Adventist werden ohne Zustimmung zum 18. Glaubenspunkt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wir dürfen uns als Adventisten zurücklehnen (ich zähle mich dazu), weil wir mit E.G.White eben nicht die Größten und Besten sind. Ja, die Adventis sind Teil des Leibes Christi wie alle anderen Christen, aber auch nicht mehr !!!
      Das Hauptziel des Menschen ist es, Gott zu verherrlichen und sich für immer an ihm zu erfreuen!
    • @Stephan

      Die EGW Schriften werden von den Einen abgelehnt weil Andere sie systematisch mißbrauchen ... folglich können wir nicht mehr zweifelsfrei behaupten daß der Geist der Weissagung in Form von lebendiger Prophetie in der Gemeinde sichtbar ist. Meiner Meinung nach genügt es in der Argumentation nicht sich auf einen ca. seit 100 Jahren toten Propheten um nach der biblischen Aussage zweifelsfrei das Attribut der Übrigen zu tragen. Freilich kann man so argumentieren - ich halte das aber nicht für stichhaltig und noch weniger für glaubwürdig. Meiner Ansicht und Erfahrung nach benötigt es lebende Propheten um das Argument stichhaltig und glaubwürdig zu machen!
      Die Adventisten ist die Gemeinde, die die Wahrheiten am nähesten zu den Gottes Anforderungen lehrt und missioniert. Sie ist sogar die einzige Gemeinde, die sowohl die Betonung auf Unvergänglichkeit der Gebote legt, als auch den wahren prophetischen Geist hat(te). Nach meinem Verständnis wird Ellen White nach der offiziellen adventistischen Lehre richtig in unser gesamtliches Glaubenskonzept (dazu gehört das Verhältnis zu der Bibel) eingeordnet. Natürlich gibt es viele Persönlichkeiten, die von offizieller Lehre abweichen und damit Ellen White "missbrauchen". Aber ich urteile unsere Kirche gesamtheitlich, und ich sehe da insgesamt den richtigen Kurs.

      Der Heilige Geist muss nicht ständig prophetisch wirken. Soll er uns ständig schön "unterhalten", wo in Wirklichkeit keine besondere Notwendigkeit dazu besteht? Die Propheten im AT waren auch nicht immer präsent, sondern nur in extremen Fällen. Ein Prophet wird benötigt, wenn die Gemeinde Gottes vor Schwierigkeiten steht, die sie allein nicht lösen kann. So geschah das auch zur Zeit der Pioniere, wie Ellen White schreibt:

      Wenn sie in ihrem Studium an den Punkt kamen, wo sie sagten: „Wir können nichts mehr tun,“ dann kam gewöhnlich der Geist des Herrn auf mich, ich wurde in einer Vision hinweggenommen, und eine deutliche Erklärung der Abschnitte, die wir studiert hatten, wurde mir gegeben.
      Auch in Zeiten des Abfalls hat Gott das Volk Israel nicht sofort aufgegeben, sondern zuerst durch Propheten zur Umkehr ermahnt. Wären wir in einem solchen Abfall, würde Gott sicherlich eingreifen. Schlussfolgernd möchte ich sagen, dass wir heute wahrscheinlich keine große Notwendigkeit für einen neuen Propheten haben, da die Schriften von Ellen White auch für unsere Zeit eine ausreichende Hilfe bieten. Solange die Aktualität von prophetischen Aussagen (z.B. von Ellen White) praktisch präsent ist, ist auch der Geist praktisch präsent. Erst wenn die Ratschläge von Ellen White ihre Aktualität verlieren und wir mit unlösbaren Problemen konfrontiert werden sollten, erst da müssten wir Gottes Eingriff erwarten. Setzen wir uns aber mit der Bibel ernst auseinander, betreiben ernsthaft die Mission und befolgen die Ratschläge von Ellen White, die auch heute Sinn machen, dann können wir ganz sicher sein: Gott ist mit uns.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Über die Notwendigkeit ihrer Schriften sagte Ellen White folgendes:

      Zitat
      Wenn ihr im Worte Gottes geforscht hättet mit dem Verlangen, dem Maßstab der Schrift gerecht zu werden und die christliche Vollkommenheit zu erreichen, hättet ihr die Zeugnisse nicht nötig. Weil ihr es versäumt habt, mit dem von Gott eingegebenen Buch bekannt zu werden, hat er versucht, euch durch einfache und direkte Zeugnisse zu erreichen und eure Aufmerksamkeit auf die Worte der Heiligen Schrift zu lenken, der ihr nicht gehorcht habt. Durch sie mahnt er euch eindringlich, euer Leben in Übereinstimmung mit ihren reinen und heiligen Lehren zu bringen.

      Zitat
      Durch die gegebenen Zeugnisse möchte der Herr euch warnen, strafen und beraten; er möchte euch die Wichtigkeit der Wahrheit seines Wortes einprägen. Die niedergeschriebenen Zeugnisse sollen keine neue Erkenntnis vermitteln, sondern die bereits offenbarten Wahrheiten des Wortes Gottes lebendig in das Herz eingraben. Die Pflicht des Menschen vor Gott und Mitmenschen ist im Worte Gottes deutlich aufgezeichnet, aber nur wenige von euch gehorchen der darin gegebenen Belehrung. Durch die Zeugnisse soll keine weitere Wahrheit verkündigt werden; vielmehr hat Gott durch sie die bereits geoffenbarten Wahrheiten einfacher dargestellt und auf seine eigene Weise dem Volk vorgelegt, um es zu erwecken und ihm diese Wahrheiten einzuprägen, damit niemand eine Entschuldigung habe.

      Mit anderen Worten: du darfst auf die Schriften von Ellen White verzichten und ihre Ratschläge nicht beachten. Wenn du jedoch dadurch - durch dein Bibelstudium ohne diese Ratschläge - straucheln solltest, dann bist du selber daran schuld. Eine Entschuldigung wie "ich habe den Willen Gottes aus der Bibel falsch oder nicht genügend verstanden" gibt es dann nicht.
      Wie eigenartig. Du empfiehlst das Studium von Ellen White-Literatur also als "Impfung" gegen ein falsches Bibelverständnis? Ist das dein Ernst? Ist dir nicht klar, was du damit sagst? Glaubst du an Hexerei?

      Und was sind das für Zitate? Es ist eine frivole Selbstüberschätzung, was sie da schreibt - wenn der Kontext der Zitate in die gleiche Kerbe haut, wohlgemerkt. Den hast du uns hier leider unterschlagen.

      Problem 1: "Du hast die Bibel nicht verstanden und/oder gehorchst nicht dem, was drinsteht? Dann lies die Zeugnisse, die bringen dich zurecht!" - Als ob Ellen White die Wahrheit besser oder einfacher hätte schreiben können als die biblischen Schreiber. Sie rückt ihre Schriften - ob inspiriert oder nicht - damit an eine erste Stelle vor dem Wort Gottes. Sie betont dessen Wichtigkeit, aber die Umkehr soll nicht durch die Bibel, sondern durch ihre Schriften kommen. Das können nicht nur Außenstehende als eine Verletzung des "sola scriptura"-Prinzips verstehen.

      Problem 2: "Damit niemand eine Entschuldigung habe." Mit anderen Worten sagt sie: Wer meine Schriften, meine Bibelauslegung ablehnt und ihnen nicht folgt, gräbt sein eigenes Grab. Diesen Absolutheitsanspruch kennen wir sonst nur vom Papst.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Wer der Stimme der Propheten gehorcht hat, blieb am Leben.
      Richtig. Wer der Stimme der wahren Propheten folgte. Es gab auch seinerzeit schon falsche Propheten. Die kritik- und geistlose Übernahme des Schrifttums eines Menschen, der dazu selbst eine theologische Entwicklung durchgemacht hat, ist das Alarmzeichen für ein unbiblisches Verständnis von Prophetie. Man kann manche frühe Aussagen von Ellen White mit späten Aussagen widerlegen. Beide mögen prophetisch gewesen sein, aber sie waren für ihre Zeit gedacht. Das muss zu denken geben, wie ihr Werk zu lesen ist! Nämlich historisch-kritisch. Sonst wird man im Jahre 2013 in die Irre geführt.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Der Heilige Geist ist ungeteilt. Deshalb: entweder glauben wir, dass Ellen White echte Prophetin war und ihre Schriften entsprechende Beachtung finden, oder wir glauben, dass sie eine falsche Prophetin war. Alles andere ist inkonsequent.
      Diese Worte unterstreichen noch einmal, dass mit manchen deiner Aussagen die Grenze zu einem sektiererischen Verständnis von Inspiration und Prophetie überschritten wurde. Stephan Zöllner hat recht, wenn er sagt, dass ihr Schrifttum auf diese Weise missbraucht wurde und wird. Und dass nur lebende Propheten einer Gemeinde das Attribut verleihen können, den Geist der Weissagung zu haben.
    • amadeus schrieb:

      Diese Worte unterstreichen noch einmal, dass mit manchen deiner Aussagen die Grenze zu einem sektiererischen Verständnis von Inspiration und Prophetie überschritten wurde.


      Achso und du kannst das jetzt nun korrekt beurteilen?

      Weswegen streiten wir uns hier eigentlich?
      Weil es (es soll sie noch geben jaaaa....) Adventisten gibt die Ellen Whites Schriften als Inspiriert ansehen und andere dies generell leugnen?
      Nur weil es Geschwister gibt die sie leugnen und wiederum andere die sie missbrauchen bleibt dennoch das übrig was Gott mit Ellen Whites Dienst wollte, eine weitere Offenbarung des Wortes Gottes die nicht über der Bibel steht die aber dennoch AUCH Wort Gottes nunmal ist.

      Ist dieser Threat eine Inszenierung um wieder Advent/White Bashing zu betreiben um kontrolliert wieder ein Kontroverses Thema zu provozieren?
      Also, es ist und bleibt dabei dass es einen definierten Glaubenspunkt Nr.18 gibt der die Sicht der Gemeinde darlegt (nein es ist kein Dogma und dennoch vollkommen gültig wenn es um die Weltgemeinde geht).

      Es ist schade dass es Geschwister gibt die Ellen White generell ablehnen und wenn nur ihr Name fällt Übelkeit auftritt und mit den Augen rollen wenn andere Geschwister Ellen Whites Schriften glauben und genauso ist es traurig dass es "Geschwister" gibt die behaupten die Gemeinde häbe die Schriften von Ellen White verfälscht und man müsse aus der Gemeinde raus.

      Es wurde eine Frage gestellt (ihr erinnert euch Beitrag 1.) und diese kann jeder hier beantworten.
      Offiziell gibt es eine Stellungnahme was Adventisten glauben. Es ist wohl die Realität dass viele bei der Taufe noch E. White ablehnen oder zumindest kritisch sehen, was aber NIE zur Diskussion steht ist zu behaupten " Nein , ist ok es ist normal dass Adventisten Ellen White als Propheten ablehnen"- das ist falsch auch wenn es so gehandhabt wird, es mag so sein aber es ist nicht "normal" in Form von richtig.

      Wenn wir dennoch sagen " Ja man braucht dem Glaubenspunkt nicht zustimmen" , müssen wir dann nicht alle Glaubenspunkte nicht mehr zur Bedingung machen? Kann man dann STA werden und glauben was man will und nur einen Satz sagen "Ja Jesus ist mein Messias" und getauft werden ?
      Denn dann muss Jesus ja auch nicht mehr Gott sein oder wird der Glaubenspunkt dann zur Bedingung zur Taufe ( @amadeus ) oder auch nicht?


      Ich denke es ist wichtig und richtig sehr sensibel und besonnen mit dem Glaubenspunkt umzugehen und keinem diesen Form aufzuzwingen aber es ist ein massiver Fehler zu behaupten es sei eine Option Ellen White aus dem Glauben der Adventisten zu streichen.
      Evtl. ist in meinen Augen (mein Bauchgefühl) auch ein noch Abwarten auf die Taufe richtig wenn Ellen Whites Dienst sogar richtig feindselig und 100% Ablehnung erfährt.

      Unterschiedliche Gewichtung der Schriften ist menschlich und natürlich (genauso wie Menschen die Bibel lesen und annehmen) aber die komplette Ablehnung von Ellen White als Prophetin ist (zum Glück) nur eine rel. kleine Randmeinung.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • amadeus schrieb:

      Nämlich historisch-kritisch. Sonst wird man im Jahre 2013 in die Irre geführt.


      das ist nur historisch und nicht kritisch, denn das historische steht ja außer Zweifel so wie du es ja schreibst, daher nicht HK sondern nur historische Auslegung.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Achso und du kannst das jetzt nun korrekt beurteilen?
      Wahrscheinlich nicht, das schrieb ich aus meinem Blickwinkel.

      Baptist schrieb:

      Weswegen streiten wir uns hier eigentlich?
      Gute Frage. Die Ursprungsfrage drehte sich ja darum, ob man als Adventist Ellen White als "Prophetin" ansehen muss.

      Ich denke, wir sind uns alle einig, dass Ellen White prophetisch geredet hat und mindestens einige ihrer Schriften eine wertvolle Ergänzung zur Bibel darstellen, neben vielen anderen guten Büchern von anderen geistgeleiteten Autoren. Aber das Attribut "Prophet" geht zu weit. Das bedeutet zu viel. Ellen White war keine "Prophetin", so wie man das Wort eben versteht.

      Baptist schrieb:

      Wenn wir dennoch sagen " Ja man braucht dem Glaubenspunkt nicht zustimmen" , müssen wir dann nicht alle Glaubenspunkte nicht mehr zur Bedingung machen? Kann man dann STA werden und glauben was man will und nur einen Satz sagen "Ja Jesus ist mein Messias" und getauft werden ?
      Wieso muss man denn immer "ganz oder gar nicht" sagen? Das hat Jacob auch schon versucht.
      "Ja, Jesus ist mein Messias" muss in meinen Augen ausreichen, um Adventist zu werden. In dem Satz steckt schon so viel drin, dass man eben nicht mehr glaubt, "was man will".

      Ist die Gemeinde schon so katholisch, dass die Glaubenspunkte nicht mehr angetastet werden dürfen? Die Generalkonferenz hat erst kürzlich einen Glaubenspunkt verändert, weil sie Veränderungsbedarf sah. Das ist ganz natürlich und gut so. Und interne Kritik an den Glaubenspunkten ist von dem Standpunkt kein Zeichen der Schwäche, sondern eins der Stärke und eine ganz gesunde Sache.

      Baptist schrieb:

      Ich denke es ist wichtig und richtig sehr sensibel und besonnen mit dem Glaubenspunkt umzugehen und keinem diesen Form aufzuzwingen
      Amen.
    • Sagen wir es mal so:

      Warum sollte ich Glied einer Gemeinde sein wollen, deren Lehren und Ursprung auf dem Dienst einer in meinen Augen falschen Prophetin beruhen? Denn wie Baptist (oder war es Jacob?) es schon auf den Punkt gebracht hat: Entweder war Ellen White eine von Gott berufene Botin oder sie war eine falsche Prophetin, berufen von Satan, um die Nachfolger Christi in die Irre zu führen. Jeder nun, der Ellen White für ein Werkzeug des Feindes hält, sollte sich von den irregeleiteten Adventisten fern halten. Wer aber Ellen White für eine wahre Prophetin hält muss sich dann auch von ihren Schriften führen und korrigieren lassen.
    • @Jacon
      @amadeus
      Jeder von Euch hat ein Stück recht - andererseitts aber an anderen Stellen auch wieder nicht (ganz).
      Momentan habe ich leider nicht genug Zeit das im Einzelnen "aufzudröseln", denn ich muß noch ein Unterrichtskonzept für die Programmiersprache ANSI-C für die nächste Woche komplett überarbeiten (extrem inhomogene Gruppe: Programmierer neben kaufleuten und Systemadministratoren).

      Als notwendigen Grundansatz sehe ich aber das generelle Inspirationsverstännis mit teilweise haarsträubenden weil realitätsfernen und unreflektierten Vorstellungen, die keiner sachlichen Überprüfung standhalten. Sämtliche bekannten Inspirationsmodelle, die man in einem Theologiestudium lernt oder in entsprechender Literatur nachlesen kann sind von recht fragwürdiger Natur (vergl: Inspiration bei Wikipedia)

      "Genialität besteht zu einem Prozent aus Inspiration und zu 99 Prozent aus Transpiration." Edison
      Mir scheint aber, daß viele auf die Inspiration warten ohne die zugehörige Arbeit zu leisten!

      Wenn zu dem Theme mehr gewünscht wird stehe ich in ca. 4 Wochen wieder ganz zur Verfügung, aber bis dahin unterrichte ich 9 Stunden täglich und muß ebenso täglich die Planung überarbeiten ... "da bleibt kaum Luft zum Schnaufen" ...
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Jacob der Suchende schrieb:

      ...Ich habe folgende Auffassung: Wer sein ewiges Leben wertschätzt, folgt jedem Wort Gottes. Und wer den Willen Gottes sucht, sucht auch jede Möglichkeit, Seine Stimme wahrzunehmen. Seine Stimme spricht nicht nur durch die Bibel, sondern auch durch die Propheten, die uns in der Endzeit helfen sollen, nicht zu fallen. ....

      Welche Propheten? Würdest Du uns bitte einige nennen?
      Liebe Grüße, Heimo
    • Johannes schrieb:

      Sagen wir es mal so:

      Warum sollte ich Glied einer Gemeinde sein wollen, deren Lehren und Ursprung auf dem Dienst einer in meinen Augen falschen Prophetin beruhen? Denn wie Baptist (oder war es Jacob?) es schon auf den Punkt gebracht hat: Entweder war Ellen White eine von Gott berufene Botin oder sie war eine falsche Prophetin, berufen von Satan, um die Nachfolger Christi in die Irre zu führen. Jeder nun, der Ellen White für ein Werkzeug des Feindes hält, sollte sich von den irregeleiteten Adventisten fern halten. Wer aber Ellen White für eine wahre Prophetin hält muss sich dann auch von ihren Schriften führen und korrigieren lassen.

      Nein, es geht in Wahrheit meist nicht darum ob EGW eine Prophetin war, sondern es geht darum welche Konsequenzen das hat.
      Wenn ihre Schriften kanonisiert und faktisch der Heiligen Schrift gleichgestellt werden, dann ist das in meinen Augen Missbrauch. Der hat übrigens dann die in einem Vorposting angeführten negativen Konsequenzen (Ablehnung redigierter und überarbeiteter Schriften von EGW, Aufzeigen von krassen Gegensätzen innerhalb Ihrer Schriften mit der Folgerung sie sei keine oder eine falsche Prophetin etc.)

      Ich denke ein STA wird den prophetischen Dienst von EGW (an)erkennen und er sollte in der Lage sein dennoch die Einzigartigkeit der Heiligen Schrift zu würdigen. Wer EGW (praktisch) mit der Heiligen Schrift gleichsetzt (z.B. mit so lächerlichen Feststellungen wie "es gibt nur einen Heiligen Geist") der wird und muss scheitern.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Ja und heute wird die Gemeinde zerrissen, weil zu viele die Schriften von EGW faktisch der Bibel gleichsetzen

      Sowas klingt irgendwie populistisch. Genauso sieht man hier doch selbst dass zum Teil die Gemeinde geschädigt wird durch einen ganz anderen Teil des Glaubens.
      Es ist doch nicht dienlich hier eine Schublade auf zu machen.
      Ist damit wirklich das Hauptproblem der internen Zerrissenheit richtig erkannt?

      Die Schmutzwäsche beschränkt sich nicht auf Weißes, es gibt noch Schwarzes und Buntes was dreckig sein kann,, daher ist nicht die Wäsche schuld sondern der Dreck. (frei nach mir) ;)
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Ergänzung oder Erweiterung ?

      Danke Freunde für Eure Beiträge !

      Ich sehe Ihr habt Euch schon eingehend mit diesem Thema befasst.Ich bin nun schon fast 20 Jahre in der Adventgemeinde aber EGW ist immer noch ein Stolperstein für mich. Ich weiß einfach nicht wie ich ihr Schrifttum einordnen soll. In den letzten Kapiteln ihres Buches "Der große Kampf" zeichnet sie ein Endzeitszenario das weit über den biblischen Bericht hinausgeht. Z.B. die endzeitliche Auseinandersetzung um den falschen bzw. richtigen Sabbattag. Wo finde ich das klar in der Bibel. Könnt Ihr mir bitte helfen.
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Jeder von Euch hat ein Stück recht

      sehr großzügig das anzuerkennen

      andererseitts aber an anderen Stellen auch wieder nicht (ganz).

      mmhhh , nicht gut.

      Wenn zu dem Theme mehr gewünscht wird stehe ich in ca. 4 Wochen wieder ganz zur Verfügung, aber bis dahin unterrichte ich 9 Stunden täglich und muß ebenso täglich die Planung überarbeiten


      Aber unbedingt!

      Wo kämen wir denn sonst noch hin? ;)
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • nixwisser schrieb:

      Danke Freunde für Eure Beiträge !

      Ich sehe Ihr habt Euch schon eingehend mit diesem Thema befasst.Ich bin nun schon fast 20 Jahre in der Adventgemeinde aber EGW ist immer noch ein Stolperstein für mich. Ich weiß einfach nicht wie ich ihr Schrifttum einordnen soll. In den letzten Kapiteln ihres Buches "Der große Kampf" zeichnet sie ein Endzeitszenario das weit über den biblischen Bericht hinausgeht. Z.B. die endzeitliche Auseinandersetzung um den falschen bzw. richtigen Sabbattag. Wo finde ich das klar in der Bibel. Könnt Ihr mir bitte helfen.
      Konkret: Malzeichen des Tieres, zu finden in Offb 13, 14 (und auch 15, 16, 19 und 20)

      Bei dem Malzeichen dreht es sich ja um die Frage der Anbetung Gottes. Dieses große Thema der Anbetung zieht sich durch die komplette Bibel (angefangen bei Kain und Abel bis in die Zeit Jesu, in der Menschengebote die Gebote Gottes oft überlagert oder gar verdrängt hatten). Im weltweiten Sonntagsgesetz kumuliert dieser Kampf um die Anbetung und jeder Erdenbürger wird sich entscheiden müssen, ob er das Tier und damit den Drachen (Satan) anbetet oder ob er JHWH, den Schöpfer anbetet.

      In Daniel 7,25 wird eine Macht beschrieben, die sich untersteht Zeiten und Gesetz zu ändern. Diese Macht lästert Gott und beansprucht sogar selbst an der Stelle Gottes zu sein (2.Thess 2,3.4). Es ist diese Macht, das Papsttum, welches 1260 Jahre gewirkt hat und Gottes Gesetz verändert hat, die nach der tödlichen Wunde von 1798 (Offb 13,3) wieder zu politischer Macht gelangen wird und weltweit das Halten des Götzensabbats Sonntag gesetzlich erzwingen wird.

      Ein wichtiger Typus (Vorbild) für dieses Ereignis ist das Standbild aus Daniel 3. Hier wird auch klar, dass es einen Todeserlass für diejenigen geben wird, die ihre Knie nicht vor dem Tier beugen werden.
    • nixwisser schrieb:

      Ich sehe Ihr habt Euch schon eingehend mit diesem Thema befasst.Ich bin nun schon fast 20 Jahre in der Adventgemeinde aber EGW ist immer noch ein Stolperstein für mich. (...)
      Ganz direkt gefragt: warum bist Du dann überhaupt in der Adventgemeinde? Ich könnte Dir auf Anhieb jede Menge christliche Konfessionen benennen, die ganz ohne Weissagungsgeister auskommen.
    • @nixwisser, frag dich vielmehr ob du in der richtigen Gemeinde bist, den nach 20 Jahren sollte es für dich schon klar sein.
      Wie bist du in die Gemeinde gekommen und warum bzw. deine Motivation ?

      Es gibt viele Gemeinden die das Prophetische Wort nicht haben, besuche solche einmal und spüre hinein, ob es doch einen Unterschied gibt ?
    • nixwisser schrieb:

      Wo finde ich das klar in der Bibel. Könnt Ihr mir bitte helfen.

      Offenbarung ist ein fortschreitender Prozeß und wenn die zeitgenossen des Apostels Johannes gefragt hätten wo finden wir das im AT hätten wir kein NT bekommen oder eines ohne die Offenbarung.
      Je näher ein Zeitpunkt rückt um so klarer werden die Aussagen der Propheten i.d.R. das ist das ganze AT durch auf Christus hin so, das ist von Daniel zur Offenbarung so und warum kann das nicht auch mit Einzelheiten von der Offenbarung zu EGW so sein und sogar darüber hinaus ?

      Als Jesus im Paradis nach dem Sündenfall zu Eva den Erlöser ankündigt ist kaum mehr zu erahnen als genau diese Grundaussage aber mit der Zeit werden immer mehr Einzelheiten offenbart.

      Ich bin nicht ganz sicher ob EGWs Gedanken aus dem Großen Kapmf ebenso wie die Prophetenworte im Einzelnen Inspiriert sind, denn ich weiß grundsätzlich wie diese Bücher (E-Serie) redaktionell entstanden sind, denn auch EGW hat eine Entwicklung durchlaufen und würde manches Heute vermutlich anders sagen oder denken.

      Ich bin mir nicht sicher ob der Sabbat wirklich das untrügliche Zeichen der Endzeit ist, denn die Bibel sagt grundsätzlich, daß niemals ein Glaubenselement grundsätzlich als Kennzeichen der Rechtsgläubigkeit angesehen werden darf sondern daß stets ALLES, das ganze Gesetz und die ganze Nachfolge bzw der Willen Gottes als Ganzes betrachtet werden muß um etwas über einen gesunden und erlösenden Glauben aussagen zu können!

      Die Frage ist auch hier wieder: "Was ist Inspiration?", "Wie geschieht Inspiration?", "Was an dem Ergebnis das ein prophet weitergibt ist menschlicher und was göttlicher Natur?"
      Erst wenn wir das verstehen lernen können wir angemessen und effektiv wahrheitsfördernd mit Offenbarung (Bibel, EGW, lebende Propheten) umgehen!

      Setz Dich einmal gründlich mit den Inspirationsmodellen auseinander und reflektiere Dein eigenes Verständnis dazu, prüfe die bestehenden modelle an der Realität dessen wie Du inspiration erlebst wenn der Heilge Geist zu Dir spricht und Dich führt. Denn auch bei Dir ist das nicht grundsätzlich anders als bei den Propheten, dennd er Geist ist der selbe!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info