Was tun ohne Gemeinde?

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    • Was tun ohne Gemeinde?

      Diese Situation hatte ich noch nicht und macht echt traurig. Über 10 km steile Berg und Talfahrt bis zur nächsten kleinen Gemeinde, Regen und nur ein Fahrrad, da mein Konto von der Studienzeit her noch leer ist. Nicht mal eine Busverbindung gibt’s, und keine Geschwister die aus diesem gottverlassenen kleinen Ort kommen wo ich mich der Arbeit wegen gerade niedergelassen habe. Wie hat Moses in der Wüste das eigentlich so lange ausgehalten ohne sich mindestens einmal die Woche mit Glaubensgeschwistern zu treffen?
      Beten und Kommunikation mit Gott ist eine Sache. Aber wir brauchen n.m.A die Geschwister und Gemeinde auch, vor allem wenn man die gesamte Woche auf der Arbeit nur mit Atheisten zusammenkauert. Wie verbringt ihr den Tag wenn ihr Sabbats zu Hause bleibt und nicht zur Gemeinde gehen könnt? Fehlt Euch das dann in der Woche?

      Gruss
      Atze
    • Ich hatte das eigentlich noch nie, Zuhause. Selten auf Reisen.
      Ja, mir würde etwas fehlen.
      Manche Gemeinden bieten Predigt im livestream, aber das ist natürlich keine Gemeinschaft.

      Ich bin sicher, Gott segnet Dich dennoch. Er tröste Dich - und vielleicht kann Dich nächsten Sabbat wer aus der Gemeinde holen?
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Danke Heimo. Danach zu fragen finde ich ein allerdings ein wenig aufdringlich, wo ich die Geschwister kaum kenne. Das müsste schon von ihnen selber kommen finde ich. Aber freuen würde ich mich das natürlich schon.
      Letzte Woche hat mich eine Familie aus einem Nachbardorf in eine andere sehr weit entfernte Gemeinde mitgenommen. Allerdings fahren die nur sehr unregelmäßig und haben nicht immer einen Platz frei.

      Ich hab seitdem schon überlegt wie ich dieses Dorf hier konvertieren könnte… :yeah:
    • Atze schrieb:

      und keine Geschwister die aus diesem gottverlassenen kleinen Ort kommen wo ich mich der Arbeit wegen gerade niedergelassen habe.
      Dann reden doch einfach mal mit Geschwistern aus deiner Gemeind, ob die bereit wären, dich morgens abzuholen und mit in den Gottesdienst zu nehmen. Oder mach mal bei der nächsten Gemeinderatsversammlung oder wie das heißt einen Vorschlag für einen Fahrtdienst für ältere Leute und solche, die in der selben Situation wie du sind.

      Atze schrieb:

      Beten und Kommunikation mit Gott ist eine Sache. Aber wir brauchen n.m.A die Geschwister und Gemeinde auch, vor allem wenn man die gesamte Woche auf der Arbeit nur mit Atheisten zusammenkauert.
      Das stimmt. Was das für ein Gefühl ist, weiß ich leider auch. :( Ich bin hier wahnsinnig geworden vor ca. ein
      oder 2 Jahren, als ich aufgrund meiner Erkrankung längere Zeit keine Gemeinde mehr besucht hatte. Und habe dann (wie ich auch schon mal hier im Forum irgendwo schrieb), ausnahmsweise mal wieder einen Katholischen Abendgottesdienst in meiner alten Gemeinde, die nicht weit von hier ist besucht, weil ich ich einfach die Gemeinschaft ohne andere gläubige Menschen nicht mehr ausgehalten hatte und hatte auch kurz danach wieder angefangen Sabbats die Gemeinde der Reformadadventisten so lange zu besuchen, bis ich es mit meinem Gewissen gegenüber Gott (wegen dem Thema Trinität)nicht mehr vereinbaren konnte. Aber, das ist eine andere Geschichte.

      Atze schrieb:

      Wie verbringt ihr den Tag wenn ihr Sabbats zu Hause bleibt und nicht zur Gemeinde gehen könnt? Fehlt Euch das dann in der Woche?
      Na ja, im Moment geht es eigentlich. Ich schaue mir (außer in Ausnahmefällen) jeden Morgen übers Internet den Livegottesdienst der Adventgemeinde München-Passing an und singe dort die Lieder mit und bete auch mit. Anschließend mache ich eine kurze Mittagspause und mache dann meine Sabbatschullektion und lese dabei die angegebenen Bibelstellen und Zitate aus Büchern von Ellen White, die in der Lektion mitangegeben werden. Und ansonsten, höre ich geistliche Lieder oder lese Reformadventistische Zeitschriften und die Bibel, so wie Bücher von Ellen White und telefoniere auch schon mal (wenn er denn mal erreichbar ist und ich auch die Lust dazu habe oder er mich von sich aus anrufen sollte) mit einem (Glaubensbruder) und wir unterhalten uns etwas über die Predigten, die wir (er in der Gemeinde und ich zuhause) gehört haben und über die Sabbatlschullektion.

      LG dir. ;)


      Aaron
    • Das ist wirklich eine schwierige Situation. Aber Gott ist nichts unmöglich. Vielleicht solltest du dafür beten und Gott wird dir einen Weg zeigen. Vllt kann man ja auch einen live Chat erstellen oder über Cam komunizieren. Ich weiß nicht ob so etwas geht und 100% ersetzt es natürlich die Gemeinschaft nicht. So wie es sich anhört ist das irgendwo in der Pampa ;) vllt sind dort die technischen Mittel gar nicht gegeben, aber wie ich sehe hast du selbst dort Internet. :wink:
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • Ich schaue mir (außer in Ausnahmefällen) jeden Morgen übers Internet den Livegottesdienst der Adventgemeinde München-Passing an und singe dort die Lieder mit und bete auch mit.

      So wie es sich anhört ist das irgendwo in der Pampa vllt sind dort die technischen Mittel gar nicht gegeben, aber wie ich sehe hast du selbst dort Internet.

      Nun, ich habe einige aufgenommene Predigten, die ich mir anschaue und anhören kann. Über einen Web-Stick habe ich hier Internet, der aber abseits eines 3G-Netztes nicht für Live-Übertragung und große Datenmengen geeignet ist. Ich bin hier noch nicht fest eingerichtet, und weiß auch nicht ob ich das werde, da ich nur einen Zeitvertrag habe. Aber ich sehe das mit der Videoübertragung eigentlich auch nur als Notlösung.
      Vielleicht solltest du dafür beten und Gott wird dir einen Weg zeigen.

      Das ist wohl wahr, bei Glaubensangelegenheiten handelt Gott n.m.E. eigentlich immer recht schnell, während ich für weltliche Dinge oft lange und manchmal vergeblich gefragt habe. Vielleicht fehlt mir etwas Geduld. :S
    • Atze schrieb:

      Über 10 km steile Berg und Talfahrt bis zur nächsten kleinen Gemeinde, Regen und nur ein Fahrrad, da mein Konto von der Studienzeit her noch leer ist.
      Also früh weggehen wäre keine Alternative? Natürlich, bei Regen ist das nichts, aber ansonsten wären die 10km doch durchaus noch im Rahmen eines Sabbatwegs. Bewegung ist ja auch Teil der Gesundheitsbotschaft, sei also ein beweglicher Missionar. Nein, nimm mich bitte nicht ernst ;) ;) .
      Vielleicht per Anhalter mitfahren?


      Atze schrieb:

      Ich hab seitdem schon überlegt wie ich dieses Dorf hier konvertieren könnte… :yeah:
      Das ist die beste Idee. Wenn man den großen Kampf liest, dann gibt's da einige Anleitungen, wie das von einer großen Kirche im Mittelalter gemacht wurde. Vielleicht fragst du mal beim lokalen Pfarrer nach, ob er nicht eine Bibelrunde am Sabbat Vormittag einrichten möchte.


      Atze schrieb:

      Wie verbringt ihr den Tag wenn ihr Sabbats zu Hause bleibt und nicht zur Gemeinde gehen könnt? Fehlt Euch das dann in der Woche?
      Zu Hause gibt's eigentlich nur die Möglichkeit der Medien. Internet, Hope-Channel, Foren. Ich hatte das vorige Woche als ich in der Früh mit argem Bauchweh aufgewacht bin. Ist aber nur Notlösung, wenn man mal wirklich nicht in die Gemeinde kann.
    • Du könntest ein "Bibelstudium" oder ähnlich-es am Sabbat anbieten (vllt. erst nur ein mal in 14 Tagen oder so). Bei Dir zu Hause. Gottweis, ob es sich nich zu einer guten Gemeinschaft entwickelt, die ein Grundstein für eine neue Gemeinde wäre? Man könnte da aktiv die Bibel studieren oder sich Predigten anhören.... ?????
      ;)
    • Atze schrieb:

      Danke Heimo. Danach zu fragen finde ich ein allerdings ein wenig aufdringlich, wo ich die Geschwister kaum kenne. Das müsste schon von ihnen selber kommen finde ich.
      Hallo Atze.

      Mein Rat an dich wäre:
      "aufdringlich" sein!!! Wie du selbst es erkannt hast, ist die Gemeinschaft besonders wichtig! Und weil Glaubensstärke / geistliche Stärke nun auch durch Gemeinschaft genährt wird, besteht Handlungsbedarf.

      Und weil das Beispiel hier so toll passt:
      wenn ein Obdachloser NICHTS hat, muß der Stolz irgendwann überwunden werden, und dieser Mensch muß seine Hand ausstrecken und fragen: "Hast du 1 Euro für mich?"
      Die Aktivität kommt vom Hungernden!

      Geistliche Unterernährung ist extrem gefährlich. Beuge vor - "Strecke die Hand aus", überwinde all die Gefühle, die dich daran hindern zu fragen: "Hast du 1 Fahrt für mich?" Zeige Aktivität um deinetwillen. Was andere Christen alles sein müssen, ist ein Problem ohne Ende, ist eine Frage, deren Klärung dich nicht 10km trägt, und sorgt schon gar nicht für dein geistliches Wohlbefinden!
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • "tricky" schrieb:

      Also früh weggehen wäre keine Alternative? Natürlich, bei Regen ist das nichts, aber ansonsten wären die 10km doch durchaus noch im Rahmen eines Sabbatwegs.

      Ohne Regen wäre ich auch heute gefahren.



      Allerdings ist das hier doch schon was anderes als auf dem platten Land Rad zu fahren was mir nichts ausgemacht hat. Zur Arbeit fahre ich hier ca.3km mit dem Rad für die ich normalerweise 10-15 min gebraucht habe. Hier ist es fast eine halbe Stunde.
      Vielleicht fragst du mal beim lokalen Pfarrer nach, ob er nicht eine Bibelrunde am Sabbat Vormittag einrichten möchte.

      Ist mal ne Idee…werde morgen mal schauen ob sich Kirchgänger hier in der Dorfkirche einfinden und fragen, ob es schon einen Bibelkreis gibt.

      "greatest" schrieb:

      Mein Rat an dich wäre:
      "aufdringlich" sein!!!

      Ok.....schenkst Du mir Dein Auto? :whistling:
    • Es geht, mE. auch ohne aufdriglich sein zu müssen. Die Geschwister der Gemeinde fragen oder sagen doch, es ist schön, dass du da bist, komm´ doch öfter ... oder sowas. Man kann immer dann sagen, dass man keine Möglichkeit hat zu kommen.... so auf die Situation aufmerksam machen und fragen, ob es nicht einen gibt, der in der Nähe wohnt oder an Deinem Ort vorbei fährt......... usw.
    • "Stofi" schrieb:

      so auf die Situation aufmerksam machen

      Da bin ich schon dran.
      Vielleicht müsste ich mal nach vorne gehen und etwas sagen wie „der Herr hat Euch gerade die Lösung zur Erweckung geschickt……Ihr müsst sie nur noch abholen?“
      Oder vielleicht auch zu indiskret....

      "DonDomi" schrieb:

      aber vielleicht lohnt es sich auch beim Gemeindeleiter zu fragen.

      Hab ich schon gemacht. So bin ich auf die Geschwisterfamilie gekommen, die nicht so weit von mir wohnen. Das sind aber leider die Einzigen hier im direkten Umkreis….und wie gesagt fahren die nicht regelmäßig.

      "Atze" schrieb:

      Ist mal ne Idee…werde morgen mal schauen ob sich Kirchgänger hier in der Dorfkirche einfinden

      Man stelle sich vor. Eine riesige Kirche für dieses Dorf hier und kein Gottesdienst. So etwas dürfte es eigentlich gar nicht geben.
    • Atze schrieb:

      Man stelle sich vor. Eine riesige Kirche für dieses Dorf hier und kein Gottesdienst. So etwas dürfte es eigentlich gar nicht geben.
      dann biete dich doch an den Gottesdienst zu leiten und einzuführen. Ein paar lateinische Worte lernen und ansonsten nur die Bibel zitieren. Das wäre doch schon mal was...