Lektionsheft

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    • Die Frage nach dem Lektionsheft wurde in DIESEM Thread besprochen. Bemo postete HIER eine Datei, die den Sinn und Zweck des deutschen Studienheftes erläutert. Auf Seite 7 wird die "Warum deutsche Ausgabe?" - Frage wie folgt beantwortet:

      1. Adventistische Glaubensüberzeugungen gründen sich allein auf die Heilige Schrift.

      Maßstab zur Beurteilung des Studienhefts zur Bibel (!) ist darum nicht die amerikanische Standardausgabe, sondern die Schrift. Nicht die exakte Übereinstimmung mit der sog. „Weltfeldausgabe“ ist letztlich entscheidend, sondern die Treue zum offenbarten Wort Gottes.
      Was ich persönlich für absolut richtig halte. Unser Glaube soll primär allein auf die Bibel gründen. Daraus schlussfolgere ich, dass es nicht falsch ist, wenn die Zitate von Ellen White in diesem Heft fehlen. Sie können von jedem persönlich gerne privat nachgearbeitet werden.

      2. Die Standardausgabe möchte nicht als allgemein verbindliche Darlegung adventistischer Positionen (miss-)verstanden werden.

      Ihr müsst nicht Wort für Wort jeden Punkt übernehmen ... Greift also die wesentlichen Gedanken heraus und behandelt sie so, wie ihr es für angemessen haltet. Niemand behauptet, dies sei die einzig zulässige Art, mit den behandelten Themen umzugehen ... Menschen sehen gewisse Dinge unterschiedlich, und das ist gut so... Auch die Entstehungsweise der Standardausgabe erlaubt es nicht, darin eine offizielle, lehramtliche Verlautbarung der Kirche zu sehen.
      Das bedeutet, die Studienhefte dienen nicht der Aufzählung unserer Glaubenspunkte, wo uns nur noch bleibt Ja ja, Nein nein oder Amen zu sagen. Sondern sie dienen vielmehr dazu, das Gespräch über ein Thema systematisch zu führen.

      Ich persönlich betrachte die Studienhefte nicht als eine Sammlung von adventistischen Glaubenslehren. Dazu sollen andere Quellen hinzugezogen werden (wir haben reichlich davon). Wenn gegenüber der WFA irgendwelche BIbelzitate oder EGW-Zitate nicht genannt werden, ist das kein Zeichen der abweichenden Theologie. Auf diesem Weg kann man die Gedankenentwicklungen der Leser besser fördern, anstatt einen fertigen, beschränkten "Rahmen" zum reinen Wort-für-Wort-Wiederholen zu servieren. Wir dürfen unser Bibelstudium nicht auf das Studienheft beschränken. Das Studienheft sagt vor allem, was wir diese oder nächste Woche besprechen werden, aber nicht was wir in Details glauben.


      Wer der Meinung ist, dass die deutsche Ausgabe andere als offiziell anerkannten Lehren enthält, soll dies bitte an konkreten Beispielen aufzeigen (dafür bitte einen neuen Thread erstellen, der sich mit diesen Differenzen befassen soll). Dazu Studienhefte, Jahr, Seite nennen und Sätze/Aussagen beider Hefte gegenüberstellen.


      Ich kann nur noch das Gesagte wiederholen: wer mit einem Heft unzufrieden ist, kann das andere nutzen. Noch besser: er nutzt beide Hefte und schöpft für sich daraus noch mehr Infos. Das persönliche Bibelstudium mit anderen Quellen (z.B. "Was Adventisten glauben") darf nicht fehlen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • HeimoW schrieb:

      Schade nur, dass Jesus scheinbar davon nichts wusste, denn nirgendwo höre ich Ihn sagen, dass der gerettet würde, der die rechte Lehre vertritt!

      Im Gegenteil, die Vertreter der "rechten Lehre" schneiden relativ schlecht ab, beim "reality check" durch Jesus! :hmm:


      Dann sollten wir keinen Wert auf die Rechte Lehre legen?
      Ist es ratsam eher einer falschen Lehre anzuhängen als dass mich die rechte Lehre beim Check durchfallen lässt?

      Es mag schon sein dass die die sich selbst als RECHTARTIG ansehen vielleicht latent leicht falsch liegen(das gilt für beide Ansichtsspektren rechts und links) aber Christus war der Vertreter der perfekten Lehre -dem Wort Gottes.
      Danach muss man streben, nach Christus, nach dieser Rechtgläubigkeit MUSS geglaubt und gelebt werden.
      Es ist sehr wohl WICHTIG der Wahrheit zu glauben, wer nicht an das RICHTIGE-JESUS Christus glaubt wird kein ewiges Leben haben.
      Warum versuchst du das so einseitig zu relativieren dass man den Eindruck gewinnt dass Wahrheit überhaupt nicht wichtig ist?
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      HeimoW schrieb:

      Schade nur, dass Jesus scheinbar davon nichts wusste, denn nirgendwo höre ich Ihn sagen, dass der gerettet würde, der die rechte Lehre vertritt!
      Im Gegenteil, die Vertreter der "rechten Lehre" schneiden relativ schlecht ab, beim "reality check" durch Jesus! :hmm:
      ...
      Warum versuchst du das so einseitig zu relativieren dass man den Eindruck gewinnt dass Wahrheit überhaupt nicht wichtig ist?

      Ich denke nicht, dass ich "einseitig relativiere" sondern Du verstehst mich so.

      Aber nochmals die Frage: WO legt Jesus Wert auf "Rechtgläubigkeit", auf eine fehlerlose Lehre - als Voraussetzung für die Erlösung?
      Ich meine natürlich nicht dass man jeder beliebigen Irrlehre anhängen sollte, aber dieses verbissene Festhalten an einer einheitlichen rechten Lehre als Voraussetzung der Erlösung finde ich in der Gemeinde und hier im Forum, aber nicht in der Bibel.
      Dort legt Gott Wert auf z.B. ein ungeteiltes Herz, Barmherzigkeit, Vergebungsbereitschaft, Hingabe, Nächstenliebe ... Aber nicht auf eine "irrtumsfreie", einheitliche Lehre!
      Die Einheit die Jesus erwartet ist sicher nicht ein absolut identes Gottesbild und eine Lehre ohne Varianz, sondern eine Einheit in der Gesinnung und in der Hingabe an Gott und Seine Sache.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Das ist schon eine merkwürdige Diskussion. Die DSA kommt mir vor wie ein Chamäleon. Die Argumentation ihrer Verfechter ist unglaublich wandelbar.

      Erst wird mir gesagt, das ist eine kulturelle Anpassung der WFA. Was da kulturell angepasst werden müsste, kann mir aber keiner konkret sagen. Auch konkrete Beispiele für erfolgreiche kulturelle Adaption habe ich noch keine gesehen.

      Dann mache ich mich selbst auf die Suche, vergleiche und finde ein System. Ich finde heraus, dass da nicht etwa behutsam Beispiele angepasst werden, nein, die Lektion wird de facto komplett neu geschrieben. ich weise darauf hin.

      Dann sagt man mir, macht nichts, der Inhalt ist trotzdem derselbe. Ich prüfe das nach, ein ganzes Quartal durch. Ich stelle fest, dass die Merkverse andere sind, die Hälfte der betrachteten Bibelverse insgesamt auch.

      Dann sagt man mir, macht nichts, das Thema ist dasselbe. Dann finde ich heraus, dass auch die inhaltlichen Aussagen verschieden sind. Im Vergleich insbesondere mit dem Lehrerteil der WFA ist auch die Intention der Lektionen eine andere. Ich weise darauf hin, und man sagt mir, ist doch egal, es kommt ja gar nicht auf das Lektionsheft an, sondern auf das Gruppengespräch.

      Und wenn ich herausfinde, dass da systematisch konservative Aussagen verwässert werden, dann ist das ein "ungeheurlicher" Vorwurf. Und wem das eine Lektionsheft nicht passt, der könne ja das andere nehmen.

      Aber wenn es wirklich so wäre, dass das Lektionsheft gar nicht wichtig ist, dann bräuchte es des umfassenden Umarbeitens ja gar nicht. Dann könnte man einfach die internationale Ausgabe nehmen. Warum also der Aufwand?

      Ist schon drollig.

      • Trotz der umfassenden Manpower hinter der DSA ist die DSA billiger als die WFA
      • Trotz des umfassenden Neuschreibens listet advent-verlag.de für beide Ausgaben des aktuellen Quartals denselben Autoren???
      • Und trotz des Neuschreibens und trotz der inhaltlichen Veränderungen bewirbt advent-verlag.de die EUD mit den Worten "Die EUD-Ausgabe ist eine im Auftrag der Euro-Afrika-Division von einem Arbeitskreis für den deutschsprachigen Raum bearbeitete Fassung der Standardausgabe. Die Wochenthemen sind identisch, nur die Aufbereitung des Stoffes unterscheidet sich: Dieser ist feiner strukturiert und zielt bewusster auf den Austausch im Gottesdienst." Nein, das ist nicht so, selbst die Wochenthemen sind oft verschieden und der Stoff ist nicht derselbe.
      • Ach ja, und trotz dieser Selbstaussage des deutschen Verlegers gibt es dann (wurde oben als PDF verlinkt) das gegenteilige Statement, nach dem es auch nichts macht wenn die Inhalte verschieden sind?

      Da frage ich mich soch, was soll das?

      Wenn Argumente egal sind, dann macht es vielleicht keinen Sinn das weiterzudiskutieren. Was mich daran stört ist vor allem der Mangel an Aufrichtigkeit und ein zuviel an Managementrhetorik. Ehrlicher wäre es zu sagen, wir wollen in Deutschland keine Sabbatschule, wir wollen nicht lehren, nicht vermitteln, wir wollen stattdessen eine nette Plauderei, ein BibelGESPRÄCH. Und wenn schon Hilfsmaterial, dann eben ohne all das, was wir in Deutschland nicht hören wollen.

      Nur dass man sagt,es wäre doch alles dasselbe, obwohl es das nicht ist, das stört mich.

      Heiko
    • Ehrlicher wäre es zu sagen, wir wollen in Deutschland keine Sabbatschule, wir wollen nicht lehren, nicht vermitteln, wir wollen stattdessen eine nette Plauderei, ein BibelGESPRÄCH. Und wenn schon Hilfsmaterial, dann eben ohne all das, was wir in Deutschland nicht hören wollen.

      Eine sehr Schlüssige Aus- und Bewertung eines Sesselpupses.... ;) Die Menscheit leidet nicht an falscher Theologie sondern an Nächtenliebe.
    • Bogi111 schrieb:

      Eine sehr Schlüssige Aus- und Bewertung eines Sesselpupses.... ;) Die Menscheit leidet nicht an falscher Theologie sondern an Nächtenliebe.
      Meine Fragen:

      WER außer Deutschland hat seine eigene Lektion?

      WARUM ist Deutschland mit der WeltfeldLektion nicht zufrieden? Konkrete und sinnige Beispiele, warum es die Weltfeldlektion nicht sein darf, würden mich interessieren. Und wenn sie es doch sein darf, wozu eine weitere Ausgabe mit anderem oder schwer verändertem Inhalt?

      Wenn das wirklich so ist, dass tragende Elemente der Lehre in dem deutschen Sonderheft fehlen oder verwässert werden, WARUM wurde das so liberalisiert? Ich finde auch ein bewusstes Weglassen einiger Glaubensinhalte für gefährlich und denke, man kann sich nicht darauf verlassen, dass ein Adventist das ohnehin weiß. Die Sabbatschule ist schließlich ein nicht nur für Adventisten öffentlicher Teil des öffentlichen Sabbatgottesdienstes. Alleine von daher dürften wichtige Elemente nicht einfach umgangen oder ausgelassen werden.

      Wenn es EINE offiziellle Glaubenslehre gibt, wie kann man diese verändern? Wenn sie nicht verändert wurde, nochmals die Frage: WOZU braucht Deutschland seine eigenen Schriften?

      Konkret gefragt: WAS ist der Unterschied zwischen der Weltfeltausgabe und der unverzichtbaren eigenen Deutschen Ausgabe?

      WAS ist ein Sesselpupser?

      Meine Meinung:

      Es fehlt nicht nur an Nächstenliebe, sondern die Gemeinde krankt überhaupt an fehlender Liebe und auch an fehlendem Respekt. Man möchte meinen, das sind inzwischen Fremdworte für so manchen Gläubigen.

      Fehlende Nächstenliebe gepaart mit fehlender Demut MUSS sich negativ auswirken. Dieses bewusste "Anders (Besser?) sein wollen" halte ich unter Christen für gefährlich und den Anfang der unausweichlichen Spaltungen.

      Wenn es EINE einheitliche Lehre gibt, warum muss diese dann Umgeschrieben werden?

      ***
    • Ehrlicher wäre es zu sagen, wir wollen in Deutschland keine Sabbatschule, wir wollen nicht lehren, nicht vermitteln, wir wollen stattdessen eine nette Plauderei, ein BibelGESPRÄCH. Und wenn schon Hilfsmaterial, dann eben ohne all das, was wir in Deutschland nicht hören wollen.

      Heiko, das schreibst du. Und ich kann es nicht nachvollziehen. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend "Sabbatschule" erlebt, wo all das, was man im Heft in der Woche gelernt hat, abgefragt wurde. "Schule" eben. Ich weiß nicht, was an einem "Bibelgespräch" falsch sein soll und ich kann nicht nachvollziehen, wieso "Bibelgespräch" "Sabbatschule" gegeneinander ausgespielt werden. Mich würde interessieren, wie bei euch "Sabbatschule" oder "Bibelgespräch" abläuft. Und es geht auch nicht darum, dass man das, was man nicht hören will, wegläßt. Das kann man gar nicht, wenn man sich intensiv mit der Bibel beschäftigt. Das sollte immer noch das wichtigste sein. Grundlage zum Studieren ist immer noch die Bibel - weder die deutsche Ausgabe noch die Weltfeld. Was mir weiterhilft ist der praktische Bezug für mein Leben. Wir können stundenlang theologische Spitzfindigkeiten diskutieren, aber wenn der Bezug zum täglichen Leben fehlt, hilft das kein Stück. Und nichts anderes tut man in einem "Gespräch", und das hat nichts mit netter Plauderei zutun. Ich erlebe in meiner Gemeinde, dass man alle Gedanken äußern kann, dass man miteinander aus der Bibel lernt und dass der Heilige Geist da auch immer wieder neue Eindrücke schenkt. Ich habe so den Eindruck beim Lesen der postings: Weltfelt=richtige Lehre - gut, deutsche Ausgabe=verwässert - schlecht. Und das finde ich schon ziemlich daneben. :hmm:
    • Heiko schrieb:

      Ich stelle fest, dass die Merkverse andere sind, die Hälfte der betrachteten Bibelverse insgesamt auch.

      Ich habe den Thread bisher kaum gelesen, als am Rande der Adventisten stehender Beobachter kann ich nur sagen, dass mich die interne Kritik an der deutschen Ausgabe der Bibellehrhefte immer unangenehm berührt. Ich habe jetzt spontan diese Anmerkung von Heiko herausgegriffen und frage mal, wie ein Kind aus des "Kaisers neue Kleider": "Was ist falsch an den Bibelversen in der deutschen Ausgabe?"

      Sind sie etwa aus einer besonders bösen Bibel? ;)

      Es gibt doch nicht eine einzig richtige Art, ein Bibellehrheft zu verfassen. Was ist das Problem dabei, dass es zwei verschiedene Lehrhefte gibt? Wird eines davon von Satanisten herausgegeben, die vom Vatikan gesteuert sind, oder was habe ich verpaßt?

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • @Heiko
      Ich stelle fest, dass die Merkverse andere sind, die Hälfte der betrachteten Bibelverse insgesamt auch.

      @Daniels
      Was ist falsch an den Bibelversen in der deutschen Ausgabe?"

      Solange man meint, dass diese Lektionshefte eine Art "dogmatische Lehraussagen" der Adventisten sind, die vollständige, ausführliche Begründungen für unseren Glauben enthalten, wird man ungewollt zu der Aussage/Feststellung wie von Heiko kommen. Nach Aussagen der Authoren und Redakteuren dieser Lektionshefte stellen diese Hefte jedoch keine adventistischen Glaubenspunkte mit allen entsprechenden Begründungen aus der Bibel dar, sondern dienen vielmehr dem Zweck, zu einer Diskussion anzuregen. D.h., wird ein Bibeltext nicht erwähnt, bedeutet dies nicht seine Ungültigkeit für die Argumentation. Was durch Auslassung dieser Bibelstellen der eine als "Verwässerung" unserer Lehren versteht, versteht der andere als Herausforderung, selber nachzudenken und nach diesen Bibelstellen zu suchen. Wer die Bibel fleissig studiert, braucht sogar diese Bibeltexte nicht. Er wird auf diese in der Bibel selber stossen, und sich dabei nicht (nur) in dem bereits geformten Interpretationsrahmen bewegen, sondern auch neue interpretative Ideen schöpfen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Heiko schrieb:

      Bogi,
      Du schreibst: "Die alten Lektionen hatten bis zu 20 Fragen die eigentlich zum Wissensabfragen waren, aber nicht für ein Gespräch."
      Das mag damals ein Problem gewesen sein. Heute aber ist die WFA qualitativ sauber gemacht. Sie enthält eine Fülle von Anregungen zum Selberstudieren und auch die Fragen für sie Sabbatschule sind offene Fragen. Eine Begründung für die Fortführung der deutschen Sonderausgabe (DSA) gibt es daraus nicht.
      ...
      ...
      ...

      Heiko
      ((habe mir erlaubt den Satz hervorzuheben))


      Unserer Gemeinde wurde die Einführung der Deutchen Lektion damals so erklärt: ""Die vielen Texte, die man zum Thema durchgehen muss, schrecken unsere Jugend ab. Damit wir sie nicht verlieren, müssen wir mit ihr über ihre Bedürfnisse reden, anstatt sie zu zwingen, Bibeltexte zu studieren. Deshalb geht die D Lektion eher auf das Gespräch ein, in das man ein biblisches Thema EVTL einfügen kann. Zudem würden so viele Tatsachen, Geschichten und die Prophetie der Bibel die Jungen erschrecken. Das verjagt unsere Kinder aus den Gemeinden.""


      Kurz: ein tiefes Studium des Worte Gottes ist in der Gemeinde nicht erwünscht, da es zu viel Arbeit kostet und den persönlichen Einsatz fordert. Das ist für die Jugendlichen unattraktiv (hier haben sich bestimmt auch viele Erwachsene hinter die Jugend versteckt) .

      Wie gut, dass Geschwister langsam (oder schnell) aufwachen und nachfragen. Ich finde es nur positiv und sicher auch ein Wirken des HG. Meine Gemeinde benutzt seit dieses Jahr wieder einheitlich die WFA.

      Übrigens, Heiko, noch ein mal großen Dank für Deinen Beitrag Nr.25

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      Heimow schrieb:
      Aber nochmals die
      Frage: WO legt Jesus Wert auf "Rechtgläubigkeit", auf eine fehlerlose
      Lehre - als Voraussetzung für die Erlösung?
      Hier nur ein paar kleine Beispiele aus dem Grundprinzip der ganzen Bibel heraus genommen:

      Mt 7,21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.


      Den Willen Gottes zu tun setzt voraus, ihn zu kennen.
      Jesus ist das Beispiel der wahren Theologie, der Wahrheit, das man folgen "muss". Man kann ihn nicht kennen, wenn man Sein Leben nur oberflächlich und selektiert (oder gar nicht) studiert.


      Lk 13,25 Wenn der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf!, dann wird er antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her?

      Lk 13,27 Und er wird zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her? Weicht alle von mir, ihr Übeltäter!

      Matt. 7,21-23
      Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?
      Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!


      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Hallo Stofi,

      die zitierten Bibeltexte von Dir sind nach meiner Sicht keine Belege, dass eine "Rechtgläubigkeit (fehlerlose Lehre) als Voraussetzung für die Erlösung von Menchen" von Jesus oder der Bibel gelehrt werden.
      Den Willen Gottes tun, hängt u.a. auch sehr vom jeweiligen Erkenntnisstand ab, der "wachsend" ist', wenn ich ehrlich nach Gottes Willen frage und ihn auch tun will.
      Da stelle ich als Adventist seit über 50 Jahren noch heute "Wachstum in der Erkenntnis" fest, die dann auch umgesetzt werden soll.

      Liebe Grüße
      Ludwig
    • @Stofi

      Unserer Gemeinde wurde die Einführung der Deutchen Lektion damals so erklärt: ""Die vielen Texte, die man zum Thema durchgehen muss, schrecken unsere Jugend ab. Damit wir sie nicht verlieren, müssen wir mit ihr über ihre Bedürfnisse reden, anstatt sie zu zwingen, Bibeltexte zu studieren. Deshalb geht die D Lektion eher auf das Gespräch ein, in das man ein biblisches Thema EVTL einfügen kann. Zudem würden so viele Tatsachen, Geschichten und die Prophetie der Bibel die Jungen erschrecken. Das verjagt unsere Kinder aus den Gemeinden.

      Kurz: ein tiefes Studium des Worte Gottes ist in der Gemeinde nicht erwünscht, da es zu viel Arbeit kostet und den persönlichen Einsatz fordert. Das ist für die Jugendlichen unattraktiv (hier haben sich bestimmt auch viele Erwachsene hinter die Jugend versteckt) .
      Wurde das eurer Gemeinde so erklärt, oder ALLEN Gemeinden in Deutschland, wo das neue Heft eingeführt wurde? Wenn es nur um deine Gemeinde geht, dann hat eure Gemeinde / eure Jugend ein Problem! (Woran kann es liegen?) Wenn das aber offiziell so erklärt wurde, bitte um entsprechende Quellennachweise! (Ich persönliche glaube nicht, dass das deusche Heft aus diesem Grund eingeführt wurde).

      Wer die Bibel nicht studieren will, dem wird weder die WFA, noch die deutsche Ausgabe was bringen. Wer das Bibelstudium ernst nimmt, der wird auch die WFA zu dürr finden.

      Kurz: ein tiefes, breites, offenes Studium des Wortes Gottes ist erwünscht und wird gefördert, und nicht die vorgekaute, vorgefasste, dogmatische Meinung. Das Studium bedeutet NICHT, dass ich die bereits erarbeitete Interpretation zu einem Thema einfach auswendig lerne, sondern dass ich mir diese Interpretation mit viel Mühe durchs Nachdenken selbst herleite.


      Jesus ist das Beispiel der wahren Theologie, der Wahrheit, das man folgen "muss". Man kann ihn nicht kennen, wenn man Sein Leben nur oberflächlich und selektiert (oder gar nicht) studiert.
      Jesus will sicherlich, dass wir nach Wahrheit suchen und diese erkennen. Aber die WFA ist nicht gleich Wahrheit und die wahre Theologie, sondern regt lediglich zu unterschiedlichen Gedanken unserer gegenwärtigen Glaubenspunkten an. Die Suche nach Wahrheit und Erkenntnis bedeutet nicht, dass man die WFA lesen soll, sondern dass man fleissig die Bibel studiert.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Jesus will sicherlich, dass wir nach Wahrheit suchen und diese erkennen. Aber die WFA ist nicht gleich Wahrheit und die wahre Theologie, sondern regt lediglich zu unterschiedlichen Gedanken unserer gegenwärtigen Glaubenspunkten an. Die Suche nach Wahrheit und Erkenntnis bedeutet nicht, dass man die WFA lesen soll, sondern dass man fleissig die Bibel studiert.
      Ich sagte nicht, dass irgendeine Lektion DIE Wahrheit ist. Aber sie soll zum Bibeltudium leiten / dienen, damit man den Willen Gottes, sprich die Wahrheit und die "Bedingungen" der Erlösung kennenlert und ins Leben überträgt.

      Die deu. Lekton regt eher zum Philosophieren und zur Akzeptanz fast aller Christlichen Lehren an; sie macht es allen recht, sozusagen. Auch denen, die die Lektion erst im Kreis das erste mal nach dam letzten Sabbat in die Hand genommen haben. Aus angeführem Beispiel akzeptiert sie sowohl die Evolution, als auch unter bestimmten Voraussetzungen irgendwie auch die Schöpfung...

      .
    • @Stofi

      Ich sagte nicht, dass irgendeine Lektion DIE Wahrheit ist. Aber sie soll zum Bibeltudium leiten / dienen, damit man den Willen Gottes, sprich die Wahrheit und die "Bedingungen" der Erlösung kennenlert und ins Leben überträgt.
      WFA ist NICHT der EINZIGE Weg, nach Wahrheit zu suchen. Dazu eignen sich (ebenso) andere Quellen hervorragend. Wir haben dafür heute genug Möglichkeiten: Literatur im Laden, Bibliotheken, im Internet etc...

      Die deu. Lekton regt eher zum Philosophieren und zur Akzeptanz fast aller Christlichen Lehren an; sie macht es allen recht, sozusagen.
      Ist das deine subjektive Sicht, oder können wir das an irgendwelchen konkreten Beispielen belegen? (Ich habe bereits im vorigen Beitrag darum gebeten, einen neuen Thread zu öffnen und dort die Aussagen beider Hefte gegeneinander aufzustellen). Was ich, du, er.. für persönliche Ansichten haben, ist irrelevant. Sachliche Argumente müssen belegt werden. Und auch in diesem Fall bleibt jedem seine Meinung überlassen, ob er mit dem Heft zufrieden ist. Denn nicht jeder Adventist mag der Meinung sein, dass das Philosophieren schlecht ist (wo widerspricht das unseren Glaubenspunkten?). Wenn du damit nicht zufrieden bist, bestell dir doch zusätzlich noch das andere Heft (dann ist das Ärgernis beseitigt). Was die "Akzeptanz fast aller Christlichen Lehren" betrifft, ist diese Aussage viel zu allgemein, um darauf eine sinnvolle Antwort geben zu müssen.

      Aus angeführem Beispiel akzeptiert sie sowohl die Evolution, als auch unter bestimmten Voraussetzungen irgendwie auch die Schöpfung...
      Bitte aus den Heften zitieren, wo das deutsche Heft in der Lehre von der offiziellen adventistischen Lehre abweicht.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Da der Account-Löschmechanismus nicht funktioniert hat, kann ich mich ja doch noch mal einmischen...

      Stofi schrieb:

      Die deu. Lekton regt eher zum Philosophieren und zur Akzeptanz fast aller Christlichen Lehren an; sie macht es allen recht, sozusagen.
      Was hast du dagegen, dass alle christliche Lehren akzeptiert werden? Das ist doch unser Anliegen. Wir sind keine Moslems.
      Falls du sagen willst, dass auch dem Adventismus entgegenstehende Lehren anderer Konfessionen thematisiert werden, so ist das begrüßenswert. Besser, man redet darüber und sucht gemeinsam nach dem Sinn und Unsinn dieser Lehren, als dass wir uns verkrampft die Ohren zuhalten und nichts mehr mitbekommen, was "draußen" so vor sich geht. Wir sind doch keine kleinen Kinder mehr!

      Stofi schrieb:

      Aus angeführem Beispiel akzeptiert sie sowohl die Evolution, als auch unter bestimmten Voraussetzungen irgendwie auch die Schöpfung...
      Welches Beispiel meinst du? Heikos?
      Ich hab in der Lektion noch nie, weder in der englischen Weltfeld noch in der deutschen bearbeiteten Version, je einen Satz gelesen, der sich in irgendeinster Weise für die Evolution ausgesprochen hätte. Es wurden mal verschiedene Denkweisen zwischen Evolution und Schöpfung auf einer Freitagsseite in der "DSA" thematisiert, aber das war so geschrieben, dass die reine Schöpfungslehre als die klar beste herausgestellt wurde. Das fand ich seinerzeit schon sehr konservativ, da hätte ich mir mehr Auseinandersetzung mit den anderen Denkweisen gewünscht. Aber immerhin - sie wurden genannt, und jeder konnte sich seinen Reim machen. Wie gesagt - wir sind ja keine Kinder mehr!

      Wenn du daraus ableiten willst, dass in der deutschen Lektion die Evolutionstheorie als Wahrheit proklamiert wird, dann wäre das für mich eine wahnhafte Vorstellung.

      Wir wollen nicht in einer Meinungsdiktatur leben, wo nur eine Sichtweise erlaubt ist und alle anderen ausgeblendet werden. Wer schreibt denn die englische Weltfeld? Menschen. Ist alles, was darin steht, das reine und unverfälschte Gotteswort? Sind unsere Brüder, die diese Lektion verfassen, besser als Paulus, der sein Wissen für Stückwerk hielt? Wer legt denn bitteschön fest, was "adventistische Wahrheit" ist?

      Wohin wollt ihr eigentlich, Heiko und Stofi? Wollt ihr aus unserer Kirche eine Sekte machen? Gehts euch wirklich, *wirklich* nur um die Wahrheit? Ich seh es eher so, dass ihr vor lauter Angst quietscht, dass irgendwas oder jemand euch euer sicher geglaubtes Kartenhaus, aus Lehren gebastelt, zusammenpustet. Dann sagt das bitte aber auch ehrlich so, und führt keine sinnlosen Stellvertreterkriege gegen bewährte Einrichtungen wie unser deutsches Bibelschulheft.
    • kleinstein schrieb:

      Stofi schrieb:

      Die deu. Lekton regt eher zum Philosophieren und zur Akzeptanz fast aller Christlichen Lehren an; sie macht es allen recht, sozusagen.
      Was hast du dagegen, dass alle christliche Lehren akzeptiert werden? Das ist doch unser Anliegen. Wir sind keine Moslems.
      Falls du sagen willst, dass auch dem Adventismus entgegenstehende Lehren anderer Konfessionen thematisiert werden, so ist das begrüßenswert. Besser, man redet darüber und sucht gemeinsam nach dem Sinn und Unsinn dieser Lehren, als dass wir uns verkrampft die Ohren zuhalten und nichts mehr mitbekommen, was "draußen" so vor sich geht. Wir sind doch keine kleinen Kinder mehr!


      Vielleicht denke ich in eine falsche Richtung, aber wieso wird "Philosophieren" so negativ gesehen? Es ist meiner Meinung nach integrativer Bestandteil des Bibelstudiums. Daher wäre ich @Stofi: auch dankbar, wenn sie ein Beispiel bringen könnte, wie es schon Jacob gefordert hat, wo eine Gegenüberstellung der beiden Ausgaben zu einer negativen Beurteilung der deutschen Ausgabe führt. Ich würde das sehr gerne nachvollziehen, damit ich es verstehen kann.

      Meiner Meinung nach ist Missionsarbeit sehr schwer möglich, wenn ich Menschen nicht dort abhole, wo sie gerade stehen. Ich glaube nicht, dass die christlichen Lehren an sich akzeptiert werden sollen, sondern die Menschen, die einer anderen christlichen Glaubensgemeinschaft angehören, sollen akzeptiert werden. Wir befinden uns alle auf dem gleichen Weg, nur der Zugang ist ein anderer. Man kann Menschen nicht von einem anderen Weg überzeugen indem man nur daran festhält, dass man alleine die Wahrheit für sich beansprucht, sondern man muss es erklären können, wieso man glaubt, dass der eigene Ansatz besser ist. Dazu muss man sachlich die Unterschiede herausarbeiten.

      Manchmal habe ich das Gefühl, dass dieses Beschäftigen mit der eigenen Wahrheit in dem Sinne, dass man sich damit fast irgendwo einsperren möchte, aus Angst passiert, dass man Menschen an "andere Wahrheiten" verlieren könnte.