Welche Gründe gibt es an Gott zu glauben?

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    • dschohnny schrieb:

      Hallo und Servus an alle Forumsmitglieder,

      Ich habe schon lange nicht mehr ins STA-Forum geschrieben, lese aber seit ungefähr
      3 Jahren regelmässig was sich hier so tut. Im Moment beschäftige ich mich mit dem
      Christentum und der Religion allgemein. Ich bin an den persönlichen Überzeugungen
      und Weltbildern von euch Forumsteilnehmern interessiert. Ich bin Atheist und komme
      häufig mit religiösen Menschen in Kontakt und Austausch.
      Mich interessiert die Frage:

      "Gibt es gute Gründe an Gott zu glauben?"

      Ich möchte verstehen wie religiöse Menschen ihren Glauben begründen.

      Gruß und Cheers,

      Dschohnny


      Da gibt es viele Gründe hier mal ein paar die mir wichtig sind,

      Gott schenkt mir echte Liebe und sagt mir immer die Wahrheit.
      Gott behütet mich wie sein eigenes geliebtes Kind vor jeder Gefahr.
      Gott schenkt mir jeden Tag aufs neue Freude, Glück und Frieden und gibt mir Hoffnung auf ein ewiges Leben in Glück und Frieden mit Ihm und allen Seinen Geschöpfen.
      Gott hat aus mir einen Gottesfürchtigen Mann gemacht und der Sünder in mir ist durch Seine Hilfe gestorben.
      Gott löst alle meine Probleme die mich ablenken und lässt mich auf den wahren Sinn meines Lebens schauen.
      Gott hört mir immer im Gebet zu und antwortet durch sein Wort.
      Gott erhört alle meine Gebete wenn sie nach Seinem Willen sind und führt sie zur rechten Zeit aus.
      Gott weckt in mir Fähigkeiten die ich nie zuvor hatte, Er hat aus einem Lesemuffel eine Leseratte gemacht aber nur bei der Bibel und EGW :)
      Gott bewahrt mich vor der Sünde, dem Satan und seinen Dämonen.
      Gott bewahrt mich vor jeder schlimmen Krankheit und hilft mir bei Schmerzen.
      Gott schenkt mir viele ausergewöhlich schöne Momente in der Natur z.B. komen immer alle Tiere liebevoll zu mir wenn ich bete.
      Gott schenkt mir Weisheit und Erkenntnis durch Sein Wort was mein ganzen Leben verändert hat und mir endlich den Sinn des Lebens gezeigt hat nämlich Gott zu erkennen.
      Gott schenkt mir Visionen und Eingebungen um mich auf die kommenden Ereignisse vorzubereiten
      Gott hat sein Leben für uns Sünder hergegeben und nur Leid und Demütigung erfahren obwohl Er jedem Menschen mit Liebe begegnet ist, einen größeren Beweis seiner Liebe zu uns ist nicht möglich !
    • Der Holocaust und die Endloesung der Gottlosen-Frage

      Als ich neulich das Buch von dem US-amerikanischen Theologen Morris L. Venden (Advent-Verlag) mit dem Titel 95 Thesen las, fiel mir besonders eine Bemerkung zur 37. These (Christus starb fuer unsere Suenden, wie die Schrift sagt) auf Seite 96 auf. Dort heisst es in deutscher Uebersetzung...

      ....Angesichts der Abscheulichkeit der Suende ist der Tod Christi - fuer alle, die sein Opfer annehmen - und die VERNICHTUNG derer, die es ablehnen, das Liebevollste, was der Richter des Universums tun kann. Der Tod Christi und die VERNICHTUNG DER GOTTLOSEN am Ende der Weltzeit offenbaren seine Liebe ebenso wie seine Barmherzigkeit, mit der er dem reuigen Suender begegnet.....

      Mich erinnert das an die Sprache der Nazis, die aus Liebe und Barmherzigkeit dem deutschen Volk gegenueber alle Volksschaedlinge und Juden vernichten wollten. Es ist abartig und brutal, es sind Drohungen, zumal ueberhaupt nicht definiert ist, was denn nun ein Gottloser ist.
      Was ist ein Gottloser ? Das muss doch definiert werden. bevor man einen Menschen vernichtet, muss manvorher wissen, ob er gottlos ist. Wird denn jeder der VERNICHTUNG zugefuehrt, der das Opfer Christi ablehnt ? Nur weil man eine andere Weltanschauung, Meinung, Auffassung hat ? Das kann es doch nicht sein.

      Meines Erachtens kann man allenfalls sagen, dass ohne Gott niemand ewig leben kann so wie man ohne unsere Sonne, die bestaendig unsere Erde bescheint, alles Leben auf der Erde rasch aussterben wuerde. Wenn ein Mensch sich mit allen Konsequenzen von Gott entfernt, vertrocknet dieser wie eine ungegossene Blume und geht ein, aber das merkt dieser sicherlich selbst. Aber Gott vernichtet niemanden, denn Gott will nicht den Tod des Gottlosen, zumal niemand gottlos ist. Gott ist allenfalls menschenlos, weil die Menschen sich von ihm entfernen. Er verliert die Menschen, was ihn schmerzt als wuerde er seine eigenen Kinder fuer immer verlieren. Aber Gott betreibt keine Vernichtung von Gottlosen, die es gar nicht wirklich gibt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von 10Veith2010 ()

    • Erpresserisch und pauschal verdammend

      Hallo V,

      ich finde deine Analyse in allen Punkten zutreffend.
      Das ist die erpresserische Art US-amerikanischer Fernsehprediger.
      Die pauschal verdammende Art dieses Herrn Venden ist ein sicherer Weg, Menschen von der Beschäftigung mit Jesus und der Bibel abzuhalten.

      Danke für diesen Hinweis.
    • RE: Der Holocaust und die Endloesung der Gottlosen-Frage

      10Veith2010 schrieb:

      .... Aber Gott vernichtet niemanden, denn Gott will nicht den Tod des Gottlosen, zumal niemand gottlos ist. ... Aber Gott betreibt keine Vernichtung von Gottlosen, die es gar nicht wirklich gibt. ....

      Also das ist wohl sehr weit weg von dem, was in der Heiligen Schrift geoffenbart wird!
      So etwas kann man nur schreiben, wenn man die Selbstoffenbarung Gottes in der Bibel entweder nicht kennt oder nicht wahrhaben will...
      Liebe Grüße, Heimo
    • Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

      Es ist sehr provokativ,wenn ich hier von einem Holocaust und einer Endloesung der Gottlosen-Frage schreibe und steche damit voll ins Bienennest. Aber ich moechte am Beispiel des Gleichnisses vom verlorenen Sohn aus Lukas 15 verdeutlichen,dass nicht Gott es ist, der den Menschen aufgibt oder zum Ende gar vernichtet, nein, es ist vielmehr umgekehrt. Der Mensch selbst ist es, der Gott aufgibt und Gott aus seinem Verstand ausmerzt. Niemals wuerde Gott eines seiner Kinder, selbst Satan nicht, toeten oder vernichten, denn es sind seine Kinder, die Gott liebt. Als der Sohn aus dem Gleichnis ging, war er nie vaterlos, denn sein Vater liebte ihn nach wie vor, aber sein Vater wurde sohnlos. So wird auch Gott menschenlos, wenn ein Mensch sich bewusst gegen ihn entscheidet und von ihm weg geht und seinen Weg ohne Gott allein weitergehen will. Gott trauert ihm nach und wuenscht sich nichts sehnlicher als dass dieser sein Sohn oder seine Tochter zurueckkehren moege zu ihm. Im Gleichnis nach Lukas 15, 11 f. ist die Geschichte gut ausgegangen, denn der Sohn ist zurueckgekehrt. Wir erleben aber im Alltag, dass Soehne und Toechter tatsaechlich fuer immer verloren gehen, ja sogar durch Drogen oder Alkohol umkommen, den Suizid gar begehenoder sich als fanatische Atheisten sich voller Eifer fuer ein Leben gegen Gott ohne Gott entscheiden. Gott respektiert die Entscheidung gegen ihn, weil er den Menschen akzeptiert und respektiert und ihn gehen laesst, wenn er gehen will mit allen Konsequenzen.

      Was passiert,wenn ich mich in ein Raumschiff setze und versuche, unsere Sonne mit einem herkoemlichen Antrieb unserer Tage zu verlassen ? Auf jeden Fall wird ein mitgebrachter Energievorrat bald aufgebracht sein und spaetestens ausserhalb des Sonnensystems wird die Raumschiffbesatzung in der Kaelte erstarren und sterben. So ist es auch, wenn wir Gott verlassen, denn Gott ist die Quelle des Lebens, der Lebensgeber. Nur in seiner Naehe,in seiner Gegenwart koennen wir eines Tages fuer immer in Ewigkeit in Fuelle Leben.
    • 10Veith2010 schrieb:

      Als ich neulich das Buch von dem US-amerikanischen Theologen Morris L. Venden [...] 95 Thesen über die Erlösung aus dem Glauben las, fiel mir besonders eine Bemerkung zur 37. These [...] auf. Dort heisst es [...]:

      "Angesichts der Abscheulichkeit der Suende ist der Tod Christi - fuer alle, die sein Opfer annehmen - und die VERNICHTUNG derer, die es ablehnen, das Liebevollste, was der Richter des Universums tun kann. Der Tod Christi und die VERNICHTUNG DER GOTTLOSEN am Ende der Weltzeit offenbaren seine Liebe ebenso wie seine Barmherzigkeit, mit der er dem reuigen Suender begegnet."

      Mich erinnert das an die Sprache der Nazis, die aus Liebe und Barmherzigkeit dem deutschen Volk gegenueber alle Volksschaedlinge und Juden vernichten wollten. Es ist abartig und brutal, es sind Drohungen [...].

      @10Veith2010: Ich beurteile das ähnlich. Ich finde solche Auslegungen -- oder wenigstens die Ausdrucksweise von Venden an dieser Stelle -- zynisch und eher widerlich. Die Vernichtung von Menschen als das Liebevollste zu bezeichnen, was jemand tun kann, halte ich für eine sprachliche und geistige Perversion. Besonders naheliegend ist es jedenfalls nicht; sondern mir scheint, damit wird der Begriff "liebevoll" auf den Kopf gestellt und also die Sprache mißbraucht.

      Auch leuchtet mir nicht ein, warum Gott, immerhin der Schöpfer und als allmächtig bezeichnet, keine liebevollere oder angenehmere Art finden sollte, mit Menschen umzugehen, die nicht den Weg zu ihm genommen haben, als sie zu vernichten. Manche Theologen schreiben von Gott, als habe Er eine extreme narzistische Störung.

      Grüße
      Daniels
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      1. Thessalonicher 5, 21.22

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