiligen Schrift und deren Glaubenspraxis der eigenen Erkenntnis am Besten entspricht - bzw. deren Glaubenspraxis und Auslegung man im Gebet und Ringen um die Führung durch Gott annehmen kann. Ich meine, der Heilige Geist leitet den, der aufrichtig sucht in die Gemeinde die für ihn die "Richtige" ist. Für mich ist die "optimale" Gemeinde, trotz ihrer Schwächen und Mängel die Kirche der STA.
      "Retten" wird aber niemanden die (oder eine) Gemeindezugehörigkeit, sondern es ist immer Jesus Christus, das persönliche Verhältnis zu ihm und die Glaubenspraxis. Ich denke Gott vergibt dogmatische Irrtümer eher, als ein hartherziges (und dabei frömmelndes) Leben, das nicht dem Geist Christi entspricht (siehe Pharisäer, die sind auch nicht an ihrer Lehre gescheitert, sondern an der Praxis). Ich fürchte, das gilt auch für viele STA! :(
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • @doriane

      doriane schrieb:

      Ich selber bin auf der Suche unter den christlichen Kirchen, wohin soll ich gehen, wo soll mein Platz sein?
      Aus diesem Blickwinkel gibt es nur eine einzige "richtige Gemeinde"! Die, wo Gott dich gern sehen will!!!

      Wie du sie findest?
      Als Erstes
      würde ich dir das Gebet ans Herz legen. Immer und immer wieder!!!

      Als Zweitens: Entscheide nicht primär nach der Lehre (die Erkenntnis wird ohnehin wachsen, wenn du es zuläßt). Laß dir von Gott helfen, daß du in einer bestimmten Gemeinde tatsächlich die Anwesenheit Gottes erlebst. Damit meine ich keinesfalls besonders charismatische oder besonders heilige Atmosphäre!!! Ich meine damit, was du im Herzen erleben wirst! Dort, wo du Demut erfährst. Dort wo du Hoffnung spürst. Dort wo du die Liebe Jesu am deutlichsten erfährst! Und noch ein Mal: lasse GOTT dich leiten!!!

      Als helfender Zusatz:
      Die Lehre selbst soll nicht völlig ausgeschlossen werden. Der Sinn dahinter ist meist Gott selbst, Seine Liebe zum Menschen, Seinen Einsatz dem Menschen gegenüber, aber auch Seine Prinzipien zu offenbaren. Wenn diese richtig verstanden werden, sind diese eine großartige Unterstützung beim Kennenlernen des Erlösers!

      Als Adventist, wäre mir persönlich - logischerweise - sehr recht, wenn Menschen die adventistische Lehre annehmen würden. Nur bin ich aber nicht der Retter. Daher wieder: LASSE DICH VON GOTT LEITEN!!!
      Ich diskutieren nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • greatest schrieb:

      Aus diesem Blickwinkel gibt es nur eine einzige "richtige Gemeinde"! Die, wo Gott dich gern sehen will!!!

      Ich halte Gott für beweglicher. Ein bestimmter Mensch gehört nicht eindeutig und nur in eine einzige Gemeinde; sondern er paßt in verschiedene Gemeinden. (Oder vielleicht auch in gar keine.) Menschen sind lebendig, also in gewisser Weise in Bewegung.

      Wenn ich mich zu Fuß auf den Weg nach Lübeck mache, komme ich immer wieder an Lokalen vorbei, in denen ich etwas essen könnte; aber es gibt kein "wahres" einzelnes Wirtshaus für mich, das für mich vorgesehen ist, und mein Leben ist auch nicht verpfuscht, wenn ich statt im Weißen Engel im Goldenen Löwen einkehre. Auf dem Weg werden sich mir Gelegenheiten bieten, deren Bedeutung auch vom Augenblick und davon abhängt, wo ich gerade bin. Das Wirtshaus, an dem ich vor 10 Kilometern vorbeigekommen bin, mag mindestens so gut gewesen sein -- und gar eine bessere Speisekarte gehabt haben, wie das, welches ich jetzt 300 Meter vor mir sehe; aber es ist deswegen nicht der bessere Ort für mich um einzukehren, denn die Chance ist vorbei, das Lokal nun weit entfernt und vielleicht gar schon geschlossen oder vor 10 Minuten abgebrannt. Jetzt stehe ich aber wieder vor der Wahl: Weitergehen oder einkehren?

      Gott läßt uns an Abzweige kommen, die zu ihm führen können; Er läßt uns Helfer treffen und an Möglichkeiten geraten, die uns fördern und Ihm näher bringen können. Dabei gibt es aber nicht den idealen oder einzig richtigen Ort oder Weg, sondern Gott eröffnet dir immer dort Wege, wo du gerade bist. Manchmal allerdings hat ein Mensch auf dieser Welt auch überhaupt keinen schönen irdischen Weg zur Wahl und vielleicht nur noch die Verzweiflung und den Tod.

      Gott ist jedenfalls immer dort zu suchen, wo du gerade bist, nicht in einer einzig richtigen Gemeinde.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • .
      Auf die Wahrheit kommt es an, nicht auf die persönlichen Gefühle. Soviel ich weiß, gibt es auch noch andere Gemeinden, als die STA, die Gott am Seinen heiligen Tag verehren. Die Richtschnur zur Wahl einer Gemeinde soll immer der Wille Gott sein. Gott tolleriert keine religiöse "Unzucht". WEIL es IHM auf die Wahrheit ankommt, ruft Er Seine Kinder aus den falschen Kirchen heraus. (Off. 18,4)

      Es stimmt nicht, dass der Geist Gottes Menschen in verschiedene Kirchen hinstellt. Der Geist Gottes kann sich nicht widersprechen. Er führt in die- und zur Wahrheit hin.

      Christus zu kennen ist nicht die Endstation, man soll Ihn auch erkennen und Ihn annehnem ..... das bringt ein Leben nach Seinem Vorbild und nach Seinem Willen mit allen Konsequenzen hervor. Spätestens an dieser Stelle müsste eine klare Trennlinie zwischen den verschidenen Kirchen entstehen.

      Es ist also wichtig mit Gott auf den Knien in Verbindung zu sein und Sein Wort studieren, um Seinen Willen zu erkennen. Dann müsste die Entscheidung rel. leicht fallen.

      // Ein Freund von mir erkannte aus der Bibel, die er (damals noch als Katholik) unermüdlich las, dass der wahre Anbetungstag der Samstag - Sabbat ist. So hat er den Sabbat geheiligt, für sich, zuhause. Die STA kannte er damals noch nicht. Aber kurz darauf bekam er die Adresse, ... jetzt ist er ein Adventist... aus Überzeugung, nicht aus einem Testrundgang für das eigene Wohlerlebnis.//

      Natürlich darf man sich auch in der Gemeinde der wahren Anbetung wohl fühlen, das eine schließt das andere nicht aus. Mehr noch, wo der Gott der Wahrheit vom Herzen angebetet wird, dort sorg auch Sein Geist um den persönlichen Segen.

      .
    • Stofi schrieb:

      Es stimmt nicht, dass der Geist Gottes Menschen in verschiedene Kirchen hinstellt. Der Geist Gottes kann sich nicht widersprechen.

      Es kann nicht stimmen, dass ein erfolgreicher Bauunternehmer seine Mitarbeiter zu verschiedenen Baustellen schickt, denn der Wille eines erfolgreichen Baumeisters ist immer widerspruchsfrei.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Hallo Stofi,

      Ich teile deine Ansicht über die richtige Gemeinde und wie man sie findet. Mich würde aber folgendes interessieren:

      Stofi schrieb:

      Auf die Wahrheit kommt es an, nicht auf die persönlichen Gefühle. Soviel ich weiß, gibt es auch noch andere Gemeinden, als die STA, die Gott am Seinen heiligen Tag verehren. Die Richtschnur zur Wahl einer Gemeinde soll immer der Wille Gott sein. Gott tolleriert keine religiöse "Unzucht". WEIL es IHM auf die Wahrheit ankommt, ruft Er Seine Kinder aus den falschen Kirchen heraus. (Off. 18,4)
      Wie viel Prozent der offiziellen Lehren einer Gemeinde kann ich verneinen um trotzdem dazuzugehören?

      In deinem Fall würde es sich wahrscheinlich bei der Dreieinigkeit spießen:

      Die Dreieinigkeit

      Es ist ein Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist drei in Einheit verbunden, von Ewigkeit her. Gott ist unsterblich, allmächtig und allwissend; er steht über allem und ist allgegenwärtig. Er ist unendlich und jenseits aller menschlichen Vorstellungskraft. Dennoch kann er erkannt werden, weil er sich selbst offenbart hat. In alle Ewigkeit gebührt ihm Ehre, Anbetung und der Dienst der ganzen Schöpfung.
      5 Mo 6,4; Mt 28,19; 2 Ko 13,13; Eph 4,4 6; 1 Pt 1,2; 1 Tim 1,17; Offb 14,7.

      bei anderen ist ein anderer Glaubenspunkt nicht akzeptabel. Die Frage ist jetzt, wenn man die richtige Gemeinde gefunden hat und mit 90 % der offiziellen Lehren der Gemeinde übereinstimmt, kann/soll man dann dazugehören, oder muss man dann nicht sagen: Nein, es ist nicht die richtige Gemeinde? Bitte versteh mich nicht falsch, ich will es nicht ankreiden, oder bemäkeln, was jemand anderer glaubt, es geht mir nur um den Aspekt der Zugehörigkeit. Wenn also jemand meint, dass die evangelische Kirche die richtige ist, aber den Sabbat erkennt und dann für sich persönlich die Mischform evangelisch+Sabbat findet, also den Sabbat als Ruhetag heiligt, ist er dann immer noch in der richtigen Kirche/Gemeinde? Genauso wäre es doch mit Personen, die die Dreieinigkeit ablehnen, sich aber trotzdem zur Adventgemeinde zugehörig fühlen, oder?

      Bitte jetzt hier keine Diskussion über Dreieinigkeit oder Sabbat! Das wäre nicht meine Intention, mir geht es nur darum, wieviele der Glaubenspunkte kann ich ablehnen um trotzdem aufrichtig dazuzugehören?

      viele Grüße

      Tricky
    • tricky schrieb:

      wieviele der Glaubenspunkte kann ich ablehnen um trotzdem aufrichtig dazuzugehören?


      So wie ich Gott verstanden habe ist das höchste Gebot: die Liebe zu Gott und den Menschen. Liebe ist eine Haltung und Gesinnung.Alles andere muß sich dem unterodnen.

      Es steht auch geschrieben wenn ich das und das täte und hätte die Liebe nicht dann...

      Liebe wächst nur in der Gebets-Beziehung zur Gott und der "Gemeinde". Die Grundlage sollte das Wort Gottes sein mit "allen Geboten" und Verheißungen...
    • Oft wird die Frage nach richtiger Gemeinde mit einer Gemeinschaft verwechselt. Eine schöne, Gott liebende, freundschaftliche Gemeinschaft - die Versammlung von Menschen - kann man auch zuhause oder in kleinen Hauskreisen haben. Eine solche Gemeinschaft ist unabhängig von einer Gemeinde oder sogar Religion, sie kann aus Menschen unterschiedlichen Denkens und Glaubens bestehen, die etwas Gemeinsames vereint. Die Menschen sehnen sich oft nach einer Gemeinschaft, wo man Menschen trifft, die einem zuhören, einen verstehen, einen lieben und ihm helfen. Gott wünscht sich, dass die Gemeinde zu einer solchen Gemeinschaft wird, aber leider gibt es in jeder Gemeinde (auch in der STA-Gemeinde) Menschen, die miteinander keine gemeinsame Sprache finden, keine gemeinsame Gespräche, Interessen, Werte, Ziele. Gefühle etc. haben. Auch ist bekannt, dass auch Unbekehrte sowie Wölfe in Schafspelzen dabei sind.

      Deshalb, wenn es um die Frage nach einer richtigen Gemeinde geht, soll man sie nicht nach Menschen beurteilen. In absolut jeder Gemeinde (jeder Konfession oder Religion) kann man sowohl schöne als auch unangenehme Erfahrungen mit anderen Menschen machen. Weil wir glauben, dass die erlösten Menschen in jeder Gemeinde präsent sind, so darf die Frage nach einer richtigen Gemeinde nicht mit dem praktischen Leben bestimmter Menschen assoziiert werden. Für Erlöste Menschen in falschen Gemeinden gilt ebenso der Ruf "geht aus ihr hinaus, mein Volk". Also ist es Gott nicht egal, wo Seine Erlösten sind. Ich verstehe die Frage nach richtiger Gemeinde als Frage, wo der Glaube und die Lehre des praktischen Lebens am nächsten zur Wahrheit stehen. Die/eine richtige Gemeinde soll sich ebenso dadurch kennzeichnen, dass sie stets offen für jede neue Belehrung und Offenbarungen neuer Wahrheiten ist. Es ist ein Zeichen, dass sie offen für die Wirkung des Heiligen Geistes ist, der in der Gemeinde Veränderungen bewirken kann. Die richtige Gemeinde ist eine Gemeinde der Prophetie und der Führung durch den Heiligen Geist. Die beiden Aspekte - richtiges Gottesbild und richtige Lehre über die Sünde und dem Plan der Erlösung - sind für die Beurteilung einer richtigen Gemeinde zentral.

      Nach diesen Kriterien komme ich zu meiner eigenen Meinung, dass Adventgemeinde die/eine richtige Gemeinde Gottes ist, weil:

      - Sie ein korrektes Gottesbild widerspiegelt. Gott ist kein Tyrann, der die Unerlösten in einer ewigen Hölle quälen wird. Eine ewige Hölle ist mit einem liebenden Gott nicht verträglich. Wie viele Menschen, die sich gläubig nennen, auf der einen Seite Gott lieben und auf der anderen Seite an die ewige Hölle glauben können, ist mir nicht verständlich.

      - Sie großen Wert auf ein Leben entsprechend dem Willen Gottes legen. Dazu gehören sowohl die Gebote Gottes (inkl. des Sabbats), als auch ein gesundes Leben.

      - Ellen White als (eine von) Endzeitprophet(en) gesehen wird, durch die Gott der Gemeinde Führung und Hilfe gegeben hat. Durch diese Prophetin hat Gott bestätigt, die Gemeinde bis ans Ende zu führen.

      Das sind die Kriterien, die biblisch und mir persönlich zentral sind, nach welchen die/eine richtige Gemeinde erkannt wird. Und wenn ich merken sollte, dass in einer STA-Gemeinde viel Unliebe unter den/bestimmten Geschwistern herrscht, so ist es meine Aufgabe IN DIESER GEMEINDE, ein gutes Beispiel für diese Geschwister zu sein und Hilfe anzubieten, damit man sich versöhnt und Frieden findet. In Anbetracht der Tatsache, dass die richtige Gottesgemeinde von Satan mehr gehasst und angegriffen wird, so wird klar, dass in dieser Gemeinde mehr Potential für Problementstehung und mehr Schwierigkeiten für ihre Lösungen bestehen. Deshalb ist die richtige Gemeinde Gottes niemals nur ein Ort des Friedens und der Liebe, sondern auch ein Ort der Konflikte, wo aber die echten Nachfolger Jesu unter den Gemeindegliedern jeden Konflikt langsam und sicher besiegen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • tricky schrieb:

      Zitat



      Wie viel Prozent der offiziellen Lehren einer Gemeinde kann ich verneinen um trotzdem dazuzugehörn?

      tricky schrieb:

      bei anderen ist ein anderer Glaubenspunkt nicht akzeptabel. Die Frage ist jetzt, wenn man die richtige Gemeinde gefunden hat und mit 90 % der offiziellen Lehren der Gemeinde übereinstimmt, kann/soll man dann dazugehören, oder muss man dann nicht sagen: Nein, es ist nicht die richtige Gemeinde? Bitte versteh mich nicht falsch, ich will es nicht ankreiden, oder bemäkeln, was jemand anderer glaubt, es geht mir nur um den Aspekt der Zugehörigkeit. Wenn also jemand meint, dass die evangelische Kirche die richtige ist, aber den Sabbat erkennt und dann für sich persönlich die Mischform evangelisch+Sabbat findet, also den Sabbat als Ruhetag heiligt, ist er dann immer noch in der richtigen Kirche/Gemeinde? Genauso wäre es doch mit Personen, die die Dreieinigkeit ablehnen, sich aber trotzdem zur Adventgemeinde zugehörig fühlen, oder?

      Hallo Tricky, Es geht um den Dienst für Gott. Gott, dem Schöpfer, Ehre, Lob und Dank zu geben an Seinem heiligen Tag, nach Seinen Maßstäben, nach Seiner Gesinnung.
      Das einzige Kritärium dazu sind Seine Regeln und unsere Liebe zu Gott. Ob man einen Kopftuch tragen soll oder sich beim Gebet hinknien - sind nicht die Regeln Gottes.

      Die Liebe zu Gott ist mit den ersten 4 Geboten des Sittendekalogs definiert. In der Gemeinschaft mit Menschen zusammen.... die Nächstenliebe ist mit den nächsten 6 Geboten definiert.

      Und zuletzt: Jesus ist unser Vorbild.

      Gott hat zu allen Zeiten Seine Gmeinde auf Erden gehabt. Diese war (ist) sehr oft untreu und ungehorsam. Dann schickt ER Propheten oder Prediger oder Reformatoren, die die Gemeinde Gottes wieder auf dern richtigen Weg zurück geführt haben (sollten zumindest). Gottes Volk, Seine Gemeinde ist immer wieder untreu gewesen, dennoch hat sie nie aufgehört Seine Gemeinde zu sein. Sie zu verlassen, weil grade ein Punkt gelehrt wird, der rel. unwichtig ist, wäre falsch.

      Es ist also falsch zu rechnen, wie viel Prozent Wahrheit in einer Kirche es gibt. Man muss nur die elementaren Punkte kennen, die falsch sein können (Anbetungstag, Taufe, das Ziel des Lebens, Gottes Verherrlichung...... ). Man kann sich mit einem Originalbild vom Picasso so lange rühmen, bis ein Kenner an einem einzigem Punkt erkennt, es handelt sich um eine Fälschung. So ist das ganze Bild, egal wie echt es aussieht, im Prinzip eine wertlose Fälschung.

      .
    • Stofi schrieb:

      Die Richtschnur zur Wahl einer Gemeinde soll immer der Wille Gott sein. Gott tolleriert keine religiöse "Unzucht". WEIL es IHM auf die Wahrheit ankommt, ruft Er Seine Kinder aus den falschen Kirchen heraus. (Off. 18,4)


      Das Wort "Unzucht" finde ich hier fehl am Platze. Die Bibel bezeichnet es als Unzucht, wenn Dinge eine Priorität im Leben bekommen, die nur Gott zusteht. Das kann Geld sein, Gesundheit, Genuss, die Familie, Ansehen, das Auto, Karriere und vieles andere, es kann auch ein Gemeindesystem sein. Und wenn es als Unzucht bezeichnet wird, andere Gemeinden zu besuchen als welche, die bestimmte Kriterien erfüllen, dann hat meines Erachtens das Gemeindesystem eine zu hohe Priorität. Denn mit Unzucht kann nur Untreue gegenüber Gott gemeint sein, aber nicht "Untreue" gegenüber einer Organisation.
    • Jacob der Suchende schrieb:

      - Ellen White als (eine von) Endzeitprophet(en) gesehen wird, durch die Gott der Gemeinde Führung und Hilfe gegeben hat. Durch diese Prophetin hat Gott bestätigt, die Gemeinde bis ans Ende zu führen.

      Wer sind die andere(n) Endzeitprophet(en), die Du mit Deiner Klammersetzung suggerierst?
      Liebe Grüße, Heimo