Welche Gründe gibt es an Gott zu glauben?

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    • Welche Gründe gibt es an Gott zu glauben?

      Hallo und Servus an alle Forumsmitglieder,

      Ich habe schon lange nicht mehr ins STA-Forum geschrieben, lese aber seit ungefähr
      3 Jahren regelmässig was sich hier so tut. Im Moment beschäftige ich mich mit dem
      Christentum und der Religion allgemein. Ich bin an den persönlichen Überzeugungen
      und Weltbildern von euch Forumsteilnehmern interessiert. Ich bin Atheist und komme
      häufig mit religiösen Menschen in Kontakt und Austausch.
      Mich interessiert die Frage:

      "Gibt es gute Gründe an Gott zu glauben?"

      Ich möchte verstehen wie religiöse Menschen ihren Glauben begründen.

      Gruß und Cheers,

      Dschohnny
    • dschohnny schrieb:

      "Gibt es gute Gründe an Gott zu glauben?"


      Also für mich gibt es ein wichtiges Grundprinzip warum für mich Gott eine Tatsache ist.

      Ich glaube an Gut und Böse. Gäbe es keinen Gott gäbe es eigentlich kein Gut und Böse, denn dann gibt es nicht einmal Ethik sondern nur
      Ursache und Reaktion.

      Gäbe es keinen Gott gibt es keinen Sinn von Existenz und Materie.
      Denn wenn wir Gott nicht als Ursprung haben macht ein Weiterexistieren keinen Sinn.

      Leben+Tod=Nichts
      Leben+Tod+Gott=Sinn
      Sinn, nie ohne Gott da das Leben und Tod(ohne) eigentlich ebenfalls Nichtexistenz

      Ohne Gott bringt mir meine Liebe zu meinen Kindern nichts da sie im Tode endet und auch meine Kinder sterben werden.
      Außerdem gibt es mir genetisch zuviele Zufälle die ich so nicht glauben kann wenn man behauptet es wurde durch den Zufall bestimmt.



      Das ist meine tiefphilosophische Sicht.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Hallo dschohny,

      ich dachte, du würdest bei uns nicht mehr mitlesen - ich kann mich noch an dich erinnern, als du uns deine Fragen zu Walter Veith formuliert hast. Ich freue mich erstmal, dass du regelmäßig bei uns vorbeischaust, auch wenn "offline".

      Es ist interessant, wie unterschiedlich die Menschen denken. Während ein Atheist die Frage stellt "was mich von Existenz Gottes überzeugen soll?", stellt die gleiche Frage - in verneinender Form - ein Gläubiger Mensch: "wie kann man an Gott nicht glauben"?

      Ich kann dir folgende 6 Gründe nennen, die mich persönlich überzeugen, dass es einen Gott gibt:

      1) Der stärkste Grund ist die Tatsache, dass uns mehrere historische Quellen vom Leben und Auferstehung Jesu berichten. Dabei spreche ich nicht nur von Evangelien und den biblischen Büchern, sondern auch von vielen historischen Briefen. Ich finde keine vernünftige Alternative, wie das alles manipuliert / vorgetäuscht werden könnte. Jesus hatte neben 12 Jüngern noch sehr viele andere Nachfolger, die allesamt Zeugen Seiner Auferstehung und Himmelfahrt gewesen sind. Diese berichteten einmütig von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen, und gingen dafür in den Tod.

      2) Bibel berichtet von mehreren apokalyptischen Prophetien, die zum großen Teil in Erfüllung gegangen sind. Das sind die Bücher Daniel und Offenbarung. Was diese Prophetien inhaltlich aussagen und wie diese in Erfüllung gingen, kannst du bei uns in anderen Threads nachlesen, bzw. bitte dort deine Fragen stellen.

      3) Es ist die Realität, dass es die bösen Geister gibt. Ich habe bereits mit vielen Menschen darüber gesprochen, wie sie diese Erfahrungen gemacht haben. Interessanterweise ist dieses "Phänomen" in Deutschland nicht so sehr verbreitet (zumindest höre ich hier davon viel weniger), aber in Russland ist das eine ganz heftige Sache, die bereits eine Normalität geworden ist.

      4) Je mehr ich mich mit der (biologischen) Komplexität unserer Welt befasse, desto weniger glaube ich, dass dies durch einen Zufall entstanden werden konnte.

      5) Wunder, die in der Welt bzw. mit anderen Menschen geschehen sind und heute noch geschehen.

      6) Die Erfahrungen, die man persönlich im Leben macht, spielen ebenso eine außerordentliche Rolle. Dazu gehört zum Beispiel, wie Gott die Gebete beantwortet, wie er dir hilft und dich segnet.. Gott ist in den Schwachen stark. Diese Erfahrungen werden mehr von Menschen gemacht, die in schlechteren Lebensverhältnissen leben. Sie sind mehr auf Gottes Hilfe angewiesen, und Gott hilft ihnen auch mehr. Keine Geschichte, wie toll sie auch klingen mag, kann dich so sehr überzeugen wie die eigene Erfahrung, die du durchmachst. Deshalb sagte Gott: sucht und fragt nach mich, und ihr werdet mich findet. Vielleicht sollte das jeder Atheist einfach ausprobieren und für sich diese Überzeugungen nicht bei Menschen, sondern direkt bei Gott suchen und von ihm bekommen?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • RE: Welche Gründe gibt es an Gott zu glauben?

      dschohnny schrieb:

      ...Mich interessiert die Frage:
      "Gibt es gute Gründe an Gott zu glauben?"
      Ich möchte verstehen wie religiöse Menschen ihren Glauben begründen.
      ...


      Soweit es mich betrifft: mit meiner Lebenserfahrung.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • dschohnny schrieb:

      Ich bin Atheist und komme häufig mit religiösen Menschen in Kontakt und Austausch.

      Hallo @dschonny, wenn ich auf mein Leben zurückblicke - bin 60+ - kann ich mich auf 1-2 Begegnungen erinnern mit einem echten Atheist. Meiner Feststellung nach ein "echter" Atheist hat keine Interesse an Gott. Wenn jemand nach Gründe sucht um Gott glauben zu können - ist kein Atheist, sondern - entschuldige wenn ich mich bei dir doch irre - erst werden möchte. Dazu möchtest du aber die Wahrscheinlichkeit an Gott glauben zu können so weit wie möglich minimieren.

      Wenn Du dich aber auf diesem Weg befindest, das bedeutet, dass Du für Gott noch "greifbar " bist. Aber keine Angst. Wenn er dich berührt, wird dir nicht schaden. Ich kann dir nicht genau definieren wer eigentlich Gott ist, ich weiss nur, dass er mich angesprochen und auf meinem Lebensweg begleitet hat. Ich kenne ihn, aber ich kann nicht beweisen dass er existiert. Hat aber dir schon jemand bewiesen, dass er NICHT existiert?

      Natürlich die Vorstellungen über Gott sind unterschiedlich - auch hier im Forum. Ich denke Du hast bereits selbst ein Gottesbild - und wir werden einmal darüber lesen dürfen...

      Liebe Grüsse
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • dschohnny schrieb:

      Ich bin an den persönlichen Überzeugungen
      und Weltbildern von euch Forumsteilnehmern interessiert. Ich bin Atheist und komme
      häufig mit religiösen Menschen in Kontakt und Austausch.
      Mich interessiert die Frage:

      "Gibt es gute Gründe an Gott zu glauben?"

      Ich möchte verstehen wie religiöse Menschen ihren Glauben begründen
      Weil ich selbst 15 Jahre überzeugte Atheistin war, kann ich verstehen, warum es gute Gründe für den Unglauben gibt.
      Die Gläubigen selbst geben genug Gründe um den Glauben an Gott abzulehnen. Es geschehen viele böse Dinge, die
      im Namen des Glaubens getan werden, so dass einen normal denkenden Menschen starke Zweifel kommen.
      Nun gab es bei mir eine Zeit des Nachdenkens, über das Universum, Genetik, Photosynthese,Biologie des menschlichen
      Körpers...u.s.w.
      Ich kam zu dem Ergebnis, das es einem Schöpfergott geben muss. Alles Geschaffene hat eine geniale Logik. Es kann nie und
      nimmer ein Zufallsprodukt sein. Ab diesem Zeitpunkt wußte ich, das ich selbst ein geschaffenes Wesen bin. Und
      weil ich mich nicht selbst erschaffen habe, wollte ich wissen, warum und weshalb es mich gibt.
      Nach 6 Jahren suchen, bin ich dann bei Jesus Christus angekommen. Bei meinen Schöpfer- und Erlösergott.

      1. Ich glaube, Gott schuf diese Erde
      als Raum für Dunkelheit und Licht,
      damit die Liebe größer werde
      und auch die Hoffnung nicht zerbricht,
      als Ort, an dem es Glauben gibt
      an Gott, der seine Schöpfung liebt.

      2. Ich glaube, Gott gibt seinen Segen
      alltäglich in die Welt hinein.
      Und stehen wir vor schweren Wegen,
      so wird er dennoch bei uns sein.
      Gesegnet ist, wer es erkennt:
      Nichts gibt es, das von Gott uns trennt.

      3. Ich glaub, dass Gottes Liebe immer
      erkennbar wird im Schöpfungsbild:
      im Schneesturm wie im Blütenschimmer
      erscheint auch manches schroff und wild.
      Was je des Menschen Auge sah;
      die Schöpfung zeigt uns: Gott ist nah.

      4. Ich glaube, Jesus Christus brachte
      die liebe Gottes zeichenhaft,
      grad weil er an die Schwächsten dachte.
      Er schenkte ihnen Zeit und Kraft.
      In vielem, das durch ihn geschah,
      erlebten Menschen: Gott ist nah.

      5. Ich glaube an die Kraft des Geistes,
      den Gott bedingungslos uns schenkt.
      So mancher Menschenweg beweist es,
      dass Gott uns hin zum Frieden lenkt.
      Ich glaube, dass uns Gottes Geist
      den Weg zum Miteinander weist

      6. Ich glaube, Gott führt uns am Ende,
      wenn es Zeit ist, zurück nach Haus.
      Wir fallen sacht in seine Hände,
      geht uns der Lebensatem aus.
      Bis an das Ende aller Zeit
      hält Gott uns in Geborgenheit.

      Ullrich Tietze


      Gottes Segen
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Aloha,

      danke für eure Antworten.

      @Baptist

      Aus welchem Grund hast du dich entschieden an den christl. Gott zu glauben?
      Deine Erklärung finde ich interessant, aber denkst du wirklich darin steckt eine zwingende Logik?
      Für mich ist Leben + Tod = Leben und zu leben ist etwas sehr positives für mich.

      @Jacob der Suchende

      Ich lese in ein paar Foren, es gibt im STA-Forum einige wirklich gute Diskussionen, deshalb komme ich
      gerne hier vorbei ;)

      Du nennst viele Gründe Jacob, vielleicht hast du eine Antwort auf die Frage, die es mir verhindert an einen
      christlichen Gott zu glauben.
      An Gott zu glauben oder nicht (und seine Gebote einzuhalten), ist für den christlichen Gott sehr wichtig und
      für den Mensch letztendlich der Unterschied zwischem ewigem Leben und Tod. Wieso verlässt sich ein allmächtiger
      und liebender Gott auch ein seit ca 2000 Jahren nicht mehr aktualisiertes Buch? Wie kann ich eine Entscheidung für
      oder gegen Gott treffen, wenn es für mich nicht möglich ist von seiner Existenz überzeugt zu sein bzw nicht an diese
      zu glauben. Dafür, das Gott sich uns Menschen nicht wahrnehmbar zeigt, verlangt er von uns teilweise recht absurd
      klingende Regeln zu befolgen.
      Wie kannst du dir das erklären?
      Gebetet habe ich als 10-14 jähriger häufig und in den letzten Jahren ein paar mal als Experiment, es gab keine Reaktion,
      die für mich mit dem beten in Verbindung stand, keine Antwort Gottes.


      @Epafroditus
      Ich interessiere mich für die Gründe die einen Menschen an Gott glauben lassen und an unterschiedlichen Gottes-
      bildern. Ich kenne und habe verschiedene Gottesbilder, die halte ich aber alle für äusserst unwahrscheinlich.
      Ich habe mich mit vielen Gottesbildern auseinandergesetzt: Allah, Odin, Ra, Jesus, Zeus, der buddhistischen Vorstellung
      des Nirwanas, um nur eingige zu nennen. Dann gibt es noch persönliche Ideen für Götter von mir, manche nach meinen
      Wünschen gestaltet, manche viel Phantasie, manche als ausserirdische in unserem Universum lebende Existenz.
      Ich halte sicherlich manche Gottestbilder für wahrscheinlicher als andere, keinen Gott für viel whrscheinlicher als einen Gott.
      sage aber offen, das ich keine konkrete Antwort auf bestimmte Fragen habe, aber viele Ideen wie es sein könnte.

      Cheers, Dschohnny
      Antwort für
    • Es gibt viele gute Gründe an "Überirdisches" bzw. an konkrete Götter (--Einzahl oder Mehrzahl dahingestellt --) zu glauben.

      Das an einem >einzigen< Punkt oder an einer >einzigen< Begründung festzumachen wäre sicher wenig.

      Für mich kann ich nur sagen, es gibt viele Gründe und Begegnungen, die es Wert sind persönlich in einem Austaschgespräch erzählt zu werden...

      Lg, franz

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • dschohnny schrieb:

      Aus welchen Gründen hast du dich für Jesus entschieden?
      Zurückblickend kann ich sagen: Ich
      konnte ja zu Jesus sagen, weil Er mich zu sich gezogen hat.

      Nachdem ich wusste, dass es einen Schöpfergott gibt, war ich leider,
      einige Jahre in der Esoterik. Ich dachte nicht im Traum daran den
      Gott der Bibel kennen zu lernen. Die Bibel hatte für mich sehr viel mit
      der katholischen Lehre zu tun, die negative Erinnerungen aus meiner
      Kindheit hochholten.
      Dennoch hat Gott mir sehr sanft und liebevoll
      sein Wort mir in die Hände gelegt. (Es ist eine längere Geschichte)
      Sein Wort war von Anfang an sehr lebendig. Meine Fragen wurden
      durch sein Wort beantwortet. Manchmal sehr schnell und manchmal
      erst Jahre später. Aber Gott wirkte von Anfang an.
      In der Esoterik suchen die Menschen. Sie suchen und suchen, finden
      aber nicht das Wirkliche. In Jesus bekomme ich viele Fragen
      beantwortet.Wenn der Geist Gottes wirkt, erleben wir einen
      persönlichen Gott. Die Bibel ist ein lebendiges Buch mit dem
      Herzschlag Jesus. Jesus sagt, ich bin die Wahrheit und sein Wort
      ist die Wahrheit. Wir können diese Wahrheit nur mit dem Heiligen Geist
      richtig aufnehmen.
      Ich hatte/habe einen persönlichen Beschützer, einen Vater, einen Bruder,
      eine Mutter....u.s.w. Gott nimmt uns zuerst so an wie wir sind, ohne
      Gegenleistung. Seine Gnade ist ein Geschenk, ohne unser Verdienst.
      Erst wenn wir dies Verstanden haben,erst dann können wir in Gottes
      Sinne, seine Gebote richtig erkennen und mit seiner Kraft sie auch halten.

      Dies kann nur aus der Erkenntnis der Liebe Gottes und seinem Wesen
      richtig erklärt und verstanden werden. Ein wirklicher Christ hat einen
      lebendigen persönlichen Gott. Ein Atheist kann es nicht verstehen, weil
      er an die Existenz Gottes nicht glaubt,oder??
      Wenn ich sehe, das jemand Gott sucht,dann ist er kein Atheist.

      Bist du sicher, dass du ein Atheist bist?

      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Hallo dschohnny,

      mit einer "kleinen" Verspätung meine Antwort.

      An Gott zu glauben oder nicht (und seine Gebote einzuhalten), ist für den christlichen Gott sehr wichtig und für den Mensch letztendlich der Unterschied zwischem ewigem Leben und Tod. Wieso verlässt sich ein allmächtiger und liebender Gott auch ein seit ca 2000 Jahren nicht mehr aktualisiertes Buch?
      Wenn ich deine Frage richtig verstehe: warum gibt Gott eine neue "Bibel" nicht heraus? Die Antwort darauf ist ganz einfach: es ist nicht notwendig, da alles Heilsentscheidende - auch für unsere Zeit - bereits in der Bibel enthalten ist. Gott hat aber auch die Führung durch die Propheten versprochen, und so glauben die Adventisten, dass Ellen White ein Prophet der Endzeit ist/war. Ellen White hat viele Visionen bekommen, in welchen Gott die Gläubigen warnt, zurechtweist, ihre Lehren korrigiert und weitere Botschaften für die Zukunft gibt. Durch diese Gottes Hilfe zeigt Gott Seine Liebe und Fürsorge, und wer Ellen White als Prophetin anerkennt und um sein ewiges Leben Sorgen macht, nimmt auch ihre Botschaften ernst. Die Botschaften von Ellen White sollen die Grundprinzipien der Bibel für unsere Zeit verständlicher darstellen und auch helfen, Gottes Willen zu verstehen und danach zu leben. Ich habe mich mit Leben und Wirken von Ellen White auseinandergesetzt (dazu gibt es einige gute Bücher), und wurde von ihrer prophetischen Gabe überzeugt.

      Wie kann ich eine Entscheidung für oder gegen Gott treffen, wenn es für mich nicht möglich ist von seiner Existenz überzeugt zu sein bzw nicht an diese zu glauben. Dafür, das Gott sich uns Menschen nicht wahrnehmbar zeigt, verlangt er von uns teilweise recht absurd klingende Regeln zu befolgen.
      Wenn du mich so einfach fragst, warum man Gott durch den Glauben (und nicht durch Wissen) annehmen muss, kann ich dir genau so antworten: ich weiß es nicht. Dazu habe ich früher irgendwo einen Thread erstellt und die gleiche Frage gestellt. Auf der anderen Seite befinden wir uns (oder besser gesagt: jeder einzelne persönlich) nicht ganz in "Unkenntnis", denn Gott gab mehrere Merkmale, die auf Seine Existenz hinweisen sollen. Meine persönlichen 6 Gründe habe ich dir genannt. Der "persönliche" Grund - eigene Erfahrungen - spielt eine große Rolle. Wer Gott sucht, soll Gott finden - so das Versprechen Gottes. In der Apostelgeschichte lesen wir von mehreren Wundern, die von Jüngern Jesu und anderen Gläubigen vollbracht wurden - was die Wirkung des Heiligen Geistes war. In einem nicht kleineren Maße wurde der Heilige Geist für das Ende der Zeit, kurz vor der Wiederkunft Jesu versprochen. Ich nehme an, die Wunder werden sich wiederholen. Aber egal, wie überzeugend die Wunder auch sein mögen, ein Ungläubiger wird immer einen Grund finden, an Gottes Existenz zu zweifeln und die Wunder auf eine "natürliche" Weise zu erklären suchen. Aus meiner Sicht, es ist nicht die richtige Frage, ob wir Gott wahrnehmen oder nicht wahrnehmen, sondern welche Maßstäbe jeder persönlich definiert, um schließlich davon überzeugt zu werden: ich nehme Gott wahr. Sogar zur Zeit Jesu, obwohl Jesus viele Wunder vollbrachte, gab es viele Juden, die Ihn verworfen haben.

      Gebetet habe ich als 10-14 jähriger häufig und in den letzten Jahren ein paar mal als Experiment, es gab keine Reaktion, die für mich mit dem beten in Verbindung stand, keine Antwort Gottes.
      Was das Ergebnis deiner Gebete gewesen ist.., Warum es so gewesen ist..., Wie du es wahrgenommen hast... etc. etc. - das weiß ich alles nicht und kann es deshalb nicht beurteilen. Vielleicht beginnst du damit, Seinen Willen zu tun und dann zu schauen, wie Gott dich dabei segnet? Persönliche Erfahrungen ist kein Experiment, was man durchführt und kurze Zeit später ein Feedback bekommt. Manchmal hat man keine Antwort, manchmal läßt die Antwort mehrere Jahre auf sich warten, manchmal versteht man die Antwort nicht. Gott suchen ist kein einmaliges Erlebnis, es ist ein lang andauernder Prozess oder fortwährender Zustand, der mit innigem Wunsch verbunden ist, Gott kennenzulernen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Wenn einer sagt das er mich erschaffen hat,mich liebt und sein Leben für mich geopfert hat das macht mich neugierig!
      Wenn ich dann in seinem Liebesbrief lese, wie gut er die Menschen kennt und trotz aller Versprechen und Vorgaben entteuscht wurde sogar unschuldig gekreuzigt,
      macht die Sache noch nachdenklicher.
      Aber das er Versager wie Petrus seine Gemeinde weiden lässt, macht mich hoffnungsvoll und bereit, sich für seine Sache einzusetzen.

      Menschen in dem Jammertal Hoffnung zu geben und auf Jesus hinweisen, das er jeden rettet wenn er denn will, das gibt meinem Leben Sinn!
    • @dschohhny

      Ich würde dir als erstes raten, das Buch von Leo Strobel "Der Fall Jesu" zu lesen. Ein Journalist mit atheistischen Weltvorstellungen trifft sich mit vielen Gelehrten Gläubigen aus unterschiedlichen theologischen Gebieten und stellt die Fragen über Jesus, welche Nachweise für Ihn sprechen. Am Ende dieser kleinen Untersuchung wird dieser Mann Christ und schreibt dieses Buch.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hallo dschohnny,

      Du stellst eine sehr interessante und nicht ganz einfach zu beantwortende Frage: Welche guten Gründe gibt es an Gott zu glauben?"

      Ich weiß nicht, ob man sich entscheiden kann an Gott zu glauben. (sacken lassen...)

      Könnte ich rational sagen, oh, den Menschen die an Gott glauben geht es besser, weil sie einen tieferen Sinn im Leben sehen - dann möchte ich mich jetzt entscheiden auch an Gott zu glauben? Würde das Sinn machen?

      Als Student hatte ich ein langes Gespräch darüber mit einem gut befreundeten Studenten der Physik als wir über Evolution oder Schöpfung sprachen. Es ging um das Alter der Erde und des Universums. Er konnte mir mind. 5 unabhängige Methoden nennen mit denen man das Alter der Erde oder von Gesteinen auf viele 100 Millionen Jahre oder gar Mrd. Jahre bestimmen konnte. Wiederspricht das der Schöpfung? Er konnte (damals) nicht an Gott glauben - bewunderte aber meinen Glauben.

      Ich weiß nicht, ob ich meinen Glauben an Gott von den Eltern in die Wiege gelegt bekommen habe - ich würde fast vermuten wäre es anders gewesen wäre ich heute überzeugter Atheist. Ich bin grundsätzlich eher skeptisch und kritisch und prüfe genau, bevor ich etwas als "Wahr" übernehme.

      Aber um auf Deine Frage zurück zu kommen: Ja, ich glaube es geht uns Menschen mit Jesus besser als ohne - nicht nur der Sinnfrage wegen. Aber darf ich aus eigennützigen Motiven mich "entscheiden" an Gott zu glauben?

      Ich glaube tatsächlich Gott zieht die Menschen zu sich - und die, die sich ziehen lassen, kommen mit!

      Wissenschaftlich gesprochen, würde ich jetzt den 2. Thermodynamischen Hauptsatz anführen ("Enthropie") - d.h. ohne Zutun von Außen hat alles den Drang einen möglichst energiearmen Zustand ein zu nehmen - auf deutsch: alles zerfällt und gerät in Unordnung. Das Universum ist aber sehr geordnet, das Leben, die Zellen, die Eiweiße und Aminosäuren die für die DNS benötigt werden in höchstem Masse auch!

      Aus meiner Sicht ist dazu nur eine höhere Macht, ein planendes und sehr allwissendes Wesen Vorraussetzung.

      Ich weiß nicht, ob es Dir hilft - aber für mich ist ein Universum mit Gott der naheliegendere und natürlichere Weg!

      Die Zufälle die es braucht um unser heutiges Dasein ohne Gott hervor zu bringen sind so unglaublich unwahrscheinlich, dass es uns ohne Gott wohl nicht gegeben hätte.
    • Hola Rilo1,

      ich finde deinen Beitrag aufschlussreich und gut gestaltet.

      Das Argument mit der Entropie finde ich zu einseitig. Seitdem unser Universum wie auch immer entstanden ist, entstand auch eine extrem grosse Menge potenzieller Energie, Diese unheimlich grosse Menge potenzieller Energie strebt offensichtlich dem energieärmster/homogensten Zustand an. Auf dem Weg zu diesem Zustand ist es allem was lebt möglich durch Inhomogene verteilung und letztendlich potenzielle Energie, sich auf komplexe Weise zu organisieren. Wenn man diesen Punkt aussen vorlässt, ist der Mensch letztendlich nur ein Durchlauferhitzer. Die Entropie wir angestrebt, auf dem Weg dahin wird Energie umgesetzt. Diese Prinzip kann man auch mit gewissen Einschränkungen auf das unbelebte Leben anwenden, Verteilung/Organisation.

      Ausserdem denke ich, das ein Gott als Antwort auf die Entstehung von Energie und Organisation im Universum auch nicht die entgültige Antwort sein kann, gläubige Menschen gehen oft automatisch davon aus, das Gott schon immer existiert hat. Was hat dann Gott geschaffen? Wieso sollte das Universum nicht auch schon immer, also auch vor dem Urknall schon irgendwie existiert haben. Ich denke auf die Frage wie die Dimensionen begonnen haben zu existieren gibt es keine Befriedigende Antwort, wir können nur die Fragen verändern.

      Cheers,
      Dschohnny
    • @ Jacob der Suchende

      Hallo Jacob,
      ich habe mir das Buch "The case for Christ" von Lee Strobel durchgelesen und auch den zugehörigen Film geschaut. Ehrlich gesagt war ich enttäuscht. Meiner Meinung nach ist das Buch schlecht und unkritisch geschrieben. Die Gesprächssituationen die er schildert wirken teilweise gestellt auf mich. Bei seiner Argumentation für die Existenz von Jesus bezieht er sich letztendlich immer auf die Bibel und den Kontext der Zeit in der Jesus gelebt haben soll, als Beweis dafür das Jesus der Messiahs ist, führt er die schnelle Verbreitung des Christentums in einer repressiven Umgebung an. Bitte korrigiere mich wenn ich mich täuschen sollte, oder zu sehr simplifiziere. Der Beleg für Existenz Jesus über die Bibel ist uninteressant für mich, war mir auch vorher schon bewusst. Die schnelle Ausbreitung des Christentums im ersten Jahrhundert ist für mich kein zwingender Beweis, dieser Argumentation folgend könnte man den Islam als wahre Religion ansehen, der Islam ist ca. 600 Jahre später als das Christentum entstanden. Wikipedia gibt zwei Zahlen aus unterschiedlichen Quellen zu den 2007 weltweit Gläubigen Menschen:
      Christentum A) 2,1 Milliarden B) 2.199.817.400
      Islam A) 1,5 Milliarden B) 1.387.454.500

      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Religion

      Ich bin kein mathematisches Talent, falls ich falschliege bitte ich nochmals um Korrektur, aber für mich bedeuten diese Zahlen, dass der Islam ein schnelleres absolutes Wachstum gegenüber dem Christentum verzeichnet, darüber, wie repressiv die jeweiligen Verhältnisse waren kann man sicherlich Diskutieren. Allein schon deswegen ist dieses Argument Lee Strobels ungültig.

      Hast du noch andere Quellen die dich von der Existenz Jesu überzeugen?

      Cheers,
      Dschohnny
    • hallo dschohnny,

      was ist denn potenzielle Energie? Und was heißt sie entstand seitdem es unser Universum gab?

      Energie entsteht eigentlich nicht einfach so - oder kennst Du ein Gegenbeispiel?

      Energie tritt nur in verschiedenen Formen auf (als Materie - über die Einsteinsche Gleichung E = mc2 ist sie in Energie wandelbar), oder in Form chemischer Energie die bei Reaktionen frei wird (viel kleiner als die Kernenergie der Materie).

      Aber Du hast insofern Recht, dass wenn man nur die Erde (auf der sich ja das Leben entwickelte) betrachtet, geht das System nicht auf, da es kein energetisch abgeschlossenes System ist (es fließt von außen, z.B. über die Sonne Energie
      ein und dadurch können Prozesse stattfinden). Allerdings sind auch diese Prozesse die durch äußerliche Energiezufuhr angeregt werden kaum in der Lage Ordnung zu schaffen, sie führen immer zur Unordnung - > Entropie!
      Alles was Du lange Zeit in die Sonne legst zerfällt irgendwann, sogar Steine von Wind und Wetter und Sonne, erst recht organische Materie!

      Lebewesen entstehen auch nicht einfach so durch Energiezufuhr!

      Und wenn wir das System größer wählen, sagen wir unser bekanntes Weltall, dann sollte dies ein abgeschlossenes System sein - indem der 2. Thermodynamische Hauptsatz gilt!
      Auch dieses Weltall würde langsam zerfallen!

      Die Wissenschaft hat bis heute keine schlüssige Erklärung wie das Leben auf der Erde entstanden ist, es sind Theorien und Spekulationen die an vielen Stellen mehr Fragen aufwerfen als Lösungen!

      Aber Du hast natürlich immer Recht, wenn Du fragst: ja wo kommt denn Gott her?

      Das kann Dir kein Mensch beantworten - wir sind ja nur seine Geschöpfe!
      Aber es ist schon toll, dass wir als (vermutlich) einzige Lebewesen dieser Erde darüber nachdenken können!

      Ich interessiere mich selbst sehr für Wissenschaft (habe z.B. viele Bücher von Hoimar von Dithfurth gelesen oder Stephen Hawkings) aber ich finde auch Gott und die Theologie sehr spannend!
      Jeder wirklich gute und ehrliche Wissenschaftler wird Dir sagen dass es weder für die Evolution noch für Gottes Schöpfung hinreichende Beweise gibt - die wird es niemals geben.
      Damit bleibt es immer eine Glaubensfrage.

      Aber der Wissenschaftler ohne Gott versucht natürlich in seinem Erklärungsmodell ohne Gott aus zu kommen - was ja auch legitim ist.

      Die Bibel fängt übrigens nicht beim Urknall an, vor der Schöpfung ist ja schon etwas da: "Die Erde war wüst und leer...", d.h. auch die Erde existierte schon, war nur "unordentlich".
      Vielleicht war es nach einem Kometeneinschlag (der dann auch die Dinosaurier vernichtete) - als Gott die Erde neu bevölkerte... (aber das wissen auch die Adventisten nicht :)

      Ich wünsche Dir noch viel Spass bei der Suche - berichte mal gelegentlich!
    • Viele misstrauen Gott

      Wenn ich nicht an Gott glaube und davon ausgehe, dass es ihn nicht gibt, dann gibt es eigentlich kaum Hoffnung. Wir sind dann nur ein vergaengliches voruebergehendes zufaelliges Spiel in der weiteren Evolution und werden irgendwann im Nichts fuer immer verschwinden.

      Viele glauben nicht an die Auferstehung von den Toten. Sie sagen sich, dass dies dem Menschen unmoeglich ist, also ist es absolut unmoeglich. Sie misstrauen den Versprechungen und Vertroestungen auf ein Jenseits. Dennoch kann das geglaubte Wirklichkeit sein.

      Des weiteren wollen Menschen an Gott glauben und werden abgeschreckt durch Botschaften von der Hoelle, der Auferstehung der Ungerechten zum zweiten Tod und der Vernichtung der Gottlosen. Das hoert sich nach Massenmord und Hinrichtung an. Man liest von Geschichten aus der Bibel, die von der Toetung der Erstgeborenen im alten Aegypten berichten, um den Auszug der Israeliten zu erzwingen, vom Ersaufen vieler Menschen mit der Sintflut als Strafe Gottes. Das schreckt ab, zumal dann noch von der Liebe und Gnade und Barmherzigkeit Gottes berichtet wird.

      Wenn es Gott wirklich gibt, warum muessen wir dann sterben, sogar mitunter qualvoll sterben ? Warum all die schrecklichen Krankheiten ? Sicher, die Bibel bietet mit dem Suendenfall einen mordlichen Erklaerungsversuch. Die Bibel macht unmissverstaendlich klar, dass ein wirklich ewiges Leben in Fuelle ohne Gott unmoeglich ist, so wie ohne unsere Sonne am Himmel jegliches Leben auf der Erde abstirbt. So wie wir die bestaendige Sonnenenergie benoetigen, um Leben zu koennen, verpufft und verfliegt und vefluechtigt sich unser kurzes Leben ohne Gott ins Nichts.
      Ein kleines Kind kann sich wohl noch nicht bewusst gegen Gott entscheidenund strebt natuerlicherweise zu Gott hin. Erst im Laufe des Lebens kann eine wirkliche bewusste Abkehr von Gott erfolgen, eine endgueltige Entscheidung gegen Gott.
      Gott will nicht den Tod des Gottlosen. Gottlos ist eigentlich niemand, weil Gott niemals loslaesst, wohl aber der Mensch. Gott ist eigentlich menschenlos. Die Abkehr des Menschen von ihm schmerzt ihn, sind es doch seine Kinder, die sich von ihm abwenden.

      Der christliche und das Lesen der Bibel laesst doch viele Missverstaendnisse aufkommen.Man will sichdem Gott der Bibel nicht anvertrauen und misstraut ihm. Man verlaesst sich lieber auf die harten Tatsachen des Lebens, meine viele undwenn manstirbt, ist man eben tot, fuer immer, das war es dann. man traut Gott nicht yu, dass er etwas vollbringen kann, was dem Menschen unmoeglich ist. Es ist der Mensch, der festlegt, was Gott moeglich zu sein hat und was nicht.