Das Opfersystem im Heiligtum

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    • Das Opfersystem im Heiligtum

      Habe mich in meinem Hauskreis die alle noch nie etwas von dem Heiligtumsdienst gehört haben verpflichtet eine Ausarbeitung zu machen. Dabei fällt mir erst jetzt bei der Ausarbeitung auf, was ich alles nicht weiß. :S
      Vor allem der Opferdienst macht mir zu schaffen

      1.Morgen und Abendopfer
      Wurden diese Opfertiere komplett dargebracht und verbrannt, oder wurden die Tiere zerlegt. Was war noch dabei. Öl, Mehl, Trankopfer?

      2.Sündopfer
      Ich dachte immer die freiwillige Gabe sei das Sündopfer, mit der Schuldbekennung auf das Tier. Nachdem ich es jetzt nochmal in 3Mo bewusst nachgelesen habe bin ich verunsichert. Gab es Zeiten oder Vorschriften um das Opfer darbringen zu können? Wie oft geschah das? Wurde es zerlegt und anschließend alles verbrannt? In 3. Mose ließt sich das so, obwohl ich bislang der festen Meinung war, dass es auch teilweise gegessen wurde. Was geschah mit dem Blut dieses Opfers? Es wurde nach meiner Auffassung an den Brandopferaltar, sowie an den Vorhang gesprengt. Aber an welche Hörner welchen Altars wurde es bestrichen? Und welcher Vorhang war das nun genau? Der innere oder äußere?

      3. Schuldopfer
      dieser Unterschied zum Sündopfer ist mir gar nicht richtig bewusst.

      4. Friedensopfer
      Unterschiede?

      5.Versöhnungstag
      Was geschah mit diesem Opfer? Wurde nur an diesem Tag das Blut des Opfertieres an den Gnadenthron gesprengt oder noch bei anderen Opfern? In diesem Zusammenhang dachte ich immer das Gefäß auf dem Gnadenthron wo die Engel draufschauen enthielte das Blut. Jetzt habe ich irgendwo nur etwas von „Blut drangesprengt“ gelesen. Wann und wie wurde es zudem gereinigt?

      Mich würde vor allem interessieren, was mit dem Fleisch und Blut bei den verschiedenen Opfern genau passiert ist, und wie sich die verschiedenen Opfer voneinander in ihrer Funktion und Symbolik unterscheiden, welche verzehrt und welche verbrannt wurden.
    • Atze schrieb:

      Habe mich in meinem Hauskreis die alle noch nie etwas von dem Heiligtumsdienst gehört haben verpflichtet eine Ausarbeitung zu machen. Dabei fällt mir erst jetzt bei der Ausarbeitung auf, was ich alles nicht weiß. :S
      Vor allem der Opferdienst macht mir zu schaffen
      Deine Fragen sind alle gut und berechtigt. Ich bin kein Adventist, obwohl ich verschiedene Lehren der STA
      angenommen habe. Nun mit der Versöhnungslehre 1844 habe ich große Probleme.
      Die STA behaupten, dass ihre Prophetin Ellen White die Bibel erklären und verständlich
      machen würde, ganz besonders die Heiligtumslehre. Nun wäre es vom Vorteil Ellen White bezüglich
      deiner Fragen sprechen zu lassen. Was sagt sie zu deinen Fragen. Wie erklärt sie diese verschiedene
      Opfersysteme die morgens und abends gemacht wurden? Warum gab es nur für die versehentlich
      begangenen Sünden Vergebung.? Warum gibt es keine Stelle in 3 Mose, die sagt, das der Opfernde seine
      Sünden auf das Tier übertrug? Nur am gr. Versöhnungstag wurde dies vom Priester getan?



      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Ich habe gerade diese Tage den Hebräerbrief gelesen. Darin wird klargemacht, wie viel größer der Priesterdienst von Jesus ist als der des Alten Testaments. Von daher würde ich sagen, das detaillierte Studium dessen, was es nicht mehr gibt, ist schlecht angelegte Zeit.

      Heiko
    • "Elli" schrieb:

      Nun wäre es vom Vorteil Ellen White bezüglich
      deiner Fragen sprechen zu lassen. Was sagt sie zu deinen Fragen.

      Du hast Recht, ich hab überall rumgesucht, aber hier gleich Antworten gefunden. Da sie auch sehr viel zu den Zusammenhängen schreibt kann ich nicht alles dazu zitieren, sondern erstmal nur zu meinen Eingangsfragen.
      Allerdings wüsste ich schon gerne, wo ich diese detaillierten Angaben, die ich nur teilweise in der Schrift wiedergefunden habe direkt nachlesen kann.

      "Ellen W. GK S.420 f" schrieb:

      Tag für Tag führte der reumütige Sünder sein Opfer zur Tür der Stiftshütte und bekannte, seine Hand auf den Kopf des Opfertieres legend, seine Sünden, die er damit bildlich von sich auf das unschuldige Opfer übertrug. Dann wurde das Tier geschlachtet. „Ohne Blutvergießen“, sagt der Apostel, „geschieht keine Vergebung.“ „Des Leibes Leben ist im Blut.“ 3.Mose 17,11. Das gebrochene Gesetz Gottes forderte das Leben des Übertreters. Das Blut, welches das verwirkte Leben des Sünders darstellte, dessen Schuld das Opfertier trug, wurde vom Priester in das Heilige getragen und vor den Vorhang gesprengt, hinter dem sich die Bundeslade mit den Tafeln des Gesetzes befand, das der Sünder übertreten hatte. Durch diese Handlung wurde die Sünde durch das Blut bildlich auf das Heiligtum übertragen. In einigen Fällen wurde das Blut nicht in das Heilige getragen; dann jedoch wurde das Fleisch von dem Priester gegessen, wie Mose die Söhne Aarons anwies und sagte: „Er (Gott) hat’s euch gegeben, daß ihr die Missetat der Gemeinde tragen sollt.“ 3.Mose 10,17. Beide Handlungen versinnbildeten gleicherweise die Übertragung der Sünde von dem Bußfertigen auf das Heiligtum.

      Einmal im Jahr, am großen Versöhnungstag, ging der Priester in das Allerheiligste, um das Heiligtum zu reinigen. Das dort vollzogene Werk vollendete die jährliche Runde des Dienstes im Heiligtum. Am Versöhnungstag wurden zwei Ziegenböcke vor die Tür der Stiftshütte gebracht und das Los über sie geworfen, „ein Los dem Herrn und das andere dem Asasel“. 3.Mose 16,8. Der Bock, auf den des Herrn Los viel, sollte als Sündopfer für das Volk geschlachtet werden, und der Priester mußte dessen Blut hinter den Vorhang bringen und es auf den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl sprengen. Auch mußte es auf den Räucheraltar, der vor dem Vorhang stand, gesprengt werden.

      Im Vorhof stand in der Nähe des Eingangs der eherne Brandopferaltar. Auf ihm wurden dem Herrn alle Brandopfer dargebracht und seine Hörner mit dem versöhnenden Blut besprengt.
      Dicht vor dem Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten und damit von der unmittelbaren Gegenwart Gottes trennte, stand der goldene Rauchopferaltar. Darauf sollte der Priester an jedem Morgen und Abend Räuchwerk verbrennen. Die Hörner des Altars wurden mit dem Blut des Sündopfers bestrichen und am großen Versöhnungstag mit Blut besprengt. Das Feuer auf diesem Altar hatte Gott selbst entzündet, und es wurde deshalb heiliggehalten. Ununterbrochen verbreitete der Weihrauch seinen Wohlgeruch in den heiligen Räumen und weit um die Stiftshütte herum.

      "Ellen W. Wir haben einen Fürsprecher" schrieb:

      Jeden Morgen und jeden Abend wurde ein einjähriges Lamm als Ganzopfer auf dem Altar verbrannt, verbunden mit den dazugehörigen Speisopfern. Das sollte die tägliche Hingabe des Volkes an den Herrn und seine beständige Abhängigkeit von dem versöhnenden Blut Christi sinnbildlich darstellen. Ausdrücklich hatte Gott befohlen, daß jedes zum Dienst am Heiligtum dargebrachte Opfer ohne Fehler (2.Mose 12,5) sein sollte.


      "Heiko" schrieb:

      Darin wird klargemacht, wie viel größer der Priesterdienst von Jesus ist als der des Alten Testaments.

      Der Priesterdienst im Heiligtum war Jesu Priesterdienst, der Gottes Volk über Jahrtausende das Erlösungswerk erklärte, welches sich in der Schrift erklärend nirgends sonst so anschaulich wiederfindet. Jesu Priesterdienst im NT war nur deshalb größer weil er sich als leibhaftiges Opfer hingegeben hat. Das heißt aber nicht, dass uns der Opferdienst nicht auch heute noch etwas erklärt und zu sagen hat was zum Verständnis beiträgt.
    • Heiko schrieb:

      Ich habe gerade diese Tage den Hebräerbrief gelesen. Darin wird klargemacht, wie viel größer der Priesterdienst von Jesus ist als der des Alten Testaments. Von daher würde ich sagen, das detaillierte Studium dessen, was es nicht mehr gibt, ist schlecht angelegte Zeit.

      Heiko


      WIDERSPRUCH!
      Der Wunsch das Opferdienst gründlich zu studieren ist
      a) lobenswert
      b) lehrreich

      Lehrreich insbesondere deshalb weil dabei zwei Dinge klar werden (aber auch nicht nur diese 2):

      a) wie schrecklich die Sünde ist
      b) was alles erforderlich ist, damit ich meine Vergebung bekomme bzw. Jesus alles geleistet hat bzw. leistet

      NICHTS aus dem "Alten Testament" ist "schlecht angelegte Zeit"
      Ich diskutieren nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Heiko schrieb:

      Ich habe gerade diese Tage den Hebräerbrief gelesen. Darin wird klargemacht, wie viel größer der Priesterdienst von Jesus ist als der des Alten Testaments. [...]

      Wenn ich es richtig weiß, behauptete Ellen White, dass Christus 1844 ins den himmlischen Tempel oder in das Allerheiligste eingetreten sei und dort seitdem für die Christen entsühnende Taten vollbringt.

      Ich frage mich, wie viele Lämmchen er dort gegebenenfalls schon töten musste und ob das Abendrot vom Blut seiner Opferrituale kommt. Oder sollte es möglich sein, dass Ellen Whites Vision in Frage zu stellen ist? Naheliegenderweise suchte sie auch nach einer Erklärung für die sogenannte "Große Enttäuschung", dass weder 1844 noch wenige Jahre später die Welt untergegangen ist. Klüger wäre es vielleicht gewesen, zuzugeben, dass sich die Millerbewegung getäuscht hatte.

      Wie stellt Ihr Euch, frage ich jene unter Euch, die an das nachträglich aufgesetzte dogmatisch-theologische Konstrukt um Ellen Whites Behauptung glauben, wie stellt Ihr Euch Jesu himmlischen Priesterdienst vor?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Daniels schrieb:



      Ich frage mich, wie viele Lämmchen er dort gegebenenfalls schon töten musste ...



      bei allem Respekt und Verständnis für Überzeugungen des Einzelnen ...
      das ist nicht witzig, lieber Daniels!!!

      Um auch diesen Punkt zu verstehen muß das Opferdienst des AT gründlichst studiert werden. Und dort findet man (abgesehen vom NT) klare Hinweise auf das himmlische Heiligtum.

      Es ist mit das größte Problem aller Menschen (gewesen), daß der Sinn des Opferdienstes nur reduziert erkannt, oder gar völlig verkannt wird (wurde).
      Ich diskutieren nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • greatest schrieb:

      bei allem Respekt und Verständnis für Überzeugungen des Einzelnen ...
      das ist nicht witzig, lieber Daniels!!!

      @greatest: Und ich finde die vollig spekulativen, bizarren subjektiven Behauptungen von Ellen White über Jesu himmlischen Hohepriesterdienst nicht witzig, sondern anmaßend.

      Also was treibt Jesus Deiner Ansicht nach im himmlischen Sühnedienst? Er wird doch nicht aus "Leben aus der Quelle" singen. ;)

      Wie könnt Ihr es nur hinnehmen, dass Ellen White mit ihrer an den Haaren herbeigezogenen Behautung über Jesu himmlischen Priesterdienst seit 1844 quasi im Vorbeigehen, die zentrale Glaubensvorstellung der Sündenvergebung durch Jesu Kreuzestod beiseite schiebt?! Kleine Programmänderung, oder was?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Atze schrieb:

      ich frage mich in der Opposition ob Du im Gegensatz an die Allversöhnung glaubst.

      @Atze: Man mag die Idee absonderlich finden, aber ich hatte die christliche Theologie bisher so verstanden, dass die Sündenvergebung allein auf Jesu Kreuzestod beruht. Du glaubst, es war nur Teilzahlung? 8-)
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Atze schrieb:

      Durch diese Handlung wurde die Sünde durch das Blut bildlich auf das Heiligtum übertragen.
      Ich kann dies im Bibeltext nicht lesen. Das das unschuldige Tier stellvertretend starb ist klar.
      Aber ob das Blut die Sünden der Opfernden trug, um dann das Heiligtum zu verunreinigen,
      das lese ich nicht im Text.
      Nur in der Opferung des Stieres und bei der Sündenübertragung auf Asael am gr. Versöhnungstag
      wird klar gesagt, das hier eine Sündenübertragung vom Opfernden auf das Tier vollzogen
      wurde. Außerdem heißt es bei Asael, das der Bock zur Sühnung des Volkes in die Wüste geschickt
      wurde. Ich verstehe nicht warum Asael für die Adventisten ein Bild für Satan darstellen soll.
      Nur Jesus hat für uns Sühnung vollbracht, nicht Satan. Auch gibt es nach dem Weckführen des
      Bockes Asael noch weitere Opfer. Dies kommt bei der Lehre Ellen Whites nicht zur Sprache.

      Im Hebräerbrief heißt es klar und deutlich, das Jesus gleich nach der Himmelfahrt in das
      Allerheiligste trat. Jesus sitzt zur rechten des Vaters. Mit der Kreuzigung Jesus zeriss der
      Vorhang, der das Allerheiligste mit dem Heiligtum trennte. Der Zugang zum Vater, für die Gläubigen,
      wurde durch die Kreuzigung Jesus, vollbracht.Das Heiligtum gibt es seit der Kreuzigung nicht
      mehr. Somit kann Jesus nicht erst seit 1844 in das Allerheiligste gegangen sein.Jetzt tritt Jesus
      vor dem Thron Gottes direkt für uns ein und das gleich nach der Himmelfahrt. (Hebräerbrief)
      Es gibt keine Stelle in der Bibel die von einem Versöhnungstag oder Untersuchungsgericht
      im Himmel spricht. Außerdem halte ich es für absolut unmöglich, dass im Himmel irgendetwas
      gereinigt werden müsste. Der Gedanke, das Jesus mit seinem Blut das Himmlische Heiligtum
      verunreinigt haben soll, ist verwerflich.
      Das Untersuchungsgericht ergibt für mich keinen Sinn, zumal es auch nirgens in der Bibel zu
      finden ist.


      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Hallo Daniels
      was würdest du eigentlich davon halten, wenn jemand Jesu Kreuzestod gegen seine Auferstehung "ausspielen" würden? Oder gegen seine Himmelfahrt, oder gegen seine Sündlosigkeit bis zum Kreuz etc. Das sind doch alles "Bedingungen" die erfüllt werden mussten, um uns ewiges Leben schenken zu können? Oder etwa nicht? Warum sollte sich da auch nicht sein Versöhnungsdienst im Himmel mit einordnen lassen?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bemo ()

    • "Daniels" schrieb:

      die zentrale Glaubensvorstellung der Sündenvergebung durch Jesu Kreuzestod beiseite schiebt?

      Wo hat Sie das geschrieben? Jesus hat mit dem Kreuzestod die Voraussetzung für die Versöhnung gegeben. Wenn alle Sünden tatsächlich bei Jesu Kreuzestod schon komplett vom Tisch waren hatte der Papst wohl Recht mit den Ablässen im Voraus für die noch Lebenden, was ich übrigens für anmaßend halte.
      Sünden können nicht im Voraus vergeben werden es sei denn Du gehst zur RKK.

      "Daniels" schrieb:

      Du glaubst, es war nur Teilzahlung?

      Wenn Du mal das Heiligtum studieren würdest anstatt nur daran rumzumäkeln würdest auch Du erkennen, dass es letztlich Jesu Blut und damit das Kreuz bzw. der Kreuzestod ist, der uns wieder versöhnt und als Gerecht erscheinen lässt.
    • Daniels schrieb:


      Also was treibt Jesus Deiner Ansicht nach im himmlischen Sühnedienst?

      Er wird doch nicht aus "Leben aus der Quelle" singen. ;)



      DAS ist aber keine Grundlage für Erklärungen, und schon gar nicht eine für eine vernünftige Diskussion!
      Ich steige also aus ...
      Ich diskutieren nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Atze schrieb:


      Sünden können nicht im Voraus vergeben werden es sei denn Du gehst zur RKK.

      Atze schrieb:

      Zitat von »"Daniels"«

      Jetzt versteh ich langsam auch, wieso viele denken, man müsse sündlos leben, denn wenn Jesus aus dem Allerheiligsten geht, kann keine Schuld mehr vergeben werden. Oder wie die Kirche immer wieder die Selbstmörder verdammt hat - weil sie ja ihre Sünde der Selbsttötung nicht bereuen konnten....Man müßte dann ja jede Sekunde seines Lebens Angst haben. Man hat einen bösen Gedanken und im nächsten Moment baut man einen Autounfall und stirbt. Keine Möglichkeit mehr, zu bereun und um Vergebung zu bitten... Neeee, so einen Angstglauben hab ich Gott sei Dank nicht. Und ich gehöre nicht zur RKK.
      :king:
    • Hallo Bemo.

      @Bemo: Denkbar und möglich ist vieles. Mir aber reicht eine willkürliche theologische Spekulation einer Person, die offenbar einen biographischen Irrtum wegerklären wollte, nicht als Glaubensgrundlage. Für Ellen White persönlich mag diese Theorie beruhigend gewesen und subjektiv überzeugend gewesen sein. Wenn man mal die nachträglich herbeigegrübelten theologischen Theorien beiseite läßt und den Vorgang mit gesundem Menschenverstand ansieht, dann spricht alle Erfahrung dafür, dass Ellen White einfach nicht imstande war, die "Große Enttäuschung" zu anders verarbeiten und Millers Ankündigungen schlicht als das anzusehen, was sie offenbar waren: Irrtümer. Sie und ihr Unbewußtes suchten also nach einer Erklärung, die ihre Phantasie dann natürlich auch konstruiert hat. Mich überzeugt es nicht, dass man diese recht wahrscheinlichen Zusammenhänge ignorierend aus den subjektiven Behauptungen und Spekulationen von Ellen White eine angeblich unstrittige Glaubenswahrheit konstruiert hat. Man kann das glauben, aber es gibt meines Wissens keinen echten Beleg dafür, außer Ellen Whites Behauptung.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • @Daniels

      Mir aber reicht eine willkürliche theologische Spekulation einer Person, die offenbar einen biographischen Irrtum wegerklären wollte, nicht als Glaubensgrundlage. Für Ellen White persönlich mag diese Theorie beruhigend gewesen und subjektiv überzeugend gewesen sein. Wenn man mal die nachträglich herbeigegrübelten theologischen Theorien beiseite läßt und den Vorgang mit gesundem Menschenverstand ansieht, dann spricht alle Erfahrung dafür, dass Ellen White einfach nicht imstande war, die "Große Enttäuschung" zu anders verarbeiten und Millers Ankündigungen schlicht als das anzusehen, was sie offenbar waren: Irrtümer. Sie und ihr Unbewußtes suchten also nach einer Erklärung, die ihre Phantasie dann natürlich auch konstruiert hat. Mich überzeugt es nicht, dass man diese recht wahrscheinlichen Zusammenhänge ignorierend aus den subjektiven Behauptungen und Spekulationen von Ellen White eine angeblich unstrittige Glaubenswahrheit konstruiert hat. Man kann das glauben, aber es gibt meines Wissens keinen echten Beleg dafür, außer Ellen Whites Behauptung.
      Ellen White bekam die ersten Visionen etwas später als die große Enttäuschung. Damals war sie noch sehr jung und in der Bibel absolut ungebildet. Während die damals führenden Theologen aus diversen christlichen Richtungen darüber stritten, wie die Auslegung von Daniel zu verstehen ist, konnte Ellen White diesen theologischen Begründungen nicht folgen. Sogar wenn sie die Visionen bekam, konnte sie diese Visionen nicht ganz verstehen:

      Wenn sie in ihrem Studium an den Punkt kamen, wo sie sagten: „Wir können nichts mehr tun,“ dann kam gewöhnlich der Geist des Herrn auf mich, ich wurde in einer Vision hinweggenommen, und eine deutliche Erklärung der Abschnitte, die wir studiert hatten, wurde mir gegeben. Dabei wurde ich auch darüber belehrt, wie wir wirksam arbeiten und lehren konnten. Auf diese Weise wurde uns Licht gegeben, das uns half, die Schrift in Bezug auf Christus, auf seine Mission und sein Priestertum zu verstehen. Eine Linie der Wahrheit …wurde mir deutlich gemacht, und ich gab anderen die Belehrung weiter(wörtlich: „instruction“), die der Herr mir gegeben hatte. Während dieser ganzen Zeit konnte ich die Gedanken der Brüder nicht verstehen, mein Geist war sozusagen versperrt … Das war eine meiner größten Sorgen im Leben. Ich war in diesem Geisteszustand, bis all die wichtigen Punkte unseres Glaubens uns klargemacht worden waren, in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes. Die Brüder wußten, dass ich von diesen Dingen gar nichts verstand, wenn ich nicht in einer Vision war, und so nahmen sie die gegebenen Offenbarungen als Licht an, das direkt vom Himmel kam. [1SM S 206ff]
      Der Umstand, dass Ellen White auf der einen Seite ihre Visionen wenig verstand, auf der anderen Seite sehr aufschlussreiche Erklärungen für verschiedene theologische Probleme gegeben hat, überzeugte viele Menschen, dass diese Visionen tatsächlich von Gott waren. Die Tatsache, dass Ellen White diese Erklärungen selber konstruiert hat, ist unwahrscheinlich.

      Weiter sagte Ellen White, dass wir keine Lehre mit ihren Visionen herleiten / begründen sollen/dürfen. Diese Visionen sollten nur die Richtung der Bibelauslegung geben, die biblische Begründung dafür aber nicht ersetzen. Diesem Ratschlag folgten damals die Adventisten, diesem Ratschlag folgen die Adventisten heute. Keine adventistische Lehre, die in den 28 Glaubenspunkten verankert ist, wird durch Ellen White's Worte begründet. Auch die Heiligtumslehre nicht. Sondern wir haben hervorragende Arbeiten unserer Theologen (heute z.B.Richard Davidson, William Johnsson), die zu der ausführlichen Erklärung der Heiligtumslehre auf biblischer Grundlage viel geleistet haben. Ich schlage vor, anstatt in Unwissenheit weitere Spekulationen zu verbreiten (und sich über jemanden oder etwas lustig zu machen), setzt euch mit dem adventistischen theologischen Gedankengut auseinander und studiert das Thema fleissig.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Weiter sagte Ellen White, dass wir keine Lehre mit ihren Visionen herleiten / begründen sollen/dürfen. Diese Visionen sollten nur die Richtung der Bibelauslegung geben, die biblische Begründung dafür aber nicht ersetzen. Diesem Ratschlag folgten damals die Adventisten, diesem Ratschlag folgen die Adventisten heute. Keine adventistische Lehre, die in den 28 Glaubenspunkten verankert ist, wird durch Ellen White's Worte begründet. Auch die Heiligtumslehre nicht. Sondern wir haben hervorragende Arbeiten unserer Theologen (heute z.B.Richard Davidson, William Johnsson), die zu der ausführlichen Erklärung der Heiligtumslehre auf biblischer Grundlage viel geleistet haben. Ich schlage vor, anstatt in Unwissenheit weitere Spekulationen zu verbreiten (und sich über jemanden oder etwas lustig zu machen), setzt euch mit dem adventistischen theologischen Gedankengut auseinander und studiert das Thema fleissig.
      Also über die ausführliche Erklärung der Heiligtumslehre auf biblischer Grundlage bin ich gespannt.
      Sicherlich kannst du meine Fragen die ich gestellt habe in Nr. 2 und 11 beantworten?. Bis jetzt konnte mir kein
      Adventist die Heiligtumslehre verständlich erklären, obwohl diese Lehre die Grundlehre eines jeden
      Adventisten sein sollte ?(
      Ellen Whites Schilderungen klären mich nicht auf, so wie es immer wieder behauptet wird. nein, sie
      verwirren nur.Wenn ich ihre Übersetzung von dem "Täglichen" - mit - Heidentum" lese, kann ich nicht anders,
      als an eine Person zu denken, die geisteskrank ist. Diese Lehre wurde dann auch von den Pionieren verworfen.
      Also, eure Pioniere verwerfen die Aussagen ihrer Botin Gottes, auf die sie sich danach immer wieder berufen
      haben ?(
      Nun, vielleicht hast du Antworten auf meine Fragen?
      Hättetst du gutes theologisches Gedankengut (von den Adventisten) die verständlich ist?
      Als ich dieses Thema studierte, habe ich stark den Eindruck bekommen, dass die Bibel den Visionen
      Ellen Whites, angepasst wurde. Dabei vergaß man, dass es nicht einmal logisch zusammenpasste.
      Sie haben eine stümperhafte unbiblische Lehre zusammengeschustert.Ich bekam den Eindruck,
      dass sie sich nicht einmal die Heiligtumslehre in 3 Mose richtig durchgelesen haben.
      Die Pioniere, die es dann doch taten, haben sich danach von den Adventisten getrennt.
      Diesbezüglich haben sich schon viele, gerade wegen der falschen Heiligtumslehre, von der Adventbewegung
      getrennt. Hie sei nur ein Name erwähnt: Desmond Ford, der sehr gute Begründungen zusammentrug.
      Ich wundere mich sehr, dass so viele Adventisten, diese Lehre nicht verstehen, und dennoch
      steif und fest behaupten, das sie hier die absolute Wahrheit, die direkt von Gott kommt, hätten.
      Die Wahrheiten von Gott sind immer verständlich

      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Hallo Daniels,

      ganz generell würde ich es begrüßen, wenn wir alle mit Demut an dieses Thema herangehen und versuchen so wenig wie möglich ironisch oder gar spöttelnd zu formulieren. In diesem Sinne:

      Daniels schrieb:

      @greatest: Und ich finde die vollig spekulativen, bizarren subjektiven Behauptungen von Ellen White über Jesu himmlischen Hohepriesterdienst nicht witzig, sondern anmaßend.

      Daniels schrieb:

      @Atze: Man mag die Idee absonderlich finden, aber ich hatte die christliche Theologie bisher so verstanden, dass die Sündenvergebung allein auf Jesu Kreuzestod beruht. Du glaubst, es war nur Teilzahlung? 8-)


      lass doch mal Ellen White aus dem Thema raus und studiere den Hebräerbrief, der ein Brief der Bibel ist:

      Hbr 8/1 Die Hauptsache dessen aber, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät, 8/2 als Diener des Heiligtums und des wahrhaftigen Zeltes, das der Herr errichtet hat, nicht ein Mensch.

      Wir haben also laut Hebräerbrief einen Hohepriester, Jesus Christus. Ist diese Lehre eine Nebensächlichkeit?


      Hbr 8/3 Denn jeder Hohepriester wird bestellt, um sowohl Gaben als auch Schlachtopfer darzubringen; daher ist es notwendig, daß auch dieser etwas hat, das er darbringt. 8/4 Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht einmal Priester, weil die da sind, die nach dem Gesetz die Gaben darbringen 8/5 - die dem Abbild und Schatten der himmlischen Dinge dienen, wie Mose eine göttliche Weisung empfing, als er im Begriff war, das Zelt aufzurichten; denn `siehe, spricht er, `daß du alles nach dem Muster machst, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist! -. 8/6 Jetzt aber hat er einen vortrefflicheren Dienst erlangt, wie er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gestiftet worden ist. 8/7 Denn wenn jener erste [Bund] tadellos wäre, so wäre kein Raum für einen zweiten gesucht worden. 8/8 Denn tadelnd spricht er zu ihnen: `Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen, 8/9 nicht nach der Art des Bundes, den ich mit ihren Vätern machte an dem Tag, da ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie blieben nicht in meinem Bund, und ich kümmerte mich nicht um sie, spricht der Herr. 8/10 Denn dies ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Meine Gesetze gebe ich in ihren Sinn und werde sie auch auf ihre Herzen schreiben; und ich werde ihnen Gott und sie werden mir Volk sein. 8/11 Und nicht werden sie ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! Denn alle werden mich kennen, vom Kleinen bis zum Großen unter ihnen. 8/12 Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden werde ich nie mehr gedenken. 8/13 Indem er von einem `neuen [Bund] spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber alt ist und sich überlebt hat, ist dem Verschwinden nahe.


      Daniels schrieb:

      Ich frage mich, wie viele Lämmchen er dort gegebenenfalls schon töten musste und ob das Abendrot vom Blut seiner Opferrituale kommt.


      Hbr 9/11 Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt - das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist - 9/12 und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.


      So, wer sagt jetzt noch, dass die Heiligtumslehre des Himmels eine Idee von Ellen White ist. Soll doch jeder, der EGW nicht akzeptiert und mag, allein anhand der Bibel diese Dinge zu verstehen suchen.


      Zum Thema aber @Daniels - wie verstehst du diese Texte? Mit dem Kreuzestod war doch alles erledigt, oder? Was macht also Jesu als Hohepriester im Heiligtum im Himmel aus deiner Sicht? Warum tut er sich das an? Wozu ist es in der Bibel aufgeschrieben als Hauptsache, wie es der Autor des Hebräerbriefs beschreibt.



      @Elli59 - wir haben es wirklich versucht, dir das zu erklären, dass du es anders siehst und verstehst, das ist ja ok. Es ist so wie der Sonntag bei einigen Christen und der Sabbat bei manchen wenigen. Die sagen auch manchmal "Bis jetzt konnte mir kein Adventist den Sabbat verständlich erklären, obwohl diese Lehre die Grundlehre eines jeden Adventisten sein sollte." Was soll man also tun, wenn etwas nicht verstanden wird oder besser gesagt eine Erklärung nicht akzeptiert wird? Gar nichts. Aber zu behaupten es sei nicht versucht worden - oder den Eindruck zu erwecken, dass man das nicht erklären könnte, das finde ich unfair.

      Wir können doch auch ein Verständnis nebeneinander stehen lassen, ohne, dass wir ständig behaupten, der andere könnte es nicht schlüssig erklären. Manchmal liegt das Verständnisproblem an Erklärer, manchmal am Hörer. Manchmal will man etwas auch nicht so verstehen, einfach weil man es anders versteht. Bewertungen lassen wir da dann am besten raus. Ein bisschen mehr Respekt vor dem Glauben anderer würde ich mir wünschen. Auch wenn wir das ein oder andere, das unser Gegenüber glaubt - nicht so verstehen. Müssen wir es da gleich als "stümperhafte, unbiblische Lehre" bezeichnen? Lassen wir das besser.
      Guter Vorschlag?



      Da dieses Thema hier schon mehr mit 1844 als mit dem Opfersystem im Heiligtum zu tun hat, werde ich nach Rücksprache mit Atze die Beiträge in das richtige Thema verschieben, wo sie gerne weiterdiskutiert werden können.

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