Geistestaufe bei der Wassertaufe?

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    • Geistestaufe bei der Wassertaufe?

      Hallo Forengemeinschaft,

      eine konkrete Frage hat mich hier her verschlagen. Ich selbst bin kein Adventist, meine Frau jedoch schon.

      Eine Frage beschäfdtigt uns, aber auf den offiziellen Seiten der STA konnte ich keine genauen Antworten finden.



      Es geht mir um die Frage, ob bei derWassertaufe, die Geistestaufe (Taufe mit dem Heiligen Geist) "inklusive" ist?

      Es gibt zwischen den Konfessionen hier ja unterschiedliche Vorstellungen. Bei den Katholiken und Orthodoxen vollendet die Firmung die zuvor empfangene Wassertaufe. bei den Protestanten jedoch heißt es dass bei der Wassertaufe auch der Heilige Geist vermittelt wird. Pfingstler sehen hier zwei unterschiedliche Momente und beispielsweise die Neuapostolische Kirche unterscheidet auch zwischen Wasser- und Geistestaufe.

      Mich interessiert der ofizielle Standpunkt der STA. Findet in der Wassertaufe auch eine "Geistvermittlung " statt. oder eher davor oder danach???

      Selbstverständlich wirkt der Heilige Geist als Teil der Dreieinigkeit mit bei der Taufe (wird ja auch auf seinen Namen hin getauft) aber gibt es darüber hinaus eine separate Geistestaufe?

      Bitte helft mir. Schon mal Danke im Voraus.

      LG Fragender
    • Soweit mir bekannt ist, glauben die Adventisten NICHT daran, dass jede Wassertaufe direkt von einer Geistestaufe begleitet wird. Geistliche Wiedergeburt bedeutet, dass der Mensch alle seinen Sinneswahrnehmungen auf Gott richtet und sich mit Gottes Kraft völlig bereit erklärt, Gottes Willen zu befolgen. Derjenige, der diese Offenheit und Bereitschaft ernst meint, wird auch von Gott die Kraft bekommen, sein Leben zu ändern. Auch wird Gott zugleich das Herz und die Gesinnungen dieses Menschen ändern. Ein solcher Mensch ist deshalb wiedergeboren, weil er sich auf dem Pfad zum Leben befindet. Auf diesem Pfad wird dieser Mensch mit der Zeit weitere Sünden und Schwachheiten erkennen, die er in seinem Leben ändern soll. Mit Gottes Kraft wird dieser Mensch seine Unvollkommenheiten immer mehr beseitigen.

      Befinden sich alle Menschen auf diesem geistlichen Weg nach ihrer Taufe? Ich glaube nicht. Ellen White (die Person soll dir bekannt sien) bezeichnete manche Taufe als "Totgeburt". Der Mensch ist zwar getauft, hat aber seine Sinnen auf Gottes Willen nicht vollständig ausgerichtet, und lebt sein altes Leben weiter.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • RE: Geistestaufe bei der Wassertaufe?

      Fragender schrieb:

      Hallo Forengemeinschaft,

      eine konkrete Frage hat mich hier her verschlagen. Ich selbst bin kein Adventist, meine Frau jedoch schon.

      Eine Frage beschäfdtigt uns, aber auf den offiziellen Seiten der STA konnte ich keine genauen Antworten finden.



      Es geht mir um die Frage, ob bei derWassertaufe, die Geistestaufe (Taufe mit dem Heiligen Geist) "inklusive" ist?

      Es gibt zwischen den Konfessionen hier ja unterschiedliche Vorstellungen. Bei den Katholiken und Orthodoxen vollendet die Firmung die zuvor empfangene Wassertaufe. bei den Protestanten jedoch heißt es dass bei der Wassertaufe auch der Heilige Geist vermittelt wird. Pfingstler sehen hier zwei unterschiedliche Momente und beispielsweise die Neuapostolische Kirche unterscheidet auch zwischen Wasser- und Geistestaufe.

      Mich interessiert der ofizielle Standpunkt der STA. Findet in der Wassertaufe auch eine "Geistvermittlung " statt. oder eher davor oder danach???

      Selbstverständlich wirkt der Heilige Geist als Teil der Dreieinigkeit mit bei der Taufe (wird ja auch auf seinen Namen hin getauft) aber gibt es darüber hinaus eine separate Geistestaufe?

      Bitte helft mir. Schon mal Danke im Voraus.

      LG Fragender


      Hallo Fragender,

      Ich glaube nicht, das die STA wirklich darauf eine Antwort hat. Es ist auch nicht so, dass bei der Urgemeinde der Heilige Geist bei der Taufe übertragen wurde. Es gibt Beispiele, dass es nicht so war. Der H.Geist wurde durch Handauflegung auch nach der Taufe übertragen. Voraussetzung, der Handaufleger ist selbst erfüllt mit den Heiligen Geist. Genau da hapert es heute. Es sind keine mehr da, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, der Heilige Geist ist ausgezogen.
    • @Fragender
      Selbstverständlich wirkt der Heilige Geist als Teil der Dreieinigkeit mit bei der Taufe (wird ja auch auf seinen Namen hin getauft) aber gibt es darüber hinaus eine separate Geistestaufe?
      Die erste Frage die ich stellen würde ist, ob die Ereignisse "den Heiligen Geist bei der Taufe erhalten" (Apg 2.38, Apg 8.15, Apg 10.47) und "vom neuen geboren werden" (Joh 3.7):

      (a) ein und dasselbe beschreiben? oder
      (b) zwei unterschiedliche Ereignisse sind, die aber bei echter Bekehrung parallel (zum gleichen Zeitpunkt) stattfinden? oder
      (c) zwei unterschiedliche und auch voneinander unabhängige Ereignisse sind?

      Wenn wir diese Frage untersucht haben, können wir deine Frage beantworten.


      @nachfalter
      Ich glaube nicht, das die STA wirklich darauf eine Antwort hat.
      Interessant, auf welche "hellseherische Kraft" dieser (Un)Glaube beruht.

      Voraussetzung, der Handaufleger ist selbst erfüllt mit den Heiligen Geist.
      Wo steht diese Voraussetzung? Und wo steht überhaupt, dass die Taufe und Handauflegung eine Voraussetzung für das Empfangen des Heiligen Geistes ist? (siehe Apg 10.44-47)

      Genau da hapert es heute. Es sind keine mehr da, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, der Heilige Geist ist ausgezogen.
      Also sind alle getauften Gläubige verloren, weil sie zufällig von einem nicht mit Heiligem Geist erfüllten Pastor getauft wurden, den sie selber nicht ausgesucht haben?

      Und darf ich noch fragen, in welcher Gemeinde du getauft wurdest? (damit ich sicher sein kann, dass dort Taufende mit dem Heiligen Geist gibt).
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:




      @nachfalter
      Ich glaube nicht, das die STA wirklich darauf eine Antwort hat.
      Interessant, auf welche "hellseherische Kraft" dieser (Un)Glaube beruht.

      Voraussetzung, der Handaufleger ist selbst erfüllt mit den Heiligen Geist.
      Wo steht diese Voraussetzung? Und wo steht überhaupt, dass die Taufe und Handauflegung eine Voraussetzung für das Empfangen des Heiligen Geistes ist? (siehe Apg 10.44-47)

      Genau da hapert es heute. Es sind keine mehr da, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, der Heilige Geist ist ausgezogen.
      Also sind alle getauften Gläubige verloren, weil sie zufällig von einem nicht mit Heiligem Geist erfüllten Pastor getauft wurden, den sie selber nicht ausgesucht haben?

      Und darf ich noch fragen, in welcher Gemeinde du getauft wurdest? (damit ich sicher sein kann, dass dort Taufende mit dem Heiligen Geist gibt).

      auf deine letzte Frage. Wir wussten garnicht, dass es einen Heiligen Geist gibt, weil uns nichts davon gelehrt hatte. Ich kann Dir somit nicht raten, wo Du dich hinwenden kannst, um den Heiligen Geist zu bekommen

      vorletzte Frage: wenn ich von zufälligkeit reden würde, dann so, dass es zufällig einen geisterfüllten Pastor geben könnte, so diereckt nennen, könnte ich Dir keinen.

      erste Frage: habe ich nicht behauptet, versuchte nur auf den Fragenden einzugehen.

      ich hoffe, ich konnte Dir geholfen haben :thumbup:
    • vielen Dank für die bisher eingegangenen Antworten.
      ich persönlich glaube auch daran das es einen Unterschied zwischen Wassertaufe und Geistestaufe gibtmich interessierte jedoch die offizielle Lehre. im glaubensartikel 15 heißt es:

      Die Taufe ist ein Sinnbild für unsere Gemeinschaft mit Christus, für die Vergebung unserer Sünden und für den Empfang des Heiligen Geistes.

      Gibt es eine konkrete lehraussage wann/ wie der heilige Geist empfangen wird?
    • Fragender schrieb:

      Gibt es eine konkrete lehraussage wann/ wie der heilige Geist empfangen wird?


      Durch die Taufe Bekennen wir uns öffentlich zu Christus als unseren Erlöser und gehen mit IHM einen Bund ein.
      Gott schenkt uns den Beistand durch seinen HL.Geist der uns auf unseren Glaubensweg begleiten wird.
      Johannes 3, 8 (Schlachter) Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.

      Aus diesem Grunde wird auch keine Kirche einer Aussage machen.

      Der Geist Gottes wirkt überall. Er kann jeden benutzen, um die Absichten Gottes zu verwirklichen.

      Martin Luther hat geschrieben: „Einem Gläubigen ist nichts schädlicher, als dass er meint, er habe es schon ergriffen, und es sei daher nicht nötig, es erst zu suchen,
      denn von daher kommt es, dass viele zurückfallen, und vor Sicherheit und Faulheit verwelken und lasch werden.
      Deswegen, wer angefangen hat, ein Christ zu sein, der ist schuldig, auch noch dieses zu tun, dass er gedenke, er sei noch kein Christ, sondern er suche es noch dahin zu bringen, dass er ein Christ werde.
      Dieses Leben ist nicht eine Frömmigkeit, sondern ein Frommwerden, nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden, nicht ein Wesen, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung.
      Wir sind's noch nicht; wir werden's aber.
      Es ist noch nicht getan, es ist aber in Gange und Schwange.
      Es ist nicht das Ende; es ist aber der Weg.
      Ein Christ ist im Werden, nicht im Worden-sein.
      Denn wir strecken uns nach dem Himmel, sind aber noch nicht im Himmel.
      Und wie der nimmermehr in den Himmel kommen wird, der sich einbildet, er sei schon im Himmel, so ist der bereits im Himmel, der sich nach dem Himmel streckt und hineinzukommen sucht.
      So wunderbar sind Gottes Werke.“
    • Ich kann die Eingangsfrage leider auch nicht beantworten - habe eigentlich die gleiche Frage :S

      Meine Vorstellung war immer, dass in der Taufe mehr passiert als nur Untertauchen und mein Bekenntnis zu Gott und Christus als meinen Erlöser.

      In der STA-Lektion sagte einmal ein Mitglied "Man dürfe nichts magisches in der Taufe sehen, es gibt keine Magie bei der Taufe".

      Das hat mich etwas ernüchtert - doch nur Wassertaufe?

      Wie fest muß man glauben, damit auch der HL. Geist folgt?

      Wann und wie erkennt man, dass man vom Hl. Geist erfüllt ist (ich vermute man wird es erkennen, wenn es soweit ist...)
    • Hallo Rilo,

      In der STA-Lektion sagte einmal ein Mitglied "Man dürfe nichts magisches in der Taufe sehen, es gibt keine Magie bei der Taufe".
      Ich sehe zwei "Magien" der Taufe:

      1) Wir gehen den Bund mit Gott ein und werden ein Teil seiner "Braut". Verglichen kann das etwa mit der Hochzeit: eine Frau zu deiner Frau nehmen, versprechen der (ewigen) Liebe, Treu, Zusammenseins geben.

      2) Auswaschen der vorher begangenen Sünden - wie uns Jesus geboten hat.

      Das hat mich etwas ernüchtert - doch nur Wassertaufe?
      Eine Hochzeit ist nicht "nur" Ja sagen, Torte essen und die Frau zu sich nach Hause fahren.

      Wie fest muß man glauben, damit auch der HL. Geist folgt?
      Der Heilige Geist wirkt immer und überall, auch auf Ungläubige, damit diese bekehrt werden. Nicht der Heilige Geist folgt dir, sondern du solltest ihm nachfolgen. Der Heilige Geist gestaltet dich schrittweise um und gibt dir die Kraft, die (neu erkannten) Sünden immer mehr zu lassen und seinen Willen zu befolgen. Die Erlösung findet durch die Zusammenarbeit Gott-Mensch statt: Gott gibt dir stückweise Kraft und Willen, die du praktisch ergreifen sollst, um immer vollkommener zu werden. Es ist ein lebenslanger Prozess. Wenn du erkennst, dass dir etwas fehlt, kannst du Gott darum bitten. Ein wiedergeborener Mensch sieht die Früchte seines Glaubens und seines Wachstums im Glauben.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Danke Jakob für Deine Antwort.

      So richtig befriedigt sie mich aber nicht bzw. lässt noch Fragen offen:

      Wie hängen nun Wassertaufe und Geistestaufe zusammen?

      Das Bild von der Hochzeit ist schön, aber die Magie, die Liebe, war schon vorher da.
      Vielleicht ist es bei der Taufe ähnlich - die Beziehung zu Gott muß natürlich schon da sein.

      Aber die Taufhandlung selbst - ist es nur ein symbolischer Akt oder passiert noch mehr?
      Abwaschen der Sünden - das ist für mich auch eher ein Bild - Jesus hat meine Sünden ja abgewaschen - ob Taufe oder nicht, oder?
      Auch als Nicht-Getaufter ist Jesus für meine Sünden gestorben und ich kann sein Geschenk annehmen.

      Wie ist das Geist-wirken in der Taufe? Wann und wie kommt der Hl. Geist - hat es überhaupt mit der Taufe etwas zu tun?

      Kommt er zu wem er will oder muß ich ihn suchen? Und wie sehr muß ich suchen um ihn zu finden?

      Schwierige Fragen - ich weiß nicht ob es da eine (objektive) Antwort gibt....
    • *Darum wollen wir die Lehre vom Anfang christliches Lebens jetzt lassen und zur Vollkommenheit fahren, nicht abermal Grund legen von Buße der toten Werke, vom Glauben an Gott, (2) von der Taufe, von der Lehre, vom Händeauflegen, von der Toten Auferstehung und vom ewigen Gerichte.* (Hebräer 6, 1.+2. Luther 1545)

      Die Taufe ist also eine Grundlehre des Christentums, also gewissermassen Milch und nicht feste Speise. Darum ist es wichtig, dass wir das richtig untersuchen.

      *Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden.
      (2) Der kam zu JEsu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer, von GOtt kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn GOtt mit ihm.
      (3) JEsus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich GOttes nicht sehen.
      (4) Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
      (5) JEsus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich GOttes kommen.
      (6) Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist.
      (7) Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden.
      (8) Der Wind bläst, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wo er kommt und wohin er fährt. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.
      (9) Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen (10) JEsus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und weißt das nicht?* (Johannes 3, 1.-10. Luther 1545)

      Hier ist vor allem der Vers 5 wichtig: „(5) JEsus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich GOttes kommen.“ Jesus fordert also ultimativ dazu auf, dass wir mit Wasser UND Geist getauft sein müssen.

      *Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.* (Apostelgeschichte 1, 5. Luther 1545)

      Wichtig ist hier der Unterschied. Johannes der Täufer taufte NUR mit Wasser. Jesus aber verlangt eine Taufe von Wasser UND Geist!

      *Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: GOtt vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. (10) Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. (11) Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, dem ich auch nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
      (12) Und er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer.* (Matthäus 3, 9.-12. Luther 1545)

      Johannes der Täufer bezeugt selber, dass Jesus mit Geist und Feuer taufen wird.

      *Und es begab sich, da sich alles Volk taufen ließ, und JEsus auch getaufet war und betete, daß sich der Himmel auftat.
      (22) Und der Heilige Geist fuhr hernieder in leiblicher Gestalt auf ihn wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.* (Lukas 3, 21.+22. Luther 1545)

      Ich denke, dass Jesus unser Vorbild ist, und so wie er nach der Taufe mit Wasser betete, und danach der Geist Gottes auf ihn kam, so sollten wir nach der Taufe mit Wasser auch um den Hl.Geist bitten.

      *Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur! (16) Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden.* (Markus 16, 15.+16. Luther 1545)
    • Dieser ehrlichen und Sinnvollen Frage müssen wir allen ernstes nachgehen.

      Fragender schrieb:

      Eine Frage beschäfdtigt uns, aber auf den offiziellen Seiten der STA konnte ich keine genauen Antworten finden.


      Ich bin dankbar, dass die STA keine forderung aufstellt, dass die Mitglieder eine Geistestaufe haben müssen. In den Kirchen und Gemeinden wo dies gefordert wird finden die übelsten Auswüchse statt. Ich spreche aus Erfahrung, da ich in solchen Kreisen mitgemacht habe. Wie will man die Geistestaufe beweisen? Durch Zungenreden, durch lallen, durch umfallen und zucken? Durch was?

      Jacob der Suchende schrieb:

      Soweit mir bekannt ist, glauben die Adventisten NICHT daran, dass jede Wassertaufe direkt von einer Geistestaufe begleitet wird. Geistliche Wiedergeburt bedeutet, dass der Mensch alle seinen Sinneswahrnehmungen auf Gott richtet und sich mit Gottes Kraft völlig bereit erklärt, Gottes Willen zu befolgen. Derjenige, der diese Offenheit und Bereitschaft ernst meint, wird auch von Gott die Kraft bekommen, sein Leben zu ändern. Auch wird Gott zugleich das Herz und die Gesinnungen dieses Menschen ändern. Ein solcher Mensch ist deshalb wiedergeboren, weil er sich auf dem Pfad zum Leben befindet. Auf diesem Pfad wird dieser Mensch mit der Zeit weitere Sünden und Schwachheiten erkennen, die er in seinem Leben ändern soll. Mit Gottes Kraft wird dieser Mensch seine Unvollkommenheiten immer mehr beseitigen. Befinden sich alle Menschen auf diesem geistlichen Weg nach ihrer Taufe? Ich glaube nicht. Ellen White (die Person soll dir bekannt sien) bezeichnete manche Taufe als "Totgeburt". Der Mensch ist zwar getauft, hat aber seine Sinnen auf Gottes Willen nicht vollständig ausgerichtet, und lebt sein altes Leben weiter.


      Deine Ausführungen kann ich nur unterstützen. Wie gesagt ich habe einige Bekannte welche die Geistestaufe haben (nach ihren Aussagen) und ALLE ohne Ausnahme entfernen sich mit Schnellzugstempo von der Bibel weg! Der Geist genügt für diese Menschen und sie führen fast alle ein Lotterleben, weil der Geist es ihnen erlaubt (sagen sie).

      Fragender schrieb:

      Hallo Forengemeinschaft, eine konkrete Frage hat mich hier her verschlagen. Ich selbst bin kein Adventist, meine Frau jedoch schon. Eine Frage beschäfdtigt uns, aber auf den offiziellen Seiten der STA konnte ich keine genauen Antworten finden. Es geht mir um die Frage, ob bei derWassertaufe, die Geistestaufe (Taufe mit dem Heiligen Geist) "inklusive" ist? Es gibt zwischen den Konfessionen hier ja unterschiedliche Vorstellungen. Bei den Katholiken und Orthodoxen vollendet die Firmung die zuvor empfangene Wassertaufe. bei den Protestanten jedoch heißt es dass bei der Wassertaufe auch der Heilige Geist vermittelt wird. Pfingstler sehen hier zwei unterschiedliche Momente und beispielsweise die Neuapostolische Kirche unterscheidet auch zwischen Wasser- und Geistestaufe. Mich interessiert der ofizielle Standpunkt der STA. Findet in der Wassertaufe auch eine "Geistvermittlung " statt. oder eher davor oder danach??? Selbstverständlich wirkt der Heilige Geist als Teil der Dreieinigkeit mit bei der Taufe (wird ja auch auf seinen Namen hin getauft) aber gibt es darüber hinaus eine separate Geistestaufe? Bitte helft mir. Schon mal Danke im Voraus.
      LG Fragender


      So wie ich es verstehe, macht die STA eben keine Anbindung an die Wassertaufe, sondern die ganze Sache wird auf den Weg der Heiligung zugedacht. Mit der Taufe erhalten wir den Hl. Geist als Unterpfand und als Siegel (werde die Texte noch nachliefern), aber die Geistestaufe ist etwas anderes, was auch im laufe des Lebens nach und nach kommt.

      Stephan Zöllner schrieb:

      Woran wird denn konkret die "Geistestaufe" fest gemacht?


      Gute Frage!

      Bogi111 schrieb:

      Johannes 3, 8 (Schlachter) Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. Aus diesem Grunde wird auch keine Kirche einer Aussage machen. Der Geist Gottes wirkt überall. Er kann jeden benutzen, um die Absichten Gottes zu verwirklichen.


      Danke Bogi!
    • Woran erkennt man die Fülle des Geistes?

      HugoTobler schrieb:



      Stephan Zöllner schrieb:

      Woran wird denn konkret die "Geistestaufe" fest gemacht?


      Gute Frage!


      Aber genau daran entscheidet sich doch ganz konkret ob man einem Anderen (oder sich selbst) zugesteht den "Heiligen geist zu haben" oder "im Geist getauft" zu sein - oder eben nicht
      Ohne die konkrete Antwort auf genau diese Frage ist es doch überhaupt nicht möglich das Thema (sinnvoll) zu diskutieren!!
      Andernfalls versteht jeder unter der Geistestaufe etwas völlig anderes und es kommt systematisch zu Mißverständnissen.

      Wann und wie geschah denn die Geistestaufe bei den Jüngern und Aposteln?
      Interessanterweise wird davon nur explizit berichtet wenn es dabei außergewöhnliches zu sagen gab weil sie (die Geistestaufe) - wie bei einigen Jüngen von Johannes dem Täufer oder bei der Hausgeminde des Kornelius - ausnahmsweise mal NICHT selbstverständlich und unspektakulär geschehen ist.

      Wir müssen also davon ausgehen, daß die Geistestaufe bei dem Großteil der gläubig Gewordenen etwas völlig Selbstverständliches und an sich Unspektakuläres war, denn es gibt nur drei Berichte darüber: Pfingsten (Apostelgeschichte 2,14-47; ca. 120 Personen im Obergemach), Kormelius (Apostelgeschichte 10,44-48; eine Hausgemeinde), Jünger des Johannes (Apostelgeschichte 19,1-6; 12 Mann).
      Weder von Paulus noch von Apollos oder Prisca und Aquilla, die nachweislich im Auftrag Gottes lehrten und heilten, existieren konkret Berichte über eine spektakuläre Ausgießung des Geistes.

      Außerdem geht aus Apg. 10,44/5 hervor, daß die Gläubig gewordenen Juden allgemein den Heiligen Geist empfangen hatten (Vers 47: "ebenso wie wir") ohne daß darüber konkrete oder gar spektakuläre Berichte vorliegen.

      Wir müssen nach dem Befund der Bibel also davon ausgehen, daß die Gabe des Heiligen Geistes für einen Nachfolger Christi in der Mehrheit weder etwas Außergewöhnliches noch spektakuläres war! Die spektakuläre Ausgießung des Geistes wird nur für wenig mehr als 100 Personen berichtet (vergl. Zahlen oben) während die Mehrheit der Gläubigen (ca. 3000) schon zu Pfingsten und in Jerusalem dieses nicht "vorweisen" konnte.
      Im Zuge der rasanten Ausbreitung der Nachfolge konnten nur noch sehr Wenige (zu Pfingsten schon weniger als 4% [= 120/3120] !) dieses konkrete oder spektakuläre Elebnis an sich selbst berichten.

      Trotzdem wird die Gemeinde als Ganzes als geistgeleitet und mit der nötigen Fülle ausgestattet beschrieben!

      Woran also kann man die Fülle des Geistes in oder an einem Nachfolger Christi "indizieren" oder fest machen?

      ps nur der Weise ist in der Lage zwischen einem Toren und einem Weisen zu unterscheiden.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stephan Zöllner () aus folgendem Grund: Korrekturen, Ergänzung

    • Vielleicht helfen diese Texte weiter ?

      *Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote. (16) Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich, (17) den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennt ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.* (Johannes 14, 15.-17. Luther 1545)

      *Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbige wird's euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.* (Johannes 14, 26. Luther 1545)

      *... durch welchen auch ihr gehöret habt das Wort der Wahrheit, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit; durch welchen ihr auch, da ihr glaubetet, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheißung,...* (Epheser 1, 13. Luther 1545)
    • Heißt es nicht "an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" ?

      Ich weiß jetzt nicht genau, ob das auf den Empfang des HL. Geistes gemünzt ist, aber auch dies sollte sich doch so zeigen.

      Wobei das natürlich auch wieder recht vage ist und nicht konkret überprüft werden kann.

      @Hugo Tobler: oben schriebst Du irgendwo sinngemäss es wäre ein Unterschied den Hl.Geist in der Taufe zu empfangen (das wäre wohl der Standardfall) oder den
      HL. Geist zu haben bzw. in ihm zu wandeln (oder wie man es formulieren will).
      Wo liegt denn da genau der Unterschied?

      Bekommt jeder den HL. Geist nach einer ernst gemeinten Taufe, zumindest nach intensivem Gebet?

      Oder ist es eher so, dass der Geist weht wo er will und auf diejenigen kommt, die er sich aussucht? (Sucht er denn überhaupt aus, oder sucht Gott Vater / Sohn aus???)

      Ich fürchte, genau bestimmen und definieren kann man das nicht - dazu müßte man auch genau definieren was denn der HL Geist überhaupt ist und da sind wir schnell
      bei der Frage der Dreieinigkeit.

      Für mich ist es übrigens so, dass Gott Vater und der Sohn zwei verschiedene Personen der "Gottesfamilie" sind und der HL. Geist eher der gemeinsame Geist der Beiden ist.
      Ganz schlüssig ist das Bild aber auch nicht, da Gott Vater definitiv mehr weiß als der Sohn (z.B. die Stunde seiner Wiederkunft!) - also können sie nicht exakt den gleichen Geist haben, oder?
    • Rilo1 schrieb:

      da Gott Vater definitiv mehr weiß als der Sohn (z.B. die Stunde seiner Wiederkunft!) - also können sie nicht exakt den gleichen Geist haben, oder?

      Als Jesus das sagte war er Mensch und als Mensch wusste er nur dass, was ihm sein Vater offenbarte. Ich glaube nicht, dass Jesus als allwissender Mensch geboren wurde. Aber dann sind wir wieder bei der Problematik seiner göttlichen Natur ;)
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • @BEMO: Du hast Recht, als er das sagte war er Mensch.

      Ich habe den Text so verstanden, das Jesus grundsätzlich nicht die Stunde seiner Wiederkehr kennt, auch nicht nach der Auferstehung oder im Himmel.
      Es sollte ja ausdrücken, dass die Wiederkunft völlig unerwartet und unberechenbar kommt und das nur Gott Vater allein den Zeitpunkt kennt.
      Aber ganz klar ist der Punkt nicht - das hatte ich so noch nicht gesehen.
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Woran also kann man die Fülle des Geistes in oder an einem Nachfolger Christi "indizieren" oder fest machen?


      Natürlich an den Früchten! Nicht gleich und sofort aber nach einiger Zeit!

      Manchmal aber erst nach Jahren...

      Am Sonntag im Andachtskalender wird es mit dem Oberleitungs-Buss schön beschrieben.

      Der Buss hat nur einen begrenzten Spielraum für den Kontakt mit der Energiequelle.
    • Bogi111 schrieb:

      Stephan Zöllner schrieb:

      Woran also kann man die Fülle des Geistes in oder an einem Nachfolger Christi "indizieren" oder fest machen?


      Natürlich an den Früchten! Nicht gleich und sofort aber nach einiger Zeit!

      Manchmal aber erst nach Jahren...

      Am Sonntag im Andachtskalender wird es mit dem Oberleitungs-Buss schön beschrieben.

      Der Buss hat nur einen begrenzten Spielraum für den Kontakt mit der Energiequelle.


      Ich spiele jetzt bewußt mal ein klein wenig den "advocat diaboli":
      War das bei den Jüngern des Johannes (der Täufer) nicht auch der Fall, daß sich ihr Leben deutlich veränderte?
      Bewirkt das nicht direkt die Buße als Folge auf dem Weg der Heiligung?
      Was hat das darum mit der FÜLLE des Geistes zu tun?

      Warum unterschied sich überhaupt die Taufe des Johannes von der, die durch die Jünger Jesu erfolgte?
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info