Geistestaufe bei der Wassertaufe?

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    • Was lehrt die Bibel über die Taufe?

      Rilo1 schrieb:

      Ich kann die Eingangsfrage leider auch nicht beantworten - habe eigentlich die gleiche Frage :S

      Meine Vorstellung war immer, dass in der Taufe mehr passiert als nur Untertauchen und mein Bekenntnis zu Gott und Christus als meinen Erlöser.

      In der STA-Lektion sagte einmal ein Mitglied "Man dürfe nichts magisches in der Taufe sehen, es gibt keine Magie bei der Taufe".

      Das hat mich etwas ernüchtert - doch nur Wassertaufe?

      Wie fest muß man glauben, damit auch der HL. Geist folgt?

      Wann und wie erkennt man, dass man vom Hl. Geist erfüllt ist (ich vermute man wird es erkennen, wenn es soweit ist...)

      Wieviele falsche Ansichten gibt es bezüglich der Taufe? Häufig werden Menschen, die Gemeindeglied werden möchten, auf die Wichtigkeit der Taufe anhand von vielen Bibeltexten "aufmerksam" gemacht. Meine Taufe liegt nun doch schon viele Jahre zurück. Ich hatte durch die Bibelstunden, die ich erhalten hatte, es so verstanden, das ich während der Wassertaufe den Heiligen Geist bekommen würde und eine geistliche Gabe.

      Was wird im Taufgottesdienst gepredigt? "Durch die Taufe bist du nun ein Glied der weltweiten Adventgemeinde geworden. Nun bist du ein Kind Gottes...."

      Was lehrt die Bibel über die Taufe? Was lehrt die Bibel nicht über die Wassertaufe, was aber geglaubt wird?
    • stadenker schrieb:

      was aber geglaubt wird?


      Ich kann nur sagen was es für mich vor der Taufe war und immer noch ist.

      Ein öffentlicher Akt, ein bekennen und Bund, den ich mit Jesus geschlossen habe. Ich bin mit ihm "verlobt" ich bin ein teil der Braut (Gemeinde)
      die sich auf das kommen des Bräutigams vor-bereitet! Ich stehe unter seinem besonderen Schutz und seiner Führung!
    • In Apg. 10,44-47 (Elberf.) steht:

      44 Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.
      45 Und die Gläubigen aus der Beschneidung, so viele ihrer mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich, dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden war;
      46 denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben. Dann antwortete Petrus:
      47 Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir?

      Hier wird gezeigt, dass die Geistestaufe vor der Wassertaufe stattfand.
      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.
    • Ich frage mich immer wieder welchen Sinn die Sabbatschule hat, wenn ich hier so viel Unwissenheit lese. Erster Punkt: die Taufwiedergeburtslehre ist unbiblisch. Man wird nicht durch die Taufe wiedergeboren, sondern man bezeugt durch die Taufe öffentlich, dass man wiedergeboren ist.
      Zweiter Punkt: Ohne Heiligen Geist kann sich niemand bekehren und ohne Bekehrung ist jede Taufe sinnlos. Nach Johannes 16 überführt der Heilige Geist von Sünde. Bin ich bereit, darauf einzugehen und mein altes, sündiges Leben in den Tod Jesu zu geben, dann bezeugt mir der Heilige Geist nach Römer 8;16, dass ich Gottes Kind geworden bin. Das nennt man Heilsgewissheit. Erst dann, wenn ein Mensch bezeugen kann, dass er ein Kind Gottes geworden ist, sollte man über Taufe nachdenken. In der Taufe geschieht u.a. das, was ich vorher beschrieben habe. Durch Untertauchen symbolisiere ich, dass ich mein altes Leben in den Tod Jesu gegeben habe, und ich komme aus dem Wasser im Neuen Leben in Christus.
      Dritter Punkt: Das alles hat mit Geistestaufe nicht das Geringste zu tun. Ich würde den Begriff "Erfüllung mit dem heiligen Geist" vorziehen, weil das Wort Geistestaufe charismatisch stigmatisiert ist und fälschlicherweise immer sofort mit der Zungenrede in Verbindung gebracht wird.
      4. Punkt: Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist eine weitergehende Erfahrung nach der Bekehrung. "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid?" (Apg 19:2). - das ist eindeutig eine Anfrage an Menschen, die bereits Christen geworden waren. Denen, die sich wirklich dafür Interessieren, empfehle ich, meine Bibelarbeit zum Thema zu zu studieren. Sie ist hier zu finden:
      irrglaube-und-wahrheit.ch/ftopic8563.html
    • jüngerjesu schrieb:

      In Apg. 10,44-47 (Elberf.) steht:

      44 Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.
      45 Und die Gläubigen aus der Beschneidung, so viele ihrer mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich, dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden war;
      46 denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben. Dann antwortete Petrus:
      47 Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir?

      Hier wird gezeigt, dass die Geistestaufe vor der Wassertaufe stattfand.

      Das stimmt aber so nicht!

      Petrus und auch sein Bruder Andreas - und einige anderer Jünger mehr - wurden von Johannes dem Täufer im Jordan getauft, der - wie ja bekannt ist - zur Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten schon lange seinen Kopf verloren hatte ;)

      Ich kenne jetzt in "unseren adventistischen" Schriften auch keine Vorgehensweise bezüglich Geistes- und Wassertaufe.



      Ich kann aus eigener Erfahrung allerdings sagen:

      Ich fühlte mich zwar irgendwie innerlich gedrungen, mich taufen zu lassen, war aber nach meiner Taufe weiter von der Gemeinde entfernt, als vorher! Meine "Geistestaufe" kam letztlich erst 3 Jahre später, mit einem regelrechten "Knall" (aber das ist eine andere Geschichte ;) )
    • Rouge schrieb:

      Das stimmt aber so nicht!


      In der Hans Bruns-Bibel stehen zu den Versen Apg. 10,44-47 noch folgende Erlärungen:
      "Petrus ist noch nicht zu Ende, da fällt der Heilige Geist auf die Zuhörer. Petrus hat nur eine Botschaft: Er predigt keine Moral, lehrt keine Philosophie, verküdigt aber Jesus, der von Gott mit Kraft ausgerüstet wurde, der Wunder tat und heilte, der von Menschen gekreuzigt, aber von Gott auferweckt wurde, der als Richter wiederkommen wird, der aber jetzt Vergebung der Sünden anbieten läßt. Zu solchem zentralen Jesuszeugnis bekennt sich der lebendige Gott, hier dadurch, daß er spürbar und hörbar den Heiligen Geist wirken läßt (zunächst auch ohne Taufe).
      Vor solchem Handeln falle alle bisherigen Grundsätze zusammen. Was Petrus dann sagt, ist ihrer aller Überzeugung: Sie gehorchen und taufen im Namen Jesu."

      Es werden hier mehrere Varianten möglich. Geistestaufe vor - mit - und nach der Wassertaufe.
      Bei den meisten Gläubigen wird die Geistestaufe nach der Wassertaufe stattgefunden haben. Man kann aber nicht wie in deinem Fall geschehen, 3 Jahre nach der Wassertaufe sagen, die Geistestaufe kann nicht vor der Wassertaufe sein, obwohl die Bibel es eindeutig beschreibt.
      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.
    • Geistestaufe

      Wir sind keine "Statisten" der Bibel.

      "Geistestaufe" hat in der Apostelgeschichte einen ganz eigenen Sinn, weil zu ihrer Zeit der Geist ausgegossen wurde!

      Erst auf die Jünger, dann auf weitere aus den Juden und den Heiden. Damit "zuerst die Juden", dann die Heiden ausgestattet seien.

      Diese Geistestaufe geschah als Machtakt Gottes an die Menschen und ging mit mächtigen Gaben einher: Sprachenrede, Prophetie, Heilungen usw. (Petrus heilte sogar durch seinen Schatten die Kranken).

      Diese Zeichen waren Ausstattungen der Erstlinge, um das Christentum in die Welt zu tragen.

      So ein Ausgießen des Geistes gibt es nicht mehr. Seit Abschluss der Schriften wirkt der Geist nur durch das Wort, also die Bibel.

      Wenn jemand gläubig wird, dann hat er den Geist; ohne Geist kann man nicht gläubig sein. Der Geist entzündet den Glauben durch das Wort.

      Eine "Geistestaufe" wie bei der Apostelgeschichte (also bei den Anfängen), gibt es nicht mehr. Pfingsten war eine einmalige, gesonderte Sache, um das Senden des Trösters darzustellen.

      Paulus schreibt im 1. Korinther 13, dass Sprachenrede, Prophetische Rede, Wundertaten usw. vergehen werden. Es bleiben aber Glaube, Liebe, Hoffnung. Das ist unsere Situation heute.
      Die Bibel ist geschrieben. Die äußeren, mächtigen Zeichen sind weg; der Glaube wird durch das Wort geweckt.

      Allerdings sagt die Bibel, dass dennoch Zeichen und Wunder geschehen werden:

      Denn es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält, weggetan werden, und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.
      Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden.
      Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, sodass sie der Lüge glauben, damit gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit. (2. Thessalonicher 2,7-12)
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • @Jünger Jesu:



      Ja, auf die Zuhörer, aber Petrus und die Apostel wurden schon mind. 3 Jahre vorher mit Wasser getauft, erst dann kam der Heilige Geist in Feuerzungen auf sie nieder ... (deshalb ist die Pauschalierung der Aussage, daß die Geistestaufe VOR der Wassertaufe stattfindet/stattfinden muß, nicht richtig ;) )



      Und ich muß Seele zustimmen:

      Pfingsten war damals ein besonderes Ereignis ... immerhin wurden täglich einige hundert Menschen getauft, weil sie die Wahrheit Gottes erkannten.



      Ich bin nur immer vorsichtig mit Aussagen, daß dies oder jenes unbedingt vor einer Taufe geschehen MUSS! Und wenn dann nix geschieht, wenn dann einfach nur ein "fades Gefühl" zurückbleibt, man habe irgendwas falsch gemacht? Wenn man innerlich von Zweifeln geplagt wird, ob man sich nicht einen Freifahrtschein "erschlichen" zu haben?



      Es ist doch genau diese Bigotterie, die viele unserer Kinder und Jugendlichen und jungen Menschen aus der Gemeinde treibt! Überheblichkeit steht uns einfach nicht zu! Weder anderen Mitchristen gegenüber noch denjenigen, die - unserer Meinung nach - nicht mit dem Geist getauft sind (woher wollen wir das eigentlich wissen, wenn wir keine Feuerzungen sehen?)!
    • Rouge schrieb:

      Wenn man innerlich von Zweifeln geplagt wird, ob man sich nicht einen Freifahrtschein "erschlichen" zu haben?


      Ich denke wenn man ungezwungen ja zu Jesus in der Taufe gesagt hat bracht es nicht um schlechtes Gewissen.

      Ach ich hatte viele Argumente mich nicht Taufen zu lassen. Gott führte es so das ich nicht unbeding freudig zur Taufe ging und mich auch so danach fühlte.

      Erst 7 Jahre später fiel der Groschen und ich konnte das Glückgefühl empfinden. Ich bin überzeugt Gott hatte schon viel länger "seine Finger" im Spiel! ;)
    • Bogi111 schrieb:


      Erst 7 Jahre später fiel der Groschen und ich konnte das Glückgefühl empfinden. Ich bin überzeugt Gott hatte schon viel länger "seine Finger" im Spiel! ;)


      Ja, das meinte ich ja mit den "Zweifeln" ... bis ich endlich kapierte, daß nicht ICH diejenige bin, die sich etwas "erschleicht", sondern daß mir Gott (wie jedem anderen Menschen auch) ein unfaßbar großes Geschenk macht, vergingen einige Jahre mehr ...



      Daß mich Jesus schon mein ganzes Leben lang zu sich ruft, davon bin ich ganz fest überzeugt ;)
    • Rouge schrieb:

      Ich bin nur immer vorsichtig mit Aussagen, daß dies oder jenes unbedingt vor einer Taufe geschehen MUSS!

      Genau deshalb habe ich ja die 3 Möglichkeiten erwähnt. Wir können den Zeitpunkt nicht bestimmen. Gott ist der Handenlde

      Rouge schrieb:

      Es ist doch genau diese Bigotterie, die viele unserer Kinder und Jugendlichen und jungen Menschen aus der Gemeinde treibt! Überheblichkeit steht uns einfach nicht zu!

      Damit wird Vieles an Sündhaftem übertüncht und verschleiert. Der Zustand wird sich erst ändern, wenn wir voreinander ehrlich und demütig werden. Ansonsten keine Chance.
      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.
    • Pfingsten war nicht einmalig!

      Seele1986 schrieb:

      Pfingsten war eine einmalige, gesonderte Sache, um das Senden des Trösters darzustellen.
      In der Bibel gibt es 4 mal Pfingsten!

      Ich möchte mal darauf hinweisen, dass es in der Bibel - wie allgemein geglaubt wird - nicht nur e i n Pfingsten gab - das in Apostelgeschichte 2 vom 24.5.33 n.Chr. in Jerusalem, sondern neben diesem noch weitere d r e i Pfingstereignisse!!! Also gibt es im NT, in der Apostelgeschichte 4 (In Worten: vier!) mal Pfingsten!:

      1.)
      Bibelstelle
      Apostelgeschichte 2,1-4: "Zum Beginn des jüdischen Pfingstfestes[=Schawuot] waren alle Jünger wieder beieinander. Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich versammelt hatten. Zugleich sahen sie etwas wie züngelndes Feuer, das sich auf jedem Einzelnen von ihnen niederließ. So wurden sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten in fremden Sprachen, jeder so, wie der Geist es ihm eingab."

      2.)
      Bibelstelle Apostelgeschichte 4,31: "Als sie gebetet hatten, bebte das Haus, in dem sie zusammengekommen waren. Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und verkündeten furchtlos die Botschaft Gottes."
      Hier war wohl die gesamte Gemeinde("etwa 5.000 Männer"-Apg.4,4) in Jerusalem versammelt, so ca. um 34 n.Chr.

      3.)
      Bibelstelle Apostelgeschichte 10,44-48/11,15-17: "Petrus hatte seine Rede noch nicht beendet, da wurden alle, die zuhörten, mit dem Heiligen Geist erfüllt. Die Juden aus der Gemeinde in Joppe, die mit Petrus gekommen waren, konnten es kaum fassen, dass Gott auch Nichtjuden den Heiligen Geist schenkte. Denn sie hörten, wie die Menschen in fremden Sprachen redeten und Gott lobten. Petrus aber sagte: >>Wer könnte ihnen jetzt noch die Taufe verweigern, wo sie genau wie wir den Heiligen Geist empfangen haben?<< Und er ließ alle auf den Namen Jesu Christi taufen...."

      Das war somit das 3. Pfingsten, sogleich auch eine "Geistestaufe" in Cäsarea im Hause des Römers Kornelius im Jahre 36 n.Chr.!

      4.)
      Bibelstelle Apostelgeschichte 19,5-7: "Nachdem sie das gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen. Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, empfingen sie den Heiligen Geist. Sie beteten in anderen Sprachen und redeten, was Gott ihnen eingab. Es waren etwa zwölf Männer."

      Dies war das 4.Pfingsten in Ephesus im Jahre 52 n.Chr. Hier waren es wieder genau 12 Personen, wie beim 1.Pfingsten des Jahres 33 n.Chr. !
      Erstaunlich, dass es v i e r Pfingsten gab! Da kann man nur noch sagen:

      Bibelstelle
      "Der Geist weht, wo er will!" (Joh.3,8)

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