Verletzung der Religionsfreiheit

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    • Verletzung der Religionsfreiheit

      Wenn...

      - Adventisten in Deutschland aktiv gegen ein für den deutschen Sprachraum bearbeitetes Sabbatschul-Lektionsheft kämpfen, das andere deutsche Adventisten aber schätzen
      - der Youngsta-Redaktion als Vertreter der gesamtdeutschen adventistischen Jugendzeitschrift das Auftreten beim Youth-in-Mission-Kongress verboten wird
      - Persönlichkeiten öffentlich angegriffen werden (Vorsteher, bekannte Vertreter des linken wie rechten Spektrums)
      - Delegierte auf einer Generalkonferenz wegen ihres Abstimmverhaltens einem öffentlichen Shitstorm ausgesetzt werden

      ...wird dann nicht die Religionsfreiheit von Adventisten durch Adventisten verletzt? Warum sind alle in der Kirche für Religionsfreiheit, aber treten dieses Recht anderer Menschen zuweilen mit Füßen?

      Und - wie ernst nehmen Adventisten die Religionsfreiheit Menschen anderer Konfession oder Religion?
    • Es wäre gut, wenn du zu allen Behauptungen auch die entsprechenden Quellen angibst.

      Mich würde besonders der 2. Punkt interessieren. Hat die YIM-Organisation der Youngsta-Redaktion eine Absage erteilt, oder geschah das von Seiten der Leitung der Freikirche in Deutschland?
    • Daniel schrieb:

      Es wäre gut, wenn du zu allen Behauptungen auch die entsprechenden Quellen angibst.
      Das sind ja keine Behauptungen, sondern Tatsachen. Als eifriger Leser des "Adventisten heute" und dieses Forums wärst du über all das (abgesehen vom 2. Punkt) bereits längst informiert.

      Daniel schrieb:

      Mich würde besonders der 2. Punkt interessieren. Hat die YIM-Organisation der Youngsta-Redaktion eine Absage erteilt, oder geschah das von Seiten der Leitung der Freikirche in Deutschland?
      Die Leitung der Freikirche steht vollumfänglich hinter der Youngsta. Das weiß ich vom Vorsteher des NDV. Für die Organisatoren des YiM waren die Youngstas nicht erwünscht. Das weiß ich von der Chefredaktion. Die Verantwortlichen des YiM müssen sich spalterisches und ausgrenzendes Verhalten vorwerfen lassen, und es wurde ihnen vorgeworfen.
    • amadeus schrieb:

      ...wird dann nicht die Religionsfreiheit von Adventisten durch Adventisten verletzt?


      Andersherum gefragt, muss die Gemeinde bzw. der biblische Glauben sich jede "Irrlehre" gefallen lassen nur weil wir keine "Dogmen" haben?

      Wenn zum Beispiel Linke wie Rechte (ich mag diese Schubladisierung generell nicht aber zum Verständnis mach ich jetzt mit) gegen einander schießen dann sind rechts und links gleichsam vom gleichen Fehler behaftet, wem weist du da jetzt dann die Schuld zu?

      Ich denke bevor man die YIM Organisatoren wieder einmal vorverurteilt sollte man sich mit allen Hintergründen auseinander gesetzt haben.
      Ansonsten endet dein Aufruf durch "Argumente" evtl. in einem Shitstorm gegen YIMC.

      Aber das willst du ja denke ich mal nicht,also bitte sachlich bleiben und nicht nur übers Hören sagen beurteilen.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Andersherum gefragt, muss die Gemeinde bzw. der biblische Glauben sich jede "Irrlehre" gefallen lassen nur weil wir keine "Dogmen" haben?
      Das würde endlich mal eine Diskussion zum Thema eröffnen. Das ist halt zu beantworten: Wie weit will/sollte die Adventgemeinde mit der Religionsfreiheit gehen? Was "geht noch", und wer entscheidet, was nicht mehr geht?

      Ich versuchs mal so: Die Adventgemeinde ist eine christliche Kirche in der Erwartung, dass Jesus bald wiederkommt. Wenn also jemand predigt, dass es auch noch andere Erlöser gibt, oder dass Jesus nicht mehr wiederkommt, dann wäre das wohl nicht mehr tolerabel. Kritisch wirds auch, wenn jemand die Sonntagsheiligung oder die Kindertaufe predigt oder sich vor Bildern niederwirft. Aber sonst?

      Vielleicht gehts auch so: In China habe ich gelernt, dass jeder seine Meinungsfreiheit hat. Jeder darf sagen, was ihm gefällt. Aber nicht zu laut: Wenn er seine Meinung druckt oder ins Internet stellt oder per Lautsprecher verkündet, dann ist er dran. VIelleicht haben Adventisten (die übrigens ziemlich dogmatisch sind, finde ich) und andere Glaubensgemeinschaften ein Problem mit Leuten, die abweichend vom Mainstream predigen? Vielleicht sollte man, wenn man eine andere Meinung hat, lieber den Mund halten?

      Baptist schrieb:

      Wenn zum Beispiel Linke wie Rechte (ich mag diese Schubladisierung generell nicht aber zum Verständnis mach ich jetzt mit) gegen einander schießen dann sind rechts und links gleichsam vom gleichen Fehler behaftet, wem weist du da jetzt dann die Schuld zu?
      "Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer."

      Baptist schrieb:

      Ich denke bevor man die YIM Organisatoren wieder einmal vorverurteilt sollte man sich mit allen Hintergründen auseinander gesetzt haben.
      Wenn du mir dabei helfen kannst, die Hintergründe zu verstehen, wäre das prima. Ich habe auf meine Anfrage keine Antwort bekommen.
    • amadeus schrieb:

      Das sind ja keine Behauptungen, sondern Tatsachen.
      Wenn man alles als Tatsache akzeptieren würde, was im Internet behauptet wird, dann wäre es eine sehr verkehrte Welt.

      @amadeus
      Zeige uns auf, wo und wie, für jeden nachweislich und offensichtlich, die Behauptungen in deinem ersten Post stimmen. Trage die Links hier zusammen, wo offizielle Aussagen, schriftliche Papiere usw. das belegen, was du behauptest. Dann kann man sich damit auseinandersetzen, ansonsten bleibt uns nichts anderes übrig als dir und deine Aussagen zu glauben, oder nicht. Und das ist kein gutes Fundament für eine Diskussion.
    • @tricky
      Wie gesagt, ich rede hier nicht vom Internet. Nicht nur.

      Für die erste Tatsache gibts sogar einen Beleg hier im Forum selbst, wo ein User die angebliche Wahrheitsverdrehung in der deutschsprachigen Bearbeitung gegenüber der "Weltfeldlektion" nachzuweisen sucht. Ebenso im Forum auch eine Fülle von Angriffen auf Persönlichkeiten des linken wie rechten Spektrums.

      Frage jemanden, der beim YiM war, ob er dort einen Youngsta-Stand gesehen hat. Und frag gern auch jemanden aus dem Redaktionsteam, warum dort kein Stand war. Die Mitglieder der Redaktion findest du auf der Youngsta-Homepage und wahlweise auch in Facebook.

      Wegen der Problematik auf und nach der Generalkonferenz 2010 lade ich dich ein, Google zu nutzen - gibt eine Fülle von Material! Warum soll ich dir alles vorkauen, du bist doch schon groß. Du warst es auch schon, als die Generalkonferenz stattfand und hast da sicherlich auch schon die Augen und Ohren offengehabt. Ich find das nicht so zielführend von dir, mir das Offensichtliche aus der Nase ziehen zu wollen.
    • Es geht ja nicht um die Uneinigkeiten und Kontroversen an sich - mit denen müssen wir wohl leben - sondern um die Folgen. Wenn eben Verbote ausgesprochen werden oder Menschen für ihre Art zu glauben erhebliche Nachteile in Kauf nehmen müssen.
    • amadeus schrieb:

      Wie gesagt, ich rede hier nicht vom Internet. Nicht nur.
      Es sind obskure Antworten wie diese, die mir das Signal geben, mich an dieser Diskussion nicht zu beteiligen. Entweder es wird anhand von konkreten Fakten argumentiert, oder es werden Floskeln wie:

      -) "such dir das selbst bei Google raus"
      -) "bei der GK soundso ist es ... gewesen"
      -) "hier im Forum wurde dies und jenes aufgezeigt"

      verwendet. Das ist mir alles zu dünn und ich will mir auch niemanden vom YIM Kongress raussuchen, den ich dann fragen kann und wenn er mir nicht bestätigt, was du hier schreibst, dann ist er ein ... "Lügner"?

      sorry, so führt man in meinen Augen keine Diskussion. Das gilt aber vielleicht nur für mich, vielleicht findet sich jemand anderer, der über diese "Tatsachen" diskutieren will.
    • Das ist ja deine Entscheidung, lieber tricky, wie du mit der Sachlage umgehst. Das ändert sie aber nicht.

      Habe den Mut, dich den Dingen nicht zu verweigern. Was soll ich denn noch für dich tun, wenn du niemanden vom YiM fragen willst, aber mir auch nicht glaubst? Sorry - so führt man keine Diskussion...
    • amadeus schrieb:

      so führt man keine Diskussion...

      :*g*: Alles klar, aber so ,nicht wahr ?!
      manchmal ist es echt hilfreich wenn man :lala:

      Ironie OFF :help2:



      PS: Ist es hilfreich wenn ich sage Youngsta ist eine total verweltlichte Zeitschrift die komplett oberflächliche Themen behandelt...wenn du mir nicht glaubst...lies doch nach oder Frage die Kritiker der Youngsta?!?! ------- NEIN so wie du diskutierst führt man keine Diskussion, es ist nichts bis jetzt sachlich beurteilt worden, evtl. hast anscheinend nur du ein Problem damit dass Youngsta nicht offiziell beim YIMC dabei war?!

      Anmerkung: Youngsta und Friedensau waren in der Vergangenheit sehr wohl anwesend, warum diesmal nicht darf von beiden Seiten diskutiert werden aber dazu braucht man offizielle Stellungnahmen ansonsten verläuft sich das im Sand.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      PS: Ist es hilfreich wenn ich sage Youngsta ist eine total verweltlichte Zeitschrift die komplett oberflächliche Themen behandelt...wenn du mir nicht glaubst...lies doch nach oder Frage die Kritiker der Youngsta?!?! ------- NEIN so wie du diskutierst führt man keine Diskussion, es ist nichts bis jetzt sachlich beurteilt worden, evtl. hast anscheinend nur du ein Problem damit dass Youngsta nicht offiziell beim YIMC dabei war?!
      Na ja, wenn ich dem Stil des Forums folge, muss ich dich jetzt um einen schriftlichen Nachweis bitten, dass es solche Kritiker der Youngsta gibt... Und wenn du den nicht lieferst, darf ich dann deine Aussage in Zweifel ziehen? So wird es bislang in diesem Thread gemacht.

      Worin liegt eigentlich euer - trickys und dein Grund, mir nicht zu glauben? Wieso stellt ihr mich als Lügner hin? Das muss bei mir so ankommen, wenn ihr "schriftliche Belege" für meine Aussagen wollt. Könnt ihr eigentlich belegen, dass ich im Unrecht bin?

      Baptist schrieb:

      Anmerkung: Youngsta und Friedensau waren in der Vergangenheit sehr wohl anwesend, warum diesmal nicht darf von beiden Seiten diskutiert werden aber dazu braucht man offizielle Stellungnahmen ansonsten verläuft sich das im Sand.
      Da hast du recht - ich hab aber keine offizielle Stellungnahme bekommen, obwohl ich nachgefragt habe. Vielleicht schaffst du es, eine zu bekommen?
    • @amadeus

      Ich habe irgendwo gehört, ich habe irgendwo gelesen... Ich weiß es und bin davon überzeugt... kann aber nix beweisen...

      - solche Beiträge und Themen verschieben wir gerne in den verschwörungstheoretischen Bereich.

      Die Begründungs- bzw. Beweis-Last liegt bei dem, der etwas behauptet. Wenn du an einer seriösen Diskussion interessiert bist, solltest du stichhaltige Argumente für deine Behauptungen liefern. Sonst wird dir deine Fragen einfach niemand beantworten und der Thread bleibt leer. Das ist natürlich nicht das, was du wolltest, oder?

      "Geh und rescherschier selbst" - natürlich ist das eine mögliche Option. Aber aus Zeitgründen können wir das nicht tun. Wenn 20 Leute irgendeine verschwörungstheoretische Behauptung stellen und jeder alles recherschieren muss, um festzustellen, ob dem so ist oder nicht, dann werden wir ganze Zeit nur im Forum / Internet sitzen müssen.

      Was passiert, wenn man selbst recherschiert hat und trotzdem keine Begründungen finden können? Die Antwort von dir könnte kommen: "dann hast du zu schlecht recherschiert!" - Nein, so geht das nicht. Entweder liefert man das für die Diskussion notwendiges Material / Quellen, oder die Diskussion macht einfach keinen Sinn mehr. Aber sicherlich hast du es so nicht gewollt, sondern erwartest stichhaltige Argumente. Also bitte, die erwarteten Quellen angeben.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Auch du, Jacob der Suchende, musst dich fragen lassen:

      - Was hat das, was ich schrieb, mit Verschwörungstheorien zu tun?
      - Was ist dein Grund, mir nicht zu glauben?
      - Warum widerlegst du mich nicht, wenn ich etwas Falsches gesagt habe?
      - Für mindestens zwei der vier Punkte, die ich genannt habe, gibt es Belege in diesem Forum. Warum nimmst du nicht einmal das ernst?

      Ich bin ganz ehrlich enttäuscht.


      EDIT wegen PN und Nachreichung der Quellen:

      Aber zur nächsten These: Es gibt Adventisten, bekämpfen die deutsche Bearbeitung der Sabbatschullektion, obwohl andere Adventisten damit gern arbeiten.
      Belege:
      1. Lektionsheft
      2. Vergleich zwischen WFA und DSA
      3. Vergleich WFA - EUD: Sabbatschule 2012/04 Lektion 2

      Nächste These: Persönlichkeiten werden öffentlich angegriffen (Vorsteher, bekannte Vertreter des linken wie rechten Spektrums)
      Beleg:
      1. NDV, SDV, Österreich und DSV distanzieren sich von Walter Veith's antisemitischen Äusserungen und Verschwörungstheorien
      Mal nur einer, obwohl das Forum voll davon ist. In diesem langen Thread finden sich auch Links zu Statements von ASI und Amazing Discoveries, in denen Persönlichkeiten der Verbände und der EUD Unterstellungen gemacht werden, und genauso Links zu offiziellen Verlautbarungen der Leitung der Adventgemeinde, in denen Walter Veith unfair angegangen wird.

      Zu guter Letzt, der Shitstorm gegen Mitglieder der deutschen Delegation auf der Generalkonferenz 2010.
      Beleg: Karmel-Memorandum
      Der Streit wird in diesem Thread erwähnt, und Links auf entsprechende Äußerungen sind beigefügt.
      Weiterhin ist es sehr diplomatisch - einziger externer Link - hier ausgedrückt:
      advent-verlag.de/cms/cms/uplo…alog/index.html - Seite 23.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • So, Schluß, dieser sinnlose Thread wird von mir geschlossen. Sollte sich amadeus bereiterklären stichhaltige Beweise, Belege oder auch nur irgendwas handfestes nachzuliefern (gerne per PN), dann wird hier wieder geöffnet.


      EDIT: Das Thema wird wieder geöffnet weil die Quellen/Themenbegründungen nachgeliefert wurden. Das thema YoungSTA bleibt offen und sollte erst dann, wenn man sich über Handfestes unterhalten kann, weitergeführt werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • @amadeus

      Was mir noch nicht ganz klar ist: Was haben diese Themen mit Religionsfreiheit zu tun? Ist eines dieser Themen (WFA vs. DSA Heft; Walther Veith, ...) dazu angetan die Religionsfreiheit in Deutschland zu beschneiden? Gibt es Scheiterhaufen, wo Veith-Gegner oder Befürworter verbrannt werden/wurden?

      Ist jemand gezwungen aus der STA auszutreten, weil er keine Bibelstudienanleitung in angepasster Form hat?


      Relgionsfreiheit wird übrigens so definiert:

      de.wikipedia.org/wiki/Religionsfreiheit

      Grundlagen im Völkerrecht

      Die Religionsfreiheit ist klassischer Teil der menschenrechtlichen Verbürgungen im Völkerrecht. Sie ist in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO festgehalten:

      Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen in der Öffentlichkeit oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung eines Ritus zu bekunden.

      Die Religionsfreiheit ist auch in Art. 18 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (UN-Zivilpakt) festgehalten:

      (1) Jedermann hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Dieses Recht umfasst die Freiheit, eine Religion oder eine Weltanschauung eigener Wahl zu haben oder anzunehmen, und die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Gottesdienst, Beachtung religiöser Bräuche, Ausübung und Unterricht zu bekunden.
      (2) Niemand darf einem Zwang ausgesetzt werden, der seine Freiheit, eine Religion oder eine Weltanschauung seiner Wahl zu haben oder anzunehmen, beeinträchtigen würde.
      (3) Die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung zu bekunden, darf nur den gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die zum Schutz der öffentlichen Sicherheit, Ordnung, Gesundheit, Sittlichkeit oder der Grundrechte und -freiheiten anderer erforderlich sind.
      (4) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die Freiheit der Eltern und gegebenenfalls des Vormunds oder Pflegers zu achten, die religiöse und sittliche Erziehung ihrer Kinder in Übereinstimmung mit ihren eigenen Überzeugungen sicherzustellen.

      In Art. 18 des UN-Zivilpakts wird das Recht zum Religionswechsel nicht ausdrücklich genannt. Nach Auffassung des UN-Menschenrechtsausschusses, der den Zivilpakt auslegt und seine Umsetzung überprüft, ist das Recht zum Wechsel der Religion oder Weltanschauung aber eine notwendige Folge des Rechts, eine Religion oder Weltanschauung zu haben oder anzunehmen.[1] Art. 27 UN-Zivilpakt sichert religiösen Minderheiten explizit das Recht zu, ihre eigene Religion zu bekennen und auszuüben.

      In Art. 14 der Kinderrechtskonvention lautet die Garantie der Religionsfreiheit:

      (1) Die Vertragsstaaten achten das Recht des Kindes auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.
      (2) Die Vertragsstaaten achten die Rechte und Pflichten der Eltern und gegebenenfalls des Vormunds, das Kind bei der Ausübung dieses Rechts in einer seiner Entwicklung entsprechenden Weise zu leiten.
      (3) Die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung zu bekunden, darf nur den gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die zum Schutz der öffentlichen Sicherheit, Ordnung, Gesundheit oder Sittlichkeit oder der Grundrechte und -freiheiten anderer erforderlich sind.

      Die Religionsfreiheit ist in Art. 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), welche für alle Mitgliedsstaaten des Europarates Geltung hat, gewährleistet:

      (1) Jedermann hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst die Freiheit des Einzelnen zum Wechsel der Religion oder der Weltanschauung sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen öffentlich oder privat, durch Gottesdienst, Unterricht, durch die Ausübung und Beachtung religiöser Gebräuche auszuüben.
      (2) Die Religions- und Bekenntnisfreiheit darf nicht Gegenstand anderer als vom Gesetz vorgesehener Beschränkungen sein, die in einer demokratischen Gesellschaft notwendige Maßnahmen im Interesse der öffentlichen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung, Gesundheit und Moral oder für den Schutz der Rechte und Freiheiten anderer sind.

      Bei Verstößen gegen die Europäische Menschenrechtskonvention durch einen Unterzeichnerstaat kann der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg angerufen werden.



      Ganz konkret würde mich interessieren durch welche der aufgezählten Ereignissen einer dieser Punkte verletzt ist? Ich habe das Gefühl, dass man hier den Begriff Religionsfreiheit missbraucht. Bürger in Staaten ohne Religionsfreiheit würden sich alle Finger lecken für die Probleme, die wir hier besprechen. Es grenzt für mich an Verhöhnung dieser Menschen, wenn wir hier mit diesen Problemen von Religionsfreiheitsbeschneidung sprechen. Bitte um Erklärung.
    • Religionsfreiheit ist dort nicht gegeben, wo jemand, der seine religiösen Anschauungen lebt und ausdrückt ("bekundet" - in der Definition), mit bösen Folgen rechnen muss, obwohl er nichts Illegales getan hat.

      Beispiel - das Verbot für Walter Veith, in Deutschland zu sprechen. Beispiel - die Youngsta-Redaktion darf (!) beim YiM nicht mit einem Stand präsent sein. Je ein böses Beispiel von der "linken" wie von der "rechten" Seite.

      Ob die öffentlichen Angriffe gegen Vorsteher, Delegierte und Redner auch zu einer Verletzung der Religionsfreiheit zählen? Darüber kann man natürlich diskutieren. Aber wenn ich Angst haben muss, aufgrund meiner Überzeugung öffentlich angeklagt zu werden, kann ich dann noch ganz frei sein, meine Überzeugung zu bekunden? Rufmord ist kein Mord, aber trotzdem nicht schön.

      Genauso ist der Versuch, bestimmte religiöse Publikationen loszuwerden, auch keine Auszeichnung im Blick auf Religionsfreiheit.
    • amadeus schrieb:

      Religionsfreiheit ist dort nicht gegeben, wo jemand, der seine religiösen Anschauungen lebt und ausdrückt ("bekundet" - in der Definition), mit bösen Folgen rechnen muss, obwohl er nichts Illegales getan hat.
      Was sind sogenannte "böse Folgen". Ein Redeverbot für Personen, die gegen die Gemeinschaft predigen, würde ich nicht als unzulässig erachten. Bei uns in der Gemeinde gab es auch schon Besucher, die wollten aufs Podium und eine Ansprache/Predigt halten. Das haben wir ihnen nicht gewährt. Haben wir aber damit ihre Religionsfreiheit, ihre Meinungsfreiheit eingeschränkt? Ich denke nicht. Oder anders ausgedrückt: Auch wenn ich in unserer örtlichen RKK nicht von der Kanzel aus predigen darf, habe ich trotzdem noch meine Religionsfreiheit. Zumindest empfinde ich es so.
      Es gibt schon einen Unterschied zwischen dem, was man bekundet und dem was man öffentlich vor einer Personenversammlung predigt also quasi auch stellvertretend für die Religionsgemeinschaft ausdrückt.


      Beispiel - das Verbot für Walter Veith, in Deutschland zu sprechen. [...] Je ein böses Beispiel von der "linken" wie von der "rechten" Seite.
      Fällt für mich nicht wirklich unter Beschränkung der Religionsfreiheit.


      Aber wenn ich Angst haben muss, aufgrund meiner Überzeugung öffentlich angeklagt zu werden, kann ich dann noch ganz frei sein, meine Überzeugung zu bekunden? Rufmord ist kein Mord, aber trotzdem nicht schön.
      Verständnisfrage: unter "öffentlich angeklagt" verstehst du nicht als vor einem weltlichen Gericht "angeklagt", richtig?


      Man muss sich generell fragen, was fällt unter "Freiheit der Meinungsäußerung" und was unter "Religionsfreiheit". Dazu dann noch der Rahmen in dem ich eine Meinung abgebe. Provokant gesprochen: Ist meine Religionsfreiheit eingeschränkt, weil ich vor dem Bundestag mein Taufzeugnis nicht abgeben darf?
    • amadeus schrieb:

      Religionsfreiheit ist dort nicht gegeben, wo jemand, der seine religiösen Anschauungen lebt und ausdrückt ("bekundet" - in der Definition), mit bösen Folgen rechnen muss, obwohl er nichts Illegales getan hat.

      Beispiel - das Verbot für Walter Veith, in Deutschland zu sprechen.


      Würde dieses Verbot unter den Begriff "Religionsfreiheit" fallen, müsste das zwingend implizieren, dass Walter Veith von deutschen Behörden verboten wurde in Deutschland zu sprechen. Aus den Erläuterungen zur Religionsfreiheit, die tricky gepostet hat, geht unter anderem folgendes hervor:

      Die Religionsfreiheit ist klassischer Teil der menschenrechtlichen Verbürgungen im Völkerrecht.


      Wenn ich nun in Wikipedia nachsehe, was Völkerrecht bedeutet (für unsere Diskussion hier reicht es), steht da folgender Satz:

      Das Völkerrecht (Lehnübersetzung zu lat. ius gentium, „Recht der Völker“) ist eine überstaatliche, auch aus Prinzipien und Regeln bestehende Rechtsordnung, durch die die Beziehungen zwischen den Völkerrechtssubjekten (meist Staaten) auf der Grundlage der Gleichrangigkeit geregelt werden.


      Wenn wir daher den Begriff "Religionsfreiheit" verwenden, beziehen wir uns auf einen Begriff, der die Rechte von Menschen in Beziehung zu staatlichen Behörden regelt. Die Religionsfreiheit würde beispielsweise dann beschnitten werden, wenn die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland verboten werden würde.

      Alle Beispiele, die du anführst, betreffen aber innerkirchliche Angelegenheiten, sodass der Begriff "Religionsfreiheit" hier nicht greifen kann und zu Konfusionen führt. Jede Kirche kann für sich selbst als Organisation Regeln aufstellen, die von den Mitgliedern beachtet werden müssen. So steht es jeder Organisation beispielsweise frei zu entscheiden, wer in ihren Räumlichkeiten sprechen darf, und wer nicht.

      Mir fällt ad hoc kein Begriff ein, unter den deine angesprochenen Punkte fallen könnten. Vielleicht findest du selbst einen Überbegriff, wenn du Religionsfreiheit erst einmal ausgeschlossen hast.